Kommentare - Griechenlands Schuldenquote wächst und wächst

22. Juli 2013 - 12:00 Uhr

Schon jetzt hat Griechenland in der EU die mit Abstand größte Schuldenquote - und der Wert steigt weiter. Im vergangenen Quartal lag er bei 160 Prozent und damit deutlich höher als noch vor einem Jahr. Auch der Schuldenstand der Euro-Länder insgesamt wuchs.

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Kommentare

kein problem

bund und lander werden den banken zuhilfe springen. es gibt ja jetzt mehr steuereinahmen um weiterhin die gewinne (in form von zins u zinseszins) der banken zu sichern. alles prima. weiter so!

Guter Weg

Laut Schäuble ist doch Griechenland auf einem guten Weg. Einer lügt. Entweder Schäuble oder Eurostat.

kein Problem

Wenn die "es fleißt kein Euro, das sind nur Bürgschaften!" fällig werden, dann hat Deutschland auch den Schuldenstand der Nehmerländer.

Europa - In Armut vereint

Kein Wunder

Die verordnete Austerität entfaltet jetzt genau jene Wirkung, welche von Ökonomen vorausgesagt wurde. Allerdings jene Ökonomen die man in den Medien nur selten liest und fast nie zu Gesicht bekommt.

Schuldenquote wächst

Wenn mit den "Hilfsgeldern für Griechenlabd" tatsächlich die Banken der EU gestützt werden tja, dann muss die Schuldenqoute der Griechen ja wachsen.
Würde das Geld als Starthilfe für z.B. Touristik (das können die Griechen) oder sonstige sinnvolle Maßnahmen eingesetzt, und die Banken tragen das Risoko für ihre Zockerei selber, dann würde auch die Schuldenquote der Griechen sinken.
Genau solche sinnvolle Hilfsmaßnahmen sind aber nicht gewünscht.
Also wird weiterhin "Geld für Griechenland" sofort wieder an die Banken geleistet und die Griechen gucken unverändert in die Röhre.

Ein bisschen Basismathematik zeigt das Dilemma

Sowohl Guthaben als auch Schulden verändern sich mit der Zeit nach dem Zinseszinsgesetz, d.h. exponentiell. Damit werden im günstigsten Fall über kurz oder lang nur Griechenland, Portugal und Spanien unausweichlich Pleite gehen, im weniger günstigen schliessen sich dann Italien und Frankreich an und im ungünstigsten und wahrscheinlichsten kommt dann der Rest, was dem systemischen Zusammenbruch entspricht. Das wird nun mal der Gang der Dinge werden. Wir sollten uns lieber schon einmal Gedanken über den Tag danach machen. Mit Durchwursteln und optimistischen Sprüchen ist sicherlich bald Schluss.

Warum diese Negativdarstellung?

Dass der prozuentale Schuldenstand steigt wird ja kurz erklärt und war so ja auch von Anfang an bekannt / klar.
Massive Sparmaßnahmen führen nun mal zu einem schnelleren Rückgang der Wirtschaftsleistung (WL) als der Schulden. Prozentual!
Der tatsächliche Schuldenstand in EUR kann ja dennoch gesunken sein.
Nur jetzt schlägt die kapitalistische Falle zu: Eigentlich bräuchte man Geld um die WL zu steigern. Gibt es aber aufgrund der prozentual hohen Verschuldung nur sehr teuer oder gar nicht. Sparen würgt die WL ab und die Bedienung der Schulden wird schwieriger bis unmöglich.
Sparen bewirkt hier ja auch eine Senkung der Einnahmen. Usw. usf...
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Alles so gewollt?

Liebe Griechen, alles wird gut . . .

unser "noch" Finanzminister Herr Schäuble hat doch gerade noch gesagt, GR sei auf einem guten Kurs; liebe Griechen, glaubt ihm doch einfach genauso, wie wir ihm glauben sollen.
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Zur Not bringen unsere Steuerzahler auch nochmal ein paar Milliarden auf, damit Versicherungen und Banken als Grossinvestoren keinen Schuldenschnitt hinnehmen müssen. Unsere Kanzlerin hat ja gerade noch gesagt, wie gefährlich sowas ist.
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Bevor das Grosskapital ein bisschen blutet, was sogar steuerlich absetzbar wäre, lässt unere Regierungschefin lieber jeden Bürger und Wähler nochmal mit ein paar Litern zur Ader.

Warum soll es auch sinken ?

Ein Land das nur auf Gelder wartet das es wieder ausgeben kann kann sicherlich nicht aus den Schulden kommen.
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Wollen denn das die Griechen übrhaupt? Aus den Schulden kommen ? Für mich sieht es nicht so aus, denn man wartet ja nur auf neue Gelder und Finanzhilfen abr selber unternehmen tut man nichts. Nur das geforderte, so wie ein kleines beleidigtes Kind.
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Aber der Sommer ist ja noch lang genug und es gibt ja immer noch die EU-Subvention wenn ein Olivenhain abbrennt.....

Es wird Zeit, dass die EU insgesamt erkennt, dass

Griechenland schon lange nicht mehr schuldentragfähig ist. Auf Grund der anhaltenden Rezession wird das Land aus eigener Kraft auch nicht wieder hoch kommen.
Mit zunehmender Wut habe ich heute hier in der ARD Mediathek einen Bericht über die korrupten großen Parteien gesehen. Sehr zu empfehlen. Es geht in diesem bericht um die Methoden wie sich die Nea Demokratia und die Passok Kredite bei den Banken ergaunert hat. Als Staatsanwälte ermittelten wurde eben mal schnell das Gesetz geändert - und zwar rückwirkend.
Der politische Saustall gehört ausgemistet. So wird das Land nie aus der Krise kommen.

"Die griechische Schuldenquote wird größer. "

Sowas aber auch, das wird doch nicht etwa an dem mörderischen Zinseszinssystem liegen? Bin gespannt, wann der Vampirkapitalismus endlich gegen die Wand fährt...

griechenland

ist gefangen in einer spirale, die das land immer tiefer in den abgrund zieht und mit ihm diejenigen, die im grunde gar nichts dafür können.
ich bezweifle, dass es jemals aufwärts gehen wird, zumindest nicht so, wie uns dass ein herr schäuble, eine frau merkel und die troika immer wieder aufgetischt haben, damit wir auch fleissig abnicken, wenn wieder mal milliardenschwere "hilfspakete" geschnürt werden. die sind ja auch angekommen, aber eben nicht da, wo sie hinsollten. ich bin es zwar leid, dass immer wieder zu betonen, aber lediglich die maroden banken und ihre geldgeilen manager haben profitiert, inkl. der gekauften politiker.

hätte man nicht so weise sein und von anfang an diesen schrecken beenden können? all das fällt über kurz oder lang auf die deutschen steuerzahler zurück, wenn das geld futsch ist...und das ist absehbar. danke fr. merkel, danke hr. schäuble, danke ihr bankentreuen entscheidungsträger in der EU!

Etwas mehr Fokus

auf den Sachverhalt, daß nicht steigende Schulden diesen Effekt verursachen, sondern die rapide sinkende Wirtschaftsleistung. Und das ist das direkte Ergebnis der Troika-Spar-Politik! Das Ziel 2020 auf 120% ist unter diesen Umständen völlig utopisch, das Land wird unter diesen Umständen weit vorher nicht mehr existieren können. Die Troika hat jemanden der am Abgrund stand dort hinab gestoßen. Und der klammert sich jetzt bei ihnen am Bein fest. Nur blöd: wir stehen nicht mehr oben, sondern fallen bereits alle! Griechenland jetzt loszulassen bringt nichts mehr.

