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Gegen Deflation hilft

zuverlässig
mehr für ÖD (MEEEHR!! VIIIEL MEEHR!!)
mehr Beamte ( kann man nie genug haben!)
höhere Gebühren und Abgaben
böse Deflationstreiber sind
niedrigere Nettolöhne
niedrigere Renten
niedrigere verfügbare Einkommen
mehr für ÖD mehr Beamte
( conundrum würde Alan Greenspan vielleicht sagen)
Kein Widerspruch sondern konsequent und konsistent sagt der Nationalökonom ( sofern es nicht Merkel Bubi Weidmann ist)

Deflation ist gut

Das ist eine gute Nachricht aus Spanien. Endlich wird nicht alles teurer sondern günstiger. Ich gönne es den Spaniern, lange genug wurden sie zum Sparen gezwungen. Jetzt können sie endlich ihr Geld ausgeben, und bekommen dafür mehr als vorher. Es wäre gut wenn sich die anderen europäischen Staaten dieser Entwicklung anschließen würden.

Verbraucher warten auf noch weiter fallende Preise?

Gebetsmühlenartig wird in den Medien wiederholt, das die Verbraucher bei fallenden Preisen nichts kaufen und auf weiter fallende Preise warten. Das ist falsch! Der Verbraucher ist kein Spekulant. Man könnte annehmen, das der Verbraucher lieber bei steigenden Preisen kauft ...

Und um mal ein praktisches Beispiel des Gegenteils zu erwähnen, sei hier auf den derzeitgen Bauboom verwiesen. Den dürfte es nach der Theorie gar nicht geben.

Verbraucher lieben Defalation!

Deflation ist gut???

Googeln Sie mal "japanisches europa" (FAZ-Blogartikel). Oder Wikipedia "deflation". Aber Sie haben womöglich den Artikel hier nicht gelesen. Da steht schon in knappen Worten, was Deflation bedeuten kann.

Fraktale Strudel des Raubtierkapitalismus

Ich gebe zu, kein BWL studiert zu haben, aber es scheint mir nur gerecht, wenn die Menschen in den Ländern wo sie unverschuldet arbeitslos gemacht wurden auch mehr für ihr bisschen Hartz kaufen können.
Wäre doch interessant wenn der Kapitalismus, jenseits der Planwirtschaft der Geldelite, doch irgendwelche sozialen Nebenwirkungen im Ärmel hätte.

Die Dynamik , mit der sich

Die Dynamik , mit der sich Veränderungen der einstigen Sicherheiten und Aussichten PLÖTZLICH ergeben, hat ihre Ursache ja auch in dem System, das solche Regelön erfunden hatte, die grösstmögliche Dynamik erlauben.

In Kurzdeutsch: Ein kaputtes Sytem. Hiobsbotschaften kommen unerwartet, plötzlich und Herr Schäuble mit seinen Schätzungen ist schon widerlegt. Spukhaft und gruselig die Geschehnisse, aber als jemand der da mitten drin sitzt und das Chaos auch gestern erfuhr, bei Lehmann zB, müsste doch wissen, dass die Risikowirtschaft irgendwelche Schätzungen gar nicht mehr erlaubt. Rettungswesten ausgeben, das ist die Devise. Aber tut man nicht, und wie sähen die Westen für uns aus? Garten kaufen?

Das Land rutschte überraschend in eine Deflation.

Von Überraschung kann doch beim informierten Beobachter keine Rede sein.
Die Geldmenge, die der Realwirtschaft durch die Rückzahlung von Bankkrediten entzogen wird, ist zur Zeit weit grösser als die fast schon hilflosen Aktionen der EZB in den letzten Jahren, Banken mit Geld zu fluten und diese so zu bewegen, Kredite zu vergeben.
Dazu müsste man aber auch verstehen (wollen), dass Banken dieses EZB-Geld nicht als Kredite vergeben sondern auf den Finanzmärkten anlegen.
Denn Banken verleihen kein Geld, sondern sie erzeugen es selbst in der Kreditvergabe.
Werden nun Kredite zurückgezahlt, wird es auch so in der Bank zurückgebucht und verschwindet, wie es entstanden ist.
Das geschieht nun mehr als dass neue Kredite vergeben werden. Die Geldmenge sinkt und über kurz oder lang haben wir eine massive Deflation.

Selbsterfüllende Prophezeiung

Mir scheint, hier wollte irgendjemand, einer selbsterfüllenden Prophezeiung gleich, eine Krise heraufbeschwören, nur weil die Preise mal sinken. Meine Güte! Wenn ihr den Leuten auch noch einredet, dass alle auf weiter sinkende Preise spekulieren und deshalb Investitionen aufschieben, dann seid ihr doch selber schuld, wenn genau das passiert.

Endlich ist die Gefahr real geworden!

Endlich? Ja, denn man wird nun nicht drum herumkommen, insbesondere Deutschland als "gesunde" Wirtschaftsregion eine höhere Inflation nahezulegen. Das ist innerhalb einer Währungsunion der einzige Weg, die Deflation woanders zu bekämpfen.
Einige Leute hier scheinen nicht verstanden zu haben, dass *Inflation* in einem gewissen grade nur gut ist, weil es dabei behilflich ist, dass Geld nicht gehortet wird. Gehortetes Geld erzeugt Arbeitslosigkeit! Wenn Geld im Zuge einer Deflation mehr gehortet wird (weil der Wert ohne Zins schon steigt), wird die Arbeitslosigkeit noch höher (im EU-Mittel).
Wollen die Deflationsadepten das?
Wenn der Wert des Geldes mit der Zeit steigt, steigen faktisch auch die Schulden. Das muss man bedenken.

Also extra Inflation für Deutschland: Sagen wir mal etwa 4% für die Dauer von mindestens drei Jahre. Wenn überall die Löhne sofort um 4% erhöht werden, werden die Preise aller inländischen Leistungen sofort nachziehen. Harmlos, aber gut für Europa!

Deflation

Ich bin tatsächlich auch geneigt zu sagen, na endlich. Die Lösung für die Wirtschaftsprobleme und die Wettbewerbsfähigkeit sollte doch die innere Abwertung sein -- mithin niedrigere Löhne, und niedrigere Preise, also eine lokale Deflation. Das macht die Südeuropäer wieder konkurrenzfähig, und bringt die Handelsbilanzen wieder ins Lot.

Das die EZB nun groß in Sorge ist, glaube ich eher nicht; der Artikel ist ja auch so schön spekulativ ("Die unter die Null-Linie gefallene Teuerungsrate in Spanien dürfte bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Sorge auslösen.") Bei uns steigen die Preise ja weiterhin; also sehen wir vermutlich einfach gerade, dass langsam wieder normale Verhältnisse in den Südländern einkehren.

@robflop

Das Prinzip ist ganz einfach: Firmen und Personen die bewusst auf Pump einkaufen profitieren von Inflation, weil es zukünftige Einnahmen steigert bzw. die Schulden abwertet. Für alle anderen ist die Inflation ein Fluch weil es vorhandenes und zukünftig einzunehmendes Geld entwertet und noch dazu höchst unfair weil nicht jeder die Möglichkeit hat mal eben seine Einnahmen im gleichen Maß zu steigern...

Für Güter des täglichen Lebens für die man üblicherweise keine Schulden aufnimmt, z.B. Lebensmittel, Mieten, Strom ist Deflation tatsächlich gut.

In gewisser Weise ist das also eine Abwägung von allgemeinem Wohlstand für die große Masse gegen Wachstum um jeden Preis mit dem bekannten Effekt die Wohlstandsschere immer weiter aufgehen zu lassen...

was an den Unis gelehrt wird

was an den Unis gelehrt wird sind nur stumpfe Theorien, ein System auf Zins und Zinseszins beruhend kann mathematisch niemals funktionieren, man braucht doch einfach nur in der Zeitlinie zurückschauen. Warum wird diese Tatsache ausgeblendet? Henry Ford wusste darüber bescheid als er damals seine Aussage über das Bankensystem traf! Die verdammte Gier hat uns um unseren Verstand gebracht.

@TripleA

Was Sie schreiben, hat an sich seine Richtigkeit, aber... Generell gilt: niedrigere Löhne sind politisch kaum durchsetzbar. Deshalb ist in diesem Bereich viel weniger geschehen, als nötig wäre. Aber etwas anderes ist viel wichtiger: eine Deflation, die zwangsläufig mit ordentlichen Lohnsenkungen einher geht, wird man nur ganz schwer wieder los (Japan lässt grüßen). Aus diesem Grund ist eine erhöhte Inflation in den Kernländern der Eurozone viel besser (gekoppelt an Nullinflation in der Peripherie).
Eine erhöhte Inflation hier verhindert auch, dass der Euro noch weiter steigt, denn dieses Steigen ist ja auch schlecht für die Peripherieländer.

@beamtenfreund ... Ironie oder etwas ernst gemeint ?

"Gegen Deflation hilft
zuverlässig
mehr für ÖD (MEEEHR!! VIIIEL MEEHR!!)
mehr Beamte ( kann man nie genug haben!)"

Ich denke, was ein Land bestimmt nicht braucht sind eine Horde überflüssiger Beamter, die lebenslang unkündbar sind.

Es braucht eine gewisse Anzahl Angestellte im öffentlichen Dienst für die notwendigen Aufgaben. Aber nicht mehr. Und es sollte so wenig Bürokratie wie möglich geben (nicht so wie in D, wo alles bis ins Detail ausgelegt ist und alles unglaublich kompliziert wird).

Und ganz wichtig: Weg mit dem Berufsbeamtentum. Das ist Steinzeit. Alles "nur" noch Angestellte, die wie alle anderen in die Rentenkasse einzahlen (plus neue Pensionskassen wäre gut für alle).

Vieles im öffentlichen Dienst in D ist total antiquiert (Strukturen, Ausstattung).

Deflation, ja, bitte

zuallererst bei Strom und Heizöl!

Vorzugsweise, bevor beides ganz und gar unbezahlbar wird.

@robflop

> Einige Leute hier scheinen nicht verstanden zu haben, dass *Inflation* in einem gewissen grade nur gut ist, weil es dabei behilflich ist, dass Geld nicht gehortet wird. Gehortetes Geld erzeugt Arbeitslosigkeit!

Mit Verlaub aber das ist Käse. Geld wird immer *investiert* werden wenn die zu erwartende Rendite höher bzw. nicht niedriger ist als wenn es gehortet würde. Die Inflation wirkt sich positiv auf die Rendite aus -- das ist wahr -- aber alles was auf der einen Seite als Rendite anfällt muss auf der anderen Seite auch irgendwo als Verlust anfallen. Jubelrenditen helfen niemanden außer den absurd Reichen noch reicher zu werden.

> Wenn überall die Löhne sofort um 4% erhöht werden

Das Problem an diesem Ansatz ist dass das freiwillig nicht passieren wird.

Auch haben Sie ganz offensichtlich das Konzept der Wirtschaftsunion nicht ganz verstanden: Inflation in Deutschland ist schlecht für Resteuropa, weil es das Ungleichgewicht der Wirtschaftsleistung in der EU verstärkt.

@robflop

"Also extra Inflation für Deutschland: Sagen wir mal etwa 4% ....Harmlos, aber gut für Europa!"

Harmlos nicht für mein Erspartes, beim derzeitigen Zinssatz.

Einheitliche Währung und Währungspolitik bei Ländern mit unterschiedlichen aktuellen Bedürfnissen ist leider keine kluge Sache.

Und jetzt mal ohne Erdöl!

Wenn man Erdöl und damit Kraftstoffe mal aus der Rechnung heraus nimmt ist das gar keine Deflation mehr. Eine gefährliche Deflation gibt es nur wenn viele Produkte billiger werden die im Land produziert werden. Und der Grund für den Preisverfall der Produkte eben nicht ein Preisverfall für importierte Güter ist.

@Lyn: die Kausalität beachten

"zuallererst bei Strom und Heizöl!" Ja, schön - aber Sie vergessen, wo der Deflation herrührt: von einer sich vertiefenden Nachfrageschwäche. In den allermeisten Fällen liegt das an einer geringeren Kaufkraft der Massen, sei es durch z.B. steigende Steuern, oder fallende Löhne. Diese Kausalität ist da.
So, und nun erklären Sie doch mal, was Sie lieber haben: entweder wird Ihre Kaufkraft geschmälert, und mit Zeitverzug fallen die Preise (Sie haben nichts gewonnen), oder Sie haben mehr Geld in der Tasche, und Importprodukte kosten nicht mehr als vor Ihrer Lohnerhöhung.

Umlaufgeschwindigkeit

des Gelds ist ein wesentlicher Deflationsindikator und auch eine Konsequenz davon. Im traditionellen Niedriglohnland Deutschland bezogen auf Produktivität reicht der Lohn gerade für das Unverzichtbare , für höhere Gebrauchsgüter muss anderweitig Konsumverzicht geleistet werden, das senkt die Umlaufgeschwindigkeit. In Spanien herrscht extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit, wo nichts verdient wird , kommt auch kein Geld in Umlauf. Die viel bejubelten Rückzahlungen von LTRO der ECB tragen nicht zur Umlaufgeschwindigkeit bei, die ist ungefähr so wie linke Tasche rechte Tasche.
Es geht also immer um die Nettolohnquote und um die Partizipationsrate am GDP. Je mehr "Geld mit Geld" gemacht wird, desto mehr sinkt die Umlaufgeschwindigkeit. Von Überraschung kann keine Rede sein

Deja Vue

Einen ähnlichen Aufschrei gab es schon letztes Jahr im Bezug auf Griechenland. Auch da wurde schon das Sinken der Preise (für inländische Produkte) mit Deflation verwechselt. Das Prinzip der inneren Abwertung kapiert leider kaum jemand. Die Leute in den Ländern nicht, die deshalb Amok laufen, und offenbar auch die Redakteure der Medien nicht.

Morgen ist es billiger

Ein Bekannter bekam vor 6Monaten 15% Rabbat beim Autokauf,
erster Arbeitskollege vor 4Monaten 25% plus Preisnachlass bei Überführungskosten,
zweiter Kollege vor 10Wochen 30% und keinerlei Überführungskosten!
Gleicher Wagentyp einer deutschen Marke!

Im August läuft der "Tüv" meines Roten CorsaRen ab....
mal sehen, wie wenig ich anlegen muß!

@prof

Lesen Sie doch mal Wikipedia "Liquiditätsfalle": unter ca. 3% Zins wird Geld eher gehortet. Und gehortetes Geld bedeutet Liquidität. Und Liquidität bedeutet: Fähigkeit zur Spekulation (Zugriff auf jedem beliebigen Moment).

"Inflation in Deutschland ist schlecht für Resteuropa, weil es das Ungleichgewicht der Wirtschaftsleistung in der EU verstärkt." ??

Das ist ganz bestimmt falsch gedacht! Sie müssen nicht der Begriff Wirtschaftsleistung bemühen, sondern "Lohnstückkosten". Die müssen in D durch Lohnerhöhungen erhöht werden, damit das Ungleichgewicht verringert wird.

hoffentlich ist Deflation

hoffentlich ist Deflation ansteckend
nur fürchte ich, dass dann der Steuerzahler die Spekulanten mal wieder völlig alternativlos retten muss

deflation

keine angst, ich gebe jetzt halt mehr geld aus, fg - und wir drehen den wirschaftwissenschaftlern eine lange nase, denn deren mathematik hat noch nie was getaugt!!

@tanaka

Natürlich nicht für ihr Erspartes, aber das ist ja logisch die Folge von "Angebot und Nachfrage". Es ist viel zu viel Anlagekapital da, sodass die Zinsen sinken. Nun sagen Sie: Ja, aber die Inflationsrate muss darunter liegen. Jein. In schweren Zeiten hat man auch mal drastischeren Methoden ergriffen, der Wirtschaft anzukurbeln. Geldscheine mit Wertverlust. Googeln Sie mal nach "Wörgl".

Aber: Sie sind nicht Schuld. Das ganz große Problem sind die riesigen Ersparnisse der Millionäre und Milliardäre. Die verdrängen praktisch die kleinen Ersparnisse. Ziel muss es sein, dass sie ihre ebenfalls riesigen liquide Mittel *ausgeben*. Das erreicht man nur, wenn der Zins unterhalb der Inflationsrate liegt.

Robflop hat insofern recht

als Deutschland jahrelang geringere Inflation hatte als von der EZB vorgegeben, v.a. durch Lohnzurückhaltung. Spanien hatte mehr. Frankreich hatte sich ziemlich genau an das EZB ziel gehalten.
Daher wäre das jetzt eine Angleichung.

Liebe EZB:

Ich schlage vor:
Der Euro wird um eine zweistellige Prozentzahl entwertet! So etwa 40 - 50%
Die Preise bleiben aber gleich.
Damit hätten die Verbraucher sowas wie
D-Mark Einnahmen und Kapital- aber zu zahlende Euro-Preise.
So kriegt man die Deflation
- auch noch gewinnbringend - in den Griff.

@ prof 15:48

"Firmen und Personen die bewusst auf Pump einkaufen profitieren von Inflation". Stimmt. Ich habe eine Hypothek, und freue mich, wenn es etwas Inflation gibt.

Aber... Sie müssen schon präziser formulieren. Entscheidend ist der Realzins. Solange dieser positiv ist, wird nicht einfach drauf los auf Pump gekauft.
Wenn der Realzins negativ ist, gibt es Leute, die ganz bewusst auf Pump kaufen. Aber... bei einer Deflation ist es ganz, ganz unwahrscheinlich, dass der Realzins negativ ist. Dan würde überall Bargeld gehortet werden. Bankkonten würden leergeräumt werden (geht gar nicht, die Giralgeldmenge ist viel größer als die Bargeldmenge). Kurz und knapp: negative Realzinsen bei Deflation wäre die Katastrophe.

Die Feinheiten sind entscheidend

Es wäre Aufgabe des Staates dafür zu sorgen dass Grundkonsumgüter immer auf demselben erschwinglichen Niveau bleiben, dann könnte man auch über eine Absenkung der Löhne diskutieren.
Oft wird nur auf das Endergebnis geachtet - wenn etwa ein durchschnittliches Lohnniveau bei 2000 Euro liegt ist es aber ein entscheidender Unterschied ob alle 2000 verdienen oder die einen 1000 und die anderen 3000 bekommen.

So auch in Bezug auf Deflation - den Schaden den Niedriglohnbezieher durch die Bekämpfung derselben haben ist wesentlich größer als der derjeniegen die über angespartes Vermögen verfügen. Diesen Effekt kann man abmildern, setzt aber vorraus dass man die Problematik mit Vernunft angeht, und nicht mit der Angst man könnte vielleicht von anderen Berufsgruppen übervorteilt werden. Das führt dann dazu dass die Wirtschaft immer wieder der lachende Dritte ist und hat uns die meisten Ungerechtigkeiten erst eingehandelt.

Auch den Griechen ist die Deflation

gut bekommen, denn der Tourismus hat zugenommen. Um mit anderen Urlaubsländern konkurrieren zu können, dürfen die Preise nicht zu sehr abweichen.
Außerdem ist es ganz normal, wenn die Masse nicht viel Geld hat, dass dann die Waren etwas billiger werden. Das ist noch lange kein Grund zur Sorge.
Wir leben heutzutage nicht in einer Verzicht- sondern Konsumgesellschaft. Ich werde doch nicht monate- oder jahrelang auf eine Anschaffung warten, nur weil das Teil dann etwas billiger ist.
Für die Zocker ist die angebliche Deflation wieder ein willkommenes Argument, um die Zinsen noch einmal zu senken. Draghi soll bloß nicht nachgeben.

@Monophatic

"Das ist eine gute Nachricht aus Spanien."

Nein. Eine schlechte Nachricht. Eine Deflation führt dazu, dass sowohl die Menschen weniger ausgeben, als auch die Firmen weniger investieren. Das liegt daran, dass man z.B. größere Anschaffungen aufschiebt, da man erwartet, das das ja in ein paar Monaten billiger sein wird.

Insgesamt lähmt das die Wirtschaft und führt zu noch größerer Arbeitslosigkeit.

@Pro Gent

"...wird in den Medien wiederholt, das die Verbraucher bei fallenden Preisen nichts kaufen und auf weiter fallende Preise warten. Das ist falsch!"

Nein. Das ist nicht falsch, sondern empirisch belegt.

"... Man könnte annehmen, das der Verbraucher lieber bei steigenden Preisen kauft"

Genau so ist es. Wenn man glaubt, der neue Wagen kostet in 3 Monaten nur noch 12.000 statt heute 15.000, dann warte ich noch mit dem Kauf. Wenn ich aber davon ausgehe, dass der eh' nicht billiger, sondern in Monaten sogar teurer ist, kaufe ich den gleich heute. Ist doch ganz einfach.

Think twice! Deflation ist shice!

@Monophatic
Das ist eine gute Nachricht aus Spanien. Endlich wird nicht alles teurer sondern günstiger.

@lyn
Deflation, ja, bitte zuallererst bei Strom und Heizöl! Vorzugsweise, bevor beides ganz und gar unbezahlbar wird.

@der_ich
hoffentlich ist Deflation ansteckend

Liebe Leute,
als Mitglieder einer Spezies, die sich selbst etwas großmäulig als Homo Sapiens tituliert hat, sind Sie eigentlich moralisch verpflichtet, von Ihrem Verstand auch Gebrauch zu machen.
Natürlich werden bei Deflation Sachen billiger - nominell!
Erschwinglicher für Sie genau dann, wenn Sie zu den wenigen Glücklichen (im Sinne von "lucky") gehören, deren Gehalt nicht sinkt, fällt oder ganz entfällt, weil Sie einfach Ihren Job verlieren.

So grotesk die Verhältnisse während der Hyperinflation 1923 auch waren, das Massenelend, das Deutschland schließlich die Demokratie gekostet hat, ging mit einer Deflation einher.

@mokky

"Ich gebe zu, kein BWL studiert zu haben, aber es scheint mir nur gerecht, wenn die Menschen in den Ländern wo sie unverschuldet arbeitslos gemacht wurden auch mehr für ihr bisschen Hartz kaufen können."

Sie brauchen nicht BWL studiert zu haben. Das ist eh' kein BWL, sondern ein VWL-Problem.

Aber: Wenn ich glaube, dass alles billiger wird, warte ich mit dem kaufen. Dadurch wird weniger nachgefragt. Dadurch investiert die Wirtschaft weniger. Es wird noch weniger nachgefragt. Es kommt zu Entlassungen. Jetzt wird noch weniger Nachgefragt und so fort.

Das ist, vereinfacht gesagt, die Gefahr der Deflation. Ist also nicht "gut" für die Menschen, sondern schlecht, da es zu noch höherer Arbeitslosigkeit führt.

@robflop

"Wenn überall die Löhne sofort um 4% erhöht werden, werden die Preise aller inländischen Leistungen sofort nachziehen. Harmlos, aber gut für Europa!"

Au weia. So harmlos ist das nicht. Da wird es die eine oder andere Pleitefirma geben, oder zumindest wird der Absatz fallen und damit Leute entlassen. Harmlos?

"Teuerungslinie" und "Besorgnis"

Wieso löst eine unter die Nulllinie gefallene Teuerungsrate Besorgnis aus??

Bei jedem normalen Menschen löst das Freude aus.

"geordnete deflation" gleich abwertung

wenn alle im land produzierten güter, lebensmittel, mieten, gehälter billiger werden, kommt das einer abwertung gleich. einer verringerung des werts des geldes im entsprechenden land. der im land produzierten waren, des tourismusangebots. wenn mehr geld generiert wird (zb per fed, usa) sinkt der geldwert (falls direkt in den wirtschaftskreiskauf kanalisiert) und die konjunktur wird belebt. da griechenland etc dank merkels austerität nur noch sparen dürfen, wird die wirtschaft dort vernichtet.
.
die zocker, die ihr geld zurück wollen, haben angst.vor der deflation, da die steuereinnahmen sinken und die lebenshaltungskosten auch. für die menschen im entsprechendem land wäre eine abwertung oder eine geordnete deflation optimal.
.
dass die deflation aus der not heraus stattfindet ist beschämend für europa. die zocker und die durchwinker des, für den süden zu harten euro sowie die vertreter der zockerinteressen haben dies zu verantworten.

@Hugomauser

"So harmlos ist das nicht. Da wird es die eine oder andere Pleitefirma geben, oder zumindest wird der Absatz fallen" - ja, aber nur ins Ausland. Ich schrieb ja, die Preise der Inlanderzeugnisse steigen, ist also faktisch insgesamt neutral.
Dass der Auslandsabsatz fällt und einige Leute dadurch entlassen werden: Das wäre mit einer eigenen Währung schon längst passiert, weil die DM aufgewertet hätte. Kurz und bündig: ein allgemein gesteigertes Preisniveau in D hat nur Einfluss auf die Preise aus Sicht des Auslandes. Das ist der gleiche Effekt wie keine Anhebung des Preisniveaus aber dafür Währungsaufwertung.

Außerdem: Viel Ausland kauft ja auf Pump bei uns ein. Bringt zwar Arbeit, aber auch Risiko, dass das verdiente Exportgeld futsch ist. Und viel Geld hat die Exportwirtschaft tatsächlich schon verloren. Wer kam für den Verlust auf? Der Steuerzahler über Exportkreditgarantien des Bundes? Dazu finde ich keine Informationen.

Bestes Mittel gegen Deflation ist mehr Geld im Umlauf.

Das kann über Löhne passieren - aber auch über mehr Kindergeld, mehr Rente, mehr Arbeitslosengeld, mehr staatliche Aufträge an kleine Handwerker, oder einfach wie vor einigen Jahren unter Bush jr. in den USA - per Scheck. Bush hatte jedem US-Bürger über 900 $ als Scheck zustellen lassen. Wie sich so etwas auswirkt? Als Nachfrage, die die Preise hebt. Gegenfinanzieren kann man das über einmalige oder dauerhafte Reichensteuern. Es gibt zwar nur wenige reiche, aber erstens merken die den Einschnitt nicht und zweitens hat man selbst bei einer einmaligen 10%-Abgabe auf alle Vermögen oberhalb einer Million gewaltige Geldmengen zur Verfügung, die derzeit nur sinnlos in Blasen dahin dümpeln statt zu zirkulieren. Unsere Finanzbeamten haben das auch bereits testweise durchgerechnet und für interessant befunden. Wer traut sich mal etwas volkswirtschaftlich Sinnvolles zu tun?

Nicht eher umgekehrt?

"geordnete deflation" gleich abwertung

Ist das nicht eher eine Aufwertung? Wenn alles billiger wird, bedeutet das doch, die Kaufkraft des Geldes steigt.

Endlich!

Eine gute Nachricht. Je mehr die Leute für ihr Geld bekommen, desto mehr geben sie auch aus. Denn, was sie sich in Zeiten hoher Preise nicht kaufen konnten, wird nun erschwinglich. Und da ist mit der Zeit einiges zusammen gekommen, was dringend erneuert werden muss. Wohlstand für alle ist die Parole. Überrings, was so genannte Wirtschaftsexperten für schlecht halten, ist für die Verbraucher immer gut und umgekehrt...

Alles ganz nette Aussagen

und Erklärungen die hier geschrieben werden.
Aber ist die Sache nicht viel einfacher ???.
Wenn die Menschen kein Geld haben,dann können sie auch nix ausgeben,und bei der Situation die dort zur Zeit vorherrscht ist das wohl so.

Armut wird auch in Deutschland immer mehr,die Zahlen des Einkommens die Einige hier immer schreiben sind leider nur für bestimmte Berufsgruppen und Bundesländer gültig.

Der Rest der Bevölkerung kann nicht am Konsum in dem Maße teilnehmen,was sollen die 25-50 Prozent machen,Schulden ???.

Irgendwie sind Einige mehr als witzig.

Gruß

@ kezzer

hallo, nein, wenn die waren und dienstleistungen, tourismus, mieten etc in einer volkswirtschaft in relation zu den anderen volkswirtschaften billiger werden, hat das den gleuchen effekt wie eine abwertung in einem vw-währungsraum. würde dies geordnet durchgeführt (stichtag xy, alle inland-löhne, mieten, güter etc werden um zb 10% gleichzeitig gesenkt), könnten länder trotz euro quasi abwerten.

Spanien rutscht überraschend in die Deflation

Überraschend?????

Spanien hat einen langen Weg zur politisch-wirtschaftlichen Vern

Sicher ist nur, daß Spanien bei einer allgemeinen Arbeitslosigkeit von 25% und einer Jugendarbeitslosigkeit von 50% in so schwere wirtschaftliche Wirren geraten ist, daß die alberne Beschwörung von Marktkräften dem Land nicht auf helfen wird; hier muß der Staat handeln, doch dieser hat seine Finanzen in Unordnung gebracht und muß nun schon das europäische Ausland, um Geld anbetteln, weil ihm in der Not niemand etwas leihen will, was schon immer die Unsitte der Geldverleiher gewesen ist.
Wichtig ist hier vor allem, daß eine Verelendung des Volkes vermieden wird, sprich man Obdachlose in ohnehin leer stehenden Häusern und Wohnungen einquartiert und man eine notdürftige Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern sicherstellt; da Spanien reich an Bauruinen ist und zudem eine recht ertragreiche Landwirtschaft betreibt, sollte dies kein Hexenwerk sein. Ist dies getan, so beginnt der schwierige Teil: Die allmähliche Hebung des Gewerbes und des Volkswohlstandes aus eigener Kraft.

Die Wirkungen des Einheits- und Niedrigstzinses der EZB

werden deutlich.

Erst ging riesiges Kapital in d. Bauboom, dann crashte der überweitete Immobiliensektor u.die Preise verfielen, Al wuchs, Kredite platzten Banken weg bis sie schwankten (caixas), Staat rettet und wird selbst zum Sanierungsfall wie Irland, Draghi pumpt 1.000 Mrd. zu 0,75% in Banken, die davon wie erwartet v.a. Staatsanleihen mit Gewinn kaufen und wieder bei Draghi abladen können (Aufkaufgarantie) und das so sanierte Kapital verschwand wieder ins Ausland, wo sich u.a. Schäuble ob des run auf dt. Schulden über Milliarden sinkende Zinsen zur Sanierung der Gesamtstaats- und Nettoschuld freuen konnte.

Draghi senkte weiter den Zins als ob überall Inflation drohte, während diese aber schrittweise in der EU abnahm. Dabei sind auch span. Unternehmen u. Privathaushalte gewaltig verschuldet, was ohnehin die Banken wegen d. hohen Ausfälle + deren wachsenden Risiken und dem Stresstest zu restriktiver Kreditierung veranlasst, womit nun arbeitslose u.a. Haushalte +Betriebe sparen.

Kurzfristig ist eine

Kurzfristig ist eine Deflation gut für die Verbraucher, aber gleichzeitig auch schlecht für die Firmen. Langfristig ist aber auch eine Deflation genauso wie eine Inflation sowohl für Konsumenten als auch für Firmen schlecht, denn beide können zu einer Rezession führen und schlimmstenfalls in einer Depression enden.

Wahnsinn

Das man hierzulande glaubt die Deflation sei etwas begrüßenswertes.
.
Das ist genau so Begrüßenswert wie eine Überschwemmung weil man in der kalten Herdplatte eine potenzielle Brandgefahr sieht.
.
Und was heißt hier überraschend? Überrascht werden Dogmatiker die Jahr und Tag vor der ausufernden Inflation warnen. Dabei rutschen wir gerade in ein tiefes Loch und aus dem Loch der Deflation herauszukommen geht bis dato nur über massive Verschuldung. Aber andererseits hat man das zumindest in Deutschland auch bestellt. Nein nicht nur Verantwortliche wie Merkel, Schäuble, Weidmann etc sondern auch diejenigen die dafür demokratische Mehrheiten schufen. Somit treffen die Konsequenzen langfristig nicht nur diejenigen, die diese Politik nicht zu verantworten haben.

Korrekturhinweis an die Redaktion

Spanische Medien berichten übereinstimmend, dass es sich um einen vorläufigen Wert handelt, der noch bestätigt werden muss. (im Februar gabs einen ähnliche Prognose von - 0,1 %, welche auf 0 % korrigiert wurde > keine Änderung). Zu recherchieren bitte ich auch die besonderen Umstände (so viel Journalismus muss sein ;)

LG

Basel III

Basel III zwingt die Banken weniger Kredite zu vergeben und Geld zu horten. Die Politiker wollten das unbedingt haben und nun bekommen sie die Deflation, die ihre Schulden weiter aufwertet. Es ist halt einfach immer schlecht, wenn Leute am Ruder sind die keine Ahnung haben - aber davon haben wir ja vor allem in Brüssel am meisten...

Madrid ist nicht Weimar oder Tokio

Die Angstmache mit der deutschen Geschichte gilt nicht. Spanien hatte keine Inflation sondern eine Preisblase durch einen falschen Wechselkurs Peseta/Euro. Zweitens haben die Spanier schon jetzt keine Arbeit, ergo nichts zu verlieren. Ein Vergleich mit Japan hinkt deshalb.

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