Ihre Meinung zu: Ukrainer demonstrieren für Europa und gegen Janukowitsch

24. November 2013 - 18:01 Uhr

So viele Demonstranten hat Kiew seit der Revolution 2004 nicht gesehen: Zehntausende protestierten gegen Präsident Janukowitsch, der ein EU-Abkommen auf Eis gelegt hatte. "Die Ukraine gehört zu Europa, nicht zu Russland", riefen sie.

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Kommentare

"Ukrainer demonstrieren für Europa und gegen Janukowitsch"

Ich bin wieder einmal erstaunt über die Einseitigkeit der Redaktion. Schuld sollen also die Russen sein und die Ukrainer gehen in Massen auf die Straße damit ihr Gaspreis um 40% steigt! Wer geht für solch eine Preiserhöhung auf die Straße?
http://www.jungewelt.de/2013/11-23/008.php

Bußgelder für falsches Demonstrieren

Ja ja....in der Europäischen Union ist der Freiheitsgeist und das Demokratieverständnis der Regierenden so wunderbar bürgernah und vorbildlich, da kann ich diese Demonstranten nur zu gut verstehen.

Nehmen wir doch nur einmal Spanien, wo in Kürze Bußgelder bis zu 600.000 Euro für falsches Demonstrieren eingeführt werden sollen hxxp://www.taz.de/Bussgeld-fuer-Proteste-in-Spanien/!127845/ oder Deutschland, wo für ähnliche Delikte der Führerschein entzogen werden könnte.

Der EU-Zug fährt mit zunehmender Geschwindigkeit in die falsche Richtung, weg von der Demokratie und die Ukrainer wollen auch noch zusteigen....wie naiv!

Die Ukrainer können ja gerne

Die Ukrainer können ja gerne mit uns tauschen. Sie rein in die EU und wir raus.

Schlimm, wie die Ukrainer da wie wir einer Lüge auf den Leim gehen.

@Laurisch.K

Für sie vielleicht schwer vorstellbar, aber für manche Menschen gibt es in der Tat wichtigere Werte, als ihre Gaspreise.

Ist es nun der zweite oder dritte Beitrag

Ukrainer demonstrieren gegen Janukowitsch
und für Europa?
Ob es dann die Mehrheit ist,ist vollkommen zweifelhaft.Abstimmung auf der Strasse hätte es doch auch unter der Fuchtel der Gasprinzessin geben,die ihre ach so unhaltbaren Zustände im Gefängnis beklagt. Sie hat es doch selbst in der Hand gehabt,eben diese Zustände zu ändern.
Aber darum geht es mir nicht.
Warum berichtete dann Tagesschau de. nicht mit der gleichen Vehmenz darüber,das in Spanien in über 50 Städten gegen die Sparpolitik der EU demonstriert wurde?
Die Öffentlich Rechtlichen auf dem Weg zum Staatsfunk,der schon unter Adenauers Rigide angedacht worden ist?
Hofberichtserstattung gibt besser bei Bild.

Schön

Ist doch schön das sich die Ukrainer für die EU einsetzen und zeigen das sie in diese wollen. Während viele in der EU gegen diese Wettern tun andere von ausserhalb das genaue gegenteil, vermutlich vergessen die Menschen einfach viel zu oft was ihnen die EU bietet.

@Laurisch.K:
Den Menschen wird es vermutlich nicht wirklich um den Gaspreis gehen. Viele Ukrainern können mit Russland nichts anfangen und wissen noch das es unter Russischer Herrschaft (egal wer an der Macht war) oft genug zu versuchen kam die Ukraine zu Rusifizieren, nicht vzu vergessen die große Hungersnot unter den Sowjets. Wenn es um Russland geht streiten sich auch sehr gerne die Parlamentarier untereinander und es kommt auch schonmal zu Schlägereien. Russland ist einfach ein rotes Tuch

UdSSR oder EUdSSR

„Wir sind nicht die Sowjetunion, wir sind die Europäische Union!“

Als wäre das noch ein großer Unterschied.

das ist ein großer Irrtum der Ukrainer

denn zu Europa gehören sie mit Sicherheit nicht. Oder stehen Kasachstan etc auch schon auf der Warteliste ?

Ukrainer demonstrieren für Europa und gegen Janukowitsch

Die Partei "SWOBODA" ist nicht nur rechtspopulistisch, sondern offen (Neo-) faschistisch. Das der von zahlreichen Medien der BRD und der Konrad-Adenauer- Stiftung unterstützte Herr Klitschko mit dieser Truppe gemeinsam agiert, spricht nicht für den Boxweltmeister. Woher kommt eigentlich dieser penetrante Hass gegen Russland ? Der kalte Krieg ist doch zumindest offiziell beendet und der zweite Weltkrieg kann auch im Jahr 2013 nicht mehr gewonnen werden.

Jungewelt :D

Ist die Junge Welt jetzt eine objektive Quelle?... lustig

Propaganda

bleibt Propaganda. Als letzte Woche Ukrainer massenhaft mit Ikonen auf Kiews Straßen gegen das Abkommen mit der EU demonstrierten, gab es hier dazu nichts zu lesen.

Einmischung eher Seitens der EU

Also wenn man so die politische Aktivität und die Reaktionen aller Seiten in den letzten Jahren so beobachtet, muss man unweigerlich konstatieren, dass es eher die EU ist, die sich einseitig in Angelegenheiten der Ukraine einmischt, um dann frecherweise selbiges Russland vorzuwerfen.
Während die EU-Gesandten Aleksander Kwasniewski und Pat Cox mit Ihren Zielen fast zu jeder Rada-Sitzung anreisen, und einige opposotionellen Fraktionen im Parlament plötzlich riesige EU-Flaggen ausbreiten...scheint die russische Seite immer relativ gelassen. Pro-EU Demos werden groß aufgebauscht, von den Anti-EU Demos z.B. auf der Krim hört man nichts.
Ich glaube die Ukraine sollte sich nach Russland orientieren...hier besteht wohl eher aufrichtiges Interesse, wenn natürlich nicht auf Augenhöhe. Das in der EU jemand ernsthaft an einer Mitgliedschaft der Ukraine interessiert ist, darf bezweifelt werden. Hier geht es wohl eher um neue Absatzmärkte, Nato-Erweiterung und den Seitenhieb gen Russland...

@ 19:36 von blui @ 18:54 von 19ikarus43 @ 18:50 von Gegenwind

volle zustimmung!
.
danke für ihr engagement im sinne der freiheit!

19:21, maori

"das ist ein großer Irrtum der Ukrainer
denn zu Europa gehören sie mit Sicherheit nicht"

Sie hatten früher keinen Geografie- bzw. Erdkundeunterricht, oder?

