Kommentare - Experte über ADAC: "Non-Profit - mit sehr viel Geld"

20. Januar 2014 - 16:30 Uhr

Wie kann es sein, dass die Manipulationen beim ADAC über Jahre unentdeckt blieben? Wirtschaftsjurist Michael Adams sieht Probleme bei den Machtstrukturen des Non-Profit-Vereins. Wofür der Verein stehe, sei aber klar: für Autobahnen statt für Froschlaichgründe.

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Kommentare

Entflechtung tut not !

Nicht nur ein Aufsichtsrat, sondern das konsequente abspalten und umbenennen aller profit-orientierten Geschäftsbereiche wäre nötig.
Es kommt doch inzwischen an allen Ecken zu Interessenkonflikten: Der Club soll mich als Autofahrer vertreten ggf. Pannenhilfe nach dem Solidarprinzip anbieten. Stattdessen fahren ADAC Fernbusse kilometerlang auf der linken Spur herum und zwingen mich zum abbremsen auf 100km/h.
Monatlich wird man mit einem Magazin beglückt, dessen Herausragende Merkmale ein Übermaß an Treppenlift-Werbung und teilweise sehr den deutschen Herstellern zugewandten Fahrzeugtests sind. Nicht zu vergessen: 8 Seiten Versicherungs- und Reiseangebote der diversen ADAC-Gesellschaften.
Auch wäre es mal interessant die Rolle des ADAC bei Abschleppwagen, Vergabe von Aufträgen & Nähe zur Polizei zu beleuchten.
Das wenigste, was dieser Konzern tut rechtfertigt Gemeinnützigkeit oder gutes Image.

Gemeinnützigkeit aberkennen

Ich kann nicht verstehen, dass das Finanzministerium nicht schon längst die Anerkennung als gemeinnütziges Unternehmen zurück genommen hat.

Der ADAC und seine Töchter sind eine Familie (bei Töchtern ist das so). Dann müssen, wie bei jedem Steuerzahler, auch die gleichen Bedingungen für eine Familie gelten und die können, da der ADAC eine profitorientierte Wirtschaftsmacht darstellt, nicht mehr gemeinnützig sein.

Mich hat es schon verärgert, dass aus dem Verein für Autofahrer mit den "gelben Engeln" ein Gemischtwarenladen geworden ist, der jetzt mit seiner Marktmacht sogar die kleinen Busunternehmer an die Wand drückt, die viele Jahre für die Fernbuslinien gekämpft haben und gegen die Krake ADAC, mit geplant 60 Bussen, keine Chance haben.

Ordentlich Steuern zahlen - ohne Vergünstigungen - sollen sie dann aber schon.

Ist das sooo gravierend?

Sagen wir es offen. Was interessiert es uns, zum wievielten Male der Golf an erster Stelle steht und wieviele ihn gewählt haben? Zumindest hier ist mal ein Kopf gerollt.

Mich interresiert, dass ich im Pannenfall Hilfe bekomme.

Vergleichen wir doch einmal dazu die Sport-Vereine. Wenn hier Manager gravierende Fehler begehen, wird ihnen noch der Rücken gestärkt. Und vor allem, bei denen bekomme ich keine Hilfe. Die wollen nur etwas von mir.

Hier wird wieder ein Fall "hochgejubelt", der so gut wie niemanden interessiert.

Merkwürdige Frage aus dem Artikel:

"Wie kann der ADAC ein Non-Profit-Unternehmen sein, wenn er mit seinen Tochterunternehmen Umsätze von mehr als einer Milliarde Euro erzielt?"
Zumal sich der Fragesteller die Antwort fast schon selber gibt. "Non-Profit" bedeutet ja wohl sinngemäß übersetzt "Kein-Gewinn".
Umsatz hat mit Gewinn nichts zu tun. Ok .... man muß natürlich Umsätze machen, um Gewinne zu generieren, aber wenn die Ausgaben eines Unternehmens gleich den Einnahmen sind, dann habe ich zwar Geld umgesetzt, aber ..... keinen Gewinn gemacht. Ob es beim ADAC so ist, weiß ich jetzt natürlich nicht.

