Kommentare

Willkommen in Europa

Ich freue mich für jeden Menschen der es schafft nach Europa zu kommen. Sie können ihre schlimmen Schicksale hinter sich lassen und ein Leben in Freiheit und Sicherheit führen.

Mal ganz naiv gefraft ....

ich gebe zu, die Geschichte nicht zu kennen. Aber mal ganz grundsätzlich gefragt: muß ein Europäisches Land wie Spanien wirklich krampfhaft an ein paar Felsen auf dem Afrikanischen Kontinent festhalten? Auch wenn das Ganze jetzt schon über mehrere Jahrhunderte zurück reicht.

Diese Exklaven schaffen doch nur zusätzliche Probleme.

Kann man diese Gebiete nicht einfach an Marokko abgeben? Die Städte haben einen gewissen Autonomiestatus. Das ließe sich sicherlich auch mit Marokko arrangieren.

Ein paar Bestandssicherungen für die Wahrung von Minderheitsrechten der dortigen Bevölkerung ..... und schon brauchen wir den Grenzzaun nicht mehr.

Das löst zwar das Flüchtlingsproblem in keinster Weise, eliminiert aber eines der bizarren Szenarien.

Die Mauer muss weg!

Es nicht die Schuld der Anderen, im Elend geboren zu sein, und es ist nicht unser Verdienst, in reichen Ländern geboren zu sein. Jeder Mensch hat dasselbe Recht auf freien Zugang zu Arbeitsmärkten. Alles andere ist unmenschlich.

Bevoelkerungsvervierfachung

Bevoelkerungsvervierfachung alle 50 Jahre in Afrika auf jetzt 1 Milliarde Menschen. Diese Entwicklung muss dringend unterbrochen werden sonst endet es in einer riesigen Katastrophe. Das jetzige Fluechtlingsproblem ist da ein winzig kleiner Vorbote.

Wahnsinn

Traurig das Menschen ihre Gesundheit und sogar ihr Leben riskieren müssen um einigermaasen gesichtert Leben zu können. Traurig das es gigantische metallene Zäune und einen blauen Zaun bedarf um sie davon abzuhalten ein besseres Leben in Europa zu finden. Und komme mir niemand damit das sind "Wohlstandsflüchtlinge", diese Menschen riskieren ihr fast alles für ein sichereres Leben! Einfach Wahnsinn!

zynisch

"Ich freue mich für jeden Menschen der es schafft nach Europa zu kommen. Sie können ihre schlimmen Schicksale hinter sich lassen und ein Leben in Freiheit und Sicherheit führen."

Dann sind Sie vermutlich für vollkommen offene Grenzen. Europa kann nicht alle aufnehmen, die kommen wollen. Diejenigen, denen es wirklich schlecht geht, schaffen es auf diese Weise nicht. In vielen Fällen ist das Leben in Freiheit und Sicherheit auf Kosten der Menschen, die in Europa arbeiten. Kommen zu viele, dann kippt die Stimmung, und es wird schwieriger sein, denen zu helfen, denen es wirklich schlecht geht, zu helfen, und vor allem nachhaltig zu helfen. Auf die Dauer ist das Auswandern keine Lösung.

das eigentliche Problem

Das eigentliche Problem ist, dass man einen Anspruch hat, wenn man europäischen Boden erreicht hat, auch wenn ggf. scharf geschossen wird, um einen daran zu hindern. Dies ist das eigentliche Problem. Dass ausgerechnet diejenigen eine Chance haben, die sich illegal verhalten, Gewalt anwenden, Schlepper bezahlen usw. ist wirklich nicht nachzuvollziehen.

@ کლతి @wzms00

@ کლతి: Die Menschen mit wirklich schlimmem Schicksal errichen niemals die Grenze nach Europa, da sie schlicht nicht genügend Finanzmittel für die Schlepperbanden aufbringen können. Es kommen lediglich, wie auf den Bildern zu sehen, junge, kräftige Männer, welche nun für den Aufbau des eigenen Landes fehlen. Es ist natürlich einfacher sich am Wohlstand fremder Länder zu bedienen, als seine eigene Kraft zum Aufbau seiner Heimat einzusetzen und für sich und seine Familie eine glückliche Zukunft zu schaffen.

@wzms00: Die Städte Ceuta und Melilla gehören seit dem 14. bzw. 15. Jahrhundert zu Spanien bzw. Portugal. Wie wollen Sie den dort lebenden Staatsbürgern erklären, dass diese ab sofort einem fremden Staat angegliedert werden, nur weil fremde "Invasoren" drohen die Stadt zu überrennen. Es ist wohl eher Pflicht Spaniens und der EU der Bevölkerung dieser Städte zur Hilfe zu eilen und alles zu unternehmen um das Problem zu begrenzen. Dazu gehört vor allem Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika.

Neusprech

Ich verstehe nicht, weshalb hier die Vokabel "Flüchtlinge" verwendet wird. Es handelt sich um Männer, die ihre Familien zurücklassen, um in der EU Geld zu verdienen, das sie dann ihren Familien in der Heimat schicken. Sie flüchten vor nichts, weder werden sie politisch verfolgt, noch kommen sie aus Kriegsgebieten. Sie wollen hier das schnelle Geld verdienen. Dabei überwinden sie gewaltsam eine Grenze, begehen Sachbeschädigung und greifen Grenzschützer an. Nicht "Flüchtlinge", sondern "Eindringlinge" wäre eine treffendere Bezeichnung. Und wer schon zur Begrüßung als erste Handlung auf EU-Gebiet Körperverletzung begeht, indem er Beamte der Guardia Civil verletzt und sich des Straftatbestandes "Widerstand gegen die Staatsgewalt" schuldig macht, gehört sofort vor Gericht gestellt, verurteilt und abgeschoben.

@ThinkTwice

"Dazu gehört vor allem Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika." Die"Hilfe zur Selbsthilfe" betrug in den letzten Jahrzehnte mehrere Billionen US$. Scheint wohl nichts genutzt zu haben.

Bedeutung der Exklaven

Zumindest Ceuta ist von erheblicher strategischer Bedeutung. Auf spanischer Seite (Gibraltar) kontrollieren die Briten die Zufahrt zum Mittelmeer, auf afrikanischer die Spanier. Da nimmt man alle Kosten in Kauf, um dieses Stück Land nicht zu verlieren.

Einfach nur pervers

ist dieser 7 meter hohe Zaun!

Wir sollten uns was schämen, die armen Mitmenschen so zu diskriminieren, nur weil sie aus Afrika sind.

Aber wir reichen Europäer machen denn mal gerne Urlaub da unten, wo es so günstig für uns ist.

Was für eine Welt ist das?

Geordnete Einwanderung

So heißt die Antwort. Und sie ist so offensichtlich, dass sie schon seit Jahrzehnten bekannt ist.

Was wir jetzt haben ist das totale Chaos. Anstürme auf Mauern, kriminelle Schlepper, Überforderungen der EU-Außenländer. Da ganz offensichtlich(!) dieser Druck in nächster Zeit nicht aufhören wird, muss er reguliert und geordnet werden. Wozu haben wir denn die EU?

Es braucht:

- eine EU-weite Koordination und Regelung (Aufenthaltsdauer, Aufenthaltsbedingungen, ...)
- Kontingente, für jeden Mitgliedstaat
- eine zentrale Stelle für Bedarfsprüfungen (es werden auch Arbeitskräfte gebraucht)
- ein Auswahlzentrum z.B. in den Exklaven, wo die potentiellen Einwanderer sich anmelden können, und dann entsprechend denn obigen Regeln akzeptiert oder zurückgewiesen werden

Kurzum, einen legalen Weg, in die EU einzuwandern. Nur das wird die illegale Einwanderung kurzfristig eindämmen.

Wir Menschen gehören alle einer Spezies an

Welch ein Anachronismus in einer globalisierten Welt die Menschen durch Grenzen voneinander zu trennen. Alle Grenzen sollten abgeschafft werden. Dann hätten wir auch nicht diese Flüchtlingsdramen bei der immer wieder Menschen sterben, nur weil sie von einer Seite des Zauns auf die andere wollen.

@ostmann

Ich spreche nicht von Entwicklungshilfe im Sinne der bisherigen europäischen bzw. westlichen Unterstützung, welche sich in milder Wohltätigkeit und Ausschüttung von irgendwelchen Finanzmittel ergeht, sondern dem Ausbau der dortigen Infrastruktur mittels europäisch-afrikanischer Joint-Ventures, ähnlich dem chinesischen Ansatz. Die westliche Entwicklungshilfe hat lediglich dazu geführt, dass sich die korrupte Politiker bereichern konnten, afrikanische Unternehmen aufgrund der (Kleider)Spenden nicht mehr wettbewerbsfähig waren und sich viele Afrikaner ihrem Schicksal ergeben haben. Hilfe zur Selbsthilfe sollte aktivierend und mobilisierend sein und zwingend eine Anstrengung der dortigen Bevölkerung voraussetzen.

@Ostmann

Mehrere Billionen US$ Entwicklungshilfe? Zunächst halte ich die Zahl für deutlich zu hoch, oder haben Sie Belege? Zum anderen kenne ich deutsche Hilfsorganisationen dort, die dieses Geld als erstes für neue Mercedes-SUVs ausgeben für die deutschen Mitarbeiter vor Ort. Der geringste Teil des Geldes bleibt wirklich in Afrika oder hilft den Menschen dort.

@Lucy Latex

Ein kleines Gedankenspiel: Wir schaffen alle Grenzen und alle Grenzposten ab. Was passiert? Alle armen Menschen dieser Welt hoffen auf ihr Glück und werden sich in einer riesigen Wanderungsbewegung in Richtung gelobtes Land begeben. Wir könnten uns nun der Menschheitsgeschichte bedienen und unter dem Kapitel der Völkerwanderung, einem der düstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte, nachschlagen, was dies für Auswirkungen haben könnte. Oder wir strengen unseren Verstand an und beziehen das menschliche Wesen in unsere Betrachtung mit ein. Jeder sollte mittlerweile erkannt haben, dass der Mensch beim Kampf um Ressourcen, Wohlstand und Land zu allen Schandtaten bereit ist. Was wäre nun die logische Konsequenz aus der Abschaffung der Grenzen? Die hiesige Bevölkerung würde versuchen gewaltsam ihren Besitz gegen die einfallenden Armen zu verteidigen, während die Armen versuchen würden gewaltsam den Besitz der Reichen zu rauben.

@ ThinkTwice

Schon klar, daß das jetzt so einfach auch wieder nicht ist.

Aber eben - auch ohne jetzt die genauen Details der zugegebenermaßen langen Geschichte zu kennen - diese Gebiete wirken auf mich schon als letzte Reste des Kolonialismus und somit etwas überholt.

Ich bin da einfach von dem Gedanken getragen, daß man vielleicht doch im Zuge einer Art "Flurbereinigung" einfach mal einiges bereinigen könnte. Das würde das Eine oder Andere vielleicht doch etwas einfacher machen. Dazu gehören auch viele andere historisch gewachsene Sonderfälle wie z.B. Gibraltar. Viele dieser Sonderfälle bieten einfach viel mehr Konfliktstoff, als sie es wirklich Wert zu sein scheinen. Einfach mal einen Schlußstrich ziehen.

@Werner40

Sehr zutreffender Kommentar, gegenwärtige Prognosen gehen von einer Vervierfachung der Bevölkerung in Afrika von gegenwärtig 1 Milliarde auf 4 Milliarden innerhalb der nächsten 50 Jahre aus, mit entsprechender Potenzierung der Flüchtlingsströme und Zerstörung letzter verbliebener natürlicher Lebensräume für Wildtiere und Pflanzen. Sinnvoll ist die Arbeit der Stiftung Weltbevölkerung, Hannover, die gezielt Familienplanung, Sexualaufklärung Jugendlicher und den Zugang zu Verhütungsmitteln fördern.

Migration ist Menschenrecht

Was viele nicht wahrhaben wollen, aus Angst, Unkenntnis oder Menschenfeindlichkeit ist, dass Einwanderungsbeschränkungen jeglicher Art inkompatibel mit der Idee der Menschenrechte sind.

Fakt ist, wer Einwanderung verhindern will muss Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft verfolgen, gefangen halten und zwangsdeportieren. Auch Frauen, Alte und ganz besonders Minderjährige. Da führt kein Weg dran vorbei, wenn man Einwanderung illegalisiert.

Jetzt werden einige sagen "Ja aber sie haben doch kein Recht auf Freizügigkeit". Nein. Aber man kann nicht einfach so die Menschenrechte auf körperliche Freiheit/Unversehrtheit außer Kraft setzen. Und Nein, Gesetze reichen dafür nicht. Holocaust, Apartheid, Rassentrennung in den USA und viel anderes Unrecht war alles gesetzlich und zum Teil "demokratisch" "legitimiert".

