Gefahr der Staatspleite der Ukraine wächst

21. Februar 2014 - 11:39 Uhr

Die politische Krise in der Ukraine schürt auch die Angst vor einer Staatspleite. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bonitätsnote des Landes erneut. Zugleich stoppte das Finanzministerium in Kiew die für heute geplante Aufnahme neuer Kredite.

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Kommentare

Eine pleite Ukraine ist keine gute Ukraine...

Für die ukrainische Bevölkerung ist sehr zu hoffen, dass ihr Land nicht pleite gehen wird.
Dafür sprechen allerdings die jüngst vergangenen und derzeitigen Verhältnisse, dagegen spricht, dass Putin dann doch den Geldhahn noch aufdrehen und die Ukraine aus dem finanziellen Sumpf ziehen wird.
Ach ja:
Und letztlich steht ja auch noch eine EU "Gewehr bei Fuß" - wenn denn diese idiomatische Formulierung gestattet ist.

Schuldenübernahme durch die EU

Die Eu wird sicherlich gerne alle Schulden der Ukraine übernehmen? Fragen wir doch einmal Steinmeier und Merkel dazu!

Deutscher Rettungsschirm gefällig?

1/3 der ukr. Staatsanleihen hat inzwischen der US-amrikanische Templeton Fonds im Besitz. Der Ausverkauf erreichte inzwischen Renditen von >40% durch Preisverfall für bald fällige Schulden von 1Mrd. $.
An der polnischen Börse gehen ukr. Aktien, insbosondere agrarische außer Milcherzeuger, ebenfalls steil bergab, wie auch der Grivna wegen der Kapitalflucht und auch Boykottaufrufen des Maidan gegen Waren der "Regionalpartei"betriebe und dadurch erhöhten Importen auf Talfahrt ist.

Nachdem die irische Börse "aus Versehen" 2 Mrd. $ UA-Bonds platzierte und zurücknahm und dann die Ukraine die Platzierung zurücknahm (der zu erwartende Zinsanstieg wäre fatal und RF stoppte die Ankäufe dort bis auf Weiteres) steht das Land faktisch ohne Investionen da und die angedrohte Kontoblockade für die Oligarchen
würde auch die Exporterlöse nicht mehr in stützend in Grivna tauschen lassen.

Wir nähern uns der Preisfrage. Wer wird das bezahlen? Immerhin stehen >70 Mrd. $ Staatsschulden +Garantien in Frage.

Keine Leistung, kein Geld

Kredite kann es nur für eine beständige, solide Politik geben. Davon ist die Ukraine zur Zeit meilenweit entfernt. Und wer nur auf die Barrikaden steigt, kann nicht gleichzeitig arbeiten und so der Volkswirtschaft dienen.

Willkommen in der EU

Jahrzehnte hat sich der Westen nicht für die Ukraine interessiert. Seit ein paar Monaten wird abwechselnd gedroht oder goldene Berge versprochen (Frau Ashton mit 19 Milliarden), um das Land an die EU zu binden.

Doch wozu? Sowohl kulturell, wie auch wirtschaftlich, ist die Unkraine Russland näher, als dem Westen.

Haben die Eurokraten total den Überblick verloren? Brauchen wir noch ein zweites Griechenland? Auf uns würde doch wieder der Löwenanteil der Lasten zukommen. Haben wir sonst keine Probleme? Hat Frau Merkel diesem Irrsinn zugestimmt?

13:01, Larkenschaper

"Doch wozu? Sowohl kulturell, wie auch wirtschaftlich, ist die Unkraine Russland näher, als dem Westen."

Vor dem 1. Weltkrieg konnte man durch ganz Europa, und da gehörte Russland zu, visumsfrei reisen. Russland war immer Teil der europäischen Kulturgeschichte, der russische und der französische Hof waren eng verbandelt und die Sprache der gebildeten Stände war französisch.

Es brauchte dann eine Revolution und zwei Weltkriege, um angeblich unüberbrückbare Gräben auszuheben und Leute mit gering ausgeprägtem historischen Bewusstsein, um die Grenzen des kalten Krieges im Jahre 2014 als gottgegeben zu betrachten.

"Haben die Eurokraten total den Überblick verloren? Brauchen wir noch ein zweites Griechenland? Auf uns würde doch wieder der Löwenanteil der Lasten zukommen."

Die Eurokraten leben im Elfenbeinturm und stopfen sich nur die Taschen voll, ohne von irgend etwas Ahnung zu haben. Das weiß doch jeder. Und der deutsche Michel zahlt sowieso alles, weswegen er so arm und unbeliebt ist.

Vermutlich ist der

Vermutlich ist der Staatsbankrott nur durch Wirtschaftsreformen und Privatisierungen zu stoppen, nicht wahr? Keine Sorge, in Kürze werden die EU-Heuschrecken einfliegen und alternativlose "Lösungen" präsentieren! Geschichte wiederholt sich.....

Wenn jetzt jemand einen guten

Wenn jetzt jemand einen guten Draht zu den politischen Entscheidungsträgern hat (weltweit oder national), der kann sich die Information geben lassen und wettet im richtigen Moment, bevor oder genau mit der medialen Durchsage und gewinnt.

Wie dem auch sei, wenn auch nur ein Land wie Ukraine fällt, fallen weitere, und das wird man nicht zulassen wollen. Ich bin gespannt, wessen Gelder fliessen werden. Zack Zack bum krabach, ist die Ukraine in der Eu als Mitglied, weil es so einfacher ist. Oder was? Russland? Russland glautb nicht so sehr an die erhofften Wirtschaftswunder , die möglich seien im grossen ukrainischen Markt, anders wie der Europäer, denk ich.

Sagenhaft

wie schnell ein Land in einen drohenden (finanziellen) Kollaps geraten kann.

Unruhen, wirtschaftlich schlechte Rahmenbedingungen, drohende internationale Isolation, Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau und eine Abnahme der Devisen und schon geht nichts mehr.

Und das alles wegen zugegeben schön bunt bedruckter Scheine, die sich Geld nennen und ein paar Nullen und Einsen in irgendwelchen Bankenrechnern.

Sagenhaft oder vielleicht auch einfach nur verrückt?

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