Kommentare

Wo ist die fiktive Gemeinschaft...

...die hier im Artikel beschrieben wird?

Ich komme direkt vom Supermarkt. Dort sind die Preise die (erwartungsgemäßen) 5-10% über den Preisen des Vorjahres. Einzige Ausnahme: Wein ist konstant geblieben. Da ich de facto keinen trinke, nützt mir das jedoch recht wenig. Vielleicht sollte ich doch viel davon zu mir nehmen, damit ich a) preistabile Vorteile genieße und b) mich weniger über die sogenannte "niedrige Inflationsrate" aufrege.

Und nun warten wir mal auf die Berichte, die uns ganz volkswissenschaftlich erklären, wieso höhere Preise gut sind...

Ganz ehrlich. Ich kann mein Leben zurückverfolgen und fragen, wen ich will. Von sinkenden Preisen keine Spur, ich bin jung genug um die Gegenwart zu evaluieren und alt genug, noch die DM-Preise zu kennen.
Entschuldigung, aber die Preise stiegen konstant an. Ein paar Wochen mal Milch, Benzin (ich fahre kein Auto) oder Waschmaschinen billiger zu bekommen, reduziert nicht meine Lebenshaltungskosten.

Von Mieten will ich gar nicht reden.

Teuerung nach Statistik

Schon Wim Deusenberg wurde einst von seiner Frau überzeugt, daß die Teuerung, die seine Frau feststellte, weit höher war als die amtliche Statistik.
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Da nur ein ausgewählter Warenkorb verglichen wird und viele Güter dort (noch) nicht erfasst sind, entstehen eben falsche Eindrücke. Dazu kommt, daß auch viele Produkte eine bescheidene Qualität haben oder nach einigen Jahren vom Hersteller nicht mehr unterstützt werden.
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So hat früher ein Telefonapparat jahrzehnte gehalten. Jetzt bekomme ich vom "deutschen " Hersteller nach 2 Jahren die Auskunft: "Das ist ein Firmengeheimnis unseres chinesichen Herstellers."
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Wartung , Reparatur unmöglich!!
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Also billiger und schlechter neukaufen.
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In der Statistik geht es uns besser aber wir produzieren immer mehr Müll mit schlechten Produkten, die unser Geld kosten.

"Energie teurer" ... also

"Energie teurer" ... also werden wir die wahre Inflation erst dann zu spüren bekommen, wenn im Winter wieder geheizt werden muß ...

Das passt doch prima

Ist doch gut. Dann können die Gegner des Mindestlohns und gleichzeitigen Befürworter von zwei Prozent Inflation aufatmen: Wenn die Einkommen und die Preise steigen wegen des Mindestlohns, dann passt auch die Inflation wieder.

Zwei Fliegen mit einer Klappe.

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@ CE - Ha, wenn´s mal nur das wäre!

Durch meinen konstant niedrigen Verbrauch im Bereich Heizung und Strom (wer Bafög bekommt, hat das Geld dafür nicht. Ehemals staatl. Leistungen ebenso wenig - Reaktion "Ziehen sie doch einen 2. Pullover an") habe ich kürzlich meine Abrechnung erhalten.
Ergebnis: 106€ Rückzahlung. Toll!

Im gleichen Atemzug wurde der Grundkostenbereich wie alles andere erhöht, nun soll ich monatlich 6€ mehr zahlen - Mathematikkenntnisse unterliegen der Realität.

Glücklicherweise (und dank Excel) konnte ich per Mail meinen Vermieter überzeugen, alles beim Alten zu lassen.

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Der Satz "ich bin nicht für eure Liquidität und Kapitalertragszinsengewinnung zuständig" habe ich dabei natürlich vermieden.
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Aber ja, natürlich werden die Kosten wieder steigen. Und der schuldige wird bei allen Beteiligten mal wieder ein anderer sein...
Wenn´s hart auf hart kommt, sind die Verbraucher schuld. Was verschwenden wir auch Strom.

Die Neoliberalen leiden

In den 80ziger Jahren war eine geringe Inflationsrate ein Erfolg. Die Politiker brüsteten sich damit das eine niedr. Infl. den ärmsten zugute kommt, da diese am meisten unter Preissteigerrungen z. B. von Existensgütern zu leiden hätten.

@Theo Hundert

Damals in den 80ern lag man auch mal gerne bei 5% oder 6% Inflation. Das dies ein ganzes Stück weit weg vom 2% Ziel. Was wir hier aber erleben ist ein sukzessives Abrutschen in die Deflation.
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Unmittelbar haben Vermögende ein Problem mit der Inflation, weil deren Geld entwertet hat. Leute mit 100% Konsumquote haben dies nicht unmittelbar, weil sie kein Vermögen ansparen können das man entwerten könnte. Die Ärmsten konnten ihre Zukunft in Zeiten hoher Inflation selbst in die Hand nehmen, weil Inflation auch zum Teil Umlauf bedeutet. Geschäfte werden getätigt, Güter produziert und Arbeit nachgefragt. Für jemanden der von der Hand in den Mund lebt ist die Inflation diesbezüglich erstmal egal. Sonderfall ist die Hyperinflation, von der wir aber damals wie heute weit entfernt sind. Problem sind Schicksale wie Arbeitslosigkeit und niedriges Einkommen, die dafür sorgen, dass die Mittelschicht ausdünnt und nicht der 'Springteufel' Inflation.

wer das glaubt, ist selbst schuld..........

wer solchen schmarrn auch noch glaubt ist selbst schuld. die inflationsrate ist wesentlich höher in der praxis als auf dem papier.
zudem werden gleichzeitig die sparer über einen gewollt niedrigen zins enteignet.
damit kann man dann staatsschulden abbauen und den leuten weiter unsinn erzählen.

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