Entscheidend ist die Begründung dahinter. Und derzeit ist die Begründung für diese Verstöße in Deutschland die blanke Bequemlichkeit. Das reicht einfach nicht.

@truthforfuture: Unsinn über Entwicklungshilfe

Also erstmal: Mir ist nicht eine Situation bekannt, in der die Vorhersage von Einwanderungsbewegungen unterschätzt wurde. Wann immer der Untergang des Abendlands durch Polen, Tschechen oder wem auch immer angesagt war, ist er ausgeblieben. Die Wanderlust selbst armer Menschen wird grundsätzlich überschätzt.

Und dann gibt es auch noch ein paar andere unbequeme Fakten: Der Grund für die "Bevölkerungsexplosion" in Afrika ist nicht eine steigende Geburtenrate (sie befindet sich im freien Fall...) sondern verringertes Leiden und Sterben in Afrika. Das kann man ohne gezielten Völkermord nicht verhindern, und das fordert hier hoffentlich niemand.

Verhütungsmittel und Sexualaufklärung fördern der Wohlstand, aber sie senken - wissenschaftlich in der Praxis betrachtet - weder die Geburtenrate noch das Wachstum.

Aber da Deutsche von Entwicklungshilfe nur zwei Wörter verstehen, nämlich "Hunger" und "Bevölkerungswachstum", ist dafür natürlich mehr Spendengeld zu gewinnen!

Illusionen Die jungen Männer

Illusionen
Die jungen Männer aus Afrika, die den Boden in Melilla und Ceuta küssen, sie glauben sich am Ziel. Es wird alles besser, und sie können Geld in Europa verdienen, und es an ihre Familien in Maki, Kamerun oder Eritrea schicken. Die Meisten von uns wissen, dass sie ein feindliches Europa voller Ausbeutung und Verteilungskampf unter den Armen erwartet. Denn Arme werden sie auch im reichen Europa bleiben.

@ megaschotte - strategische Bedeutung

na ja .... ich bin wirklich kein Militärexperte ....

aber ist es angesichts der heutigen Technologie wirlich noch so relevant, daß ich mich mit einem Fernglas auf einen Felsen hocken kann und die vorbeifahrenden Schiffe beobachten kann? Gibt es da zur Kontrolle nicht ganz andere Mittel?

Spanien und UK sind beide in der EU. Zur Not kann man einen unbefristeten Pachtvertrag für eine Militärbasis abschließen ... die man unter Freunden ja auch gemeinsam nutzen kann. Oder ... oder ... oder ....

Gibraltar is weit weg von London .... was wollen die Enländer noch da .... man sitzt auch nicht am Bosporus, Suezkanal, und anderswo. Hongkong wurde aufgegeben.

@ Freiheitsstatue 21:02

Wirklich - fangen Sie jetzt damit an? Ich würde Ihnen jetzt hier widersprechen weil ich die Situationen für nicht vergleichbar halte ... aber lassen wir doch bitte die Diskussion um die Krim in den jeweiligen Foren.

@Freiheitstatue

In Gibraltar standen auch keine spanischen oder englischen Truppen vor den Wahllokalen. Es wurde _absolut_ frei entschieden. Was man beim Krim-"Referendum" _absolut_ nicht behaupten kann.
Krim ist ganz klar eine militärische Annexion.
"Bleibt zuhause in euren Staaten. Dort könnt ihr genauso etwas verbessern wie in der Fremde. Anstatt als Ungelernte unsere Systeme zu überlasten und hier afrikanische Sitten einzuführen".
Natione Grenzen mit Gewalt zu ändern oder zu stürmen ist illegal.

@grms1

Freiheit ist das Recht für den Menschen, aber es gibt orte, Freiheit ist schwer zu erreichen. Ich wünschte, es gäbe einen gemeinsamen Sinn zu behandeln menschen nach ihren Fähigkeiten und nicht ihr Glück.

@ AK - Migration als Menschenrecht

Na ja .... wenn ich mir jetzt mal die "Träumer-Brille" aufsetze, würde ich jetzt auch sagen, daß globale Freizügigkeit eigentlich ein Menschenrecht sein sollte. Es sollte mir wirklich freigestellt sein ob ich am Nordpol, Südpol oder Äquator leben will, solange ich da aus eigener Kraft hinkomme, und dort überleben kann. Schließlich hat der liebe Gott ja nur Berge, Flüsse, Seen und Meere aufgestellt, aber keine Grenzzäune willkürlich in die Landschaft gesetzt ...

Was mache ich aber, wenn da wo ich mich gerne niederlassen möchte schon jemand anderes sitzt, der lieber alleine gelassen werden will, und im Umkreis von 5km niemanden duldet?

Spätestens ab da brauchen wir Regeln, damit der Streit um das schattige Bäumchen nicht regelmäßig in Mord und Totschlag ended .... leider haben's unsere Nationalstaaten etwas weit getrieben.

Allerdings gibt es auch in der Tiewelt viele Spezien die ihre Territorien verteidigen. Insofern sollten wir uns nicht allzu sehr schämen.

Um zum Thema ...

... zurückzukehren: Es ist so, das im europäischen Parlament erstaunlicher Konsens bezüglich der Notwendigkeit einer regulierten, legalen Einwanderung besteht. Wer sich hier querstellt sind die Mitgliedsstaaten, obwohl es auch dort schon Initiativen gab, z.B. von Schäuble und Hollande:

hxxp://www.taz.de/!125117/

Und auch Martin Schulz hat sich kürzlich dazu geäußert:

hxxp://kurier.at/politik/eu/europa-schulz-system-fuer-legale-zuwanderung/31.563.870

(Zitat:) "Man könnte sich etwa folgende Regelung vorstellen: Interessierte Zuwanderer tragen sich in eine Liste ein, nach bestimmten Kriterien wird entschieden, ob jemand kommt oder nicht. Dieses Recht sollte Europa langfristig für sich reklamieren. Dann muss EU-intern gelöst sein, wie viele kommen können und wo sie hin sollen."

Das ist die notwendige, pragmatische Herangehensweise. Und gerade die Exklaven können hier eine wichtige Rolle spielen, weil man dort sortieren kann, ohne die Menschen gleich direkt nach Europa zu holen.

@bouleazero

Wo kommen denn Ihrer Meinung nach die reichen Länder her? Irgendjemand muss doch einmal dafür gearbeitet haben.
Mal als kleine Anmerkung: Vor knapp 70 Jahren sah es in Europa, insb. Deutschland, auch nicht besonders rosig aus.

Europa kann Afrika nicht helfen - nicht auf die Schnelle

Mein Gott, wir waren 2008 knapp einem wirtschaftlichen Zusammenbruch entkommen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist immer noch in vielen Teilen Europas nicht in den Griff zu kriegen. Wir sind weit davon entfernt, Europa in die schwarzen Zahlen zu buxieren.

Das Hauptproblem in vielen Gebieten der dritten Welt ist die Bevölkerungsexplosion. Eine endliche Fläche wie die der Erde kann nicht eine unendliche Anzahl Menschen aufnehmen. Eine unkontrollierte Bevölkerungszunahme führt zwangsweise zu Ressourcen-Knappheit, in Afrika ebenso wie in Europa.
Wenn Europa alle Afrikaflüchtlinge aufnähme hätte das nur zur Folge, dass Europa in 50 Jahren genauso schlecht dran ist wie Afrika heute. Das ist simple Mathematik.

Diese Menschen aufzunehmen löst nicht das Problem, es verlagert es nur auf europäisches Terrain.

Völkerwanderungen haben Reiche zerstört, die zuvor viele 100 Jahre existiert haben - und das können sie heute genauso wie damals.

Es hilft nichts - wir müssen die Grenzen dicht machen.

@ TripleA

Ich habe mir noch nicht die Mühe gemacht Ihre Quellen zu lesen.

Was mich meist stört, sind die "Kriterien". Die werden meist egoistisch definiert: die gut Ausgebildeten will man für die eigene Wirtschaft haben, die anderen nicht. Damit beraubt man aber die Herkunftsländer ihres Humankapitals die man eigentlich dort dringenst für die Entwicklung braucht, damit die "anderen zehn Unterprivilegierten auch zu Hause bleiben können."

