Kommentare

"Umstritten".... ?!

schafft es mal wieder in die Schlagzeile.

Fast alle Abgeordneten stimmen für das Gesetz (gleich was man davon hält) ... und draußen protestieren die Linken und Kommunisten.....

Die Rettung des EURO...

wird weiterhin ohne Rücksicht, und mit der Brechstange durchgeführt...!
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Immer wieder werden finanzielle Hilfen an Bedingungen gekoppelt, die diese Länder immer weiter in die Krise führen...!
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Problemlösungen werden durch Kaputtsparen dieser Länder mit Sicherheit keine dauerhafte Lösung sein...!
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Gebt doch bitte diesen Ländern ihre vernünftige Währung zurück. Seit Jahrhunderten lebten diese uralten Völker mit ihren jeweiligen Währungen ganz gut...!
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Durch diese Brechstangen- Politik wird Europa ganz sicher auseinanderfallen. Die Wut der Bürger gegenüber den Geberländern zeigt dies ganz deutlich...!
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Die Idee des gemeinsamen Europas ist prima, aber gekoppelt an eine Einheitswährung ist sie Gift für ein friedliches Europa...!
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(Nun werde ich mich wieder ducken, und die Schelte anderer User über mich ergehen lassen)...!?!

@ Dittsche

Nein, Sie müssen sich nicht ducken noch nicht mal den Kopf einziehen.
Sie haben vollkommen recht. Das einzige was mich bei Zypern stört ist, das der Wohlstand des Landes durch ein Niedrigsteuerparadies für Steuerasylanten, Zocker, Briefkastenfirmen und Schwarzgeldwäscher geschaffen war. Mit Wohlstand durch ehrliche Arbeit, ich meine Arbeit durch Leistung, wurde der Wohlstand nicht erzielt.
Eine gemeinsame Währung kann in meinen Augen nur bei einem Vereinten Europa funktionieren.
Das Vereinte Europa stellt das Haus und die gemeinsame Währung das Dach dar.
Wie kamen die Euroarchitekten nur auf die Idee, den Hausbau "Europa" mit dem Dach zu beginnen? Wahrscheinlich hatte der dachdecker gerade einen Termin frei.
So kann das nicht funktionieren, aber das wussten die Europatechnokraten ganz genau. Wäre seinerzeit klar gesagt worden, dass eine Transferunion für eine funktioniernde gemeinsame Währung erforderlich ist, hätte es heute keinen Euro gegeben.

mondfee: schöne Metapher

Das ist ein schönes Bild, dass Sie da beschreiben.
Und da nun niemand willig ist, das Haus unter dem bereits schief stehenden Dach zu bauen, wird es früher oder später zusammen brechen.
Das Haus wären einheitliche Steuern, gleiche gesetzliche Rahmenbedingungen, ähnliche Löhne und einheitliche Wirtschaftsbedinungen plus Transfers. Das Dach ist der Euro, der nur bei diesen Bedingungen funktioniert.
Bei der deutschen Wiedervereinigung konnte man das ja im Schnelldurchlauf sehen, was bei einer Währungseinheit passiert. Dort konnte die zunehmende Zerstörung der Wirtschaft nur durch Transfers ausgeglichen werden und die jungen Leute verließen die Region und wanderten gen Westen. In Europa läuft das langsamer, aber genauso ab.

@Trecker

Genauso ist es.
Das Problem ist, dass kein Eurostaat - auch Deutschlande nicht - Souverenität abgeben will. Tönte doch Hollande unlängst, er lasse sich von niemandem reinreden.
Ein einheitliches Steuersystem, gleiche gesetzliche Rahmenbedingungen sind unerlässlich wie ja gerade das Beispiel Zypern, ja und auch Irland gezeigt haben ist unerlässlich. Es kann nicht sein, dass sich die Staaten der Eurozone mit Niedrigsteuersätzen unterbieten und der "billigste" muss dann von den anderen "gerettet" werden.
Irgendwie erinnert mich das an die Baumarktkette Praktiker... nur da findet sich kein Retter und alle finden das in Ordnung.

@Dittsche

Nun das soll keine Schelte von mir werden,

allerdings muss man die Ganze Sache etwas differenzierter Betrachten.

Dieses seit Jahrhunderten mit ihrer alten Währung gut und zufrieden leben... naja naja.

Zu diesem "Leben" gehörte das regelmäßig der Staat pleite ging,
die Schulden auf null gesetzt wurden und die Länder Wirtschaftskrisen durchlitten.
(Daher auch heute noch das geringe Vertrauen in den Staat dort unten)

Der Euro ist nunmal leider ein Experiment, die erste Währung in der sich verschiedene Staaten freiwillig gemeinsam vereint haben, ohne das ein Land die anderen unterworfen und in die eigenen Regeln geknechtet hat.

Heute müssen alle Staaten des Euro lernen wie die Regeln lauten, und das sie sich daran zu halten haben. Das Problem ist es gibt keine Regeln in den Verträgen solche Länder rauszuschmeissen, die müssen freiwillig raus.

Und mal ehrlich, wenn die EU Zypern nicht stützen kann (seinen Wurmfortsatz), dann sind eh Hopfen und Schmalz verloren.

Umstritten... halt...

umstritten wohl nur deshalb, weil einige Abgeordnet ihren Einfluss auf das "Große Geschäft" und ihre persönlichen Einnahmequellen schwinden sahen. Letzendlich wurde einem Kompromiss zugestimmt - wie der aussieht wurde nicht berichtet - so kann man nur vermuten, dass die parlamentarischen Paten ihre Pfründe weitgehend behalten konnten - wie jubelten noch die irischen Banker: "Die blöden Deutschen zahlen's ja!"

@tobeorwhat

Welche Verdrehung der Tatsachen...
Nicht die Blöden Deutschen zahlen für irische Banken,
die angeschmierten Iren zahlen für Deutsche Banken.

Damals hatten (und haben wahrscheinlich heute noch) viele Deutsche Banken Töchter in Irland. Diese kamen wegen der faulen Hypothekenkredite in den USA in die Krise (günstige Steuern dort, wurde deshalb viel spekuliert).
Diese Banken wurden durch die Garantie des Irischen Staates vor dem Ruin gerettet. Das hat die Irische Staatsverschuldung explodieren lassen.
Hat aber das Geld der Deutschen Sparer in unseren Banken, die es an die Töchter zum vermehren (spekulieren) überwiesen hatte gerettet.

@Kopfschmerz11

Würden Sie mir eine Tochter einer deutschen Bank nennen, die durch eine Garantie des Irischen Staates vor dem Ruin gerettet wurde?

@Kopfschmerz11 13:55

Pleite gingen Staaten nur, wenn sie ihre Währung fest an eine andere Währung gekoppelt haben oder sie Schulden in anderen Währungen aufgenommen haben.
Solange Staaten nur in ihren eigenen Währungen Schulden machen haben sie auch kein Problem. Damit kann man dann eben auch keine negative Handelsbilanz dauerhaft finanzieren. Die Schulden Japans sind beispielsweise für das Land relativ unproblematisch.

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