Ihre Meinung zu: Ukraine-Interview: "Deutschland kann zur Deeskalation beitragen"

4. März 2014 - 16:30 Uhr

Trotz aller Diplomatie bleibt Putin hart. Ist Steinmeiers Mission gescheitert? Müssen Deutschland und die EU gegenüber Russland härtere Töne anschlagen? Osteuropa-Experte Schröder glaubt, dass im deutsch-russischen Verhältnis eine große Chance liegt.

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Kommentare

Wenn das die schlimmste Situation

ist seit Irak etc., dann ist daran bestimmt nicht Russland schuld.

"Nette Worte" und noch "nettere" Formulierungen

"Russland hat sich die Krim als Faustpfand gesichert"... na das klingt ja. Das "Pfand" scheint aber recht happy damit zu sein, dass die Russen da sind.

Die Good-Cop Bad-Cop Situation die er beschreibt, die ist ja spassig. Die USA wollen isolieren und die EU setzt auf Verhandlungen. Das klingt so nach Plan und gewollt. Ist aber nur das Ergebnis, dass eben die EU Russland dringender braucht als die USA. Und dieses Spielchen mit böser Bulle guter Bulle (geht auch auf deutsch) klappt als Spiel eben nur, wenn der andere das nicht peilt. Und Putin hat heute klar gemacht: Isolation kann er mit leben und die Sanktionen treffen alle.

Aber empörend finde ich: die Mission der Aussenminister der BRD, Frankreichs und Polen als gelungen zu bezeichnen.
Während er betont, dass das Ding ja dann doch gescheitert ist.
Soll das das grosse Volksveräppeln werden? Uns glauben zu machen, dass das nicht so geplant war? Denn sonst hätte man ja wenigstens mal etwas empört reagiert über den Vertragsbruch.

"Maidan vertragsbrüchig"

wenn ich so eine Floskel schon höre - dann müssten ja zehntausende Unterschriften auf dem Dokument sein ...

Wer will einem Volk, dass drei Monate im Winter demonstriert seinen verdienten Sieg nehmen?

Die haben es sich natürlich nicht nehmen lassen, Janukovich selber zu stürzen, statt dass irgendwelche ausländischen Poltiker - die bestenfalls Logenplätze bei dem Thema haben, von Steinmeier bis Putin - auf einmal auf die Bühne drängen und über die Zukunft des Landes mehr bestimmen, als das demonstrierende Volk.

Ich glaube ich spinne, dass das mit solchen Floskeln vom "vertragsbrüchigen Maidan" untermalt wird - dass sind vielmehr die anmaßenden ausländischen "Retter", die Putin derartige Grundlagen geschaffen haben, ein imperialsitischer Vertrag für den man sich hergab und den man umgehend serviert bekommt ... Bravo!

Putin pokert

...und beim Pokern ist es so: Wer nicht mit geht, der verliert.

Wenn Putin ein paar tausend Soldaten auf den Tisch der Krim legt, dann kann der Westen nur gewinnen, wenn er in der gleichen Runde auch ein paar tausend Soldaten auf den Tisch der Ukraine stellt. Oder eine Panzerbrigade oder eine Flugzeugträgerflotte.

Putin ist Russe. Das ist die Sprache, die er versteht. Und das heißt noch lang nicht, dass diese Soldaten dann aufeinander schießen müssen. Putin probiert einfach aus, wie weit er gehen kann, bis irgendetwas passiert, was er ernst nehmen muss.

Das Ergebnis der hoch gefeierten westlichen Diplomatie der Gewaltlosigkeit kann man übrigens in Syrien besichtigen.

Arroganter Artikel

Der Westen bleibt ja leider auch hart und unterstützt fast ohne Vorbehalt die Putschregierung in Kiew, die er angestiftet hat. Es ist völlig richtig von den Ostukrainern und von Russland, sich das nicht gefallen zu lassen. Es soll Euch nicht gelingen, die Ost- und Südukraine unter den Daumen der EU und NATO zu zwingen.

Statt Säbelrasseln sollten

Statt Säbelrasseln sollten besser Beobachter für legale Volksabstimmungen entsendet werden! Die ist nämlich geplant für Mitte März! …. ach ja, das ist ja schon in ein paar Tagen!
Wenn die Bewohner, die dort ansässigen, beheimateten Menschen abstimmen und eine Entscheidung fällen, hat die ganze Welt diese zu akzeptieren.

ABER….. besser jetzt Säbel rasseln, damit nach der Abstimmung interveniert werden kann!

Schade, Politik- und Wirtschaftsinteressen lassen uns die Menschen komplett vergessen!

Diplomatie gefragt

Jetzt, als Russland klar und deutlich gezeigt hat, dass man mit Russland und mit der russischen Bevölkerung in der Ukraine keine Spielchen spielen kann, ist die Diplomatie gefragt. Jetzt kann Deutschland zeigen, ob die deutsche Diplomatie irgendwas Wert ist und beweisen, dass es nicht immer in die Hose geht.

Gesülze

Wenn man sich das schon wieder anhören muß... die lieben Deutschen und die lieben Europäer.

Massive Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine haben sie jahrelang betrieben. Klitschko wurde als Politiker aufgebaut (inkl. entsprechender Millionen Euro an Unterstützung) und Timoschenko genauso.

Deutschland stand an forderster Front bei der Maidanmobilmachung. Abgesehen von den Folgen für die Ukraine, war es ein diplomatisches Deasaster. Weder ist der eigene Mann (Klitschko) in irgendeiner weise eine Führungsfigur geworden, noch hat der "Fahrplan für eine Übergangslösung" Früchte getragen.
Statt dessen hat sich Frau "F**k the EU" Nuland und die amerikanischen Interessen durchgesetzt. Parallel dazu hat der rechtsextreme Flügel des Maidan den Umsturz in seine Richtung gelenkt.

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Schönes Zwischenstatement

"Die drei Außenminister haben außerdem versucht, einen Fahrplan für eine Übergangslösung bis zu den Wahlen im September zu vereinbaren. Auch das ist zunächst gelungen, scheiterte dann aber an zwei Aspekten: der Flucht von Janukowitsch und daran, dass der Maidan die Vereinbarung schon Stunden später gebrochen hat."

Die Flucht Janukowitschs lässt sich hierbei leicht erklären, denn immerhin war sein Leben akut gefährdet. Was hingegen in keinster Weise leicht erklärt werden kann, ist, dass die provisorische Regierung bereits Stunden später die Vereinbarungen gebrochen hat, die man zuvor ausgehandelt hatte. Wer jetzt immer noch nicht die Augen öffnet, wen der Westen da auf dem Maidan eigentlich unterstützt hat, dem ist einfach nicht mehr zu helfen!

Übrigens stehen Putins Argumente immer noch im Raum. Gemäß der ukrainischen Verfassung ist die Amtsenthebung Janukowitschs nach verfassungskonform vonstatten gegangen. Kann die TS da vielleicht mal recherchieren?

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