Kommentare

Falscher Ansatz

Nicht die Plastiktüte beim Kaufmann, die man ob einer vergessenen Einkaufstasche erwirbt ist das Problem, sondern das mittlerweile jeder kleinste Mist in Plastik eingeschweißt wird.

Ein Verbot des Plastiks als Verpackungsmaterial ist da wesentlich sinnvoller. Ausnahmen nur, wenn es definitiv keine Alternative gibt...

Plastiktüten

Wer braucht sie wirklich?

Ich hab eine Klappbox und ein Autokörbchen für den Einkauf im Supermarkt im Kofferraum und zwei schöne Baumwolltüten in meinem Rucksack für den Bummel in der Stadt.

Autokörbchen sind auch nicht unmännlich, wie meine Kumpels John Wayne und Chuck Norris gerne bestätigen werden. ;)

Gruß, zopf.

Wie ist es möglich, daß die Tüte ins Meer kommt?

Da muß doch einer die gesammelten Tüten "entsorgen". Warum kann man das nicht unterbinden, wo man doch heute fast keinen mehr fahren lassen darf ohne gegen irgendwelche Umweltrichtlinien zu verstoßen und ein bußgeld bezahlen zu müssen.
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Natürlich ist da auch der Unsinn "Kompostieren statt verbrennen" im Spiel. Angeblich wird da weniger CO2 erzeugt. So eine Volksverdummung.
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Wenn der Müll verbrannt wird, kommt keine Tüte ins Meer.

Wenn DAS wirklich unsere Probleme in Europa sind, ...

dann hat die NSA heute morgen beim Lauschen aber kräftig was zu lachen.
Dabei geht's den Europa'lern nicht mal wirklich um Umweltschutz, sondern nur darum, dass ihr persönliches kleines Universum sauber ist.
Müllsäcke sind übrigens auch Plastiktüten....#muahaha#

Die alte Tüte und das Meer ?

Ich hab' zwar den erwähnten Film nicht gesehen, aber es überrascht mich doch, daß jede Plastiktüte scheinbar automatisch im Meer landet.
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Meine Plastiktüten (ehrlich gesagt, hab' ich so gut wie keine) gebe ich in den gelben Sack, denn sie hat einen grünen Punkt. Somit habe ich also für ihre "fachgerechte" Entsorgung schon gezahlt.
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Und jetzt wollen mir die "Umweltexperten" aus der EU noch ein paar Extra-Cent abknöpfen, nur weil bei uns zB das privatisierte Duale System nicht in der Lage ist, den Plastikmüll bei sich zu halten?
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Die Tüten können gerne mit einer Ökosteuer belegt werden, um damit zB Jute-, Hanf- oder Stofftaschen billiger zu machen.
Aber vor allem sollte die EU sich darum kümmern, daß der Handel und die globale Verschiffung von Müll eingeschränkt wird und die Strafen für Umweltsünder vervielfacht werden
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Es gibt in dieser Kette zwar auch ein unvernünftiges (Kunde), aber auch ein kriminelles Glied ("Entsorger") und das sollte von der EU bestraft werden, nicht der Kunde

Die Frage ist doch vielmehr,

Die Frage ist doch vielmehr, weswegen dieser Müll in den Meeren landet. Ich erinnere mich noch an den Strand in Japan nach einem Taifun: Plastik und Müll in einer unheimlichen Menge. Der Strand war weiß vor lauter Tüten.

Diese wurden offensichtlich von irgendwelchen Schlaumeiern in den Flüssen und Kanälen von Tokyo entsorgt. Ich glaube nicht, dass die von einer Mülldeponie herangeweht wurden, insbesondere da Tokyo Plastikmüll eigentlich ohnehin thermisch verwertet.

Plastiktüten

Benötige keine Plastiktüten, denn wir haben immer einen ganzen Haufen Baumwollbeutel im Auto herumliegen. Einkauf wird immer gleich vom Einkaufswagen in die Beutel gepackt, so dass niemand uns Plastiktüren anbieten muss.

Es gab mal bei BBC World eine

Es gab mal bei BBC World eine Reportage über ein Dorf im Himalaya, wo die Bevölkerung sehr eng zusammenarbeitet. Als Transportmittel wurden immer grob gewobene Taschen/Körbe benutzt, die ihr eigenes Gewicht haben. Dann kamen Plastiktüten auf und fingen an diese Gefäße zu verdrängen.
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Glücklicherweise haben ein paar Entwicklungshelfer dann zwei Anführerinnen der Gemeinschaft dann mit nach England genommen und ihnen die Müllkippen gezeigt. Nach deren Rückkehr verschwanden die Plastiktüten ganz schnell wieder aus dem Dorf.
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Solche Entwicklungshilfe fehlt auch noch, denn das Zeugs wird in Gesellschaften exportiert, die nicht die Logistik haben, um mit dem Abfall klarzukommen.

Mich würde interessieren

ob hier Müllsäcke mit eingerechnet wurden. Anders kann ich mir nämlich kaum vorstellen, daß die EU-Bürger "Hunderte Plastikbeutel pro Jahr" benutzen. Dann müssten aber endlich auch die unsäglichen hauchdünnen gelben Säcke abgeschafft und stattdessen wieder solide Mülltonnen (hinreichender Größe!) bereitgestellt werden für Verpackungsmüll.
Klappboxen für den Groß- und Baumtaschen sowie Rucksack für den Fußeinkauf gehören bei mir übrigens ebenfalls seit Jahren zur "Standardausstattung". Für den Großeinkauf wären Tüten ohnehin völlig ungeeignet. Und was an Abfall von Blisterpacks und Co stammt, übertrifft die sehr gelegentlichen Plastiktüten um Größenordnungen. Warum benötigt ein simpler Kopfhörer für 8€ eine Außenverpackung und noch eine zusätzliche Innenverpackung als Blisterpack, dazu Kabel und Pads nochmal separat in Plastiktütchen verpackt beigelegt? Milch, Butter, etc. lose für mitgebrachte Behälter gabs auch mal. Wer hatte das doch gleich abgeschafft?

@ CE

Genau da liegt der Knackpunkt: Aufklärung statt Verbot. Meine Heimat Kalifornien ist zwar in Umweltfragen fortschrittlicher als der Rest der USA, aber wenn es um Plastikmüll geht, leben wir total hinter dem Mond.

Vor eine paar Wochen sagte eine neue Verkäuferin in meinem Supermarkt zu mir: "Vor Ihnen hat man mich schon gewarnt - Sie sind der mit den Stoffbeuteln." Beim ersten Mal habe ich gelächelt, beim zweiten Mal kamen wir ins Gespräch, beim dritten Mal fing sie an nachzudenken. Und vielleicht gibt es jetzt schon wieder eine Person weniger, die den Plastik-Wahn nicht mitmacht. Auch wenn's nur eine Person ist, das sind ein paar Hundert Tüten im Jahr und irgendwo muss man ja anfangen.

Mein 18 Monate alter Enkel kann zwar immer noch nicht richtig Opa sagen, aber was ein Komposthaufen und eine Recyceltonne sind, das weiß er :-).

...

Ich seh das wie Tervara. Die eigentliche belastung durch müll entsteht durch die doppelte oder unötige plastikverpackung (beispiel Kinderspielzeug). Aber all das bringt eh nichts wenn nicht der rest der welt mitzieht...

@ jcsjcs

"Ich glaube nicht, dass die von einer Mülldeponie herangeweht wurden..."

Ich lebe in einer Gegend, die flach ist, wie ein Tisch. Sie würden nicht glauben, wie viele leichtgewichtige Tuten von der fünf km entfernten Müllhalde sich bei der "richtigen" Windrichtung in meinem Gartenzaun verfangen.

Brüssel mal wieder.

Vielleicht sollte man zuerst einmal damit beginnen eine funktionierende Müllentsorgung aufzubauen. Die ist in manchen EU-Ländern wie z.B. Italien oder Griechenland nicht vorhanden. Dort gibt es tatsächlich wilde Mülldeponien. Auch wenn Plastikverpackungen in Deutschland benutzt werden heisst das noch lange nicht dass wir deshalb die Umwelt über Maße verschmutzen. Generell habe ich auch so meine Probleme wenn neue Richtlinien aus Brüssel kommen. Man sollte in der jetzigen Stimmungslage vorsichtig mit solchen Forderungen sein.

@ AlterSimpel

"Somit habe ich also für ihre "fachgerechte" Entsorgung schon gezahlt."

Na, da redet sich jetzt aber jemand sein Gewissen grün. Die völlig unnötige und überflüssige Umweltbelastung durch Plastiktüten setzt bereits bei deren Produktion ein. Und genauwenig, wie sich Kunststoffe schadstofffrei herstellen lassen, lassen sie sich schadstofffrei entsorgen, von der Energieverschwendung bei Produktion und Entsorgung ganz zu schweigen.

Der "Gelbe Sack" ist das geringere Übel, und es ist anzuerkennen, dass Sie den nutzen, aber "Grün" ist er nicht. Der einzige schadstofffreie Umgang mit Plastiktüten ist, die Dinger gar nicht erst anzufassen.

Plastiktüte ohne Alternative

Ich selbst benutze zum Einkaufen fast immer den Rucksack und Stofftüten. Im Lebensmittelladen habe ich schon Jahre keine Tüte mehr dazu gekauft.

Aber dennoch halte ich immer einen kleinen Vorrat Plastiktüten. Die brauche ich in ihrer Funktion als wasserdichte Verpackung.
Z.B. um Lebensmittel im Rucksack zu transportieren ohne Jacke, Bücher, etc zu gefährden. Wenn ich auf die Arbeit nen Joghurt und Obst mitnehme z.B.

Bei Wanderungen kommt die Jacke in einer Tüte in den Rucksack. Auch Bücher habe ich meist so vor Regen gesichert.

Wenn Gekühltes im Ruckack transportiert wird packe ich wegen des Kondenswassers eine Tüte drum herum.

Ich benutze die Tüten mehrfach. Danach entsorge ich sie im gelben Sack oder verwende sie final als Müllbeutel.

Wenn man mit den Plastik verantwortungsvoll und mit Maß umgeht (inkl. der richtigen Entsorgung, was in D. möglich ist) ist er eine Bereicherung und belastet die Umwelt nicht übermäßig.

Immerhin ein Anfang

Ein kleiner Schritt zu weniger Plastikmüll. Wer gleich eine funktionierende Müllentsorgung oder eine stärke Kontrolle der Küsten (um zu verhindern, dass Plastik ins Meer gelangt) fordert, sollte sich im klaren sein, dass dies nicht gibt und auch nie geben kann. Wer sich mit dem Thema Müllentsorgung auseinandersetzt, wird feststellen, dass das ein ziemlich schmutziges (tut mir leid, dieses Adjektiv muss sein ;-) ) ist.

Plastiktüten werden aus Erdöl

Plastiktüten werden aus Erdöl hergestellt ... und das ist eine begrenzte Ressource. Eine "fachgerechte Entsorgung" ist oft genug eine "thermische Verwertung", d.h. eine einfache Verbrennung. Das ist Verschwendung eines solchen flexiblen Rohstoffes, aber der Einsatz als Plastiktüte/Folie ist ein Einsatz als Wegwerfrohstoff.
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Weiterführend kann ich noch hinzufügen, dass die "Rollis", auf denen Supermärkte ihre Waren bekommen, mit etwa 25-35 m Folie eingepackt sind (je nach Füllhöhe und Gewicht). Das ist eine gigantische Menge ... jeden Tag. Auch da könnte mit etwas permanenteren Methoden eine Einsparung des Rohstoffes Erdöl geschafft werden.

Wenn die Welt sich in Sachen

Wenn die Welt sich in Sachen Plastiktüten ein Beispiel an Deutschland nähme, wäre das Problem schon gelöst. Hier ist die Tüte eher eine Ausnahmeerscheinung, wer an der Supermarktkasse nach einer Tüte fragt, muss sich fast schon bei seinen Mitkunden entschuldigen - und für die Tüte bezahlen. In anderen Ländern haben sie gar keine Chance, den Laden ohne nicht mindestens drei Tüten zu verlassen. Das Motto muss heißen: keine Tüte - oder teuer dafür bezahlen. Beim Dosenpfand hat das auch funktioniert.

Teile und Herrsche

Clever eingefädelt: Man miemt Aktivismus und tut auch etwas , aber so, dass nicht viel geschehen kann!
Die Regelungen den einzelnen Staaten zu überlassen, wo doch sonst in allen Fragen in der EU immer zwingend Einigkeit vorgeschrieben ist und herrschen muss, ist ein eindeutiges Indiz, dass hier die Industrie den Ton angibt und nicht die EU-Kommission - sie ist nur die Puppe auf dem Finger der Chemie-und Plastiklobby.
Man muss sich stets klar machen, dass alle Politiker nichts anders sind als die Lobbyisten der Wirtschaft, die vom Volk gewählt werden, um die von der Wirtschaft geschriebenen Gesetze so zu verabschieden, dass dem Prinzip der Gewinnmaximierung genüge getan wird.
Gäbe es auf diesen Ebenen tatsächlich ein Umwelt- und Verantwortungsbewußtsein, wären die Umweltschutzorganisationen arbeitslos.

Umweltschutz

MUSS oberste Priorität haben – wir Menschen haben in den letzten 200 Jahren so viel Umwelt zerstört wie nie zuvor durch irgendein anderes Lebewesen auf diesem Planeten.
Eigentlich sollten wir (& man sieht auch Ansätze) langsam anfangen umzudenken. Die wichtigsten Werkzeuge beim umdenken sind Bildung und der Geldbeutel.
Somit ist es imperativ, dass unsere Kinder in der Schule & in den Medien (ok. Auch die Erwachsenen) weitergebildet werden und verstehen, dass es keine gute Idee ist unseren Planeten zu vermüllen.
Zum Geldbeutel – ich bin zutiefst gegen Verbote – aber ich denke man kann sehr viel über den Markt steuern (& nicht nur bei der PT). Was wäre denn mit einer saftigen Steuer auf PT’s?? Wenn die Tüte plötzlich 1 € an der Kasse kostet erledigt sich das Problem sicherlich in sehr kurzer Zeit von selbst.

PS:
Zur Frage haben wir nichts Besseres zu tun in EU – Klar, aber das ist AUCH SEHR WICHTIG!
Zur Anmerkung: Die in der 3’ten Welt – Schon mal was von dem Splitter&dem Balken gehört?

"Hüte Dich vor der Tüte"

Warum, beissen die? Aber im Ernst; wie dämlich ist eine "Richtlinie", die den Staaten ein Verbot von Plastiktüten untersagt. Ja, und wie ein Kommentator schon erwähnte: Nahezu jedes Produkt ist heute in Plastik eingeschweisst, man könnte meinen, dass man es förmlich darauf anlegt, immer mehr Plastikmüll zu produzieren.

Aber ok, wenn man diesen Unfug derzeit schon nicht verbieten kann, schlage ich ich einen Boykott vor. Wenn man mir eine anbietet, wie in der Apotheke etwa, lehne ich immer freundlich ab mit dem Hinweis, dass unsere Müllberge bereits hoch genug wären und packe meine Baumwolltasche aus. Eher eine unbedeutende Geste, ich weiss, aber wenn das Schule machen würde, hätte es vielleicht doch einen gewissen Effekt, irgendwo muss man schliesslich einmal anfangen, nicht wahr?

Plastiktüten

Ganz einfach: 3 € für jede Tüte und das Problem ist gelöst. Wir verstauen grundsätzlich im Korb oder Einkaufstasche.

VKK

Oh Wunder!

Im Jahre 2013 ist es nun endlich auch in Brüssel angekommen, dass Plastik und andere Kunststoffe der Umwelt nicht gerade zuträglich sind:"Jetzt will der zuständige Umwelt-Kommissar Janez Potocnik den Ländern zumindest Wahl-Möglichkeiten eröffnen" [den Plastikmüll zu verbieten]. Herzlichen Glückwunsch zu so viel Erkenntnisreichtum!
Aber auch schönen Dank an all diejenigen, die nach wie vor bedenkenlos Kunststoffmüll "produzieren" (damit meine ich die Endverbraucher, nicht die Hersteller), weil es ja so schön bequem ist, mal eben die Tüte vom Supermarkt mitzunehmen anstatt sich vorher zu überlegen, wie man seinen Einkauf transportiert.
Und man kauft natürlich auch die Einwegflaschen (die ja nun leider mit dem vermeintlichen "Pfand" belegt sind) anstatt echte Mehrwegflaschen zu nehmen.
Wenn ich mir über eine zukünftige Entwicklung sicher bin, dann die, dass die Menschheit die Welt zugrunde richten wird - sei es aus Größenwahn, Geldgier, Ignoranz oder einfach Faulheit.

Schein-Umweltschutz-Aktionismus

In Deutschland gibt es eine Müllabfuhr. Wenn wir in unserer Familie im Supermarkt unsere Tomaten in ein Plastikbeutelchen tun, dann wird das Beutelchen später meist als Müllbeutel verwendet oder es kommt selbst in den Plastikmüll. Es landet nicht im Meer. Papiertüten sind aufwendiger in der Herstellung.

Tipp, wie man gegen den Plastikmüll in den Meeren was tun könnte:

Jeder deutsche Fluss zum Meer hat irgendwo Schleusen. Bitte jemanden einstellen, der das Plastikzeugs (meist ja Flaschen, keine Tüten) vor den Schleusen mit dem Käscher rausholt, oder eine technische Vorrichtung zu diesem Zwecke vorm Wassereinlauf anbringen.

Übrigens, liebe EU: Kaffee wird neuerdings in Aluplastikverpackung jedes einzelnen Tässchens angeboten. Ist das denn okay?Aber die Tüten nicht?

@ rudibee...

... und genau beim Dosenpfand hat es nicht funktioniert. Wir bringen zwar unsere leeren Dosen nun artig zurück aber die Einwegverpackung ist immer noch auf dem Vormarsch. Die Leuts hören an den Pfandautomaten zwar, wie ihre PET-Flasche zerdrückt wird, sind aber dennoch der Meinung, dass es Mehrwegcotainer seien. Hallo blöde Welt - nur Bildzeitung lesen ist keine Bildung.
10 Minuten der Erleuchtung : http://www.youtube.com/watch?v=tolY6CNrAEw

@sasquatch

Freund Sasquatch, ich stehe natürlich auch im Supermarkt mit Rucksack und Baumwollbeuteln an der Kasse. Die kleinen auf der Rolle für Gemüse wie triefenden Salat nehme ich aber schon, auch am Marktstand. Und verwerte sie als Müllbeutel weiter.

Was ich gern gewusst hätte, wenn du gar keine P-Tüten benutzt, was nimmst du denn als Müllbeutel?

Plastikmüll

Der Gedanke, den Gebrauch von Plastiktüten einzuschränken, ist an sich nicht schlecht. Aber irgendwie so, als würde ein kleiner Junge versuchen, ein kleines Lagerfeuer auszupinkeln, während hinter ihm ein Buschbrand auf ihn zugerannt kommt. Das Problem ist nämlich der GANZE sinnlose, überschäumende Verpackungsmüll, vorzugsweise in Plastik. Heutzutage bekommt man ja kaum noch ein einzelnes neues Buch, was nicht sinnloserweise in Plastik eingeschweißt ist. Jeder Mist ist eingeschweißt. Absolut unsinnig. Interessiert aber keinen Umweltpolitiker. Ich war mal in einem Elektromarkt. Akku für Handy kaufen. Hatten sie nicht, aber sie haben es mir geschickt. Akku kleiner als eine Streichholzschachtel. Paket ein halber Schuhkarton mit lauter Plastik-Verpackungsmüll, also etwa fünfhundertmal so groß wie das zu verschickende Produkt. Oder auf dem Bau. Jedes Brett und jeder Stein eingeschweißt. Diese Berge von Müll sind das echte Problem.

EU greift zu kurz mit ihrer medialen Tütensuppe

Trittins grüne Welle mit dem Flaschenpfand lässt nun fast alles bis zum Bier in Plastik abfüllen und Unmengen an Umverpackungen auch bei sonstigen Lebensmitteln führen inzwischen zu Anhäufungen von Plastikpartikeln im menschlichen Organismus.
Auf den Meeren sind es eben Fische etc. im Nahrungskreislauf, die auch noch mit Schweröl und Chemiewaffen (u.a. Nord- und Ostsee) "gefüttert" werden.

In Supermärkten stehen teure Jutebeutel "für eine gesunde Umwelt" in verlorener Konkurrenz zu den kostenlosen oder billigen aber hochprofitablen Plastikbeuteln für ein paar Cent. Hanf ist gut, aber out.

In Indien landen Millionen Tonnen Elektronikschrott samt Plastik bei Kindern zum "recyceln".

Mit Topf und Milchkanne wird man wohl nicht mehr einkaufen gehen. Dass man CH-Ketten in Produkten aus Mineralöl rückstandsfrei und umweltsauber recyceln kann, ist keine Neuigkeit, nur nicht gewollt.

Wie man Partikel aus dem menschlichen Köper raushält steht als Problem davor.

Helden und Perspektiven

@zopf: John Wayne und Chuck Norris? Hihihi. Immerhin wären damit Vorbilder bis zu den 80ern abgedeckt. Von da an brauchen wir aber noch Leute wie, hm, Robbie Williams, W. Axl Rose, Zlatko Trpkovski, David Beckham (auch wenn der metrosexuell ist :-)) und für nowadays vielleicht Justin Bieber. - Nicht nur an deine Generation denken! ;-))
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Mal im Ernst. Sogar an diesen Selbstmachwiegekassen im Supermarkt kann man eigene Baumwolltaschen benutzen: Einfach ALS ERSTES einen Artikel, der nicht immer gleich viel wiegt (Milchtüte, Kohlrabikopf mit Stückpreis etc) ZUSAMMEN mit dem wiederverwendbaren Beutel auf die Waage legen, einspannen und dann ganz normal weitermachen. Bei jedem zehnten Mal etwa muß man dann zwar doch noch mal die überwachende Kassiererin bitten, daß sie das freischaltet, aber daran gewöhnen sich die netten Damen (und Herren & man selbst) auch bald. Ist meine eigene Erfahrung.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Betriebswirtschaftliches Denken richtet sich nach Kosten. Das ist das Problem, denn dieser Ansatz ist im Grundsatz bereits unvernünftig.
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Die Politik sollte dringend den Kurs 0-Müll fahren und das egal wie.
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Beispiel: Auf (fast) alle Produkte eine merkliche Müllabgabe erheben, die erstattet wird bei Rückgabe des Produktes mit einer Rücknahmeverpflichtung der Hersteller. Kann ein Produktbearbeiter die Einsatzstoffe nicht trennen und zurückgeben, dann wird es eben teuer. Die würden sich dann schon andere Herstellmöglichkeiten einfallen lassen, um am Markt zu bleiben.
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Es ist richtig, das dies im ersten Schritt einen Haufen Geld kosten würde, aber genau das ist die Entscheidung: Müll zum begehrenswerten Rohstoff machen.
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Ach ja: wer sagt das geht nicht, soll denen Platz machen, die es können.

Es ist ein weltweites Problem, weil

Sie koennen sich nicht vorstellen wie in Laender der Dritten-Welt mit Plastiktueten umgegangen wird.

Hier als Beispiel das Land Indonesien mit ca. 235.000.000 Einwohner. Der geordnete Muellensorgung ist groessenteils nur ein ein Wunsch. Vieles was frueher aus organichem Material war, ist jetzt Plastik, Essen von ein Bananenblatt in der Vergangenheit und jetzt von einem Einwegplastikteller. Ein hoher Prozentsatz der Getraenke wird in Tueten, Becher und Flaschen aus Einwegplastik verkauft und konsumiert. Die Entsorgung durch den Endverbraucher erfolgt auf traditioneller Art, einfach fallen lassen da wo es gerade leer wird.
Vieles landet in den Fluessen, welche in der Trochenzeit kein Wasser fuehren und der Muell bleibt also liegen. Dann kommt in Dezember die Regenzeit und die Fluessen verwandeln sich in Plastikstroemen oder sind vom Plastik verstopft, Folge reichlich Ueberschwemmungen!
Viel Plastik wird auch verbrannt, ich sage nur, Seveso laesst gruessen!!!

Das wird auch Zeit!

Endlich könnte sich da mal etwas tun, also ändern. Ist dann zwar nur ein vergleichsweise kleiner Schritt, aber es wäre eben ein Schritt.
Überall und ständig bekomme ich Tüten regelrecht aufgedrängt und muss dann mitunter per mehrfachem darauf beharren dafür sorgen eben keine Tüte zu erhalten.
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Aber der EinkaufstütenWAHN ist vergleichsweise harmlos, wenn man sich anschaut wo überall sonst noch getütet wird, bis eigentlich der Arzt kommen müsste. Viele lose an Theken zu kaufende Sachen werden doppelt, ja sogar bis hinzu dreifach umverpackt und eingetütet und das Personal sagt sie müssten das tun, auch wenn der Kunde betont es nicht zu wollen.
Die Mengen die da zusammen kommen, sind enorm und machen einen Großteil unseres Verpackungsmülls aus, der zudem derzeit nur unter extremen Aufwand überhaupt dann wieder nach Sorten getrennt werden könnte...

Der Mythos vom Flaschenpfand....

Dieses Gesetz wurde der CDU/CSU-FDP-Regierung mit Töpfer und später Merkel als Umweltminister von der Getränkeindustrie in die Feder diktiert, und verschleiert durch das Pfand, dass die bepfandeten Flaschen nichts anderes als Wegwerf-Flaschen sind.

Ursprünglich sollte durch eine Selbstverpflichtung der Industrie (wie üblich gescheitert) der Anteil an Mehrweg-Verpackungen erhöht werden, und die Einweg-Verpackungen zurückgedrängt werden. Dazu kam dann eine Verpackungsverordnung, die bei Unterschreiten einer bestimmten Quote ein Pfand auslöste.

Kurz: Es wurde der Industrie Zeit gegeben, sich technisch und wirtschaftlich auf das Loswerden der lästigen Mehrwegsysteme vorzubereiten, und mit Unterschreiten der Mehrwegquote wurde denn die Wegwerf-Flasche in der Wahrnehmung der Masse der Mehrwegflasche durch ein Pfand gleichgestellt.

Wie kommt die Plastiktüte ins Meer

Mehrere Leute haben geschrieben, sie wüssten gerne, wie die Plastiktüte ins Meer kommt. Man muss eigentlich nur kurz googeln.

Plastiktüten kommen ins Meer wie all der andere Plastikmüll ins Meer kommt, nur in stärkerem Umfang: durch Verfliegen von Müllhalden bis zum nächsten Gewässer und von dort mehr oder weniger schnell ins Meer; durch Entsorgen von Müll in Flüsse oder direkt ins Meer oder vom Straßenrand und von dort durch die Kanalisation. Plastiktüten sind besonders leicht und verfliegen daher besonders gut und finden sich entsprechend besonders häufig in Gewässern wieder, von wo sie nicht weiter verfliegen können.

http://de.wikipedia.org/wiki/Plastiktüte

http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen

http://www.focus.de/wissen/natur/umwelt-meere-voll-muell-report-klagt-an...

Richtig - Atomkraft wichtiger

Also ich finde ja man sollte eher die wirklich gefährlichen Dinge bekämpfen... wie die Atomkraft.
Explodiert ein Kraftwerk wird man sich über Plastiktüten keine Gedanken mehr machen müssen,
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Aber klar - gegen Plastik vorzugehen ist in jedem Fall sinnvoll.
Solange aber jeder Apfel mittlerweile eingeschweißt wird ... nunja...

@ tanaka

"Was ich gern gewusst hätte, wenn du gar keine P-Tüten benutzt, was nimmst du denn als Müllbeutel?"

Erwischt! Au weia, daran habe ich noch gar nicht gedacht! Schöne Grüße aus dem Staub vor dem Hohen Ross.

Die Mücken zuerst..?

Bis zum Hals stehen wir im Atommüll.
In Griechenland explodieren die Konflikte.
Die Finanzterroristen zocken weiter ungestraft auf Lebensmittel und Rohstoffe. Menschen verrecken deswegen.

Und die EU sorgt sich über 78g Plastikmüll je Bürger pro Jahr.

Was für ein erbärmliches Bild.

Die EU-Kommission

liefert Schnapsideen am laufenden Band.
Hierbei frage ich mich oft, ob das dem Herrn (hier: Potocnik) selbst einfällt, oder ob ihm einer seiner 4 persönlichen Lobbyisten soetwas einredet.

Einige hier im Forum haben schon erkannt: Viel mehr Müll, als die eine Tüte, in die der Einkauf reinkommt, ist schon um die Ware drumrum, bevor man sie bezahlt hat.
Nun könnte man die ganze Verpackung beim Einkaufen im Laden noch abmachen und dort wegwerfen. Dadurch ist die Verpackung aber noch lang nicht aus der Welt.

Der Vorstoß von Potocnik klingt, als wolle man den Rauchern sagen: Ihr dürft nicht mehr bis ganz zum Filter rauchen, sondern müsst die Zigarette jetzt 1cm vorher ausdrücken.

Und wie es für Brüssel üblich ist: Wir machen ein Gesetz, und wer sich nicht dran hält muss Strafe zahlen. Brüssel kann nur monetär denken.

@ facepalm

zugestimmt , flaschenpfand hatte nicht den effekt die mehrwegverpackung zu beflügeln - schade- aber zumindest liegen die teile nicht mehr in der landschaft rum, die entsorgung oder des recyclen ist auch nicht vernünftig gelöst. Aber die gesammelte masse ließe sich,wenn die politik das denn wollte, einfacher steuern als die masse der verbraucher

@ Knusper

"Mindestens 9 von 10 Kunden bringen ihre eigenen Einkaufstaschen, zumeist aus Stoff, mit, aber kaufen massenhaft in Plastik verpackte Waren."

Was soll man auch schon anders machen - nichts mehr kaufen? Wirklich "offene" Ware ist selten und ich kann sie mir auch nicht leisten...

Aldi Tüte

Ich fand am Strand (mitten im Pazifik) sogar schon mal ne Aldi Tüte...

Es ist grausam bei uns - will man keine Plastiktüte, muss man den Kassiererinnen schon fast physische Gewalt androhen. Dann sind die Tüten bei uns auch viel kleiner als in .de. Wenn man Brot, Butter, Eier, Milch kauft, geht man mit vier Tüten aus dem Laden.

Als ich mit Klappcontainern anfing, musste ich die Dame an der Kasse davon abhalten, dennoch alles in Tüten zu packen. Das Klappcontainerkonzept hatte sie erst mach etwa fünf Minuten Diskussion verstanden.

Ich wäre für eine weltweite Einschränkung von allen Plastematerial. Man sollte nur mal gucken, was bei uns so anschwemmt.

Ja ja und eine neue Abgabe ist geboren !

Da haben wir Sie ! Die neue Abgabe für den Steuerzahler / Kunden. Die einzig und allein dazu dient die Ausgabenlast des EU Haushaltes zu entlasten oder deren Gehälter zu bestätigen.

Hier ein Paar Informationen mit der Unwarheit mischen und schon hat man einen Grund gefunden eine Neue Belastung für den Verbraucher zu kreieren.

Da der Kunde seinen Müll an Müllunternehmen abgibt und diese wiederrum für die Entsorgung fürstlich entlohnt werden. Fragt man sich schon wieso jetzt der Müll Staatlich gefördert von den diversen Ländern im Meer entsorgt werden darf.

Müllverklappung nennt sich das und darf nur von Staatlich genehmigten Unternehmen durchgeführt werden.

Jetzt soll aber für diese Verklappung wieder der Endverbraucher schuld sein und nicht der Staat der so etwas genehmigt.

Zahlen soll er sowieso da ja anschienend die Industrie zu wenig mit diesem Problemprodukt verdient. (Hersteller, Verteilhandel, Handel, Entsorgungsbetriebe)

Also kommt jetzt das mär mit dem Jutesack.

die kleinen tüten

die man beim bäcker bzw. beim chinesen oder dönerladen bekommt, nutz ich gerne als mülltüten für restmüll. Spart Müllsäcke

@ Ra-Ta-Zonk

keines der probs ist von der hand zu weisen,
aber erbärlich ist doch wohl die tatsache dass plastikgerauch und -verbrauch erst jetzt angefasst werden soll. plastik ist zu billig um es in der griff zu bekommen, es gibt jede menge sinnvollen einsatz aber verspackungen sind es sich nicht, nur wenn der kosument dafür zahlen muss wird der markt reagieren

übrigens 78g mal 506,82 Mio (lt. Wiki) ist eine verdammt beeindruckendes produkt (39.531.960 kg) - sooooo relativ kann man zahlen aussehen lassen

knappe Ressource Erdöl?

In Anbetracht der Berge aus gelben Säcken, die vierzehntägig bei uns (wie in jedem Ort) am Straßenrand liegen, die wiederum größtenteils mit Plastik und Verbundmaterial (Tetrapak) befüllt sind, wage ich zu behaupten, die Geschichte der Erdölknappheit ist auch nur ein Märchen um den Spritpreis treiben zu können.

(Wow! Das war ein Satz)

Da ist es in Deutschland

Da ist es in Deutschland sogar noch besser als in England oder den USA wo alle Groceries normalerweise in sehr billige duenne Plastiktuetchen gepackt werden. Fuer einen normalen Familieneinkauf kommt man da schon auf 10 Stueck. Als Muellsack sind sie auch ungeeignet da zu klein. Ich denke, hier muss vor allem der Verbraucher informiert werden. Ein Freund von mir meinte nur "Kost ja nix".

Und staendig sieht man solche Tueten auf der Strasse liegen. Verschoenert das Stadtbild auch nicht.

@facepalm

Die Einweg-Pfandflaschen sind keineswegs Wegwerfprodukte, denn sie werden getrennt gesammelt (sind damit Sortenrein), gepresst und dann nach China verschifft, wo man aus ihnen feinstes Garn spinnt, damit sie als Vlies-shirts wieder bei uns verkauft zu werden. 3 große Flaschen sind in etwa ein T-Shirt. Dummerweise erzeugt das aber auch ein gigantisches Verkehrsaufkommen und selbst wenn Schiffe die ökonomischsten Transportmittel sind, macht das eine Menge aus.
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Grundsätzlich gilt:
Kunststoffe lassen sich nicht sehr gut recyclen, und wenn es doch gemacht wird ist das "zweite Produkt" ein schlechterer Kunststoff. Einzige Ausnahme sind komplett sortenrein gesammelte Kunststoffe.

@AlterSimpel

Guter Beitrag.
Genau das sind unsere Probleme die kriminelle Energie die sich in Form von viel zugut bezahlten Besserwissern in allen EU-Ländern immer breiter machen. Die Entsorger sind dabei so was wie die kleinen Fische im Netz der Habgier, aber wohl auch ein Übel.

Ich finde man sollte jedem Grünen einen solchen Punkt verpassen, der Gelbensack wurde zwar schon im Bundestag 2013 abgeschafft, aber manches mit grünem Punkt landet im Restmüll oder gar im Meer. Vielleicht weil einige das Symbol falsch deuten und denken es heißt "Back to the Sea"?

Ich glaube sogar das wir mal darüber diskutieren können "Essen zum Mitnehmen". Also bei meiner letzten Tour durch die natürliche Mülllandschaft habe ich mehrere von diesen sehr scheuen braune, silbernen und weißen Wesen am Straßenrand liegen gesehen. Irgenjemand muss diese ja ausgesetzt haben, aber WARUM? Gebt Ihnen ein Zuhause, jeder Messi hat wohl das Wort Führsorge richtig verinnerlicht, aber der Gutbürger sieht nur Vermüllung.

" Nur ein paar Cent..."

Das genügt in D, um den gedankenlosen Griff zu einem halben Dutzend Tüten zu vermeiden, denn Geiz ist geil. Sieht man sich dagegen in manchen Mittelmeer-Ländern um: überall, wo die Strandpatroille nicht im Morgengrauen den Müll einsammelt, häuft sich das Plastik in windstillen Winkeln.

Warum? Will man im Supermarkt keine Tüte, wird man ungläubig angesehen: "aber... das kostet doch nichts!" Solange, bis die Insel zugemüllt ist und die Touristen sich die nächste "unberührte Natur" suchen.

Fazit: die paar Cent reichen! Ein großartiges Verbot, EU-Norm-konform in 20 Übersetzungen, sollten eigentlich nicht notwendig sein.

Leider kann man Verstand weder kaufen noch befehlen.

Plastiktüten sind asozial!

Ich würde nie mit einer Plastiktüte durch die Straßen gehen!

Eine Leinentasche oder der Jutebeutel haben da mehr Stil und können auch chic bedruckt sein.

Und wenn Es der Umwelt dient noch besser!

@CE

Bevor das Plastik aber nach China kommt, landen die gelben Säcke samt Inhalt in Afrika.
Dort wird alles ertmal vorsortiert, bevor es dann weiter nach China geht.

Ja, Plastik hat einen langen Weg. Eventuell kommt der ausgediente Pulli via Altkleidersammlung auch wieder nach Afrika.

Pfand auf Tüten

Mal ein Gedankenspiel:

Man könnte ein Pfand auf Tüten erheben - dann würden die Konsumenten diese brav den weiteren Verwertungssystemen zurück führen und man wäre sich bewusster über das was man da hat. Die Landschaft wäre auch sauber, da viele, die sich etwas Geld hinzuverdienen möchten, einfach den Müll auf den Straßen aufsammeln und an eine Pfandannahmestelle bringen müssten.

@My Nung

Es kommt ja wohl auch kein Verbot, es ist den Staaten überlassen. D hat ja bereits vor Jahren Plastik-Einkaufstüten mit Preis belegt, und bei uns gibt es auch nicht mehr so viele offene Müllkippen.
In den Flüssen sehe ich trotzdem immer wieder Plastikflaschen, die irgendwelche Hirnis von den Brücken reinwerfen. Und dann war dieses Jahr beim Hochwasser auch sehr viel Müll unterwegs.

Ich würde es wirklich gut finden, wenn man in D direkt an den Flüssen ansetzt und an strategischen Stellen den Plastikmüll abfischt.
Das kostet aber natürlich den Staat etwas Geld, und die Schifffahrtsverwaltung baut ja Personal ab statt auf...

GEWÖHNUNGSSACHE

Wenn wir kein Plastik hätten, würden wir auch anders leben. Lebensmittel müsste man anders herstellen, transportieren und wohl tendenziell mehr vor Ort verkaufen. Gläser könnte man mitbringen, in die der Salat abgepackt wird. Es wäre wohl die gute alte Regionalität von Nahrungsmittel ausgeprägter. Und die Leute würden statt dieser Gläsermanufaktur einfach wieder selbst Salat machen.
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Tja, aber meine lieben Mitmenschen denken dann nur an den Verlust, den sie mit einer solchen Lebensweise erhielten. Etwas Gewinnen könnte man auf anderen Ebenen.
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Wenn ich mir vorstelle, wir würden in einem anderen fairen für uns ausgelegten Wirtschaftssystem leben, wäre die ökologische Frage ein Zuckerschlecken.
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Wenn wir frei sind, und nur so wenig arbeiten brauchen, wie es für uns angenehm ist (weil wir zB einfach nicht so viel brauchen, haben wir mehr Freiheit), dann haben wir auch mehr Lust und Zeit, zB einen ganz einfachen Salat zu machen. Dann brauchen wir nicht den Salat in der Plastikdose .

Man kann sich wehren - @Knusper, @electrohippie

Wurst, Käse und Gemüse gibt es in den meisten Supermärkten offen, bzw. an der Bedientheke.
Marmelade wird auch heute noch mehrheitlich in richtigen Gläsern verkauft, selbst die meisten Getränke (Sprudel, Bier, Säfte) bekommt man in Glasflaschen.
Bei Milchprodukten wirds dann schon schwieriger.

Nun will ich auf die wirklich völlig sinnlosen Blisterverpackungen eingehen und genau hier kann der Verbraucher maximalen Druck ausüben:

Soweit irgendwie machbar fordere ich den Verkäufer auf, das Produkt bitte auszupacken und die Verpackung zu entsorgen.
Wenn das nicht funktioniert, packe ich das Zeugs selbst aus und lasse die Verpackung an der Kasse zurück (in manchen Läden gibts sogar Container für Plastikabfälle)

Dazu muß man wissen, daß die Entsorgung von Gewerbemüll den Händler richtig Geld kostet.
Es ist ganz einfach, wenn die Mehrheit der Verbraucher den Müll zurücklässt, wird der Handel daran ersticken und den Druck an die Lieferanten weitergeben.

Also, fangen wir damit an!

Green Bag

Ich persönlich benutze zum Einkauf sehr gerne die sogenannten "Green Bags", die ich aus Australien mitgebracht habe. Diese kann man dort bei Woolworth's und anderen Supermärkten kaufen, sie sind robust, stabil und haben einen richtigen Boden, der auch Stand gibt - viel besser als die Jutebeutel, die man nicht mal hinstellen kann weil sie dann sofort umkippen und die Äpfel rauskullern :)

Allerdings möchte ich meine schönen neuen Kleider nicht mit Tomaten & Co. in Stofftaschen transportieren, da bevorzuge ich schon eine wasserdichte Tüte!

Insel-Beispiel

Die thailändische Insel Ko Tao ist ein Paradies für Tauscher und erlebte in den 90er Jahren einen Touristen-Boom. Da aber auf der Insel alles etwas teurer ist, als auf dem Festland, deckten sich die Besucher entsprechend ein, ließen aber die Reste - Plastikflaschen, Styroporcontainer und Verpackungen - auf der Insel, die innerhalb weniger Jahre im Müll zu ersticken drohte.

Das Ganze ging so weit, dass Kunststoffe komplett verboten wurden. Bei meinem Besuch 1996 wurde mein Gepäck vor Betreten der Fähre kontrolliert und einige Touristen wurden gebeten, ihre mitgebrachte Verpflegung aus den Styropor-Schachteln in Blechbüchsen umzufüllen, die man gegen Pfand an Bord erhalten konnte und dort auch abgewaschen wieder abliefern konnte.

Die Insel-Bewohner haben bereits vor 20 Jahren im Kleinen das erlebt, was der Erde heute im Großen blüht und haben ihre Konsequenzen gezogen. Nur leider hat niemand daraus gelernt.

@NonServiam

Ich rede vom sortenreinen Kunststoff, den die Supermärkte einsammeln und in ihren Pressen weiter kompaktieren. Die Sortierung findet in China selber statt (bunte Schraubverschlüsse, Papieretiketten usw. heraussammeln).

@ 12:10 von kup (Pfand auf Tüten)

Nette Annahme, aber weit gefehlt !

Du glaubst doch nicht im ernst das damit auch ;
1.) alte Mülltüten
2.) zerrissene Mülltüten
3.) fremde Mülltüten
von irgend einem Verkäufer zurück genommen werden.

Es wird genauso wie bei den EinwegPfandFlaschen abgehen. Bis zur gesetzlichen Vorgabe wird keiner auch nur irgend eine Tüte von einem anderen Verkäufer zurück nehmen oder den vom Kunden bezahlten Pfand Betrag zurück erstatten.

Zumal hier ja nur dem Kunden eine weitere Abgabe "schmackhaft" gemacht werden soll. In Deutschland ist das Duale System dafür verantwortlich und erhält viel Geld dafür das Recycelt wird und nur weil es in anderen EU-Staaten üblich ist den Müll im Meer zu entsorgen soll der EU-Bürger (unter dem Deckmantel "Umweltschutz") dafür noch einmal zur Kasse gebeten werden.

Statistik gesehen ? EU-Bürger ca. 200 Tüten/Jahr in Deutschland 65 Tüten/Jahr. Also ist es sicherlich sinnvoll in Deutschland eine Abgabe einzuführen. (Die nicht Zweckgebunden verwendet wird)

@kup

Pfand auf Tüten ist Unsinn ... denn die Sortierung "Gelber Sack" ist ja schon eine korrekte Verwertung. Das was wir brauchen/wollen ist eine VERMEIDUNG dieser Tüten (und anderer unsinniger Verpackungsverschwendung) und das schafft man nur mit einem Verbot.

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