Ihre Meinung zu: Künftige US-Fed-Chefin will lockere Geldpolitik fortsetzen

14. November 2013 - 21:37 Uhr

Der künftigen US-Notenbank-Chefin Yellen stehen heikle Aufgaben bevor. Um einen dauerhaften Aufschwung am Arbeitsmarkt zu erreichen, will sie die riskante Politik des billigen Geldes fortsetzen. Kritik an ihrem Kurs wies sie zurück.

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Kommentare

"Künftige US-Fed-Chefin will lockere Geldpolitik fortsetzen "

"Yellen will lockere Geldpolitik fortsetzen
Der künftigen US-Notenbank-Chefin Yellen stehen heikle Aufgaben bevor. Um einen dauerhaften Aufschwung am Arbeitsmarkt zu erreichen, will sie die riskante Politik des billigen Geldes fortsetzen. Kritik an ihrem Kurs wies sie vor US-Senatoren zurück."

Also Lügen wir uns statistisch weiter die Taschen voll und "malen uns die Welt wiedewedewitt die Welt weiter so wie ich sie will".

http://www.jungewelt.de/2013/11-13/001.php

amerikanische Rechenarten

Wenn ich es richtig verstehe, gehen die jetzt insgesamt 255 Milliarden Dollar Spielgeld in die Berechnung des Bruttoinlandproduktes ein, das damit bei 2,8% liegt. Ohne den Zufluss dieses "Computergeldes" (es gibt ja nicht mal bunte Scheinchen dafür!) läge es bei -0,8%! Das nennt man doch erfolgreiche Wirtschaftpolitik... Noch ´ne Runde für alle!!!

"Da die Inflation derzeit keine Probleme bereitet, ..."

Die mit der extrem lockeren Geldpolitik angeheizte Inflation der Vermögenspreise (insbes. Aktien) ist ein Problem, das die Verantwortlichen bisher nicht wahrhaben wollen. Die große "Korrektur" wird sicher kommen und die Welt erschüttern.

Wie bläst man einen Ballon auf?

Mit heißer Luft! Kostenloses Geld ist wie heiße Luft, die leere Hüllen aufbläst, bis sie platzen. Wenn sie geplatzt sind, nennt man sie eine Blase. Zuvor jedoch spricht man von einem Aufschwung!

@Philos

"Die große "Korrektur" wird sicher kommen und die Welt erschüttern."

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Das hat es doch schon. Wir sind noch lange nicht durch. Es wird uns nur eingeredet.

@olga

"Da ist also die Inflation nach der ich fragte! Sie steckt in hochriskanten, man darf auch sagen wertlosen, US-Staatspapieren."

Tja, eben genau nicht. Obwohl Besserwisser weltweit wie auch die Republikaner seit mehreren Jahren das Gegenteil herbeizureden versuchen, ist und bleibt der US-Binnenmarkt nun mal mit Abstand der grösste und stabilste der Welt, und trotz der US-Finanzprobleme sind daher die US-Anleihen weder hochriskant noch wertlos, sonst würden sie Investoren nicht für zur Zeit lächerlich geringe Zinsen bereitwillig kaufen. Und entgegen beliebter Fehlinformaton kommt nur ein relativ geringer Prozentsatz des Geldes aus China.

@Olga

"Wenn die Geldmenge schneller wächst als die Menge der Produkte, verändert sich doch die Relation und die Produkte müssten teurer werden."
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Nein, denn ein weiterer Faktor von Inflation ist Umlaufgeschwindigkeit. Das bedeutet das Geld müsste häufig den Besitzer wechseln. Leider ist die Umlaufgeschwindigkeit (je nach Geldmenge) seit Jahrzehnten rückläufig, weil es sich zunehmend in den Händen weniger konzentriert.
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Auch das Geld, welches in die Finanzmärkte wandert, bleibt in den Händen derjenigen, die sowieso schon sehr viel davon haben. Damit die Inflation steigt, braucht man das Geld dort wo es ausgegeben wird. Dann kann es auch wieder Investitionen geben, die keine Luftbuchungen sind und der kleine Sparer bekommt noch eine Rendite.

Ein Schritt hin zum Ende

Die Westmächte versuchen mit der Politik des billigen Geldes den Zusammenbruch des Kapitalismus aufzuhalten. Aber das jahrzehntelange Schuldenmachen nagt am System. Langsam schnüren die Zinsen den westlichen Staaten das Einatmen, die eigene Wirtschaft kommt durch die weltweite Konkurrenz nicht in Schwung und der letzte Versuch ist die Politik des billigen Geldes.
In den nächsten 20-30 Jahren stehen der Zusammenbruch des Wirtschafts- und Finanzsystems und wahrscheinlich auch Kriege auf der Agenda.

@der sprecher

"... den Zusammenbruch des Kapitalismus aufzuhalten."
"... stehen der Zusammenbruch des Wirtschafts- und Finanzsystems und wahrscheinlich auch Kriege auf der Agenda."

Mir klingt das blecherne Echo der Heilspropheten aus der Zeit vor 1989 in den Ohren. Zusammengebrochen ist dann stattdessen ihre Alternative. Echt wundersam, dass es heutzutage noch immer Leute gibt, die diese alten Platten auflegen.

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