Ihre Meinung zu: EU-Beitritt Polens: Eine beispiellose Erfolgsgeschichte

1. Mai 2014 - 13:19 Uhr

Heute vor zehn Jahren ist Polen der EU beigetreten. Die Begeisterung im Land war riesig - und die Menschen wurden nicht enttäuscht. Eine "beispiellose Erfolgsgeschichte", nennt Premier Tusk die Mitgliedschaft.

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Kommentare

Das ist wirklich Beispiellos

"Eine beispiellose Erfolgsgeschichte"

"Das hat umgerechnet rund eine Million Euro gekostet. Davon kamen fast 800.000 Euro aus den EU-Kassen"

"Wir haben in den letzten Jahren einen enormen Sprung gemacht. Die Menschen haben sich daran gewöhnt und nehmen das gar nicht mehr wahr. Die Städte sind zwar verschuldet"

Irgendwie wird in der EU alles nur mit Schulden gemacht. Und jetzt, nach dem die Schulden gemacht wurden wird nichts unversucht gelassen, unsere Ersparnisse und Altersvorsorge über Inflation zu entwerten. Schulden durch reale Arbeit abzuzahlen, daß fällt den Menschen natürlich nicht im Traum ein. Sollen doch die anderen bluten.

Das einzige was in der EU beispiellos ist, ist die Art, wie selbstverständlich man sich an fremdem Geld bedient.

Ja weil es so

aufwärst geht, gehen auch jedes Jahr junderte Arbeitskräfte ins Ausland.Seh es selber,im alten Land arbeitet fast kein Deutscher mehr weil er zu teuer ist.Selber schon zuhören bekommen.
Schönen Feiertag noch

Vermögen schaffen durch Schulden...........

........... funktioniert. Nachweislich!

Und die Klage von @b_m dass in der EU nichts ohne Schulden geht ist daher gegenstandslos.

Ausserdem: etwa 2/3 aller privaten Haushalte in der BRD sind verschuldet. Versuchen Sie doch mal einem Häuslebauer nach 30 Jahren erfolgreichem Schuldendienst (für Kreditgeber UND Kreditnehmer) klar zu machen, dass er seinen Besitz auch ohne Schuldenmacherei erreicht hätte....... Er wird müde lächeln.

Polen (u. andere wie etwa die Tschechei) tun lediglich das, was die BRD bereits vor Jahrzehnten erfolgreich begonnen hat und weiterhin ausbaut. Zum Leidwesen von muffigen Sozialisten, in die Jahre gekommenen Altkommunisten und sonstigen ergrauten DDR-Nostalgikern.

Polens "beispiellose Erfolgsgeschichte" ...

... ist wahrscheinlich genauso eine "Erfolgsgeschichte", wie das dt. "Job-Wunder" nach 2005, infolgedessen der Anteil prekärer Erwerbsverhältnisse steil nach oben ging.
Denn Polen hat - darüber schweigen dann die ganzen systemtragenden Jubler - neben toll renovierten Städten auch eine Erwerbslosenquote von über 10%, also Massenarbeitslosigkeit.
Inwieweit die Situation für die Gesamtbevölkerung zufriedenstellend ist, wird sich erst wirklich zeigen, wenn die massiven Auslandsinvestitionen seitens der EU wegfallen und Polen auf sich allein gestellt ist, Wirtschaftswachstum zu erzeugen.
Meine Prognose: Wachstum in relevanten Ausmaß wirds dann nur noch geben, entweder durch betrügerische Ponzi-Politik und "innovativer Finanzprodukte" oder wenn von der Mittel- und Unterschicht via Austeritätspolitik Wohlstand zur Oberschicht umverteilt wird. Also das "Erfolgskonzept" Deutschlands, bei der immer größere Teile der Bevölkerung für das "weiter-so!" auf der Strecke bleiben.

@DerHeuchler

<<< Denn wenn es solch eine Erfolgsgeschichte ist dann erklären sie mir bitte mal warum bei den letzten Europa- Parlaments wahlen nur, ich glaube 23% der Wahlberechtigten wählen gingen .... <<<
.
Naja, warum sollte man auch ein "Parlament" wählen was nur dekorativen Charakter hat?
Und für eine reine Showveranstaltung sind die Darsteller, allen voran Herr Schulz, deutlichst überbezahlt. So etwas sollte man nicht durch Stimmabgabe legitimieren.

@. b_m

"Schulden durch reale Arbeit abzuzahlen, daß fällt den Menschen natürlich nicht im Traum ein."

Die einzigen Schulden, die meine Frau und
ich jemals in unserer 45 jährigen Ehe ge-
macht haben, waren für unseren ersten
Hausbau.
Die haben wir sehr wohl durch reale Arbeit
sogar reichlich vor Fälligkeit zurückgezahlt.
Wir mußten sogar dafür noch Vorfälligkeits-
zinsen zahlen.
Aber auch wir haben - wie wohl die meisten
Häuslebauer - Über die damalige 7 b - Ab-
schreibung, Wohnbauförderung usw. erheb-
liche Steuervorteile gehabt, die ja letztend-
lich von allen Steuerzahlern aufgebracht
wurden, weil es sich ja im Grunde um eine
Art von Subventionierung handelte.

Ob nun einerseits die BRD subventioniert
oder die EU ist doch wohl letztendlich egal,
weil das Grundsystem vergleichbar ist.

Ebenso wenig wie bereits meine Eltern, wir
und unsere Kinder nicht wegen der Öffent-
lichen Mittel zum Hausbau geschämt
haben, braucht sich auch kein EU Mitglied
schämen.
Wir sind eben eine Solidargemeinsch.

Den ganzen EU Verächtern kann

Den ganzen EU Verächtern kann ich nur empfehlen selbst mal nach Polen zu fahren. Dort sind die Menschen wirklich begeistert über das was seit der EU Mitgliedschaft erreicht wurde. Gerade die Infrastruktur hat einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht. Was in Deutschland der Aufbau Ost war ist in Polen die EU Mitgliedschaft. Also bevor sich einige wieder in der Gewissheit wälzen das man dort die EU genauso verachtet sollte man sich vielleicht mal Land und Leute vorort ansehen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass man mit neuen Perspektiven konfrontiert wird, die das eigene zynische Weltbild erschüttern.

@. wega

" gehen auch jedes Jahr junderte
Arbeitskräfte ins Ausland"

Es handelt sich übrigens sogar um Tausende.

Aber ändern Sie doch was daran, indem Sie
heute, statt am PC zu sitzen auf die Straße
gehen um für den bedingslosen Mindestlohn
zu demonstrieren.

Als meine Frau und ich noch jünger waren,
haben wir auch mit unseren Gewerkschaften
demonstriert.

Ich erinnere mich noch an einen Sternmarsch
auf Bonn, an dem 400.000 Demonstranten
teilgenommen haben.
Und wir mitten drin.

@. Palais des Tuileries

" allen voran Herr Schulz, deutlichst
überbezahlt."

Dann teilen Sie uns doch bitte mit, was der
Schulz so monatlich verdient.
Damit wir uns ein eigenes Bild machen
können.

Fairerweise sollten Sie auch den Stunden-
lohn bei einem durchschnittlichen Arbeitstag
von 16 h einrechnen.

@europeo

Es soll in Europa eine überwältigende Mehrheit geben, die im engeren Familienkreis nicht über eine Handvoll Immobilien verfügt.
Aber das sind bestimmt alles nur faule Loser, die es nicht besser verdient haben. Und irgendwer muss natürlich auch die zahlreichen Liegenschaften der verdienten Leistungsträger putzen. Das man sich da von Eliten und Banken nicht bedroht fühlt, sollte verständlich sein.

Frieden, Freiheit, Recht, Marktwirtschaft, Wohlstand

Eben das ist es, was die EU ausmacht. Als Unterpfand ist die EU eine Friedensgemeinschaft. Innerhalb dieser wird den Bürgerinnen und Bürgern ein auf der Welt einzigartiges Höchstmaß an Freiheit garantiert und die Institutionen halten sich an das Recht. In einem solchen Raum kann und mag man leben, arbeiten, investieren und auch mal Schwächeperioden durchhalten.

Den Unterschied zwischen mit oder ohne EU kann sich angucken, wer heute nach Polen und in die Ukraine reist. 1990 waren beide Staaten gleichauf.

Die Polen haben die Chance genutzt, die die EU ihnen angeboten hat. Übrigens zum Vorteil Polens, der EU und auch Russlands, das ja ebenfalls rege mit Polen handel treibt.

Nicht fair

Es wäre Russland gegenüber einfach nicht fair, wenn man allen Ländern des ehemaligen Ostblocks erlauben würde, sich für den Westen zu entscheiden. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss hier eingeschränkt werden, um das strategische Gleichgewicht nicht noch mehr zu Gunsten Amerikas und des Kapitalismus zu verschieben.

Kein Zurück

Leider muss ich gestehen, dass ich keinen Polen kenne, der von der EU und Nato zurück in den Warschauer Pakt will.

@ Tuileries - Reichtum für alle kann nicht die Maxime sein

..............Es soll in Europa eine überwältigende Mehrheit geben, die im engeren Familienkreis nicht über eine Handvoll Immobilien verfügt...........

Sie können immer und ewig als Robin Hood der Armen, Entrechteten und Benachteiligten auftreten, weil es solche Menschen auch immer und ewig geben wird. Das ist aber kein Grund, eine erfolgreiches System in die Tonne zu treten.

Hülsenfrüchte

Natürlich ist der Beitritt Polens zur EU Beispiellos, vorher gab es ja schließlich noch nie einen. Der "Erfolg" darin ist allerdings nicht erkennbar. Nur Worthülsen.

Tusks Heuchelei ist empörend

"We lived for many year as a non sovereign country under Soviet occupation. For us European Integration is not a threat to sovereignty, because we experienced not long ago a serious threat to our sovereignty."
Tusk, 6.7.2011 in der Straßburger Quasselbude

Nigel Farage, dem das nicht entging, fragte: "Is that really good enough for your people?"

... und Tusk schaute dumm aus der Wäsche... genauso dumm wie all jene die von der EU um ihre Freiheitsrechte und Souveränität beraubt sind (Ich sage nur ESM!)

Für freie, selbstverantwortliche Menschen und Nationen ist Brüssel das Grauen schlechthin.

Farage sprach auch davon, dass Tausende in Griechenland auf der Straße dafür kämpfen ihre Souveränität wieder zurück zu bekommen. Wie wir alle wissen, vergeblich.
Die €kraten, verhinderten in üblelster EU-Tradition Papandreous Referendum.

Das ganze Video bei:
www.youtube.com/watch?v=jTomxaqAUWc

@Laurisch.G 17:24

"Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss hier eingeschränkt werden"

Spätestens an dieser Stelle wird es absurd. Nato und EU sind nicht zu den Staaten gekommen, die Staaten kamen zu den Organisationen. Das ist ihr gutes Recht. Ihnen das zu verwehren hieße, die Staaten, ihre Bürger, Regierungen, Interessen etc. nicht mehr anzuerkennen. So viel Ungerechtigkeit kann auch der post-imperiale Phantomschmerz einiger Russen nicht rechtfertigen.

"das strategische Gleichgewicht nicht noch mehr zu Gunsten Amerikas und des Kapitalismus zu verschieben"

Der Kapitalismus ist heute überall, egal wo man hinsieht. Weder steht Amerika noch in besonderem Maße für den Kapitalismus, noch weist selbiger explizit auf eine bestimmte Region dieser Erde hin. Wenn Sie die Einschränkung des Kommunismus (oder Ähnlichem) befürchten, müssen Sie sich keine Sorgen mehr machen. Sie sind einfach eine Dekade zu spät dran.

@Thomas Wohlzufrieden 18:12

"Natürlich ist der Beitritt Polens zur EU Beispiellos, vorher gab es ja schließlich noch nie einen. Der "Erfolg" darin ist allerdings nicht erkennbar"

Da ich mich ach so gerne an Ihrer geschätzten Fachkenntnis erfreuen würde: Welche Indizien sprechen (quantitativ wie qualitativ) gegen einen Erfolg, oder für einen Misserfolg der Integration?

Ohne Begründung bleiben von Ihrem Kommentar nämlich einfach "Nur Worthülsen"...

Das war i.O.

Polens Beitrit zur EU war gut so. Trotz aller Kritik ist Polen ein starker Partner für Deutschland und die Polen sind ein fleißiges Volk.
Ich bin gerne dort und mag die Leute.
Wie gesagt es war ok.

Paralleluniversen ...

Wenn ich die Euphorie der EU-(Hof)berichterstattung unserer Medien zu den anstehenden Europawahlen mit der Realität vergleiche, dann muss ich den Titel "beispiellose Erfolgsgeschichte" schon fast als weltfremd einordnen. Beispiel gefällig? - Die Jugendarbeitslosigkeit in Polen liegt bei 27.4 %, also sogar über dem Durchschnitt in der EU von 23.2% - und selbst dieser Durchschnittswert ist ja wohl offensichtlich eine Katastrophe und keine Erfolgsgeschichte.

Keine Erfolgsgeschichte

Arbeitnehmerfreizügigkeit ist lediglich modernes Nomadentum. Die EU dient lediglich den Konzernen zum Lohndumping. Auch ist die EU nicht demokratisch und sollte daher zügig zurückgebaut werden. Für die arbeitenden Menschen hat die EU nur Nachteile.

Wie man den Erfolg berechnet

TypA 100, TypB 100, Durchschnittseinkommen 100 Euro/Monat
.
TypA 200, 2 x TypB 100, Durchschnitt 133 Euro/Monat
.
TypA 1.000, 10 x TypB 100, Durchschnitt 181 Euro/Monat
.
An diesem einfachen Beispiel kann man sehen, wie schnell das Durchschnittseinkommen steigt, wenn einige Millionen kassieren und andere als Aufstocker arbeiten. Das steigende Durchschnittseinkommen zeigt also tatsächlich an, dass nach oben ein Vulkan losgeht, während unten immer weniger ankommt. Dieses Prinzip gilt inzwischen weltweit, nur dass unser Level insgesamt wesentlich höher ist.
.
So erklären sich auch waschkörbeweise Dankesbriefe aus Polen (Scherz beiseite).

Folgekosten?

Das ist ja gerade der Fehler, den man mit derlei Investitionsprogrammen macht. Im Moment sieht alles schön aus, aber niemand denkt daran, dass man eine Abschreibung berücksichtigen muss. Irgendwann ist eine Sanierung oder etwas Neues fällig.

Polens Beitritt war in der

Polens Beitritt war in der Tat beispiellos und man hat vieles richtig gemacht.

Sicherlich ist dies auch dem fleissigen polnischen Volk zu verdanken, welches geschichtlich bedingt auch so einige Erfahrungen mit Sozialismus sammeln konnte. Man weiss dort noch ganz genau, dass herumsitzen, meckern und auf Staat pochen, zu rein gar nichts führt.

Als bestes Beispiel lege ich jedem ans Herz einmal durch ein typisches polnisches Dorf zu fahren. Das Farbfeuerwerk an Reklameschildern überall, teilweise mehrere an einem Haus hinterlässt Eindruck. Jeder, der etwas kann, was sich potentiell verkaufen lässt, bietet das auch an. Ob dies frische Eier, zurechtbiegen von Metall, Reifenflicken oder händisches Autowaschen ist. In Deutschland nicht zu denken, nebenbei selbstständig, das ist doch Risiko und umständlich.

So hat die Zurückhaltung beim Euro Beitritt und der Fleiss dazu geführt, dass überall Innenstädte poliert, Autobahnen gebaut, Einkaufszentren errichtet und überall investiert wurde.

Eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Für Griechenland, Portugal, Spanien . . . auf jeden Fall aber für Banken, Konzerne, abgehalfterte Politiker . . .

@DeHahn 19:11

Wie erklären Sie dann bitte eine Verbesserung der Infrastruktur, bessere Lebensqualität, internationale Möglichkeiten zur Bildung etc. ?

Die sind nämlich ein Zeichen für breit verteilten Wohlstand. Im Gegensatz dazu führt die Bereicherung Weniger (mit denen hier viele ihre Kritik zu rechtfertigen versuchen) eher zum Rückgang von Bildung, Lebensqualität und öffentlicher Infrastruktur (inklusive öffentlicher Dienst, Krankenhäusern etc.). Ich weis nicht, was Sie an besser Verdienenden so stört, aber durch den EU Beitritt haben nicht nur die, sondern alle Bürger profitiert.

Verstehen wir nicht?

@Valdepena
vollkommen richtig. Und an diejenigen die meinen, die Bürger hätten die EU nicht richtig verstanden: doch das haben viele!
Als wir in Europa früher von Gemeinsamkeit geträumt hatten, als wir für bunte Gesellschaften waren, hatte keiner dabei als Ideal,
-dass sich unsere Lohnmaßstäbe immer an den Ärmsten orientieren,
-dass sich die Preise in den ärmeren Ländern an unser Niveau anpassen und die Menschen ausbluten,
-auch nicht, dass die Grenzen so unkontrolliert geöffnet werden, dass sich Verbrecher Betrüger Illegale etc. ungehindert bewegen können,
-dass Geld sinn- und effektfrei verteilt wird
-und die durch Banken-Fehlwirtschaft entstehenden Löcher durch weiteres steuergeld verschoben werden,
und all dies dabei,
-ohne dass die Schwachen gestärkt werden (viel Industrie z.B. in GR gibt es nicht mehr)
-und wir dafür durch die EU das TTIP und sowas reingedrückt bekommen.
Initialer Unionsgedanke gut, ging aber daneben, zu versch. Lebens- und Arbeitsauffassungen + Lobbies.

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