Kommentare - Studie: Jede dritte Frau in der EU Opfer von Gewalt

05. März 2014 - 02:08 Uhr

62 Millionen Frauen in der EU haben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren müssen. Das geht aus einer großangelegten Studie der EU-Grundrechte-Agentur (FRA) hervor. Fast ein Viertel aller Befragten wurde zu Hause Opfer - durch den eigenen Partner.

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Kommentare

Gewalt

ist etwas schreckliches! ... dennoch, auf was stützt sich sich diese Studie? ... wenn Frauen zB. behaupten ihnen sei Gewalt angetan worden, so wird ihnen grundsätzlich geglaubt, selbst wenn ihre Darstellung garnicht möglich ist ( selbst Erfahren).
Das ist dann aber Gewalt gegen den angeblichen Täter!

aha

Nur 22% haben Gewalt erfahren, obwohl schon ein einziges mal geschubst werden zählen würde?
.
Na super, ich wär schon in der Statistik wenn ich nur einmal einkaufen gehe oder mit dem Bus fahre.

Männer, wir müssen uns ändern.

Für viele Männer ist ihre Gewalt "normal". Sie nehmen sie nicht als problematisch wahr und empfinden eine Konfrontation damit, wie zum Beispiel einen Bericht über diese Studie, als Angriff auf ihr Selbstbild als "normale Männer." Ihre ausgeübte Gewalt gegenüber Frauen und Kindern relativieren sie mit eigenen Gewalterfahrungen.

Darüber kann ich mich aufregen. Ich kann mich aber auch darüber freuen, dass mit dieser Studie ein gesallschaftlicher Prozess in Richtung Geschlechtergerechtigkeit ein Stück weiterkommt, der mit dem Bewußtwerden der untragbaren Situation vieler Frauen und Mädchen - und zwar vor allem bei Männern - beginnt.

Wer im Glashaus sitzt . . .

Wir brauchen nicht das Haupt erheben, schaun, wo woanders es noch schlimmer ist !
Wenn wir die Ursachen, der Gewalt, bei uns nicht lösen, brauchen wir und Welt weit uns nicht zu Wort melden.

und schon jammern die Maenner...

Die obige Behauptung, dass Frauen grundsaetzlich geglaubt wuerde wenn sie Gewalt oder Belaestigung thematisieren, auch wenn das nicht stimmen wuerde, ist das beste Beispiel dafuer, dass dem nicht so ist. Meine Erfahrung: "Nun hab dich doch nicht so, war doch nichts schlimmes!"
- Nur durch diese verdammte Toleranz gegenueber "harmlosen" Grenzueberschreitungen existiert immer noch ein Klima, in dem Maenner regelmaessig glauben, Vergewaltigungen praktizieren zu koennen!

re 02:47 von MarkSchakal - Gewalt

. . . ist nicht nur die physische gemeint.
Und meist, nur die, wird, wenn sie nachgewiesen werden kann, geahndet.
Psychische und seelische Gewalt ist in beiden Richtungen grausam.
Wird sie gesellschaftlich geahndet ?
Gerecht ?

@ mokky - Männer, wir müssen uns ändern

Volle Zustimmung!

Ich hoffe ich habe mich schon ein wenig geändert. Ich war immer stolz darauf "gewaltfrei" zu sein und noch nie im Leben einen anderen Menschen geschlagen zu haben. (Ehe jetzt einer denkt, das wäre Wunder wie nobel - das liegt ganz einfach daran, dass ich ein wenig kürzer geraten bin als die meisten Jungs und Männer und bis heute noch niemanden gefunden habe, gegen den ich eine Prügelei gewinnen könnte).

Aber irgendwann (nach einer ruinierten Ehe) habe ich begonnen zu begreifen, dass verbale Gewalt genauso weh tun kann - wenn nicht gar noch mehr, und dass ein Partner durchaus Angst vor einem haben kann, auch wenn man noch nie die Hand erhoben hat. Das Erheben der Stimme reicht da oft aus.

Also: Ja! Ich habe ganz bestimmt gegenüber einem Drittel aller Frauen, mit denen ich zu tun hatte, gewaltsam reagiert, wenn auch "nur" verbal.

Ich habe zum Glück im reifen Alter trotzdem noch eine wunderbare Familie gefunden, die mir heute eine Chance gibt, das wieder gutzumachen.

Vorsicht wer hier die Studie

Vorsicht wer hier die Studie anzweifelt hat wohl noch nicht begriffen, ich glaube das es sehr gut der Wahrheit entspricht! und wir müssen nicht nur in Muslimische oder Osteuropäische Staaten, Balkanstaaten schauen um ei.fache Gewalt zu finden, Nein, hier mitten unter uns!!! Fragt mal Kinderärzte, wie die Kleinsten aussehen!!! Jedes 5te Kind und das ziehtsich quer durch die Deutsche Gesellschaft, schrecklich!!! Nu wie damit umgehen oder gar den Opfern helfen, ein Patent gibt es nicht. Menschliche Nähstenliebe, auf einander achten, Freunde und Ehrlichkeit.....das wird verdammt schwer!!!

Irgendwann...

... muss man auch mal die Definitionen hinterfragen:
.
- jede 2. Frau sexuell belästigt.
- jede 3. Frau Opfer von Gewalt.
- "Frauen sind nicht sicher auf den Straßen, am Arbeitsplatz und schlussendlich auch nicht zu Hause"
.
Das kommt mir vor, wie als mir neulich jemand erzählen wollte, Deutschlands Straßen seien so gefährlich, man könne gar nicht mehr nachts durch eine Großstadt laufen - mache ich da die richtigen Umfragen dazu komme ich sicher auch zu dem Ergebnis, dass dem so sei und alles immer schlimmer werde.
.
Der entscheidende Satz ist:
"Angaben zu Übergriffen und die tatsächlich ausgeübte Gewalt stimmten nicht immer überein."
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Sorry, aber die Studie sagt... so gut wie gar nichts!
.
.
@mokky
"gesallschaftlicher Prozess in Richtung Geschlechtergerechtigkeit"
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Wenn es um Gerechtigkeit geht, wer interessiert sich für die Gewalt, die mir schon oft widerfahren ist, worunter Haare ziehen und Schubsen nicht einmal nennenswert wären? Klar, niemand, per Geschlecht bin ich ja Täter...

Habe selbst in der Familie

Habe selbst in der Familie erlebt was Gewalt bedeutet, aber am schlimmsten fand ich was man allgemein als "Psychoterror" bezeichnet. Da kann man kein blaues Auge oder gebrochene Rippen vorzeigen. Wer den anderen schlecht behandelt, psychisch und seelisch "fertigmacht" gehört genauso bestraft wie einer der schlägt.

