Ihre Meinung zu: Energieexperte sieht großes Sparpotenzial bei Heizenergie

5. Februar 2014 - 14:05 Uhr

Gut gedämmte Gebäude sparen Heizkosten und senken den CO2-Ausstoß. Mieterbund und Hausbesitzer sind aber mit den Sanierungsregeln unzufrieden und fordern nun eine Reform.

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Kommentare

Hohes Einsparungspotenzial ist möglich

Dabei liegt die Betonung auf möglich.
Ich war gestern auf einem Seminar für Wärmedämmung. Dort wollte die Herstellerfirma mit den Vorurteilen aufräumen.
Aber die Antwort wie viel Energie genau gespart werden kann, blieb der Referent schuldig. Es ist nämlich so, dass erst viel (bis zu 40%) Heizenergie eingespart werden kann, wenn alle Voraussetzungen (dichte Eingangstür, dichte Fenster, Dachdämmung, Kellergeschossdämmung, Solar auf dem Dach) vorliegen.
Dämmen macht auch nur dann Sinn, wenn ohnehin an der Fassade etwas gemacht werden muss. Dann reden wir nur über die Mehrkosten der Dämmung.
Für Mieter sind energetische Sanierungsmaßnahmen eher fragwürdig, weil die Miete stärker steigt als der Mieter je an Heizkosten sparen kann.

Die Frage, ob der Mieter oder Vermieter die Sanierung zahlt,

ist irrelevant. Es zahlt immer der Mieter. In den seltensten Fällen erwirtschaftet eine vermietete Immobilie eine so hohe Rendite, dass die Sanierung vom Vermieter allein aus der Rendite des bestehenden Mietverhältnisses finanziert werden kann.

Einsparen tut man am oft besten, wenn man nichts ausgibt!

Das klingt zunächst nicht überzeugend, stimmt aber in den meisten Fällen. Denn das einzige was sich rechnet ist die Dämmung der obersten Geschossdecke und natürlich Mehrfachverglasung.
Wer das alles nicht glaubt, dem hilft bei Nachfrage Dr. Google weiter.

Und noch ein Punkt, den der Autor vergessen hat: Energieeinsparungsverordnung (EnEV) ist sicher angemessen bei Neubauten. Und so war sie ja auch anfänglich ausgelegt. Bis die Lobbyisten zulegen konnten.
"Vergessen" wurde dabei, dass eine Anwendung der Maßnahmen der EnEV bei bestehenden Gebäuden die Restlebensdauer des Bestandes verringert.

mondfee: Kosten und Nutzen

Das ist interessant, was Sie da schreiben.
Hinzu kommt, dass viele Architekten mittlerweile ihre Kunden von den Dämmauflagen befreien, weil diese gar nicht wirtschaftlich sind, denn sie rentieren sich nicht in der gegebenen Zeit. Kurz: Man zahlt mehr als man spart.
Dazu habe ich mal in einer Reportage gesehen, dass bei ungedämmten Häusern mehr zum Keller, Boden und Dach abgegeben wird, als über die Wand, aber die Sanierungen zielen ja bewusst, lobbygesteuert auf die Außenfassade-Dämmung, oft zum Nachteil des Kunden.
Es gibt sogar Beispiele wo exakt die gleichen Häuser gedämmt und ungedämmt neben einander stehen und kein Heizkostenunterschied zu messen war. Oft vergessen viele die negative Wirkung von feuchten, eingepackten Wänden und die solare Aufheizung ungedämmter Wände.

Absolut richtig!

Fragen Sie mal bei Ihrem sogenannten Energieberater, wie viel Energie eigentlich durch die Außenfassaden Ihrer Wohnung entwischen. Das sind eigentlich immer weniger als 40%, eher 30% oder gar noch weniger. Und welche Energieeinsparung verspricht Ihnen der gleiche, sogenannte Fachmann als Einsparung durch Fassadendämmung? Nicht selten deutlich mehr als 30%. Selbst wenn es möglich wäre, eine Mauer total zu dämmen (ist unmöglich!), zeugt das von schlechten Rechenfähigkeiten, denn man kann ja nur das sparen, was man sonst ausgegeben hätte.

Bis zu 30% sparen hingegen kann man durch Minimalaufwand und Einbau von gut programmierten Heizungsthermostaten. Denn wer läuft schon jeden Abend rum und reduziert alle Heizungskörper um 5 Grad? Und wer läuft 1 Stunde vor dem Aufstehen wieder rum und stellt alle wieder hoch? Und wer stellt die Heizung runter beim Öffnen eines Fensters zum Lüften? Kann ich Ihnen sagen: der richtig programmierte elektronische Thermostat. Erhältlich ab ca. € 25 - € 30.

Bei uns hier im Saarland gab

Bei uns hier im Saarland gab es ein Beratungsprogramm zu Heizungsanlagen, die vom Land bezuschusst wurden.
Da kam eine Dame hierher, schaute sich das Ganze an und machte mir lediglich Vorschläge, die ich schon ausgeführt hatte oder die zu aufwendig waren und ein Neubau billiger gewesen wäre.
Das Ganze war rausgeschmissenes Geld, man merkte auch der Beratung an, dass es nur zum Geldverdienen war.

Solche Programme sind nur dazuda, dass sich diese sogenannten Berater die Taschen voll machen. Da lob ich mir meinen Heizungsbauer!

Sabn_spn: Sparen und Umwelt

Die Heuchelei haben Sie gut aufgezeigt. Natürlich geht es nicht um die Umwelt, CO2 oder "Sparen". Es geht immer um Rendite.
Warum wurden Glühlampen verboten, sollen Toilettenspülungen reguliert werden oder Gurken entsprechend gekrümmt sein? Gerne wird die Umwelt vorgeschoben, aber es sollen eben bestimmte Produkte verschwinden, damit andere verkauft werden können.
Oder warum interessiert die Umwelt keinen, wenn es um Fracking oder Gen-Mais geht?
Genau, Heuchelei. Gute Gründe sind nur gut, wenn sie die Interessen der Lobbyisten treffen und dann sind sie auf einmal suuuper gut.
Genauso ist es mit Dämmungen alias Wärmeverbundsystemen. Theoretisch könnte jeder das billig mit Stroh oder Schilf machen, mit Zellulose aus Abfallschredderern, mit Lehm beputzen, der in jedem Bauloch zu finden ist oder Kalk der atmungsaktiv ist und Schimmel keinen Boden liefert.
Aber daran könnte man nicht so viel verdienen, wie an chemischen Produkten, die innerhalb von 30 Jahren verrotten.

Ansprüche senken heißt Heizkosten sparen!

Ein Sparpotential liegt auch insbesondere darin, die ERWARTUNG an die Temperatur in der Wohnung zu verringern. Eine Wohnung auf 22°C ist eindeutig zu heiß, aber sie ist eine Folge unserer miserablen Mode, dank derer die Menschen im Winter im T-Shirt in der Wohnung herumlaufen. Das muß nicht sein.

Bei mir geht die Dämmung nicht, denn meine dünnste Wand steht auf der Grenze zum Nachbarn ... und die werden da keine 20 cm Dämmung dran dulden, denn das ginge dann u.a. von der auch knappen Ausfahrt ihrer Garage ab. Ich heize mit einem Kohleofen UND einem Vorbau mit Glasdach, so dass ich erst relativ spät anfangen muss zu heizen, ABER bei tiefen Temperaturen das Zimmer oft genug nur auf 16 Grad bekomme. Macht nichts, denn es gibt ja lange Unterhosen und sonstige mehrschichtige Oberbekleidung. In einer normalen Wohnung ginge das noch viel viel VIEL besser!

Nicht ganz richtig ...

Den die Miete und Nebenkostenzahlungen sind dazu bestimmt,laufende Betriebskosten und die Nutzung eines Wohnraumes zu decken.

UND

Auch RÜCKLAGEN ZU BILDEN um Reparaturen und Modernisierung anteilig abzudecken !!

Nur das Vergessen die Herrn (und Frauen),Vermieter ganz gerne.Lieber wird von dem Gewinn das nächste Auto gekauft ,oder ein Urlaub bezahlt.

Wer mir Erzählt ,das bei der derzeitigen Mietpreislage insbesondere in Ballungslagen nichts zu Verdienen ist,sollte man die Mietvertrage mal schwungvoll links und rechts um die Ohren hauen !! Wer es nicht schafft aus einer Nettorendite von z.b 8-10% (ist nicht so unrealistisch),nicht klarkommt kann nicht mit Geld umgehen.Das werfe ich mal so einfach vor.

Kosten für Sanierung

Man sollte sich wirklich überlegen die hohen Kosten aufzuerlegen.In den Grosstädten explodieren die Mieten förmlich.München hat ernste Schwierigkeiten Handwerker zu finden,und Leute die einfache Arbeiten machen,weil es keinen bezahlbaren Mietraum für diese Menschen gibt.
Was bringt es 1600 Netto zu verdienen wenn man für eine Wohnung schon 1000 Euro oder mehr bezahlt ?
Weiter druassen Wohnen geht auch nicht weil dann die Spritkosten einem die Haare vom Kopf fressen.
Wenn jetzt noch die Kosten dazu kommen dürften die Mieten bald auch über 1200 Euro steigen.

WER SOLL DAS BEZAHLEN ?
Wer zahlt den "einfachen" Jobbern so viel Lohn das es sich Lohnt dort noch zu Arbeiten ?
Auch diese Menschen haben ein Existenzrecht.

130 - 140 Kubikmeter Gas für

130 - 140 Kubikmeter Gas für einen Quadratmeter pro Jahr? Wo gibt's so was bitte?

Der Michel ist aufgewacht

Es freut, dass 99 % der Kommentare bestätigen, dass er, der deutsche Michel, wieder Durchblick hat und sich das Geld nicht mehr ganz so einfach aus der Tasche ziehen läßt, wie noch vor einigen Jahren. Die Klimaapostel hatten damals schon ganze Arbeit geleistet und jeder wollte (mußte) doch gern die vermeintliche Erwärmung mit seiner sauer verdienten "Kohle" irgendwie mindern.

Weiter so...

"Richtig" Dämmen

Für Fachleute sei das Buch "Richtig bauen" von Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier erpfohlen.
Für interessierte "Laien" die Zeitschrift des "Hamburger Grundeigentum" Nr. 2, Seite 14 "Fassadendämmung ähnelt Colesterinsenkern".
Schlüsse, die muss aber jeder selber ziehen.
Im übrigen; in der EnEV 2009 ist in § 10 Absatz 6 zu lesen (Zitat): "Die Absätze 2 bis 5 (wann zu dämmen ist) sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können".
Sicherlich ist in der EnEV 2014 auch irgendwo diese rechtsrelevante Einschränkung vorhanden.

> elf Prozent der Kosten für eine energetische Sanierung auf die Mieter umlegen.

Für einen Mieter bedeuten das:
Sanierungskosten (bei z.B. 11.000 €) 11% höhere Miete=100 Euro/Monate DAUERHAFTE Mieterhöhung.

NUR wenn gleichzeitig 1.100 Euro Heizkosten/Jahr eingespart werden würde der Mieter nicht belastet werden.

Besonderes Rentner mit Wohneigentum dürften zum Teil sehr große Probleme haben eine energetische Sanierung zu Finanzieren. (Wenn Rentner überhaupt einen Kredit bekommen besteht die Gefahr das Rentner mit kleiner Rente kaum in der Lage sind mal schnell 10.000 € (und mehr) einzusparen bzw. zu bezahlen.)

Über einen Zwang zur E-Sanierung können sich Unternehmen freuen die diese Arbeiten durchführen aber auch finanziell gut gestellte Vermieter welche die Kosten aus der "Portokasse" zahlen können. Die die Umlage von 11% der Kosten auch nach Abzahlung der Sanierungskosten dem Mieter berechnen können.(Ich zweifle dran das diese Kostenumlage auf die realen Kosten begrenzt ist)

@ seelensuche

Jan bis Dez 2012 = 7.633 m³ Gas für ein Mehrfamiliehaus Bj 1958, Massivbau ungedämmt, aber mit WD-Fenstern = 509 m² beheizter Wohnfläche.
Es geht also ohne auf Blender hereinzufallen.
Zusatz:
In der EnEV 2014 ist in §10 Abs. 5 der inhaltlich gleiche Ausschluss (wann nicht gedämmt werden muss) wie in der EnEV 2009 § 10 Abs. 6 gegeben.

Schaumstoff ist Sondermüll

Schaumstoffplatten halten maximal 30Jahre, dann müssen sie ersetzt werden. Sondermüll!

Sanierung: Ich sage nur "Feuchtigkeit", "Nässe" und "Schimmel".

Mittlerweile stehen Passivhäuser in Verdacht Atemswegserkrankungen zu verursachen.

Die "Energiespar-Sanierung" kostet mehr, als eingespart werden kann.

Richtig - das ist Blödsinn!

es sollte 120 - 130 kWh heissen.
Und des weiteren Saniere ich mein Haus (Baujahr 1908) soweit ich Ein- Anbauten ohnehin wechseln muss. Also neue Fenster wenn es durch die alten durchpfeift ect. und nicht nur weil es was "besseres" gibt!

Die Kosten für Energie explodieren immer weiter und das in einer Gesellschaft die Energie als "existenzielles" Gut braucht!

Das freut mich auch

dass hier so viele schon sich von der Propaganda nicht mehr blenden lassen. Die einzigen, bei denen die nur sehr bedingte Sinnhaftigkeit der Vollwärmedämmung im Altbau noch nicht angekommen ist, sind die Politiker. Die haben erstens die Lobbyisten im Nacken; zweitens brauchen sie eine massive Reduktion des Energieverbrauchs im Gebäudebereich (zumindest auif dem Papier und bitte getragen vom Privatverbraucher), um ihre vorgeblichen Klimaschutzziele zu erreichen, ohne den Wohlhabenden oder der Wirtschaft auf den Schlips zu treten.

@MaWo 1800 Kubikmeter pro

@MaWo
1800 Kubikmeter pro Jahr bei 98 Quadratmeter Wohnfläche...Baujahr 1920;Saniert 1994; Typische Doppelholzfenster.Der “Experte“ meinte wohl Kilowattstunde pro Kubikmeter...ansonsten würde ich zum ausziehen raten bei dem Verbrauch.

Co2 ...

@sabn_spn
Ooo ja - sehr gut gesagt!
Sehe ich genauso - bin aber "leider nur" Naturwissenschaftler .... und auf so jemanden hört in der Politik sowieso keiner !!

Wirklich übelst klimaschädlich sind - im Gegensatz zum CO2 - die NOx-e, die (sehr lobbyfeindlich ;) durch Verbrennen des wieder hervorgekramten Trendsetters Kohle, aber auch bei den "nachwachsenden Energielieferanten" (z.B. Holz) in irrsinnigen Mengen entstehen!

Noch extremer wird`s, wenn (wie leider fast immer der Fall) laienhaft betriebene Kaminfeuer von Möchtegern-Ökos oder geborenen Großstadtmenschen langsam vor sich hin schwelen und -stinken, die Atemwege reizen, die Lungen durch Ruß (=Feinstaub!) angreifen, die Umgebung mit giftigem Kohlenmonoxyd ersticken, wieder für sauren Regen und Smog sorgen, und eben auch massenhaft Nachschub des tatsächlichen Klimakillers NOx produzieren!!! Ein echter Rückschritt in die Kohleöfen der 50er Jahre!
Kapiert endlich: "regenerierbare Energien" sind nicht immer auch "umweltfreundlich"!

So ein Quark

Habe vor 4 Jahren auf dem Land gewohnt, Standardhaus mit Gasheizung. 4 Personenhaushalt. Wohne seit 4 Jahren in einem staatlich geförderten Energiesparhaus und, oh Wunder, zahle nicht nur Wasser, sondern auch Abwasser (! also doppelt so viel, wie auf dem Land) und die Ausgaben für Gas und Strom haben sich ebenfalls verdoppelt. Ich bin ganz sicher, dass das vom Energiesparhaus kommt.
.
Lassen wir mal die Scherze weg: so lange die Energieunternehmen sich das Geld, was sie haben wollen, unabhängig vom Verbrauch nehmen, kann man so viel sparen, wie man will, es nutzt nichts. Denn was wir einsparen, wird über Strompreisnachlässe an die Industrie weitergeleitet, damit die ja nicht sparen muss.
.
Ergo: Fangt endlich an, den Gleichbehandlungsgrundsatz wieder in die Gesellschaft einzuführen und begrenzt die Gewinnspanne und die Vorstands- wie Managergehälter, dann könnte man durch Energiesparen endlich Geld sparen!

Was ich getan habe?

Ich habe vor 2 Jahren ein RMH gekauft, Bj. 78 und folgende Maßnahmen führten dazu, dass wir im Jahr nur 1000 L Heizöl für Heizung sowie Warmwaser benötigen:

-Austausch sämtlicher Fenster gegen modernen 3 Fach vergl. Fenster
-Neue Außentür
-Isolierung der Warmwasserleitungen
-Programmierbare Thermostete, die autom. die Temperatur in den Räumen regeln
-Dachdämmung
-Gedämmte Rolladenkasten

Die Außenfassadendämmung kommt für uns nicht in Frage, da ich nichts davon halte.

Mein Haus 135m² groß, leben mit 5 Personen, wir heizen nachts in 3 Schlafräumen und mögen es gerne warm, Warmwasser fast immer vorhanden etc.

Also auf nichts verzichten und sparen geht auch ohne das Haus in eine Plastiktüte zu stecken.
Die Maßnahmen oben sind günstiger und sinnvoller als Außendämmung.

Heizung erneuern zahlt sich aus

Wir haben unsere Heizung erst erneuern lassen, das zahlt sich wirklich aus. Man muss natürlich ein paar Jahre warten, aber wir spüren den Unterschied jetzt schon. Mal nach Heizung mit Montage googlen, da findet man günstige Anbieter im Internet, wenn einem das Angebot vor Ort zu hoch erscheint.

@ 05. Februar 2014 um 16:19 von Klako

Beim Anpassen von Temperaturunterschieden geschieht ein Energieausgleich. D.h. das Material mit der höheren thermischen Energie gibt an das Material mit weniger Energie entsprechend dem thermischen Widerstand Energie ab. Folge: das Wärmere wird kälter, das Kältere wärmer. Die Temperaturänderung hängt dann auch noch von der Masse der beiden ab. Vakuum isoliert!
Das Wandern von Kalt nach Warm würde eine negative Energie voraussetzen - die gibt es nicht nach unserem Verständnis für Materie.

Wenn gefördertes Sparen mehr kostet

Sehr gerne berechnet an auch wegen der Kfw-Fördermittel Wärmedurchgangskoeffizienten von Fenstern und die darüber angeblich eingesparte Wärmemenge, die ja drinnen bleiben soll. Der Mieter könne adäquat sparen.

Wären da nicht noch etliche Wände, Türen, Luft- und Rauchabzüge, die der Heizluft klarmachen, dass Räume nicht eindimensionale Fenster sind und ganz andere Durchgangskoeffizenten haben, wie auch die Front um die Fenster od Balkons davor. Die spielen aber keine Rolle beim Ausweis der "Einsparungen" und der Miter wundert sich über die 11% Mieterhöhung(die er lebenslänglich zahlt, also mehrfach die Investition amortisiert und nach 9 Jahren teuer auf abgeschriebenen Fenstern sitzt.)

Seit 2000 haben sich die Mieten + NK mehr als verdoppelt. Da änderte auch der Kosten treibende Wärmedämmungswahn nichts, nach desen Logik man Energie spart und mehr zahlt. Wie beim Wasser und Strom.

Rechnen ...

Okay, hier stimmt die Rechnung nicht, kann aber auch nicht. Denn wir bewohnen ein Haus komplett unter Denkmalschutz, und eines der alten Fenster mit Einfachverglasung zu ersetzen - so dass die Untere Denkmalbehörde mitspielt - kostet zwischen € 5000 und € 10000.
Also: hier ist nichts gedämmt, (leider) Einfachverglasung, keine obere Geschossdeckendämmung, nichts.
Rechnen? Rechnen tut man nicht in Liter Heizöl, oder cbm Gas, sondern entweder in Gesamtverbrauch (kW) und beheizten Quadratmetern; oder in € Heizkosten pro Quadratmeter beheizter Raumfläche. Und nun sind unsere Räume auch noch ca. 3,40 Meter hoch.
Lange Rede, kurzer Sinn: unsere Heizkosten sind ca. € 2 pro Quadratmeter und Monat. Für ein gut isoliertes Haus setzt man € 0,60 - 0,70 an. Das sind € 1,30 - 1,40 pro Monat und Quadratmeter. Bei 100 Quadratmeter sind das tatsächlich € 1500 pro Jahr. Da können wir lange heizen, bis die Kosten einer richtigen Wärmedämmung (Fenster, Rollläden, Geschossdecke, Rohre) eingespielt sind.

Gefährliche Dämmung

Leider wird immer noch verschwiegen, dass die relativ billige Dämmung mit Styropor im Brandfall eine Katastrophe darstellt. Brennt es nicht, so bildet sich allzu leicht Schimmel zwischen Wand und Isolierschicht, so dass das Haus munter vor sich hingammelt. Gerade bei einem Altbau nicht unbedingt das, was man sich erhofft hatte. Gibt es denn keine vernünftigen Isolierungen?

Volksverdummung

Wirtschaftlich rechnet sich die ENEV nur für die Dämmindustrie, der Häuslebauer ist mit den Auflagen der Dumme und diese Auflagen werden nach und nach verschärft. Was heute richtig ist, wird morgen schon energetischer Blödsinn sein. Erinnern wir uns an die Bauweise unserer Vorfahren und nutzen die uns zur Verfügung stehenden Resourcen, dann wird klar wir machen genau das falsch was ökologisch richtig wäre. Natürliche Baumaterialien, alternative Heizungsvarianten mit Warmwasserbereitung, nicht alle Räume müssen beheizt werden und moderne Energiegewinnung sind der Schlüssel.
Ich selbst bewohne ein Fachwerkhaus mit Lehmgefache und Lehmputz und spreche aus Erfahrung! Besseres Klima, geringe Heizkosten und ökologisch nachhaltig. Alles kann wiederverwendet werden und es ist ohne gesundheitliche Risiken verbunden.

DeHahn: Steigende Verbrauchskosten

Sie haben Recht. Die Kosten sind oft unabhängig vom Verbrauch. Bei uns war die letzte Wasserabrechnung derart, dass wir mehr als die Hälfte nur Grundgebühr zahlten, höher als der Anteil verbrauchten Wassers und das, obwohl wir ständig waschen und Kinder haben, die duschen und baden.
Beim Müll ist es ebenfalls so, dass wir pro Person zahlen müssen, egal ob wir überhaupt Müll vor die Tür stellen, der kommt nämlich noch extra und ist ein Witz, weil man auf einem Bauernhof eben keinen Müll mehr produziert. Vieles geht an Tiere, Kompost oder in den Kamin. Es bleibt nur etwas Restmüll und Plastik. Letzteres wird recycelt und müsste eigentlich von den Firmen aufgekauft werden.

Türen zu!

Das Bizarre an der Heizkostenfrage ist, dass die grössten Verschwender, die immer bei offenen Türen heizen, also praktisch alle Ladenkettenbetreiber in den Fußgängerzonen, überhaupt kein Interesse an einer Kostenreduzierung haben, weil es ihnen egal ist bzw. weil sie diese Kosten auf das Produkt umlegen. Dies gilt nicht nur für luxuriöse Parfümerien, sondern auch für 1,- €-Shops. Im Mittelpunkt der Thematik muß die Schonung der Ressourcen stehen, dann kommt Sinn in die Diskussion.

Vielschichtige Dämmung

1. Energieberater
Jeder darf sich Energieberater nennen, die Bezeichnung ist nicht geschützt. Die Ergebnisse einer solchen Beratung sind entsprechend. Auf jeden Fall nachfragen bei den Beratern, die kommen bereits dann ins Stottern.

2. Kosten/Nutzen
Was häufig an Einsparpotentialen genannt wird, entspricht selten der Wirklichkeit.

3. Lebensqualität
Wer in einem luftdichten Haus leben mag, um ein paar Euro Heizkosten zu sparen, der soll das tun. Ich entscheide mich bewusst dagegen. Sinnvolle Massnahmen zur Dämmung sind Naturbaustoffe, die verträglich sind und einen Feuchtigkeitsaustausch zulassen. Welcher Handwerksbetrieb aber wird Ihnen heute Holzweichfaser, Lehm oder eine Wandheizung anbieten? Nicht viele, denn der Trend im Handwerk geht seit Jahrzehnten weg von bewährten Baustoffen und jahrhundertelangen Erfahrungen hin zu Fertigprodukten, die vor allem schnell und billig zu verarbeiten sind.

Sinn und Verstand, Wissen und Handwerkskunst — all das stirbt aus.

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