Gemeinnützig

Vorneweg:

Ist ein Verein in dieser Größe noch gemeinnützig? Kann das Sein?!?!?

und sagte nicht mal jemand:

ADAC heißt

Autofahrer dürfen alles Club?

Sie haben recht !

Eine Wahl hat mich wenig interessiert , eher die Vorteile , die ich mit den Verein hatte . Jetzt nach vielen Jahren ist man nur noch Mitglied . Es fehlt die Kontrolle über die Kontrolle des ADAC . Denn eigentlich ist das nicht mehr nur ein Verein , es ist eine Firma . Und denkt auch nur an Gewinne , deshalb würden solche falschen Zahlen dem Verein nur noch mehr einbringen . Ich überlege mir wirklich , ob ich da noch mit mache . Vertrauen wieder zurück gewinnen , das klingt doch , das dies das Einzige ist , was falsch war . Irgendwie stimmt hier Vieles nicht ! Und ich hoffe es kommt noch mehr heraus , aus dieser Sache . Wenn man was ändern will , muss man auch ehrlich vor sich sein und es zeigen ! Was in unserer Gesellschaft schon lange nicht mehr ist . Betrug ist unser Leben !

Entflechtung tut not !

Nicht nur ein Aufsichtsrat, sondern das konsequente abspalten und umbenennen aller profit-orientierten Geschäftsbereiche wäre nötig.
Es kommt doch inzwischen an allen Ecken zu Interessenkonflikten: Der Club soll mich als Autofahrer vertreten ggf. Pannenhilfe nach dem Solidarprinzip anbieten. Stattdessen fahren ADAC Fernbusse kilometerlang auf der linken Spur herum und zwingen mich zum abbremsen auf 100km/h.
Monatlich wird man mit einem Magazin beglückt, dessen Herausragende Merkmale ein Übermaß an Treppenlift-Werbung und teilweise sehr den deutschen Herstellern zugewandten Fahrzeugtests sind. Nicht zu vergessen: 8 Seiten Versicherungs- und Reiseangebote der diversen ADAC-Gesellschaften.
Auch wäre es mal interessant die Rolle des ADAC bei Abschleppwagen, Vergabe von Aufträgen & Nähe zur Polizei zu beleuchten.
Das wenigste, was dieser Konzern tut rechtfertigt Gemeinnützigkeit oder gutes Image.

Mit den Füßen abstimmen...

" Wenn das, was der ADAC tut und sagt, den Mitgliedern nicht passt, können sie ja mit den Füßen abstimmen und den Verein verlassen."

Genau darin liegt das Problem, nicht nur bei Vereinen: Sie werden vom Vorstand kontrolliert, nicht von den Mitglieder; und wer nicht mitmachen möchte, "darf" gehen, sprich man wählt ein Packet von Dingen und "darf" abwägen, was einem lieber ist, die Frösche oder der Abschleppdienst.

Mit den Füßen "abstimmen": Sowas kann als Ausnahme herhalten, aber nicht als Regel, schließlich gibt es nur eine Welt, und wenn überall alles gleich schlecht läuft, kann man letztendlich auch nicht mehr mit den Füßen abstimmen.

Gewinne - was passiert mit den Gewinnen?

Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und erhält gesetzlich geregelte Aufwandsentschädigungen. So ist das bei Vereinen üblich. Größere Vereine können auch angestelltes Personal (Fußballspieler, Geschäftsführer, Sekretärin ...) haben, welche ein Gehalt beziehen.

Ein so grosser Laden wie der ADAC wirft sicher Gewinne ab (Anzeigen-Preise im ADAC-Heft sind wohl die höchsten aller deutscher Publikationen; Provisionen etc).

Was passiert mit diesen Gewinnen? Wie hoch fallen die überhaupt aus? Wer wird durch lukrative Aufträge begünstigt? Das wären meine Fragen zu dem Thema.

Ich versteh sowieso nicht...

...warum noch so viele in diesem "Verein" sind...meine normale Autoversicherung bietet den selben Service für knapp 4€ im Monat...

Hetzkampagne gegen den ADAC!!!

Aufgrund der Vielzahl an Mitgliedern ist der ADAC sowohl der Politik, als auch mit den ADAC-Dienstleistungen konkurrienden Unternehmen mehr als ein Dorn im Auge!

Deutschland kann STOLZ auf den ADAC sein, welcher vor allem für die Interessen der Mitglieder einsteht und die Politik entsprechend unter Druck setzen kann (z.B. PKW-Maut).

Der ADAC ist die Lobby des "kleinen Mannes", der Auto fährt und diesen vor den Interessen der Regierung und vor gewissen Konzernen schützt.

Dass ein deutsches Auto in Deutschland an erster Stelle landet und nicht ein Toyota ist aus versch. Gründen nachvollziehbar. Es steht jedem frei sich auch einen Koreaner oder gar einen Lada zuzulegen.

Natürlich ist nichts auf dieser Welt perfekt, aber wenn etwas in Deutschland funktioniert, dann ist es mit an erster Stelle der ADAC.

Denken Sie daran, wenn Sie nächstes Mal bei -5 Grad auf Hilfe angewiesen sind.

~19 Millionen feiwillige Mitglieder, spricht für sich selbst.

KEINE "DEMONTAGE" des ADAC!!!

@OneInTheCrowd

Dann bleiben Sie mal ungünstig irgendwo liegen und Sie werden sehen, was Ihnen für eine Vorstellung geboten wird für Ihre 4 Euro im Monat.

Auf den ADAC ist sogar im Ausland Verlass!

Nicht das Kind mit dem bade ausschütten!

Ich war in den vergangenen 30 Jahren mehr als einmal heilfroh, daß der ADAC mich und meine Frau sicher, reibungslos und bestens organisiert nach hause gebracht hat, wenn Auto oder Moto streikten oder nach einem heftigen Autounfall in Frankreich.

Die Dienstleistungen des ADAC, der Jahrzehnte auch die Notrufsäulen an den Autobahnen aufgebaut und betreut hat, sind allein aus den Mitgliederbeitragen gar nicht zu bezahlen.

Folglich sind die Einnahmen aus den Firmen im Vereinseigentum zumindest weit überwiegend auch in gemeinnütziger Verwendung.

Was jetzt Not tut, ist absolute Transparenz der inneren Abläufe und Strukturen des Vereins, Abhängigkeiten, Bindungen, usw...

Und das können nur die Vereinsmitglieder bewirken!

Alle anderen geht das ohnehin nichts an!

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

Nicht nur der ADAC

Wie das Wort "Gemeinnützig" bereits aussagt, wäre zu vervollständigen:
"Zu vielen Gemein und für (relativ) Wenige Nützlich".
Aber lt. Betreff gilt das keineswegs nur für den ADAC.

Hetzkampagne

"Deutschland kann STOLZ auf den ADAC sein, welcher vor allem für die Interessen der Mitglieder einsteht und die Politik entsprechend unter Druck setzen kann (z.B. PKW-Maut)."
Lieber Stambolov - Ihnen scheint entgangen zu sein das so ungefähr jeder Verein, jede Partei gegen die Autobahnmaut ist. Gewollt wird die ausschließlich von der CSU. Der ADAC ist da keineswegs Vorreiter.
Und kurz zur Lobby des kleinen Autofahrers: Repräsentative Erhebungen unter ADAC Mitgliedern ergeben ein klares Votum für ein Tempolimit auf Autobahnen. Die ADAC Führung ignoriert allerdings die deutliche Haltung ihrer zahlenden Mitglieder und spricht sich gegen ein Tempolimit aus. Die Interessen der Mitglieder scheinen dem Verein eher Peng zu sein.

wirklich gemeinnützig?

Also, das muss ich noch mal hinterfragen! Mein Finanzamt behauptete schon vor Jahren, dass der ADAC kein gemeinnütziger Verein sei. Mir erschien das vor den wirtschaftlichen Unternehmungen plausibel: Der ADAC ist ein Lobby-Verein, die Mehrheit der Mitglieder leisten nicht nachweislich in erheblichen Umfange kostenlos Stunden zu Gunsten dieser Gemeinnützigkeit. Die Aktivitäten der "gelben Engel" auf den Straßen und den Lüften sind nach meiner Kenntnis wirklich nicht gemeinnützig. / Nur im umgangssprachlichen besteht eine Identität zwischen gemeinnützig und eingetragenen Verein. - Und außerdem betreiben viele als gemeinnützig anerkannte Vereine einen sogenannten "wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb" - soweit reichen dann auch nicht die Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes von 7% und die Befreiung von den Ertragssteuern, d.h. hier braucht´s dann mal keine "deutsche Debatte" (d.h. der übliche Reflex, auf jedes und alles neidisch zu sein).

ADAC

Für mich dient der ADAC in erster Linie als Pannen- und Abschleppversicherung, sowie Ratgeber bei Reisen. Das kann man sonst nicht für 4€ pro Monat haben, wäre ja auch mit 48€ im Jahr nahe am ADAC- Beitrag. Die Umfrage- Manipulationen dienen meines Erachtens in erster Linie dazu, hohe Anzeigenpreise im Heft zu rechtfertigen: Was nützt ein Heft in vielfacher Millionenauflage, wenn kaum einer reinschaut. Das ist aber offensichtlich der Fall, wie die geringe Teilnehmerzahl an den Umfragen zeigt. Wenn aber von den 19Mill. Mitgliedern nur z.B. 200000 das Heft lesen, springen die Werbekunden ab...

@Stambolov

die Versicherung bietet mir deutlich mehr als der ADAC (ich war auch mal in dem Verein und habe mit beiden Modellen eigene Erfahrungen).
Der ADAC kam und hat mich zur Werkstatt geschleppt. Ich kann nicht klagen.
Bei der Versicherung hatte ich eine vergleichbare Reaktionszeit, wurde auch abgeschleppt, hatte aber kostenlos noch einen (besseren) Ersatzwagen für die Tage der Reparatur.
Der ADAC bietet für mich keinen Mehrwert; ich sehe in ihm nur einen Moloch an Unternehmen mit eindeutiger Gewinnerzielungsabsicht. Auch hier kein Unterschied zur Versicherung.

@Stambolow

Man könnte meinen, daß Sie ein "gezielter" Mitarbeiter des ADAC sind oder gesponsert werden???
Es geht in dieser Angelegenheit nicht um den ADAC in seiner "Hilfsfunktion" sondern um einen gemeinnützigen Verein! Wenn sich daraus aber Untergruppen mit wirtschaftlicher Wertschöpfung entwickeln, gelten andere Regeln als in Vereinen! Es muß ein Kontrollgremium zur Überwachung des Vorstandes geben ebenso wie die Überwachung durch einen Wirtschaftsprüfer! Da unser Gesetzgeber, aus welchen Gründen auch immer, sich dieser Sachlage offensichtlich nicht bewusst ist, ist dieser "Fauxpas" sehr willkommen um die Aufmerksamkeit auf eine solche Konstellation zu lenken.
Dies hat nichts mit der Rolle und Aufgabe zu tun welche den ADAC im ursprünglichen Sinne auszeichnet! Vereine in dieser Größenordnung sind sehr selten und deshalb ist hier die juristische Situation zu prüfen!
Hoffe, Sie können den Unterschied erkennen. Es hat nichts mit dem ursprünglichen Gedanken des ADAC zu tun!

@Stambolov

Genau, der ADAC ist gegen die PKW-Maut und verlangt da lieber eine Erhöhung der Mineralölsteuer. Damit sind die Ausländer "entlastet" und der deutsche Autofahrer UND Ölheizungbetreiber (und damit auch die, die kein Auto haben) soll für die Straßen zahlen.

Des weiteren Vertritt der ADAC nicht die Meinung seiner Mitglieder sondern nutzt nur seine Macht aus um seine "persönliche" Meinung durchzusetzen. In den Jahrzehnten als Mitglied habe ich nie großartig etwas über eine Mitgliederbefragung gesehen (auch nicht in der Motorwelt).

Und dass, wie Sie schreiben, ein VW vor einem Toyota sein muss, kann ich aus eigenen Erfahrungen nicht nachvollziehen da ich schon Fahrzeuge von beide Marken hatte. Von daher müsste ein VW aus persönlicher Erfahrung eher weit hinten sein.

Mal darüber nachdenken:

Ich selbst bin schon einmal mit Motorschaden abends um 18.00 Uhr auf der Autobahn mit meinem PKW liegengeblieben. Um 22.00 h stand mein PKW 180 KM weiter weg vor meiner Werkstatt, Dank ADAC.
Das klappt also ganz vorzüglich.
Deshalb sollte man die Sparte "Dienstleistung" gänzlich vom Rest der ADAC-Aktivitäten abspalten.

@Stambolov: das ist der große

@Stambolov: das ist der große Irrtum, dem Sie und viele andere unterliegen. Wenn Sie irgendwo liegen bleiben, kommt ein Privatunternehmer, der vielleicht ein gelbes Auto mit der Beschriftung "Im Auftrag des ADAC" hat, abgerechnet wird die Pannenhilfe aber mit dem Unternehmen oder dem Autoclub, dessen Karte Sie vorlegen. Wüssten viele Mitglieder, dass es die gleiche Leistung auch ohne ADAC-Mitgliedschaft gibt, wäre der ADAC nur halb so groß.

Das ist doch mal ein guter Kommentar ...

... vielen Dank! Ausführlich und differenziert, und trotzdem die eigene Meinung klar artikuliert, so wünscht man sich das.

Die Äußerungen von Benutzer Stambulov kann ich dagegen deutlich weniger gut nachvollziehen. Von "Hetzkampagne" kann nicht die Rede sein und der ADAC ist in meinen Augen auch nicht die "Lobby des kleinen Mannes, der Auto fährt und diesen vor den Interessen der Regierung schützt". Der ADAC ist ein klare Lobby-Organisation einer ganz bestimmten Gruppe von Autofahrern und letztlich in meinen Augen auch Lobbyist der Autoindustrie. Überall gehts nur um Straßen-Neubau, Geschwindigkeitsbegrenzungen grundsätzlich Nein Danke, Benzin immer so billig wie möglich, am Besten jedem Bürger das Zweit-Auto - das sind die öffentlich vorgetragenen Standpunkte des ADAC. Deswegen bin ich nicht Mitglied in diesem Verein obwohl ich durchaus die Pannenhilfe als lobenswerte Leistung anerkenne.

Ablenkung für Pofalla?

Schön und gut. So ist der Kapitalismus. Der ADAC ist schon länger ein Anbieter für vieles. Wer an Unabhängigkeit glaubt, wird wieder und wieder enttäuscht. In einer Gesellschaft, in der die Anwälte der Wirtschaft den Staat in Schach haltenhalten, der Staat überall sparen muss und man auf Abbau des Staates drängt, wo Entscheider gekauft werden und wo Steuersünden vielfach als Kavaliersdelikte gesehen werden, wo Immobilienbesitzer oder Höcker statt Kranken- oder Altenpfleger als Leistungsträger gesehen werden ist etwas anderes nicht zu erwarten.

na bei

250000€ selbst für den gelben bengel noch nach der straftat! Scheint geld keine rolle zu spielen!

Gemeinnützigkeit

Gemeinnützig? Fragt sich nur, wem sie nutzen wollten. Da sehe ich zum Beispiel, dass 2012 der BMW unschlagbar als beliebtestes Auto oben stand. Und auch in der Folgezeit stand der Wagen ganz oben.

Das dürfte dann die Sonderform der bayerischen Konkurrenzfähigkeit sein. Und der ADAC ist durch und durch bayerisch. Mit dem Programm der CSU sind sie bestens kompatibel.

Die Mitglieder aus dem Rest der Republik aber bildeten sich ein, da einem Verein anzugehören, der nicht schummelt und nur neutral tut und dabei knallharten Lobbyismus betreibt. Die gemeinnützigkeit aber werden nicht verlieren: Die wird in Bayern überprüft.

@fprinz

Also die Notrufsäulen an Deutschen Autobahnen hat weder der ADAC aufgebaut noch betrieben, sondern wurden von der Björn Steiger Stiftung installiert.

Gemeinnützigkeitsstatus des ADAC ??

Dies sollten Redaktion und beteiligter Wirtschaftsjurist mangels vorliegender Satzung noch einmal genauer recherchieren!

In einem Interview des Präsidenten Peter Meyer mit der WELT vom 29.03.2004 (welt.de/print-welt/article303187) wird Meyer zum Selbstverständnis des 'Vereins' wörtlich wie folgt zitiert:

"Der ADAC ist nicht gemeinnützig, sondern ein Idealverein, der seine Tätigkeit nicht nach wirtschaftlichen Zwecken ausrichtet, sondern sich an den Interessen und Bedürfnissen seiner Mitglieder orientiert"

Zudem wird jedes ADAC-Mitglied wissen, dass es die - sehr hohen! - Jahresbeiträge nicht von der Steuer absetzen kann!

Im Ergebnis ist es genau diese, zum Konzern ADAC mit über 1 Mrd. € 'Mitgliedbeiträge' p.a. nicht passende Vereinsstruktur, die ihn gegenüber der Öffentlichkeit so intransparent macht und den Vereinsoberen eine verkehrspolitische Lobbymacht ohne Zustimmung der hierzu missbrauchten Mitgliederzahl eröffnet!

Was wird sich hinter der Spitze des Eisberges finden?

gemeinnützigkeit sofort entziehen !

welch ein unfug, einen solchen verein mit gemeinnützigkeit zu handhaben.
da wäre ja die deutsche bank evtl. auch gemeinnützig...........

Scheinheiliges Lobbyistengekeife

Dass hier ein Manager die Anzahl der Umfrageteilnehmer aufgeblasen hat ist skandalös und ärgerlich. Aber der ADAC ist eine der wenigen mächtigen Verbraucherlobbyisten und das ist gut so. Die Lobbyistenmafia der Autoindustrie mit Ihren gefälschten Verbrauchswerten, die mit bestechenden Argumenten die Politiker bearbeitet und Leute wie Dop-Rindt sollten sich schämen über den ADAC herzufallen.

Transparenz

gibt es nicht im Hause adac. Die Herren beweihräuchern sich selbst, bestens präsentiert im Monatsmagazin und die Eigen-Werbung verschwimmt dort mit Treppenlift und Reiseveranstaltern. Die sogenannte Jahresgabe berichtet über die große weite Reisewelt und soll wohl Stimmung machen für die adac-Reisen.
Und der adac hat viel mit der kath. Kirche gemeinsam. Man gibt nur das zu, was bereits ("leider") bekannt gemacht wurde von den "bösen Medien." Die Arroganz der Macht machts möglich.
@Stambolov: Man könnte den Eindruck gewinnen, Sie gehören zum Vorstand des Vereins oder werden zumindest von ihm gesponsert. So schön kann man den "Verein" nicht reden, wenn man halbwegs bei Verstand ist. Und wenn Sie ihn schön trinken wollen, werden Sie zum Alkoholiker.

Aktuelle Meldungen zum ADAC-Skandal

Sehr geehrte Journalisten, ich vermisse ihren Biss. Bei jedem anderen Skandal in den letzten Monaten und Jahren ( Wulf, Schawan, BER etc.) waren Sie schneller bei der Hand echte Fragen zu stellen und zu recherchieren. Eine Frage taucht bis jetzt immer noch nicht in den Meldungen auf: "Warum hat denn der Kommunikationschef die Zahlen manipuliert, was, oder wer, hat ihn denn dazu motiviert??" Ich würde mal die Nutzniesser dazu befragen oder das Konto dieses Herren kontrollieren, oder will es diesmal gar keiner wissen?

Alternativen in der Pannenhilfe

Es gibt Alternativen in der Pannenhilfe:
Ich bin seit Jahren beim VCD für 30-40EUR im Jahr. Pannen hatten wir schon: Die haben Partnerfirmen, die schnell da sind.
Beim VCD ist man sogar mit dem Fahrrad (bei einem Platten) versichert.
Ansonsten gibts noch ACE und AvD als Alternativen zum ADAC.

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