Kommentare

Weiter so, dann sind wir

Weiter so, dann sind wir wieder ein Land, das in den wichtigsten Gremien dieser Welt auf besonderer Position vertreten ist. Wir bestimmen das Weltgeschehen mit und wir können das Tabu, welches wir als Folge des 2. Weltkrieges bekommen haben vergessen machen: Deutschland nimmt wieder weltweit an Kriegen dieser Welt teil.

"Überschaubare Anzahl von Soldaten"

Aus diesem "Hintergrundbericht" werde ich nicht schlau. Die 16 Missionen werden nicht detailliert besprochen. Genau das wäre aber vorrangiger Inhalt eines Hintergrundberichtes gewesen. Wie es scheint soll der Bericht einfach nur vermitteln, dass Deutschland sich insgesamt nur wenig beteiligt (was unausgesprochen Von der Leyens Forderung nach "mehr" Nachdruck verleihen würde). Und so verwundert es auch nicht, dass in diesem "Hintergrundbericht" eine Wertung einfließt: "Sechs Friedensmissionen der UN unterstützt Deutschland derzeit, allerdings jeweils nur mit einer überschaubaren Anzahl von Soldaten." Warum "überschaubare Anzahl" wertend ist, wird klar, wenn man fragt, ab wann eine Anzahl von Soldaten "unüberschaubar" wird.

Steter Tropfen...

Mit Salamitaktik in den Konflikt hunein.
Von der Zustimmung zum Kosovo -Angriff über die Verteidigung am Hindukush, Köhlers offenen Worten bis zu "Verteidigungsministerin" Von Der Leyen eine besorgniserregende Entwicklung. Am Ende haben wir einen liberalen Menschenrechtler auf Schloss Bellvue, der es keine Woche aushält ohne neue Auslandseinsätze zu propagieren oder friedliebende Menschen zu verunglimpfen.
Was mich hierbei am meisten stört ist die Tatsache, dass die Entscheidungen über zukünftige Einsätze immer mehr von außen gesteuert scheinen.

Am Ende ist Deutschland in einen schweren Konflikt verwickelt und keiner weis, wie es dazu kommen konnte... oder etwa doch.

Wehret den Anfängen...

"Normalzustand" der deutschen Armee ?

Davon, daß sich deutsche Soldaten im Normalfall in Deutschland aufhalten, sind wir leider weit entfernt.

Alles andere ist eben nicht "normal" und muß genauestens begründet, erklärt und gerechtfertigt werden.
Leider geschieht dies kaum.

Die Reportage "Es begann mit einer Lüge" über den Kosovoeinsatz zeigt deutlich, wie sehr die öffentliche Meinung mit Erfolg in Richtung Krieg beeinflusst (belogen) wurde.

Solange interessierte Gruppen in Politik und Wirtschaft einen Informationskrieg gegen die Bevölkerung führen und die wahren Umstände sich erst später herausstellen, kann die einzige vernünftige Reaktion nur eine Ablehnung aller Einsätze sein.

Solange der Westen und auch Deutschland die halbe Welt mit Waffen versorgt, ist die Idee einer "Weltpolizei" ad absurdum geführt.

Solange die Politik das Elend der Menschen nur selektiv mit Soldaten zu bekämpfen sucht und Krankheit oder Hunger als Privatsache angesehen werden, kann auch nicht von einer Verpflichtung zur Hilfe gesprochen werden

Geht die Welt uns nichts an?

Wenn ich die Kommentare hier lese, denke ich, alle Konflikte, auch die vor unserer Haustür, gehen uns nichts an.
Man könnte unser Land nach außen abschotten, aus der EU und der NATO austreten und sich dann bei einer Flasche Bier genüsslich anschauen wie Diplomatie versagt, Aufbauhelfer entführt und Völkermord begangen wird.
Wenn uns dann die UN ruft, können wir ja immer noch das Scheckbuch zücken und ein paar Almosen verteilen.
Es geht uns schließlich nichts an.
Ach ja, natürlich ist die Rüstungsindustrie in unserm Land abzuschaffen, damit ja gewährleistet wird das man mit chinesischen, russischen und amerikanischen Waffen aufeinander los geht.
Habe ich meine Mitkommentatoren hier richtig verstanden?

Ihre ironischen Bemerkungen

Ihre ironischen Bemerkungen halte ich vor dem Zusammenhang dass es hier immer um Menschenleben geht für unangebracht.
Darüber hinaus- so simpel sich das vielleicht anhören mag- Gewalt ist keine Lösung.
Es muss immer der weg gesucht werden, der den Einsatz von Militär überflüsseg macht. Allerdings muss man dabei die Ursachen des jeweiligen Konflikts analysieren. Militärisches eingreifen scheint hier auf kurze Sicht die bessere Lösung - vor dem Hintergrund gerade der momentanen Krisen, die in dem Medien auch jede Menge beachtung finden bitte ich sie hier keine Pauschalurteile auszusprechen.

