Kommentare

Positive Meldungen häufen sich

In den letzten Wochen wurde bereits mehrfach gemeldet wurde dass es in den Schuldenländern der Euro-Zone eine Trendwende zum Positiven gibt.
Jetzt kommt diese Meldung aus Irland dazu.
Das alles zeigt dass der Kurs der harten Sparauflagen und der Strukturreformen wirkt und richtig war!
Wenn jetzt auch noch die Bankenaufsicht in der Bankenunuion und die bereits beschlossene Fiananztransaktionssteuer dazu kommen geht es in der Euro-Zone weiter in die richtige Richtung um zukünftig solche Krisen wie 2008 mit den extremen Folgen für die Staatshaushalte zu vermeiden!

Als alzu allgemein gültiges

Als alzu allgemein gültiges Beispiel würde ich Irland nicht sehen. Das Land war stark am wachsen und stolperte dabei über 2008. Die anderen Krisenstaaten wanken teils schon seit Jahrzehnten.

Irland verlässt den Rettungsschirm.

Hört sich an,da hat jemand eine tolle Leistung
vollbracht.
Was ist geschehen? Irland hat sich verhalten,wie sich einige Gemeinden in Deutschland sich auch verhalten.
Man schielt zur Nachbargemeinde,wie hoch sind dort die Gewerbesteuersätze.
Na,da wollen wir die denn mal deutlich unterbieten. Was zur Folge hat,Firmen aus den Nachbargemeiden siedeln sich dann dort an.
Mit fatalen Folgen dann,wo ausgelagert wurde.
Die Unternehmenssteuern in Irland sind derart niedrig,das grössere Firmen ihren Firmensitz dort-
hin verlagern,obwohl die reale Geschäftstätigkeit
ganz woanders stattfindet. Daraus werden dann
in Irland natürlich auch Steuern und Gebühren generiert.

Ein Verhalten also,mit dem Irland nicht alleine dasteht.
Vergleicht man solche Vorgänge in der Flora und Fauna ,kommt man zu dem Schluss,es handelt sich um parasitäres und Verhalten.
Das wissen natürlich auch unsere Staatslenker,
nur das auszusprechen, wagen sie sich nicht.

Noch ist nicht Dezember....

Und wie wir alle wissen aendern sich die Nachrichten derweil um 180 Grad alle 2 Tage. Abwarten.

Irland und der Rettungsschirm

Toll! Freut mich, dass ab und zu doch noch einmal Ermahnungen zur Sparsamkeit aus Europa helfen ! Weiter so Irland !
Im übrigen muss ich nach wie vor darauf bestehen, dass die Agenda 2010 - von der Regierung unter Schröder/SPD - AUCH ihre guten Seiten hatte ! Der Teil für die Wirtschaft war absolut richtig und erfolgreich !
Der Teil der die soziale Gerechtigkeit betroffen hat, ging absolut "in die Hosen" !
Deshalb muss jetzt unter allen Umständen in dieser Richtung nachgebessert werden und es ist egal, unter welcher Regierung nachbessert wird ! Möglichst unter SPD-Regierung, weil der Verursacher immer seine Fehler wieder ausbügeln sollte.

Irre, doch 0,4% Wachstum bei Ap. 0.6% Inflation

Da geht was. Ach nein eher, da steht was. Wollt Ihr mich hier veraeppeln? Praktisch einen Stillstand als Wachstum verkaufen? Wie weit will die Presse eigentlich noch gehen mit der Schoenbeterei? Ich schaetzte bis es alles glauben.

Tolle Ankündigung - ohne Gewähr. Man sieht sich.

Im Dezember kommt die letzte Tranche aus dem Rettungsschirm. Also ohnehin Ende des Schirms, wenn nicht neu beantragt wird.

Im Januar sind 5 Mrd. fällig, was die Regierunsgreserve auf 20 Mrd. senken wird.

Die Troika hat die Sparlinie wie auch anderswo auf Antrag verlassen. Also wird /soll das Budgetdefizit von -5,1% gerissen werden.

Haushoch überschuldete und pleite Unternehmen führen zu Kreditverlusten der Zombiebanken. Die schulden ohnehin noch von den 65 noch 35 Mrd. an Draghi aus dessen 1-Bio-€-Schütte für 1% aus 2011/12 für 3 Jahre.

Die Lösung:
12,5% Körperschaftssteuer als Kampfansage der Steueroase (Zypern hats auch versucht) bei steigenden Steuern fürs Volk. Merkel wird dagegenhalten müssen.

Notfalls in Draghis angekündigtes OMT-Programm, was ja keine Rückkehr in den EFSF ist.

Zudem hat Schäuble die Bankenrettung per Bailin der EU-Sparer (Bankenunion) und artfremd durch den ESM sein ok gegeben.

Das bisschen Wirschaftswachstum für 4,5 Mio Iren steht gg. riesige Defizite.

Projektionsfläche für Wunschträume

Weil der Wettbewerbsföderalismus nicht nur Verlierer kennt? Weil irische Banken durch (von Deutschland verdammten) Liquiditätsüberfluss nicht verlieren?
.
Wobei "Verlierer" nur anhand kurzfristiger lebensfremder Zahlen definiert werden. Wir erinnern uns, als die Rechnung 2008 präsentiert wurde, und niemand mehr den Begriff "keltischer Tiger" kannte (weil Irland hat ja alles richtig gemacht). Aber das geschieht alles hinterher. Vorher muss man die kritischen Stimmen, die es durchweg besser wissen, denunzieren. Ebenso wie heute.
.
Wir schleppen immer noch die Blase von 2008 mit uns herum, die sogar noch größer ist als damals. Wir können diese Blase nicht mit Rettungsschirmen vor dem Platzen bewahren (zumindest nicht in Europa). Die einzige chance dem zu entgehen ist eine 180° Kehrtwende unserer Finanz- und Wirtschaftspolitik. Da dies politisch unmöglich ist, werden wir auf unsere Verbindlichkeiten sitzen bleiben, und in die Depression stürzen.
.
Es ist nur eine Frage des Auslösers.

Irreführende Meldung

-In Irland wurde ein erheblicher Teil der Sparmaßnahmen von Verfassungsgericht gekippt (hier nicht berichtet, nur bei "bösen" Südländern wie Portugal stellt dies anscheinend ein Problem dar, nicht bei einer nördlichen Steueroase)

- Die Hälfte seiner übernommenen Bankenschulden hat Irland für Jahrzehnte an die EZB abgestoßen ("Stundung").

-Die EZB garantiert seit letztem Jahr grundsätzlich für alle Staatsanleihen in der EU

-Da ist es nun kein Wunder, dass Irland an den "Märkten" wieder zu netten Zinskonditionen Geld bekommt.

@ 13:19 von Liane8151

Sie schreiben:
"Toll! Freut mich, dass ab und zu doch noch einmal Ermahnungen zur Sparsamkeit aus Europa helfen ! Weiter so Irland !
Im übrigen muss ich nach wie vor darauf bestehen, dass die Agenda 2010 - von der Regierung unter Schröder/SPD - AUCH ihre guten Seiten hatte ! Der Teil für die Wirtschaft war absolut richtig und erfolgreich !"
*
Sie haben Recht und es sind wohl auch nur die ganz Linken die generell die Agenda 2010 verurteilen. Was die von Ihnen angesprochenen sozialen Härten betrifft so wurden Details wie das Schonvermögen schon durch schwarz/gelb gemildert.
Die Hartz4-Sätze dürften inzwischen dem Grundgesetz entsprechen nach den Veränderungen aufgrund des BVerfG Urteils.
Ansonsten gibt es ein paar kleine Korrekturen die im Bereich Niedriglohnsektor angepasst werden müssen.
Mehr nicht!
Es ist schde dass Hollande nicht den Mut hat eine entsprechende Reform auch in Frankreich durchzuführen.
Das wäre dringend erforderlich!

Die Lachse sind wieder auf Achse

Der "Wahrheitsgehalt" dieser Meldung, hat für die betroffene irische Bevölkerung ungefähr so viel mit der Realität zu tun, wie das Jägerlatein eines irischen Anglers seinen Fang betreffend, nach mehren Gläsern besten irischen Whiskys...

Agent lemon

Diese Zahlen sind meist das reale Wachstum, also Inflationsbereinigt.

@Liane8151 Da soll mir niemand kommen,da

ist nicht genug gespart worden.
Das mit der sozialen Gerechtigkeit,in Wirklich-
keit intressiert das unseren staatsragenden Meinungsmachern doch überhaupt nicht.
Sie verteidigen ihre Besitzansprüche,für die andere hart arbeiten müssen,und gut ist"s. Die Klavitatur der Beeinflussung beherrschen sie meisterhaft.
Positive Nachrichten sind es ,die das Volk einlullt.
Zum Thema: Ein Bekannter von mir ist nach 9 monatigem Aufenhalt aus Portugal,das ja auch angeblich auf einem guten Weg ist,zurückgekehrt.
Die Normalbevölkerung dort verarmt immer mehr.
Die Autobahnen,so ab 40km von Lissabon schon fast leer. Wochenmärkte ,sie sind am verschwinden.
Für jeden Apfel oder verkaufte Tomate hat der Standbetreiber eine Quittung über eine elektronische
Kasse auszuhändigen. Auf Flohmärkten muss für jedes Stück das da verkauft wird,eine Quittung ausgestellt werden.Aufseher überwachen das. Diese schöne
neue Welt doch mal ein Thema in der ARD,wie dieser
guteWeg in der Realität denn so aussieht.

2. Französische Revolution .................?

@-Bernd 1 :

natürlich hat Hollande schon d.Mut , Agenda
10 durchzusetzen ,

leider ist es so in Frankreich , wenn das pas-
sieren würde, das dann eine 2. Französische
Revolution ausbrechen würde, d. ALLES bisher dagewesene i.d. Schatten stellen würde !
Merke: D. Franzosen sind latent revolutions-breit (das ist d. Gute a.d. Franzosen u. a.d. Sache an sich) .

Weil Hollande das weiß, läßt ER es einfach
bleiben, so einfach ist das ............

@tsleser

"Also war doch nicht alles schlecht was Merkel und Co beschlossen haben."
.
Wenn es stimmt, was User tanaka schreibt, dann haben Merkel und Co fleißig Schulden von Irland zur EZB verschoben, so dass Irland nun wieder gut da steht. An der Schuldensituation hat sich indes nicht viel geändert. Klingt nach erfolgreichen Tipps und Tricks. Ob sie schlecht sind? Ja, jetzt sind es auch unsere Schulden. In der Tat sehr wirkungsvoll. was Merkel und Co beschlossen haben.

@bernd1

Die Kausalitätsannahmen Agenda 2010="Deutschland geht es besser als anderen EU-Ländern"=Andere EU-LÄnder müssen das gleiche machen
ist nicht plausibel.
Es geht Spanien nicht deshalb schlecht, weil es keine Agenda 2010-Reform gemacht hat. Sozialhilfe gibt es da keine, ALG I beträgt 400 Euro, die Lohnstückkosten sind niedriger als in D, und soweit sie Industrie haben, arbeitet die effizient. Sie hatten halt nie viel Industrie, und als nach Euroeinführung die Investitionen von außén kamen, gingen die alle in die Immobilienblase.

Frankreich hat Probleme damit, seine Autos in seinen traditionellen Märkten abzusetzen, weil diese in der Krise sind. So hatte D 1999 wegen der Russlandkrise Probleme. Wir heben in D ein kl. Wachstum, weil große deutsche Autos auf dem Weltmarkt gefragt sind UND weil Merkel in der Krise keine Sparmaßnahmen gemacht hat, sondern im Gegenteil und weil wg. Marktirrationalität die Zinslast trotz hoher Schulden historisch niedrig ist.

Das ist Taktik zum Anfassen

jedoch nicht festzuhalten, denn der Weg bis zum Dezember ist weit und mit vielen Darlehensvertrags-Enden innerhalb der EU gepflastert.
Auch die Geldschein-Druckmaschinen der Banken stehen noch im Wege.
Für unsere Kanzlerin ist diese Meldung jedoch wie vom Himmel gesandt. Mit dieser Meldung wächst in ihr sicher die Hoffnung, wieder als Kanzelrin die nächste Regierungsperiode voll durchstehen zu können.

Fortsetzung

Bezahlt wird letzteres mit Inflation der Sparvermögen.
Es gibt keine einfachen Lösungen für die "Krisenländer". Europa wächst nicht mehr, alles Wachstum seit 1990 war mit Schulden erkauft. Dieses Grundproblem wird von allen geflissentlich ignoriert.

Wann wird das Geld zurückgezahlt?

Das wäre doch die eigentliche Frage: Wann wird dieses Geschäft auch finanziell ausgeglichen?
Ich will von so einer Meldung nicht wissen, ob jemand zuversichtlich ist und dazu freundlich lächelt, sondern wie es mit den harten Fakten aussieht.

Weder Ochs noch Esel

Den Finanzcrash in seinem Lauf,
halten weder Ochs,
noch Esel auf

An das Schneeballsystem wird einfach noch eine Verlängerungsrunde angehängt. Da kracht es dann eben etwas später und etwas lauter.

Die Staatsverschuldung ist von 47Mill. in 2007 auf 204Mill. 2013 gestiegen , allein im letzten Jahr um weitere 13Mill. Euro

Laßt uns..

Laß uns das Geld von den Konten holen !
Laß uns nur noch kaufen was unbedingt nötig ist !
Laß uns ohne Angst und frohen Mutes sein !

Gruß,
B.

Europäische Grundwerte

Sehr gut, liebe Iren.
Wir verzichten in Deutschland zwar auf Zinsen, um den angeschlagenen Partnerländern zu helfen. Aber neben Bürgschaften kostet es nicht wirklich unser Steuergeld. Weiter so.
Auch den anderen Krisenländern wird es nach und nach besser gehen. Als nächstes kommt wahrscheinlich Portugal und irgendwann sicher auch Griechenland. Festhalten am Euro und an europäischen Grundwerten zahlt sich eben aus.

@ 14:34 von tanaka

Sie schreiben:
"Die Kausalitätsannahmen Agenda 2010="Deutschland geht es besser als anderen EU-Ländern"=Andere EU-LÄnder müssen das gleiche machen
ist nicht plausibel."
*
Das hat ja auch niemand behauptet und so einfach ist die Welt ganz sicher nicht!
Aber für Frankreich würde es schon gelten. Das hat ja auch Hollande bereits bei der 150-Jahr-Feier der SPD selbst in seiner Rede gesagt.
Nur den Mut zur Umsetzung hat er leider nicht!
In anderen Ländern wie Spanien oder Portugal liegen die Probleme sicher anders, da stimme ich Ihnen zu.

Nicht systematisch schlechtreden

Der "Wahrheitsgehalt" dieser Meldung, hat für die betroffene irische Bevölkerung ungefähr so viel mit der Realität zu tun, wie ...

Ja, nur zu, immer nur die Erfolge kleinreden. Nur so kann man weiter auf den europäischen Gedanken eindreschen. Warum, das versteht schon längst niemand mehr.

Niedrige Zinsen, niedrige Inflation

@tanaka:
... und weil wg. Marktirrationalität die Zinslast trotz hoher Schulden historisch niedrig ist.

Ich finde den Markt überhaupt nicht irrational. Die EZB verfolgt einen klugen Kurs expansiver Geldpolitik mit niedrigen Eckzinsen und hat trotzdem die Inflation spielend im Griff. Besser kann man es vermutlich nicht hin kriegen.

Sonderfall Irland

Dass Irland ein Sonderfall werden und bald wieder die volle Souveränität zurückerlangen würde, war von Anfang an klar. Es ist zwar eine gute, aber keine wirklich überragende Nachricht. Wirklich überzeugt vom ESM wäre ich daher erst, wenn ein Staat wie Portugal den erfolgreichen Ausstieg vermelden würde. Und auch dann bestünde immer noch das Problem der aufgekauften EZB-Anleihen. Das ist im Prinzip nichts anderes als gedrucktes Geld, durch welches der Wert von Bargeld und Bankguthaben stark sinkt, und das kann nicht ewig so weitergehen, erst recht nicht unter einer konservativen Führung, die ja normalerweise Politik für spießbürgerliche Sparer macht. Das, was wir derzeit haben, ist Ausnahmezustand, und keiner weiß, wie es in Zukunft aussehen wird, wenn eines Tages der Normalzustand wieder eintritt.

Nach und nach wird zurück gezahlt

@Snoopy:
Wann wird das Geld zurückgezahlt?

Nach und nach. Die Rettungsschirm-Kredite an Irland haben ähnliche Laufzeiten, wie normale Staatsanleihen am offenen Markt. Wenn die Laufzeit zu Ende ist, werden sie fällig und zurück gezahlt.

@tanaka

"Dieses Grundproblem wird von allen geflissentlich ignoriert."
.
Da die Geldschöpfung über Kredit noch nie ein "Grundproblem" war (und es sich auch nicht "lösen" lässt), spielt es keine Rolle. Die Inflation liegt unter dem Ziel. Das Problem sind unrealistische Gewinnerwartungen durch abstrakte Finanzspielereien. Das Geld landet nicht mehr dort wo es dem Konsum (und damit auch der Investition) dient, sondern auf den Finanzmärkten. Wir haben eine Überproduktionskrise, weil wir global (und auch hier in Europa) mehr Güter bereit stellen können, als wir absetzen können.
.
Deswegen sind Sparprogramme genau die richtigen Brandbeschleunigungsmittel. Die verzweifelten Rettungsversuche sind lediglich dazu da, das zu verlängern. Griechenland ist das extremste Beispiel wo Realität und Erwartung aufeinanderprallen. Die "Erwartung" ist immer Wachstum WEIL sie die Programme umgesetzt haben. Aber es kommt kein echtes (und damit einzig relevantes) Wachstum. Das Prinzip ist aber überall das Gleiche.

@Bilderberger

Ich hole mein Geld nicht vom Konto, kaufe auch manchmal Unnötiges und bin trotzdem (oder gerade deshalb) sehr frohen Mutes.

Wirtschaftsdogmatismus hat noch niemanden glücklich gemacht.

@19ikarus43, tanaka, nana

Vielen Dank für Ihre faktenbasierte Gegenrede zur Tagesschau-Jubelmeldung.

So lange Rolf-Dieter Krause und Klaus-Rainer Jackisch, was die EU betrifft, bei der ARD das Sagen haben werden wir vor solch wirtschaftsliberalen bzw. marktradikalen Deutungen der Vorgänge nicht verschont bleiben.

Wie gut, daß es dieses Forum hier gibt.

Unser Erich

@Denkender:
Den Finanzcrash in seinem Lauf, halten weder Ochs, noch Esel auf

Der Spruch war in der Originalfassung schon Quatsch.

@ Bernd 1: Bei Wachstum Löhne drücken vernünftig?

Sie verniedlichen über den Umweg Irland als angebliche Erfolgsstory hier die Union als simple verfassungsschützende Ausbesserungsbrigade Schröderscher Gesetzesmängel.

FRA sitzt mal wieder auf enormen Handelsdefiziten und vglw. zu uns höheren Lohnstückkosten.

Schröder saß ab 1990 auf gewaltig wachsenden Handelsüberschüssen bei hoher Produktivität und BIP-Wachstum.

Sie können bei solcher positiver Wirtschaftslage (nicht wie in nicht abwertenden Defizitländern) keinen objektiven Grund nennen einen flächendeckenden Nieriglohnsektor auf- und Sozialleistungen bis Renten abzubauen.

@Nana:

Da die Geldschöpfung über Kredit noch nie ein "Grundproblem" war ...

Geld kann man nicht schöpfen. Wenn das ginge, würde ich auch gern mitmachen. Grins.

Wir haben eine Überproduktionskrise, weil wir global (und auch hier in Europa) mehr Güter bereit stellen können, als wir absetzen können.

Sollte das stimmen, wird es der Markt in ganz kurzer Zeit regeln.

@vanPaten

"Sie können bei solcher positiver Wirtschaftslage (nicht wie in nicht abwertenden Defizitländern) keinen objektiven Grund nennen einen flächendeckenden Nieriglohnsektor auf- und Sozialleistungen bis Renten abzubauen."
.
Ich möchte diesen Satz gerne unterstreichen.
.
@Forengedöns
.
"Sollte das stimmen, wird es der Markt in ganz kurzer Zeit regeln."
.
Das hast er auch immer getan - und zwar mit Rezession. Dies kann man im Kapitalismus für eine gewisse Zeit hinauszögern. Goldene 20er und Börsencrash war so ein Beispiel. Da die Gewinne aus der "Realwirtschaft" nicht weiter gereicht wurden schwemmte dies das Geld auf die Finanzmärkte. Die Geschichte ist bekannt. Wir haben heute eine sehr ähnliche Situation.
.
Und bei der Geldschöpfung können Sie nicht "mitmachen", sondern nur profitieren (zB indem Sie Anteilseigner einer Bank mit Banklizenz sind). Aber Sie können zumindest glauben, dass das Geld schon eine Quelle hat, wo es geschöpft wird.

@Forengedöns

Ich hole mein Geld nicht vom Konto, kaufe auch manchmal Unnötiges und bin trotzdem (oder gerade deshalb) sehr frohen Mutes.

Vielen Dank. Sie sprechen der großen Mehrheit der Deutschen aus der Seele.

@ 13. Oktober 2013 um 14:34 von tanaka: Irrational

Sie schreiben: "... weil wg. Marktirrationalität die Zinslast trotz hoher Schulden historisch niedrig ist."

Also ich halte das nicht für irrational.
Es gibt zur Zeit sehr viel Geld in den Finanzmärkten und die deutschen Regierungen haben bisher dafür gesorgt, dass das Vertrauen in Deutschland, Zins und Tilgung bedienen zu können, sehr hoch ist. Das hat mit der Schuldenhöhe nur bedingt zu tun und die Schuldenbremse in der Verfassung ist ein sehr gutes Argument für solides Haushalten.

Nicht jeder Finanzakteur kann sein Geld bei der Zentralbank zwischenlagern, von daher ist der sichere Hafen (deutsche Anleihen) eben begehrt. Und letztlich wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Allmählich komme ich mir vor,zeitversetzt

25 Jahre zurück Nachrichtenblatt,,Neues Deutschland"
alias Karl Eduard von Schnitzlers
,,Schwarzen Kanal.
Die Jubelmeldungen DDR zehntgrösster Industriestaat,wider zig tausend Wohnungen gebaut,usw kurz gesagt die Realitätsverweiger haben das grosse Sagen.
Die Realitäten sind,egal ob für Griechenland,Portugal, Irland,USA usw
die vorhandenen Geldmengen sind zig mal grösser,als die real vorhandenen Werte.
Diese Geldmengen suchen sich Anlagemöglichkeiten,die sich tatsächlich nur durch Zins und Zinseszins weiter vermehren.
Dieses Geld kehrt immer dahin zurück,vermehrt natürlich,wo es auch hergekommen ist.
Vergleich mit der DDR deshalb,weil unsere Medien meinen,der Normalo versteht die Zins- Zinseszinsrechnung sowieso nicht, und die
ecponentielle Funktion sind böhmische Wälder.
Sie sollten endlich einmal damit anzufangen zu zeigen ,wie unser Banken undWirtschaftssystem denn tatsächlich funktioniert.
Täuschen, tricksen ,tarnen funktioniert nicht auf Dauer. Sonst kommt Frankreich 1789.

Irgendwie

kann man das Gefühl nicht los werden,als ob man vorne das Haus gegen Einbrecher schützt und hinten ist die Balkontüre auf!Man muß doch nur Rechnen können,um zu wissen das das so genannte Sparprogamm immer noch eingehalten werden muß.Und was das heißt weiß man ja.

"Das Glück der Iren"

entpuppt sich auch hier als Pech.
.
Solange mit den legalen Steuertricks "double irish" und "dutch sandwich" die europäischen Steuergelder letztlich auf den niederländischen Antillen landen, werden die Konzerne wie Apple, Karstadt & Co natürlich weiterhin ein Büro in Irland unterhalten.
.
Die EU-Steuerharmonisierung ist verschoben, das kommt wohl billiger als eine Verlängerung des irischen Rettungspakets, also weiter so mit dem Niedrig-Steuer-Wettkamp in der EU?
Auch Portugal hat dies schon als "Lösung" seiner Probleme angedeutet.
.
Den Bürgern bleiben Sparhaushalte und Kürzungen, und die vergesellschafteten (quasi sozialisierten) Schulden der EZB, die per Glaubensdekret nicht Pleite gehen kann.

@Forengedöns

"Geld kann man nicht schöpfen. Wenn das ginge, würde ich auch gern mitmachen. Grins."
.
Sie negieren diesen existentiellen Mechanismus unseres Geldsystems schon seit einiger Zeit.
Bitte lesen Sie doch bei der Bundesbank dirket nach, wie Geld geschöpft wird:
.
(Deutsche Bundesbank)
http://tinyurl.com/pnpf3sd

Ein wenig VWL

@19ikarus43: Die Realitäten sind,egal ob für Griechenland,Portugal, Irland,USA usw die vorhandenen Geldmengen sind zig mal grösser,als die real vorhandenen Werte.

Die Geldmenge kann in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte.

Dieses Geld kehrt immer dahin zurück,vermehrt natürlich,wo es auch hergekommen ist.

Man kann Geld für Waren oder Dienstleistungen ausgeben, dann ist es weg. Wenn man es als Sparbetrag anlegt, dann ist es nur normal, dass es danach wieder zum Sparer zurück kommt. Hoffentlich.
Und um die Zinsen müssen Sie sich keine Sorgen machen, das regelt der Markt. In diesen Tagen leihen auch jede Menge Leute der BRD Geld mit Zinssatz Null. Wo ist das Problem?

Die Schulden müssen reduziert werden

@wega: ... Man muß doch nur Rechnen können,um zu wissen das das so genannte Sparprogamm immer noch eingehalten werden muß.Und was das heißt weiß man ja.

Schuldenabbau.
Aber dazu gibt es ja wohl keine Alternative.

Geldschöpfung

@Nana: Aber Sie können zumindest glauben, dass das Geld schon eine Quelle hat, wo es geschöpft wird.

Meinen Sie das Finanzamt?

@AlterSimpel

Welche Schulden der EZB meinen Sie?

@Nana: Überproduktionskrise und Finanzspielereien

Iralnd mit seinen ehemals zweistelligen Wachstumsraten zeigt deutlich, daß Wirtschaftswachstum in den falschen Bereichen einen trotzdem zum Pleitekandidaten machen kann.
.
Ich weiß nicht, ob man es eine "Überproduktionskrise" nennen kann, ich sehe nur eine hohe Arbeitslosenrate v.a. in Südeuropa und stelle gleichzeitig keinen Mangel an irgendeinem Wirtschaftsgut dort fest.
Was sollen diese Menschen produzieren, was es nicht schon zur Genüge gibt, und vor allem: wer soll es kaufen?
.
Sparprogramme scheinen mir auch der falsche Weg, aber sie bewirken zumindest eines:
Die Wertigkeit des Geldes bleibt dadurch erhalten, indem man wachsende Teile der Bevölkerung vom "Geldnachschub" abschneidet (indem man sie entlässt oder Renten kürzt, etc).
.
Das Problem, daß den hohen und ständig wachsenden Finanzvermögem kaum realer Wert gegenübersteht, wird also durch strukturelle Gewalt gelöst, pseudo-legitimiert durch angeblich alternativlose wirtschaftliche Notwendigkeiten.

Warum wird Irland wohl den Rettungsschirm verlassen,

weil es sowieso nichts mehr gibt.Weiterhin möchte man sicherlich nicht mehr gegängelt werden von den Euroländern und dem IWF.Ihren Bürgern setzen die Politiker trotzdem weitere harte Sparmaßnahmen vor.Den Banken und den weltweiten Unternehmen werden garantiert wenig Steuern garantiert,eine neue Steueroase.Wir sollten von unseren Politikern endlich die richtigen Antworten erhalten.Vor allem auch die Frage beantworten,wann wir hier nicht nur 0,6% Zinsen auf Tagesgelder erhalten.Billiges Geld,die Papierpresse läuft.Die Banken arbeiten mit den Spareinlagen der Bürger und spielen weiterhin Monopoly.Sparkassen drängen ihre Kunden aus alten Sparverträgen heraus.Der Sparkassenvorstand plädiert noch in der Richtung,wir müssen an das Wohl aller Kunden denken.Welcher Kunden,wer heute beginnt zu sparen,erhält kaum noch etwas dafür bzw. Millionen von Euro liegen bei Banken und Sparkassen als Spareinlage jeglicher Form,Tag für Tag kann damit weltweit gearbeitet werden,die Frage für was und für wen.

Was ist Wachstum wert?

Wenn die über 10 Jahre lang zweistellige Wachstumraten hatten, dann kann das doch nur heißen das es lediglich virtuelles Wachstum in Form von Bankengeld war? Jedenfalls nichts nachhaltiges mit echter Produktion / echten Gütern, sonst wäre nicht so ein harter Absturz gekommen ...

@Karsten Launisch

"Die Geldmenge kann in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte."
.
Auch Ihnen sei die Broschüre der Bundesbank empfohlen (link weiter oben).
Zitat daraus: "Die Geldmenge lässt sich nicht eindeutig definieren ".
.
Ihre Einschätzung wird auch widerlegt durch die Rettung der HRE: sie wäre nicht notwendig gewesen, wenn statt risikoreicher Wertpapiere reale Werte vorhanden gewesen wären.
Solche Papiere wurden aber letztlich als Sicherheiten akzeptiert - der Ausgangspunkt für die Krise.

17:41, Karsten Launisch

"Die Geldmenge kann in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte."

Jetzt bin ich aber wirklich beruhigt. Die real vorhandenen Werte werden also immer mehr, da ja die Geldmenge immer größer wird?

Dann reicht es ja, als Gradmesser des Wirtschaftswachstums einfach nur die Geldmenge zu nehmen und man braucht sich mit dem übrigen Gedöns wie dem BIP, was sowieso niemand versteht, gar nicht aufzuhalten.

Ich bin dann für ne ordentliche Inflation, denn die steigert ja, nach dem was ich gerade gelernt habe, die real vorhandenen Werte ganz ungemein.

Danke nochmal.

re Karsten Launisch

Nicht die reale Geldmenge übersteigt die Realwirtschaft um ein mehrfaches, sondern die dank Spekulation virtuellen und verbuchten aber "substanzlosen" Gelder. Leider können diese irrealen Kapitalflüsse dank Spekulation die Realwirtschaft gravierend schädigen. Und eine Zentralbank kann gezwungen sein, die Notenpresse in Betrieb zu nehmen. Dann steigt die tatsächliche Geldmenge und damit die Inflation.

17:43, Karsten Launisch

"Schuldenabbau.
Aber dazu gibt es ja wohl keine Alternative."

Das hieße dann gleichzeitig Vermögensabbau. Denn das Geld, das den Gläubigern zurückgezahlt wird, muß ja irgendwo hin. Bei einem umfassenden Schuldenabbau hieße das, daß die Anlagemöglichkeiten sich stark verringern würden. Was bleibt also? Unter's Bett legen? Da frißt es die Inflation. In Immobilien machen? Das treibt die Preise in ungeheure Höhen, und irgendwann platzt die Blase.
Spekulationsgüter kaufen, also Edelmetalle etc? Erzeugt wieder eine Blase, die irgendwann platzt. Warentermingeschäfte und Lebensmittelspekulation? Die Folgen sind jedem, der auch nur oberflächlich die Zeitung liest, bekannt.

Und bitte sagen Sie jetzt nicht "zur Bank bringen". Denn deren Geschäft ist es ja, das Geld zu verleihen, Folgen s.o.

Unser momentanes Wirtschafts- und Finanzsystem ist auf dem Zusammenspiel von Vermögen und Schulden aufgebaut, da können Sie nicht einfach eine der Säulen verkürzen. Das hätte schwerwiegende Folgen.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

@AlterSimpel:
Solche Papiere wurden aber letztlich als Sicherheiten akzeptiert - der Ausgangspunkt für die Krise.

Ja und? Ich sehe dabei nicht im mindesten einen Widerspruch zu meiner Aussage: Die Geldmenge kann in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte.

@fathaland slim

Der Schuldenabbau in den Industrieländern ist dringend geboten. Wenn überhaupt, dann wird er nur sehr langsam ablaufen. Ihre Ängste vor drohenden Verwerfungen halte ich für vollkommen übertrieben.

@AlterSimpel

"Ich weiß nicht, ob man es eine "Überproduktionskrise" nennen kann, ..."
.
Überproduktionskrise meint, wir könnten viel mehr herstellen, nur das rentiert sich nicht, weil die Menschen keine Kaufkraft haben. Die Kapazitätsauslastung Deutschlands stagniert, die Renditeerwartung ist gering. Sie haben das schon richtig erkannt, bis auf die die 43 Millionen Menschen die ohne Lebensmittelhilfe in Europa nicht mehr über die Runden kommen. Das Rote Kreuz hat zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg in GB Lebensmittel verteilen müssen. Auch in Griechenland droht der Hunger. Von "kein Mangel" kann also keine Rede sein.
.
Und weil der Finanzmarkt nunmal größere Rendite bei (offiziell) geringeren Risiko verspricht, gibt es eben für viele Menschen nicht die Möglichkeit an realen Wertschöpfugnsprozessen teilzunehmen. Wie dem auch sei: Die Gelder wandern in eine Spekulationsblase wie in den "goldenen Zwanzigern" auch.

@Karsten Launisch

Da haben sie aber das Finanzsystem noch nicht verstanden. So erhöht jeder Kredit, den man bei einer privaten Bank nimmt, die Geldmenge. Im Euroraum liegt die Mindestreserve, seit Herr Draghi das Ruder übernommen hat, nur noch bei einem Prozent. Das heißt im Klartext. Eine Bank benötigt lediglich einen Euro Bargeld um einen Kredit von 100 Euro aus dem Hut zaubern zu können. Willkommen in der Wirklichkeit!

Auf Kosten europäischer Steuereinnahmen erkauft !

Der irländische Premier versprach letzte Weihnachten 'hoch und heilig' vor Vertretern ausländischer Unternehmen den Steuersatz von 12 % zu belassen.

Die Steueroase Irland hat 'sich selbst geholfen'.
Von wegen !
Sondern auf Kosten anderer Volkswirtschaften.

Wenn Obama seine Finanzprobleme.....

nicht in den Griff bekommt, bzw. sinnbildlich wenn er niest dann hat Europa die Grippe. Die schnell laufende Notenpresse hilft auch nicht gegen die Misere.
Noch ist nicht aller Tage Abend denn der alte Goldman Sachs Freund Draghi hat noch viele Schuldpapiere, auch von den Iren aufgekauft, und im Januar kann es wieder Probleme geben.

@ Karsten Launisch

" Die Geldmenge kann in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte."

Warum? Das sollten Sie lieber nochmal überdenken. Was ist denn genau ein Wert und woher ermittelt der sich?

18:47, Karsten Launisch

" Ich sehe dabei nicht im mindesten einen Widerspruch zu meiner Aussage: Die Geldmenge kann in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte."

Liegt hier vielleicht ein sprachliches Mißverständnis vor? Ist Ihre Aussage vielleicht als Imperativ gemeint, also: " Die Geldmenge DARF in einer Volkswirtschaft nicht größer sein, als die real vorhandenen Werte."?

Leider hält sich der real existierende Kapitalismus aber nicht daran.....

@ fathaland slim um 15:22

Ich kann es kaum fassen. Sie kritisieren die Nachrichtenpolitik der ARD? Eine kritische Denkweise bei jedem einzelnen Forenteilnehmer kann ich nur begrüßen. Weiter so!

Darstellung: