EU-Finanzminister verhandeln über Bankenabwicklung

15. November 2013 - 02:47 Uhr

Seit Langem ringt die EU um eine Bankenunion. Ein gemeinsames System zur Schließung oder Sanierung maroder Banken soll entstehen - darüber beraten heute die EU-Finanzminister. Von einer Einigung sind sie noch weit entfernt.

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Kommentare

Betriebswirtschaftliche oder gar volkswirtschaftliche Belehrungen will ich mir und "uns" ersparen, weil ich voraussetze, daß hier Mitlesende über die entsprechende Sachkenntnis verfügen.

Ich will es auch kurz machen, und zwar wie folgt: Es ist m.E. eine ungeheure politische und wirtschaftliche Sauerei, Banken mit Steuergeld zu "sanieren", statt sie pleite gehen zu lassen, wie es in unserem Wirtschaftssystem für jedes schlecht wirtschaftende Unternehmen gehört.

Die Gründe (Staatsbeteiligungen, Renten- und Versicherungfonds usw.) sind bekannt. Aber genau daraus entsteht auch die Frage nach der Verantwortlichkeit - nicht nur der Bankvorstände, sondern auch der zum jeweiligen Zeitpunkt verantwortlichen Politiker!

Ich bin sehr für ein neues und transparentes europäisches Bankensystem und sofort damit einverstanden - ABER - dann auch mit gleichzeitiger, justiziabler Regressnahme krimineller Beteiligter in Banken und Politik. Ohne langjährige Verschleppung allfälliger Verurteilungen...

und den Rest pleite gehen lassen, einen Bäcker rettet man auch nicht und viele mittelständige Unternehmen auch nicht.

Problem unsere Banken sind zu groß, das muss sich ändern!
Somit arbeiten die Banker auch wieder verantwortungsbewusst.

Aber da sich in diesem Bereich in den letzten 5-6 Jahren kaum, bis garnichts getan hat dürfen wir auch in Zukunft Banken mit Steuergeldern retten.

Und woher kommt das? Man hat den neoliberalen Kapitalismus zur "Optimierung" der Arbeitswelt eingesetzt, und für die Banken die Planwirtschaft. Was man im Kapitalismus erwirtschaftet, wird in die Planwirtschaft reingebuttert. Das ging im Kommunismus schon ohne Kapitalismus, daran ist der Kommunismus pleite gegangen. Und was der Kommunismus kann, kann der Kapitalismus schon lange.
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Wünsche den Politikern viel Spaß beim "Wiener Kongress", wo man jedes Mal ein Stellschräubchen anzieht und dafür ein anderes lockert. Was bleibt, sind die Riesenmengen billigen Geldes, angeblich für die Wirtschaft, tatsächlich für die vernetzte Topclique, die schon längst über die hohen Gehälter nur noch lacht, denn das billige Geld ist ihr Haupteinnahmequelle.

Die EU-Kommission bietet sich an, den Job zu übernehmen und zu entscheiden wer und ob gerettet wird?
Da sollten die Alarmglocken leuten.
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So viel Macht in dem eh schon lobbyverseuchten Brüsseler Sumpf zu konzentrieren scheint mir keine gute Idee.
Lieber eine Kompromiß-Orgie der Staats- und Regierungschefs als einen Bankenrettungs-Politkommissar (der am Ende wieder ein ehemaliger Goldman-Sachs Mitarbeiter ist und den man den Bürgern dann als "bestens geeigneten" Technokraten verkauft, so als ob Technokraten immun gegen Gier und Korruption wären).
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Besser wäre ohnehin, die Kraft darauf zu konzentrieren, daß solche Rettungen gar nicht erst nötig werden. Stattdessen bietet man eine Scheinlösung an für Probleme, die erst durch die eigene Unfähigkeit/Untätigkeit entstehen können.
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Warum also denen, die sich in ruhigen Zeiten schon kaum gegen big money durchsetzen können auch noch die bailout-Kompetenz anvertrauen?

Sie haben die Situation sehr bündig und mit der notwendigen Ironie dargestellt. Glückwunsch!

Besonders die Unternehmen klagen zur Zeit das sie kein Geld bekommen. Auch die Zinsen sieht immer relativ hoch, wenn man bedenkt das den Banken Geld geschenkt wird.

Sinnvoll ist es schon Banken zu retten die Unternehmen finanzieren die Arbeitsplätze schaffen oder halten. Das geht aber nur Gut wenn die Banken Geld für niedrige Zinsen in die Wirtschaft fliessen lassen. So sollte es auch für die Kredite für Hausbau oder Ähnlichem ablaufen.

Leider ist es aber so das das Geld in Spekulationen und Dividenden fliesst. Das Geld wird von den Steuerzahlern an Wenige verteilt. In der Krise haben Spekulanten noch nie verloren, eher gewonnen. Meistens ist es so das ihre Anlagen durch Steuermittel abgesichert sind.

Es muss ein neuer Weg her, so ist die nächste Blase im Aufbau und wird platzen.

Einer der grössten Fehler war der EURO ohne eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, wie Steuern und Abgaben. So ist es nur ein Fantasiegebilde für die Geschichtsbücher. Der Euro hilft nur Wenigen.

Jeder Selbstständige oder ein angestellter Geschäftsführer haftet für seine Arbeit - gesetzlich geregelt. Warum stellt sich dann die Frage: Wer rettet die Banken? Wenn ein ehemaliger Bundespräsident für gut 700 Euro vor Gericht steht, dann doch wohl auch die Bankmanager, die Pleiten verursachen. Schließlich arbeiten die ja mit Treuhandgeldern. Es gibt so schicke Bankengesetze, da ist eine Pleite ja nahezu ausgeschlossen! Wenn doch - Bankmanager zur Verantwortung ziehen, finanziell und rechtlich. Oder haben die auch die Limburger Erscheinung: Die falschen Berater - daher alles rechtens?

Würde die mediale Öffentlichkeit mal bei den Banken so ein Geschrei anstimmen wie in Limburg, wäre längst ein Beschluss auf EU-Ebene gefasst und die Steuerzahler vollständig entlastet.
Doch die staatlich sanktionierte Selbsbereicherung mit Gehältern von denen der normale Arbeitnehmer nicht mal zu träumen wagt, geht in die nächste Runde.
Jedes Unternehmen trägt Risiken und geht in die Insolvenz und die Mitarbeiter stellen sich schon mal bei HarzIV an wenn's schief geht. Warum nicht auch die Banken und ihre Anzug tragende Zockergilde!?
Wenn das Bankmanagement wüßte, dass es ein tatsächliche Risiko trägt, wäre man vorsichtiger mit "Blasengeschäften" und würde sich wieder auf Geschäfte konzentrieren, die der Wirtschaft und Privatkunden helfen und Staaten nicht in den Ruin treiben.
Doch jetzt ist erst mal die Frage: "Wer legt Hand an, an sie ystemrelevanten "Heiligen Kühe" des Turbokapitalismus?
Politiker bräuchten sich nicht zu scheuen, denn in dem Punkt steht das Volk 100% hinter ihnen!

"Im Prinzip geht es darum, wie stark die Gläubiger einer Bank zur Kasse gebeten werden"
Also alle, die ein Konto bei der jeweiligen Bank haben. Machen Sie alle sich das bewusst; Wer Geld bei einer Bank liegen hat, gibt dieser Bank einen Kredit, und ist damit Gläubiger der Bank.
Die Frage scheint ja auch nicht mehr zu sein, OB Kontoinhaber ihr Geld verlieren werden, sondern nur doch WIE STARK auf ihre Einlagen zugegriffen wird. Ich kann nur jedem empfehlen Geld, was er nicht braucht, von der Bank nach Hause zu holen.

der Banken könnten wir uns den ganzen teuren Kontrollirrsinn sparen. Aber dazu sind unsere Polit-Marionetten nicht mehr in der Lage.
Warum hat man immer noch nicht das Trennbankensystem eingeführt? Damit wäre uns Steuerzahler und Sparer viel geholfen.
Eine Bank muss pleite gehen dürfen und dass das auch möglich ist, ohne dass die ganze Welt zusammenbricht, hat man bei Lehman gesehen. Nur seriös angelegte Gelder dürfen gerettet werden. Jeder Anleger muss sich im Klaren sein, dass er bei höherer Rendite auch ein höheres Risiko eingeht.
Bei Missmanagement gehören alle verantwortlichen Manager und Politiker ordentlich bestraft. Dann brauchen wir auch keine Rettungsaktionen mehr.

....man noch auf den jahrmarkt der juritischen eitelkeiten wirft, es wird für die abzockerei der kleinen leute immer noch ein neues gesetz, eine neue ausnahmeregelung und ein neues hintertürchen geben.

die gier des menschen macht diesen turbokapitalismus, die banksterbereicherung und die ausbeutung der kleinen leute durch konzerne und politiker erst möglich. den steigbügel für die ausbeuter schmieden, polieren und halten unsere von uns gewählten politiker in der hoffnung noch ein größeres stückch vom kuchen abzubekommen.

für den mittelstand bleiben brosamen, und für die anderen existenzängste, junkfood und ramschwohnungen......

verstaatlichen, Gewinne wieder beschränken - auf unter 10% (wie vor 50-100 Jahren).
Wer keinen Zusammenbruch des Finanzsektors möchte (der eigentlich für die Umleitung von Erspartem in sinnvolle Investitionen entstanden ist und nicht für Casino-Spiele), kommt an solchen Massnahmen nicht vorbei.

"Ich kann nur jedem empfehlen Geld, was er nicht braucht, von der Bank nach Hause zu holen."
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Das mache ich schon seit Anfang des Jahres, die nächste Sorge ist nur was machen mit dem ganzen Bargeld... in Edelmetalle anlegen, oder gleich in Rüstungsgüter da unsere Politik mit ihrer Marktkonformität und dem vorantreiben der Einkommensschere immer mehr auf eine selbstsüchtige und egoistische Ellenbogengesellschaft hinarbeitet?

Man sollte lieber darüber beraten, wie man verhindert das Banken in Schieflage geraten.

Dazu gehört eine Unterbindung des "Zockens".

Da die Banken dieses (ureigene) Betriebsrisiko augenscheinlich nicht beherrschen bzw. berücksichtigen mangels Konsequenzen für die Entscheidungsträger, schlage ich vor zunächst hier anzusetzen!

Die Gestaltung der Rahmenbedingungen ist stets das Kriterium, welches Klientel sich in diesem Territorium sammelt.
Bisher war leichtes Geld ohne jegliches Risko zu machen, und somit hat man Zocker angelockt und ermutig ihr Spiel zu spielen.
Ein echter Zocker wird sich selbst durch Risikoerhöhungen nicht abhalten lassen.
Es müssen daher Rahmenbedingungen und Regeln geschaffen werden, die selbst hart gesottene Zocker aus dem Bankensektor fernhält oder einbremst.
Auflösung gescheiterter Banken und einen gewissen Grad der persönlichen Haftung mit den eigenen Privatvermögen bis hinunter in die unteren Ebenen der Banken, dürften bei jedem Mitarbeiter den Teil des Gehirns wieder aktivieren, den man Gewissen nennt und zum sorgfälltigen Umgang mit fremdem Vermögen anhält.

Die Banken werden nicht abgewickelt, sondern in jede Menge Steuergelder eingewickelt...

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