Kommentare

Kritik zur Bankenunion und zur Kritik

Empfehlenswert ist folgende Rede Wagenknechts im Bundestag:

http://youtu.be/4qvL97rtnxw

Wagenknecht übt nicht nur selbst Kritik in dieser Rede, sondern sie benennt und zitiert unterschiedliche Kritiker.

Zur Person Asmussens empfiehlt sich der Beitrag des Störsenders:

http://youtu.be/ro3ll0kPEDk?t=6m39s

"Aufsicht" reicht nicht, denn

"Aufsicht" reicht nicht, denn Banker sind kreativ im Erfinden neuer "Produkte" und das gilt auch für die Umgehung von Regeln und Sicherheitsmaßnahmen. Nick Leeson hat das eindeutig bewiesen, genauso wie diverse Bilanzfälscher in Unternehmen.

Eine Kontrolle funktioniert nur dann, wenn die Beteiligten EHRLICH sind. Da aber die Banker ihre eigenen "faulen Papiere" nicht erkannt und Risiken vertuscht haben, ist ihnen dabei nicht zu trauen.

Es gibt nur eine Möglichkeit Banken "sicher" zu machen: es muß unmöglich werden zu schummeln, unsinnige Produkte (Leerverkäufe und die Erleichterungen für Spekulanten die wir 2000 bekommen haben) UND das Risiko muß auch vom Bankmanager getragen werden ... in voller Höhe seines Vermögens.

Wagenknecht hat recht

Und es ist auch nicht erklärbar, warum es Spitzengehälter für verantwortungsvolle Posten gibt, wenn diese dann die Verantwortung nicht übernehmen. Wirtschaftliche UND gesellschaftliche Führungsverantwortung wird bei Versagen auch noch mit einem vergoldeten Rücktritt belohnt, weil sie ihren Dienst ja erwiesen haben. Das ist untragbar, denn Konzerne und Banken haben inzwischen verheerendere Wirkung auf unsere Welt als alles andere. Die Politik muss da handeln, es ist quasi ein kalter Krieg im Gange, in dem die Bevölkerung den Preis zahlt. In Deutschland haben wir noch Glück, aber man kann die Augen garnicht so fest zukneifen, um nicht zu sehen, wie die Welt um uns herum kollabiert. Und die das herbeiführen , die Nutzniesser und zynischen "Lenker", sitzen am längeren Hebel und werden von den Massen sogar noch mit dem versorgt, was sie oben hält: Geld

Frau Wagenknecht sollte vielleicht lesen lernen?

Wenn Frau Wagenknaecht die Inhalte der Abkommen zur Bankenunion gelesen hätte dann wüsste sie dass die meisten ihrer Forderungen (außer dem Trennbankensystem) bereits vereinbart sind und eben zukünftig entegegen ihrer Behauptung NICHT mehr der Steuerzahler zuständig ist für die Bankenrettung.
Aber warum sollte eine linke Populistin das auch noch lesen was sie kritisiert? Es könnte ja sein dass sie ihre Kririk einstellen müsste und das wäre ja sehr ungünstig!
Dass die Risiken für die Banken heute auch schon ohne diese Bankenunion deutlich geringer sind als vor 5 Jahren weil einige Themen wie höheres Eigenkapital etc. bereits umgesetzt sind scheint sie auch nicht zu interessieren.
Der Unterschied ist dass andere Leute vernünftige Politik machen während Frau Wagenknecht ohne inhaltlichen Sinn und Verstand nur populistische Sprüche in die Welt setzt!

Schuldenstaaten als Aufseher? Den Bock zum Gärtner machen!

Eine Kontrolle funktioniert nur dann, wenn die Beteiligten EHRLICH sind. Da aber die Banker ihre eigenen "faulen Papiere" nicht erkannt und Risiken vertuscht haben, ist ihnen dabei nicht zu trauen.

Bemerkenswert, wenn man berücksichtigt, dass €-Staatsanleihen mit keinem Cent Eigenkapital hinterlegt werden müssen. Die Banken + Notenbanken werden geradezu genötigt solche Papiere zu kaufen.

Da sind eher die "Aufseher" das Problems. Ehrlich (!?) Täuschen beim Griechen-€-Beitritt , dann ein rechtswidriger Schuldenschnitt. Ehrlich!? Ja der Verlust der Rechtsstaatlichkeit im Euroland ist zu beklagen?!

Gerne lenken Politiker von der eigenen Schuld ab und verweisen auf die bösen Banken. Man braucht eine Verkehrsordnung mit ausreichender Kontrolle. Das ist im Finanzbereich nicht anders.

Dazu braucht es verantwortliche Menschen in der Politik und keine Süchtigen. Verschwenden, Schulden machen und dann Schnitt. Am Ende sucht man einen Sündenbock um die eigene Schuld zu tarnen.

@ 16:48 von SASACUS

Sie schreiben:
"Das was da als Fiskalpakt und Banken-
union beschlossen wurde kann nicht
im Interesse Deutschlands und seiner
Bürger sein."
*
Also eigentlich ist das nicht so schwer verständlich auch wenn die Abläufe etwas komplexer sind als sie müssten.
Aber eines ist ganz sicher:
Finanzminister Schäuble hat im Interesse deutscher Bürger mehrere Verbesserungen eingebracht bzw. duchgesetzt die uns deutsche Steuerzahler stärker schützen als es die anderen Länder gerne möchten.
Und das ist das Gegenteil dessen was sie der Bundeskanzlerin und den Ministern vorwerfen. Einfach mal die Kommentare in den Nachrichten verfolgen dann wird das sehr deutlich!

@ Bernd1

So toll, wie Sie schreiben, scheint die jetzt vereinbarte Lösung nicht zu sein.

* Aktionäre, Gläubiger und Großkunden haften zusammen bis zu ACHT Prozent der Verbindlichkeiten ihrer Pleitebank? Das ist ja eine enorme Beteiligung. / Ironie aus.

* Und nach spätestens zehn Jahren verschmelzen die nationalen Notfalltöpfe? Dann zahlen deutsche Banken für ausländische Pleitebanken?

@ 16:48 von Bernd1

lesen allein reicht nicht. Sie müssen es auch verstehen. Komisch, dass ihre "linke Populistin" doch anscheinend mit den Forderungen seit JAHREN recht hatte, wenn diese nach ihrer Aussage nun umgesetzt werden. Oh, ein Widerspruch, aber egal... einfach schön weiter auf die "Kommunisten" eindreschen. Aber so einfach ist das alles nicht, denn auch dieses angekündigte Trennbankensystem und andere in die Wege geleiteten Massnahmen werden es so nicht lösen, da gehen die Ansätze von Wagenknecht viel weiter. Aber das ist leider so, dass man manchen sogar die Weizenkornlegende noch erklären muss. Vielleicht ein Bildungsproblem, ich kanns nicht sagen.

Die Banken jubeln

Und das hat seinen Grund. Der Teufel steckt im Detail. Daher weiß ich nicht wieso man sich nicht auf ein "Trennbankensystem" geeinigt hat. Wir könnten ja irgendeine kosmetische Regelung einführen und dies so nennen. Wird eh keiner lesen außer den Profiteuren und den verpönten Kritikern. Und man wird verkünden, dass dies jetzt die große Regulierung ist.
.
Wie toll das alles ist wird man am Tag X sehen. Auch die Personalien sind es nicht wert geprüft. Wahrscheinlich keine Ahnung von nichts und/oder bestens vernetzt mit den überwachten Banken. Es ist schlichtweg die Erfahrung.
.
Oder bildlich gesprochen: Wir haben neben den Brandstiftern jetzt einen korrupten Polizisten gestellt der nicht mal weiß wie klein seine Befugnisse sind. Für drohende Großbrände steht ihm ein fast leerer Feuerlöscher zur Verfügung.
.
Anstatt mal endlich den Finanzsektor zu regulieren, belässt man es weiterhin bei Kosmetik.

@ 17:55 von Tagesscheu

Sie haben Recht wenn Sie schreiben:
" da gehen die Ansätze von Wagenknecht viel weiter"
*
Und die gehen so weit dass man damit die deutsche Wirtschaft ruinieren und Millionen Arbeistplätze vernichten würde. Aber das zu verstehen erfordert etwas mehr als oberflächlichen Parolen und Theorien nachzulaufen. Und das hat wirklich weniger mit Bildung zu tun als mit dem Verständnis von realen Abläufen und Zusammenhängen. Daran scheitert so mancher Akademiker ganz kläglich, denn das umsetzen theoretischer Kenntnisse in die Praxis erfordert mehr als nur lesen und das gelesenen auswendig lernen zu können!
Das ist eine Erkenntnis aus 45 Berufsjahren in der europäischen Wirtschaft!
Es spricht nichts dagegen hin und wieder Ideen von anderen (auch von Linken!) aufzunehmen und in die Praxis umzusetzen aber bitte nicht nicht den fundematalistischen Unsinn dieser Dame aus der komunistischen Plattform! Diese Dame überfordert mit diesem Fundamentalismus ja sogar große Teile der eigenen Partei!

@ 17:59 von Nana

Sie schreiben:
"Auch die Personalien sind es nicht wert geprüft. Wahrscheinlich keine Ahnung von nichts und/oder bestens vernetzt mit den überwachten Banken. Es ist schlichtweg die Erfahrung."
*
Sorry, aber solche Ausagen haben mit Erfahrungen gar nichts zu tun sondern sprießen geradezu von Vorurteilen. Wer meint gar nicht beachten zu wollen um welche Personen es sich handelt und von vornherein so urteilt hat wohl wirklich keine Interesse an objektiven Wertungen und Aussagen.
Zum Glück gibt es genügend von der Politik unabhängige Experten deren Urteil man sich zumindest mal näher anschauen kann, aber so etwas erfordert zumindest einen ganz kleinen Willen zur Objektivität!

@ 18:09 von Bernd1

Das war aber jetzt einfach, direkt alle Parameter abzurufen. Sogar den "fundamentalistischen Unsinn" - Joker gezogen! Ich weiss ja nicht, wie man sich
der Realität so verschliessen kann, aber wenn man 45 Jahre in der europäischen Wirtschaft gearbeitet hat, dann muss man doch sehen , was da vor sich geht. Vorausgesetzt, die Wirtschaft hiess nicht "zum alten Krug " oder sowas. Scherz beiseite: Ich bin weit entfernt davon, hier die Wagenknecht zu verteidigen, aber die fasst doch nur in Worte, was tatsächlich falsch läuft. Ideologie hin oder her. Die Lösung hat auch keiner parat, weil es schlichtweg keine gibt. Aber deswegen sind die selbsternannten "Realisten" trotzdem auf dem Holzweg. Aber sowas von. Die Abhängigkeitsverhälnisse der Volkswirtschaften werden nicht mehr gekittet, nie mehr. Zumindest nicht in diesem Gefüge, wie es nun ist. Das ist doch keine Ansichtssache mehr, sondern offensichtlich wie des Kaisers neue Kleider.

@Bernd1

"Sorry, aber solche Ausagen haben mit Erfahrungen gar nichts zu tun sondern sprießen geradezu von Vorurteilen."
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Wieso? Die Neubesetzung der EZB hat selbst gesagt, dass sie wenig von Geldpolitik versteht. Selbst die Tagesschau hat das geschrieben (und das soll auch was heißen). Wieso sollte ich also jetzt die Personalien Kontrollieren um das zu finden, was ich immer finde? Es langweilt nur noch. Glückselig sind nur Ignoranten. Zur Erinnerung: Bankenaufsicht gab es auch schon 2008.
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"Zum Glück gibt es genügend von der Politik unabhängige Experten deren Urteil man sich zumindest mal näher anschauen kann, aber so etwas erfordert zumindest einen ganz kleinen Willen zur Objektivität!"
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Joah, wie Weidmann, der zB in Staatsverschuldung die Ursache für Inflation und Deflation gleichermaßen festgestellt haben will. Es könnte aber auch sein, dass wir es hier mit ideologisch verbohrten Denkmodellen die auf unfassbare Weise anfang des 20. Jhd gescheitert sind. Da hilft Ökonometrie auch nicht.

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