@Hrvat und @Maori

Hrvat
-"Ist doch schön das sich die Ukrainer für die EU einsetzen..."-
"DIE" Ukrainer setzten sich nicht dafür ein, sondern ein gewisser Teil. Ob das die Mehrheit ist darf gerne bezweifelt werden.

-"Viele Ukrainer können mit Russland nichts anfangen..."-
Ja, viele, aber viele Millionen, (im Osten und Süden des Landes auch sicher die Mehrheit) haben verwandtschaftliche Verhältnisse nach Russland, und andersrum. Viele sind auch Russen, die nach der Unabhängigkeit auf der falschen Seite der Grenze waren. Im Westen des Landes sieht das sicher anders aus. Es ist viel komplexer als es dargestellt wird (Nehmen Sie die Klitschkos, in Kirgisien geboren, Muttersprache Russisch, Nationalität Ukrainisch). Die nationale Identität der Ukraine ist trotzdem mittlerweile von Moskau uneingeschränkt anerkannt. Selbst Flughafenansagen in Moskau werden in Ukrainisch wiederholt

@Maori
sehr richtig. Die EU sollte aufhören den Ukrainern vorzugaukeln, dass man ernsthaft an einer Aufnahme interessiert ist.

@ DeutschEuropäer um 18:53

"...aber für manche Menschen gibt es in der Tat wichtigere Werte, als ihre Gaspreise."

Das scheinen die Menschen zu fordern die im warmen sitzen und den Ukrainern dieses "Privileg" wohl nicht zugestehen...

laßt sie demonstrieren...

... an den Gegebenheiten werden auch diese Demonstranten nichts ändern.

Man erinnere sich nur an die großen Demos in Dtl. -> gegen den Doppelbeschluß, gegen HartzIV...
Hunderttausende waren da auf der Straße. Hat es die Regierenden gejuckt?

Nein!

Daß die Ukraine das Abkommen nicht unterzeichnet hat, war richtig. Der Deal wäre den Ukrainern einfach zu teuer gekommen.
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/24/blamiert-eu-bot-ukraine-zu-wenig-geld-fuer-abkommen/

Die Revolution der Orangenen, Teil 2

Wie hatte Herr Putin in Anwesenheit des Herrn Erdogan gesagt. Die "EU" hatte gedroht im Falle einer nicht Unterzeichnung "die Massen" wieder auf die Straßen zu bringen. Bestellt geliefert würde ich sagen. Warum wird eigentlich in dem Bericht über die Proteste in Bulgarien das negativ berichtet, das Demonstranten aus ganz Bulgarien zusammengerufen werden um gegen die Studenten vor zugehen? Hier scheint es nun in Ordnung zu sein! Wer bezahlt den die Busse um "die Massen" nach Kiew zu bringen?
Nur zur Erinnerung. In Serbien erfolgreich angewendet und nun dutzendfach verfeinert. Hier offensichtlich eine Wiedervorlage der Orangenen Revolution http://tinyurl.com/kgk2f6l

Stimmungsmache

Interessant zu beobachten, wie in den deutscen Medien, vornehmlich in den durch Zwangsgebühren finanzierten, Propaganda gegen Russland gemacht wird. Der Artikel über "Putins Größenwahn" in der Tagesschau (gemeint waren Infrastrukturmaßnahmen in Wladiwostok) stößt ins selbe Horn.
In Kiev haben nicht "die Ukrainer" gegen die Pro-russische Regierung demonstriert, sondern die ukrainische Opposition. Die vertritt vor allem die nicht-russischsprachige Bevölkerung der Westukraine, bei den letzten Wahlen etwa 40 % der Stimmen. Ihre Forderungen sind nicht von der Hand zu weisen, aber: Es sind nicht "die Ukrainer", die etwas gegen die Annäherung an Russland haben, sondern knapp die Hälfte, die andere Hälfte befürwortet den Regierungskurs.

@Knusper 19:50

Gut beobachtet, vielen Dank für den Komentar.

Auch Putins Aussage war ja (beim Moskau-Besuch von Erdogan auf eine Journalisten-Frage), dass das Ziel nicht die Bevormundung der Ukraine sei, sondern Dreiergespräche mit allen beteiligten Seiten. Anstelle des bisher üblichen Tauziehens...

@ Hrvat um 18:55

Was bietet denn die EU was ein starker souveräner Staat nicht bieten könnte?

Haftverschonung für schwer erkrankte Timoschenko?

Wirklich? Wenn wir hier den gleichen Minimalmaßstab für eine "schwere" Erkrankung anlegten, müssten wir sofort die Hälfte unserer Gefangenen freilassen.

Erst wollte man im Westen über "Demokratie" die Ukrainer ...

... von Russland wegholen. Jetzt reichen 10.000 von 60.000.000, um hier darzustellen, das Volk wolle weg von Russland. Die demokratische Entscheidung der letzten Wahl sagte etwas anderes.

@fathaland slim

Da muss ich Sie enttäuschen. Ich hatte es und sogar auf Lehramt studiert.
Weder die Ukraine oder andere östlich/asiatisch orientierte Staaten gehören zu Europa. Genauso wenig die die Türkei.

@Pilepale

Eine nähere Bindung an die EU, was sie unabhängiger gegenüber Putins Russland macht, sowie neue wirtschaftliche Möglichkeiten zur Verbesserung des Lebensstandartes für Millionen von Menschen.

Ukraine und Russland

Faszinierend, wie sehr die Kommentarfunktion für "Propaganda" missbraucht wird. Ich lebe seit zwei Jahren - beruflich bedingt - in Kiew und habe von Anti-EU Demos letzte Woche nichts mitbekommen (zumindest imZentrum der Stadt). Natürlich ist es ein valider Punkt: Das Land hat Befürworter und Gegner der EU-Assoziation. Ich persönlich habe in meinem lokalen Bekanntenkreis nur einen Freund, der nichts gegen Russland hat. Sobald die Tagesschau etwas "gegen" Russland schreibt gibt es pauschale Kritik am angeblichen "Russland Bashing". Warum lässt Russland die Ukraine nicht in die EU? Warum betreibt Russland seit August einen Handelskrieg gegen die Ukraine? Weil Russland so friedfertig ist und einsieht, dass es die Ukraine in den Westen zieht? Vielleicht ist die Berichterstattung der Tagesschau doch nicht so subjektiv, sondern auf Fakten begründet? Als Reisendem in der Region scheint es mir so. Die Ukraine ist westlich, es ist Europa. Sprechen Sie mit den Menschen hier - in Kiew, Odessa, Dne

@ dito

"Wenn wir hier den gleichen Minimalmaßstab für eine "schwere" Erkrankung anlegten, müssten wir sofort die Hälfte unserer Gefangenen freilassen."
---
Sehe ich auch so, Zumal die keine Heilige, sondern eine Hard-Core-Opportunistin ist. Woher kommen denn Ihre zig Millionen genau in der Zeit, wo Sie als Abgeordnete in der Energiebranche zu tun hatte?
Aber sehr sexy :)

@ maori um 20:52

Arme Kinder wenn Sie denen so etwas beibringen! Der Begriff Europa wird so diffus benutzt. Die Geografische Lage reicht bis zum Ural und damit ist auch die Ukraine Europa. Politisch wurde mit Europa sehr häufig nur die westlichen großen Imperial Staaten gemeint. Zu den Zeiten des Römischen Reiches zählte man zu Europa auch die Mittelmeer Anrainern. Es gibt auch sicher noch andere Meinungen dazu was Europa ist, aber die Ukraine hat erst einmal entschieden nicht weiter in diese Ding genannt "Europäische Union" überstürzt und Kopflos hinterher zu hetzen.

ambivalentes Verhältnis

Natürlich gehört erst mal die Ukraine zu Europa, Kiew ist näher am Mittelpunkt Europas dran als z.B. Berlin, aber in Köpfen der westlichen Welt geistert seit seligen EWG-Zeiten der Gedanke, dass nur Westeuropa das eigentliche Europa ist.
Wie schon gesagt, die Ukraine ist tief gespalten in eine proeuropäische Westukraine und eine prorussische Ostukraine. Viele Firmen haben noch aus Sowjetzeiten gute Geschäftsbeziehungen mit Russland für Waren, für die es in der EU keinen Absatz geben würde. Also warum auf ein neues ungewisses Pferd setzen, wenn man das alte Pferd damit verschreckt.
Außerdem hatte ja die EU genug Zeit in der Regierungszeit nach der orangenen Revolution mit der damaligen Regierungschefin Timoschenko oder Präsident Juschtschenko ein Abkommen auszuhandeln, aber auch da wurde nicht viel unternommen. Sogar sinnvolle wirtschaftliche Kooperationen wie beim Militärtransporter AN-70 wurden ausgeschlagen, d.h. der Wille der EU zur Ukraine Integration ist nicht sehr ausgeprägt.

West- und Ost-Ukraine

Ich war im Sommer in der Ukraine, sowohl in Kiew, als auch im Sumy (nahe der ukrainisch-russischen Grenze) und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Mag ja sein, dass die Lemberger und Odessaner sich als "westlich ausgerichtet" definieren. Lemberg ist sowieso nahe der Westgrenze und Odessa war schon immer sehr international geprägt. Aber für die östlichen Regionen der Ukraine gilt das deswegen noch lange nicht. Die Demonstrationen sind keineswegs repräsentativ für das ganze Land.
Vergleichbar könnten zehntausende Hamburger, Lübecker und Bremer auf die Straße gehen und skandieren: "Deutschland ist "nördlich ausgerichtet" und nicht Bayern."
Irgendwo im letzten Artikel zu dem Thema wurde erwähnt, dass 44% für das Abkommen mit Europa abgestimmt hätten. Nicht genannt wurde allerdings, für was die verbliebenen 56% (immerhin die Mehrheit) gestimmt hatten.

@ DeutschEuropäer um 21:07

Leere Worthülsen. Die Wirtschaftsbooms der Balten z.B. liefen Parallel mit der Verschuldung mit Devisen. Bei den Polen läuft es ähnlich, nur können die sich noch verschulden und die haben eine große Diaspora die Devisen in ihr Mutterland senden. Die Bulgaren und Rumänen haben es bisher nicht geschafft nennenswerte Vorteile für Ihre Bevölkerung zu finden... Das was Sie da schreiben, ließt sich auf Wahlplakaten, wie "Wählen Sie uns, den mit uns wird alles besser". Tut mir leid, da muss schon etwas mehr kommen aus der EU-Ecke, als das...

Also wie mittlerweile immer

Also wie mittlerweile immer gegen die EU gewettert wird, geht mir ordentlich auf die Nerven. Sicher hat die EU einige Defizite, aber sie mit der Sowjetunion zu vergleichen geht eindeutig zu weit. Die EU ist neben einer wirtschaftlichen Union auch eine Wertegemeinschaft und ein Symbol des Friedens (es kann einfach nicht geleugnet werden, dass wir seit 60 Jahren in Westeuropa keinen Krieg mehr erlebt haben) und die Ukraine hat das Recht, dieser Wertegemeinschaft anzugehören.

Was Russland betrifft: dieses Land driftet unter Putin leider immer mehr in eine Autokratie ab. Ich habe das selbst erlebt, als ich einmal mit russischen Delegierten am Verhandlungstisch saß. Außerdem ist die russische Außenpolitik im Moment sehr daran interessiert, wieder an alter sowjetischer Stärke zu gewinnen und erneut als Weltmacht wahrgenommen zu werden. Da passt die Haltung Putins zur Ukraine perfekt dazu.

Wie für alle Länder gilt auch für die Ukraine das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

@Pilepale

Nun, KInder an Privatschulen werden exzellent unterrichtet. Und aktuell.
Sie schreiben "Die Geografische Lage reicht bis zum Ural und damit ist auch die Ukraine Europa." Das kann man, in Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten natürlich behaupten. Ein Grenzverlauf zwischen Europa und Asien (nichts anderes ist der Ural) bedeutet aber keine Zugehörigkeit zu einem Kulturkreis, oder ?

20:52, maori

"Da muss ich Sie enttäuschen. Ich hatte es und sogar auf Lehramt studiert.
Weder die Ukraine oder andere östlich/asiatisch orientierte Staaten gehören zu Europa. Genauso wenig die die Türkei."

Schauen Sie sich bitte mal eine x-beliebige Europakarte an. Sie behaupten, Geografie studiert zu haben und verbreiten hier nachweisbar falsche Behauptungen.

Die Türkei liegt übrigens zum größten Teil in Asien und zu einem kleinen Teil, nämlich dem westlich des Bosporus, in Europa.

Das alles müssten Sie als "Studierter" eigentlich wissen. Aber vielleicht verwechseln Sie Geografie mit Ideologie?

Wenn die Wüßten

Wenn die Demonstranten wüßten, das sie in eine Union wollen, welche sich langsam aber sicher dem Faschismus nähert, würden sie garantiert zu hause bleiben

@APF

Ich bin absolut Ihrer Meinung. Sehr guter Beitrag!

Hat man

diese Politiker nicht gewählt?Also warum aufregen?Sieh bei uns,mehr braucht man nicht zu schreiben.

nicht für die Zensur bestimmt:

„Wir sind nicht Sowjetunion“
Wenn das stimmt, warum wollen diese Ukrainer dann zurück in die Sowjetunion, diesmal unter blauem Sternenbanner der Völker-vereinigt-euch-Truppe?

3 Gedankenstichpunkte dazu:

(1) Die Ukraine ist in der EU genauso willkommen wie Albanien, Kosovo, Moldawien und Georgien. Alle hoch korrupt, arm und pleite. Aber die EU ist für alle da. Und da wir alle „westlich“ ausgerichtet sind, werden diese Staaten erst mit billigem Geld gelockt und dann genauso billig abgeschafft.

(2) Putin hat (noch) Gas, Öl, Einfluss, Macht und immer öfter Bewunderung.
EU hat dagegen frisch gedrucktes Geld, inkompetente Mafiastaaten und null Einfluss in der Welt, dafür aber Schulden bis zum Umkippen.

(3) Die Ukrainer werden sich noch wundern, wie sehr man sie hier erwartet. Zusammen mit Bulgaren und Rumänen werden sie eine Party schmeißen. Auf Kosten Deutschlands versteht sich. Wir haben ja noch Geduld..... und unsere Ersparnisse....

@APF 21:08

Schön, das Sie diesen Schritt getan haben, und dort arbeiten. Ich selber habe auch berufsbedingt 7 Jahre in Moskau, und 2 Jahre in Kiew gelebt. Aber Ihre Erfahrungen kann ich nicht ganz teilen.
In meinem sozialen Umfeld ging es zwischen diesen beiden Ländern immer sehr respektvoll zu (das kommt sicher auf den Bekanntenkreis an). Sicher gab es viele möchtegern-großrussische Betonköpfe, und auch Ukrainer, die sich geweigert haben mir auf russisch zu antworten, obwohl sie es können. Aber mit diesen Leuten hatte ich dann schnell nichts mehr zu tun. Meine Frau (die ich dort kennengelernt habe) ist halb Russin und halb Ukrainerin, dementsprechend habe ich angeheiratete Verwandtschaft auf beiden Seiten. Die historische Nähe dieser Länder ist nicht von der Hand zu weisen, und die meisten Opfer des Stalin-Terrors gibt es auf russischer Seite. Das Problem sind die komplexhaft-paranoiden Hardliner auf beiden Seiten...und seit einigen Jahren der stümperhaft unreflektierte EU-Blasebalg

21:49, maori

"Ein Grenzverlauf zwischen Europa und Asien (nichts anderes ist der Ural) bedeutet aber keine Zugehörigkeit zu einem Kulturkreis, oder ?"

Ich dachte eigentlich, wir redeten hier über Geografie, was ich in meinen Posts auch deutlich gemacht habe. Sie fangen jetzt aber an, über "Kulturkreise" zu reden. Da muss ich leider passen, denn darunter versteht jeder etwas anderes. Der Begriff ist nicht eindeutig definierbar und wird stark ideologisch mißbraucht.

Auf dieses Glatteis begebe ich mich nicht.

Guten Rutsch!

Das Ringen um die Ukraine gewinnt also an Schärfe?

Spätestens seit der berüchtigten Orangenrevolution von 2004 sollte jedermann bewußt sein, daß sich die Parteigänger der VSA und Rußlands um die Macht in der Ukraine zanken und beide dazu natürlich versuchen möglichst viele Anhänger auf die Straße zu bringen, um von sich behaupten zu können, das Volk stehe hinter ihnen. Indes ist die Ukraine ein armes Land und es finden sich dort wohl viele, die gegen ein kleines Handgeld Spruchbänder und Fähnchen durch die Straßen zu tragen gewillt sind. Für Rußland indes wäre ein Verlust der Ukraine bitter, weil Kiew seine alte Hauptstadt und Keimzelle des Staates ist.
Die VSA bedienen sich hierbei übrigens erneut des Brüsseler EU-Molochs um die Ukraine unter ihre Fuchtel zu bekommen, denn ihr Vasallenbund NAVO ist nun einmal in der Welt in etwa so beliebt wie Fußpilz. Doch der EU-Moloch verteilt üppige Gelder an arme Länder und wacht höchst nachlässig über deren Verwendung, weshalb sich die Herrschenden ordentlich ihre Taschen füllen können.

21:41 von DerPhi

da können Sie aber sicher sein, dass (auf unsere Bervölkerung gerechnet) 100.000 - 200.000 Demonstranten in Berlin oder Hamburg ein deutliches Signal wären.

@ Charro um 21:47

"Wie für alle Länder gilt auch für die Ukraine das Selbstbestimmungsrecht der Völker."

Ja, richtig so wie in Jugoslawien diese Recht wahrgenommen und umgesetzt wurde dürfte den meisten noch bekannt sein. Selbst denen die nur die 90er Jahre Propaganda noch in Erinnerung haben. Wenn die Ukraine wählen darf, warum spaltet sie sich nicht in den West und Ost Teil? Dann kann der westliche Teil mit einer starken Agrarwirtschaft sich dem Ding "EU*" anschließen und der östlich industrielle Teil kann wählen ob er unabhängig oder mit der russischen Föderation "fusionieren" möchte.
Übrigens auch in Osteuropa gab es keinen Krieg zw. Staaten. Jugoslawien war ein Sezessionskrieg. In Nord Irland ein "Krieg gegen den Terror".

Doppelmoral der schlimmsten Sorte

Hier in Deutschland geht niemand auf die Straße, aber die Foristen sind sich 1000-Prozent sicher die Meinung Gesamtdeutschlands zu repräsentieren, ja das gar das Abendland samt böser Marktwirtschaft vor dem Kollaps stehen (wie man bei quasi jeder Nachricht über die EU lesen darf).

In der Ukraine gehen 10-100.000 Menschen pro EU auf die Straße und die Foristen sind sich 1000-prozentig sicher, dass diese Menschen nun gerade nicht den Volkswillen repräsentieren und nur das arme arme Russland schlechtgeredet werden soll.

Wo bleibt die Glaubwürdigkeit in dieser Einstellung? Merkt hier eigentlich noch einer die Ironie?

@Charro 21:47

Ich wurde auch mal von einer tschechischen Bande bestohlen...was mich aber nicht zu Rückschlüssen auf die tschechische Regierung veranlasst hat.
Und Krieg hatten wir seit 60 Jahren nicht, das stimmt. Unsere Flieger haben die Bomben woanders abgeworfen. Und wohin "die Ukraine" gehören will, zeigen nicht einige tausend Demonstranten. Ich glaube hier kann nur ein Kompromiss weiterhelfen, vielleicht ein adäquater Mittelweg. Der kann aber nicht durch das sturköpfige Tauziehen der radikalen Positionen im Land (angefeuert durch sturköpfige Positionen außerhalb) gefunden werden.

falsches Spiel der EU

Es ist schon wieder beschämend, wie man die ukrainischen Demonstranten als Knüppel gegen Russland benutzt.
Und die EU spielt ihr schmutziges Spiel mit den Hoffnungen der Ukrainer, denn bis jetzt habe ich keinen einzigen wichtigen EU-Politiker gehört, der der Ukraine einen Zeitpunkt für eine Vollmitgliedschaft in der EU in Aussicht gestellt hat. Man eiert genauso so herum wie mit der Türkei, nur dass man hier jetzt den schwarzen Peter den Russen zuschiebt. Denn so richtig will keiner in der EU die Ukraine drin haben, zu dick und sperrig wäre der Brocken, nur laut sagt man dies nicht. Und leider wissen dies auch die Demonstranten nicht.

@ maori um 21:49

"Das kann man, in Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten natürlich behaupten."
Na dann klären Sie doch bitte nicht nur die Kinder in Privatschulen auf sondern auch mich und jeden anderen interessierten was da sicher PISA Konform als Europa bezeichnet wird.
Was meinen Sie mit Kulturkreis? Europäischer, westlicher, Demokratischer, NATO,...? Ich verstehe leider immer noch nicht! Können sich Lehrer in Privatschulen nicht klar und deutlich ausdrücken? Ich versuche es zumindest mit meiner Rechtschreibschwäche. Kommen Sie, nur Mut!

21:49 von maori

Rußland ist schon alt und seine Gründung geht wahrscheinlich zurück auf Europäer aus dem Baltikum, seine asiatische Dimension bekam es erst nach der sibirischen Eroberung die im 16. Jh begann ... es focht jedoch noch bis ins 20 Jh. in den europäischen Kriegen. Rußland ist womöglich nicht nur europäisch, aber im europäischen Kulturkreis hat Rußland einen historischen Platz, es gehört dazu.

21:08 von APF

"...Faszinierend, wie sehr die Kommentarfunktion für 'Propaganda' missbraucht wird."...

Bitte sagen Sie mir, warum ich Ihnen mehr glauben soll, als anderen Foristen. Als deutscher Interessierter nehme ich den Willen einiger/vieler/der Mehrheit? der Ukrainer zur Kenntnis, in die EU aufgenommen zu werden. Aber auch als heute schon in der EU Lebender habe ich deshalb vielleicht eine andere Wahrnehmung der Gemeinschaft, als es die Ukrainer haben können. Aus diesen Erfahrungen bin ich sehr skeptisch, inwieweit es dem Land, vor allem den einfachen Menschen einen Nutzen bringen könnte, selbst ebenfalls Teil der EU zu werden. Ich sehe eher ein großes Interesse der Wirtschaft, der Politik und sicher auch der Militärs, die Ukraine aus geopolitischen Gründen von Russland weg in den eigenen Machtbereich zu ziehen. Das Wohl und das Glück der Ukrainer spielt dabei in meinen Augen eine untergeordenete Rolle. Und ich könnte mir vorstellen, dass eine Anzahl (die Mehrheit?) der Ukrainer das auch sieht.

@Pilepale

Wenn das der Wille des ukrainischen Volkes wäre, dann warum nicht?

Die Probleme in Jugoslawien gab es aufgrund dutzender nationaler Minderheiten in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Wie die Lage in der Ukraine aussieht (z.B. ob das Land relativ homogen in Ost und West gespalten ist), weiß ich nicht. Meiner Meinung nach ist das Selbstbestimmungsrecht jedoch trotzdem gültig: den Ukrainern steht es frei, sich für oder gegen die EU zu entscheiden, und weder Russland noch die EU haben das Recht, die Ukrainer (z.B. durch einen Stopp der Gasversorgung) zu erpressen oder zu einer Entscheidung in ihrem Sinne zu zwingen.

Wenn das Land zusammenbleiben möchte, gilt das Mehrheitsprinzip: die Mehrheit des Volkes entscheidet.

apf

mal einen blick richtung südeuropa gerichtet?
oder die totalüberwachung durch westliche verbündete wahrgenommen?
das problem sind niemals die bürger.
es sind immer korrupte oder größenwahnsinnige regenten.

@theo 22.04

Ok - ein Handelskrieg ist also respektvoll, Russen, die keine ukrainische Pralinen mehr essen, der minderwertige ukrainische Käse wird auch verurteilt in Moskau, St. Petersburg, Ekaterinburg etc. Respekt von Russen gegenüber der Ukraine habe ich höchst selten erlebt. Und ja - die Ukrainer respektieren Russland, sehen sich aber irgendwie Europa und eben nicht Russland zugehörig. Mit fehlendem Respekt hat das nichts zu tun, sondern mit der Frage wo man sich in Zukunft sieht. Lustig der Kommentar, in dem Sumy in der Ostukraine erwähnt wird. Ich war gestern auf der Rückreise von dort. Die schmalen Strassen von dort in die Hauptstadt waren voll von Autos mit Europaflaggen an den Fenstern. Es ist alles nicht so einfach. Es sind so nette, intelligente Leute hier, die so viel gelitten haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten - denen Europa einfach Hoffnung gibt.

22:13, Pilepale

" In Nord Irland ein "Krieg gegen den Terror"."

Nein, definitiv nicht. Der "Krieg gegen den Terror" war ein Propagandabegriff der Babybush-Administration, und da war der Nordirlandkonflikt schon im wesentlichen entschärft. Es handelte sich vielmehr um einen asymmetrischen Konflikt, der von der IRA mit terroristischen Methoden geführt wurde.

Einen "Krieg gegen den Terror" gibt es nicht und kann es auch gar nicht geben. Wie wollen Sie gegen "den Terror" Krieg führen? Krieg führen können Sie nur gegen Menschen bzw. Staaten.

Putin hat den Begriff übrigens dankbar aufgegriffen, um die Unterwerfungskriege, die er an den Rändern seines Imperiums führte, zu rechtfertigen. Da konnte dann die Bush-Administration wenig sagen. Ein klassisches Eigentor ihrer Propagandaabteilung.

@Theo

"Ich wurde auch mal von einer tschechischen Bande bestohlen...was mich aber nicht zu Rückschlüssen auf die tschechische Regierung veranlasst hat."

Ich habe vor 2 Jahren direkt mit jungen Vertretern der russischen Regierung verhandlet. Dementsprechend steht es mir zu, Rückschlüsse über die russische Regierung zu ziehen.

22:12 von Phonomatic

"...da können Sie aber sicher sein, dass (auf unsere Bervölkerung gerechnet) 100.000 - 200.000 Demonstranten in Berlin oder Hamburg ein deutliches Signal wären."
Ein Signal sicher. Aber für wen? Es gab schon öfter große Demonstrationen in Deutschland mit Hunderttausenden - hat es die jeweilige Regierung gestört? Es wurde allgemein weitergemacht, wie vorher.

@ Charro um 22:32

Schön ausgedrückt! Wenn die Ukraine entscheiden will ob Sie dem EU Club beitreten möchte kann Sie ja entgegen der EU-Gepflogenheiten abstimmen. Dem EU-Bürger (was immer das sein soll) scheint diese Selbstbestimmungsprivileg wohl nicht zuzustehen!? Wer entscheidet den bitte im Elfenbeinturm in Brüssel wer dazugehören darf und wer nicht? Wird das überhaupt in Brüssel entschieden?

Zur Gasversorgung: Die Versorgung durch GAs ist vornehmlich ein wirtschaftliches Thema, das leider einen bitteren Nachgeschmack hat, das frieren von Bürgern. Wenn die Ukraine Gas haben will muss sie sehen wie sie das beschafft. In Russland z.B. gibt es die Möglichkeit das Gas subventioniert zu erhalten und nicht zu den üblichen Weltmarkt preisen wie es die EU oder wahrscheinlich der RWE Konzern bietet!

@ APF um 22:36

"denen Europa einfach Hoffnung gibt."

Hoffnung auf was gibt? Soll das heißen weil eine Straße voll mit Fahrzeugen ist die Leute transportiert die sich einen heißen Café und vielleicht ein kleines Preisgeld in Kiew erhoffen das deshalb eine ganze Stadt für den EU Beitritt ist??? Wenn ich also auf der Autobahn nach Schalke ganze Kolonen von Autos sehe die Bayern Fahnen schwenken, soll ich davon ausgehen das ganz Schalke voller Bayern Fans ist? (Klarstellung: Ich bin kein Fußball Fan, habe weder Sympathien noch etwas gegen einen der von mir beiden genannten Vereine! Bitte schont die Moderation. Danke!)

22:43, Pilepale

"Wer entscheidet den bitte im Elfenbeinturm in Brüssel wer dazugehören darf und wer nicht? Wird das überhaupt in Brüssel entschieden?"

Sie wissen offensichtlich wirklich nicht sehr viel über das Jahrhundertprojekt der europäischen Einigung. Um dieses Wissensdefizit auszugleichen, reichen 1000 Zeichen nicht mal annähernd.

Lesen Sie mal ein paar historische Abhandlungen zum Thema. Geschichte kann spannend sein!

@ fathaland slim um 22:36

"Krieg gegen den Terror" in Nord Irland hatte ich nur auf die schnelle erwähnt. Wenn ich nicht irre war das dort auch ein Sezessionskrieg der nicht fruchtete.

"Ein klassisches Eigentor ihrer Propagandaabteilung." Was meinen Sie mit "ihrer" Propagandaabteilung! Ich lebe in BRD und bin besorgt über die schlechte Berichterstattung und vor allem der Politik die gegenüber dem Ausland geführt wird, aber vor allem auch immer mehr im inneren stark an Balkanesische Zustände erinnert. Nebenbei, ich lebe gerne in BRD und möchte nicht das wir uns hier in ein paar Jahren die Zustände in der heutigen russischen Föderation herbeisehnen, so unglaublich das für Sie und andere vielleicht klingen mag.

@Pilepale

Ganz genau. Falls die Ukraine sich mehrheitlich gegen die EU entscheiden sollte, hätte die EU das natürlich zu respektieren.

Was die EU betrifft: Natürlich hat die EU Defizite in ihrer Entscheidungsfindung, aber es ist auch falsch, Brüssel als undemokratischen "Elfenbeinturm". Die meisten wichtigen Entscheidungen, die die EU betreffen, werden vom Europäischen Rat getroffen, der aus den Regierungschefs der einzelnen EU-Länder besteht. Diese Regierungschefs wurden von ihren Völkern demokratisch gewählt. Somit herrscht in der EU in vielen Fragen das Prinzip der indirekten Demokratie, genau so wie in Deutschland, nur mit einer weiteren Ebene. Wie gesagt, die EU hat Defizite und sollte reformiert werden. Aber sie als komplett undemokratisch zu bezeichnen oder sie gar mit der Sowjetunion gleichzusetzen, ist falsch.

Wieviele sind das denn

Wieviele sind das denn wirklich... die in die EU wollen.
>
Zehntausende? Das hört sich nicht nach einer Massenbewegung an. Aber will mich nicht festlegen

bravo CIA

Da können sich die Geheimdienste wieder auf die Schultern klopfen - was die da wieder mobilisiert haben...

Egal, Rache fürs Snowden-Asyl war abzusehen und 0,1% Ukrainer sind zu vernachlässigen.

Ina Ruck scheint agr nichts mehr Peinlich zu sein!

Wieso behauptet Sie das sich das ukrainische Volk entschieden hat für Europa? Woraus schließt sie das? Wegen Herrn Klitschkos Rede das alle Ukrainer in EUROPA, also außerhalb der Ukraine auf den Straßen wären? Weil die paar Zehntausende da demonstrieren? Wie wird diese Frau berichten wenn die Pro-Russen auf die Straße zur Gegendemo Aufmarschieren wie vor 9 Jahren??? Das ARD Moskau Studio unter Frau Ruck, verdient einen neuen Ruck in eine professionellere Richtung, nach einem Abgang von Frau Ruck!

22:40 von Izmi

Es wäre dennoch ein Signal des Willens der Bevölkerung und 100.000 Menschen Demos gibt es hier in Berlin mitnichten alle Tage, da muss man sich schon an die Montagsdemos zur Einführung der Agenda zurückerinnern. Ob das was gebracht hat ist eine andere Frage, aber wenn es nichts gebracht haben sollte, wollen Sie das doch nicht noch gutheißen, oder?

APF 22:36

Nein ein Handelskrieg ist nie respektvoll...aber diese Maßnahmen sind ein übliches Druckmittel bei einseitigen Abhängigkeitsverhältnissen (gerne auch vom Westen beansprucht) und nicht konkret gegen die Ukraine gerichtet. Sie trafen in den letzten Jahren Weißrussland, Lithauen, Georgien, die EU(Gemüse) und auch Russische Unternehmen (die die Hygiene-Aufflagen nicht erfüllten und/oder den Verbraucherschutz nicht geschmiert hatten). Und in vielen Fällen wurden nach Erfüllung der Auflagen die Lieferungen fortgesetzt. Ebensolcher Hohn wie die russischen Einfuhrbeschränkungen ist aber z.B. auch die Kriminalisierung der russischen Sprache in einigen Gebieten...alles, wie gesagt, hier wie da Produkte der (wohl leider am Drücker sitzenden) Radikalen auf beiden Seiten. Und, wie ebenfalls schon gesagt, rührt die EU kopflos im Wespennest herum...hat schon 2004 nichts gebracht...im Gegenteil, damals kam war sogar kurzzeitig das Bürgerkriegsgespenst kein utopisches Szenario

In Deutschland gibt es historisch eine besondere

Sympathie für die Ukraine, siehe Vorgehen
im 2. Weltkrieg.

Ob diese Sympathie (oder dieses machtpolitische Kalkül) in Polen oder Russland gut ankommt, ist eher zweifelhaft.

Wir sollten nicht den Elefant im Porzellanladen spielen, um es diplomatisch
zu formulieren.

Ukrainische Bürger sind

Ukrainische Bürger sind einfach müde und haben keine Lust mehr Russlands Marionetten weiter zu bleiben. Leider hat die Ukraine nur Dummköpfe in Regierung. Sie würden dann sagen "Ach, diese habt ihr aber alleine gewählt!". Darauf würden wir antworten "Wer weiß, ob die Wahlen vor 4 Jahren nicht gefälscht wurden, wie es vor Orangenrevolution war".
Die Ukraine braucht neue Gesetze und Reformen. Diese wird es nicht geben. Wenn Ukraine Teil der EU wird, werden diese Gesetze und Reformen von EU verlangt. Russland wird die Ukraine zusammen mit ihrem Volk weiter in Scheiße ziehen. Das weiß jeder.
Und lasst uns mal über die ukrainische Mentalität reden. Wenn die Ukrainer schon arbeiten, arbeiten sie hart und fleißig. Sie werden immer beweisen wollen, dass sie das wert sind Mitlieder der EU zu sein.

Was gibt es da eigentlich zu diskutieren?

Die Ukraine ist gegen den unersättlichen Janukowitsch und gegen den "zar" Putin, nicht gegen Rußland. Und die Ukraine ist für die europäischen Werte. Sie muss ja gar nicht in die EU, aber man darf sich wohl eine bessere Zukunft wünschen und etwas dafür tun, oder etwa nicht?

Wer unter Janukowitsch nicht leben mußte, besonders in den letzten Jahren, hat auch keine Ahnung davon, wie unerträglich schlecht das Leben dort geworden ist. Die Ukrainer haben ja eine Megageduld - so kann es aber nicht ewig gehen. Wenn es dem Land gut geht, profitieren viel mehr davon. Warum also den Ukrainern nicht etwas Glück gönnen?

Wie "gebildet" muss man eigentlich sein, um die Ukraine als asiatisch zu bezeichnen? Oder hat das einer der Teilnehmer der PISA Studie für Erwachsene geschrieben?

22:56, Pilepale

" Was meinen Sie mit "ihrer" Propagandaabteilung!"

Die Propagandaabteilung der Bushadministration, wie aus dem textlichen Zusammenhang eigentlich deutlich hervorgeht.

@ fathaland slim um 22:54

Danke für den Hinweis. Ich bin sogar sehr Geschichtsinteressiert und sehe deshalb mehrere Parallelen aus der Geschichte warum das von Ihnen plump bezeichnete "Jahrhundertprojekt der europäischen Einigung" höchstwahrscheinlich enden wird wie das ehemaligen Jugoslawien. Offensichtlich wollen einige sich sogar beeilen das diese Knall pünktlich zur 100 Jahrfeier zum Beginn des großen Kriegs statt findet! Kommen Sie als embedded Journalist?

re DA16

Zitat: "Jungewelt :D
Ist die Junge Welt jetzt eine objektive Quelle?... lustig"
*
*
Lustig ist, wenn ohne Beleg und Link gearbeitet wird. Eine Falschmeldung wird in der freien Welt/Presse durchaus erkannt sowie besprochen und könnte hier als Beleg angeführt werden. Die Vorgehensweise des IWF (welche den Demonstranten sicher nicht so kommuniziert wird:)) ist hier auch nachzulesen, wenn auch für 2010.
.
http://xxx.n-tv.de/wirtschaft/Ukraine-
erhoeht-Gaspreise-article1056906.html
.
N-TV meldet: 'Unter dem Druck des Internationalen Währungsfonds hebt die bitterarme Ukraine die Gaspreise für die etwa 46 Mio. Einwohner deutlich um 50Prozent an. Die Preiserhöhung solle bereits vom 1. August an gelten. '
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Ist zwar aus 2010 aber stützt die These der Jungen Welt, welche bei der Meldung von Fakten genauso vertrauenswürdig ist wie alle anderen Medien. Unterschiede gibts bei Leitartikeln und Kommentaren, wo durchaus persönliche Meinungen einfließen...

Ich finde die

Ich finde die Berichterstattung hier einfach nur schlecht!! Es wird sugeriert das Russland an dem scheitern schuld ist. Fakten aber werden einfach ausgeblendet. 1.Die Ukraine hat mit RU im Rahmen der GUS freien Handel und dachte sie kann auf beiden Hochzeiten tanzen in dem sie das Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnet> Ru hat Befürchtungen das EU Ware dann über die Ukraine Zollfrei nach Russland kommen. Folge Ru will Zölle für ukrainische Waren einführen (was man als Druck oder eben als legitime Interessen Russlands seinen Markt zu schützen sehen kann!) Und über die wirklichen Gründe, warum die Regierung in Kiev das Abkommen gestoppt hat, suche ich hier leider vergebens, kein einziges Wort des Primierministers aus seiner Rede an das Ukrainische Parlament :-( leider.

Die Ukraine gehört nicht DER EU

"Die Ukraine gehört zu Europa, nicht zu Russland!"
Russland gehört auch zu Europa und trotzdem gehört sie nicht zur EU. Sie gehört auch nicht DER EU (wie die EU es gerne hätte)

Die "Swoboda"-Gruppierung als "rechtspopulistisch"

zu bezeichnen ist sicher eine Verharmlosung:

"Nach einer Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung mobilisiere der Parteivorsitzender Tjahnybok „antisemitische Ressentiments, Fremdenfeindlichkeit und ukrainischen Isolationismus“. Er äußere sich „dezidiert antirussisch und gleichzeitig antiwestlich und trifft damit Stimmungen, die in einigen Regionen der Westukraine prävalent sind."

So kann man bei Wikipedia nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Allukrainische_Vereinigung_%E2%80%
9ESwoboda%E2%80%9C

Als Parteisymbol führte die Gruppierung über viele Jahre eine Art Hakenkreuz. Heute ist sie eng mit anderen rechtsextremen Parteien in der EU verbandelt. Die NPD-Fraktion im sächsischen Landtag kooperiert mit der
"Swoboda".

ich möchte gerne wissen, zu welchem Verhältnis

die demonstrierenden stehen! Denn mir ist noch immer nicht klar, ob die demonstrierende eine Mehrheit spiegeln oder ob sie nur eine bescheidende Minderheit sind...in diesem Artikel wird leider nicht ersichtlich! Was man in diesem Artikel erfährt ist, dass es nur eine Demonstration stattgefunden hat und mehr auch nicht ! Denn ich habe auch hier die Befürchtung, dass die Mehrheit der Ukrainer doch lieber mit Russland sich verbünden möchten als mit der EU gemeinsame Sache zu machen!

23:46, Pilepale

" Kommen Sie als embedded Journalist?"

Wie soll ich das denn anstellen?

Wir könnten, was die Einschätzung der EU angeht, gar nicht weiter auseinanderliegen. Ich glaube an das Projekt der europäischen Einigung, und das dürfen Sie gerne als "plump" bezeichnen.Ihren Vergleich mit Jugoslawien wiederum möchte Ich als plump und ahistorisch bezeichnen. Warum versuchen Sie hier, Krieg herbeizuschreiben? Da müsste wirklich einiges passieren, und das werden sich die Völker Europas wohl trotz des momentanen Erstarkens der Rechten dann doch nicht bieten lassen.

Hoffe ich zumindest, auch wenn mich die egoistische Dummheit der Menschen ängstigt.

@ fathaland slim um 00:17

In Jugoslawien gab es wie anfangs (oder immer noch) eine halbjährlicher Wechsel der Präsidentschaft (Nageln Sie mich bitte nicht fest auf diese Psoition. Es ist spät und ich habe keine Lust das herauszususchen). Die Friede, Freude, wir fegen unsere Probleme unter dem Teppich Eierkuchen Mentaöität gab es auch da! Die Serben mit der größten Bevälkerung und dem größten Anteil an der Entstehung dieses Staates forderten mehr Einfluss in Jugoslawien. Den Deutschen ist es gelungen dies in der EU durchzudrücken. Maastricht wurde auch irgendwie geschafft den Völern aufzuerlegen. In vielen Staaten der EU (oder war es damals die EG?) gab es viele Debatten darüber. Nur in Deutschland war man sich einig das dieser Vertrag kommen muss. Warum wohl? Ob die restlichen Europäer weiterhin das Diktat aus Berlin, über Brüssel als Trojaner über sich ergehen lassen, ohne wiederstand... Mal schauen. Ich habe genug für heute. Schöne Nacht noch und bis zum nächsten mal! Grüße

@Ukrainerin2013 Was gibt es da eigentlich zu diskutieren?

Natürlich sollte man für eine bessere Zukunft was tun!! Nur das Märchen was einige in der Ukraine und auch in RU träumen, dass all ihre Probleme mit dem Beitritt zur EU gelöst werden, funktioniert nicht! (siehe die Probleme einiger EU Länder) Das die Wirtschaft reformiert werden soll steht nich zur Debatte, aber zu welcehm Preis und wie soll das alles finanziert werden? Die Vorteile für die EU wurden hier erwähnt 50 Mio. Verbraucher, nährreiche Böden, Pufferzone zu RU. Welche Vorteile hat die Ukraine von diesem Abkommen? Sie verliert RU als Absatzmarkt und ob sie die hier im Westen loswerden ist mehr als fraglich. Übernimmt die EU die kosten für die Reformen? Laut Primier Asarow würde das in den nächsten 20 Jahren 165 Milliarden Euro kosten und die EU ist bereit 1 bis 1,7 Milliarden für die nächsten 7 Jahre locker zu machen (lächerlich)! Der Rest soll vom IWF kommen und der stellt seine Forderungen 40-50% Energiepreise für Endverbraucher erhöhen, Basislöhne u. Renten einfrieren!

Alles besser als Russland und China

Wer russische Verhältnisse möchte scheint von Demokratie nicht viel zu halten, welchen Weg auch immer die Ukraine einschlägt, hoffentlich nicht in Richtung Russland und Putin, der seinen Staat am liebsten als Alleinherrscher regieren möchte, während in es anderen Ländern Bestrebungen gibt toleranter zu werden verabschiedet Russland mittelalterliche Gesetze die Minderheiten diskriminieren. Zusammen mit mit China und den USA stellt es das größte Hindernis für das Entstehen einer echten internationalen Gemeinschaft dar.

Im Vergleich dazu ist die EU sicher die bessere Wahl, wenn die Ukraine sie denn bekommen würde, was leider mehr als unwahrscheinlich ist, zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Gerade wir sollten jedem Land die Möglichkeit zugestehen neu anzufangen und sie dabei unterstützen, nur auf der Tatsache dass andere es bei uns getan haben beruht unser Wohlstand. Daher sollten gerade wir auf Abkommen drängen die für beide Seiten fair sind und sie nicht den Russen überlassen.

00:39, Pilepale

Ihnen ist aber schon bekannt, daß das Europaparlament von sämtlichen EU-Europäern demokratisch gewählt wird und die Kommission von den Regierungen der Mitgliedsländer ernannt wird?

Selbstverständlich muß im System einiges reformiert werden, aber die Idee als solche ist richtig.

Schlafen Sie gut!

FS

Da geb ich dir recht

Ich bezweifele auch stark, dass die große Masse der Ukrainer hinter diesen Protesten stehen. Denn immerhin haben sie diese Russland- freundliche Regierung gewählt. Nach dem die Orangene Revolution und ihre Anführer das Land geplündert haben.

re claireannelage

Zitat:"Daher sollten gerade wir auf Abkommen drängen die für beide Seiten fair sind und sie nicht den Russen überlassen."
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Wenn "wir" den ersten Part ernst nehmen, stellt sich die Frage nach Rußland ggf. gar nicht. Da allerdings wirtschaftliche Abkommen erpresserisch mit dem Wohl von Frau Timoschenko (die mit dem europäischen Steuerzahler wohl kaum gemeinsame Werte hat) verbunden werden, kann das eben auch nach hinten losgehen.

Kronzeugenregelung

...ausgerechnet die Gasprinzessin und eine Neonazipartei als Kronzeugen für eine gewollte Einbindung in Europa bzw. Abnabelung von Russland aufzurufen lässt eben diese politischen Ziele in einem höchst ungünstigen Licht erscheinen, ohne dass überhaupt über die tatsächlichen Inhalte geschrieben wird. (Hand aufs Herz: Wer kennt beispielsweise die Details des angedachten Abkommens außer dem über die Gasprinzessin?) Ich bin mir dabei sicher, dass es auch unter den Befürwortern einer Annäherung an die EU Menschen gibt, die ihren politischen Willen weder russophobem Nationalismus noch korruptionsgeschwängerter Vanitas verdanken - ebenso wie es auch auf der Gegenseite nicht nur (N)ostalgiker und subjektiv Zukurzgekommene, sondern auch Menschen mit rationalen Gründen für ihre Position geben wird. Mein Vorschlag: Gebt diesen Menschen hier eine Plattform... und nicht den üblichen Verdächtigen.

Darstellung: