Kommentare - Die EZB entschleunigt sich

03. Juli 2014 - 17:35 Uhr

Weniger Stress an den Märkten, mehr Ruhe für Entscheidungen: Die EZB will ab 2015 nur noch alle sechs Wochen über den Leitzins entscheiden. Außerdem will sie die Sitzungsprotokolle schnell veröffentlichen, statt damit 30 Jahre zu warten. Der Leitzins bleibt bei 0,15 Prozent.

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Kommentare

Leitzins bleibt bei 0,15% ?

... das wird auch noch lange so bleiben, denn wenn die ...(ich suche ein besseres Wort als Spekulant) ... "Anleger" ... wieder aus der Börse flüchten, ist das Kartenhaus am Ende. (sic!)

Also lasst uns noch ein wenig um das Goldene Kalb tanzen, bevor der olle Moses wieder vom Berg steigt ... so oder so ähnlich hab ich das schonmal irgendwo gelesen ...

Warum auch ändern?

Was sollte man auch ständig an dem Leitzins ändern? Er ist doch genau dort, wo er laut EU sein soll. Nämlich derartig weit unten, dass man die deutsche Bevölkerung auf breiter Basis enteignet, um die Ausgabensünden anderer Länder zu tilgen.

Warum bekommen Bürger nicht das billige Geld??

Also ich sage dazu mal:

wie lange will die werte EZB die Märkte noch mit billigem Geld fluten und damit den Zockern zuarbeiten??

Warum zum Teufel werden hier Immobilienkredite ausgenommen?? Warum sollen die kleinen Bürger - wenn sie sich Häuser bauen - nicht auch vom billigen Geld profitieren??

Da sieht man mal wieder, was dieses Spielchen soll: rechte Tasche -> linke Tasche zu Gunsten der Zocker und der Konzerne und sonst nichts. Traurig aber wahr.

Und in dieser Zeit gehen die Schulden der Pleitestaaten kaputt auf Kosten der kleinen Bürger, was aber illegal ist nach Artikel 17 UN-Menschenrechts-Charta (Eigentumsraub) und die kleinen Bürger zahlen die Zeche!! Und dann kommt dazu noch dieser schweizer Käse von Mindestlohn, der kein echter Mindestlohn mehr ist, weil die Union ihn viel zu sehr verwässert hat!! Dafür sollte man sowohl der EZB als auch der Bundesregierung und den ganzen Zockern mal ordentlich die Köpfe waschen!! So sehe ich es!

Guthaben- und Kreditzinsen gehören entkoppelt!

Was von daher dringend gemacht werdne müsste ist: Guthabenzinsen rauf auf mindestens 5% und die Kreditzinsen in den Keller auf 0%! Ergo: Guthabenzinsen und Kreditzinsen entkoppeln und gegensätzelich laufen lassen. So sieht der Hase aus!!

Und es muss dafür gesorgt werden, dass nicht mehr diese elendiglichen Zocker das Geld kriegen, sondern die Bürger!

Von daher muss die Bundesbank hier auch was tun, um hier diesen Zockern das Geld wegzunehmen und diese immer mehr augeheizte Spekulationsblase endlich zum Platzen zu bringen! Denn diese ganzen Kurse sind doch nur noch reine Fantasiewerte ohne Zahlen und Fakten als Backing. Einfach nur krank das Ganze.

Es ist mir auch völlig

Es ist mir auch völlig unverständlich, wieso Banken Geld kurzfristig bei der Bundesbank oder der EZB oder sonst wo "parken" müssen.
Das Eigenkapital der Banken ist sowieso schon "unter aller Kanone" niedrig... was, wenn mal Viele ihre Einlagen zurück haben wollen, sprich ihr "Geld sehen" wollen?!
Bei den derzeit fast nicht existenten Guthaben-Zinsen ein gar nicht so unwahrscheinliches Geschehen...

@ Resistance1405

Ihr Zitat:
"Was von daher dringend gemacht werdne müsste ist: Guthabenzinsen rauf auf mindestens 5% und die Kreditzinsen in den Keller auf 0%! Ergo: Guthabenzinsen und Kreditzinsen entkoppeln und gegensätzelich laufen lassen. So sieht der Hase aus!!"
Ihnen ist aber dann schon klar, dass die Banken Ihre Guthabenzinsen (5 %) von Einnahmen bezahlen müssen, die sie dann gar nicht mehr haben.... wegen der Kreditzinsen in Höhe von 0 % ?

@Resistance1405 zum Thema Bürger und billiges Geld

Immobilienkredite werden ausgenommen, weil es bereits in einigen Städten zu Überhitzungen bei den Preisen kommt. Ein Immobiliendarlehen mit 10 Jahren Zinsbindung erhalten Sie schon zu deutlich unter 2 %. Insofern gibt es keinen Grund hier zusätzlich zu fördern. Der Immobilienmarkt boomt!! Eine Blasenbildung wäre hier fatal, denn eine solche Immobilienblase war die Ursache der Finanzkrise.

Kaputtes Eurosystem

Wenn eine Firma ihre Quartalsberichte nicht rechtzeitig rausbringt weiß man das die Firma Probleme hat. Die Ankündigung die Berichtszeiträume um 50% zu verlängern wäre für jeden Investor das Zeichen zum Ausstieg. Nur wenns das marode Eurosystem betrifft sollen wir glauben das geschieht zu unserem besten?

@Resistance1405 entkoppeln von Zinsen

Sie vergessen dabei, die zu erwartenden Auswirkungen einer solchen Entkoppelung zu beschreiben. Ich übernehme das gern für Sie: 1)Guthabenzinsen bei 5 % bedeuten, dass die Menschen geben viel weniger Geld für Konsumgüter aus, sparen lohnt sich. Das belastet die Wirtschaft, wir verlieren Arbeitsplätze, die Sozialkassen geraten in Zahlungsschwierigkeiten bzw. der Staat macht extrem viele Neuschulden.
2) Das Geschäftsmodell der Banken wäre zerstört. Alle Banken in Deutschland inkl Sparkassen und Volksbanken würden in kurzer Zeit pleite gehen.
3) Ein Kreditzins zu 0% hätte keine positiven Auswirkungen, sie könnten damit nur spekulieren....oder es zu 5% anlegen....wenn sie noch eine Bank finden.
Schlussendlich....Sie versuchen etwas zu entkoppeln, was nicht zu entkoppeln ist, weil es ein und dasselbe ist. Der Guthabenszins des einen ist der Kreditzins des anderen.

Es gibt noch massig Auswirkungen mehr, aber ich habe hier nur 1000 Zeichen. ^^

@Resistance1405

Naja irgendwie müssen die Guthabenzinsen erwirtschaftet werden, und wenn sie beispielsweise 5% ZInsen auf Ihr Guthaben bekommen, dann MÜSSEN die Zinsen auf Kredite höher sein ... ansonsten leihen sich die Menschen Geld und lassen es sich von der Bank verzinsen.

Die Zentralbanken arbeiten aber unter der irrigen Annahme, dass mit billigen Krediten das "Wachstum" angekurbelt würde ... was ein kompletter Unsinn ist, denn Geld wird heutzutage nicht durch die Mehrung der Produktion von Gütern, sondern mit Spekulation verdient.
Das ist die "Entkopplung von Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen" die die Politiker immer noch nicht kapiert haben.

Leitzins

Der aktuelle Leitzins ist ein Leid-Zins und gehört wieder in den einstelligen Bereich vor dem Komma!

Dragi, heute ist er der

Dragi, heute ist er der Banker der Banker.
Früher vor der EZB war er Vizepräsident von Goldman Sachs International, und nicht nur er . Da haben wir ja den richtigen der auf unser Geld - es handelt sich auch um deutsche Steuergelder - wacht .

Wer zahlt dieses unsinnige Zinsjonglieren ...

natürlich die Bürger damit die Zocker Banken gerettet werden können. Die Leute haben sich auf ihr Gespartes verlassen und insbesondere wie sollen die heutigen jungen Leute noch fürs Alter sparen denn mit solchen windigen Produkten wie Riester und Bundesanleihen ist kein Staat zu machen. Der Euro hat lediglich den Unternehmern was gebracht und das Volk ist für dumm verkauft worden. Was bringt es dann wenn ich an den Landesgrenzen meinen Ausweis nicht mehr vorzeigen brauch aber auf dem Sparbuch nicht mehr als 0,2 % Zinsen bekomme und das mit dreimonatiger Kündigungsfrist.
Europa nein Danke.

Danke, EZB und Herr Dragi

Obwohl es viele, unbelehrbare Kritiker/Feinde der EZB und des Euros gibt, sollte man doch der Realität ins Auge sehen und akzeptieren, dass die EZB bislang fast alles richtig gemacht hat, denn: der Euro existiert immer noch und der Wirtschaft geht es immer besser, was soll denn also all das rumgejammere immer?

Die Leitzinsen sind seit der Euroeinführung viel zu niedrig. In den ersten Jahren hatten Länder wie Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland massive Lohnsteigerungen und logischerweise auch entsprechende Inflation. Aber was hat die EZB gemacht? Sie hat sich mal Deutschland orientiert. Nun werden die Lohnsteigerungen in Deutschland immer größer, aber die EZB orientiert sich an der Lage der Länder mit geringen Steigerungen.

Fazit. Die EZB war nie neutral. Dauerhaft wurden die Zinsen künstlich gedrückt. Hätte man frühzeitig die Zinsen erhöht, gäbe es die Krise vermutlich garnicht.

Der Eigentumsanspruch auf ehrlich erarbeites Geld ist doch wohl höher als der Anspruch auf Inflation. Preise und Lohne müssen in einer Marktwirtschaft auch fallen können, ansonsten hat das nichts mehr mit freiem und fairem Wettbewerb zu tun.

Die EZB soll mal begründen, wie sie uns Sparer für den Schaden den sie uns zugefügt hat entschädigen will.

Das Geld ist ein Werkzeug, das funktioniert

Dieses Funktionieren sollte in der Schule durchgenommen werden, dann würde weniger Unsinn darüber geschrieben werden. Geld funktioniert sehr stark wie Mathematik, wenn auch immer wieder von Spekulation beeinflusst. Ich werde nicht wiederholen, was einige Kenner der Materie bereits über den Zusammenhang von Kredit- und Guthabenzins hier geschrieben haben (Resistance1405 zum Nachdenken gegeben)... die Wirkung auf das Konsum-, Spar- oder Investitionsverhalten ist klar. Mit Geld kann man die Wirtschaft steuern, und die Politik muss die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Dieses Handwerk muss man lernen, wie jedes andere auch.

@b_m

"Der Eigentumsanspruch auf ehrlich erarbeites Geld ist doch wohl höher als der Anspruch auf Inflation."
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Es gibt nur ein Recht auf Eigentum, nicht deren Unantastbarkeit. Und das meiste was hier entwertet werden würde, wurde nicht von dem erarbeitet der es besitzt. Aber umso besser: Die Inflation rutscht immer weiter nach unten. Auch der ach so niedrige Leitzins erhöht nicht die Nachfrage nach Geld. Jede Spekulation über die Enteignung der Sparer durch Inflation entspringt der Phantasie. Daran ändern auch keine Indizes etwas die nichts im Warenkorb verloren haben.

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