Kommentare

könnten wir in Deutschland auch...

Gebrauchen. Hier wird seit dem Euro alles um mindestens das doppelte, wenn nicht sogar das vierfache so teuer.
Mit dem Euro hat man die sklavenwährung für niedriglöhner eingeführt...

@ Fuhrmann

Und wenn man es tausend mal wiederholt wird es nicht wahrer, mir persönlich haben einige Rechenbeispiele von "Teuro"-Kritikern gereicht um mich nie wieder auf eine größere Diskussion über dieses Thema einzulassen.

Die Inflation zu DM-Zeiten war höher, das ist Fakt.

Keine Panik

Keine Panik,

durch den Euro gibt es da ein Limit nach unten. Irgendwann wird es so billig, daß sich ein Export lohnt, bzw. lohnen würde. Dann fallen die Preise automatisch nicht weiter.
Und genau da muss Griechenland ja letztlich auch hin.

Jede Wirtschaft...

... braucht nunmal die Währung, die zu ihr passt. Es ist das Selbe wie mit Schuhen, wenn sie nicht passen, dann drücken diese. Auch die DM war seinerzeit zu stark für die neuen Bundesländer. Dieser, mit Verlaub, Blödsinn die Europäische Gemeinschaft an einer Währung fest zu machen, führt doch letzten Endes nur zu Missgunst zwischen den, zum Glück, verschiedenen Völkern des Kontinents.
Dennoch, es wird sich nichts ändern, solange der Druck auf dem Kessel noch nicht groß genug ist. Auch danach, wird es wieder von vorne losgehen, da braucht man sich keine Illusionen machen, das wäre nur naiv.

Tja, irgendwo muss der deutsche Exportüberschuss ja herkommen. Wobei man sich ja streiten kann, ob es Export ist, wenn man innerhalb einer gemeinsamen Wirtschaftszone handelt.

Krise und kein Ende- kann ihr

Krise und kein Ende- kann ihr das auch mal den Eurokraten sagen und erklären- die predigen immer was anderes. Da läuft was grundlegend falsch in der Rettungspolitik.

@Fuhrmann

Nicht mit dem Euro, sondern mit Hartz-IV und den Erleichterungen für "hire and fire" - besser bekannt als Zeitarbeit - fingen bei uns die Probleme an. Das Schengen-Abkommen für ungehinderten Personen- und Warenverkehr hat ein übriges dazu getan, indem es unseren Markt für Firmen mit niedrigeren Lohnkosten öffnete.

Den Griechen nutzt Schengen gar nicht, da sie relativ abgelegen im Vergleich zu den Ländern mit hoher Produktion und Verbrauch liegen. Sie können nicht einfach - wie z.B. Polen, Tschechen usw. - bei uns Dienstleistungen anbieten und somit ihre Wirtschaft stützen. Deshalb sollte man auch über den Sinn dieses Abkommens einmal nachdenken, denn Zölle sind eine legitime Einnahmequelle für Staaten UND eine legitime Schutzmaßnahme für die heimische Produktion vor subventionierten ausländischen Produkten. Die Grenzen muß Griechenland eh überwachen, also sparen sie keine Zoll-/Grenzbeamte ein wie die Kern-EU es machen konnte.

Wer trägt die Schuld?

Zitat:"Die griechische Wirtschaft steckt tief in der Rezession - auch wenn sich die Talfahrt in den Sommermonaten das vierte Quartal in Folge verlangsamte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im dritten Quartal um drei Prozent zum Vorjahreszeitraum."

Eigentlich sieht man, die Griechen geben sich Mühe. Wo aber die Wirtschaft so desolat ist, braucht man einfach mehr Zeit.

Aber da kommt die Troika mit neuen erpresserischen Forderungen: "Tut Ihr nicht was wir wollen, gibt es kein neues Geld!" Um das zu bekommen, werden die Griechen, wie in der Vergangenheit, alles versprechen, wohl wissend, dass sie diese Versprechen nicht halten können.

Wenn Griechenland so billig ist - was tut man da? Richtig! Buchen, buchen, buchen.
Der nächste Sommer kommt bestimmt. Billiger Urlaub für uns und den Griechen hilft es auch.

Schreckgespenst Deflation

In einem System des steten und unendlichen Wachstums kann und darf es nicht sein das alles billiger wird.
Also beschwört der Kapitalist das Schreckgespenst der Deflation um auch jedem einzubläuen das nur die Inflation etwas Gutes ist.
Das zeigt wie krank dieses System des Geldes ist!

wirtschaftspolitische Fehlleistung

So langsam werden die wirtschaftspolitischen Fehlleistungen der Troika, die auf Druck aus Berlin entstanden sind, immer gravierender.
Mit der sich abzeichnenden Deflation bleibt Griechenland im Keller. Wird die Deflation weitere Südstaaten betreffen, kann sich die EZB auf Dauerniedrigzinsen einrichten.
Und der arme deutsche Michel (Sparer) wirdnichts mehr aus der Lebensversicherung bekommen.

Und damit ist wieder einmal bewiesen, daß die Schwarzen keine Wirtschaftpolitik können. Das einzigste was die Schwarzen können, ist das Dauersponsoring der Finanzindustrie.

@15:47 von klaresache

Die Inflation zu DM-Zeiten war höher, das ist Fakt.

Die Lohnsteigerungen und Zinsen ebenfalls. Und die Steuerprogressionskurve war für den Durchschnittsverdiener nicht so steil.

Krise und kein Ende ....

…. in Sicht. Wie sollte das auch gehen?
In den USA sind von 2007 bis 2013 die Schulden von 9000 auf 17000 Mrd. gestiegen, macht ca. 90% mehr.
In Griechenland sind von 2007 bis 2013 die Schulden von 239 auf 329 Mrd. gestiegen, macht ca. 38% mehr.
In Deutschland sind von 2007 bis 2013 die Schulden von 1550 auf 2125 Mrd. gestiegen, macht ca. 37% mehr.
In Italien sind von 2007 bis 2013 die Schulden von 1605 auf 2040 Mrd. gestiegen, macht ca. 27% mehr.
Italien wäre demnach richtig solide.

Die USA und ganz Europa haben durchwegs die selbe Krankheit.
Immer mehr Löhne, von denen keiner Leben kann.
Zu wenig Geld für Bildung, Sozialsysteme und Altersversorgung.
Verfall der öffentlichen Einrichtungen und der Infrastruktur.

Die USA blähen ihren Schuldenstand weiter munter auf, ohne die Probleme zu lösen.
In Europa ist Sparen bei der gleichen Krankheit alternativlos. Tatsächlich wird allerdings nicht gespart, sondern nur Leistungen für die Bürger gekürzt. Womit dann Einkaufen????

Träume oder Wahn?

Man kann froh sein, wenn der Trend überhaupt anhält. Wer heute von Wirtschaftswachstum redet hat dazu keine Grundlage. Die Berechnungen basieren auf den Rückzug des Staates aus dem öffentlichen Leben, was immer überproportional positiv wiegt. Deswegen gab es schon, laut Prognose, 2010 Wachstum in Griechenland.
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Darüber hinaus woher soll es kommen? Eine Deflation herrscht im Land. Das ist quasi das Todesurteil für Griechenland mit dem Euro. Selbst wenn die EU Kommission eine 180° Wende hinlegt, ist es kaum möglich Griechenland aus der Deflation zu befreien.
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@Fuhrmann
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"könnten wir in Deutschland auch Gebrauchen."
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Die Weltwirtschaftkrise war von einer starken Deflation geprägt und versetzt der ersten deutschen Demokratie den endgültigen Todesstoß. Grund war mitunter, dass wir 30% Arbeitslosigkeit hatten. Eine Deflation ist weitaus schwerer zu bekämpfen als eine Inflation, weswegen wir uns auf eine 2% Inflationsrate geeinigt haben.

Nach der Lehmann-Pleite....

....durfte das Geld mit vollen Händen ausgegeben bzw. rausgeworfen werden und hat, zumindest in Deutschland, einen von der Angst befeuerten Boom ausgelöst.
Allerdings profitiert von diesem Boom die Mehrheit der Bevölkerung absolut nicht.

GR, P, ES, I, Zypern usw. dürfen nur noch sparen bzw. kürzen. Diese Länder müssen die letzten noch funktionierenden öffentlichen Einrichtungen privatisieren, das heißt in der derzeitigen Situation verschleudern.
Die Folgen der Privatisierung sind ein weiterer Verfall, was in GB, F, D u. a. Ländern bereits mit Erfolg vorgeführt wurde.
Wesentlich einfacher wäre eine geordnete Entschuldung der Staaten in Europa. Es müsste nur die Zinsbesteuerung geändert werden, so dass bei der Zinszahlung die Steuer mit einem Höchstsatz greift und die Banken diese durchreichen. Danach könnte die Zinssteuer mit der E-steuer wieder verrechnet werden. Zuletzt müsste nur noch ein völlig neues Geldsystem installiert werden. Staaten machen Geld und nicht die Banken.

Teilweise Deflation muss in Griechenland sein,

Man versucht in Griechenland zur Zeit, die im Eurorahmen nicht umzusetzende Abwertung der eigenen Landeswährung durch Senkung der Einkommen und Preise für einheimische Produkte trotzdem zu erzielen, denn auch eine Abwertung einer Landeswährung führt zu besserer Wettbewerbsfähigkeit durch eine Verbilligung der eigenen Produkte und gleichzeitiger Verteurung von Importwaren.
Wenn alles nach Plan läuft, müssen und sollen sich griechische Produkte also tatsächlich verbilligen und ausländische Waren müssten gleichzeitig teurer werden. Eine echte Deflation wäre das Sinken sämtlicher Preise bei gleichbleibendem Einkommen. Dies haben wir in Griechenland aber nicht und tatsächlich soll ja auch die Wirtschaft im kommenden Jahr endlich wieder wachsen, was auch gegen eine echte Deflation spricht.
Am Ende sollte sich das Verhältnis von Einkommen zu Preisen einheimischer Waren wieder auf dem gleichen Niveau einpendel, bzw. die Preise werden in Relation zum Einkomme faktisch doch gestiegen sein.

@ maximillian: Falsch verstanden?

Wenn ich @Fuhrmann richtig interpretiere, dann meint er nicht die Inflation. Da allerdings wären Ihre Einlassungen sicher zutreffend.

Was @Fuhrmann wahrscheinlich meint - und was auch mich seit Jahren verärgert - sind die Teuerungen, die sich aus der Währungsumstellung ergeben. Besonders bei Friseuren und in der Gastronomie wurde sehr oft aus "DM" einfach "€" gemacht, ohne dass sich der Preis halbiert hätte. Das hat viele Leute - bis heute - verärgert.

Aber es gab noch einen 2. Ärger. Die Menschen haben die Teuerung gesehen, die Politik hat aber versucht, uns mit einer zurecht gebogenen "Statistik" einzureden, das wäre ja garnicht so, obwohl das jeder täglich am eigenen Leib erfahren hat.

Ich denke, Sie beide haben sich nur falsch verstanden.

@Hans1979 um 15:58

die deflation ist nicht generell etwas wovor sich der kapitalismus an sich fürchtet
im gegenteil
es ist die zeit der bären
an der börse sind das die die auf niedrigstkurse wetten um dann mit kleinstmöglichem aufwand einzusteigen
in der realwirtschaft die "kriegsgewinnler" die bei zwangsversteigerungen etc versuchen dinge unter ihren prodkosten zu erstehen
sie können davon ausgehen das diese bereits mit umgebundenen servieten sich die lippen lecken...

lösungsansatz: GEORDNETE(!) ERWEITERTE(!) deflation

geordnete(!) erweiterte(!) deflation bedeutet, dass alle mieten, löhne, preise für im land produzierten güter, für lebensmittel gleichzeitig gesenkt werden. wenn dies passiert, kann man überall trotz euro abwerten.
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das ist meiner überzeugung nach der einzige gangbare weg den süden - die menschen - zu retten!
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das volk muss es in die eigene hand nehmen!
eine geplante deflation (mieten, löhne, lebensmittel, güter etc.) entspricht einer abwertung mit euro! das muss organisiert werden aber es wird nur dazu kommen, wenn das volk gemeinsam dafür eintritt!
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ich weiß, dass es funktioniert.
einzig die zocker haben etwas gegen eine rückkehr zur drachme, in der man endlich abwerten könnte.
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am rande: die vereinigten staaten generieren übrigens monat für monat 85(!) milliarden(!) billiges geld. das kann griechenland aufgrund des euro nicht. und in deutschland gibts den länderfinanzausgleich + soli für schwache regionen. nur für schwache eu-regionen gibts die austerität. menschenverachtend.

Warum ist Deflation ein Problem?

Wenn in einem Währungsraum an der einen Stelle Inflation ist und an anderer Stelle Deflation, dann regeln sich anscheinend die Preisniveaus auf zueinander passende Werte. Also nicht schlimm.

Wenn ein Währungsraum insgesamt in die Deflation gerät und man das beheben will, könnte die Notenbank doch einfach viel Geld drucken und es dem Staat schenken. Den Staat freut es und das zusätzlich vorhandene viele Geld wirkt gewiss inflationär.

20%

Wir verdienen mindestens um 20% zu wenig,
wenn man denkt was man sich früher leisten konnte Bsp Supermarkt.

Sorge vor Deflation absolut unbegründet

Wenn man mal bedenkt, wie die Gewerkschaften nach der Euroeinfühung mit ihren Lohnforderungen den Euro entwertet haben, ist dieses bischen Deflation bei weitem nicht ausreichend.

Es wäre schön, wenn die Tagesschau mal die Preisentwicklung seit dem Jahr 1999 (das Jahr der Euroeinführung) aufgezeigt hätte. Da würde man sehen, daß Griechenland noch viel mehr innere Abwertung braucht, um wieder auf ein normales Niveau zu sinken.

Viel schlimmer ist es, daß die EZB von Beginn an den Leitzins kronisch zu niedrig angesetzt hat. Und es schon seit 13 Jahren zu einer Umverteilung vom Sparer zum Schulder kommt. Das ist der wahre Skandal.

@Am 09. Dezember 2013 um 15:47 von klaresache

Entscheident ist nicht, ob die nominale Inflation zu DM Zeiten höher war, sondern die Tatsache, daß zu DM Zeiten die Zinsen immer ausgereicht haben die Inflation zu kompensieren. Beim Euro reichen die Zinsen schon lange nicht mehr, die Inflation zu kompensieren. Während zu DM Zeiten die reale Inflation quasi nicht existierte (kompensiert durch Zinsen), haben wir jetzt in Deutschland 3% reale Inflation. Das ist verherend.

Das stimmt. Aber unter der DM

Das stimmt. Aber unter der DM stiegen die Löhne.
Damals haben die Menschen eben Löhnerhöhungen über der Inflationsrate bekommen, und daher war die Inflation erstmal "egal", weil nicht spürbar.
Seit der Euroführung des Euros gab es keine nennenswerte Erhöhung der Reallöhne. Damit ist die Inflation des Euros spürbarer als die zu DM-Zeiten.

@b_m

"Wenn man mal bedenkt, wie die Gewerkschaften nach der Euroeinfühung mit ihren Lohnforderungen den Euro entwertet haben, ist dieses bischen Deflation bei weitem nicht ausreichend."
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Eine deflationäre Entwicklung ist so leider nicht aufzuhalten, außer über massive Verschuldung. Das ist die Lehre der Geschichte.
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"Viel schlimmer ist es, daß die EZB von Beginn an den Leitzins kronisch zu niedrig angesetzt hat."
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Sie ignorieren die Tatsache, dass die Zahl der Sparer durch die wirtschaftliche Entwicklung enteignet wurden. Das kann man in jeder Vermögensstatistik nachlesen und die Sparquote noch hinzu nehmen. Da die Anlagemöglichkeiten seit den 80ern in den Finanzsektor verlagert werden, gibt es eben keine Anlagemöglichkeiten. Die EZB ist nur Getriebener dieser Entwicklung. Wir haben nunmal keine Planwirtschaft und die Rendite für Anlagen wird nicht vom Zentralkomitee festgelegt, auch wenn die Irrlehre der derzeitig herrschenden ökonomischen Lehre das so kommuniziert.

Deflation ist keine Lösung

Eine Deflation bringt niemanden etwas, denn es sinken ja nicht nur die Preise sondern auch die Löhne, dadurch sinkt der Konsum weiter weswegen die Unternehmen die Preise senken und dadurch gehen noch mehr Arbeitsplätze verloren und die Löhne sinken weiter! Bestes beispiel ist Japan seit Jahrzehnten in der Deflation gefangen das will wirklich niemand! Die Lösung für Deutschland und auch gegen die Eurokrise ist eigentlich ganz einfach wir müssen in Deutschland unsere Löhne steigern und zwar kräftig bis wir uns an die anderen angeglichen haben nicht umgekehrt ansonsten funktioniert die Währungsunion nicht! Gibt es auch schöne Videos auf YT einfach mal Heiner Flassbeck Eurokrise googeln! Inflation ist überhaupt nicht schlimm wenn man eben die Löhne der Inflation und dem Produktivitätsfortschritt anpassen würde, aber das wird in Deutschland nicht gemacht deswegen empfinden wir in deutschland Inflation als so schlimm, das wirkliche Monster heißt aber Deflation!

@HamburgerHumanist

"Das stimmt. Aber unter der DM stiegen die Löhne."
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Und dort stieg auch die Inflation. Wir haben uns auf 2% geeinigt und sie immer chronisch unterboten. Warum? Weil die Löhne nicht stiegen. Wenn die Löhne steigen gibt es auch genug Investitionspotenzial in der Realwirtschaft.
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Aber das hat weniger mit Euro und DM zu tun, sondern mit einem Dogma, man müsse nur Lohnzurückhaltung üben, dann regnet es Arbeitsplätze. Letztlich entstanden Arbeitsplätze nur über Export das heißt über Außenbeitrag.

Nach meinen Überlegungen scheint eine Deflation

eine ziemlich gefährliche Sache zu sein,zumal Griechenland nicht das Ende der Fahnenstange ist. Letztendlich muss doch irgendwo immer ein kleiner Gewinn erzielt werden.Egal in welchem Stadium der Wertschöpfungskette. Dieser Gewinn sollte doch so sein,das nicht nur das eigene Überleben abgesichert ist,sondern Freiraum für Investitionen lässt.
Wer nicht investiert,begibt sich mit der Zeit auf den Rückwärtsgang.Kredite? Wenn ich
sehe,es lohnt sich nicht zu verschulden auch wenn die Zinsen nur marginal sind gehe ich das Risiko eben nicht ein. Ohne Investionen keine Ankurbelung der Wirtschaft. Anfang einer wirtschaftlichen Depression? Wenn ich trotzdem investiere in moderne Maschinen,die die menschliche Arbeitskraft ersetzt,ich werde konkurrenzfähiger als mein Mitbewerber,was passiert dann?
Da fällt mir Henry Ford ein, Autos kaufen keine Autos.
Wo liegen die Grenzen im Systhem? Sicherlich nicht nur eine philosophische Frage.Ewiges Wachstum für unnötigen Krempel?

Entweder Deflation in Gr. oder (noch mehr) Inflation bei uns...

.. was wollen wir?
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Durch die "Inflationsmentalität" der Südländer, die sich die gleichen Dienste und Waren im Land immer teurer bezahlen ließen (und zwar in Euro), war es am Ende sehr teuer geworden, in Griechenland z.B. Urlaub zu machen, oder als Deutscher etwas zu kaufen. Die Griechen waren an solche Dauerinflation genauso gewöhnt wie damals mit den Drachmen, die Spanier wie mit den Peseten, die Italiener mit den Lira. Also machten sie so weiter.
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Jetzt haben wir die Wahl: Sollen die aufgeblasenen Preise in Griechenland sinken, oder die Preise bei uns bis auf griechisches Niveau anschwellen?
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Ich denke die Antwort ist klar: Die Politiker (griechische, aber auch unsere) wünschen sich die Inflation, und die Volksenteignung/Staatsschuldenabbau, der damit einhergeht.
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Das Volk (zumindest unseres) wünscht sich die Werterhaltung der Währung, und damit eine Deflation in den Pleiteländern.
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Deflation ist doch gut.

Gerade die weniger Bemittelten profitieren von den günstigeren Preisen.
@ klaresache
Mag sein, dass die Inflation zu DM-Zeiten höher war. Sie vergessen aber, dass bei der Umstellug auf den Euro viele Waren gleich um 50-100% teurer wurden.

@Fuhrmann

"Hier wird seit dem Euro alles um mindestens das doppelte, wenn nicht sogar das vierfache so teuer."

Wir hatten noch nie so wenig Inflation wie seit Einführung des EURO.

Ich habe es satt nach

Ich habe es satt nach Argumenten oder Rechtfertigungen suchen zu müssen, es liegt einfach vor der Hand und vor den Augen, dass der Euro nicht funktioniert; und dass nichts für uns funktionieren wird, was die Ausbeuter da oben entscheiden.-

So kompliziert die Lage mit den Lobbyisten auch sein mag, sie als Experten heranzuziehen, soll möglich sein, ok. Aber es muss vielfältige Konsultationen geben und am besten immer transparent, dass wirklich die gesamte Gesellschaft sich an einer Debatte beteiligen kann. Das fehlte beim Euro und jedem anderen Titanwerk, weil sie den WIDERSTAND fürchteten.

Dafür aber kriegen sie doch genug Geld, um sich den jeweiligen Schuh anziehen zu können.- Und WIderstand wird es immer geben, man braucht keine Angst davor zu haben. Nur wenn man natürlich die Partei an der Macht halten will.-
Kurzum: mir scheint auch die Politik im Ganzen steht auf der Kippe. Ob sie uns wirklich rettet oder in den Abgrund stößt. Da gibt es viele Ansichten zu.

@Hans1979

"Also beschwört der Kapitalist das Schreckgespenst der Deflation um auch jedem einzubläuen das nur die Inflation etwas Gutes ist."

Ich denke, Sie haben den Mechanismus der Deflation nicht verstanden: Bei stetig fallenden Preisen warten die Leute mit ihren Anschaffungen, denn nächste Woche können sie das Produkt ja billiger erwerben. Dies aber führt zum weiteren Einbruch der Nachfrage, d.h. in einer deflationären Wirtschaft geht es bei in Summe rational handelnder Menschen immer bergab, ja der Effekt verstärkt sich ständig.

Bei einer (leichten) Preissteigerung von 1-2% hingegen schiebt man keine Anschaffungen auf. Bei starker Inflation erfolgt der Run auf die vermeindlichen Sachwerte. Dies führt oft zu Blasen in bestimmten Märkten und ist auch schädlich.

@ Resttraffic um 17:27

lösung nicht,monster aber auch nicht
die von ihnen beschriebene produktivitätssteigerung z.b. wirkt sich eigentlich deflationierend aus weil die produkte mit immer niedrigeren (arbeits)kosten auch billiger in den markt kommen, weshalb jene welche die rationalisierung nicht mitmachen mit ihren zu teuer produzierten gütern pleite gehen.
ganz alltäglicher vorgang seit beginn der industriellen revolution.
inflation hatt ausser schuldenbekämpfung auch etwas mit glücklichmachen von geldempfängern zu tun
steigt die empfangene menge ausreichend an sind die leute so glücklich das sie das steigen der preise(die eigentlich fallen müssten; s.o.) gar nicht mehr bemerken.
rein drogige wirkung
mag sein das man andernorts höhere dosen gewöhnt war als hier
obwohl ich mir das bei der DM mit ihren 4% p.a. kaum vorstellen kann
schlieslich hatt der normdeutsche tourist an seinem ruf den reichen raushängen zu lassen auch ein wenig itarbeiten müssen

re Iphigenia 15:52

Exportüberschuss der deutschen Wirtschaft gibt es nur auf dem Papier.
Dafür aber bald für 2 Billionen Euro wertlose Schuldscheine der EZB bei der Bundesbank.
Diese Monat für Monat noch immer steigende Bilanzsumme geht allein und ausschließlich zu Lasten der deutschen Steuerzahler. Kommt eines Tages der große Knall, sind auch die Bank Guthaben eines jeden Einzelnen betroffen.
Dann gute Nacht.
Heulen und Zähne klappern sind das mindeste das uns blüht, nur leider nutzlos.

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