@DerGollum

"Die 16 Missionen werden nicht detailliert besprochen"

Das war auch nicht der Sinn des Artikels. Sie finden alle wichtigen Infos auf wikipedia und genau Details dazu auch auf der Seite der Bundeswehr oder UNO, EU etc.

"vermitteln, dass Deutschland sich insgesamt nur wenig beteiligt"

Tut Deutschland, bis auf in Afghanistan und Kosovo auch, was man schon an der sehr geringen Anzahl der Soldaten sieht.

"" Warum "überschaubare Anzahl" wertend ist, wird klar, wenn man fragt, ab wann eine Anzahl von Soldaten "unüberschaubar" wird."

Natürlich ist es wertend. Aber ist es auch nicht bezeichnend, wenn die EU um 1000 Soldate bittet und das größte Land in der EU nicht einmal 100 schickt. Dann ist die Zahl doch sehr überschaubar.

@AlterSimpel es interessiert sich nur keiner dafür

"Alles andere ist eben nicht "normal" und muß genauestens begründet, erklärt und gerechtfertigt werden.
Leider geschieht dies kaum."

Doch, aber niemand interessiert es. Es gibt im Internet genügend Quellen über die Einsätze, wo die genaue Anzahl, das Einsatzziel/Begründung etc. ALLES dort steht, auch im Mandat des Bundestages, nur sind Einsätze recht unpopulär, weswegen es die Politiker versäumen den Bürger aufzuklären. Deshalb muss man es selber tun! Vielleicht liegt auch darin die große Ablehnung weil kaum jemand darüber bescheid weiß.

" gegen die Bevölkerung führen und die wahren Umstände sich erst später herausstellen"

Nein. Sie können sie alle nachlesen.

"olange die Politik das Elend der Menschen nur selektiv mit Soldaten zu bekämpfen "

Auch das ist völlig falsch. Lesen sie sich die Missionen durch, bei vielen gibt es gar keine echte Kampftruppen. Sie dienen zur Unterstützung der zivilen Maßnahmen.

@HAQH

Weiter so,.... Deutschland nimmt wieder weltweit an Kriegen dieser Welt teil."

das ist nun wirklich schierer Blödsinn. Einzig in Afganistan ist Deutschland zur Zeit in einem assymetrischen "Krieg" verwickelt.

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Art. 26 Abs. 1 Grundgesetz:
Handlungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, sind verfassungswidrig.

@ 17:14 von Adebar

Herr Adebar, vieles würde weniger schlimm laufen, wenn wir einsehen würden, daß uns manches interne landesspezifische Problem wirklich nichts angeht.

Die dümmliche Arroganz, zu glauben, man könnte Kulturen, die man überhaupt nicht versteht, mit unserem Lebensstil, den die nicht wollen, zwangsbeglücken, richtet manchmal mehr Schaden an, als daß sie hilft.

In Afghanistan z. B. wurden weder durch den Einsatz der Russen, noch durch den der westlichen Allianz *nachhaltig* Probleme gelöst.

@ 17:28 von Beee

Ich weiß nur zu gut, das es um Menschenleben geht, ich habe in Afghanistan Kameraden verloren.
Wie würden Sie denn gegen Boko Haram oder ISIS vorgehen.
Auf die Analyse bin ich gespannt.
Erklären Sie mir einmal, wie man gegen Brandstifter, die sich einzig die Gewalt auf die Fahnen geschrieben haben, vorgehen soll.

@ 17:59 von malreflektieren

Mit Ihrem Statement gehe ich weitgehend konform.
Hätte man die Taliban in Afghanistan weitermachen lassen sollen?
Wenn nein, wie wäre dies ohne Streitkräfte gegangen?

@malreflektieren

"man könnte Kulturen, die man überhaupt nicht versteht, mit unserem Lebensstil, den die nicht wollen, zwangsbeglücken, richtet manchmal mehr Schaden an, als daß sie hilft."

Sie gehen davon aus das JEDER Einsatz im Ausland dazu da ist unsere Werte in andere Länder zu bringen, das ist aber schlicht falsch. Viele Einsätze der EU und UNO sind Stabilisierungs und Aufbau-Missionen. Diese sind nur da um die öffentliche Sicherheit herzustellen und eine Grundversorgung auf zu bauen.

Was passiert wenn man sich heraushält hat man in Ruanda gesehen. Fast eine Mio. Tote, die meisten mit Macheten niedergemetzelt (also nicht einmal durch böse deutschen Waffen).

Aber mir scheint es die Leute können mit Mio. Toten von denen sie noch nie etwas gehört haben, viel besser leben als ein paar hundert die durch deutsche Soldaten getötet wurden.

Das Ansehen der Bundeswehr, das Ansehen des Soldaten in DE

So ein schlechtes Ansehen wie in Deutschland hat ein Soldat in sonst keinem Land..
Was können wir denn dagegen tun?
Wer soll uns denn verteidigen, wenn mit Europa Schluss ist?
Unsere Regierung gibt 1,2-1,3% des Bruttoinhaltsproduktes für Militär aus. Das ist viel zu wenig. Wir sollen heute eine Kriegsvorwarnzeit von 10 Jahren haben... Naja, hoffentlich irrt sich da keiner..

Die Kriegsmacht muß vorrangig der Landesverteidigung dienen

Niemand geringeres als Aristoteles höchst selbst betont in seiner Staatskunst die Wichtigkeit einer hinreichenden Kriegsmacht für einen jeden Staat: „der fünfte die Soldaten, der genauso unentbehrlich ist wie die andern, wenn man nicht jedem Angreifer unterliegen will. Denn ein Staat, der seiner Natur nach zur Sklaverei gemacht ist, ist es unter keinen Umständen wert, ein Staat zu heißen. Der Staat genügt sich selbst, der Sklave aber nicht.“ Die gegenwärtig herrschenden Parteiengecken tun aber das genaue Gegenteil, denn sie verringern sowohl die Truppenzahl als auch deren schwere Bewaffnung und haben dazu noch die Wehrpflicht abgeschafft, was die Aushebungen und Ergänzungen des Heeres im Kriege erheblich erschwert und zudem die Anwerbung von Söldnern für teueres Geld nötig macht; dieses Geld fehlt natürlich dann bei der Bewaffnung. Neben dieser zahlenmäßigen Schwächung ist auch die ideell-funktionelle Abwendung von der Landesverteidigung für den Geist des Heeres höchst verderblich.

EU und NATO haben schon mal nichts zu sagen

Die Nato ist zumindest theoretisch ein reines Verteidigungsbündnis. Die EU ist ein Staatenbund der wirtschaftlich und politisch zusammen arbeitet. Beide haben daher schon mal gar nichts zu bestimmen in Afrika, Asien oder sonst wo. Das wird leider immer wieder vergessen.

Wenn überhaupt gibt es UN Friedensmissionen. Und weder die USA noch die Nato bzw. EU haben ein Recht, sich gegen UN Entscheidungen hinwegzusetzen. Man kann nur froh sein, dass der Rest der Welt unsere Alleingänge so ohne weiteres hinnimmt. Noch.

Und was erreichen denn unsere Nato Ausbilder in Afrika oder wo auch immer? Hat es z.B. in Mali oder dem Südsudan geholfen? Nicht wirklich. Die Erfolge der Einsätze im Irak erleben wir gerade. Und was aus Afghanistan wird, möchten wir noch gar nicht wissen.
Also sollten wir uns lieber Gedanken machen, wie wir die Welt auf friedlichem Weg besser machen können.

Problem ist nur: was machen wir und andere dann mit unseren Waffen? Wohin sollen wir die dann exportieren?

das liebe Reden

Es ist durchaus richtig, dass man Konflikte und Probleme letztendlich nur auf einem diplomatischen Weg nachhaltig lösen kann. Doch dieses Traumbild von redenden, vernünftigen Menschen, die die beste Lösung finden geht weit an der Realität vorbei.
Es gibt Leute (meist Männer) auf dieser Welt, die profitieren von diesen Konflikten. Sei es durch Geld, durch Macht, durch Einfluss etc. (Kriegs-)Verbrechen sind für diese Männer ein Weg ihre Macht zu behalten. Sie werden alles tun um diese Macht zu erhalten.
Warum sollten sie auf Gespräche eingehen, wenn es für sie keine Vorteile hat? Sie werden im Gegenteil sämtliche friedliche Bemühungen sabotieren. Und genau da muss leider im äußersten Fall ein bewaffneter Eingriff erfolgen. Klar man kann daneben stehen und nichts machen.
Aber das hilft niemandem und ist in meinen Augen mit unterlassener Hilfeleistung gleichzusetzen, die in Deutschland (und auch in anderen Ländern) vollkommen zurecht eine Straftat sein kann!

Peinlich

Wenn Deutschland "Gas gibt" bei Auslandseinsätzen, und unsere "Sache" verteidigt, dann ist es Kriegsführerei, wenn sich Deutschland raushält, dann ist es auch wieder verkehrt.

Die Kommentare aus der "geistigen Elite" in den Nachrichtenforen werden immer peinlicher.
Wahrscheinlich selber in Hartz 4, aber grundsätzlich jeden Artikel kritisieren.

Als wenn sich das jemand wichtiges durchlesen und ernst nehmen würde.....

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