Kommentare

." Die Welt war nicht da." welch ein Satz...!!!!!!

..und trifft es doch genau das...Das Versagen der Weltgemeinschaft unter anderem vertreten durch die UN....

..es ist nicht das erstemal gewesen, dass die Weltgemeinschaft versagt hat und es wird auch nicht das letztemal gewesen sein..

..ich erinnere nur an Srebrenica, wo die UN auch versagt hat und tausende Menschen ermordet worden sind...

..Die UN ist ein " zahnloser Tiger " wo sehr viel debattiert wird, welche Interessen wohl am wichtigsten sind ( Wirtschaftinteressen )..

..Menschenleben scheinen hinter den Wirtschaftinteressen zu stehen bei der UN..

..solange die Vetomächte jedesmal ein Vetorecht einlegen können, wird sich auch nicht viel ändern in der UN.... es bleibt ein " lahmer Tiger.

...

Hutu und Tutsi sind eine "Erfindung" ..........

Frankreichs gewesen. Teile und Herrsche war damals das Motto. Vor ein paar Wochen ist rausgekommen, das auch franzoeische Soldaten an diesen Massakern AKTIV und passiv beteiligt waren. Davon hier kein Wort. Bezeichnend. Wer mehr wissen will startpage Die Rolle Frankreichs bei diesem Massaker. Die Urspruenge liegen viel weiter zurueck als hier angegeben. Aber das wuerde ein sehr schlechtes Bild auf Frankreich werfen. Daher wird das wohl wegignoriert. Der UNO kann man nicht nur Versagen, sondern voelliges Wegsehen unterstellen, obwohl dieses Massaker durchaus vorhersehbar war.

Schlimm, was damals passiert ist.

Ich erinnere mich noch an die Berichterstattung von dieser Barbarei. Damals hat die UN weggesehen, genau wie in Srebrenica. In Somalia wunden die Blauhelme selbst zu Gejagten.
Angesichts solcher Dinge verstehe ich nicht, warum UN-Missionen von vielen Leuten stets mit denselben antiamerikanischen Parolen kommentiert werden. Dabei sollte man sehen, dass es ein riesiger Unterschied ist, ob nun aus wirtschaftlichen Interessen ein unliebsamer Diktator "entsorgt" wird, oder ob es einen echten Genozid gibt. In letzterem Fall ist ein Nichteingreifen mindestens so sträflich wie im ersten Fall das Eingreifen.

Starke Frau, wahre Geschichte

Hier in Ruanda gibt es heute in der Tat ein oberflächlich friedliches Zusammenleben - doch es ist klar: unter der Oberfläche gibt es doch erhebliche Verwerfungen in der Gesellschaft. Erhebliche Traumata der Überlebenden - auch körperliche Verletzungen aus jener Zeit ... und enorme Verluste in Form ganzer Familien und Freundeskreise derjenigen, die überlebt haben. Ja, heute lebt man wieder eng zusammen - auch mit denen, die nach vielen Jahren Gefängnis wieder in der Gesellschaft zurück sind.
Die Regierung tut enorm viel - aber selbst mit der (zu banal ausgedrückt) 'Wunden heilenden Zeit' kann man die Geschehnisse jener 3 Monate eben nicht heilen. Verluste bleiben auf ewig eingebrannt ins Leben der Überlebenden.
Möge dieses Land und seine Bevölkerung einen Weg finden, friedlich zusammenzuleben und sich zu achten. Wer hierher kommt, findet höchst beachtenswerte Ansätze und Erfolge.
Ja - die UN hat elendig versagt - und zu viele Staaten ebenso, die wussten was geschah, und nichts taten.

@H.Indikibel

*Woher hätte sie die Kapazitäten nehmen sollen, um in Ruanda zu intervenieren, zumal in Ruanda alles blitzschnell ging?*
Das ist so nicht richtig. Dieser Hass, geschuehrt durch Radiosendungen, hat sich ueber Monate aufgebaut, ohne das irgendjemand darauf reagierte. Es waehre kein Problem gewesen diese Sendungen zu unterbinden. Absolut kein Problem. Hier wird unheimlich viel vertuscht und ein verzerrtes Bild der Ablaeufe gezeichnet. Warscheinlich aus Scham.

@H.Indikibel

Sie sagen es, die UN war einfach zu langsam. Aber das ist der Schwachpunkt einer Institution, die demokratisch und plural sein soll. Die Guten kommen leider manchmal zu spät.

Die Welt war nicht da

und die Welt kann nicht überall sein.

Es gab und gibt Massaker und Pogrome immer wieder und es ist eine naive Ansicht, dass man sie verhindern kann.

Meistens finden sie dort statt, wo verschiedene Ethnien und/oder Religionsgemeinschaften zusammenleben, sich Hass aufbaut.

In Ruanda und Burundi z.B. wurden die Hutu von der Herrscherklasse der Tutsi unterdrückt und von Macht und Reichtum ausgeschlossen.
Nach der Unabhängigkeit und Revolution gegen die Tutsi-Monarchie konnte die Hutu-Mehrheit einige Zeit selber regieren, bevor mit Kagame die Tutsi wieder mit der Unterdrückung weitermachten.
Kein Grund zum Völkermord, aber die Hutu sind eben die Unterdrückten.

Und die Welt ist mal wieder nicht da und es wird kaum darüber berichtet, denn man kann sich ja nicht mal so schön betroffen fühlen und sich mal wieder selber auf dem Fernsehsessel beweisen, wie gut man doch ist, ohne auch nur einen Finger zu rühren.

Ich war noch recht jung als

Ich war noch recht jung als der Film 'Hotel Ruanda' in deutschen Kinos lief. Ich kann mich erinnern, dass es mich sehr verstört hat darin zu sehen, dass sich 'die Welt' trotz ihrer Präsenz vor Ort (Blauhelme) aus dem Konflikt herausgehalten hat, im Angesicht eines Genozids. Damals habe ich mein naives Vertrauen in die Schutzmächte verloren.

