Ihre Meinung zu: EU-Gipfel in Vilnius: Die Ukraine sitzt zwischen den Stühlen

29. November 2013 - 16:45 Uhr

Während Georgien und Moldawien sich in Richtung EU bewegen, steht die Ukraine nach wie vor zwischen Russland und der EU. Daran hat auch der EU-Gipfel nichts geändert - das Partnerschaftsabkommen wurde wie erwartet nicht unterzeichnet.

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Kommentare

"Russland ... um ein Abkommen

"Russland ... um ein Abkommen mit Europa zu verhindern, dem Nachbarn unverhohlen gedroht: mit weniger Gas-Zufuhr und vermehrten Zöllen."

Ist das frei erfunden oder gibt es dafür Beweise?
Welcher russische Botschafter/Präsident/Politiker hat das gesagt?

Russland erpresst...

...und einige sehen trotzdem die EU als bösen..., der Ukraine hilft das alles kein bisschen.

Warum sollte die Ukraine sich der EU annähern,

da sie doch wirtschaftlich vorrangig mit Russland zusammenarbeitet?

Warum ist die EU an der Ukraine interessiert, hat sie doch schon genug Probleme mit sich selbst, von Griechenland
über Frankreich und Irland bis Ungarn?

Wer seinen Appetit nicht zügeln kann,
ruiniert seine Gesundheit.

Putin macht alles richtig !

Erst EU und dann NATO.
Am Ende stehen dann amerikanische Kurz und Mittelstrecken Raketen auf ukrainischem Boden und bedrohen Städte bis zum Ural.
Das ist nicht aus der Luft gegriffen, denn Polen und Czechien haben sich ja förmlich drum gerissen den amerikanischen Raketenschutzschirm zu stationieren. Wer jetzt denkt das es sich dabei nur um rein defensive Anlagen handelt der glaubt auch das Zitronenfalter, Zitronen falten.
Sicherheitspartnerschaft sieht anders aus.
Wie schon in der münchner Rede von 2008 von Putin angesprochen, gibt kein NATO Mitglied eine Garantie ab, das (Atom) Waffen NICHT gegen Russland gerichtet und eingesetzt werden sollen.
Darüber sollten sich EU und NATO Staaten erst mal klar werden bevor sie über weitere ost Erweiterungen nachdenken.
Historisch gesehen ist die Ukraine immer Teil Russlands gewesen, die Kiever Rus hatten immer eine gewichtige Rolle, jetzt zu sagen die Ukraine gehört zu west Europa ist Verkennung der historischen und ethnischen Realität.

Ich versteh das Thema nicht!

Also, ich verstehe die Wichtigkeit dessen nicht.

Warum ist dieses Abkommen so wahnsinnig bedeutsam? Ist ein Land. Was macht dieses Land so wertvoll für die EU, dass man da so ein Riesenfass aufmacht, politisch und auch journalistisch?

Man sollte meinen, die EU kümmere sich erst mal emsig darum, die Staaten, die in der EU sind alle auf ein Niveau zu bringen?

Vielleicht bin ich ja von Haus aus paranoid, aber kann es sein, dass es um ganz andere Dinge geht, als ein Annäherung und ein Abkommen?

Vielleicht sitzt da der grosse Bruder Nato, und damit die USA den Europäern im Nacken. Langfristige Planung: Ukraine in die EU, Nato Stützpunkte in die Ukraine?

Aber wie gesagt, ist nur Paranoia!

Barroso mal wieder unfähig

Also der Vergleich von Barroso mit Kanada oder Südkorea zeigt mal wieder seine völlige Unfähigkeit, Unwissenheit und das Fehlen interkulturellen Fingerspitzengefühls. Furchtbar, so eine EU-Leitung.
Kanada und Südkorea sind eine völlig andere Situation. Natürlich gibt es zwischen Russland und der Ukraine nicht nur eine historisch-kulturelle Nähe, sondern auch für beide Seiten wichtige wirtschaftliche Beziehungen und Partnerschaften.
Was wäre denn, wenn Russland plötzlich einseitige partnerschaftliche Beziehungen oder Handelsabkommen mit z.B. Belgien oder z.B. Dänemark anstreben würde. Da würde doch die EU sofort auf den Tisch springen.... Natürlich sind Dreiergespräche in dieser Situation unumgänglich, wie Frau Merkel das in dem Interview auch richtig andeutet.

NATO

Ich zitiere mal aus Wiki:

"Im Rahmen der Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 hatte es Zusagen westlicher Außenminister, federführend von Hans-Dietrich Genscher, an die sowjetische Seite unter Michail Gorbatschow gegeben, wonach eine Erweiterung der NATO infolge der Wiedervereinigung nicht betrieben werde. Die seitdem vom Westen betriebene Politik der NATO-Osterweiterung wird bis heute auf russischer Seite in allen politischen Lagern als Vertragsbruch des Westens wahrgenommen."

Fazit: Die Russen wurden belogen und betrogen. Und schon geht es weiter.
Das nennt man dann "Vertrauen schaffen".
Erst in oder an die EU, dann NATO, dann Raketen.
Und die gesamte "westliche" Propaganda, auch die Hiesige, führt uns immer wieder die bösen Russen vor. Und dann kriegen die auch noch eine Olympiade. Da wird es erst schrecklich. Nicht mal Schnee ist sicher usw usf.

Applaus

Das kommt davon, wenn ...

...man sich in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates einmischt, dessen Justiz man "Bananenrepubliks-Niveau" zugesteht - und einen EU Beitritts-"Vertrag" so gestaltet, dass er ohne ein Junktim - der Freipressung einer dort rechtmäßig verurteilten und zu Recht einsitzenden, korrupten, kriminellen "Gasprinzessin" - gar nicht zustande kommen kann.
Für die Ukraine ist das insgesamt nicht gerade nachteilig - sie ist damit auch dem drohenden, von Deutschland in Europa bislang durchgesetzten "Agenda-Programm" "Austeritätsprogramm") vorerst entgangen, das lediglich Profite für die
Finanz-Zocker, jedoch Arbeitslosigkeit und Armut ("Hartz-IV für alle") für die hiervon betroffenen Länder und deren Bevölkerungen bedeutet.
Dass die politisch-ökonomischen Bindungen an seinen direkten Nachbarn Russland für dier Ukraine naturgemäß bedeutender sind als mögliche andere, ändern auch die Schmäh- und Dämonisierungskampagnen deutscher Medien gegen Putin nicht.

Lehrer und Schüler

Wie kann das jetzige Vorsitzland der EU, Litauen, die Ukraine zum Thema Demokratie und Menschenrechte belehren - während selbst ganzen Gruppen seiner Gesellschaft, nämlich Schwulen und Lesben, diese Rechte zu gewähren bis jetzt unfähig ist. Sogar ganz im Gegenteil: noch mehr Diskriminierung mit insgesamt sechs neuen homophoben Gesetzesinitiativen im Parlament momentan plant (darunter eine Verfassungsändereung, die jegliche Form von gleichgeschlechtlichen Paetnerschaften in der Zukunft verbieten würde). Die Länder jenseits der Grenze der EU brauchen gute Lehrer, um gute Schüler im Fach Demokratie zu sein.

na, der hats gerade nötig von souveränität zu quatschen

EU-Kommissionschef José Manuel Barroso fügte hinzu: "Wir können keinerlei Vetorecht von Drittstaaten hinnehmen." Die Zeit der begrenzten Souveränität von Staaten in Europa sei endgültig vorbei.

so eigenständig wie griechenland, italien spanien, portugal, zypern etc etc?

@tisiphone. Mir ist es auch

@tisiphone.
Mir ist es auch recht schleierhaft,
warum der EU so sehr daran gelegen sein soll
die Ukraine aufzunehmen. Auf Wikipedia gibt es
allerdings dazu einen kleinen Artikel, der Vor- und
Nachteile auflistet (“Ukraine und die EU“). Nicht jeder
der aufgeführten Punkte scheint für mich sinnvoll
aber es ist ein Anfang. Meiner Meinung nach ist die
Ukraine aber besser ohne die EU dran. Sie passt
wirtschaftlich nicht und wie viele schon richtig
bemerkt haben, haben wir unsere eigenen
Baustellen.

EU Gipfel in Wilnius

Ich finde sehr gut , was hier zu diesem Thema geschrieben wird.
Man erkennt, daß wir Bürger anderer Meinung sind, wie diese EU Bürokraten. Dieser EU Wahnsinn mit seinen überflüssigen und unsinnigen Reglementierungen muss endlich gestoppt werden. Hier wird alles über den Bürger hinweg entschieden . Es gibt alleine über dieses EU Parlament 4000!! angeschlossene Arbeitsgruppen Diese müssen von uns mitbezahlt werden . So darf das nicht mehr weiter gehen. Die EU wird ein Auslaufmodell werden müssen.
Die wahren Gründe, warum die Ukraine der EU beitreten sollte, sagt uns niemand.
Doch wenn man nicht ganz blind ist erkennt man, daß es unter anderem vor allem um die Gas Lieferung - Sicherstellung gehen muss. Es könnte auch diese Jahr wieder kritisch mit unseren Gasvorräten werden. Ohnehin ist die angestrebte Bevorratung von Gas bei uns Deutschland aus angeblich technischen Problemen bei der Speicherung nicht möglich .

Gas aus Europa?

Frau Merkel versichert, die Ukraine könne in Zukunft bei Bedarf Gas von den Europäern erhalten, soso. Wir in Deutschland haben indes noch nicht mal eine klare Vorstellung davon, wie unsere eigene Energieversorgung in einigen Jahren aussehen soll. Wenn ich zwischen dem Gasversorger Europa und Russland wählen müsste, dann fiele mir die Wahl recht leicht.
Im übrigen: warum muss Europa immer weiter wachsen? Wir haben doch schon genug ernste Schwierigkeiten... . Zunehmend ähnelt dieses expansive Europa ohne echten, gewachsenen Zusammenhalt der alten österreichischen Doppelmonarchie.

Erweiterungswahn

So langsam überkommt mich ein Grauen bei dem offensichtlich ungebremst weiterbetriebenen Erweiterungswahn der EU! Nach den bisherigen Erweiterungen um etliche wirtschaftliche Krisenländer ist m.E. zunächst eine Konsolidierungsphase von Minimum einem Jahrzehnt zwingend notwendig. Stattdessen aus machtpolitischen Gründen die Erweiterung um zusätzliche wirtschaftliche und vor allem (sicherheits-)politische Krisenregionen wie insbesondere Georgien voranzutreiben,das ist unverantwortlich und ohne jegliche demokratische Legitimation !! Auch wenn die Wahl mir ansonsten nicht leichtfällt,aber diesen EU-Wahnsinn kann wohl nur noch eine starke AfD im EU-Parlament eindämmen.

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