Aus humanitären Gründen vielleicht doch lieber die Unterprivilegierten hier her holen. Z.T. für den Niedriglohnsektor. Damit arbeitsintensive Dinge wie Straßenbau, Pflege, bezahlbar bleiben. Zynische Ausbeutung? Vielleicht! Aber im Herkunftsland geht es ihnen ja auch nicht besser. Man kennt das ja schon von Osteuropäern. Aber diesmal wäre Lohndumping gewollt - mit gewissen sozialen Mindeststandards gegen perverse Exzesse.

Ich behaupte nicht, das alles zu Ende gedacht zu haben .... nur mal eine andere Sichtweise

Unsere Gesetze sind das Problem

Was da an Europas Grenzen brandet sind Wirtschaftsflüchtlinge ohne jeden Asylanspruch. Da ist die Rechtslage relativ klar.
Problematisch sind die Gesetze für die Prüfung des Sachverhaltes. Diese müssen in einer Weise angepasst werden, damit man der sich zuspitzenden Situaton gerecht wird. Sprich: Es muss möglich sein, diese Menschen im Schnellverfahren abzuweisen - erst recht wenn sie sich mit Gewalt gegen Menschen Zugang verschafft haben.

Wir haben in Europa gerade im Süden schon für die eigenen jungen Frauen und Männer nicht annähernd genug Jobs - Und diese Menschen haben meist eine solide Ausbildung.

Wir können diese afrikanischen Menschen nicht in unsere Gesellschaft integrieren(Hartz4 ist keine Integration!). Erst recht nicht alle die gerne kommen würden. Bisher kommen nur deshalb so wenige, weil die Hürden hoch und die Aussichten schlecht sind. Ändert sich das wird Europa in der Krise auch noch von Migranten überrannt, die keine Chance auf Integration haben.

@spetzki

Werter spetzki, die Grenzen sind dicht. Diese Nachrichten sind Nachrichten über Menschen, die trotz allem -- trotz Zaun, Mauer, Kamera und eigentlich allem außer einem Schießbefehl -- nach Europa gelangen.

Letzteren können Sie natürlich gerne geben. Wenn Menschen sich mit Gewalt etwas nehmen, hilft im Zweifel nur Gewalt dagegen. Menschen erschießen, Boote auf dem Mittelmeer versenken. Das ist die letzte Konsequenz der Forderung nach "keine Zuwanderung, um keinen Preis". Ich bin dazu nicht bereit.

Und nachdem also diese Möglichkeit ausfällt, ist die logische Folge, dass wir eine aktive Zuwanderungspolitik brauchen. Es braucht eine Sollbruchstelle (die, wie weit auch immer entfernte, Chance auf eine legale Einreise), um die ungeregelten Explosionen (Stürmen von Mauern) in den Griff zu kriegen.

Einerseits "keine Einwanderung" zu fordern, aber andererseits die Konsequenzen aus dieser Logik nicht zu akzeptieren ist genau das Problem der nationalen Politik.

@19:35 von epikouros

"um in der EU Geld zu verdienen" - netter Einfall. Sollten das etwa die hierzulande gesuchten "qualifizierten Fachkräfte" sein ?
Nein, es kann niemand ernsthaft dafür sein, daß die Milliarden - denn das wäre die logische Konsequenz - Menschen, die ohne Schuld "im Elend geboren zu sein" alle nach Europa kommen. Bei DEM "Einreiseverfahren" verspricht das heiter zu werden.
Da sind wir wohl einer Meinung.

@wzms00

Ich behaupte nicht, dass es nicht (zum Teil) egoistisch ist. Ich habe auch kein Problem damit. Wenn im Zuge eines revolutionären Umsturzes in einem Land gut ausgebildete Menschen fliehen müssen, sollten sie hier herzlich willkommen sein. Wir können sie brauchen.

Mich stört im Gegenteil, dass trotz dieser Vorteile (= egoistische Gründe) bei uns Ablehnung vorherrscht. Der syrische Arzt, der hier nicht arbeiten darf oder Taxi fährt, ist mutwillige Vernichtung von Wirtschaftskraft.

Zu dem Rest: Es gibt die Praxis, dass in Südspanien die Illegalen morgens aus den Lagern auf Plantagen gekarrt werden, dort arbeiten, und abends wieder zurück. Das gehört natürlich legalisiert, und in diesem Sinne meinte ich die zentrale Bedarfsprüfung. Wenn spanische Plantagen als Bedarf 10.000 Arbeiter von März bis Oktober melden, kriegen 10.000 für diesen Zeitraum eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. Einreise über Ceuta und Melilla, keine überfüllten Boote, alles streng kontrolliert, geregelt und legal.

Konsequente Rückführung

Diese jungen Männer haben sich des illegalen Grenzübertritts schuldig gemacht und gehören nach Marokko zurückgeführt. Wenn man konsequent dementsprechend handeln würde, könnte man sich meterhohe Grenzzäune sparen. Konsequente Rückführung mindert die Anziehungskraft für Wirtschaftsflüchtlinge.

@ Bürokratenchinese

"Wir sollten uns was schämen, die armen Mitmenschen so zu diskriminieren, nur weil sie aus Afrika sind.
Aber wir reichen Europäer machen denn mal gerne Urlaub da unten, wo es so günstig für uns ist.
Was für eine Welt ist das?"

Das ist eine ungerechte Welt! Klamotten gibt es günstig aus Südostasien, Rohstoffe von überall her, die dann oft bei uns "veredelt" werden. Natürlich ist das nicht gerecht, aber wollen Sie das WIRKLICH ändern? Vorsichtig geschätzt, würde eine gerechte Verteilung des Wohlstandes bedeuten, dass sich unser (deutscher) Wohlstand auf ein Drittel oder Viertel reduziert. Ich möchte das nicht, mit diesem Egoismus und schlechtem Gewissen kann ich jedoch leben. Zudem glaube ich nicht, dass Sie bei Ihrem letzten Afrikaurlaub dicke Geldbündel verteilt haben oder?

@ kniefall 23:27 - Konsequente Rückführung

"Konsequente Rückführung mindert die Anziehungskraft für Wirtschaftsflüchtlinge."

Tut es das wirklich?

Sicher, wenn man natürlich diejenigen die es schaffen einfach in das nächste Lager spazieren läßt und somit quasi belohnt, dann wird sicherlich der falsche Anreiz gesetzt.

Die konsquente Rückführung alleine tut's aber auch nicht.

Wenn es keine andere Konsequenz gibt als die Rückführung, dann probieren sie es am nächsten Tag halt einfach wieder .... Das verkommt dann einfach zu einem unendlichen Hin-Und-Her-Spiel. Tag für Tag, Nacht für Nacht.

Dieses Spiel haben die an der US-mexikanischen Grenze auch lange Zeit gespielt. Bin nicht sicher ob die daran mittlerweile was geändert haben.

Aber welche Konsequenzen soll man jemandem androhen, der sowieso nichts zu verlieren hat? Auch im Gefängnis gibt's wenigstens was zu essen.

ich denke

an Band Aid und da an den deutschen Beitrag auf der Domplatte. Ich denke an Udo Lindenbergs Rede und dass, das Geld das bei diesem Gig reinkommt nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, um unsere Schulden zurück zu zahlen.
Nicht nur Spanien oder Italien haben da ein Problem, sondern Gesammteuropa.
Und solange wir nicht aufhören nur an Profit zu denken werden die Flüchtlingströme auch nicht aufhören.

@ Bürokratenchinese

"ist dieser 7 meter hohe Zaun!

Wir sollten uns was schämen, die armen Mitmenschen so zu diskriminieren, nur weil sie aus Afrika sind.

Aber wir reichen Europäer machen denn mal gerne Urlaub da unten, wo es so günstig für uns ist.

Was für eine Welt ist das?"

(1) der Zaun ist nur das Symptom und Symbol für ein ungelöstes Problem.
(2) wir diskriminieren nicht weil sie aus Afrika sind, sondern weil sie Armutsflüchtlinge sind, und davon gibt es mehr als wir glauben aufnehmen zu können; das kann man so sehen oder auch nicht
(3) wir sollten mehr Urlaub dort unten machen. Das schafft Arbeit und Einkommen dort, womit sie dann investieren oder auch wieder bei uns einkaufen können ohne sich heillos zu verschulden - das ist eine bessere Entwicklungshilfe als die Leute hierher zu bringen; außerdem wollen die meisten Flüchtlinge ihre Heimat gar nicht verlassen
(4) die Welt ist ungerecht und das wird sich auch nie ändern weil "Gerechtigkeit" sehr subjektiv sein kann

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