Kommentare

Natürlich wollen die

Natürlich wollen die Finanzmärkte eine noch lockerere Geldpolitik, denn das ist doch die Basis ihrer Gewinne.

Wir sollten endlich aufhören unsere Wirtschaft nach SPEKULANTEN auszurichten und stattdessen wieder dafür zu sorgen, dass die BASIS stimmt. Wenn ich mir so manche Innenstädte oder Straßenzüge bei uns ansehe, dann frage ich mich wie viele Mobilfunkverträge oder Matratzen die Menschen eigentlich kaufen. Da ist doch an der Basis etwas ganz klar faul und diese Krise sollte man als Chance nutzen unser Wirtschaftssystem mal KRITISCH ZU DURCHLEUCHTEN. Vielleicht gibt es ja irgendwo Fehler in der Denkweise.

Hier ein paar Beispiele:
- Bauspar-/Wohnungsbauförderung war nach dem Zweiten Weltkrieg eine gute Idee, aber heutzutage gibt es genug Wohnraum, so dass eine Förderung nicht mehr nötig ist.
- Die Agrarförderung der EU ist auf MASSE ausgelegt. Das war nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Montanunion/EG eine gute Sache, aber inzwischen produzieren wir für die Mülltonne ...

die Krise greift langsam auf die Nordländer über!

genau das ist das Problem - wir sehen den Eisberg auf uns zukommen, einige warnen den Kapitän, aber von der Reederei kommt nur der Funk:
Draufhalten, und zwar alternativlos!
Das Schiff ist gut versichert, nämlich beim Steuerzahler und seinen Kindern!
Und für die bereits untergegangenen haften wir - alternativlos!
Gut das bald Wahl ist!

von welchem Geld?

Wenn es um die Finanzen von Belgien so schlecht steht, stellt sich mir folgende Frage: Wie war es möglich, dass Belgien seit August 2013 für ca. 280 Milliarden Dollar US Staatsanleihen kaufen konnte? Warum gibt ein Land mit knapp gestrickter Staatskasse fast sein gesamtes BIP für den Ankauf von US Staatsanleihen aus? Die halten ja fünf mal so viel Anleihen wie Deutschland und sind innerhalb eines halben Jahres zum drittgrößten Gläubiger der USA geworden. Wie geht das?

Belgien, gescheiterter Staat?

Mal von dne wirtschaftlichen Probleme abgesehen gab es in Belgien noch nie einen wirklichen Konsenz ziwschen Flandern und Wallonien.

Ich denke das beste wäre es, wenn Flandern (mit Brüssel) an die Niderlande gehen würde und Walonien an Frankreich. Belgien ist eifnach zu klein und unbedeutend um sich zu entwickeln.

Weiter so - mit ungewissem Ausgang.......

Die eigentlichen Probleme in der EU werden durch das "billige Geld" lediglich kaschiert. Man kauft sich Zeit auf Kosten der Bürger, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.
Die strukturellen Defizite der ganzen EU-Hemisphäre sind derart gravierend und unterschiedlich, dass mindestens eine Generation zur Angleichung und Behebung erforderlich wären. Maastricht war der Sündenfall für den Euro verbunden mit einem absoluten Vertrauensverlust in das politische System. GS Draghi(sch) führt diesen auf monetärer Seite weiter, mit noch ungewissem Ausgang. Man könnte auch sagen, er arbeitet an einem Experiment. Solange alle Standards in der EU - Steuern, Soziales, Renten, usw. - nicht die gleichen Rahmenbedingungen haben, wird das Wurschteln weiter gehen. Ausgang: Ungewiss!!! Fehler bei der Euro-Einführung werden durch dilatorisches pol. Handeln verschleppt.
Das Prozedere bei der Energiewende in D läßt grüssen. Ideologie geht vor Ratio!

Ja, auch bei den Nordländern ist es

nicht so rosig und auch bei denen wird gemogelt.
Von Königen und Kaisern halte ich grundsätzlich nichts. Diese kosten zu viel Geld. Warum sollen nicht auch Könige sparen müssen, wenn das Volk den Gürtel immer enger schnallen muss.
Dass die Zocker Draghi ständig unter Druck setzen, die Zinsen noch weiter zu senken, ist nichts Neues. Sie wollen endlich wieder mehr Rendite sehen. Ein Zuckerl gab es ja schon für die Finanzjunkies. Krisenländer bringen wieder eigene Anleihen auf den Markt, für die der Steuerzahler gerade stehen muss. Aber das reicht den Geldhaien bei weitem nicht.

@Hexer

Welche Fehler versuchen die Politiker/Wirtschaftler denn zu korrigieren? Ich glaube eher dass sie noch mehr Fehler begehen, denn es wird auf immer mehr Rationalisierung - jetzt durch Freihandel - gesetzt, und wir sollten alle aus Erfahrung wissen, dass das nur für mehr Arbeitslose und geringer bezahlte Arbeitskräfte sorgen wird. Auch die Wirtschaft braucht aber Kunden mit Geld in der Tasche und somit ist dies eine Milchmädchenrechnung.

Was wir stattdessen brauchen ist WENIGER Internetbestellungen (das macht den Buchhandel und örtliche Elektrogeschäfte kaputt), WENIGER aus Deutschland ausgelagerte Industrie (was durchaus auch umweltschädlich ist wie z.B. die Produktion von Kohleelektroden in China), WENIGER Billigware die aus Asien importiert wird (s. Textilien)…

Bestes Beispiel ist auch der BER, denn DREI Flughäfen würden wesentlich mehr Wachpersonal, Putzkräfte usw. als einer benötigen und noch dazu den Lärm verteilen, so dass er eben nicht auf eine Region konzentriert ist.

Könige kosten zuviel Geld?

Regierende Häuser sind wie Staatspräsidenten, wir leisten uns z.Zt. in Deutschland einen und vier oder fünf weitere als Pensionäre dazu. Diverse Schlösser und Nobelunterkünfte mit Staatskarossen und Personal. Die Queen ist Staatsoberhaupt von dreißig und mehr Ländern (glaube ich) und Rent ist für den Posten nicht vorgesehen. Beim Pabst ist es ähnlich, ach ne da gibts einen Rentner und der ist Deutscher.

Durchmogeln ??????

Ist Belgien eigendlich der einzige Saat der sich durchmogelt,oder gibt es da nicht noch ein paar andere?

@SoilentGruen

"Belgien ist eifnach zu klein und unbedeutend um sich zu entwickeln."

Belgien hat 11 Mio Einwohner...die Schweiz 8 Mio. Wo bitte schön ist Belgien zu klein ? Die Schweiz hat 4 Sprachgebiete, Belgien 2 (und noch einen kleinen deutschsprachigen).

Ist alles eine Frage der Organisation und des Willens.

Die Schweiz ist eine Willensnation, d.h., alle Landesteile sind irgendwann freiwillig der Eidgenossenschaft beigetreten (auch die französischsprachigen wie Genf,). Nur das Tessin wurde irgendwann im 15. Jhdt erobert.

Das fehlt in Belgien, da es ein neues Konstrukt ist. Aber durch viel Autonomie in den Landesteilen lässt sich das bestimmt auch regeln.

@SoilentGruen

"Belgien ist eifnach zu klein und unbedeutend um sich zu entwickeln."

Belgien hat 11 Mio Einwohner...die Schweiz 8 Mio. Wo bitte schön ist Belgien zu klein ? Die Schweiz hat 4 Sprachgebiete, Belgien 2 (und noch einen kleinen deutschsprachigen).

Ist alles eine Frage der Organisation und des Willens.

Die Schweiz ist eine Willensnation, d.h., alle Landesteile sind irgendwann freiwillig der Eidgenossenschaft beigetreten (auch die französischsprachigen wie Genf,). Nur das Tessin wurde irgendwann im 15. Jhdt erobert.

Das fehlt in Belgien, da es ein neues Konstrukt ist. Aber durch viel Autonomie in den Landesteilen lässt sich das bestimmt auch regeln.

Jeden Monat wieder

Zunächst einmal wird auf die Widersprüchlichkeit hingewiesen. Belgien war immer ein Pleitekandidat. Nur hatte es keine Regierung die man unter Druck hätte setzen können zum Zeitpunkt des Ausbruchs. Deswegen kam Belgien auch anfangs so gut durch. Das Spiel ging erst los als man Forderungen seitens der Finanzwirtschaft stellen konnte, wie ein Land zu regieren wäre (nix mit "Nordstaaten"). Das sind die kleinen Details die Jackisch gerne unter den Tisch fallen lässt.
.
Natürlich darf die Schelte der lockeren Finanzpolitik nicht fehlen. Streng nach der Ideologie des Monetarismus müssten nur die Leitzinsen steigen und alles wäre gut. Aber eigentlich muss man begreifen, dass es sich wie bei einem Leck in der Wasserleitung verhält: Sieben Liter rein um am Ende einen Liter zu bekommen. Eine Rücknahme der Niedrigzinspolitik spürt man vor allem am Ende.
.
Das Problem muss die Politik regeln, nicht die EZB. Wieso liest man diesbezüglich nie etwas vom "Druck auf die Politik" von Herrn Jackisch?

@CE

Sie sehen das schon richtig, das das System überdacht werden muss. Aber die Spekulanten stehen am Ende des Systems. Am Anfang stehen die Millionen Kleinsparer und Rentenvorsorger mit ihren LKV's, BSV, Festgeld, Tagesgeld und anderen festen Anlagen.
Machen Sie den mal klar, das die Zeit der automatischen Geldvermehrung vorbei ist, weil niemand mehr, mehr für weniger arbeiten möchte. Denn vielen wird bewusst, das nur der WTF Ihnen ein Mehr suggerierte und nun der Punkt erreicht ist, wo dies nicht mehr ausreicht.
Es liegt nicht an den Reichen, das die Schere sich weiter öffnet. Nein, sie wissen und können nur den Nutzen aus diesem System für sich ziehen. Auch wenn sie es ändern wöllten, könnten Sie es nicht ohne selbst ein hohes Risiko einzugehen.
Eine Gesellschaft ist eben wie ein ewiges Kind, ohne Watschen geht es wohl nicht, weil Vernunft nur aus Erfahrung entsteht und nicht aus theoretischem Wissen.
So wird wohl die nächste Watschen kommen und dann irgend wann wieder eine....

@COJO

Geldvermehrung wird es immer noch geben ... nur nicht in dem Maße in dem es sich die Spekulanten wünschen. Dafür braucht man aber MERKBARE ZINSEN, die wir jetzt ja nicht haben.

Ein "Wachstum" darf es nur noch aufgrund von wirklicher Produktion geben und daran muß eine Aktie gekoppelt werden ... nicht an Spekulationen und Gerüchte wie es seit der Einführung der Heuschrecken ist.

Früher hatten wir KEINE "null-Inflation" bzw. "Angst vor Deflation", sondern eine leichte Inflation. Da gab es auch noch Zinsen.

Geht das EZB-Bashing auch in diesem Monat weiter?

Wie bereits in den vergangenen Monaten geschehen scheint es so dass Herr Jackisch sein Hobby des EZB-Bashing fortsetzt.
Während die meisten Finanzexperten inzwischen erkannt haben dass die Politik von EZB-Chef Draghi wesentlich dazu beigetragen hat dass sich der Finanzmarkt rund um den Euro extzrem beruhigt hat schreibt Herr Jackisch gegenteilige Kommentare. Die Südländer Spanien und Portugal melden sich aus den Eurorettungsschirmen ab und können wieder zinsgünstige Anleihen am freien Markt platzieren. Und sogar Griechenland wird bereits wieder kreditwürdig!
Gleichzeitig gibt es in diesen Ländern erstmalig die Kehrtwende zu positivem Wirtschaftswachstum, wenn auch noch in kleinen Schritten.
Aber es ist die Kehrtwende!
*
Herr Jackisch schreibt dass Belgien in diesem Jahr ein Wachstum von 1,1% erwartet und prognostiziert gleichzeitig ein Wachstum der Arbeitslosigkeit.
Wo ist da der Sachverstand?
Das passt nicht zusammen!

Radikal Reformieren

Eine 6-Parteien Koalition ist natürlich nicht entscheidungsfähig.
Löst Belgien auf, Flandern geht an NL, die Wallonie an F, der dt. sprachige Teil an DE, Brüssel bleibt als Restbelgien bestehen.

Die Staatsschulden werden für ungültig erklärt, der Verwaltungsapperat wird radikal verjüngt.

Dann würds auch bald wieder aufwärts gehen.

@ Bernd1 - 11:08

Jedes "Bashing" muss man sich hart erarbeiten.
.
Die EU und die EZB haben alles menschenmögliche
dafür getan. Und alles mit "other peoples money".
Mit eigenem Cash würde man besonnener spielen.
Das Problem der unterschiedlichen Wirtschaftsleistung
innerhalb der EU ohne Wechselkursausgleich ist ja nicht
repariert sondern nur verschoben auf übermorgen.
.
Der Knall kommt halt später, teurer und noch dicker.
Ob das noch Geld wert ist, scheint jedem sehenden
fraglich. Ohne Reformen ist das bald unbezahlbar und
alle Verantwortlichen schauen, wie gebannt, bis zur nächsten
Wahl weg. Bezahlen soll für diese Leistung an Gleichmut
un Verantwortungslosigkeit wie immer der Bürger,
Steuerzahler und Wähler.

Willkommen in der Realität!

Im Beitrag heißt es:
"Ein Ende der Probleme im Euroraum ist also weiterhin nicht in Sicht."

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Willkommen in der Realität!

PS
NACH den Europawahlen dürfte dieser neue "Realismus" bestimmt weiter um sich greifen ...

@ 11:36 von ErichErpel

Sie schreiben:
"Der Knall kommt halt später, teurer und noch dicker.
Ob das noch Geld wert ist, scheint jedem sehenden
fraglich. Ohne Reformen ist das bald unbezahlbar und
alle Verantwortlichen schauen, wie gebannt, bis zur nächsten
Wahl weg."
*
Wenn man sich mal etwas intensiver mit den Verhältnissen der "Euro-Krisenländer" befasst dann kann man erkennen dass unter anderem der Schluck aus der Pulle der deutlich gestiegenen Löhne direkt nach der Euro-Einführumng wesentlich zu der wirtschaftlichen Schieflage und den schlechteren Wettbewerbsfähigkeiten zu den Problemen beigetragen haben.
Nach dem Motto "wir wollen auch so viel verdienen wie z.B. die Deutschen, Holländer und Dänen" ohne zu bedenken dass die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft dazu nicht reicht wurden die Löhne kräftig erhöht.
Wer jetzt hinschaut kann sehen dass sich mit den bereits erfolgten Reformen diese Verhältnisse wieder bessern und die Wirtschaft wieder anzieht.
Die von Ihnen geforderten Reformen gab es also bereits!

Darstellung: