Papst gründet ein eigenes Finanzministerium

24. Februar 2014 - 16:08 Uhr

Papst Franziskus hat eine große Organisationsreform gestartet. Er gründete eine Art Finanzministerium, das alle Wirtschafts- und Finanzfragen des Vatikans überwachen soll. Bei der Buchführung und in der Verwaltung sollen künftig internationale Standards gelten.

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Kommentare

"Zugleich hat der Papst entschieden, dass der Vatikan

international gültige Standards in Fragen der Buchführung und der Verwaltung umsetzen wird."
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, genauso wie die sofortige Übergabe von Kindesmissbrauchern in der RK-Kirche an die weltlichen Behörden eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Die RK-Kirche sollte, wenn überhaupt, Vorbild und nicht Hinterherhinkende sein.

ich dachte

Jesus war ein armer mann? Jetzt ist sein stellvertreter der reichste mann der erde! Ist doch wunderbar!

armer, Heiliger Vater...

Ich nehme es P. Franziskus tatsächlich ab, daß er die Kirche und hier auch ihre Finanzenreformieren will. Ich befürchte aber, daß die, die hier mit den konkreten Umsetzungen und Duchführungen betrauten,
am Widerstand anderer wieder scheitern werden. So sehr sich die "Kirchenmänner" auch den Anschein geben, es ernst zu meinen,
füher oder später werden wieder neue Skandale auftreten.
Der Papst kann es halt nicht alles selber machen. Und sein Umfeld ist nicht wie er,
trotz aller noch so geschliffenen Reden und Gesten.

Warum auch nicht ?

Immerhin kann dann der Vatikan seine Kirchensteuer selber bei seinen Mitgliedern eintreiben (lassen) und kann sich damit die 2% Eintreibegebühr an den Staat sparen.

Der nächste Vorteil dürfte dann sein das man sich die vielen Personalkosten in den einzelnen Ländern einsparen kann und somit noch mehr an Geld an den Vatikan fließen wird.

@SanVito

Ja, natürlich ist es im Grunde ein Witz, dass im Jahre 2014 endlich mal soetwas wie ein reeles (...?) Finanzministerium im Vatikanstaat eingeführt werden soll, wo sie doch mit Mrd.-Summen jonglieren (vermute ich zumindest bei den mehreren Mrd. Katholiken weltweit).
Aber: Papst Franciskus ist immerhin kein Italiener (von wegen "Verstrickungen mit der Mafia"), sondern ein rel. unbelasteter Argentinier, der gerade mit viel Herzblut in den verkrusteten und korrupten Stukturen des Systems RKK aufräumt. Ob dies neue Finanz-System nachher wirklich transparenter ist, als das bisherige bleibt abzuwarten.

Nebenbei: ich bin nicht mal katholisch, aber ich hoffe, Franziskus wird sehr, sehr alt werden! :-)

Thesen und Tatsachen

Wie passt eine derart reiche Kirche zu jener Äußerung von Jesu, die da lautet: "Ehe geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Reicher in den Himmel kommt." Es passt überhaupt nicht. Ich werde immer glücklicher damit, total ungläubig zu sein.

skandalbank........

diese bank hat sich in der vergangenheit schon sehr unbeliebt gemacht.......
also auflösen, kosten sparen, das geld den armen spenden.........

Finanzvolumen

... liegt bei geschätzten

900 Mrd. Euro fest &
350 Mrd. Euro beweglich investiert.

Mehr muss man wohl nicht dazu schreiben.

Obwohl ich aus guten Gründen..

...nicht der christlichen Kirche angehöre, möchte ich dafür beten, dass dem Papst Erfolg beschieden sein wird. Dazu braucht es aber sehr sehr viel Zeit - und da hoffe ich, dass er die haben wird...

Nicht überzeugend

Der Vatikan, der durch dubiose Machenschaften seiner eigenen Bank in Verruf gekommen ist, gründet eine eigene Überwachungsinstitution in Form eines Finanzministeriums?
Das ist doch ein schlechter Witz!
Noch unglaubhafter geht es kaum.
So etwas muss natürlich von einem UNABHÄNGIGEN Institut vorgenommen werden, wenn es glaubwürdig sein soll.

Ein Schritt in die richtige Richtung!

Wichtig an Reformen ist zunächst einmal, dass es vorwärts geht. Vielen hier geht das zu langsam oder kommt zu spät.

Aber was wäre die Alternative?
Die Kirche auflösen und den Menschen sagen. "Sorry das wars - klopft doch mal beim evangelischen Pfarrer an".

Ich gebe zu Bedenken, dass der Vatikan / die Katholische Kirche eine Institution ist, die mit nichts anderem zu vergleichen ist:

Wo wären wir in Deutschland heute, wenn unsere Geschichte wie die der kath. Kirche verlaufen wäre?

- seit Jahrhunderten bestehend
- niemals durch revolutionäre Umstürze zu Reformen gezwungen
- das Überleben nicht durch miltärische oder wirtschaftliche Macht gestützt sondern durch eine Position der religiösen Autorität
- Entscheidungen müssen einer weltweiten Gemeinde gerecht werden und schnelllebigen Trends wiederstehen

Freuen wir uns, dass etwas vorwärts geht und negative Erscheinungen, die ab einer bestimmten Größe eben vorkommen, zurückgedrängt werden.

Er ist ein großer Hoffnungsträger

Zum Realismus gehört, jeweils die aktuelle Situation so zu nehmen, wie sie ist.

Auf das Papstum zu schimpfen wie "Pillen-Paule" oder "Hätt' Maria abgetrieben, der Papst wär uns erspart geblieben" ist leicht.

Dieser Papst ist katholisch, wie alle Päpste und Lenin und Stalin waren Russen wie der Zar. Ja und?

Nützt Nationalismus oder Sippenhaft?

Jedenfalls scheint dieser Papst Charakter zu haben. Wer zahlt schon die Hotelrechnung im Hotel, das ihm gehört? Er hat es getan. Welch ein Unterschied zu unseren Präsidenten, die nicht mal wissen, was ein Hotel kostet.

Seine Enzyklika Evangelii Gaudium liest sich wie ein Krimi. Warum wird diese tot geschwiegen? Weil er die Reichen und Mächtigen zur Moral auffordert? Die Schriften von Johannes Paul II gegen den Kommunismus und gegen die Verhütung wurden jedenfalls breit getreten.

Bin selber katholisch erzogen und seit 50 Jahren konsequenter Atheist und Religionsgegner, aber dieser Papst ist auch für mich ein echter Hoffnungsträger.

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