Vorhersehbare Verdrehung

In einem drei Monate dauernden Massaker werden 1994 in Ruanda eine Million Menschen abgeschlachtet. Die Frage nach den Schuldigen wird von einigen Foristen eilfertig beantwortet:
- Die UN (weil sie weggeschaut haben)
- Frankreich (weil es verwickelt gewesen sein soll)
.
Auf die Idee, dass eventuell die Täter selbst schuld sein könnten, kommt offenbar niemand. Ein seltsames Menschenbild, was die Möglichkeit ausschließt, dass die Handelnden selbst für ihr Tun verantwortlich sind. Seltsam aber vorhersehbar.

interventionismus

im augeblick giebt es eine klare linie die die veröffentlichungen bestimmt
und das ist die darstellung das es sich um nicht-einmischung handelte
das frankreich den gedenkfeiern fernbleibt weil sie die bilateralen beziehungen beschädigt sehen durch den ruandanischen vorwurf in die vorbereitungen zum völkermord verstrickt gewesen zu sein wird hingegen nicht erwähnt.

hxxp://www.bbc.co.uk/news/world-africa-26904627#sa-ns_mchannel=rss&ns_source=PublicRSS20-sa

stattdessen wird die vertrauenswürdigkeit der tutsiführung in person kagame in frage gestellt
hxxp://www.tagesschau.de/ausland/ruanda-heute100.html

ich nehme einfach mal an das die ständige wiederholung des topos der schuldhaften nichteinmischung die journalisten selber dazu bringt genau daran zu glauben und andere möglichkeiten, und damit die diese verbreitenden personen, automatisch als zweifelhaft zu betrachten

@Agent lemon (07:50)

"Hutu und Tutsi sind eine "Erfindung" ..........

Frankreichs gewesen. Teile und Herrsche war damals das Motto."
___

Das ist falsch. Zunächst einmal war nicht Frankreich, sondern Deutschland und später Belgien Kolonialmacht in Ruanda. Zum anderen sind Hutu und Tutsi kein Erfindung europäischer Mächte, sondern traditionelle Ethnien. Wenn es eine reine Erfindung wäre, wie hätten die Leute denn beim Genozid zwischen den beiden unterscheiden können? Problem ist vielmehr, dass sich die Kolonialmächte bei der Aufteilung Afrikas nicht um trditionelle Stammesgrenzen gekümmert haben. Diese Grenzen wurden nach der Unabhängigkeit beibehalten, und so sind nun einerseits Völker auf mehrere Staaten aufgeteilt und andererseits müssen Völker gemeinsam in einem Staat leben, auch wenn sie schlecht miteinander auskommen.
Und was die von Ihnen angedeutete Beteiligung von UN-Soldaten an den Massakern angeht: ja, die waren auch beteiligt. Als Opfer.

@Snøhetta

"Auf die Idee, dass eventuell die Täter selbst schuld sein könnten, kommt offenbar niemand."

Nein, das wäre zu einfach.
Die Gesellschaft, die Verhältnisse im Elternhaus, Die Nachbarn, die Schule.... usw.

Alle sind Schuld, nur nicht der zu umsorgende Täter. Aber, was kann man anderes von der Sozialromantikerfraktion erwarten?

@nikioko

"Zunächst einmal war nicht Frankreich, sondern Deutschland und später Belgien Kolonialmacht in Ruanda"

Schön das daß Fach "Geschichte" nicht überall abgewählt wurde.

Das neue "Handeln"

Palavern und Wegsehen, wird solche schlimmen Situationen wieder möglich machen.

um 09:03 von Snøhetta

mit schuld ist das so ne sache
aber natürlich kann man die täter nicht freisprechen
will auch keiner
es geht um die situationsanalyse
und um die konsequenzen
zu viel einmischung?
zu wenig?
gar keine?
ist der genozid ein exempel für das was passiert wenn die welt sich raushällt oder dafür was passiert wenn traditionelle rivalität zwischen die fronten kolonialer rivalität gerät?
oder etwas ganz anderes

Ich wuerde allen "Negierern" hier.......

wirklich mal anraten Tutsi, Hutu und die Rolle Frankreichs waehrend des Massakers (und davor) mal zu ergoogeln. Mit der UN hat das nichts zu tun in diesem Fall. Aber scheinbar WILL man krampfhaft an der gaengigen Story festhalten. Zudem ist es Unsinn, das man diese beiden Staemme, die aus einem Stamm hervorgingen und zwecks Herrschaftsanspruchs praktisch von F geteilt wurden in Herrschende und Beherrschte optisch unterscheiden koennte. Das ist rassistischer Unsinn. Die Urspruenge dieses Wahnsinns sind selbstverstaendlich in der Kolonialzeit zu finden. Sonst nirgends.

Dieser Bürgermeister...

...hat im Gefängnis hoffentlich keine schöne Zeit.

Unter den Gefangenen spricht sich rum warum jemand da ist. Und ich glaube kaum, dass man bei Völkermord einen guten Stand hat.

14 Jahre empfinde ich aber als lächerlich... 400 Morde verursacht: 14 Jahre, dass macht etwa 11 Tage pro Opfer.

09:06 von nikioko

Sie haben beide recht. Die beiden Gruppen gab es bereits in vorkolonialer Zeit - allerdings als soziale Gruppen und nicht als Ethnien. Das haben erst die Belgier zementiert um zudem mit Hilfe der Tutsi - als "Eingeborenenelite" zu herrschen. Da wurde ganz schlicht eingeteilt: Bist Du hell und hast ein paar Rinder bist Du Tutsi, bist Du dunkler bist Du Hutu. Das hat den sozialen Konflikt immens geschürt. Es ist daher, und da hat Agent Lemon recht, traurige Tatsache, dass sich die Bevölkerung Ruandas mit Macheten massakriert hat auf der Grundlage eines von Europäern "erfundenen" ethnischen Merkmals. Kann man jetzt drüber spekulieren ob das Massaker auch passiert wäre wenn Ruanda die "Segnungen der Kolonialisierung" erspart geblieben wären, macht aber niemanden mehr lebendig dem damals eine Machete in den Kopf geschlagen wurde.

@agent lemon um 09:34

Die Urspruenge dieses Wahnsinns sind selbstverstaendlich in der Kolonialzeit zu finden. Sonst nirgends.
.
Selbstverständlich. Sonst passt es ja auch nicht in Ihr Schema. Dass eine viehzüchtendeTutsi-Minderheit eine ackernde Hutu-Mehrheit schon vor der Kolonialzeit dominiert haben könnte, wollen wir zur Aufrechterhaltung der reinen Lehre lieber ausblenden. So kommt man zwar bei der Suche nach den Ursachen von Völkermord nicht weiter, aber das braucht man ja auch nicht, wenn die Schuldigen von vorn herein feststehen.

@binu

Danke. Es ist immer wichtig, die Hintergruende zu beleuchten. Was in dem Artikel nicht getan wird. BBC, Wikipedia und diverse im Net auffindbare Berichte zeigen , das die "offizielle Version" so nicht haltbar ist. Belgien und Frankreich , eher Frankreich, sind eindeutig in dieses Massaker verstrickt. Historisch wie waehrend des Ablaufs. So wurden die Mordmilizen von F ausgebildet und bewaffnet und in keiner Weise behindert. Im Gegenteil. Wenn diese Leute heute sagen , sie haben das nicht kommen sehen, luegen sie.

um 09:43 von binu

wenn ich das richtig gelesen habe handelt es sich um unterschiedliche kulturgruppen; hirten und feldbauern
das ist nicht der biblische urkonflikt weil die christen ihn in die welt herraustrugen sondern weil er zwischen den beiden jungsteinzeitlichen neuerungen entstand.
die kolonialmächte machten sich in der regel nicht die arbeit neue ethnien zu erfinden sondern nutzten einfach die vorhandenen
meist war eine von zweien bereit einem zu beschaffen was man wollte wenn man ihr gleichzeitig eine bereicherung auf kosten der anderen ermöglichte.
das es dafür im zweifel auch keine kolonialmächte benötigt hätte belegt v.a. die europäische geschichte
die hirtenvölker hier sind z.b. komplett ausradiert worden
und was über die nichtsesshaften völker europas gedacht wird ist wenn es mal ofiziel geäussert wird eine angelegenheit für den staatsanwalt.

Tiefe Nachdenklichkeit...

Es gibt eine Reihe von guten Quellen zu dem, was in Rwanda geschehen ist, aber abstrakte Zahlen und eine geschichtliche Zeittafel können nicht ermessen, was sich wirklich abgespielt hat...
und warum die Welt debattierte und tatenlos zugesehen hat....

Es erscheint mir wichtig, das die Welt sich wenigstens noch daran erinnert...
weil wir uns fragen müssen, ob und welche Möglichkeiten weltweit vorhanden sind um solche menschlichen Tragödien zu verhindern. Es genügt nicht, Gedenktage einzuführen und die üblichen westlichen Rituale zum Gedenken aufzuführen, sondern die Wertegemeinschaft muss sich fragen lassen, was konkret zur Verfügung steht, um innerhalb von 24 Stunden in so einer Sache einzugreifen, die Konfliktparteien zu trennen, die Verbrechen zu ahnden und das Recht auf Unversehrtheit der Person... das höchste Menschenrecht gegen jederman zu verteidigen.
Aber, man schaut sich um und sieht nichts. Das ist beunruhigend. Da ist doch wirklich nichts.... Es hat sich nichts geändert.

Intervention

Na, schon erstaunlich, dass Deutschland hier von den üblichen Verdächtigen nicht schon wieder für alles verantwortlich gemacht wurde, schließlich war ein Teil des Gebietes mal ein paar Jahre deutsche Kolonie ('großzügig' von den großen Kolonialmächten überlasssen).
Selbstverständlich hätte die UNO, NATO, USA, GB,F, oder wer sonst auch immer, intervenieren MÜSSEN. VÖLLIG EGAL, ob ein UNO-Besschluss vorläge und die Intervention damit 'völkerrechtswidrig' gewesen wäre. Russland und China hätten schon für das Veto gesorgt, wie schon bezgl. Bosnien und Kosovo! Gräßlich, dass einige bestimmte Foristen einen verhinderten UN-Beschluss höher bewerten, als einfach Menschen zu retten.

korrektur

zu (um 10:00 von Der Lenz)
ich hatte vergessen das es reste der europäischen hirtenvölker in lappland giebt

Hutu und Tutsi @nikioko 09:06

Ihre Aussage stimmt leider nicht!

Hutu und Tutsi sind nicht zwei verschiedene Ethnien, sondern zwei unterschiedliche soziale Klassen gewesen, deren Übergang fließend war. Erst die Kolonialmächte Deutschland und Belgien unternahmen eine systematische Kategorisierung, die den Ureinwohnern Ruandas am Anfang wohl egal, später aber als selbstverständliche Identifikation diente.

Das Ausschließen der Hutu von Führungspositionen und anschließende wechselnde Machtpositionen der "Ethnien" führten zu immer mehr Problemen, da es kein Miteinander, sondern immer ein Gegeneinander gab.

Insoweit haben die Kolonialmächte eine gewaltige Mitschuld an fast allen afrikanischen Konflikten, da man keine Rücksicht auf bestehende Strukturen genommen hat, sondern ein monarchisch geprägtes Europa auf Afrika projizieren wollte.

@ Agent lemon

Es wurden tatsächlich von Ruanda schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben; Agent lemon verwechselt dabei aber sowohl die zeitlichen als auch die inhaltlichen Zusammenhänge.
Bei so viel eigener Ungenauigkeit dem Interview absichtliche Auslassungen vorzuwerfen, ist schon frech.

Fehlendes internationales Engagement

Der Völkermord in Ruanda ist an Bestialität wohl kaum zu überbieten und nicht mal im Ansatz mit dem gleichzeitig auf dem Balkan tobenden Bürgerkrieg zu vergleichen.

Hier wurden über 1 Millionen Menschen wie Vieh mit Macheten und primitiven Waffen geschlachtet. Und die Welt schaute wirklich nur tatenlos zu!

Die UNO war machtlos, weil WIR, also die westliche Welt es so wollte. Die UNO vergibt nur Mandate und es ist jedem Land freigestellt sich an den Einsätzen zu beteiligen.

Viele Länder hätten damals schnell eingreifen können, Frankreich, die USA oder GB verfügen über sehr mobile und reaktionsfähige Armeen. Aber niemand wollte! Stattdessen erfolgte eine insgeheime Unterstützung der Hutu von Frankreich und den USA im Vorfeld, nicht durch Waffen aber durch Logistik und politische Unterstützung.

Die USA sind in der Lage in Stunden zu reagieren und verheerende Angriffe zu fliegen, aber bei einem Massaker an einer Million Menschen hat man nicht mal das versucht! Traurig.

@Grosser_Elch

Monate bevor dieses Massaker begann wurden ueber Radio taeglich Hetzreden voellig ungestraft ausgestrahlt. Da wurde offen zum Mord aufgerufen. Haette man damals diese Sender und Mordaufrufe unterbunden(waehre ein Leichtes gewesen fuer die anwesenden F Truppen), waehre das warscheinlich so nicht eskalliert. Ja , gut. haette , waehre , wuerde. Ich hoffe man lernt daraus , befuerchte aber nicht. Mich argert besonders, das man nun so tut als haette man nix gewusst. DAS IST EINE KLARE LUEGE.

Neue UN notwendig

Schockierende Zeilen!
Ruandas Leid muss jeden anrühren, der noch an Gerechtigkeit und Schutz durch die UN glaubt. Versagt hat sie, weil sie eine Scheinorganisation für die mächtigen Veto-Staaten sind, unter dem Schein der Weltgemeinschaft ihr Ding durchzudrücken und ihre Macht zu erhalten.
Das Schlimme: Deutschland macht auch da mit. Und wer da nichts gegen macht, der macht mit.
Die Frau hat Recht - die UN versagt ständig.
.
Erst, wenn das Veto-(Un)Recht gekippt ist, wenn vorbildliche, integere Politiker - gerade auch aus Deutschland (weil: Wirtschaftsmacht) - hierfür streiten, wird die Welt bereits ein Stück gerechter.
Ich gehe davon aus, dass man eine neue UN gründen muss, da die Veto-Mächte natürlich gegen die Abschaffung sind und ihr Veto einlegen werden.
Leider hat Frau Merkel nicht dieses Format - sie selbst lässt sich ja gerne von den USA loben ("Hat Frau Merkel gut gemacht" hieß es vor kurzem).
.
Dank unserer gewählten untätigen Abgeordneten haben wir auch Blut an den Händen.

Ich schäme mich

Ich schäme mich noch heute dafür, wie die UN, die Welt, meine Welt diese Menschen die sich auf den Schutz der UN verlassen haben, im Stich gelassen hat.
Und von wegschauen kann da nicht die Rede sein - alle wussten es und haben ZUGESCHAUT!!

Wir alle sind schuldig.

@Kramer... wer trägt die Verantwortung?

Es ist hinterher immer leicht solche Behauptungen von sich zu geben wie "Russland (das es so damals nicht mal gab) und China hätten mit einem Veto reagiert...

Es gibt in der Charta der Vereinten Nationen einen Passus, der gern übersehen wird, wenn es einer Kriegspartei nutzt...

Das ist Artikel 2, Absatz 4
Zitat:
4. Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Zitat Ende...

Auf diesen Artikel berufen sich gern jene, die aus irgendeinem Grund nicht eingreifen wollen...
Wir haben in der UNO Erde mehr Diktaturen als Demokratien und die wollen sich nicht in die Karten schauen lassen. Sie benutzen dafür diesen Artikel als Deckung.

Das ist der Hintergrund. Die Tragödien finden statt, weil die Staatengemeinschaft keine Strategien dagegen hat, statt dessen diesen §...

@Azichan

Frankreich war sogar mit einigen tausend Mann VOR ORT. Auch das wird gerne "vergessen". Die haben nur zugeschaut und angeblich sogar teilweise mitgemacht. Dafuer gibt es Zeugenaussagen aber keine wirklichen Beweise.

@Azichan

"Die USA sind in der Lage in Stunden zu reagieren und verheerende Angriffe zu fliegen, aber bei einem Massaker an einer Million Menschen hat man nicht mal das versucht! Traurig."

Richtig, die USA hätten eingreifen können und müssen!

Das ein paar Dogmatiker von Links hier im Forum, wieder Öl als Grund bennant hätten, wären zu ertragen gewesen.

um 10:31 von Azichan

einspruch
an den "edlen wilden" können sie meinetwegen glauben solange sie wollen
aber die usa standen in diesem konflickt auf seite der tutsi-rebellen deren offensive das massaka beendete.
das macht die sache nat. schwierig

Sicher... die Medien... und ihre Wirkung...

Das ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen und das sich etwas zusammenbraut war ebenfalls klar... "Überraschend" war vielmehr das niemand die Zeichen sehen wollte!

Aber es hilft niemandem mehr, wenn wir die Frage nach dem "hätte man" heute stellen. Wir müssen uns aber Gedanken um die Zukunft machen und da bleibe ich bei meiner Aussage, das die Welt schlecht gerüstet ist um "beim nächsten Mal" nicht wieder nur Zuschauer und Kommentator zu sein.
ES fehlt so ziemlich alles. Es gibt keine Verantwortlichkeit, keine Truppen, keine Mandate, die für solche Fälle sofort in Kraft gesetzt werden... es gibt nichts. Aus meiner Sicht ein unglaublicher Skandal.

Ich mache mir zum Beispiel Gedanken, was passieren würde, wenn in der Ukraine nach einer Provokation, von wem auch immer, die Lage eskaliert.
Russland hat zwar Verpflichtungen, will aber angesichts der Medien nicht als Agressor dastehen, die NATO kann nicht unter 72 Stunden wirksam etwas unternehmen, die EU ist hilflos, also wer?

um 10:47 von privat23

aha
bomber gegen lynchmobs mit messern und knüppeln....
klingt efektiv ^^
warum nicht interkontinentalraketen
die sind in minuten da

wir

Sowas wird sich immer wieder wiederholen wenn WIR WEGSCHAUEN. Das fängt im Kleinen an, auch hier in D.. Erst sind es ein paar Äußerungen, dann werden Witze gemacht und dann.....
Wie viele von uns die hier schreiben würden einer Minderheit gegenüber einen wütenden Mob schützen? Sein Leben bzw. seine Gesundheit aufs spiel setzten.

Jeder kann für sich was dagegen tun, im Kleinen. Und wenn das viele machen, dann wird es Groß und die Politik wird darauf reagieren müssen.

Großmächte reagieren meist nur wenn es Bodenschätze gibt oder der Bürge auf die Straße geht. Im heutigen Zeitalter ist das Organisieren, dank Internet, viel einfacher als vor 20 Jahren.

Gruß,
Sanftmut

10:47 von privat23

Eigentklich bin ich es leid, auf solche dümmlichen Unterstellungen zu reagieren. Aber es sollte so nicht allein stehenbleiben. Die USA hatten kein Interesse, sich mit Bodentruppen zu engagieren, wie alle anderen auch nicht. In so einem Krieg nutzt einem die Air Force nichts. Man muss mit Bodentruppen da rein und die Konfliktparteien trennen. Und man muss dabei so robust sein, das man nicht schlicht und ergreifend von einem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner überrannt wird. Ein Beispiel ist hier auch Rwanda. Mit 5.000 Mann kann man sowas nicht stoppen, Leider. Denn sie müssen im täglichen Infanteriekampf unter asymetrischen Bedingungen kämpfen, auf Attentäter, Heckenschützen, Massenangriffe mit Nahkampf und viehische Brutalität gefasst sein. Da kann man garnicht genug Soldaten haben... und überall gleichzeitig präsent sein. Aber das ist kein Freibrief für die französischen Truppen vor Ort... die aus meiner Sicht versagt haben.

Sanftmut..

"Der Mensch sei edel und gut"... Und? Im Zweifelsfall reicht Sprüche klopfen aber nicht aus.
Es muss eine Krisenstruktur geben, die ohne viel zu labern aktiv werden kann. Aber da ist nichts. Und falls ein Land eine derartige Aktion startet, setzt es sich der Gefahr aus, als Agressor dazustehen, wie aktuell in der Ukraine.

Wer hats erfunden ?! Die Deutschen!

In vorkolonialer Zeit gab es in Ruanda und Burundi ein Nebeneinander der sozialen Gruppen der Tutsi, Hutu und Twa, deren Sozialstruktur sich in dieser Rangfolge über den sozialen Status ergab. Während die Tutsi überwiegend Viehzüchter waren und die Twa als Jäger und Sammler lebten, betrieben die Hutu vornehmlich Landwirtschaft und stellten die Mehrheit der Bevölkerung. Eine vertikale Durchlässigkeit zwischen den sozialen Gruppen war gegeben; beispielsweise durch den Erwerb von Vieh war sozialer Aufstieg möglich. Alle drei Gruppen sprechen Kinyarwanda.

Erst während der Kolonialherrschaft Deutschlands (bis 1916) und des Völkerbundsmandats Belgiens (ab 1923) über Ruanda wurde der Zugehörigkeit von Menschen zu den Gruppen der Hutu, Tutsi oder Twa eine ethnische Bedeutung zugeschrieben. quelle wikipedia

Frankreich ... Belgien ... Deutschland

Frankreich war zu keinem Moment Kolonialmacht in Rwanda - dies war Deutschland und ab dem Ende des ersten Weltkrieges dann Belgien.

Hutu und Tutsi - so sagen die Ethnologen - sind zwei verschiedene Ethnien. Hutu sind Bantus, deren Ursprung einst im Tschad-Becken war ... Tutsi werden als Niloten angesehen. Hutus sollen dieses Gebiete hier vor etwa 600 Jahren besiedelt haben - die Tutsi sollen etwa 300 Jahre später hier angekommen sein.
Soweit ...
Doch: hier im Land weiss man (vor allem noch die Alten), dass frueher ein 'reich gewordener Hutu' in die 'Ebene' der Tutsi aufsteigen konnte ... und umgekehrt auch ein Tutsi in die Eben der Hutu gehen konnte.
Zudem waren sehr viele Mischehen hier im Land.

Es gibt EINE Kultur .... und nur EINE Sprache ...

Belgien schrieb 1932 in den neuen ID-Karten fest, wer zu welcher Ethnie gehoerte ... wer mehr als 10 Rinder hatte, wurde Tutsi ... wer weniger als 10 hatte, wurde Hutu.

Einfaches Weltbild, gelle!

Mit Frankreich hatte dies nichts zu tun

solange die welt keine

solange die welt keine vernünftige alternative zu der un hat, ist destruktive kritik völlig unangebracht. die welt braucht eine weltpolizei, die sofort eingreifen kann, um blutvergießen zu stoppen. diese weltpolizei muss unabhängig von finanziellen, geostrategischen oder sonst welchen materiellen umständen befreit agieren können. die un ist aber nicht die weltpolizei, sondern vereint in ihrer jetzigen form alle drei gewalten in einem und die un truppen können erst als letztes instrument eingreifen, wenn fakten und fronten bereits geschaffen wurden. die weltpolizei muss als erstes eingreifen können, wenn lokale polizei kräfte dazu nicht in der lage sind bzw. instrumentalisiert werden, um gegen die eigene bevölkerung unrecht zu begehen.
genau jetzt müsste es in zentralafrika einem dorf, einer volksgruppe oder einer religionsgemeinschaft oder in der ukraine oder in syrien oder oder oder möglich sein, den notrufknopf zu betätigen, um blutvergießen zu stoppen. un muss nach vorne blicken.

Genau das ist die faschistische Ansicht des achso demokr. Westen

Tutsi oder Hutu waren bis zur deutschen und belgischen Kolonialherrschaft keine ethnischen sondern gesellschaftliche Unterschiede. Die einen waren Viehzüchter und die anderen Bauern. Man konnte je nach Besitz von einer Kaste in die andere hin- und herwechseln. Unter den Kolonialherren Deutschland(bis 1916) und Belgien(danach) wurden die Menschen nach ihrem Aussehen in die jeweiligen Kasten(ab diesem Zeitpunkt Ethnien) zugeordnet. Die Tutsi wurden weil sie europ. Aussahen zur Herrscherriege ernannt und die Hutu wurden zu Sklaven degradiert. Nach Ende der Kolonialherrschaft, kam es zwangsläufig zu Massakern zwischen diesen beiden Kasten. Übrigens haben beide Kasten die selbe Muttersprache: Kinyarwanda.
Also genau genommen sind an der prekären Situation Afrikas ausnahmslos die Kolonialmächte Europas schuld. Denn sie vergewaltigten und beuteten die Natur und die Menschen Afrikas scharmlos aus und hinterließen eine Ruine voller Konflikte. Die Ausbeutung geht übrigens weiter!

Großer_Elch

Es geht nicht um Sprüche klopfen.
Jeder einzelne bewirkt etwas, ob er will oder nicht. Durch wegschauen bewirke ich auch etwas. Warum nutzten wir nicht das Internet als „Krisenstruktur“? Bevor man aktiv wird, sollte man schon reden und sich über das Handeln Gedanken machen. Was verändert sich und wieviel verändert sich. Ich kann eine kurzfristige unbedachte Handlung machen und in diesem Moment ist alles gut, aber was ist morgen.
Es sind leider Menschen in der Ukraine gestorben, aber im Verhältnis zu Rwanda? Wie schätzen Sie da das Krisenmanagement ein, sowie des Westens und des Ostens? Wie sollten wir uns verhalten wenn hier der Völkermord beginnen würde. Es ist immer einfach in Schwarz und Weis zu sehen, aber die Grauen Abstufungen sind immer da. Ich hoffe dass es mit der Ukraine für alle Seiten zum Guten endet. Und wir wieder ein miteinander anstreben.

Gruß,
Sanftmut

@Der Lenz

"aha
bomber gegen lynchmobs mit messern und knüppeln....
klingt efektiv ^^
warum nicht interkontinentalraketen
die sind in minuten da"

Sparen Sie sich Ihre Freude, besser als nur "Klug daher zu palavern" allemal.

Wer spricht von Bombern?´Ausser Sie, um das ins Komische zu ziehen.
Das die USA die besten Bodentruppen besitzen, ist doch auch kein Geheimniss. Wie auch immer ein Eingreifen ausgesehen hätte! Sie selber sagen doch das das unterstützen der Tutsi Miliz erfolgreich war...

Rolle Frankreichs

Deutschland hat hier in Ruanda immer einen sehr guten Stand - die Deutschen haben hier in ihrer Kolonialzeit nicht sehr viel Schaden angerichtet; der dt. Regent Richard Kandt hat - für einen 'Kolonialisten' eine fast schon bemerkenswerte Haltung nach D. zurückgemeldet.
Wir genießen hier überall recht hohes Ansehen ...
Belgien hat da schon deutlich anders agiert - und zwischen den 'Ethnien' polarisiert, wohl hierbei sogar eine der Grundlagen für die Genozide ('59/'60, dann 1994) gelegt.
Frankreich hatte vor dem Genozid viele Militärberater hier im Land ... und intervenierte während des Genozids mit der sog. humanitären Aktion 'Operation Turquoise' - die ( 'FranceAfrique' hochhaltend ...) ganz so humanitär nicht war: die Killer konnten abziehen, die nachrückende 'Rebellen'-Armee wurde aufgehalten. Es gibt hier im Land brutale Berichte um die Aktionen der Franzosen dort im Südwesten ... und aus genau diesen vielfachen Berichten resultieren hier heftige Vorwürfe gegen Frankreich ...

@Großer_Elch

"Eigentklich bin ich es leid, auf solche dümmlichen Unterstellungen zu reagieren. "

Dann lassen Sie es. Die dümmliche Antwort, hat nicht viel beigetragen!

Wer hat von AIR FORCE gesprochen ausser Sie und Ihr Vorposter?

Selbst ausgedacht und dann anderen in den Mund gelegt!

Gute Idee?

Ihre Ambitionen sind zwar Edel aber auch mindestens genauso naiv. So ein Instrument,wie von ihnen beschrieben, kann nicht umgesetzt werden, weil kein Land bereit wäre eigene Soldaten gegen seine Interessen aufs Schlachtfeld zu führen. Und sollte eine Umsetzung dieser Idee, wider jeglicher Vernunft wirklich gelingen, dann würde sie genauso wie die UN die Interessen eines Landes oder eines Bündnisses vetreten. Das diese Interessen selten humanistische sondern eher strategische Ziele verfolgen, sollte auch für sie kein Geheimnis sein.
Die einzige Möglichkeit die Welt zu befrieden ist die Begrenzung der Macht von einigen wenigen, die gerechte Verteilung von Nahrung und Bodenschätzen und die gleichen Bildungschancen weltweit. Außerdem muss die Missionierung abgeschaft werden. Damit sind nicht nur Religionen gemeint, sondern auch die kulturelle Missionierung.
Aber diese 4 Ziele können nicht mal in sogenannten demokr. Ländern umgesetzt werden. Damit bleibt der Weltfrieden nur ein Traum!

um 12:01 von privat23

sie haben recht; ich habe den falschen adressiert
um 10:31 von Azichan war gemeint
"Die USA sind in der Lage in Stunden zu reagieren und verheerende Angriffe zu fliegen,"

privat23... Wer hat von Bombern gesprochen...

Zitat:
"Die USA sind in der Lage in Stunden zu reagieren und verheerende Angriffe zu fliegen, aber bei einem Massaker an einer Million Menschen hat man nicht mal das versucht! Traurig."

Richtig, die USA hätten eingreifen können und müssen!

Das ein paar Dogmatiker von Links hier im Forum, wieder Öl als Grund bennant hätten, wären zu ertragen gewesen.
Zitat Ende.

Bomber gehören in den USA zur Air Force...
Aber lassen wir das.
Da kommt nichts Sinnvolles dabei heraus.
Ruanda könnte ein Lehrbeispiel sein, was alles schief laufen kann und wenigstens heute sollte die Weltgemeinschaft beginnen, Antworten zu finden und Strukturen zu schaffen um in Zuklunft ein weiteres Ruanda wo auch immer im Ansatz zu verhindern. Das wird dort niemanden wieder lebendig machen, aber wäre ein Anfang dafür, in Zukunft anders mit solchen Entwicklungen umzugehen... bevor sie zur Tragödie werden!

Nach weiteren Recherchen muss ich zugeben.....

das der Ursprung dieses Massakers eher bei Belgien als bei Frankreich zu suchen ist. Fraglich ist was franzoesische Truppen dort ueberhaupt zu suchen hatten. Sicher ist: Ein Ruhmesband koennen die sich sicher nicht umhaengen. Die haben keinen einzigen Mord verhindert. Im Gegenteil. Wuerde mich mal interessieren , was in diesem Zusammenhang nun in ZAR vorgeht? Da hoert man gar nix mehr. Drohen da nicht aehnliche Massaker aber religionsbedingt?

@privat23

"Alle sind Schuld, nur nicht der zu umsorgende Täter. Aber, was kann man anderes von der Sozialromantikerfraktion erwarten?"

Für den Moment mal unterstellt, das Weltbild der von ihnen angesprochenen Gruppe sei so schlicht wie von Ihnen behauptet. Inwiefern ist Ihres dann konstruktiver? Das große Problem bei der Täterfixierung, die Sie vertreten ist, dass sie logischerweise immer erst greifen kann, wenn es bereits einen Täter gibt, wenn die Katastrophe also bereits passiert ist. Wer Taten verhindern will, muss sich zwangsläufig auf das Umfeld, die Gesellschaft, die Diplomatie und die ganzen soziologischen Aspekte konzentrieren, so mühsam und schwer das ist, da nur so das Entstehen von Tätern im Vorfeld bekämpft werden kann. Jetzt argumentieren Sie wahrscheinlich als nächstes mit der Abschreckung durch besonders harte Sanktionen. Die Geschichte zeigt jedoch, dass dies weder auf zwischenstaatlicher noch auf innergesellschaftlicher Ebene funktioniert.

Die Welt war da, aber hat nur zugeschaut :-(

Ja es stimmt "Die Welt war nicht da" Oder sie war da hat aber tatenlos zugesehen :-(
Es ist schlimm was in Ruanda 1994 passiert ist. Und Ruanda galt damals als die Schweiz Afrikas.
Und wer hätte gedacht das 1 Jahr später mitten in Europa das gleiche passieren wird. In Bosniem Herzegowina, besser gesagt in Srebrenica wurden etwa 8000 Menschen ungebracht und verschart. Unter den Augen von UN Blauhelme :-(

Einsatzmöglichkeiten @Der Lenz

aha
bomber gegen lynchmobs mit messern und knüppeln....
klingt efektiv ^^
warum nicht interkontinentalraketen
die sind in minuten da

In der heutigen Zeit sind präzise Militärschläge möglich! Es geht natürlich nicht, um die Effektivität der Militärschläge an sich, sondern um die psychologische Wirkung.

Vor Allem viele Tutsi haben sich in Schulen, Kirchen und anderen größeren Einrichtungen zum Schutz zurückgezogen. Alleine ein Flug mit einem Blackhawk über einem Mob vor so einer Einrichtung hätte schon massiv eingeschüchtert.

Es wäre ein Signal gewesen, "Die WELTGEMEINSCHAFT duldet euer handeln nicht!".

Gerade weil die Hutu-Rebellen so schlecht ausgerüstet waren ist es umso erbämlich für die westliche Wertegemeinschaft, dass sie nicht eingegriffen hat!

Zu den USA, sie waren auf beiden Seiten tätig, ich glaube den Völkermord konnten sie damals noch nicht absehen. Vielleicht aus Scham reagierten sie später fast gar nicht auf ein Eingreifen, selbst auf Bitten der UNO.

@Großer_Elch

"Ruanda könnte ein Lehrbeispiel sein, was alles schief laufen kann und wenigstens heute sollte die Weltgemeinschaft beginnen, Antworten zu finden und Strukturen zu schaffen um in Zuklunft ein weiteres Ruanda wo auch immer im Ansatz zu verhindern. Das wird dort niemanden wieder lebendig machen, aber wäre ein Anfang dafür, in Zukunft anders mit solchen Entwicklungen umzugehen... bevor sie zur Tragödie werden!"

Dem kann ich nur zu 100% zustimmen.

@Großer_Elch

"Richtig, die USA hätten eingreifen können und müssen!

Das ein paar Dogmatiker von Links hier im Forum, wieder Öl als Grund bennant hätten, wären zu ertragen gewesen."

Da ich zu diesen "Dogmatikern" gehöre:
1. hat das mit links gar nichts zu tun, eher was mit kognitiven Fähigkeiten
2. da ist nichts zu holen - weder Bodenschätze noch ein Markt für Petrodollar
3. demokratisiert werden nur Länder, bei denen etwas zu holen ist, deren Ressourcen befreit werden müssen, oder die stragegisch wichtig liegen, für die Errichtung neuer Militärbasen, siehe Kosovo
4. empfehle ich dringenst JEDEM, sich sein eigenes Bild zu machen und sich nicht seine Meinung BILDEN zu lassen
5. wer weltweit Foltergefängnisse betreibt, hat wohl mit Menschenrechten so gar nichts am Hut

@tomcat

"Das große Problem bei der Täterfixierung, die Sie vertreten ist, dass sie logischerweise immer erst greifen kann, wenn es bereits einen Täter gibt, wenn die Katastrophe also bereits passiert ist."

Erstmal Wiederholungstäter verhindern, längere Strafe. Aber ich glaube zu erkennen was Sie meinen.

"Wer Taten verhindern will, muss sich zwangsläufig auf das Umfeld, die Gesellschaft, die Diplomatie und die ganzen soziologischen Aspekte konzentrieren, so mühsam und schwer das ist, da nur so das Entstehen von Tätern im Vorfeld bekämpft werden kann."

Da haben Sie wahrscheinlich sogar recht... Schwer sich einzugestehen. Was mich stört ist, es entsteht der Eindruck das die Menschen nur weil sie nicht m it dem "Goldenen Löffel" geboren wurden, ein Anrecht auf Srafttaten haben, dem kann ich nicht Zustimmen.

@tomcat

"Jetzt argumentieren Sie wahrscheinlich als nächstes mit der Abschreckung durch besonders harte Sanktionen. Die Geschichte zeigt jedoch, dass dies weder auf zwischenstaatlicher noch auf innergesellschaftlicher Ebene funktioniert."

Jetzt nur eine Frage, wenn wir jetzt nicht in die USA schauen, welche ja immer als schlechtes Beispiel herhalten muss (sicherlich berechtigt) sondern Japan, wo es auch lange Haftstrafen und auch die Todesstrafe gibt, und feststellen das es dort eine lächerlich geringe Anzahl an Gewalttaten(im Vergleich zu Deutschland) gibt. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Zum Ende würd ich mich bei Ihnen für die unaufgeregte Lösungsorientierte Antwort auf meine Beiträge bedanken, das ist so hier nicht immer üblich.

@Agent lemon

leider nicht erst seit einer Woche. Besonders unrühmlich fand ich auch, dass französische Spezialkräfte den Rückzug der Mörderbanden in den Kongo gedeckt haben, als die RPF von Kagame nach und nach vorrückte und das Morden beendete. Es ist also nicht nur so, dass die Welt nichts getan hat, sondern, wenn sie etwas getan hat, auch noch diese Machete-schwingenden Barbaren geschützt hat. Für den historischen Kontext: Das Ganze fällt in die Regierungszeit vom ersten "sozialistischen" Präsident Frankreichs Mitterrand, außenpolitische Parallelen zum zweiten "Sozialisten" Hollande sind ja unübersehbar.

um 13:03 von Azichan

bei aller liebe zu schweren maschienen
ihre geliebte blackhawk währe ziemlich schnell down, wie die geschichte lehrt,und ausser einer weiteren eskalationsrunde hätten sie nichts erreicht
zur kontrolle von zivilisten benötigt man wie vor tausenden jahren infanterie, infanterie und nochmals infanterie
und die braucht zeit um anzukommen, ist aufwendig und teuer.
da die amerikaner bekanntermaßen die tutsirebellen unterstützten (is nix mit auf beiden seiten - der schuh der bösen ist hier den europäern vorbehalten) währe auch infanterie von ihnen kaum akzeptiert worden
sie waren schlieslich partei und nicht unparteiisch
höchstens zusammen mit ihrem konkurenten frankreich dem sie gerade die hegemonie streitig machten (was vorwürfen nach der grund war warum diese eher einen völkermord anheitzten als ausgleichend zu wirken)
mit russland hatt das geklappt im kosovo
auch wenn da die amerikaner wenig begeistert waren
soviel zum technischen.
wäre eine intervention ohne einmischung nötig gewesen?

@Schnee_Mann

Der Post auf den Sie sich beziehen ist von mir. Nur zur Info...

"4. empfehle ich dringenst JEDEM, sich sein eigenes Bild zu machen und sich nicht seine Meinung BILDEN zu lassen"

Herrlich, glauben Sie das wirklich?
Muss einfacherer sein, die anderen Positionen erstmal ins lächerliche zu ziehen. Leider fehl am Platz, genauso wie Ihre kramphafte Arroganz.

"5. wer weltweit Foltergefängnisse betreibt, hat wohl mit Menschenrechten so gar nichts am Hut"

Wieviele Häftlinge wollte der "Hort der Menschenrecht" Deutschland nochmal aufnehmen?
Würden diese Taliban oder AL-Qaida als ordentlich gekennzeichnete Kombattanten agieren, hätten sie Kriegsgefagenenstatus. Schimpfen Sie ruhig weiter auf das böse Öl...

@privat23

"Da haben Sie wahrscheinlich sogar recht... Schwer sich einzugestehen."
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Das erlebt man nicht oft hier im Forum - Ihnen gilt mein größter Respekt, nur so machen Diskussionen Sinn.
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Und Sie haben Recht darin dass man die Täter nicht ausblenden darf. Diesen ist man nur zum Teil nachgegangen, es ist aber auch schwierig klare Verantwortungen aufzuzeigen bei einem solchen Ereignis wenn massenhaft Menschen sich zu grausamster Barbarei herablassen. Korrigieren Sie mich - gab es nicht Wahrheitskommissionen nach südafrikanischem Vorbild?

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