Ihre Meinung zu: Ukraine: Gefährliche geopolitische Spiele

22. Februar 2014 - 1:49 Uhr

Angesichts der angespannten Lage in der Ukraine mehren sich Warnungen vor einem Zerfall des Landes. Fest steht: Russland will seinen Einfluss im Land nicht verlieren. Und es ist bereit, für diesen Machterhalt weit zu gehen.

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Kommentare

Sehr gut und neutral

Sehr gut und neutral geschrieben und treffend den Hintergrund dargestellt.
Vielen Dank!

Rußland steht sich selbst im Weg

Die Staaten Osteuropas haben in teils dramatischen Prozessen die russische, imperialistische Fremdherrschaft durch die Sowjetunion, abgeschüttelt. Die wollen keinen Deut Einfluß mehr durch die Russen in Europa.

Das Auftreten Ru.s in Konflikt Ukr. zeigt, dass es Ru. ehr' darum geht einen Bereich totalen Einflußes zu sichern, als mit seinen Nachbarn auf Augenhöhe zu Kompromissen zu finden. Wie verbunden kann man einem Volk sein, das man durch dessen Herrscher abknallen lässt? Wenn Putin also "Janukovich hasst", wie sehr hasst er dann die restlichen Ukrainer erst?!

Das zu Anfang des Jahres noch gepriesene Erstarken Rußlands zeigt seine Blüten, auf Gräbern in Syrien und nun auch in der Ukraine.

Ganz so einfach ist das wohl nicht.

Steinmeier ist nur so gross, weil er auf den Schultern anderer steht. Mit EU, NATO und USA im Rücken... ist es wohl keine Kunst Autorität zu verströmen.

Russland Provokation in Georgien vorzuwerfen ist schon ziemlich dreist. Da sag ich mal nix zu.

Die USA hatten ihren Glanz spätesten 2003 verloren.
Und seit dem ist noch viel mehr passiert.

Aber die Russen? Was haben sie mir denn getan? Die Russen führen keine Angriffskriege. Die Russen drohen auch nicht ständig irgenwas zu beschiessen oder irgendwo einzumarschieren.
Also die Russen fürchte ich definitiv nicht.

Aber bevor man den Blick in die Ferne schweifen lässt: man sollte mal fragen, wie sehr diese ganze "Intervention" in der Ukraine das Ansehen der deutschen Politik bei den eigenen Bürgern beschädigt hat.

Diese zwanghafte Vorstellung von einem Europa. Und wer nicht will... naja. Die deutschen Medien täten gut daran sich nicht am kalten Krieg zu beteiligen. Es wäre notwendig vor der eigenen Tür zu kehren.

"Neues Deutschland"

Mehr faellt mir dazu nicht mehr ein. Steinmeier und Konsorten hatten dort NICHTS aber auch GAR NICHTS zu suchen. Das Ergebniss ihrer "Bemuehungen" kann man ja gerade (nur noch auf RT) gut auf dem Maidan verfolgen. Wie kommt Steinmeier eigentlich dazu Faschisten die Hand zu schuetteln? Fuer mich ist die SPD tot , toter kann man nicht sein. Wer immer noch nicht erkennt, was da vor geht , tut mir leid. Diese Leute sind Brandstifter und keine Verhandler. Daran aendert auch die derzeitige "Informations"Flut der Presse nichts. Ich sehe hier nur noch Manipulation und Verdummung der Leser. Das Interview und dessen Schlagzeilen der FES sagt alles. Hier werden persoenlich Eindruecke eines Mannes als Schlagzeilen und Warheiten verkauft. Das ist untragbar. Ich kann jedem Land nur empfehlen JEDE Stiftung und jede zwielichteige NGO umgehend zu schliessen und die "Mitarbeiter" auszuweisen.

für diejenigen die Englisch können, eine excellente

eine excellente Analyse in der Washington Post:
http://www.washingtonpost.com/blogs/worldviews/wp/2014/02/21/there-are-t...

Wenn man sich diese Karte

Wenn man sich diese Karte ansieht, wird deutlich: die EU hat immer noch nicht genug, die grünflächig dargestellten Länder sollen nach dem Willen der EU auch noch einverleibt, pardon demokratisch angeschlossen werden. Die Gier hört einfach nicht auf.

@Phonomatic

Bezüglich diverser osteuropäischer Staaten haben Sie recht. Die Ukraine ist aber etwas anderes. Die Mehrheit hätte damals einem Staatenbund mit Russland zugestimmt. Von den Hungersnöten unter Stalin abgesehen wurde die SU lange Zeit von Ukrainern (Chruschtschow, Breschnew) regiert und hat eigentlich russische Gebiete im Osten und die Krim zu ihrer SSR zugeschlagen bekommen.

Auf der anderen Seite versuchen gut bezahlte "Historiker" der Ukraine eine erfundene/gefälschte Geschichte zu vermitteln, die einem nur den Kopf schütteln lässt. Das war die erklärte Politik der ehemaligen Regierung, die übrigens auch die Vollmachten des Präsidenten beschlossen hatte. Und auch die Sprachfreiheit unterdrückt hat (viele Ukrainer haben Russisch als Muttersprache... weil sie eigentlich auch Russen sind). Erfundenen Nationalismus einem solch diversem Staat aufzuzwingen war ein Grund für die Wahl Janukowitschs und eben auch für die radikalisierte Opposition der Westukraine als Reaktion.

Gefährliche geojournalistische Spiele

Dieser Bericht hätte bei mir weniger aufgestossen, wenn dieser nicht unter d. Rubrik Hintergrund sondern vielmehr Kommentar verfasst worden wäre. Hier kommt der Verdacht auf, dass die EU(bzw. deren Abgesandten)nur aus dem Grunde handeln würden, um Frieden in der Ukraine zu schaffen. Dies mag vllt. bedingt der Fall sein, aber in erster Linie wird in der Ukraine von der EU auch nur wirtchaftliche Einflussnahme forciert. Denn aus welchen anderen Gründen sollte man sich als politischer Abgesandter, wie Steinmeier, mit der Swoboda-Partei zusammensetzen, welche mit ihren rechtspopulistischen Ansichten eine fragwürdige Position vertritt bzw sowieso eine menschenverachtende Vergangenheit aufweist. An diesem Punkt soll gesagt sein, dass die russische Regierung nicht meine vollste Zustimmung erhält, was deren Intentionen in diesem Fall angehen.
Des Weiteren ist aber auch die Frage, in wie weit die europäischen Geheimdienste in der Ukraine ihrer Finger im Spiel haben?

ziemlich schräge Wahrnehmung der Lage

Steinmeier hat keinerlei Akzeptanz in der Ukraine. Er hat sich einfach nur zum willigen Sprecher der Zweck-Opposition aufgeschwungen und erweckt so teilweise Hoffnungen, die er nicht erfüllen kann. Ob das eine kluge oder gar weitsichtige Entscheidung war, wage ich stark zu bezweifeln. Ob Russlands Rolle konstruktiv ist oder nicht, darüber lässt sich streiten: "Vertreter der russischen Führung kanzelten die Demonstranten als Rechtsextremisten und Terroristen ab" Damit hatte Russland zumindest in großen Zügen recht, was immer deutlicher zu erkennen ist. Worüber man eigentlich nicht streiten kann, ist dass die EU und die USA keinerlei konstruktive Rolle spielten.

Die EU, einschließlich ihrer...

Führungsnation BRD, kann sich wohl kaum anmaßen auf Augenhöhe mit der russischen Regierung zu konkurrieren.
Die EU ist keine einheitliche Nation, eher ein loser Staatenbund mit imperialen Vorstellungen und Gesten!
Nach wie vor ist alleinig die USA ein gleichwertiger Gegner der russischen Förderation!
Mag der Ami auch wirtschaftlich manche Talsohle durchlaufen, militärisch ist er neben Russland eine (atomare) Supermacht.
Das alleine zählt!
Die EU dient doch letztendlich auch den Amis, indem sie mal mehr oder weniger verbal den "Gegner umarmt".

noch eine kleine Beobachtung

das Verhalten der EU in der Ukraine erinnert mich stark an das der Chinesen in Afrika, die mit ein paar billigen Krediten, großzügigen Gesten und einigen Infrastrukturmaßnahmen sich in korrupte und arme Länder billig einkaufen, um im großen Stil Land zu pachten oder Rohstoffe abzubauen. Offenbar hat dieses Modell international Schule gemacht. Erst als Janukowitsch die Verträge nicht unterzeichnen wollte, hat man die klassische Amerkanische "Regime Change" und "Marionettenregierung"-Karte gespielt, womit man allerdings in der Ukraine sein Blatt überreizt.

@von Dreifels

Danke für die Empfehlung. Ein sehr guter Artikel !

Schachfiguren

Guten Morgen,

"Die Menschen sind es leid, sich wie Schachfiguren in einem geostrategischen Spiel zu fühlen."

Kann ich sehr sehr gut verstehen.

Aber auch "Die USA maßen sich an, auf dem Personaltableau der Ukraine nach eigenem Gusto die ihr genehmen Personen zu setzen und zu verschieben."

wie Albrecht Müller auf nachdenkseiten.de schrieb.

Geopoliitische Spiele

Wer unvoreingenommen das Geschehen betrachtet, muss zu dem Schluss kommen, dass die EU Vermittler auf dem Rechten Auge blind sind. Wenn der ausgehandelte Vertrag Erfolg haben soll dann sollte schnellsten den Radikalen Kräften das Wasser abgegraben werden, sonst geht das Blutvergießen weiter was man dem Präsideten anlasten kann.Das ganze Prozedere läuft darauf hinaus wenn nicht die ganze Ukraine, dann das WESTLICHE Stück - Teile und Herrsche.

Teilung

Dass eine Teilung der Ukraine nicht völlig unrealistisch ist, mag man beklagen.
Aber die gleichen Leute, die geradezu euphorisch die Zerschlagung Jugoslawiens betrieben (wirtschaftliche Probleme, lokaler Nationalismus als günstiger Nährboden), würden erst Krokodilstränen vergießen und dann mit allen möglichen Vergünstigungen und Drohungen wedeln.
Die nationalistischen (faschistoiden?) Truppen werden dann "unsere" Verbündeten sein.
Pfui Teufel.
Gerade höre ich: "Prowestlich radikale Demonstranten" - ist es nicht schön?
Man könnte sich bei einer Teilung der Ukraine so richtig in die "Unterstützung" der unterentwickelten Westukraine reinknien. Der Steuerzahler wird es danken.

Mehr Kommentar als Artikel

Das Geschriebene liest sich doch sehr wie ein Kommentar und nicht wiee ein seriös recherchierter Artikel.

Die sogenannte Vermittlung

Die sogenannte Vermittlung durch die Europäer dient letztlich auch nur der allmählichen Erweiterung der EU - und damit der Nato.
Aber Europa geht es ja immer nur um die armen Menschen in den strittigen Regionen, bla!

06:13 von Stealer

Gebiets- und Einflußforderungen Rußlands in Europa muss man trotzdem begegenen, zumal wenn sie in einer Form kommen wie wir das in der Ukraine sehen. Da läuten garantiert nicht nur bei mir alle Alarmglocken ...

Es ist doch kein Wunder, dass die Ukrainer sich vor allem nicht einseitig und exklusiv an Rußland binden möchten, und das verlangt auch niemand von ihnen außer Rußland selbst. Und zwar mit einer solchen Vehemmenz, dass es dafür Tote auf den Strassen in Kauf nimmt und die Demonstranten zu Staatsfeinden oder gar Terroristen zu erklären versucht.

Es spielt die Geschichte keine größere Rolle als die Gegenwart, und in der Gegenwart muss Rußland endlich hinnehmen, dass es keine dominierende Rolle mehr spielt - auch nicht in der Ukraine.

Rußland hat eigentlich einen festen Platz in Europa, aber die Außen- und Innenpolitik Rußlands ist im modernen Europa schlicht inakzeptabel. Wie aus einer anderen Zeit. Es ist Rußlands Angst vor der eigenen Spaltung, aus der die Ukraine brennt.

Wo bleibt die Kritik an der EU?

Der Artikel wäre gut wenn er alle Beteiligten kritisch hinterfragen würde. Das tut er aber nicht. Gerade die EU trägt einen erheblichen Anteil an der jetzigen Situation. Mit dem Druck auf die Ukraine das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben hat man das Land gezwungen sich für eine Seite zu entscheiden. Das von einem Land, das in einen pro-russischen und pro-westlichen Teil gespalten ist, zu verlangen ist politischer Wahnsinn. Das müßte eigentlich jedem klar sein, weshalb man sich fragen muß warum man es trotzdem verlangt. Allein Russland hier als nicht konstruktiv darzustellen, während die EU und besonders die NATO immer näher an Russland heranrücken (im erwähnten Georgien sind nun NATO-Truppen stationiert!), ist ein journalistisches Armutszeugnis. Es ist noch viel weniger konstruktiv wenn die EU von der Ukraine verlangt sich für eine Seite zu entscheiden, und westliche Politiker offen gegen eine demokratisch gewählte Regierung agieren.

Die Lösung ist ganz einfach: ...

... nämlich Russland spätestens mittelfristig als Teil Europas zu begreifen! Hierzu muss aber zugleich endlich das geradezu krankhaft masochistische deutsch-europäische Schielen nach jenseits des Atlantiks aufhören – denn dort haben wir weder etwas zu suchen noch zu gewinnen; und Freunde haben wir dort gleichfalls nicht...

Die EU hats ganz gut gemacht!

@von Dreifels

Super Artikel! Würde mir wünschen, dass die Tagesschau solche Analysen, solche verschiedenen Blickwinkel auch öfter bringt.

Die anderen Kommentare nerven mich eigentlich nur. Dieses Gerede, die EU wäre ein imperialistisches Gebilde ("wie die Chinesen in Afrika") - so ein Quatsch. Die EU hat sich auch nicht einseitig auf Demonstrantenseite gestellt, Merkel hat doch mit Janukowitsch vor ein paar Monaten noch geredet, die EU hat sich auch lange mit Sanktionen zurückgehalten (und dann hieß es gleich man würde der Gewalt "tatenlos zusehen"). Klar, die EU steht auf einer Seite, aber einseitig betrachtet sie den Konflikt nicht.

Man kann sich aus so einem Konflikt nicht raushalten, gerade wenn man eine Seite ist. Und gerade bei so aufgeheizter Stimmung auf dem Maidan, ist es hilfreich wenn eine Seite gemäßigte Kompromisse aushandelt. Das kann man vom ach so "konstruktiven" Russland (@L.-Ludwig) ja nicht behaupten, das blockiert jede Einigung und schickt brutale Polizisten...

Nur die USA?

"Die USA haben ihren Glanz längst verloren; nicht nur angesichts des Irak-Krieges, sondern auch weil US-Regierungen oft genug mit Diktatoren gnädig umgehen, wenn dies amerikanischen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen dient."

Dass nur die USA aber nicht Europa inklusive Deutschland erwähnt wird ist ein Witz. Auch die europäischen Staaten haben überall auf der Welt Diktatoren unterstützt und tun dies immer noch. Die Westeuropäer haben eine verklärte Selbstwahrnehmung die völlig an der Realität vorbei geht.
Russland unterstützt auch überall Diktatoren.

Die Welt kann nur verlieren bei solchen Machtblöcken.

Geopolitische Ränkespiele der Global Player….

„Geostrategen und Hardliner im Westen befördern dieses Szenario. Argumentiert wird nach dem Muster, dass es um Macht geht und deren Ausdehnung anzustreben sei - auf Kosten der anderen Seite.... Die USA spielten ...ebenfalls keine friedensstiftende Rolle.“

Sehr gut erkannt und treffend geschrieben, Frau Stöber!

In der Tat geht es hier wie bei allen anderen Konflikten um geopolitische Ränkespiele der „Global Player“, namentlich der USA u. Russland, die auf dem Rücken anderer Völker ausgetragen werden.
In ihrem Imperialismus unterscheiden sich beide nur noch graduell, wärend Russland so ziemlich offen u. direkt vorgeht, ziehen die USA weiterhin die indirekte Vorgehensweise, gern über [europäische] Stellvertreter vor.

Selbstredend, dass die zahlreichen Probleme und Konflikte vor der Haustür Europas einer Lösung u. ehrlicher Vermittler bedürfen, aber hier liegt genau das Problem, weil Europa sich immer schnell vor den US-Karren spannen lässt u. damit als Vermittler nicht mehr taugt..!

Stimmt so nicht

Die letzte Volksbefragung vor dem verpatzten Unterschriftstermin zeigte eine Mehrheit für die EU-Annäherung.
Sicher sprachen die zu UDSSR Zeiten russisch, einfach weil dass die Amtssprache war. Auch bei uns spricht die sorbische Minderheiten Deutsch, einfach weil man Sie sonnst nicht verstehen würde.
Das die UDSSR lange von Ukrainern regiert wurde, hat denen mit den vielen Toten unter Stalin genauso wenig gebracht wie den Georgiern, die in 2008 von Russland teilweise besetzt wurden.
Wenn wir alle auf die Historie zurück wollten, müssten wir irgendwann die ganze Völkerwanderung rückgängig machen. Die erste Russ wurde in Kiew von Wikingern gegründet....Also gehört Kiew und alles was danach kam zu Norwegen oder Dänemark. Dänemark ist Mitglied der EU und Norwegen assoziiert. Mit der geschichtlichen Begründung dürfen wir uns also einmischen.....
Vergesst die Ukraine als teil Russlands, es ist ein unabhängiger Staat.

ganz recht

gefaehrliche geopolitisch spiele.

aber auf dem spielfeld befindet sich nicht nur russland, wie dieser bericht erneut suggeriert, absichtlich oder in ermangelung grundlegender kenntnisse russischer geschichte.

auch die vermittlungsmission der eu folgt geopolitischen erwaegungen. naemlich denen des westens. soll russland also einfach zusehen. das ist ungefaehr so als wenn die eu den usa nahelegen wuerde, endlich ihre konfrontationspolitik gegenueber kuba, mittel- und/oder lateinamerika aufzugeben, denn diese gebiete betrachtet die usa nach wie vor als ihre unmittelbaren, nicht verhandelbaren interessensphaeren. und wie vorbildlich diplomatisch die usa dort vorgehen zeigt die geschichte ja hervorragend an beispielen wie chile, guatemala, el salvador, panama, grenada usw.

wer nicht begreift oder begreifen will, dass die kiewer rus der nukleus des russischen nationalverstaendnisses ist, der versteht gar nichts von der gemengelage vor ort.

typisch arrogante westsicht.

@ Bionier

Hab ich was verpasst?
Was haben die Russen blockiert?
Und vor allem: wohin haben die Russen brutale Polizisten geschickt?

Hab ich echt so wesentliche Nachrichten verpasst?

@Bionier "Die EU hats ganz gut gemacht"

Tote, Verletzte, ein regierungsunfähiges, teilweise rechtsfreies Land in bürgerkriegsähnlichen Zuständen und vor der Spaltung und sie schreiben "die EU hats ganz gut gemacht". Und doch haben Sie Im Grunde recht, denn man hat, was man wollte. Das Land ist kaputt.

Realismus sollte EU-Handeln leiten

Es ist sicherlich zu begrüßen, wenn ein diktatorisches System abdankt. Allerdings sollten die EU-Vertreter nicht zu großspurig auftreten, denn Europa ist mit seinem ständigen Bestreben weitere Länder aus dem Einflussbereich Russlands aufzunehmen mehr als überfordert. So sollte man - bevor man den Ukrainern das "Paradies" verspricht - nüchtern überlegen, ob eine Eingliederung der Ukraine in die EU realistisch ist. Dazu wäre ein europäischer "Marschallplan" notwendig - es darf bezweifelt werden, dass die EU dazu bereit ist.

Es reicht eben nicht aus, nur Versprechen abzulegen, die Ukrainer könnten diese ernst nehmen. (Sie kennen unsere Politiker noch nicht, die in erster Linie den "Markt" Ukraine sehen.) Sollten die Hoffnungen enttäuscht werden, besteht die Gefahr, dass - so wie in Ungarn - ein weiteres rechtsradikales Regime an die Macht kommt. Bereits Ungarn wirft kein gutes Licht auf die EU, sollte sich die Ukraine ähnlich entwickeln, wäre die Lage aufgrund der Landesgröße fatal.

"Russlands Position nicht konstruktiv"?

Einseitige Sichtweisen sind selten korrekt. Wer in der EU , notfalls mit Unterstützung von gewalttätigen Rechtsradikalen, nur die eigenen Wirtschaftsinteressen durchsetzen will, spielt sicherlich keine vernünftige Rolle.

Agent Lemon ich kann ihten

Agent Lemon ich kann ihten Beiträgen nur zustimmen.

Das soll eine Analyse sein?

Die rechtsextremistischen Kräfte (die auch im oppositionellen Dreierbündnis vertreten sind) als Erfindung Russlands darzustellen, ist schon erstaunlich oberflächlich.

Nochmal entschärft

"...In der Ukraine werde der Kampf zwischen dem Westen und Russland entschieden, heißt es sogar. In der Tat gibt es beunruhigende Nachrichten von der Halbinsel Krim im Südosten des Landes..."
Ganz offen schreibt die Kommentarorin von einem "Kampf", beschreibt als Hintergrund dazu noch den Georgienkonflikt und zieht die Krim mit hinein. Wenn sie sich Gedanken um ihre eigene Schreiberei gemacht hätte, müsste ihr doch auffallen, dass sie selbst das Beispiel Georgien auf die Ukraine überstülpt! Was das heißt, mag ich mir gar nicht ausmalen! Krieg West gegen Ost - ist das die neue Parole? Dann gute Nacht!!!!

ums nochmal klarer zu sagen

Geostrategen und Hardliner im Westen befördern dieses Szenario. Argumentiert wird nach dem Muster, dass es um Macht geht und deren Ausdehnung anzustreben sei - auf Kosten der anderen Seite

eben das ist ja nun ehr nicht der Fall, es gibt m.E. im Westen ehr jene, die das alles für nicht so schlimm und weit entfernt halten, weil in ihrem Europa-Bild noch immer Frankreich der Mittelpunkt ist. Die tendieren sicherlich auch mehr dazu dies als Aufflammen des kalten Krieges zu betrachten.

Dem Gegenüber stehen jene, die meinen dass die Länder im geografischen Europa frei sein sollten und es wohl auch eine Aufgabe der EU ist sich dafür einzusetzen. Denn der Kampf um Freiheit ist in Europa ganz offensichtlich auch 25 Jahre nach dem Mauerfall noch nicht ganz beendet! Es rücken keine Sowjetpanzer mehr ein, aber es wird so großer Druck gegen den Willen des "geliebten Brudervolkes" ausgeübt, bis es zu Toten kommt.

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