Ihre Meinung zu: Islamisten terrorisieren koptische Christen in Ägypten

19. August 2013 - 0:42 Uhr

In der Regierungszeit von Präsident Mursi wurden die koptischen Christen in Ägypten zu Bürgern zweiter Klasse degradiert. Weil sie die Entmachtung des Muslimbruders unterstützen, werden sie nun von dessen Anhängern angegriffen.

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Kommentare

Erstaunlich,

daß diese Tatsache es bis zur ARD geschafft hat...

@JanS Das habe ich auch

@JanS
Das habe ich auch mitbekommen mit dem Fall Garbsen. Schockierend!

@ Thema
Wir Christen dürfen nicht mehr tatenlos zuschauen. Auch wir müssen uns wehren und unsere Kirchen und Familien schützen.
In Ägypten sowohl auch Syrien besteht die Bevölkerung aus 10% Christen..es ist nicht wenig.
Der Herr sei mit denen

Wo bleibt der öffentliche Aufschrei?

Hat der Westen denn tatsächlich geglaubt, dass es gut geht, wenn die Islamisten und Salafisten an die Macht kommen. M.E. aber wenn extremistische Gruppierungen einen eigenen Gottesstaat aufbauen möchten und die Scharia einführen, dann ist das Experiment Demokratie endgültig gescheitert. Wir haben schliesslich in unserer Geschichte auch Beispiele für extremistische Gruppierungen, die die Mehrheit hinter sich hatten. Die westlichen Regierungen, aber auch die westlichen Medien haben das Thema religiöse Minderheiten zu wenig Beachtung geschenkt. Wenn in Deutschland vergleichbares passieren würde, wäre ein bundesweiter Aufschrei die Folge. Bei den Kopten sieht man nur zu und rafft sich nicht mal mehr zu einer öffentlichen Protestnote durch. Doch auch die wenigen Kommentare hier zeigen, dass das Interesse in der deutschen Bevölkerung eher gering ist. Das wäre die Aufgabe der deutschen Medien diese Christenverfolgung auf die Tagesordnung zu bringen.

das diese angeblich

das diese angeblich unschuldige Christen den Militärputsch Massaker Unterstützen redet keiner von!!! in Syrien haben sehr viele Moscheen gebrannt, warum wurde nix davon berichtet??? nicht heuchlerisch berichten.

Warum wurde der muslimische

Warum wurde der muslimische Nachbar denn nicht gefragt? Wäre es denn nicht möglich, dass die Schlägertrupps des Militärs an der Arbeit waren? Und überhaupt, in den westlichen Medien scheinen diese Schlägertrupps vom Erdboden verschluckt zu sein.

@okay

Ach wissens, es gibt regelmäßig Interviews mit muslimischen Menschen in Krisenregionen.
Daß dabei ein aggresiv das Interview störender Christ angerannt kommt und eine Beendigung des interviews fordert, habe ich dabei allerdings noch nicht gesehen.
Es ist schon klar, daß jene Kommentatoren, die in anderen Threads so tun als seien die MB gemäßigte Durschnittsmuslime ohne fundamentalistische Attribute, Nachrichten wie diese entweder A: unfair finden, oder
B: als unwahr abtun.
-
Vor kurzem wurde von einigen hier noch behauptet die Schüsse vom Minarett der besetzten Moschee seien Lügen, dumm nur daß davon dann Fernsehaufnahmen zirkulierten...

doch, "okay", das steht ganz oben im Text

"...weil sie die Entmachtung... werden sie nun angegriffen."

Von Militärputsch kann man wohl kaum reden, denn die MB haben sich nicht an die demokratischen Regeln halten wollen und wurden deshalb entmachtet.

Wo sie gerade Syrien erwähnen: Die Zustände in Ägypten könnten bei vielen zu einem Umdenken in der Syrien-Frage führen. Vielleicht sind die Rebellen dort genau solche militanten Islamisten wie die MB? Vielleicht sind die sogar vom gleichen Club?

Dann sollte jede Art der Unterstützung nochmals überdacht werden...

Religionskrieg ?

Hier in Deutschland sollte Religosfreiheit einer der Menschenrechte sein, Christen wollen sich wehren gegen was ?
Ausserdem finde ich es sehr rückständing
und unmoralich anderen Ländern bei Religionskriegen/konflikten nach zuäffen.
Für Ägypten steht die Religonsfreiheit in Frage darum auch die Konflikte und Ängste in der Bevölkerung, daß eine Religionsgruppe rechtlich dort als Minderheit angesehen wird und weniger Rechte zugesprochen bekommt.
Natürlich auch angeheizt von Lobbisten/Extremisten die ihr Religion gerne als Saatsform sehen würden. Solche Länder brauchen einfach Menschenrechte wie Religionsfreiheit, Gleichheit u.s.w. außerdem sollte sich das Ausland nicht in deren Politik einmischen, was nur zu Misstrauen im Volk führt, es ist Ägyptens Revolution keine europäische, die nur endet wenn daraus etwas volksgewolltes entsteht.

Blutbäder an Muslimen keine Nachricht sind, erfährt man aus der Taz dazu "-Die Horrorszenen kurz nach Sonnenaufgang, die Anwohner des Kasernenvorplatzes auf Facebook gestellt haben, dagegen bekamen Ägyptens Zuschauer nicht zu sehen. Was vor anderthalb Jahren bei dem Armee-Massaker an koptischen Christen vor dem Maspero noch einen nationalen Schrei der Empörung auslöste, wird diesmal mit Achselzucken oder gar heimlicher Genugtuung quittiert. „Das Blutbad ist die Verantwortung der Muslimbrüder“,"
http://www.tagesspiegel.de/politik/medien-in-aegypten-nach-dem-putsch-wi...

Sehr aufschlußreich zur Christenverfolgung
in muslimischen Ländern und die Rolle die der Westens dabei spielt gewährt ein Interview mit dem Moskauer Metropoliten Ilarion im Deutschlandfunk
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/2207046/

DAS WAHRE GESICHT

Es steht außer Frage, dass die Maßnahmen des ägyptischen Militärs nicht in Ordnung sind. Nur sieht man auch im Gegensatz dazu das whre Gesicht der Muslim Bruderschaft.

Es ging nie darum, eine freie ägyptische Demokratie zu schaffen, sondern ausschließlich um die Schaffung eines islamischen Staates, in dem nur derjenige frei ist, welcher sich bedingungslos dem Islam unterwirft. Von Menschnerechten keine Spur.

02:52 von okay

Ein sehr schwacher Kommentar.
Schließlich und endlich waren es keine Christen, die diese Moscheen abbrannten, sondern Moslems, denen eine andere islamische Glaubensrichtung nicht genehm war. Und in Syrien ist Bürgerkrieg zwischen zwei verschiedenen islamistischen Gruppierungen - die eine vertritt die Staatsmacht, die andere nicht.
In Ägypten jedoch wurde von der Armee geputscht, um einen islamistischen Gottesstaat zu verhindern. Die Armee hatte zuvor ein Ultimatum gestellt. Sie hatte von der Mursi Regierung verlangt, sich mit ihren Gegnern zu treffen, vielleicht sogar Kompromisse zu schließen, als die "Bruderschaft" anfing, den Schafspelz abzulegen.
Das wurde von der "Bruderschaft" jedoch abgelehnt. Und die Bruderschaft will nichts anderes, als eine neue Wahl zu verhindern, denn die würde wahrscheinlich in einer deutlichen Abwahl enden. Um das zu verhindern, sind sie bereit zu brandschatzen und zu töten. Denn nun hat sie das Schafsfell unwiederbringlich verloren.

@Pucca

es gibt kein Ausland für Menschenrechte

@02:50 von Thunderstorm

Doch auch die wenigen Kommentare hier zeigen, dass das Interesse in der deutschen Bevölkerung eher gering ist.

Das liegt wohl an der eher unchristlichen Uhrzeit der Veröffentlichung.
Der Großteil mir bekannter Leute schläft um diese Uhrzeit.

die Wahrheit ist..

Ich verurteile Gewalt und ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass religiös motivierte Gewalt in irgendeiner Art und Weise anders zu bewerten ist.

Allerdings gibt es immer ein paar, sagen wir in ihrer Weltsicht eingeschränkten Menschen, auf ALLEN Seiten. Das dort Kirchen brennen hat ja nun offensichtlich auch politische Hintergründe.

Allerdings beschleicht mich in letzter Zeit zunehmend das Gefühl, dass es nur noch um "böse" Muslime gegen "gute" Christen geht.

Es gibt also nur "böse" Muslime, weil ein paar ewig gestrige Fanatiker Kirchen Andersgläubiger anzünden? Und ausgerechnet die Christen - also die Erfinder der Kreuzzüge und der Inquisition, stolze Besitzer eines eigenen Staates, einer eigenen Bank, Enthaltsamkeit predigend selbstverständlich- zeigen mit dem Finger auf andere und wollen es nicht kommen gesehen haben?

Entschuldigung, aber diese Schwarz-Weiss Denken erscheint mir irgendwie kontraproduktiv.

Religionsfreiheit kann nur

Religionsfreiheit kann nur gewährleistet sein, wenn die Religion, die die Mehrheit der Bevölkerung stellt, auch andere Religionen neben sich als gleichwertig ansieht und toleriert. Im Christentum ist das der Fall. Ein Blick auf die Landkarte und die Betrachtung der dortigen Zustände in den verschiedenen Ländern zeigt ganz klar, wo es an dieser Einstellung mangelt. Paradebeispiel Saudi-Arabien wo jetzt vom Staat der Blogger Raif Badawi zu sieben Jahren Haft und 600 Peitschenhieben verurteilt wurde weil er Christentum, Judentum und Islam als gleichwertig bezeichnete.

einfach ...

das Militär und die Religionen abschaffen und wir hätten Frieden auf der Welt.

Pogrom

Jetzt sind leider die Christen in Ägypten dran. Man stelle sich einmal vor welche Massendemonstrationen es gäb, wenn 60 Moscheen in Europa brennen würden. Die Christen in Ägypten sind dagagen hilflos und sehr friedlich. Jedoch brannten die Synagoge in Ägypten schon vor Jahren und auch hier schwieg die Welt.

Was ich vermisse, dass die Muslime sich weltweit gegen diese Gewalt aussprechen. Warum tun sie das nicht?

Die Christen in Ägypten hätten schon vor Jahren aufwachen sollen, als die ehemals 80.000 Juden vertrieben wurden und heute nur noch 100 in Ägypten leben.

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