Kommentare - Arbeitslosenzahl sinkt auf Jahrestief

30. Oktober 2013 - 10:03 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 48.000 auf 2,801 Millionen gesunken. Dies ist der niedrigste Stand seit knapp einem Jahr. Dennoch fiel die Herbstbelebung laut Bundesagentur für Arbeit schwächer aus als üblich.

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Kommentare

Das ist doch eine schöne Nachricht.

Allerdings muss BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt wirklich Volksverdummung vorwerfen.
Noch gestern stellt er sich der Presse und verkündet lauthals: "Die Zahl der Hartz IV- Klagen und Widersprüche ist im ersten Halbjahr zurück gegangen! Die Trentwende ist geschafft. Das Vertrauen in die Jobcenter steigt weiter."
Und heute lesen wir. Naja, es gibt einfach weniger Hartz IV-Empfänger.
Ein Rückgang liegt also nur an der sinkenden Zahl der Empfänger und nicht an der steigenden Akzeptanz von Hartz IV.
272000 Widersprüche! und 55000 Klagen in einem halben Jahr, sind allerdings enorm.

Was da unsere Gerichte an diesem Pfusch rumprozessieren müssen, kostet Milliarden. Ein Grundeinkommen für Alle, wäre billiger und effektiver.

Zahl der Arbeitslosen?

Mich würde mal die wirkliche Anzahl der Arbeitslosen interessieren. Also plus der Anzahl, welche in die "Bad Bank" AlG2 verschoben wurden!

Die alte Frage...

Zählt jemand der keine Arbeit hat, erwerbsfähig ist, jedoch weniger als 12Monate irgendwo gearbeitet hat und deshalb Grundsicherung (Hartz-IV) bezieht (also vermutlich ca. über 50% aller ARBEITSLOSEN) in dieser Statistik dazu, oder wird das wieder rausgeschönt?

Tolle Aussage

Traue nie einer Statistik,die Du nicht selbst gefälscht hast!!
Warum heissen die Jobcenter eigentlich Jobcenter?
Weil sie Jobs vermitteln oder die Arbeitslosen von einer Jobsuche fernhalten?
Sie sind nur dazu da,die Leute in unsinnige Massnahmen zu stecken,die Steuergelder verschwenden,um die Arbeitslosenstatistik zu schönen.
Deutschland-Deutschland-wie tief bist du gesunken?

Die Regierung legt die Zahlen fest

Es gibt wieder einmal bei der Tagesschau Online die Erklärungen wer arbeitslos gilt. Selbst diese aufgeführten Punkte sind mit zu schwammig und erklären rein gar nichts. Sie erklären auch nicht was effektiv Fakt ist.

Zumindest steht in den Punkten, das die Zahl der Arbeitslosen sich nach den Regeln errechnet die von der jeweiligen Regierung vorgelegt werden. Kanzler Schröder hatte sich sogar ein Eigentor geschossen und von Heute auf Morgen 380.000 Arbeitslose mehr.

Heute ist es so das die Regeln so aufgestellt werden das sich die Regierung mit guten Zahlen brüsten kann. Was aber faktisch so nicht stimmen kann.

Es gibt aber mehr Aspekte beim Verlust von Einkommen. Hunderttausende Arbeitnehmer die eine Anstellung fanden mussten auf einen erheblichen Teil ihres (Stunden-)Lohns verzichten. Wohlgemerkt als Fachkräfte mit Gesellen oder Gehilfenbrief. Für die Journalisten zählen diese Menschen nicht richtig, da bei einem Journalisten die Facharbeit erst mit Studium anfängt. Ist so, Leider.

@Norden

"Ein Grundeinkommen für Alle, wäre billiger und effektiver."

Wichtig ist dem Steuerzahler auch einmal deutlich zu machen, welchen Anteil die “Sozialschmarotzer” überhaupt erhalten und damit auch deren Diskriminierung zu beenden!
2012 wurden 552 Mrd. an Steuern eingenommen.
Die Kosten für ALG II (inkl. Kosten für Unterkunft und Heizung) betrugen 24,6 Mrd., was einer Quote von nur 4,4 % entspricht!
Diese Gelder fließen fast vollständig und sofort in die Wirtschaft und führen damit natürlich auch zu einem Steuerrückfluss von zig Millionen (Mehrwert- und Verbrauchssteuern), d.h. netto liegen die
tatsächlichen Kosten sogar wesentlich niedriger.
Zum Vergleich:
Der Verteidigungsetat in Höhe von 32 Mrd. entspricht 5,8%
(und was damit “geleistet” wird, z.B. Euro-Hawk, kann jeder selbst beurteilen!)
Hinzu kommen aber auch die enormen Verwaltungskosten und es müssen natürlich auch die zusätzlichen Kosten betrachtet werden, die erst durch das SGB II entstanden sind.

@Norden

“Im Jahre 2010 waren nach Zählungen der BA genau 4.894.285 Menschen auf das Arbeitslosengeld II angewiesen. Im Jahre 2013 sind es laut BA durchschnittlich 4.445.355 Personen in Deutschland, die Hartz IV beziehen müssen. Somit erscheint es nur logisch, dass bei sinkenden Bezugszahlen auch signifikant weniger Klagen eingereicht werden. Eine Trendwende, liebe Bundesagentur für Arbeit, sieht daher anders aus.”

ich schätze, das wird vorerst das letzte Mal sein

dass die Union (und diesmal ohne die FDP) uns erzählen wird, dass es Deutschland prächtig geht und das der erfolgreichen Politik der Regierung zu verdanken ist. Die nächsten vier Jahre werden wir dieses Märchen auch von der sPD hören.
Freuen wir uns auf Sätze wie "der Aufschwung ist bei den Bürgern angekommen", "Deutschland hat die Krise besser überstanden als alle anderen" und vor allem "nicht die gute Entwicklung durch unangemessene Lohnerhöhungen gefährden!".
Stattdessen müssen wir die "Leistungsträger" weiter entlasten, die Arbeitslosen "motivieren" und keine weiteren Arbeitsplätze durch Mindestlohn o.dgl. "gefährden". Denn "sozial ist, was Arbeit schafft!"

@ Tanguero

Verwaltungskosten - und absolut sinnfreie "Arbeits"-plätze. Es gibt allein hier in einer Kleinstadt 3 sog. Sachbearbeiter im Angestelltenverhältnis(!), deren einzige Aufgabe es ist, alle 14 Tage ältere Langzeitarbeitslose einzubestellen, mit ihnen 5 Minuten oder auch 30, je nach Unterhaltungsfaktor, über Gott und die Welt zu sprechen, um sie dann wieder nach Hause zu schicken. Grossartig, wie man für Beschäftigung sorgen kann, nicht?

48 Tausend

48 Tausend mehr Arbeitslose als im gleichen Monat des Vorjahres bedeutet, es gibt saisonbereinigt mehr Arbeitslose. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen.
Die Überschrift suggeriert etwas anderes. Warum?

herzlichen dank südeuropa ...

... dass euere schwächere wirtschaft den härtegrad unserer gemeinsame mixwährung reduziert und hieraus unsere exportstärke resultiert.
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herzlichen dank, dass ihr wiederum eine relativ zu harte währung habt, die euere wirtschaft, euere jobs, euere sozialen und kulturellen errungenschaften vernichtet.
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herzlichen dank, merkel, spd und freunde, dass ihr diesen sachverhalt nicht kommuniziert sondern tabuisiert (beispiel podalla-bosbach).
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unser temporärer exportboom vernichtet die süd-wirtschaft. der euro als mixwährung ist für einige zu hart, für andere komfortabel weich.
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der euro vernichtet europa!

@ Tanguero - 10:56

Absolut richtig.
Allerdings wird aus einem Grund das Grundeinkommen nie kommen [welch Wortabfolge :)]:
Die ausgebeuteten AN sind erheblich geringer erpressbar. Deswegen gibt es auch die Öffnung der Grenzen für AN innerhalb mancher EU Staaten. Hilft der Ausbeutung!
Deswegen sind viele Facharbeitermangel gelogen. Sonst würden in den Branchen die Gehälter erheblich steigen. Das ist ein logisches Gesetz des Angebots und der Nachfrage. Überall dort, wo es nicht geschieht und bezahlbar wäre (was meistens der Fall ist), ist es eine Lüge.
Das Grundeinkommen wird nicht kommen. Darauf würde eine Mio Euro wetten, wenn ich sie hätte.

es wäre schön, wenn die...

Statistik nicht gefälscht werden würde. Sonst Brauch man sie auch nicht zu verwenden und kann ganz über die Arbeitslosen zählen schweigen! Leiharbeiter, Hungerlöhner, 1€ Jobber, 400 Jobs und befristete sollte man rausrechnen! Denn nur vollzeitstunden zum fairen Lohn ist echte Arbeit!

Frage an euch und die ARD:
Wer Rechnet die Leute aus der Statistik raus, die 2 oder 3 Jobs haben?

Also die Medien können

Also die Medien können vielleicht nicht anders, als die Zahlen zu kolportieren. Ich würde die Zahlen nicht nennen und eine andere Quelle suchen als die Arge; ich würde mich berufen auf die Unabhängigkeit der öffentlich rechtlichen Medien. Ich würde sagen, DANN werde ich der Informationspflicht als ÖR gerecht. Nur bellen, was die Dompteure als Zahlen vorlegen ist nicht unbedingt der erfüllte Bildungsauftrag. Oder Kontrolle des Parlamentes.
>
Also. Es sind 2,8 Millionen genannt. In Wahrheit dürfte die Zahl doppelt so gross sein und DANN sind da noch nicht mal die Niedriglohnsklaven drin, und wahrscheinlich auch nicht die Aufstocker.
>
Mein Kumpel, neulich bei der Arge, bekam einen neuen Job. Eigentlich eine Teilzeitstelle. Irgendetwas wurde falsch angekreuzt und er wollte das dem Amt melden, dass er ja keine Vollzeitstelle hat. Die sagten: Ach. Das ist okay so.
>
Klar, weil die dann aus der Statistik sind und die Quote der Vermittler erfüllt ist

Die Zahlen sind nicht realistisch

Der Artikel hier in TS "Was die offizielle Arbeitsmarktstatistik verbirgt" zeigt sehr schön, dass es weit über 4 Millionen Arbeitslose gibt. Ihr Beispiel des "Aufstockers" gehört dazu. Ein Aufstocker fällt aus der Statistik raus. Für die Monate, wo er gar nicht gearbeitet hat und sich bei der Arbeitsagentur gemeldet hat, wird er hingegen als Arbeitsloser gezählt, vorausgesetzt, er war nicht krank, also "arbeitsfähig".

Insgesamt fallen alle raus,
- die sich nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben, etwa weil sie nicht Leistungsberechtigt sind (Jugendliche nach der Schule, die noch bei den Eltern wohnen)
- die gerade krank sind
- die über 58-jährigen, schon länger Arbeitslosen
- die in ABM-Maßnahmen (Schulungen, "1-€-Jobber")

Vergleichbar mit früheren Zeiten sind die Zahlen auch nicht: So stiegen zum Beispiel unter Schröder die Arbeitslosenzahlen um 300.000 nur deshalb, weil laut Gesetz nun auch frühere Sozialhilfeempfänger, die dann HarzIV bekamen, neu zu den Arbeitslosen gezählt wurden.

@ Tanguerro - Zu kurz gedacht

Ich will hier keine Sozialschmarotzer diskriminieren, aber Ihre Rechnung ist zu kurz gedacht: die HartzIVler zahlen im Gegensatz zum Steuerzahler
-Keine Krankenversicherung, keinen Kindergarten, kaum was für ÖPNV, nichts für Museen etc., keine Arbeitslosenversicherung etc.
Wenn Sie all das was ein durchschnittlicher Arbeitnehmer zum Funktionieren des Allgemeinwesens beiträgt nehmen und das in Rechnung stellen sind Sie haklt bei ganz anderen Zahlen. Bei einem Grundeinkommen: zahlen die Empfänger dann von dem Einkommen Ihre Ärzte selbst ? Dann bin ich sofort dabei. Ansonsten kann ich nur den Kurs des Förderns und Forderns bestätigen.
Es muss das Ziel sein, dass möglichst wenige von einem (wenn auch nur geringen) Beitrag zum Allgemeinwohl entkoppelt werden.

Stabil hohe AL + prekäre Einkommen als Markenzeichen

Um den "Erfolg" der Arbeitsmarktpolitik zu beleuchten, hier die nach den Monatsmeldungen mittleren Bestände und Schwankungsbreiten Max-Min für Mrz12-Okt13:

Erwerbsfähige: 41.775.125 / 760.000

ALG-1+2-Anträge: 5.351.101 / 362.000
in % zu Erw.fähigen: 12,81% / 1,04%

Sv-pflichtige: 29.179.063 / 610.000
in % Erwerbsfähige: 69,85% / 1,12%

nicht Sv-pfl: 12.596.063 / 560.000

off. AL: 1.969.359 / 139.000

Unterbeschäftigung (UB) ALG-2: 3.866.732 / 358.000

dav. arbeitend mit ALG-2: 1.252.500 / 130.000

off. Stellen BA: 449.211 / 95.000

sofort vermittelbar (AL-Anträge - UB): 1.484.369 / 83.000

prekäre Einkommen
(o. SV+AL-Anträge): 17.947.164 / 334.622

Über 1,5 Jahre haben wir eine stabil hohe Antrags-Arbeitslosigkeit und 30% prekäre Einkommen unter allen Erwerbfähigen, egal wie deren Zahl ist.

Die geringe zum mittleren Bestand monatliche Schwankungsbreite über diesen Zeitraum zeigt eine positive Differenz der Werte (Max - Min), d.h. die Zuwächse übersteigen tendenziell den Abbau.

@ thoughtful

"...Sozialschmarotzer diskriminieren..."

Weiter braucht man Ihren Beitrag eigentlich gar nicht mehr lesen, es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie so mancher sich selbst entlarvt... :-)

@thoughtful 11:26

Da sind sie nicht ganz richtig informiert. HatzIVler zahlen durchaus einen, wenn auch geringen, Krankenversicherungsbeitrag. Und das sie den ÖPNV billiger bekommen, ist ebenfalls eine Ente.
Was sie in voller Höhe bezahlen, sind alle indirekten Steuern, und über die Mineralölsteuer, die ja nicht nur beim Tanken anfällt, sogar Rentenversicherungsbeiträge.

@Fuhrmann

Ich gehe mal davon aus, dass die Leute, die zwei oder drei Jobs haben nicht aus der Statistik herausgerechnet werden. Dies wäre eine Erklärung, warum die Zahl der Beschäftigten geradezu "explodiert" ist.
Es wäre ehrlicher die geleisteten Arbeitsstunden zu vergleichen. Viele Vollzeitstellen, gerade im Einzelhandel, wurden in Teilzeitstellen umgewandelt.
Auf die gestiegene Zahl der Jobs kann ich nur sagen: Mehr Beschäftigungsverhältnisse - prima, ich habe zwei davon.

@ 11:24 von Hugomauser

Sie schreiben:
"Die Zahlen sind nicht realistisch
Der Artikel hier in TS "Was die offizielle Arbeitsmarktstatistik verbirgt" zeigt sehr schön, dass es weit über 4 Millionen Arbeitslose gibt. Ihr Beispiel des "Aufstockers" gehört dazu. Ein Aufstocker fällt aus der Statistik raus."
*
Kann es sein dass Sie die Erklärungen in dem genannten Artikel "Was die offizielle Arbeitsmarktstatistik verbirgt" nicht verstanden haben?
Die Statistik bezieht sich in dem jeweiligen Monatbericht immer auf DIESEN einen Monat!
Ein Aufstocker der in diesem Monat arbeitet und wegen zu geringem Einkommen aufstockt ist in diesem Monat NICHT arbeitslos weil er ja arbeitet.
Aber er ist ein Bezieher von Leistungen, das sind zwei unterschiedliche Dinge!
Neben den offiziell genannten ca. 2,8 Mio Arbeitslosen gibt es etwa 1 Mio Menschen die auch NICHT arbeiten aber wegen Weiterbildung oder Krankeheit etc. gerade nicht zur Vermittlung zur Verfügung stehen. Deswegen werden sie extra gezählt unter Unterbeschäftigung!

@bernd1 11:53

"Kann es sein dass Sie die Erklärungen in dem genannten Artikel "Was die offizielle Arbeitsmarktstatistik verbirgt" nicht verstanden haben?"
Kann es sein, dass Sie Ihre so oft geäußerte Überzeugung, dass Sie der einzige sind, der Statistiken richtig interpretieren kann, auch mal ändern?
Unermüdlich wiederholen Sie hier, dass die Ansicht, Deutschland gehe es gar nicht so toll, nur daher rühren kann, dass jemand sich falsch oder gar nicht informiert hat, oder aber die Informationen aus Gründen intellektueller Überforderung nicht begreift.
Ein Aufstocker, der ein ganzes Jahr lang aufstocken muss, ist eben auch 12 Monate lang nicht arbeitslos, weil er ja arbeitet. So, wie Sie es sehen, müsste man auch völlig unbezahlte Arbeit als Beschäftigung werten.

Wer die echten Zahlen wissen will ...

... muss sich die Mühe machen in den jeweiligen Monatsbericht der Arbeistagentur einzusteigen.
Das macht aber etwas Arbeit und wer will sich schon bemühen müssen??
Hier noch einmal der Link zu diesem Monatsbericht:
http://statistik.arbeitsagentur.de/
*
Dort finden man die Information auf Seite 52:
"Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit = 3.748.761"
*
Das ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen inkl. denen die aktuell wegen Weiterbildung, Krankheit etc. nicht vermittelbar sind!
Also fast 1 Mio. mehr als die offiziell gemeldete Zahl.
Dieses Verhältnis war schon immer ähnlich, auch schon vor 8 Jahren als wir offiziell über 5 Mio. (real über 6 Mio) Arbeitslose hatten!
*
Und auf Seite 23, Zitat:
"Erwerbstätige Leistungsberechtigte
Im Juni 2013 waren 30 Prozent (1,32 Mio) der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten erwerbstätig."
*
Das sind die Aufstocker die meist einen Vollzeit-Job haben (also NICHT arbeitslos sind) und zusätzlich Harzt 4 beziehen.
Diese Zahl ist zum Vorjahr gesunken!

@ 11:44 von frosthorn

Sie schreiben:
"Da sind sie nicht ganz richtig informiert. HatzIVler zahlen durchaus einen, wenn auch geringen, Krankenversicherungsbeitrag."
*
Wie kommen Sie denn bitte darauf?
Wer die normale Hartz4 Unterstützung (ALGII) bekommt der zahlt keinen Krankenkassenbeitrag!
*
Und Sie schreiben:
"Mineralölsteuer, die ja nicht nur beim Tanken anfällt, sogar Rentenversicherungsbeiträge."
*
Wo wird denn diese Steuer noch fällig außer beim tanken?
Ich kenne zwar einige Hartz4-Bezieher aber keinen der ein Auto besitzt!

Bei Jobcenter gibt es einiges nur keine Jobs...

Es ist doch kontraproduktiv für eine Behörde sich den Ast abzusegen auf dem sie sitzt.
Stelln wir uns vor die zahl der " Kunden" die Hartz 4 beziehen reduziert sich um 30% was macht man dann mit dem nicht gut ausgebildeten Personal,der sich um diese " gekümmert" hat bzw. "bearbeitet" hat.
Fakt ist harz4 ist teurer als das alte system mit Arbeitslosenhilfe.
Das alte system war billiger und gerechter,es hat den individuelle Lebenslauf berücksichtigt. Es war nicht so agressiv ,wie dieses system heute ,das für dafür gesorgt hat das Deutschland Billiglohnland Nr.1 in EU geworden ist,bekommt man dafür eine Medaille?
Man vergisst bei allen Schönrechnungen ,die versteckten Kosten die ,dieses System jetzt und in Zukunft gesellschaftlich und finanziell hervorbringt,das scheint die jetzt herrschenden nicht zu interessieren,das jetzt zählt.
1.Dumpinglöhne und Armutsrenten
2.Steigende Gesundheitsausgaben besonders im Psychischen bereich,Depressionen usw.
3.Die Mittelschicht lösst sich langsam auf.

Die LINKE hat auf ihrer Webseite....

... nachgerechnet: Ganz ohne statistische Taschenspielertricks läge die Zahl der Arbeitslosen deutlich höher, nämlich bei 3,643 Millionen. Und nach wie vor ist die Arbeitslosenquote im Osten mit 9,5 Prozent nahezu doppelt so hoch, wie im Westen des Landes mit 5,8 Prozent. Fakt ist auch, dass die Sockelarbeitslosigkeit unverändert hoch ist – ernsthafte arbeitsmarktpolitische Anstrengungen nicht unternommen werden. Es läuft eben nur scheinbar von allein, wie die Verantwortlichen in Politik und Arbeitsagentur glauben.

Statt Kürzen am Budget braucht es mehr Geld, mehr Anstrengungen, um Langzeitarbeitslose nicht auf Dauer abzuhängen.

Wir brauchen gesetzliche Regelungen zu Verhinderung von Lohndumping. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 10 Euro würde neben einer besseren Entlohnung für geleistete Arbeit auch die Binnenkonjunktur ankurbeln und so neue existenzsichere Arbeitsplätze schaffen. Warum klärt Tagesschau de uns nicht über die getürkten Zahlen der Arbeitsagentur auf ???Kein Mut?

Arbeitslosigkeit zu niedrig? Was nun?

Anscheinend ist die Arbeitslosequote nun schon wieder vielen aus Politik und Gewerkschaft zu niedrig. Da muss man was tun, da besteht handlungsbedarf. Eine Maßnahme wäre ja die Einführung eines Mindestlohns. Ein solcher Mindestlohn kann gar nicht hoch genug sein. Bei 20 Euro Mindestlohn bekommen wir die Arbeitslosenstatistik schon dahin, wo sie hin gehört, wetten dass ... ?

Ich glaube das die Agenda 2010 für den Arbeitsmarkt...

Ich glaube das die Agenda 2010 für den Arbeitsmarkt langfristig nicht gut ist. Wer einen Job hat behält ihn um nicht das Risiko einzugehen in H4 zu fallen, von daher keine Weiterentwicklung und ein sehr starrer Arbeitsmarkt. Man wollte einen flexiblen Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarkt ist sehr flexibel geworden besonders bei den Löhnen spricht Lohndumping (ein Schelm, wer Böses denkt ob es gewollt war). Die Agenda 2010 hat hauptsächlich die Arbeitnehmer/in getroffen die sowieso schon am wenigsten verdienen spricht die unteren Lohngruppen. Die Agenda 2010 hilft nur der Agentur für Arbeit im Bereich Statistiken incl. sinnlosen Maßnahmen, 1 € Jobs usw.. Von daher liebe Bürger/in nimmt die Zahlen des Arbeitsamtes nicht zu Ernst denn die Wahrheit sieht anders aus. Naja, wer sich mit der Agenda 2010 beschäftigt weiß was ich meine! Gruss

P.S. Auch ein Mindestlohn wird das Ganze nicht retten, denn ein Mindestlohn heißt am ende Armut

Verdummung................!

-Bernd1 :

sie müssen objektiv u. defintiv davon ausgehen ,

das wir mindestens 8,7 mio AL in Deutschland haben , eher Mehr wie Weniger

wir haben allein 7 mio Teilzeit , die ALLE ,
ich betone einen Festjob suchen ...
Natürlich sind das AL, sicher nicht nach ihrer
Messlatte , oder d. d. Polit-clonws in Berlin !
Aber,
man muß d. nackten Fakten ins Gesicht sehen , jede Bilanz läßt sich schönreden,
die Kriterien sind schon geschönt/manipuliert ,
insofern können sie d. Wassersatandsmeldung einfach i.d.
tonne kloppen ... Es ist nur ein weitere
Verdummung d. Dt. Lohnsklaven ....
Sollte Ihnen doch einleuchten .

@thoughtful 11:26

es haben ja schon andere treffend geantwortet.
Was jedoch auch gern vergessen wird, die
derzeitigen AL haben ebenfalls diese Beiträge und Zahlungen entrichtet, als sie es noch konnten, bzw. mussten!
Wo sollen denn noch "NORMAL" bezahlte Arbeitsplätze herkommen?
Was ist der Grund des steigenden Prekariats?

@Peter G.

leider fürchte ich, Sie haben mit Ihrer Annahme recht!

@electrohippie

wenn Sie weiter gelesen hätten, hätten Sie vielleicht gemerkt, dass es ein Zitat war. Daher auch die Anführungszeichen. Vielleicht haben Sie sich jetzt selbst "entlarvt".
Haben Sie meinen Argumenten was entgegenzusetzen oder haben Sie tatsächlich nicht zu Ende gelesen ?

@gierde zerstört

Der Euro ist momentan auf besorgniserregend hohem Kurs. Sagt zwar nicht, dass die Sitaution in Südeuropa gut wäre, aber irgendwie geht Ihre Argumentation dadurch ziemlich unter.

@ Bernd1

'"Erwerbstätige Leistungsberechtigte
Im Juni 2013 waren 30 Prozent (1,32 Mio) der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten erwerbstätig."
*
Das sind die Aufstocker die meist einen Vollzeit-Job haben (also NICHT arbeitslos sind) und zusätzlich Harzt 4 beziehen.
Diese Zahl ist zum Vorjahr gesunken!'

Hipp, hipp - lasst die Sektkorken knallen!

@Bernd1

"Dort finden man die Information auf Seite 52:
"Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit = 3.748.761"
Das ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen inkl. denen die aktuell wegen Weiterbildung, Krankheit etc. nicht vermittelbar sind!"

Das ist noch nicht die Gesamtzahl der Arbeitslosen. Die liegt höher. Nicht gezählt sind dort diejenigen, die sich nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben, etwa weil sie keine Leistungen zu erwarten haben und dennoch Arbeit suchen. Nicht gezählt sind hierbei auch Menschen über 58, die schon länger arbeitslos sind und schon länger keine Stelle angeboten bekommen haben. Nicht gezählt sind die vielen Zwangsverrentungen von HarzIVlern über 60, die aber gleichwohl weiter Arbeit suchen würden und arbeiten würden....

@frosthorn

auch wenn Sie absolut recht haben, wird das bei @Bernd1 NICHTS ändern!
"Was man nicht wahrnehmen will, das ist auch nicht wahr.
Was man nicht wissen will, das existiert nicht.
Was man nicht sehen oder hören will, ist nicht vorhanden."

"Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Im August 2013 sind immer noch 3,8 Millionen Menschen arbeitslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.

Darüber hinaus tauchen 718.000 nicht erwerbstätige Personen – die sogenannte stille Reserve – in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen." (Katja Kipping, Die Linke)

Die Zahl der Berufstätigen mit zwei Jobs von 1,15 Millionen im Jahr 2003 auf mehr als 2,6 Millionen Ende 2012 gestiegen.

Klar, das es keinem Neoliberalen gefällt.

@ 12:41 von thoughtful

lesen sie meinen meitrag genau!
.
zu hart für schwache volkswirtschaften und komfortabel weich für starke volkswirtschaften!

@ thoughtful

Oh, ich habe durchaus zu Ende gelesen und konnte(und kann) in Ihrem Beitrag noch immer keine Anführungszeichen finden, also muss ich von dem ausgehen, was da steht...

"...kaum was für ÖPNV, nichts für Museen "
Falsch, die zahlen genauso so viel wie die Anderen.

Steuern, genauso viel wie die anderen, nur tut es ihnen viel mehr weh...

"Fördern und Fordern"

Ahaha, läuft es unter Fördern oder unter Fordern, wenn man Langzeitarbeitslose zum x-ten sinnlosen Bewerbungskurs treibt, oder ganz neu, ab nächsten Jahr 50+Zwangsteilnehmer in Berufsförderungszentren zwingt, ohne dass bis her klar ist, was die da den ganzen Tag tun sollen. Papiertüten kleben oder Steine klopfen vielleicht, Löcher ausgraben und wieder zuwerfen(da hamwer doch Erfahrung mit, gell?).

"Es muss das Ziel sein, dass möglichst wenige von einem (wenn auch nur geringen) Beitrag zum Allgemeinwohl entkoppelt werden."

Und auf diesen Politikdarstellersprechquatsch einzugehen, lohnt den Aufwand nicht...

Deutschland nach wie vor Musterbeispiel

Die Arbeitsmarktpolitik und die interne Flexibilität der Unternehmen sorgen weiterhin dafür, dass Deutschland gut durch die Krise gekommen ist und weiterhin eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit hat. Selbst mit den strengeren deutschen Kriterien - im Gegensatz zu den lockeren ILO-Kriterien - ist der Anteil der Arbeitslosen im internationalen (und vor allem im EU-)Vergleich weiterhin sehenswert.
Ganz egal wie hier an den statistischen Merkmalen rumkritisiert wird, ceteris paribus ist die Entwicklung alles andere als schlecht.

Gier Zügeln..

Ziel muss es sein die legale Aushebelung von Gesetzen auszuschliessen.
Deswegen ist es vorteilhafter wenn man sich Gesetze nicht von Lobbyistenverbände unterschriftenreif vorlegen lässt.
Jede tätigkeit muss sozialversicherungspflichtig sein,niemand darf sich aus seiner veranwortung mit peanuts freikaufen,denn der muss ja auch im Alter versorgt sein.
Das Kartellamt sollte darüber wachen,dass jeder unlautere Wettbewerb mit der Bezahlung von Arbeitnehmern sofort zur Anzeige gebracht wird.
Gier frisst Hirn es ist der schlimmste Feind des Menschen,es ist selbszerstörerisch,kennt keine Gefühle,kein Mitleid und keine Grenzen.
Nur Gesetze können Menschen vor der Gier anderer Menschen bewahren,der Mindestlohn ist ein Anfang. Das Bedingungslose Grundeinkommendas ist was unsere vorfahren meinten mit "es soll dir einmal besser gehen".Dank harter Arbeit vergangener Generationen is die Möglichkeit das G-Einkommen zu realisieren da,es ist auch finanzierbar,da immer mindestens 19% mwst zurückfliessen.

"Arbeitslosenzahl sinkt auf Jahrestief"

Und wenn man erst bedenkt, dass es nunmehr schon, seit es überhaupt eine Arbeitslosenstatistik gibt, jedes Jahr ein Jahrestief gab , und außerdem jedes Jahr der Jahreshöchststand überwunden wurde , dann wird erst so richtig klar, welche Meisterleistungen hier von den jeweiligen Regierungen vollbracht wurden.

Es helfen auch die

Es helfen auch die kumulierten Zahlen (alle monatlichen + und -) aus den Monatsberichten der BA von März12 = 0 bis Okt13 = +/- gesamt, um die 1,5-jährige Veränderung unter Schwarz-Gelb zu sehen:

Beschäftigung: +576.000 aus
Erwerbsfähige: +460.000 und
AL-Antragsbestand: -116.000
--> Mehr Erwerbsfähige (Jugend + Zuwanderung) nahmen die meisten Jobs an, die wenigsten (1/5) stammen aus dem Abbau der AL.

Sv-pflichtige : +560.000
off.Arbeitslosigkeit: -67.156, davon
offiziell arbeitslos ALG-2: -59.156
zuerkannt ALG-1: -8.000

ALG-2 Unterbeschäftigung o. KA: -100.682
-->hier dürften die mangels 12M Vermittlung von der Arbeitssuche ausgebuchten "Frührentner" 58+ den meisten Einfluss haben.

arbeitend plus ALG-2: +120.000
-->Die staatliche Subventionierung von Arbeitgebern (1,32 Mio ) ist stark gewachsen.

offene Stellen: -61.000 (!)

AL-Antragsbestand + Nicht-SV : -216.000

(Mittelwerte)
Zahlungen ALG-1 an beantragende Arbeitssucher : 93,45%
ALG-2 o. in UB: 44,6%
-->UB ist enorm gewachsen

Möchte nur wissen......

.....um wieviel (zig)tausend die Zahl derer gestiegen ist, die von ihrer Ganztagsarbeit ihren Lebensunterhalt NICHT bestreiten können.
Wenn ich die vielen 450€uro-Jobangebote lese, kann ich nur mutmaßen - Tendenz steigend.

@Melonemelo

"...ceteris paribus ist die Entwicklung alles andere als schlecht."
.
Wie kann man von ceteris paribus sprechen nach so vielen "statistischen Bereinigungen"? Das Arbeitsvolumen stagniert. Wir arbeiten kaum mehr als im Jahr 2000, aber dafür haben wir die Arbeit auf mehr Menschen verteilt nebst Lohnkürzungen.
Es ist die unausweichliche Tatsache, dass durch die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik defacto keine Arbeit geschaffen wurde. Da nutzt auch der Vergleich mit den Ländern nicht, deren BIP wir über Export schmarotzen. Ohne dem würde das vollkommene Scheitern unserer Wirtschaftspolitik offensichtlich. Wir betrügen uns selbst auf Kosten anderer Länder. Wie schlecht das ist, erkennen sie an der Tatsache, dass heute niemand mit Gewissheit sagen kann ob der Euro (ohne dem das Niederkonkurrieren nicht klappen würden) noch in einem Jahr existiert - gerade wegen dieser Ungleichgewichte.
.
Deutschland springt quasi aus dem 10. Stock und sagt sich im Fall am 5. "Bis jetzt nicht schlecht".

@melonemelo 13:39

"Ganz egal wie hier an den statistischen Merkmalen rumkritisiert wird, ceteris paribus ist die Entwicklung alles andere als schlecht"
Hört sich toll an und auch sehr gelehrt / wissenschaftlich, ist aber leider sinnfrei.
"ceteris paribus", also "verglichen mit den Übrigen [vergleichbaren]" bringt nix. Niemandem hier ist damit geholfen, dass in Griechenland die Arbeitslosigkeit noch höher ist, die Löhne in Burkina Faso noch niedriger oder die Wochenarbeitszeit in China noch länger. Vergleichen sollten wir mit dem, was hier möglich sein müsste.

Ich habe nur die Überschrift gelesen.

Dazu: Glaube keiner Statistik,die du nicht selbst gefälscht hast. Ein altbekannter Satz.
Auch,das die Arbeitslosigkeit gesunken ist,
möchte ich auch nicht in Abrede stellen.
Glaubhaft wäre für mich,wie sieht es aus mit
der Anzahl,der geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich vor sagen wir mal vor 8 Jahren. Meines Wissens nach,sind die zwischenzeitlich kaum gestiegen. Logischerweise ist also die vorhandene Arbeit auf immer mehr Personen verteilt worden.
Ein Denkfehler von mir?
Jobs, verteilt wo man so gerade noch Einkünfte erzielt,die das Existenzminimum sichern?
Als Rentner mit 400€ Job,bekomme ich auch Einblick
in viele Handwerksbetriebe des KFz Gewerbes.
Mein Eindruck. Die Beschäftigung nimmt ab,viele Betriebe scheinen nur noch von der Substanz zu leben
Das gilt insbesonders für Lackierbetriebe.
Aber vielleicht ist das nur ein momentarer Eindruck.
Hoffen wir also auf viel Glatteis im kommenden Winter,damit der Laden wieder läuft.

@ 12:12 von frosthorn

Sie schreiben:
"Ein Aufstocker, der ein ganzes Jahr lang aufstocken muss, ist eben auch 12 Monate lang nicht arbeitslos, weil er ja arbeitet. So, wie Sie es sehen, müsste man auch völlig unbezahlte Arbeit als Beschäftigung werten."
*
In dieser Diskussion werden die Zahlen des aktuellen Monatsberichtes der Arbeistagentur bewertet die in dem obigen Artikel kommuniziert wurden.
Da geht es um den Stand Oktober 2013!
Es ist schade dass Sie nicht verstehen wollen dass dabei nicht berüchsichtigt weden kann wer dabei über das ganze Jahr hinweg welche Leistungen bekommt oder nicht.
Eine solche Stistik ist immer eine Momentbetrachtung!
Hier geht es nur um diejenigen die Im Oktober 2013 arbeiten oder arbeistlos sind und Leistungen bekommen oder nicht. Diese Statistik weiß nicht ob der gleiche Mensch auch schon im Mai oder Juli arbeistlos war oder nicht. Ist das so schwer zu verstehen?

@ 12:56 von Tanguero

Sie schreiben:
"Darüber hinaus tauchen 718.000 nicht erwerbstätige Personen – die sogenannte stille Reserve – in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen." (Katja Kipping, Die Linke)"
*
Das ist allerdings neu dass die Menschen die sich nicht mehr arbeistlos melden von der Linke gezählt werden können. Woher haben die denn diese Zahlen?
Frau Kipping als Helleseherin oder melden die sich alle in der Parteizentrale der Linke?
DAS ist allerdings eine Statistik die man fälschen kann wie man will weil sie keiner prüfen kann!
*
Außerdem schreiben Sie:
"Klar, das es keinem Neoliberalen gefällt."
*
Ich weiß nicht wen Sie damit meinen aber als alter Grüner bin ich da sicher eher unverdächtig!

@ 12:55 von Hugomauser

Sie schreiben:
"Das ist noch nicht die Gesamtzahl der Arbeitslosen. Die liegt höher. Nicht gezählt sind dort diejenigen, die sich nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben, etwa weil sie keine Leistungen zu erwarten haben und dennoch Arbeit suchen. Nicht gezählt sind hierbei auch Menschen über 58, die schon länger arbeitslos sind und schon länger keine Stelle angeboten bekommen haben."
*
Da liegen Sie leider nicht ganz richtig.
Die zuletzt genannten über 58-jährigen sind in der von mir genannten Zahl der knapp 3,8 Mio. "Unterbeschäftigten" enthalten.
Bitte erst die Daten prüfen und dann behaupten!
Dass diejenigen die sich nicht mehr arbeitslos melden nicht in der Statistik enthalten sein können ist vollkommen logisch. Wer will die denn zählen? Anhand welcher Kriterien?
Die von der Linke geschätzte Zahl von knapp 800.000 ist auch nur an den Haaren herbei gezogen um Stimmung zu machen.
Man kann nur Daten melden die auch seriös erfasst werden!

@Tangouero 1056

Wenn Sie schon bei Hartz IV Beziehern darauf hinweisen, daß diese Gelder fast vollständig in die Wirtschaft zurückfliessen :

Was ist denn bitteschön beim Verteidigungshaushalt anders daran ?

Sämtliche Gehälter werden ausgegeben, sämtliche Arbeiten an Firmen vergeben...

Ersetzen Sie sinngemäß ;)

@Gerd Hansen 14:30

Schon mal was von einer Wertschöpfungskette gehört? Welchen Gegenwert haben verplante 600 Millionen? In der Spielbank wird auch Geld ausgegeben, das Geld, das Steuerhinterzieher auf Auslandskonten schieben, ist vorher auch an deren Firma gezahlt worden...

19ikarus43: Gesunkene Arbeitslosigkeit

Auch,das die Arbeitslosigkeit gesunken ist, möchte ich auch nicht in Abrede stellen.
Das ist aber falsch. Dass die Arbeitslosigkeit zum Vormonat sinkt, ist ein saisonaler Effekt. Zum Vorjahr ist sie gestiegen. So wie in den Arbeitslosenmeldungen der letzten Monate auch jeweils die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr gestiegen ist, immer nur einige Zigtausend, aber sie steigt, stetig in diesem Jahr.
Lassen Sie sich bitte nicht täuschen!

frosthorn und das Jahrestief

Und wenn man erst bedenkt, dass es nunmehr schon, seit es überhaupt eine Arbeitslosenstatistik gibt, jedes Jahr ein Jahrestief gab , ...
Exakt, wenigstens einer, der es verstanden hat, im Gegensatz zu vielen Journalisten, die immer brav die Meldungen der Ämter abschreiben.
Es gibt jedes Jahr ein Jahreshoch und -tief und zwar meistens in den gleichen Monaten. Das sind saisonale Effekte durch z.B. wetterbedingte Produktion. Daher machen Monatsvergleiche keinen Sinn und man muss mit dem Vorjahr vergleichen oder eine Saisonkomponente abziehen. Wenn man das tut, ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Das steht sogar so in der Statistik und ist im Grunde die Hauptaussage und nicht der nebensächliche Halbsatz, als der er erscheint. Ist also Ideologie im Spiel?

@ Nana

Danke und meine volle Zustimmung für ihren gutverständlichen und nachvollziebaren Kommentar.

Die Überschrift ist irreführend

... 40.000 Arbeitslose mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum! passt gut zu der Meldung von vergangener Woche, der DAX knackt erstmalig die 9000 Marke. Hier ist der interessante Zusammenhang.
...
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass in den genannten 2,8 Millionen Arbeitslosen nicht alle tatsächlichen Arbeitslosen genannt werden; seit Jahren werden bestimmte Personenkreise herausgerechnet um die Statistik zu schönen:
Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September 2013: 3.642.865
Offizielle Arbeitslosigkeit: 2.801.189
Nicht gezählte Arbeitslose: 841.676, darunter "über 58", 1€-Job, Förderung von Arbeitsverhältnissen, Fremdförderung, Kranke Arbeitslose, berufliche Eingliederung, usw. [Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Oktober 2013, Seite 68].
...
Ich weiß, die Regierung ist bemüht, ihre arbeitsmarkttechnische Kompetenz zu demonstrieren, aber so nicht!

Die Überschrift ist irreführend

... 40.000 Arbeitslose mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum! passt gut zu der Meldung von vergangener Woche, der DAX knackt erstmalig die 9000 Marke. Hier ist der interessante Zusammenhang.
...
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass in den genannten 2,8 Millionen Arbeitslosen nicht alle tatsächlichen Arbeitslosen genannt werden; seit Jahren werden bestimmte Personenkreise herausgerechnet um die Statistik zu schönen:
Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September 2013: 3.642.865
Offizielle Arbeitslosigkeit: 2.801.189
Nicht gezählte Arbeitslose: 841.676, darunter "über 58", 1€-Job, Förderung von Arbeitsverhältnissen, Fremdförderung, Kranke Arbeitslose, berufliche Eingliederung, usw. [Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Oktober 2013, Seite 68].
...
Ich weiß, die Regierung ist bemüht, ihre arbeitsmarkttechnische Kompetenz zu demonstrieren, aber so nicht!

@frosthorn

Ceteris paribus meint einfach nur "alle anderen Variablen konstant halten".
Und wenn man alles gleich hält und nur die zeitliche Entwicklung betrachtet - oder - einen Ländervergleich anstellt mit gleichbleibenden Kriterien wie z.B. der ILO Definition von Arbeitslosigkeit, dann steht Deutschland einfach weit vorne im internationalen Vergleich.
Außerdem: Kurzarbeit, Leiharbeit und andere Beschäftigungsverhältnisse entsprechen vielleicht nicht den Idealvorstellungen der Foristen hier, aber ist diese Arbeit noch besser, als gar keine Arbeit zu haben, wenn das die Konsequenz aus einem Verbot solcher Arbeitsverhältnisse wäre.

Nominales Jahrestief vs. saisonal bereinigten Anstieg

Seit März12 steigt die saisonal bereinigte Arbeitslosigkeit jeden Monat weiter an. Insgesamt +113.000 inkl. 2.000 im Oktober.
Die Tendenz geht also in der Wintersaison Richtung >3 offizielle Millionen.

Im monatlichen Vorjahresvergleich wächst die AL ab Oktober12 stetig an.

Dass in 2008 nur 35% der Antragsteller nicht wie jetzt 55% per Definitionen in die Unterbeschäftigung verschoben wurden, schönt die Statistik zusätzlich.

Fasst man diese als prekäre Einkommen zusammen, ergibt sich mit über 5,2 Mio schon ein deutlichere Aussage. Nicht wie man regierungsamtlich gezählt wird, sondern wieviel Einkommensarmut (die zu Altersarmut führt) herrscht hält den spiege vor. Dazu fast 13 Mio nicht sv-pflichtig Beschäftigte macht im Okt13 17.867.000 Menschen oder 42% aller Erwerbsfähigen, fast jeder zweite erwerbsfähige Erwachsene.

Vor diesem Hintergund sind Mindestlohn, allgemein Lohnanhebung (gut für unsere Nachbarn und Euroschulden) und höhere, frühere Renten für mehr Jüngere in Jobs nötig

@frosthorn

Und außerdem ist es natürlich sinnvoll einen Vergleich anzustellen, denn nicht nur verglichen mit Griechenland oder Burkina Faso stehen wir gut da, sondern auch mit den USA, Frankreich und anderen westlichen Ländern. Woher sollte man sonst wissen, wann ein Staat gute Arbeitsmarktpolitik betreibt, wenn man nicht mit anderen Staaten vergleicht?

@ 15:37 von A.Somethingman

Sie schreiben:
"Außerdem ist zu berücksichtigen, dass in den genannten 2,8 Millionen Arbeitslosen nicht alle tatsächlichen Arbeitslosen genannt werden; seit Jahren werden bestimmte Personenkreise herausgerechnet um die Statistik zu schönen:
Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September 2013: 3.642.865
Offizielle Arbeitslosigkeit: 2.801.189"
*
Vielen Dank dafür dass Sie die von mir genannten Zahlen bestätigen, siehe:
12:19 von Bernd1
*
Es war schon immer so dass diejenigen Arbeitslosen die nicht direkt zur Vermittlung zur Verfügung stehen, weil sie in Weiterbildung oder krank sind etc., nicht mit gemeldet werden.
Wie sinnvoll das ist darüber kann man streiten, wissen sollte man nur dass dieses Vorgehen seit Jahrzehnten nahezu unverändert ist.
Somit sind die Zahlen mit früheren Daten vergleichbar und es bleibt festzuhalten dass heute gut 2,4 Mio. Menschen weniger arbeitslos sind als zum Höhepunkt der Arbeitslosenzahlen 2005/2006!

@ 14:03 von Nana

Sie schreiben:
"Das Arbeitsvolumen stagniert. Wir arbeiten kaum mehr als im Jahr 2000, aber dafür haben wir die Arbeit auf mehr Menschen verteilt nebst Lohnkürzungen.
Es ist die unausweichliche Tatsache, dass durch die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik defacto keine Arbeit geschaffen wurde. "
*
Da sprechen allerdings die reinen Fakten eiene andere Sprache:
Seit 2005 wurden fast 3 Mio. neue Arbeistplätze geschaffen.
Seit 2005 ist die Zahl der Arbeitslosen um etwa 2,4 Mio gesunken!
Das gleiche gilt für die Summe der Leistungsbezieher aus ALG 1, ALG 2 und Sozialgeld!
Das sind nachweisbare Fakten die Ihrer These widersprechen. Manchmal sagen reale Daten mehr aus als subjektive Gefühle einzelner Menschen!

@ um 16:00 von Bernd1

... schön, dass wir einer Meinung sind. Ja, es ist schon bedauerlich, wenn man die Meldungen der Presse der letzten Woche einmal gegenüber stellt. Die Arbeitslosenzahlen sind im Vergleichszeitraum 2012 gestiegen; der DAX knackt (wie gesagt) die 9000 Marke; die 300 reichsten Deutschen haben noch einmal 5% mehr Vermögen als im vergangenen Jahr; die soziale Schere in unserem Land wächst exponentiell.
...
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung meldet dazu folgende Zahlen, während das Durchschnittseinkommen seit den 1990ern weitgehend konstant blieb, stieg es bei den oberen 10 % um 6 %; den oberen 0,01 % um 17 %; den wohlhabendsten 650 Deutschen um 35 % und den 65 Reichsten um 53 %. Von der Staatsverschuldung gar nicht erst zu reden.
...
Da sind dann, wie Sie ja mit Ihren Zahlen auch feststellten, Überschriften wie die in diesem TS-Artikel eher verschleiernd.

@Bernd1

die Grünen gehören seit Schröder zu den Neoliberalen, auch wenn Sie es anders sehen WOLLEN!

@Bernd1

"Da sprechen allerdings die reinen Fakten eiene andere Sprache:"
.
Die Fakten decken sich wunderbar mit meinen Aussagen (die Stellen können Sie ruhig mit zitieren):
.
2000 (kranker Mann Europas): 57,922 Mrd Arbeitsstunden
Erstmals übertroffen 2012: 58,115 Mrd Arbeitsstunden
.
Quelle Volkwirtschaftsliche Gesamtrechnung der Länder
.
Dieser minimale Anstieg wurde dadurch erreicht indem man diese stagnierende Arbeit durch prekäre Beschäftigung auf Viele verteilt hat. Dazu nehmen Sie bitte Ihre Zahlen.
.
Arbeitsplätze sind nunmal kein Selbstzweck. Ansonsten empfehle ich Planwirtschaft oder Sklaverei, dann gibt es keine Arbeitslosen mehr. Was passiert wenn man Arbeitsplätze zum Selbstzweck macht, entnehmen sie den mehrfach manipulativ überarbeiteten Armutsbericht. Wenn alles so toll wäre, wäre dies gar nicht nötig gewesen. Weiter Zahlen entnehmen sie den statistischen Landesämtern, und dem statistischen Bundesamt, sowie dem Monatsbericht der Agentur für Arbeit.

Sinnvoll ist nur der Jahrsvergleich,

um übliche jahreszeitliche Schwankungen zu berücksichtigen.

In dem Vergleich ist die Arbeitslosigkeit leider
gestiegen.

Schönsprech ist wenig hilfreich.

Die Redaktion hat einen

Die Redaktion hat einen Artikel verfassst in dem nachzulesen ist, was die Statistik genau aussaht und wer alles eigentlich nicht als arbeitslos gerechnet wird, obwohl der/die Betreffende von der Arbeit nicht selbstständig davon leben kann. Frage: Wieso wird so etwas nur am Rand erwähnt und ist nicht mal Gegenstand der 20 Uhr-Nachrichten? Dort hört man nur, dass die Zahl der Erwerbstätigen wieder gestiegen ist.

@ Tanguero

Interessanter Vergleich: Die Kosten für Hartz IV kommen also Ihrer (richtigen) Meinung nach wieder in die Wirtschaft zurück, weil diese Leute ja auch einkaufen gehen und somit Steuern zahlen (MwSt) .....
Beim Verteidigungshaushalt fällt Ihnen nur das Drohnen-Debakel ein.
Frage: Sie haben aber sicher mal was davon gehört, dass vom Verteidigungs-Etat auch die Gehälter der Soldaten bezahlt werden ? ..... gehen die etwa NICHT einkaufen ?

@Cebulon

und welchen Anteil an den Gesamtkosten
machen die Gehälter aus, die z.T. auch im Ausland ausgegeben werden müssen?

Also in Relation zu den ALG II-Empfängern
dürfte dies nur ein minimaler Anteil an den Gesamtkosten sein.

@ 16:47 von Nana

Sie schreiben:
"Die Fakten decken sich wunderbar mit meinen Aussagen (die Stellen können Sie ruhig mit zitieren):
2000 (kranker Mann Europas): 57,922 Mrd Arbeitsstunden
Erstmals übertroffen 2012: 58,115 Mrd Arbeitsstunden"
*
Das ist leider typisch für diese Diskussion:
Ich vergleiche die Zahlen aus 2005 mit 2012 als Auswirkung der Agenda 2010 und der folgenden Politik der großen Koalition und Sie vergleichen die Arbeitsstunden aus 2000 mit 2012.
Im Jahr 2000 (nach Kohl) war die Arbeitslosigkeit mit gut 3 Mio. fast so niedrig wie heute.
"Kranker Mann Europas" war Deutschland erst ab 2002 bis 2005 mit Rekordsteigerungen der Arbeitslosigkeit und Rekordneuverschuldung.
Das ist alles nachesbar in Statistiken!
2005 war die Arbeistlosigkeit dann um 2 Mio mehr auf über 5 Mio angestiegen, und damit auch die Zahl der Arbeiststunden deutlich niedriger als 2000!
Die Reformen der Agenda 2010 begannen ab 2006 zu wirken.
Also bitte verdrehen Sie nicht die Daten unzulässig!

Hier die wahren Zahlen......

Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September 2013: 3.642.865
Offizielle Arbeitslosigkeit: 2.801.189
Nicht gezählte Arbeitslose: 841.676

Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:
Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und/oder ALG II: 200.465
Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 117.717
Förderung von Arbeitsverhältnissen: 7.877
Fremdförderung: 88.968
Beschäftigungsphase Bürgerarbeit: 27.699
Berufliche Weiterbildung: 158.001
Aktivierung und berufliche Eingliederung (z.B. Vermittlung durch Dritte): 156.097
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 5.034
Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 79.818

Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Oktober 2013, Seite 68

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