Das laesst ja tief blicken

zum Beispiel in Hinblick auf andere Erdteile, in denen solche Statistiken nicht gefuehrt werden. Denn die allgemeine Bereitschaft zu Gewalt ist wahrscheinlich gleich, menschlich eben, - aber Kultur im weitesten Sinne hemmt oder unterstuetzt diese. Wenn also schon bei der Kultur der EU eine derartig schlechte Wertung auftaucht - na dann gute Nacht erst recht woanders. Andererseits (!) halte ich eine EU weite Statistik fuer eher populistisch denn wirklich aussagekraeftig, denn in der EU sind selber (zum Glueck noch) gewaltige kulturelle Untertschiede anzutreffen. Bleibt nur eine Diskussionsanregung uber Gewalt im allgemeinen uebrig, aber keine echte Grundlage fuer vergleichende Bewertung. Schubsen nebenbei wirtd schon in der Schule beigebracht. Spaeter nennt man es Ellbogen. Dann pappt man das Wort Gesellschaft dran. Dann wird abgemildert mit "gesunder Egoismus". Dann kaeme eine tiefere Gesellschaftskritik... die aber kommt nicht. Bleibt also alles wieder beim Einzelnen haengen.

Alle Studien Quatsch?

Viele Deutsche glauben nur, was sie selbst glauben. Und wenn schon die Pisa-Studie als Blödsinn abgetan wird, dann doch wohl erst recht diese zu Gewalt an Frauen. Klar, die Studie ist nix für Warmduscher, die es völlig OK finden, wenn aufm Karneval alte Knacker meine 17-jährige Tochter, die ein Ganzkörperkostüm trägt, ansülzen, dass sie am Karneval Frischfleisch sehen wollen. Das ist zwar keine dirkete Gewalt, aber es ist widerlich, denn welches junge Mädel hat Bock auf solche dampfenden Bierwampen?

Leider geringe Aussagekraft

Da meist ausschließlich die subjektive Wahrnehmung zählt werden z.B. Länder mit einer hohen Akzeptanz von Gewalt/Übergriffen bevorzugt! Die Zahlen lassen kaum Schluss auf Opferzahlen zu. Genaugenommen geben sie das Verhältnis von ANSPRUCH ZU REALITÄT wieder.

Problematisch wird dieses zusammen mit der Weitreichenden Definition, z.B. von Sexueller Belästigung. Aus der Studie: "unangemessene Einladung zu einem Date", "anzügliches grinsen" oder "Starren".

Die Studie bewertet in ihrer Zusammenfassung solche Vorkommnisse genauso wie ungewolltes Küssen und Anfassen. Da meist nur aus der Zusammenfassung zitiert wird und nicht aus den 200 Seiten Bericht wird das Bild ziemlich verzerrt.

Das fehlen von Informationen zu "Tätern" macht Ursachenforschung und Prävention fast unmöglich.

Schade, gerade die aufwendige persönliche Befragung hätte viel mehr ermöglicht. Bei vielen Themen hätten auch Männer befragt werden können - mindestens als Vergleichsgruppe.

@Sasquatch

"Das Erheben der Stimme reicht da oft aus.
Also: Ja! Ich habe ganz bestimmt gegenüber einem Drittel aller Frauen, mit denen ich zu tun hatte, gewaltsam reagiert, wenn auch "nur" verbal."
.
Ich finde es ja löblich, wenn Sie das als Definition für sich bestimmen, aber als Maßstab für Gewalt geht mir das viel zu weit.
Wenn bereits das Erheben meiner Stimme als Gewalt gewertet werden soll, ist mir das eine zu starke Entfremdung von Körperlichkeit - die nunmal auch zum Menschen gehört.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob es so sehr gesund ist, sich quasi absolut von seinen physischen Äußerungsformen zu lösen, denn darauf läuft es hinaus wenn vom leichten Anschubsen bis zum Erheben der Stimme alles als Gewalt gewertet wird.

Der Artikel ist etwas zu kurz

Der Artikel ist etwas zu kurz gefasst denk ich um wirklich schlau daraus werden zu können. Dass in Skandinavien zb 50% der Frauen Opfer von sexueller Gewalt geworden sind halt ich für unglaublich - aber durch die Assange-Sache damals erinner ich mich düster daran, dass in Schweden zb schon so Sachen wie Sex ohne Kondom als Vergewaltigung gelten oder dass eine Frau einvernehmlich Sex haben kann, und wenn sie sich später erst überlegt dass sie das doch lieber nicht gehabt hätte, auch das als sexuelle Gewalt gegen sie gilt. So ungefähr jedenfalls - irgendwie hat das ne andere Defition/Dimension als hier.

Ob Europa jetzt besonders frauenfeindlich ist lässt sich wohl auch eher durch nen Vergleich sagen. Ich bin mir ziemlich sicher dass weit mehr Männer Opfer von (nicht sexueller) Gewalt werden, zumindest außer Haus. In der Schule und in Kneipen etc hab ich zb ausschließlich Gewalt gegen Männer/Jungs erlebt, zb wie Schwule oder Ausländer verprügelt wurden und ähnliches.

@DeHahn

"wenn aufm Karneval alte Knacker meine 17-jährige Tochter, die ein Ganzkörperkostüm trägt, ansülzen, dass sie am Karneval Frischfleisch sehen wollen"
.
Das ist nun auch Gewalt?
Klar ist das nicht höflich, aber dass tausende Menschen sich gnadenlos besaufen und dann nicht mehr so verhalten wie nüchtern finde ich auch widerlich, aber es ist keine Gewalt, vielmehr für mich ein Grund solche Veranstaltungen zu meiden.
Also widerlich ja, aber nicht zum Thema dieser Studie passend...

Danke...

...meine vollste Zustimmung zu diesem Beitrag!!!!

Miserable journalistische Arbeit!!

