Kommentare

Das ist doch wirklich nicht mehr nachvollziehbar...

...es mag Hundertausend berechtigte Kritikpunkte bei der Deutschen Bahn geben.

Nun aber die Bahn dafür zu bestrafen, wenn Bäume bei Sturm auf die Gleise knallen oder wieder irgendeine Spartengewerkschaft zum Streik aufruft, das ist doch absurd!!

Unser sog. europäischer Verbraucherschutz schießt mittlerweile weit über's Ziel hinaus, zum Schaden der Verbraucher selbst. Die werden nämlich am Ende diesen Unsinn über höhere Ticketpreise ausgleichen dürfen. Und dann jammern wieder alle.

Verbraucherschutz ist richtig und wichtig

Nichts gegen die Herren der EU, die meinen, man müsse die Verbraucher schützen. Der Schutz kann bei einem Unwetter auch darin bestehen, die Züge nicht fahren zu lassen, weil erst die Gleise geräumt oder repariert werden müssen. Irgendwo sollten wir mit diesem Regelungswahn auch mal die Kirche im Dorf belassen.
Nebenbei wird dem Unternehmen ja auch unterstellt, man wolle die Fahrgäste nicht befördern. Warum wohl wurde die Bahn gegründet? Wann, wie und ob sie fährt, sollte man den Fahrplänen und der Witterung überlassen und nicht denen, die sowieso nur seltenst einen Zugwaggon von innen gesehen haben …

Höhere Gewalt

wird etwas genannt, das sich jeglicher Einflußnahme entzieht.
Einen Streik zähle ich nicht dazu, da dieser ja durchaus abgewendet werden kann - so man denn will.
Aber Entschädigungen bei nicht abwendbaren Ereignissen? Nicht befahrbare Strecken durch Sturm- oder Flutschäden der Bahn anzulasten heißt: die Bahn ist Schuld an Unwettern.
Ich wußte es schon immer :-)))))

Luftverkehrsgesellschaften

Wieso müssen eigentlich Fluggesellschaften 250 + alternative Beförderung bezahlen und die Bahn zahlt nur bis zur Höhe des Ticketpreises. Beschweren die sich da auch über Ungleichbehandlung?

Was ist mit der Bahn los???

Es gibt ein Urteil vom höchsten Gericht Europas. Die Bahn will das nicht anerkennen und bettelt deshalb beim EU-Kommissar?
"Gehts noch?" fragt man da normalerweise!

Mehdorns erbe

die meisten Verspätungen der Bahn sind hausgemacht. Klimaanlagen, die bei über 30* ausfallen(ohne die früher vorhandene Möglichkeit das Fenster zu öffnen, heizungen, die winters den Geist aufgeben, etc.
Dazu die völlig falsche Geschaftspolitik die Bahn in Konkurrenz zum Flieger zu sehn und hauptsächlich auf hochgeschwindigkeitsstrecken zu setzen, die bei wiederkehrenden Witterungsereignissen störanfällig sind.
Die Bahn war einmal das Hauptverkehrsmittel für die breite Bevölkerungmehrheit, zu einem vergleichsweise günstigen Preis. etwas gemächlicher, aber zuverlässig. Lieber ein paar teure ICE Verbindungen weniger und dafür mehr interregios, denne gibt's auch weniger Probleme mit der Pünktlichkeit.
Dazu kommt ja noch, daß die Bahn viele strecken regelrecht verrotten lässt, um sich denne auf höhere Gewalt zu berufen.

Gerechtigkeit ? Gern !

Es stimmt, von den vielen Mankos die die Bahn vorzuweisen hat kann man ihnen vermutlich 99% anlasten, für das Wetter können sie ausnahmsweise mal nichts.

Dafür müssen sie allerdings auch meistens nicht für den Mist geradestehen den sie zu verantworten haben. Was ist mit den unzähligen Pendlern die durch das Versagen in Mainz wochenlang erheblich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen mussten, und dies völlig unnötig ? Dafür gibt es keine Entschädigung, obwohl es ein massiver Nachteil für die Betreffenden ist. Und dies ist nur ein Beispiel, Personalmangel bei der Bahn ist immer noch die Regel, nicht die Ausnahme.

Wenn die Bahn Gerechtigkeit fordert muss die dieselbe auch ihren Kunden einräumen, schliesslich geht diesen auch ihre Freizeit verloren, wann werden diese dafür entschädigt ?

Ach...

...wie oft höre ich am Bahnhof die Durchsage, Verspätung wegen Oberleitungsschaden, Verspätung wegen Störungen im Betriebsablauf, Verspätung wegen Problemen im Stellwerk, Verspätung wegen Weichenstörung...bla, bla, bla...
Ich finde es richtig, daß die Bahn dafür zahlen soll wenn die ihr Equipment nicht in Schuß halten. Schließlich zahlt der Bahnkunde (und jedes Jahr immer etwas mehr - wegen höherer Betriebskosten) obwohl die Bahn oft mit alten und verdreckten Zügen herumfährt und der Kunde für jeden selbstverständlichen Service extra bezahlen muß!

@Kommissar
Was kann denn der zahlende Kunde dafür, wenn die Bahn streikt? Er hat mit seiner Fahrkarte mit der Bahn einen Vertrag geschlossen, und den muß die Bahn erfüllen. Kann sie es nicht, ist sie schadenersatzpflichtig!

Was kann man gegen widrige

Was kann man gegen widrige Umstände oder sogenannte höhere Gewalt ausrichten? Gar nichts.
Wenn man diesen gedanklichen Faden etwas weiter spinnt, hätten auch Arbeitgeber ein Recht auf Entschädigung, wenn beim nächsten "Schneechaos" die Angestellten (auch die motorisierten) zu spät oder gar nicht kommen.
Blanker Schwachsinn.

Wenn die Bahn wegen Gewinnmaximierung

die Wartung nicht ordnungsgemäß durchführt oder wegen Personalmangel Züge ausfallen, muss sie Schadenersatz zahlen.
Für höhere Gewalt (Unwetter) kann man sie jedoch nicht belangen.

höhere Gewalt

Der EuGH möge doch einfach die Adresse bekannt geben unter der "höhere Gewalt" verklagt werden kann.
Ist das nicht möglich übernimmt der Gerichtshof die Kosten. Dies unter Abwägung der Vernunft zur Realität.

Kirche mal im Dorf lassen...

Verspätungen bei längeren Reisen halte ich für das Normalste auf der Welt. Kein Mensch kann auf die Minute vorhersagen, wann er in München mit dem Auto ankommt, wenn er in Hamburg losfährt. Egal ob mit dem eigenen PKW oder mit dem Bus. Starker Gegenwind macht den Flug langsamer. Und ein umgefallener Baum auf die Gleise oder gar gestohlenes Kupferkabel zwingt die Bahn zu Umwegen.

Für selbst verschuldete Verspätungen aufzukommen ist das Eine. Für höhere Gewalt oder gar Sabotage obendrein noch zahlen zu müssen, ist schon....

Was ist bloß mit den Menschen los? Alles soll immer und zu jeder Zeit perfekt funktionieren und auch noch auf die Minute pünktlich vonstatten gehen. Der Förster muß zahlen, wenn einem im Wald ein Ast auf den Kopf fällt, die Bahn soll "entschädigen" wenn ein Sturm mit heftigem Regen die Gleise wegspült, ...

Ich mahne da mehr Gelassenheit an.

@claireannelage

"Was ist mit den unzähligen Pendlern die durch das Versagen in Mainz wochenlang erheblich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen mussten, und dies völlig unnötig ? Dafür gibt es keine Entschädigung, obwohl es ein massiver Nachteil für die Betreffenden ist."

Dann will ich als Autopendler im Stau aber jetzt auch ne Entschädigung. Und wenn der Stau durch einen Unfall zustande kam, wird's richtig teuer für den Unfallverursacher? Und was ist mit denen, die mit dem Bus fahren? Warum erhalten die keine Entschädigung bei höherer Gewalt?

Verspätungen

Im Frühjahr 2008 besuchte eine Delegation der Japanischen Eisenbahnen die Deutsche Bahn. Bei dem eine Woche dauernden Besuch besichtigte die Delegation viele Bahnhöfe, bahntechnische Anlagen und die elegante Konzernzentrale in Berlin. Bei einem abschließenden Meinungsaustausch mit dem Bahnchef erklärte der Leiter der japanischen Delegation: „Im gesamten Jahr 2007 haben alle Japanischen Eisenbahnen insgesamt eine Verspätung von 28 Minuten gehabt.“ Darauf Määäähdorn: „Ein ganzes Jahr für 28 Minuten Verspätung – wir schaffen das zwischen zwei Bahnhöfen!“

Selbst Schuld wer Bahn fährt

...also wer in seiner Freizeit die Bahn nutzt, und sich dann wundert, hat es auch nicht anders verdient.
Denn eins kann ich als (Bahn und ODEG angewiesener) Berufspendler konstatieren...das einzige worauf man sich bei der DB verlassen kann, ist die Unzuverlässigkeit. Geduld und ein kulanter Chef sind da unabdinglich, die Ansprüche kann man sich hinter die Ohren klemmen. Das tuh ich mir nicht auch noch in der Freizeit an.
Und die widrigen Umstände sind doch nur ne Ausrede...wie oft passiert denn sowas? Und mein Zug nach Hause (RB14) verspätet sich an 4 von 5 Tagen.

@hugomauser und weitere

Warum soll ich bei höherer Gewalt oder sonstwann eine nicht erbrachte Leistung bezahlen? Wenn der Koch im Restaurant dich die Hand abhackt und ich dann nichts zu Essen bekomme, bezahl ich ja auch nicht, auch wenn der arme Kerl grad mein Essen zubereiten wollte. Würde man dann unter Berufsrisiko verbuchen. Und evtl würde ein anderer Koch für mich kochen. Aber bei der Bahn bezahl ich vorher und hab dann nichtmal Anspruch auf einen Sitzplatz, der kostet extra. Das ist beim Fliegen auch nicht so...

Darstellung: