Kommentare

Effizienzsteigerung

- in diesem Fall über Kostensenkung beim Einkauf - führt ganz klar dazu, dass am Ende der Kette wieder einige Normalbeschäftigungen in Leiharbeit oder Werkvertragsarbeit umgewandelt werden. Und dass Privatisierungen im Gesundheitswesen zu Qualitätssteigerungen geführt hätten, kann wohl nur ein Betriebswirtschaftler so sehen. Von 'blutiger Entlassung' und ähnlichem hat er wahrscheinlich nie gehört.

das tröstliche ist.....

...das auch junge BWL-er mal alt, klapprig und abhängig von guter gesundheits- und daseinsvorsorge werden.

das schlimme daran ist, das sie bis dahin alle zeit der welt haben, unsere welt kaputt zu privatisieren!

herr lass hirn regnen, auch für akademiker und politiker!!!

Keine Privatisierung im Gesundheitssektor!!

Alles Blödsinn! Sowas kann nur ein BWLer erzählen.
Der Gesundheitssektor gehört zu den Bereichen, die in staatlicher Hand sein müssen. Für ein Privates Unternehmen zählt nur Profit und Profitsteigerung.
Ganz krass gesprochen: Flächendeckende Gesundheit für alle widerspricht ihrem Unternehmensziel, da nur durch Krankheit verdient wird.

Herr Proffessor lebt wohl im Wolkenkuckucksheim

Wachstum und Effizienz ausschließlich für die Konzernspitze/Kapitaleigner. Die Mitarbeiter wurden bereits um 13,7 % reduziert, Wäschereien, Reinigungspersonal und Küchen ausgegliedert, die Mitarbeiter in diesen Bereichen überwiegend prekär beschäftigt, Krankenhäuser geschlossen. Effizienz und Qualität bei der Krankenversorgung/Nachsorge ist gesunken, dazu bedarf es keiner Studie. Ich selbst war mit einem Beinbruch und Kreuzbandabriss in der Klinik. Das Personal war hektisch im Laufschritt unterwegs. Hilfe auf dem Weg in die Dusche: Fehlanzeige. Es sei mir zuzumuten 6 Tage ohne Ganzkörperwäsche im Bett zu bleiben. Nach 6 Tagen nach Hause entlassen. Reha-Vorbereitung mit Ausnahme einer 20 minütigen Einführung auf Gehilfen: Fehlanzeige. Zu Hause mußte ich selbst sehen wie ich klarkomme. Die erste Krankengymnastik wurde mir 10 Wochen nach der OP verschrieben. Ergebnis: 17 Wochen AU. Hauptsache die Kasse Aktionäre stimmt, den volkswirtschaftlichen Schaden trägt die Allgemeinheit.

MRSA

In welchen Kliniken in NRW, hier insbesondere Duisburg, gab es vermehrt Fälle von MRSA-Ansteckungen?
Mir will der Klinikbetreiber nicht einfallen .., oder begann der Name etwa mit He....?

Aus unerfindlichen Gründen landete ein Großteil dieser Ansteckungsfälle nicht inder Landesstatistik.

@ Gorilla84

Sie haben Recht!
Weder für die Patienten noch für das Personal wird es besser.
Nur der Profit zählt.

Wissenschaftler?

Wissenschaft bedeutet, neues Wissen zu schaffen. Dies geht stets einher mit Gedankenfehlern der Vergangenheit. Beispiel: Die Erde dreht sich um die Sonne und nicht umgekehrt.
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Wenn bisher die These besteht, Privatisierung ist ein Vorteil für die Gesellschaft, muß doch die Aufgabe eines Wissenschaftlers darin bestehen, die Fehler in diesem Gedankenansatz zu suchen.
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So etwas nennt man Falsifizieren und dies ist der einzige Weg der Erkenntnis.
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Alles andere nennt man Dogmatismus oder Glauben oder auf gut deutsch Selbstbeweihräucherung.
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Ein Fakt ist doch, das man das Gleiche, was man in privaten Händen mit einem Zuschlag von Profit macht, auch ohne Profit, also öffentlich rechtlich machen könnte.
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So etwas lernt man im Rechenunterricht der 2. Schulklasse, wenn man das Abziehen von Zahlen lernt.
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Nur in die Schädel von Betriebswirten, Juristen und Politikern scheint dies nicht reinzugehen.
Vielleicht fehlen hier einige Neuronen, anders ist es nicht vernünftig zu erklären.

Pharmaunternehmen

Was mich wirklich wundert ist, dass sich keiner daran stößt, dass ein Pharmaunternehmen gleich eine ganze Krankenhauskette kauft. Mann stelle sich vor, dass Sanofi, Merck, Pfizer, Novatis eine Klinikkette kaufen.
Stellt sich denn wirklich keiner mal die Frage, ob diese Tatsache Einfluss auf das Verordnung von Medikamenten (Zytostatiker, Antibiotika, Analgetika, Infusionen, usw.) im Krankenhaus hat? Somit kann Fresenius seine eigenen Produkte direkt an den Patienten bringen. Und sie tun auch alles dafür, dass es keine Produktvielfalt gibt, denn kürzlich hat Fresenius seinen Wettbewerber BBraun ausgelistet.
Ein Aufschrei müsste eigentlich durch die Republik gehen.
Unfassbar, dass sich keiner daran stört.

Privatisierungen im Gesundheitswesen

machen Menschen zu Objekten, die wie Maschinen durch die Häuser geschleust werden.

Kann es sein, dass die Krankenhausinfektionen durch schlechte Hygiene wegen betriebswirtschaftlichem Kostendruck zu stande kommen?

Ich hoffe nur, dass jeder, der den Privatisierungen das Wort redet, im Ernstfall mal zu einem Doktor kommt, der schon eine 36-Stunden-Schicht hinter sich hat. Damit die auch mal die Konsequenzen ihrer Betriebswirtschaft kennen lernen....

Irren ist menschlich

Irren ist menschlich. Und auch Professoren sind Menschen.

Irren kann auch tödlich sein,

und auf jeden Fall ziemlich schmerzhaft. Ich zumindest weiß von Anästhesisten in privaten Kliniken, denen untersagt wurde, Anästhetika während einer OP nachzudosieren, obwohl der Patient unzweifelhaft unter starken Schmerzen litt. Alles zum Wohle des Aktionärs, leider auf Kosten der Patienten.

Ökonomisierungswahn

Wenn es nur um "Effizienzsteigerung" bzw. Kosteneinsparung durch einen vernichtenden Preiskampf für "Zulieferer" ginge, könnte man das ganze ja noch einigermassen entspannt betrachten. Es geht aber vielmehr um eine sublime Zersetzung ethischer Grundsätze und ärztlichen Selbstverständnisses. Die sinnvolle und eigentlich selbstverständliche Maxime eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen zum Wohl Kranker Menschen wird pervertiert hin zu einer Wertschöpfung aus gewinnorientierter Dienstleistung. Das System erzwingt Leistungssteigerungen zur Gewinnmaximierung mit seinen absurden Folgen. Es ist unbegreiflich, wie blauäugig politische Weichenstellungen erfolgten und erfolgen und wie überschaubar sich hier Widerstand formiert. Das Ende von Rhön habe ich schon vor 10 Jahren ziemlich exakt so prognostiziert, wie es jetzt gekommen ist. Was ich nicht sicher Vorhersagen kann, ob Fresenius in einigen Jahren von Apple übernommen wird oder ob es doch die Chinesen sein werden...

"Die Qualität leidet nicht"

O.K., ist erstmal 'ne griffige Überschrift.
Bald wird es dann so sein, dass die Diagnosen im Krankenhaus demnächst von den Verwaltungsmitarbeitern gestellt werden - wäre ökonomisch betrachtet doch viel günstiger.

Klingt natürlich absurd, wirft aber in Bezug auf das Interview die Frage auf, ob die Qualität einer medizinischen Einrichtung von einem BWL'er wirklich hinreichend bewertet werden kann?
Sein eigentliches Thema ist: "Konzerne müssen sich gegenseitig übernehmen, um Wachstum zu ermöglichen." Also, AG kauft AG, ein Kursfeuerwerk entsteht und die Aktionäre wollen Renditen sehen. Ob das nun Fußballvereine, Rüstungsfirmen oder wie in diesem Fall Kliniken sind, interessiert an der Börse nicht.

Und schließlich ist es auch ein Wortspiel. Qualität an für sich "leidet" nicht, sie kann sich höchstens verändern. Und das wird sie müssen, wenn sich die Gesundheitsversorgung der Philosophie börsennotierter Aktiengesellschaften anpassen muss.

@ Gorilla84

Zitat:
"Der Gesundheitssektor gehört zu den Bereichen, die in staatlicher Hand sein müssen. Für ein Privates Unternehmen zählt nur Profit und Profitsteigerung."

Damit ist eigentlich alles gesagt!

Menschenleben sind für diese Profitgeier Nebensache!
Der Patient ist eine Nummer die Geld bringt und Personal ist ersetzbar.

Es ist eines der größten Verbrechen dieser Regierung und aller Regierungen davor, die die Privatisierung des Gesundheitswesens erst ermöglicht haben!

Ein Lied dem ich zu 100% zustimme, so ist der Alltag in deutschen Kliniken und Pflegeheimen!
http://www.youtube.com/watch?v=McqrB6t33do

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