Menschen stehen in Madrid in einer Reihe vor einem Arbeitsamt

Ihre Meinung zu Arbeitslosigkeit in der EU bleibt auf Rekordhoch

Die Zahl der Arbeitslosen in der EU pendelt sich auf hohem Niveau ein: Im November waren laut Eurostat 26,6 Millionen Menschen ohne Job, das entspricht einer Quote von 10,9 Prozent. Im Euroraum ist der Anteil noch höher. Auch 2014 ist keine Besserung in Sicht.

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18 Kommentare

Kommentare

Harald aus Naumburg an der Saale
Gezählt sind nur die registrierten Arbeislosen

Tolle Zahlen, diese numerierten Arbeitslosen!
Nach meiner Kenntnis gibt es eine hohe Dunkelziffer. Lange lebte ich in dem kleinen Dorf Viscri in Rumänien und blieb in ständigem Kontakt mit dem Dorf. Mehr als 60 % der Menschen dort haben keine reguläre Arbeit. Wenn sie gegen Bezahlung tätig werden können, sind das Tagesaufträge, ja bisweilen Arbeiten nur für ein paar Stunden. Ich bin sicher, dass in ALLEN Staaten der EU auch eine Grauzone der nicht registrierten Arbeitslosen besteht, denn nach unserer Definition ist arbeitslos, wer vorher einer gesicherten arbeit nachging, sich entließ oder entlassen wurde, zum Arbeitsamt ging und sich "arbeitslos" meldete.

Thomas Wohlzufrieden
Arbeitslosen-Los

Ja, hohe Arbeitslosenzahlen sind wahrlich jammern auf hohem Niveau! Und es ist auch nicht nur 2014 keine Besserung in Sicht, sondern überhaupt nicht mehr. Vollbeschäftigung herrscht nur noch in den Arbeitsämtern. Das System ist an seine Grenzen gekommen.

Gast
Vielleicht wäre es mal Zeit...

Es wäre Zeit sich mal den widersprüchlichen Meldungen mal in der Berichterstattung mal anzunehmen. Diese Meldungen sind sinnfrei. Hier geht schon nicht mehr um unterschiedliche Prognosen, sondern um Realsatire. Ich durfte Nahles erst vor Tagen sagen hören "Die Arbeitsmarktlage verbessere sich trotz steigender Arbeitslosigkeit". Da muss man sich doch an den Kopf fassen. Diese Meldung reiht sich in den Widersprüchen wunderbar ein. Krise in Europa beendet, aber die Arbeitslosigkeit bleibt.
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Vielleicht sollte das mal in der Presse wie die Berichterstattung gestaltet wird, damit man nicht im Tagesrhythmus widersprüchliche Meldungen hört. Wozu das Ganze?

bonaqa79
Löhne müssen sinken :-( Herr Clemens

Arbeit ist im Süden zu teuer, Löhne müssen weiter nach unten Gesetzt werden?
Ja sollen denn die Menschen in Spanien Griechenland und auch bei uns in Leihbuden für 1,50€uro Brutto die Stunde arbeiten Herr Clemens Fuest, Präsident des ZEW??
Leiharbeit, Hartz4, Minijobs null Kündigungsschutz Agenda 2010 haben in D zu einer Politik geführt wo es nur noch eine Frage der Zeit ist wann hier Unruhen ausbrechen werden :-(
Die Menschen haben von dem Geschwätz der Politiker und selbsternanter Experten die Nase voll :-( sei es Mindestlohn, Zeitarbeit Lohndummping usw....

Gast
bei der einfuehrung des euro

zu kohl's zeiten sind fuer die auslegung und richtung der eu entscheidenden fehler gemacht worden.

allein die 3 % regelung fuer die staaten haette flexibler gestaltet werden sollen, z. b. 3-6%.

das haette viele laender vor dem rettungsschirm und dem damit verbundenen sparprogramm mit dem sozialen abstieg seiner bewohner verhindert, also auch die hohe arbeitslosigkeit.

man hat damals nur den euro im blick gehabt, sich aber keine gedanken ueber die sozialen konsequenzen gemacht.

allein die integrations diskussion kommt 20 jahre zu spaet.

wie bei jedem schlechten project management ist nun feuer loeschen und rettungsversuche angesagt.

nur hilft das einer verlorenen generation die in ihrer jugend keine arbeit hat wenig.

man muss sich wundern das sich dabei bis jetzt noch nicht die geschichte von 1933 wiederholt.

eu = europas untergang schreitet voran und jeder,vor allem die wirtschaft, hofft, dass die chinesen uns retten werden.

eu ist tot...es lebe china!!

Gast
Auf der einen Seite haben wir High-Tech....

..... auf der anderen Seite Low-Life.

Willkommen in der Zukunft...

morgentau19
Bei 26,6 Mio. Arbeitslosen,

wobei Deutschland den höchsten Anteil aufweist, soll noch mal einer sagen, Deutschland/Europa braucht Fachkräfte aus nicht- europäischen Ländern.

Bestimmt wird jetzt jemand sagen, für die Arbeitsmärkte sind die nicht ausreichend qualifiziert......

Gast
Jugend ohne Zukunft

"Fast ein Viertel der jungen Menschen in Europa hat keinen Job. In der Europäischen Union entspricht das mehr als 5,6 Millionen Menschen."
Genau deshalb brauchen wir die Zuwanderung von Fachkräften aus aller Welt!
5,6 Millionen junge Menschen wollen arbeiten, aber zu Konditionen, die die Wirtschaft schon lange nicht mehr bereit ist zu zahlen. Man stuft die jungen Leute daher als völlig unqualifiziert oder als völlig überqualifiziert ein (siehe Standartabsagen).
Um diese zu motivieren für noch geringere Löhne zu arbeiten brauchen wir dringend die Zuwanderung und mehr! So hat ein großes amerikanisches Versand-Unternehmen nun eine Mitarbeiterinititive, der mit Minderlöhnen zufriedenen Mitarbeitern ins Leben gerufen, welche sich aktiv gegen die Gewerkschaftsforderungen nach Tarfiverträgen und Mindestlöhen stellen und ihrem Arbeitgeber in jeder Lohndumpingrunde voll zur Seite stehen.
Der Kampf unter den Arbeitnehmern hat eine neu Stufe erklommen - die EU-Jugend hat da keine Zukunft!

19ikarus43
Insgesamt gesehen,wird die EU Arbeitslosigkeit

noch weiter steigen.
Die Exporte aus Deutschland heraus,jedoch auch.Wir haben eine (Gott sei Dank)hoch effizente Volkswirtschaft,die notfalls fast alles niederkonkurrieren kann,auch dank dem dualen Ausildungssystem,dem jetzt versuchen viele Länder nacheifern zu wollen.Aber,wie so oft,wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Die Arbeitgeber können bestimmen,zu welchem Tarif da jemand eingestellt wird,oder auch nicht.
Notfalls werden dann Fachkräfte ausländischer Herkunft aqueriert,die dann dem Herkunftsland fehlen werden.
Die Zukunftsfrage wird allerdings lauten,wie verteilen wir die immer weniger werdende Arbeit durch Zunahme der Automatisation,Einsatz von Computertechnik usw auf die nun mal vorhanden und auch willigen Arbeitskräfte. Das wir uns alle gegenseitig die Haare schneiden?
So nebenbei fällt mir der Spruch ein,Autos kaufen keine Autos. Wenn ich mir mal so am Rande die Gehälter der Mitarbeiter der TAZ ansehe,fällt mir noch weniger ein.

Gast
85 milliarden us dollar!!!

die usa generieren per fed monatlich 85, inzwischen 75 milliarden us dollar billigen geldes um die konjunktur anzukurbeln.
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japan generiert in relation sogar noch mehr geld.
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in eigener, weicher, da billiger werdenden, exportbeflügelnder währung wohlgemerkt!
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und da wollen uns – und vor allen den südeuropäern – die bilderberger + hobbyökonomin merkel, goldmann-draghi ("ich werde den euro retten, koste es was es wolle!") und die troika vermitteln, dass für südeuropa exakt das gegenteil den erfolg bringt? eine tendenziell härter werdende währung (zugpferd + effizienzgenerator deutschland) verbunden mit dem blutigen austeritätskurs?
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als die wenig wettbewerbsfähige ddr die dm erhielt, wurde postwendend massenhaft geld rübergepumpt. zudem der länderfinanzausgleich.
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nun generieren die usa und japan massig billiggeld gegen arbeitslosigkeit und zur konjunkturbelebung.
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aber für südeuropa gelten völlig entgegengesetzte strategien? wie wollen merkel und co uns das erklären?

ShaniaOjibwa

"Deutschland hat mit einer Quote von 7,5 Prozent die geringste Jugendarbeitslosigkeit."

Und damit wohl auch die größte statistische Schönfärberei von allen.
Ich kenne mehrere U25, die entweder immer noch einen Ausbildungsplatz suchen, oder einen Arbeitsplatz nach Beendigung der Ausbildung. Alle haben gemeinsam: Sie leben noch bei ihren Eltern, erhalten keine ALG-Leistungen (mehr) und sind damit NICHT in der Arbeitslosenstatistik enthalten.
Einer von denen konnte zwar einen Job als Zeitungsausträger ergattern, aber gilt das tatsächlich schon als Arbeitsplatz? Na... dann kann ja wenigstens dieser eine in eine eigene Zukunft mit eigener Familie starten. Ironie off*

denke
Doof und arbeitsfaul

sind Menschen ohne Arbeitsvertrag nicht, sie werden in den Industriestaaten - auch hier - per Gesetze und Verordnungen zu "Laien" gemacht, also regelrecht abgestempelt.
Es ist toll, wie die beruflichen Einstiegs-Anforderungen hoch und höher geschraubt werden.
Fakt ist, dass Fachkräfte in Betrieben ausgebildet und nicht im Ausland abgeworben werden müssen.

Aber jeder Lehrlingsausbilder merkt bald, was er sich mit diesem Job eingehandelt hat; nur noch Ärger und Sch..Sorgen von Seiten der Behörden und Ämtern und dann noch mit den Azubis, deren Ordnungs- und Pünktlichkeits- und auch Lernsinn einer großen allgemeinen und geduldeten Gleichgültigkeit zum Opfer gefallen sind.

Unsere Abi-Abgänger lernen doch nur für die Reiseknete ins Ausland, und Familien holen das nach, was in China wieder abgeschafft wird: 1 Kind pro Paar.

Richtig lernsüchtig sind die Menschen nicht, sonst würden sie endlich damit beginnen, ihren Hirnen das Denken zu erlauben. Die Synapsen warten.

Shantuma
@Uebermorgen

Sie haben einen entscheidenen Punkt vergessen.

Die Außenhandelsbilanz!
In Deutschland haben wir ja bekanntlich ein Importdefizit, und da wir dort also ein Defizit haben muss auch einer ein Importüberschuss erzeugen bzw ein Exportdefizit verzeichnen.

Ein Exportdefizit entzieht dem Land Kapital und sorgt so für eine Deflation im Lande, diese Deflation wird von der EZB dank niedriger Zinsen entgegen gewirkt.
Für die Länder im Euro-Raum welche ein Importdefizit (Exportüberschuss) erzeugen ist dies aber fatal.
Zum einem wird dem Sparen entgegen gewirkt durch niedrige Zinsen, zum anderen gibt es Kapital aus den Exportdefizitländern und es gibt billiges Geld von den Banken d.h. eine Inflation droht.

Neben einem sozialem Mindeststandard wäre die Außenhandelsbilanz ein entscheidenen Punkt gewesen bzw man hätte einen Länderfinanzausgleich einführen müssen.

Fazit des Artikels ist das die Krise weiterbesteht und keine Sparmaßnahme derzeit Wirkung zeigt, selbst 1929 war es nicht so schlimm.

19ikarus43
Vielleicht wird mein Rentner Zuverdienstjob

ja auch noch dazugerechnet,schon können die Zahlen geschönt werden.
Eigentlich sehe ich mich in meiner näheren Umgebung um,Arbeit gäbe es eigentlich genug.Brücken,die seit Jahren nur im Schritttempo von Lastern befahren werden können,Strassen die ausehen wie aus den fünfziger Jahren. Marktplätze die schon vor gefühlten hundert Jahren saniert werden sollten. Häuser die dringend einer Auffrischung,von Wärmedämmung ganz zu schweigen, bedürfen. Ach ja,Steuererhöhungen für das obere Drittel? Nie und nimmer ,die wandern sonst aus.
Dann noch hier in meiner Heimatstadt.Ein Unternehmer kauft zwei Grundstücke unmittelbar neben einer stark frequentierten Bahnlinie. Gebaut werden ?zwei Altenheime. Irgendwie müssen die Armutsrentner ja kostengünstig untergebracht werden. Pensionäre wird man da wohl vergeblich suchen.

Gast
ist doch toll

Ist doch toll das immer weniger Menschen arbeiten müssen und wir Maschienen haben die alles erledigen.
Besser kann es doch nicht kommen.
Einen Fehler hat halt die Sache.
Die Maschienen die gehören meistens einer Einzelperson die sich ohne Arbeit dumm und dämlich verdient.
Also bedarf es eine Umverteilung von oben nach Unten.
Das ist alles und so wird es auch kommen.
Wenn nicht kommen sich die Arbeitlosen ihr Recht auf ein "würdevolles Leben " nämlich holen und da nützen den Reichen auch ihre Überwachungskameras nichts mehr.
Also friedliche Lösungen und Umverteilung?
Oder will man in Zukunft Kireg der Klassen und Gewalt haben?
Ich bin für beides zu haben.
Auf in den Kampf

Gast
Schuld liegt bei den Arbeitgebern

Das Problem der hohen Arbeitlosigkeit liegt nicht wie von Industrie und Politik behauptet bei den Erwerbslosen.

Ich kenne in meinem Umfeld genügend ehemalige Studenten (mit sinnvollen Abschlüssen) die einfach nichts finden.

Anders als von den Jobcentern immer verbreitet, wollen die meisten Menschen ein produktives Mitglied der Gesellschaft sein, auch wenn es ein Grundeinkommen in ausreichender Höhe gäbe.

Das Problem ist nicht mangelnde Qualifikation oder Flexibilität der Arbeitnehmer sondern der Unwille der Arbeitgeber etwas anderes einzustellen als den "perfekten Arbeitnehmer":

- kein Privatleben (24/7 erreichbar und arbeitswillig)
- 10 Jahre Berufserfahrung, gleichzeitig total überqualifiziert aber maximal 25 Jahre alt (?)
- verlangt fast nichts

Die meisten Freunde aus dem Studium haben alle das selbe Problem:
"Wie soll ich denn an Berufserfahrung kommen, wenn keiner jemanden ohne eben diese einstellt?" Selbst die unbezahlten Praktikumsplätze in den Unternehmen sind umkämpft!

Shantuma
@kairooo

"Einen Fehler hat halt die Sache.
Die Maschienen die gehören meistens einer Einzelperson die sich ohne Arbeit dumm und dämlich verdient."

Das Problem ist eigentlich das man einen Käufer für diesen ganzen Scheiß braucht.
Wenn alles von Maschinen produziert wird brauchen wir kein Geld mehr.
Der schnellste Weg zum Kommunismus ist nicht dafür zusorgen das alle arbeiten, sondern alles allen kostenfrei zur Verfügung stellen und das geht viel einfacher wenn wir alles Maschinen überlassen.
D.h. wir befinden uns auf dem direkten Weg zum Kommunismus! Geil, oder?

Hügel
@gierde zerstört

nun generieren die usa und japan massig billiggeld gegen arbeitslosigkeit und zur konjunkturbelebung. .
aber für südeuropa gelten völlig entgegengesetzte strategien? wie wollen merkel und co uns das erklären?

Sie haben absolut Recht. Die derzeitige US Regierung und FED setzen auf eine Überschwemmung des Marktes mit billigem Geld und das ist auch hier bei uns in den USA sehr umstritten. Das führt natürlich zwangsläufig zur weiteren Geldentwertung und Inflation und Überschuldung.

Die Merkelsche Regierung empfiehlt die Austerität während Draghi wohl auch lieber fleißig Geld druckt.

Welches Konzept am Ende richtiger ist wird sich noch herausstellen. Die Konjunktur in den USA läuft wieder relativ gut, die Frage ist nur zu welchem Preis? Die Staatsschulden sind bereits über 100% des BIP. Von den ungedeckten "Liabilities" für Pensionen und Medicare mal ganz abgesehen.
Das böse Erwachen mag da noch vor uns liegen.....