Dieser abgeschriebene Bericht einer EU-Kommission ist ein wunderbares Beispiel für die qualitativen Defizite mancher journalistischen MitarbeiterInnen der Tagesschau-Redaktion. Gerade in diesem Fall benötigen die Leser genauere Definitionen zu den Formen der Gewalt, ob umgekehrt auch Frauen gegen Männer aktiv werden und durchaus auch Wertungen zu den einzelnen Sachverhalten. Natürlich würde das wieder „manipulieren“ – aber es ist eben manchmal notwendig die Mitmenschen zum Nachdenken anzuregen …
Beispielsweise kann verbale Gewalt tiefgehender verletzen als körperliche Gewalt und hinterlässt dabei keine äußerlichen Verletzungen oder Spuren. Im täglichen Leben wird frau/man immer wieder einmal geschubst, wenn es auf Märkten oder in den öffentlichen Bahnen (Verkehrsmittel verkneife ich mir hier …) eng wird.
Jetzt könnt ihr meinen Kommentar verwerfen, wie ihr das schon öfters gemacht habt. Schließlich müssen Kommentare ja „euren“ Spielregeln gerecht werden …

Interessant wäre ja auch gewesen,

wenn diese umfangreiche Befragung auch ethnische und religiöse Hintergründe beleuchtet hätte.
Oder warum kommt Polen da so gut weg.

@ Attlas

Ich habe lange genauso gedacht wie sie. Aber denken Sie mal an Folgendes: Wir können uns körperliche Schmerzen nicht in Erinnerung rufen. Ich kann mich zwar daran erinnern, dass ich mal Zahnschmerzen hatte, aber das Schmerzgefühl selbst kann ich nicht reproduzieren. Es tut also nicht mehr weh.

Ich habe aber erlebt (und es leider selbst praktiziert), dass man einen Menschen mit den "richtigen" Worten so K.O. schlagen kann, dass echt die Luft wegbleibt und Panikattacken einsetzen. In diesem Falle tut der psychische Schmerz genauso weh, wie der physische. Und der Hammer ist: Diesen Schmerz können Sie auch 20 Jahre später noch mal mit genau derselben Intensität wiedererleben. Das Langzeittrauma nach psychischem Missbrauch ist weit schlimmer, als nach physischem.

Wohlgemerkt: Ich rede hier nicht davon, sich mal kurz und kräftig anzubrüllen, sondern von dem ganz gezielten Einsatz von Worten, um andere Menschen zu verletzen.

Leider weiß ich nur zu genau, wovon ich da rede.

schockiert

Ich bin wirklich schockiert über so manche Aussage hier. Das zeigt doch, wie sehr Gewalt akzeptiert ist oder einfach nicht wahr genommen wird.
Ein jahrelanger barscher Ton, der zu Angst bei den anderen Familienangehörigen führt, ist genauso Gewalt wie körperlicher Angriff. Das kann für das ganze Leben schädigen. Wenn man die Verursacher (kann auch die Mutter oder Oma sein) endlich darauf anspricht, dann kommt ein weinerliches "ich hab doch immer alles für euch gemacht".
Am Arm gezerrte oder angebrüllte Kinder wird häufig mit Wohlwollen quittiert. Endlich hat mal jemand sein Kind im Griff...
Ich hab Frauen erlebt, die brutal von ihren Männern vergewaltigt wurden. Es fiel ihnen Jahre später erst auf. Sie dachten, das sei normal und sie interessieren sich eben nicht so sehr für Sex. Er hat ja schließlich seine Bedürfnisse...
Beim Betrachten dieser Befragung darf man nicht vergessen, dass es vielfach auch um unterschiedliche Wahrnehmungen geht. Gewalt ist nicht Gewalt!

Eindeutige Definition von Gewalt?

Wenn diese Zahlen stimmen wäre das höchst alarmierend. Wobei allein die Sache mit Skandinavien dermaßen unglaublich ist das man diesen Artikel eher als Propaganda abtun kann.

Ist es schon Gewalt wenn man als Mann eine aufreizend gekleidete Dame etwas länger anschaut? Die Art von Frauen die Männer möglichst reizen wollen um ihr Selbstvertrauen aufzubauen, sich aber dann bei den Freundinnen beschweren das sie angegafft oder gar -oh Gott- angemacht wurden?

Ist jede -wenn auch nur leicht anzügliche- Bemerkung als Gewalt zu sehen?

Komme ich in diese Statistik wenn im im vollbesetzten Zug leichten körperlichen Kontakt zu Frauen nicht vermeiden kann?

Zur Gewalt griff ich bisher nur im Notfall, aber gegenüber Frauen noch nie.

Auch kenne ich genügend Frauen die aus dieser Statistik völlig rausfallen.

Nein, diese Studie ist so unglaubwürdig das es die Glaubwürdigkeit echter Gewaltopfer in Frage stellt.

Mir wird schlecht ... von diesem "Journalismus".

Bei dem Wort "geschubst" musste ich lachen und habe diesen Artikel in die Kategorie "miserabel" abgelegt.

Alleine schon die Aussage dass ein Drittel der Frauen Gewalt angetan würde ist doch unglaubwürdig ... es sei denn sie zählen Prügeleien auf dem Schulhof (was ja unter Mädchen inzwischen auch nicht mehr so unüblich ist) dazu.

Wie umfangreich war denn die Umfrage für diese Statistik? In der EU leben einige hundert Millionen Menschen und da sollten es dann doch schon ein paar Millionen Befragte sein, die es wahrscheinlich nicht gegeben hat.

Hat denn eigentlich jemand mal eine Statistik zur mentalen Unterdrückung von Männern durch nörgelnde Frauen gemacht? Es gibt nicht nur physische Gewalt, sondern auch mentale ... das merke ich hier seit Jahren.

Nicht zynisch

Ich will ja nicht zynisch herüberkommen, aber diese Zahlen sind aus meiner Sicht nur wenig beeindruckend. Eine Gewalttat ist eine Straftat und gehört demzufolge auch strafrechtlich verfolgt, und einfach nur pauschal irgendwelche Zahlen zu präsentieren sagt ja noch lange nicht aus, welche Frau konkret von welchem Mann Gewalt erfahren hat und umgekehrt. Bei solchen Befragungen kann man ja angeben, was man will; interessanter ist doch, wie oft es tatsächlich zu Verurteilungen kam. Bei Vergewaltigungen etwa wird ein Großteil der Verfahren sehr schnell wieder eingestellt ,ist damit rechtsstaatlich nicht wasserdicht und kann nicht als Beleg anerkannt werden. Außerdem kommt Gewalt auch unter homosexuellen Paaren vor, und zwar sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

warum ist auf dem Bild ein

warum ist auf dem Bild ein Mann zu sehen?

Der größte Teil häuslicher Gewalt geht von Frauen aus.

Diese richtet sich gegen andere Frauen und Männer.

Doch niemand fragt, wieviele Männer Opfer werden - und wenden die sich an die Polizei werden sie ausgelacht.

@05:04 von Attlas

muss man auch mal die Definitionen hinterfragen...

und auch schauen wer eine "Studie" in Auftrag gab, und wer sie durchführte.

Wenn ich heute schon "Studie" höre, dreht sich mir der Magen um. I.d.R. fabulieren Pseudo-Wissenschaftler das von ihrem Auftraggeber herbeigewünschte Resultat zusammen. Das Vertauschen von Ursache und Wirkung, ist wie schon häufig belegt wurde "guter Standard", bei diesen Auftrags-Schreiberlingen.

Bevor jemand eine "Studie" bemüht, rate ich zur Befreiung vom Betreuten Denken, und zur Nutzung des eigenen Verstandes.

Wenig Informationen

Die Studie scheint mir etwas undeutlich zu sein, da zu viel in den Topf geworfen wird. Es geht hier schließlich nicht nur um häusliche und sexuelle Gewaltanwendung, sondern allgemein um Gewalt. Wurde eine Frau also außerhäuslich geschlagen, so zählt sie hier rein.
Dann zählen jedoch auch mindestens 80% der Männer rein, die im Laufe ihres Lebens (vor allem in den jüngeren Jahren 16-28) auch mal verprügelt wurden.
Es wäre demnach aufschlussreicher zu erfahren, wieviele Frauen "Opfer häuslicher Gewalt", wieviele "Opfer sexuellen Missbrauchs" und wieviele in ihrem Leben draußen an die falschen Leute geraten sind.
Ich verabscheue Gewalt gegenüber Frauen, dennoch möchte ich von Studien zumindest Klarheit vermittelt und keine Verallgemeinerungen um die Ohren gehauen bekommen.

Und bitte noch eine Studie, wieviele Menschen in ihrem Leben von ungenauen Studien erschlagen wurden xD!

Einmal geschubst ....

Wow... hoffe, dass auch alle befragten Frauen einmal eine Schule besucht haben ?!? Dann wäre die angegebene Prozentzahl schon sehr niedrig... denn die Schulhofgewalt ist schon enorm ?!?

Ich frage mich wirklich ob man die Grenzen von Gewalt (körperlich und psychisch) nicht realistischer definieren sollte... insbesondere da es sich um ein gravierendes Gesellschaftsproblem handelt. Diese Studie jedoch scheint mir den ernsten Hintergrund lächerlich zu machen...

Was kommt morgen ? "Vernachlässigung von Kindern"... basierend auf der Befragung ob man stets einen Lolly bekam, wenn man einen wollte ?

Mir fehlt in der Studie jede Referenz

Der Großteil der Vorfälle bezieht sich ja offenbar auf körperliche Gewalt.

Jetzt haben ja alle Kommentatoren hier den Artikel aufmerksam durchgelesen; kann mir jemand sagen ob Frauen

- viel mehr
- viel weniger
- genauso viel

körperliche Gewalt erfahren wie Männer?

Ebenso gibt es an anderer Stelle gelegentlich Studien über Gewalt von Frauen an Männern.
Die Studie trifft überhaupt keine Aussage darüber, ob Männer oder Frauen mehr Gewalt ausüben.

Jetzt mal unabhängig vom Thema, rein von der Logik der Informationen: Ich sehe in dieser Studie keine Aussagekraft.

Ist der Mond weit weg? Kann ich nicht sagen ohne einen Vergleich. Verglichen mit der Sonne oder mit der Schweiz?

In Brasilien verdient ein Politiker im Schnitt XXX$. Ist das viel oder wenig? Unmöglich zu sagen ohne eine Referenz.

Also: Ich bin sicher, dass man das Thema Gewalt thematisieren sollte, aber Studien sollten auch deutbar sein, Fakten darstellen, nicht nur miese Stimmung machen.

@Sprechblase

vollste Zustimmung.
Was hier kommentiert wird ist teilweise sehr erscheckend.

Gewalt gegen Frauen

"Von sexuellen Belästigungen seien noch mehr Frauen betroffen als von Gewalt. Vor allem gut ausgebildete Frauen in Spitzenpositionen sprachen davon. Dies könnte aber damit zusammenhängen, dass diese Gruppe Grenzüberschreitungen besser einschätzen könne und dies auch meldet."
Ich versteh die Schlussfolgerung nicht! Wer auch immer das geschrieben hat, ein Journalist sollte der deutschen Sprache doch Herr sein!

Hier gibt es Stimmen, die denken, die genannte Anzahl der Geschädigten sei zu hoch, weil es Länder gäbe - auch in der EU - da zähle Sex ohne Kondom schon zu Gewalt.
35% in Deutschland habe ich gelesen.
Noch zählt dieses Land nicht zu den Exoten und wir wissen ziemlich genau, was Gewalt ist und was nicht.
Vielen Männern scheint es noch immer schwer zu fallen endlich den Lendenschurz abzulegen, die Keule aus der Hand zu legen und endlich zu akzeptieren, dass man einer Frau keine Gewalt antut. Auch wenn das alles mal völlig 'normal' war.

@ Hinnack

"Also die Stimme erheben tue ich schon mal
gegenüber meiner Frau. Dann komme ich allerdings erstmal eine Weile nicht zu Wort :-)"

Schön, dass Ihre Frau versteht, sich zu wehren. :-)

Wie ich weiter oben schon schrieb: Ich meine nicht das gelegentliche, die Luft reinigende Gewitter, in dem sie blitzt und er donnert, sondern ganz gezielt eingesetzte linguistische Mittel, die nur einem Zweck dienen: zu verletzen.

Das mit dem "Stimme erheben" war polemisch und kam aus dem "die Hand erheben." Das meine ich nicht. Was ich meine, sind Leute, die für ihre verbalen Fähigkeiten eigentlich einen Waffenschein bräuchten. Seien Sie froh, wenn Sie das noch nie erlebt haben.

@ Sprechblase

"Das zeigt doch, wie sehr Gewalt akzeptiert ist oder einfach nicht wahr genommen wird."

Naja, würden Sie mir widersprechen wenn ich postuliere, dass Gewalt in uns allen drin steckt?

Letztlich sind wir ja keine Maschinen. Jeder Mensch ist reizbar, jeder verliert irgendwann die Beherrschung.

Außerdem (das hört sich jetzt vielleicht komisch an) ist, was mancher schon als Gewalttat betrachtet für einen anderen nur eine Form der non-verbalen Kommunikation, z.B. ein Schubser.

Ich habe während des Studiums mehrere Jahre als Ordner beim heimischen Fussballclub gearbeitet. Dort hat ein rauher Umgangston geherrscht. Auch wenn ich mich brüsten kann nie in eine Schlägerei verwickelt worden zu sein muss ich sagen: Ich wurde geschubst, gestoßen, geschoben und beleidigt und ich musste selbst schieben, die Stimme erheben oder am Arm packen um Dinge "auszudiskutieren" - bei jedem einzelnen Einsatz.

Nicht weil dort jeder aggresiv ist, aber die Umgangsformen sind sehr rauh. Man passt sich schnell an

Ein Vergleich wäre interessant

Ein Vergleich zwischen Männern und Frauen wäre interessant. Dann könnte man besser einschätzen, ob es ganz allgemein ein Gewaltproblem gibt, oder ob Frauen besonders betroffen sind. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Art der Gewalt, von der Männer und Frauen betroffen sind, unterschiedlich ist.

"Opferabo"

war das erste, was mir in diesem Zusammenhang durch den Kopf ging.
"Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast" war das zweite.
Als mir auch noch der Gedanke "Gib mir genug Daten und ich beweise Dir mit Hilfe der Statistik alles, wenn's sein muss, auch das Gegenteil" kam, hab ich aufgehört zu lesen.

...

Was soll die studie aussagen? Das der Mann böse ist?
Die studie liefert Unzureichende Informationen und schaft somit ein bild von Deutschland und Europa das in der Realität nicht stimmt. Ich bin z.B. In die unangenehme Situation gekommen, von einer Frau angegriffen worden zu sein und das nur weil ich ihren Freund/Mann davon abhielt meinen Bekannten zu schlagen. Wie soll man sich in so einer Situation verhalten? Ich habe mich selbstverteidigt und die Frau weggeschubst. Der Polizei hat die Frau gesagt ich hätte sie geschlagen und obwohl ich nicht angezeigt wurde, sagte mir der Polizist ich solle mich nächstes mal zurück halten...
Ich behaupte mal das 90% aller Männer weltweit opfer von Gewalt wurden, und es ist völlig normal. Einer anderen studie zufolge ist es auch so, das wenn ein Baby einen rosa farbigen Strampler an hat, es behutsamer und sanfter behandelt wird als ein Baby mit einem blauen Strampler...

Frauen gegen Frauen

Wieviel dieser Gewalt wird von Frauen gegen Frauen ausgeübt? Frauen können auch ganz schön gewalttätig werden, manchmal nur mit Worten.

Gewalt gegen Frauen...

... keine Religion und keinen Bildungsstand! Es ist eine Frage der KULTUR, die allerdings von Religion und Bildung maßgeblich geprägt wird.

Ich stelle mir den Bash-Tenor hier gerade vor, wenn in der Studie irgendein Land mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung als Vergleich herangezogen worden wäre. Da wären die paar Prozentchen, die hier soeben versucht werden zu relativieren, plötzlich reif für den Oskar (sooo nicht in die EU usw :-)

Schön, diskutiert mal, woran das mit der Gewalt liegen kann...

@ Aar

Genua richtig! in beide Richtungen, ich habe, als Kind, Gewalt zu Lasten von Frauen erlebt.
S C H L I M M !!!!!
Aber ich habe auch Gewalt gegen mich erlebt, von einer Frau im besonderen, ich bin bestraft worden, Berufung, erneut Strafe, sie hat dabei gelacht. Sie war klever, hat sich die rechte Wange rot gerieben und einen Notarzt geholt, Gutachten war ein Klacks, selbst als es von mir als unmöglich aufgezeigt wurde ... nichts bzw. Exelmpelurteil. Ich bin daran beinahe gestorben.

von Sasquatch

Selbst wenn wir uns mal anschreien werden wir nie verletzend dabei. Verletzen zu wollen ist ein Armutszeugnis für einen selbst und mangelnder Respekt dem anderen gegenüber. Das natürlich genauso für sexuelle Gewalt.

Der übliche Tenor in den

Der übliche Tenor in den kommentaren, leider.
In meinem Bekanntenkreis fallen mir auf Anhieb mehr als eine Handvoll weibliche Opfer von Gewalt in der Beziehung ein und das sind nur die, die von denen ich es weiß.
Mit Sonnenbrille an regnerischem Tag, damit man das blaue Auge nicht sieht und solche Sachen.
Was gibt es an solchen Zuständen bitte schön zu relativieren?
Immer und immer wieder, wenn so etwas thematisiert wird.
Da wird einfach immer wieder mal behauptet, das könne ja gar nicht stimmen, weil das könne ja gar nicht sein.
Das ist angesichts der Lebensrealität vieler Frauen einfach inakzeptabel.
Wer hier so ignorant ist, derartige Verhältnisse rundheraus anzuzweifeln, sollte sich mal eingehend mit den Besucherzahlen an Opfern im Frauenhaus des nächsten sozialen Brennpunktes beschäftigen.
An Unterbelegung leiden die nämlich nicht.
Und das ist auch wieder nur die Spitze des Eisberges, bei dem die Gewalt öffentlich wurde und das Opfer keinen anderen Ausweg mehr sah.

Wer sich für Vergleichszahlen interessiert

Dem empfehle ich die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA. Dort gibt es eine auch halbwegs brauchbare Definition von Gewalt (im Sinne von strafrechtlich relevant), die weniger subjektiv ist als die Befragung von Personen.
2012 (aktuellste Daten):
976.000 registrierte Straftaten in D, 60% der Opfer männlich (also deutlich über dem Bevölkerungsdurchschnitt). Bei Vergewaltigungen/Sexueller Nötigung u.ä. liegen klar weibliche Opfer in der Mehrheit vor, bei Straftaten gegen Leib und Leben männliche.

da wäre mehr drin gewesen

Diese Studie ist, wie schon mehrere Vorkommentatoren bemängelt haben, eher kontraproduktiv.
Wenn "geschubst zu werden" als Gewalterfahrung gewertet wird, ist das Wasser auf die Mühlen aller Gewaltverharmloser, die daraus lachend schließen, dass soweit eigentlich alles ok ist und es keinen Handlungsbedarf gibt.
Wenn Nachbarinnen oder Kolleginnen ihr blaues Auge gleich selbst damit erklären, "die Trepper hinunter gefallen" zu sein, zeigt, das, wie ernst das Problem ist. Die Gewalt wird geleugnet, und zwar aus Angst vor noch schlimmeren Konsequenzen. Die Täter hingegen werden in ihrem unsäglichen Treiben täglich bestärkt, oftmals sogar noch ermutigt ("zeig ihr doch mal, wo der Hammer hängt"). Das hier so oft gebrauchte "und die armen Männer?" ist nur ein lächerlicher Abwehrversuch.
Jeder Psychologiestudent im Praktikum hätte mehr aus dem Thema machen können.

Gewalt gegen wen?

Hört doch einfach mal auf ständig nur Gewalt gegen bestimmte Gruppen zu thematisieren und betrachtet Gewalt unabhängig vom Geschlecht, das macht alles etwas übersichtlicher und fairer. Der einfache Grundsatz "Mädchen darf man nicht schlagen" den man Kindern eintrichtert ist sexistisch, es gibt keinen Grund Jungs mehr Gewalt zuzumuten als Mädchen. Und Männern als Frauen ebensowenig. Es gibt kein pauschal gewalttätigeres Geschlecht.

Und was die psychische Gewalt angeht: Es tut mir sehr leid für alle, die damit ein Problem haben. Nur leider habt ihr Pech, physischer Gewalt kann man nicht aus dem Weg gehen, psychsicher schon. Wenn ihr da bleibt seid ihr selbst schuld.

Schade

Schade das ich diese Studie nicht als repäsentativ ansehen kann. Wieder einmal wird der Mann als Täter hingestellt, die Frau als Opfer. Das dies nicht so ist, erlebe ich täglich in meiner Tätigkeit. Wenn ich dann noch so verharmlosende Worte wie schubsen lese, dann frage ich mich wer diesen Artikel ernst nehmen soll. Wenn ich mich an diesem Wort aufhänge, dann ist die Zahl der Opfer bei 100%, denn jeder wurde, wird regelmäßig geschubst im Alltag. Das Verhältnis der Opfer im häuslichen Bereich, ist bei Frauen und Männer in etwa gleich hoch. Männer zeigen jedoch wesentlich seltener an als Frauen. Was völlig fehlt ist die Gewalt gegen Kinder, gegen pflegebedürftige Angehörige und Alte. Fazit eine repräsentative Studie stelle ich mir anders vor. Auch sollten die Gewaltformen und Definitionen genauer hinter fragt bzw. bezeichnet werden.

Statistiken...

Was mich wirklich erschreckt, ist dass gerade in den nordischen Ländern, die ja nachweißlich die weltweit beste Bildung haben die meisten Fälle passieren.

Ich denke aber auch, dass die Mentalität hier auch eien Rolle spielt. Denn Ich schätze einfach mal, dass in Österreich oder Polen auch das zugeben vor einem Wissenschaftler bereits zu viel Scham erzeugt. Hier dürfte die Dunkelziffer meiner Einschätzung höher sein.
In den Bildungselite-Staaten sind vermutlich mehr bereit es zuzugeben.

Aber abgesehen von den Zahlen pro Land ist das in JEDEM Land deutlich zu viel. 50%? 20% ? Gehts noch?
Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel ist.

In der Türkei gab es letztens eine Umfrage unter Männern, darin befürworteten über 60% der Männer Gewalt gegen Frauen. Ich dachte eigentlich Europa wäre da weiter... scheinbar nicht.
Hier muss sich was ändern. Und zwar nicht nur hier, sondern überall auf der Welt.

Männer die Gewlat gegen Frauen einsetzen sind für mich persönlich das letzte.

@tick tack tick tack - 08:48

"In meinem Bekanntenkreis fallen mir auf Anhieb mehr als eine Handvoll weibliche Opfer von Gewalt in der Beziehung ein und das sind nur die, die von denen ich es weiß."
Traurig, in welchen Kreisen Sie sich bewegen.
"Mit Sonnenbrille an regnerischem Tag, damit man das blaue Auge nicht sieht und solche Sachen."
Ja, mindestens jede Dritte! PLUS die, die meinen die Sonnenbrille als modisches Accessoire sogar nachts und in der U-Bahn tragen.
"Wer hier so ignorant ist, derartige Verhältnisse rundheraus anzuzweifeln, sollte sich mal eingehend mit den Besucherzahlen an Opfern im Frauenhaus des nächsten sozialen Brennpunktes beschäftigen."
Ich sehe gerade das Frauenhaus in Berlin vor mir, dass mit einer halben Million Frauen belegt ist.

Vielleicht sollten Sie angesichts solcher "Studien" erst einmal eine Plausibilitätsprüfung durchführen.
Siehe: Kommentar um 08:37 von H. Indikibel

klingt ein wenig

sexistisch das alles. Frauen sind Opfer von Gewalt. die Forderung kommt sofort auf, sie müssen davor geschützt werden. was soll sie schützen wenn nicht Gewalt. viele Männer wie Frauen hinterlassen den Eindruck bei mir sie kommen nach Jahrzehnten der Emanzipation selten auf die Idee, eine Frau kann sich selbst schützen und muss nichts befürchten auf der Straße wie zuhause was sie nicht unter Kontrolle bringt. wenn sie sich nicht Hilflosigkeit aufreden lässt durch Täter, was oft geschieht um die Kontrolle zu behalten, aber auch durch unerträgliches Betroffenheitsgetue. was soll jetzt folgen. Muss Frau zum Schutz vor Starren Schleier tragen? Mittelalterliches Denken wenn nach gesetzlichen Maßnahmen gerufen wird die Passivität fördern. Wenn überhaupt offenbart die Studie, niemand kann durch andere geschützt werden und muss vorbereitet sein auf Gewalt, egal von wem aus wem gegenüber.

08:04 von Sasquatch

Ich wollte Sie nur drauf hinweisen, dass sie gestern einen Ausspruch nach dem Motto "Im Osten oder im Westen, überall war's das Gleiche" bejubelten, dessen Author mir gegenüber noch immer getreu nach Parteilinie argumentierte, die Opfern der Repression in der DDR wären selbst schuld gewesen ...

@Totengräber 9:02

Netter Versuch. Können Sie sich eigentlich unter "Plausibilitätskontrolle" überhaupt etwas vorstellen?
Die Studie behauptet nicht, dass täglich eine von drei Frauen Opfer von Gewalt wird (nur dann müsste jede dritte mit Sonnenbrille rumlaufen). Da steht, dass von drei Frauen eine im Laufe ihres Lebens schon mal Gewalt erfahren hat.
Bei mir im Elternhaus waren es übrigens 100% (Mutter, zwei Schwestern, und zwar täglich). Das könnte den Durchschnitt schon etwas anheben, nicht wahr?

schlimm? schlimm!

keine frage
jedes gewalterlebnis verzerrt die selbstwahrnehmung
all denen die die zahlen anzweifeln:
textverständnis!
es geht nicht um wieviel gewalt heute oder letztes jahr.
kennen sie viele menschen von denen sie sicher sagen können derlei erlebnisse NIE gehabt zu haben?
ich nicht
im gegenteil
ich fand die zahlen eher sehr niedrig, für eine lifetime-bilanz
die frage nach den anderen opfern ist dabei irrelevant
um die gehts diesmal nicht
das es sich um ein gesammtgeselschaftliches problem handelt und man auch die gewalt unter männern in den griff kriegen muss um etwas zu erreichen ist eine binsenweisheit - wobei es schwierig ist wenn die ablehnung von gewalt als erziehungsmittel immernoch als gutmenschlicher-68er-gesinnungsterror schaum vor mündern erzeugt.

wikipedia: "Häusliche Gewalt"

Den Artikel kann ich empfehlen, er fasst über 70 Quellen zusammen. Daraus ergibt sich ein ganz anderes Bild, als es diese "Studie" suggeriert.

Je mehr ich lese, desto mehr muss ich diese "Studie" als hetzerisches Machwerk bezeichnen.

Peinlich für die Auftraggeber, die Macher und jede journalistische Plattform, die sie unreflektiert wiedergibt.

Das sind erschreckende Zahlen,

und wieder sind die Skeptiker da, die solche Studien anzweifeln. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Natürlich gehört absichtliches Schubsen zum Bereich Gewalt. Niemand muss sich gefallen lassen, vorsätzlich, zum Erreichen eines bestimmten Zieles in seiner körperlichen Integrität belästigt zu werden.
Wie wäre es, wenn ein Lehrer die Kinder in der Schule schubsen würde um seinen Willen durchzuzsetzen ? Das gäbe wohl einen großen Aufschrei.
Wer dieses Verhalten mit unabsichtlichem Drängeln und Berühren im Bus oder der U-Bahn vergleicht, hat, und das ist jetzt meine persönliche Meinung, irgendwie den Schuss nicht gehört.

eigene Erfahrung

Ohne selbst eine Umfrage, eine Studie, eine Erhebung darüber gemacht zu haben, behaupte ich einfach mal (und dies aus Erfahrung), daß Männer viel häufiger Opfer von Gewalt werden. Ich rede hier von physischer Gewalt. Männer sind auch häufiger Täter. Aber Männer verkloppen sich eher untereinander, als daß sie Frauen schlagen.
Deswegen sind Männer häufiger Täter und auch häufiger Opfer als Frauen.

Abgesehen von physischer Gewalt, welche eher von Männern ausgeht, sind Frauen auf psychologischer Ebene eher am Austeilen.

Grundsätzlich inakzeptabel

Ich habe ehrlich gesagt gewisse Zweifel an der Aussagekraft dieser Studie. So kann z.B. ein einzelner Mann eine ganze Reihe von Frauen belästigen oder ihnen schlimmeres antun. Bei gewaltbereiten Männern wird dies sogar häufig der Fall sein. Dagegen bleiben gewaltfreie Männer praktisch unberücksichtigt. Um eine wirklich aussagefähige Statistik zu haben, müsste man auch untersuchen, wieviele Männer Gewalt ausüben. Und man sollte dies auch altersgruppenspezifisch und schichtenspezifisch untersuchen, um daraus Schlüsse ziehen zu können, aus denen auch Maßnahmen abgeleitet werden können.

Gewalt gegen Frauen ist völlig inakzeptabel. Gegen Männer jedoch auch. Männer sind auch Opfer von Gewalt, durch Frauen und durch ihre eigenen Geschlechtsgenossen. Die einseitige Anlage dieser Untersuchung zeigt aus meiner Sicht bereits die Voreingenommenheit der Auftraggeber. Und das ist heute, wo Männer sich auch hier immer weniger trauen, mit untergebenen Frauen allein Fahrstuhl zu fahren, von Bedeutung.

um 09:18 von H. Indikibel

steht doch da

"Die Zahlen sollen laut Studienautoren aber nicht zu voreiligen Schlussfolgerungen führen. Angaben zu Übergriffen und die tatsächlich ausgeübte Gewalt stimmten nicht immer überein. Kulturelle Unterschiede im Umgang mit Gewalt hätten einen Einfluss darauf, wie offen Frauen dieses Thema ansprechen. Bei stärkerer Gleichberechtigung der Geschlechter herrsche deutlich mehr Bewusstsein und es gebe mehr Anzeigen."

Wundert mich jetzt nicht so Doll.

Ich will das mal durch ein paar gesellschaftliche Grundprobleme zu verorten.
1. Immer stärker zunehmende "Pornoisierung" und "Sexualisierung" der Gesellschaft schon von Kindheit an. Hier der leichte Zugang zu Pornographischen Material über Internet (Degradierung der Frau als Objekt; Schüler an der Schule meines Neffen wegen Pornographie auf dem Handy suspendiert). Sex als Dreh- und Angelpunkt unserer Gesellschaft. Jugend definiert sich über sexuelle Erfahrungen und Erfolge.
2. Staat nimmt diese unrühmliche Entwicklung auf Stichwort "Frühsexualisierung" in Kindergärten (Eigens eingerichtete "Spielecken" für die ganz Kleinen). Weiterführung in Grundschulen und Weiterführenden Schulen durch keinen Aufklärungsunterricht sondern "Pornounterricht" mittels Sexualpädagogen (Wer sich weigert wird suspendiert - Eltern werden in Beugehaft genommen, weil sie ihre Kinder von diesem "Unterricht" fernhalten wollen.
3. Sexuelle Übergriffe schon bei jugendlichen als vermehrtes Ergebnis.
...

Ursachen?

Dass durch Männer ausgeübte körperliche Gewalt an Frauen existiert kann man nicht leugnen (auch wenn hier viele von Statistik offenbar keine Ahnung haben).

Mir gefällt die Generalisierung Männer-Täter:Frauen-Opfer nicht. Genau diese Einstufung macht Frauen zu Opfern, denn "mit denen kann man das ja machen".

Zudem fragt sich, warum diese Männer gewalttätig werden. Weil Männer so sind? Weil ihnen langweilig ist?
Ich denke oft liegt das an psychischer Gewalt, der die Männer ausgesetzt sind (durch die Partnerin, Freunde, Kollegen m/w), die sich in körperlicher Gewalt entlädt.

Das Bild muss sich also dahingehend ändern, dass Männer auch Opfer sein können. Sie werden dann aber auch manchmal zu Tätern an einem ihm nahen Menschen.

Jetzt fehlt nur noch die Studie, wie oft Männer Opfer von Gewalt durch Frauen werden.
Ist das wirklich so viel weniger, oder ist da die Wahrnehmung anders? Ich wurde schon von meiner Freundin geohrfeigt (ziemlich grundlos), würde sie aber nie schlagen.

Und was ändert sich nun...?

Ganz schön heiße Luft über eine Studie, die nicht mal aussagekräftig ist (wie in dem Artikel mehrfach erwähnt) weil nicht jeder Übergriff gemeldet wird...Die Wissenschaftlichkeit dieser Studie ist also schonmal Käse. In Wahrheit ist es schlimmer und eine Sauerei.
Das Schlimmste: es wird immer so weiter gehen. So wie Kinder als naiv eingeschätzt u Alte als weise, so bleibt die Frau das schwache u der Mann das starke Geschlecht. Solange wir eine Frau als besonders empfinden im Amt des/r Bundeskanzlers/in, stimmt doch was in unseren eigenen Vorstellungen nicht.

Gewalt ist immer Mist! Und Vorurteile auch.

Egal ob Mann gegen Frau oder umgekehrt oder untereinander. Gefährlich ist aber bei solchen Studien der (falsche) Schluss, dass Männer immer die Täter seien, nur weil sie es oft sind.

Bei Gewaltverbrechen holen Frauen gewaltig auf. Und auch die Unterstellung von Männergewalt ist im Kommen. Für einen Mann gleicht alleine ein solcher Vorwurf unweigerlich einer Vernichtung seiner sozialen Existenz.

Wenn zu mir eine fremde Frau in den Aufzug einsteigt, steige ich daher sofort aus. Wie könnte ich jemals nachweisen, dass ich sie nicht sexuell belästigt habe?

Im eigenen Umfeld kenne ich eine Frau, die bei der Scheidung überall herum erzählt hat, sie wurde geschlagen. Sie hatte es nicht zur Anzeige gebracht. Jeder dachte aber, da wird schon was dran sein. War's ja vielleicht auch. Aber es kommt nicht zu einem gerechten Urteil sondern nur zu Vorurteilen. Ja ja, der hat schon immer so was in den Augen...

Schwere Zeiten für Frauen und Männer.

Gruß Harald Friedrich

Das Problem ist die Gewalt in der Gesellschaft an sich...

Als Beispiel: als jüngerer Bruder bekommt man von seiner älteren Schwester auch schonmal richtig was ab, blutige Nasen inklusive. Und das Frauen auch Gewalt in Beziehungen ausüben, gerne auch körperlich wenn sie wissen das ihr gegenüber sich nicht wehrt, ist leider auch eine Tatsache und nicht selten.

Diesen Artikel kann man daher getrost in die Tonne treten, da er sehr einseitig und reisserisch geschrieben ist. Gewalt in der Gesellschaft ist aber ein allgemeines Problem, und keines was man einfach in Schubladen wie "böse Männer" und "benachteiligte Frauen" stecken darf.

Meines Erachtens seriöse Studien betrachten auch die "vorlieben" ob physischer und psychischer Gewalt, und dann liegen Männer und Frauen auf einmal ziemlich gleichauf. Woraus man schließen kann, dass Gewalt je nach persönlicher Möglichkeit ausgeführt wird.

um 09:47 von Reality Today

selten so eine verdrehung gelesen

es war früher nicht besser
im gegenteil
es wurde sich nur nicht beschwert
nicht darüber geredet

wie algemein beim thema gewalt
denn darum geht es

mit sex hatt das nur insofern zu tun als er bei opfern belastet ist

Gewalt ist keine Einbahnstraße

"Die breite Spanne ergibt sich daraus, weil es bei den Befragten unterschiedliche Ansichten gab, ob etwa Annäherungsversuche durch Männer, ..."
Wenn ein Mann nicht mehr herausfinden darf, ob er sich einer Frau annähern darf, ist er auf diesem Planeten das einzige Lebewesen mit diesem Handicap.
Übrigens: Gewalt ist keine Einbahnstraße.

@ Phonomatic

"... bejubelten, dessen Author mir gegenüber noch immer getreu nach Parteilinie argumentierte..."

Und Ihnen ist das noch nie passiert, dass Sie in manchen Punkten mit jemandem übereinstimmen und in anderen Punkten nicht?

Ich habe nicht den Autoren "bejubelt", sondern lediglich den Fakt unterstrichen, dass heute die ganze Welt - Ost wie West - kapitalistisch ist.

Ich verstehe allerdings nicht, was das Ganze mit dem Thema zu tun hat (oder mit dem, was ich um 8:04 Uhr geschrieben habe). Na, wenn die Redaktion Ihnen die off-Topic Sätze erlaubt, erlaubt sies mir ja vielleicht ausnahmsweise auch eine Antwort.

Also: Es gibt hier ganz wenige Leute, denen ich ständig widersprechen würde und noch weniger, mit denen ich immer übereinstimme. Ich sehe also kein Problem darin, jemandem zu sagen "In dem Punkt sind wir zur Abwechselung mal der gleichen Meinung." Wir beide haben das doch auch schon oft getan.

könnte man bitte mal aufhören ...

eine Studie über Gewalt gegen Frauen ständig deswegen zu kritisieren, weil sie das Thema Gewalt gegen Männer nicht ausführlich behandelt? Darum gehts doch gar nicht!
Ene Studie über über vernachlässigte Kinder wird nicht dadurch unglaubwürdig, weil der Vergleich mit vernachlässigten Haustieren fehlt. Was soll das also?

Die Definition.

Also, meine Frau und ich rangeln regelmäßig im Spaß, wobei es meist unentschieden ausgeht, weil ich ihr nicht weh tun will und sie sich keinen Zwang antut. Trotzdem haben wir danach oft Bauchschmerzen - vor Lachen! Zuweilen boxen wir uns auch auf den Bizeps - ebenfalls im Rahmen von Neckereien. Dennoch habe ich sie in den vergangenen 25 Jahren zur Sicherheit immer wieder mal gefragt, ob sie sich physisch von mir bedrängt, dominiert oder mißbraucht fühlt. - Gerade eben noch einmal. Ihre grinsende Antwort: "Nee. Du denn von MIR?."
Was ich damit sagen will, ist, daß das 'Opfer' entscheiden muß, ob es echte Gewalt erfahren hat. Nur das kann der Maßstab sein. Ich hoffe doch stark, daß im Rahmen der in der Studie genannten persönlichen Gespräche auf derartige Feinheiten hingewiesen wurde. Und: In diesem Sinne kann NATÜRLICH ein leichtes Schubsen schon Gewalt bedeuten. Wie gesagt: Das 'Opfer' entscheidet das!
"Stell Dich nicht so an!" ist dagegen definitiv keine Option.

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