Nach gängiger Meinung

Das ist auch so eine wachsweiche Formulierung. Ich hätte mehr erwartet. Japan hat über 200% Schulden und kann sich immer noch finanzieren, da die Staatspapiere hauptsächlich von den Japanern selbst gekauft wurden. Hier ist sehr viel Psychologie im Spiel.

Dazu kommt noch die "nach gängiger Meinung" bestehende Obergrenze von 6% Zinsen auf Staatspapiere. Das wird für alle Länder gerne als gerade noch finanzierbare Obergrenze angegeben. Wenn man sich allerdings die Zinsen auf Staatsanleihen der letzten Jahrzehnte anschaut sieht man, dass z.B. Italien in den 10 Jahren vor Einführung des Euros im Mittel über 10% gezahlt hat - und das trotz des tw. gleichen Schuldenstandes.

Diese 6% sind auch wieder eine solche Stadtlegende die irgendwo her kam und dann solange wiederholt wurde bis es gängige Meinung war. Die Wahrheit und Richtigkeit von Aussagen wird nicht durch Mehrheitsglauben festgelgt sondern ergibt sich nach anderen Kriterien.

Zu kurzfristig gedacht

Wundert es tatsächlich irgendeinen dass es mit diesem Land, in dem sich viele schon keine ausreichende medizinische Versorgung mehr leisten können wirtschaftlich bergab geht ?
Anstatt einen langfristigen Plan gemeinsam mit den Griechen zu erarbeiten, bei dem eben genau dieser Effekt berücksichtigt wird will man kurzfristig die Gläubiger zufriedenstellen.
Wenn wir schon zu denen gehören die viel zahlen sollten wir auch darauf achten wo und wie das Geld gespart bzw ausgegeben wird, so sollte Europa auch in der Lage sein Mindeststandards zu definieren die jedem Europäer zustehen, zu denen sollte zumindest ausreichend Nahrung, medizinische Grundversorgung und Bildung gehören.
Es ist ja nicht so dass es an irgendetwas mangeln würde, Europa ist durchaus reich genug, es ist einfach schlecht verteilt, statt aber dort zu schauen wo sich das Kapital sammelt schaut man in die anderen Länder, vermutet dort Reichtum der einem selber zustehen würde.
Dabei sollte der Blick lieber nach oben gehen.

"Griechische Schuldenquote wächst"

Mehr muss zur Austeritätspolitik nicht gesagt werden. Man hat hier alle Fakten die man braucht.
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Ich weiß, viele warten in ferner Zukunft auf das gelobte Land. Irgendwann wird es kommen, irgendwann. Und wenn sich dann der Kollaps anbahnt, sagt man, dass eh nicht richtig gespart wurde, obwohl fast immer alles umgesetzt wurde.
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Man wird alles an den Haaren herbei ziehen, damit man sich nicht eingestehen muss, dass die schwäbische Hausfrau nichts von Volkswirtschaften besteht.
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Das hier ist ach nett:
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"Erst bei 120 Prozent kann sich ein Land nach gängiger Meinung wieder selbst an den Kapitalmärkten langfristig refinanzieren."
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Nach der Katastrophe im März, als Reinhart und Rogoffs "goldene Schuldenregel" sich in Nichts auflöste, setzen wir einfach neue Regeln. Die haben zwar keinen kausalen Zusammenhang, aber was macht das schon?
Wie viele dieser Regeln müssen noch an der Realität scheitern, bevor man sich eingesteht, dass dies nichts mit Wissenschaft zu tun hat?

Konkursverschleppung

Griechenland ist bankrott, und zwar schon lange. Was seit Monaten oder besser gesagt seit Jahren passiert, ist Konkursverschleppung, was im Normalfall strafbar ist. Bei einem Konkurs verlieren Bankrotteur (noch vorhandene Sicherheiten und Zugang zu Krediten) und Gläubiger (Forderungen).
Nur dumm, daß die Gläubiger inzwischen zu einem großen Teil europäische Steuerzahler sind.

Ein Bankrotteur kann übrigens kein Geld mehr ausgeben, weil er keins mehr hat, und vorher hat er bereits mehr ausgegeben als er hatte, sonst wäre er ja nicht bankrott. Das heißt, Griechenland geht es derzeit schlecht, weil es in früheren Jahren dramatisch über seine eigenen Verhältnisse lebte (nicht jeder Grieche, aber das Land als ganzes). Das ist eine Binsenweisheit und hat mit Zinsen erstmal nichts zu tun.

Offenbar kommt Griechenland, wie die anderen südeuropäischen Lander, mit einer starken Währung nicht zurecht. Einzige Lösung: Schuldenschnitt und Euroaustritt.

@Elefant

"Sowohl Guthaben als auch Schulden verändern sich mit der Zeit nach dem Zinseszinsgesetz, d.h. exponentiell. Damit werden im günstigsten Fall über kurz oder lang nur Griechenland, Portugal und Spanien unausweichlich Pleite gehen, im weniger günstigen schliessen sich dann Italien und Frankreich an und im ungünstigsten und wahrscheinlichsten kommt dann der Rest"

Das stimmt nicht, können Sie ganz einfach am Beispiel Deutschlands selber nachrechnen. Da die Zinsen nicht auf die Schulden aufgeschlagen, sondern bezahlt werden, fallen darauf auch keine weiteren Zinsen an. Sobald Zinsen nicht mehr gezahlt werden können ist das die Staatspleite. Damit werden Schulden gelöscht und es gibt einen Neuanfang. Bei langlaufenden Krediten ist das kein Problem, denn da hat sich der Kreditgeber längst refinanziert und die eigentliche Summe abgeschrieben...

@claireannelage

Leider können wir den Griechen nicht sagen wo und wie Geld ausgegeben bzw. gespart werden soll. Griechenland ist ein suveräner Staat - auch wenn es restlos Pleite ist.
Die großen Regierungsparteien sind korrupt und haben leider das sagen und waren die Wunschpartner von Merkel & Co. Leider hatte das Volk nicht den Mut anders zu wählen. Aber das ist bei uns in Deutschland nicht anders. Seit Beginn der "Griechenlandrettung" war klar, dass nur die Forderungen der Hochfinanz gerettet werden, aber dem deutschen Michel erzählte man anderes. Die Hochfinanz zieht längst die Fäden der Politik - in meinen Augen auch eine Form von Korruption.

Fass ohne Boden

Die Politik muss endlich Vernunft annehmen und sich aus dem Würgegriff der Banken und Fonds befreien. Griechenland muss aus dem Euro-Währungsraum austreten.

Sonst zahlen wir über Jahre und Jahrzehnte (sofern wir selber nicht pleite gehen) und dem griechischen Volk wird es trotzdem nicht besser gehen. Griechenland ist einfach überschuldet und hat eine zu geringe Steuerehrlichkeit, da hilft alles zubuttern nichts mehr.

Experten am Werk!

Scheint ja richtig gut zu laufen, der euphemistisch neo-liberal genannte Sparkurs. So bekommt ihr bestimmt auch den Rest der Infrastruktur noch klein! Der Kapitalakkumulation jedenfalls scheints nicht zu schaden. Also alles richtig gemacht!

Zum Glück muss Griechenland sparen,

sonst wäre der Schuldenstand vielleicht schon über 200% des BIP.
Durch weniger Sparen gäbe es mehr Arbeitsplätze und dadurch mehr Steuereinnahmen und somit weniger Schulden mag manch Linker einwenden.
Nein, weil die Mehrzahl der abgebauten Arbeitsplätze Staatsposten sind, die nicht an der Wertschöpfung beteiligt sind. Selbst als mögliche Konsumenten haben sie kein Gewicht, denn die Griechen kaufen überwiegend ausländische Produkte, was ja der Grund des Handelsbilanzdefizits war.
Der beschrittene Weg ist richtig! Den aufgeblähten Staatsapparat verschlanken damit in Zukunft überhaupt die Chance entsteht, dass der Staat Geld für Investitionen hat. Bürokratie abbauen und Arbeitsmarkt flexibilisieren damit Startups eine Chance haben. Unternehmen fördern, damit Arbeitsplätze an der richtigen Stelle entstehen. Kredite von der KfW z.B. sind Unterstützung, die auch was bringt.

Schuldenwachstum > Wirtschaftswachstum = ??

Da sind die Euroländer nun mit 92% ihre BIP bei Banken verschuldet, macht fast 9 Bio € ohne Banken, Unternehmen und Bürger mit etwa noch einmal soviel.
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In der verordneten Rezession steigt die allgemeine Kreditausfallquote.
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Das bisschen ESM soll es richten?
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Draghi nimmt nun für den Dauerumschuldemechnismus schon jedes toxische Ramschpapier, damit der Finanzsektor erst später massenhafte Pleiten erzeugt und die Bürger und Mittelstandsunternehmen werden gleich noch unter seiner Kontenkontrolle mit geschröpft.
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Wenn DE die 9 Bio € Schulden als letzter Mohikanerbürge in 20 Jahren bezahlen will, braucht es 450 Mrd. € mehr BIP nur dafür, also etwa +17%. Bei 50% Staatsquote am BIP also +34% Staatsquote an Steuern und Abgaben, die die Regierung reinholen und/oder einsparen müsste.
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Dürfte beides nicht gehen und für Pleiteländer ohne Investitionen ohnehin nicht.
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Bliebe nur die Hyperinflation mit Währungsreform oder ein Schuldenschnitt.
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Die Politik übt schon alle drei Wege.

Schuldenstand und

Schuldenstand und Schuldenquote werden hier vermischt.

Und dafür

gabs Lob von Schäuble? Man muss schon blind sein, um noch Hoffnung darauf zu haben, dass Griechenland ohne einen weiteren Schuldenschnitt aus der Krise rauskommt. Und dann gehen dank der unverantwortlichen Politik der Regierung Merkel deutsche Steuermilliarden flöten - und das für absolut nichts.

Ein lustig Wortspiel!

Milliardenhilfen!
Sein wir doch mal ehrlich! Diese "Hilfen" sind nichts anderes als Kredite. Für die gibts dann Milliardengewinne, nur halt nich für die Griechen.

Ich würde mich nie von meiner Bank dazu zwingen lassen, Kredite auf zu nehmen, um aus der Insolvenz zu kommen.(Würde auch keine Bank machen, aber ein Land kann man über Generationen ausbluten lassen, mich nich.)
Also ich empfinde diesen Begriff als Unverschämtheit, da suggeriert wird, es würde den Griechen geholfen, dabei findet das Gegenteil statt!Warum wird unser Steuergeld zu 1% von der EZB an die Privatbanken verliehen, die es dann zum x fachen an die Griechen verleihen? Mit 1% fangen wir nich mal die Inflation ab! Wenn wir schon unsere Moral über Bord werfen, sollte es wenigstens was dafür geben!

Unser nationales Verhalten weicht leider immer mehr von den Werten und Normen ab, an die ich glaube. Wir nehemen Jemanden aus, der sich nicht mehr wehren kann. Dies im Namen meines Landes, beschmutzt auch meinen Namen!

@ 13:36 von Serpens

Die Fehlfunktion des Euro hat glücklicherweise nichts mit Links-Rechts-Lagerdenken zu tun. Und genau hier liegt das Problem. Seit Euroeinführung geht alles den Bach runter im Süden.
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Und ehemalige Konkurrenten, beispielsweise die Türkei mit ihrer weichen Lira, kommen aus iher Boomeuphorie nicht mehr raus! Woran das wohl liegt?

Schulden, Zinsen, Immobilien und Aktien

Anhand der Statistiken und der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ist es in Deutschland so, dass die privaten Haushalte insgesamt sparen, die Unternehmen sparen ebenfalls in der Summe und jetzt will der Staat noch sparen. Da aber keiner Kredite aufnimmt und damit keiner Rendite zahlt, bleibt ja nur noch übrig, Aktien und Immobilien oder ausländische, eben auch griechische Anleihen zu kaufen, am besten, wenn sie durch Steuerzahlerbürgschaften abgesichert werden.
Es ist also absolut folgerichtig dass dann DAX und Immobilienpreise in Deutschland steigen müssen und ausländische Finanz-Produkte erworben werden müssen, wenn überhaupt noch ein Zins für die Einlagen generiert werden soll.
Generell würde der Markt das Problem über Banken-Pleiten lösen, bei denen wieder Geld aus dem Kreislauf verschwindet. Wenn wir das verhindern, blasen wir diese Märkte weiter auf.

@Serpens

"Nein, weil die Mehrzahl der abgebauten Arbeitsplätze Staatsposten sind, die nicht an der Wertschöpfung beteiligt sind."

Erzählen, sie mal: Was hat denn ein Richter eine Wertschöpfung? Wohl kaum einen Unmittelbaren. Das Meiste, was der Staat tut, trägt nicht unmittelbar zur Wertschöpfung bei. Das ist auch nicht seine Aufgabe. Seine Aufgabe ist es Regeln und Normen festzusetzen, in der sich u.a. eine Wirtschaft entfalten kann.

Die Investitionen sind toll, nur jeder Endverbraucher der sein Gehalt in den Laden bringt, investiert quasi. Wenn es keine Märkte gibt gibt es keinen Raum für Investitionen. Nur Münchhausen hat sich am eigenem Schopf aus dem Schlamassel befreit. Ein Land ist nunmal kein Betrieb.

Und es sind nicht nur die Linken die das bemerkt haben. Sondern alle Ökonomen die in der Austeritätspolitik aus der Geschichte gelernt haben. Austeritätspolitk ist Schuldenpolitik. Das ist historischer Fakt. Und die endet erst wenn die Austeritätspolitik auch endet.

Japan und die USA ... @ 13:00 von gero42

"Japan hat über 200% Schulden und kann sich immer noch finanzieren, da die Staatspapiere hauptsächlich von den Japanern selbst gekauft wurden. Hier ist sehr viel Psychologie im Spiel."
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Wussten Sie, dass die japanische Notenbank monatlich umgerechnet 60 Milliarden inflationsgenerierende US-Dollar in den Aufkauf japanischer Staatsanleihen steckt? Und wussten Sie, dass die US-Notenbank monatlich 85 MIlliarden Dollar in US-Anleihen- und Hypothekenpapier-Aufkäufte steckt?
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Japan:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-04/
japan-notenbank-geldpolitik
.
USA:
http://www.welt.de/finanzen/
article117294951/US-Notenbank-
erschuettert-die-Finanzmaerkte.html

@Serpens

"Der beschrittene Weg ist richtig! Den aufgeblähten Staatsapparat verschlanken damit in Zukunft überhaupt die Chance entsteht, dass der Staat Geld für Investitionen hat. "

vor drei jahren ca. wäre der weg der richtige gewesen, aber auch nur dann, wenn die griechische politik ein ernsthaftes interesse daran gehabt hätte, sich endlich mal den multis im eignen land anzunehmen, die steuern in einer grössenordnung hinterzogen und -ziehen, dass alleine schon durch deren zahlung griechenland wieder auf die füsse kommen würde. was jetzt kommt ist ein sterben auf raten, die sterbehilfe werden wir in absehbarer zeit bezahlen. soviel zur "weitsicht" politiker in der EU.

ich wünsche es den griechen wirklich von herzen, dass sie sich wieder berappeln. aber hoffnung habe ich keine (mehr)!

Nana: Austeritätspolitik

Und es sind nicht nur die Linken die das bemerkt haben. Sondern alle Ökonomen die in der Austeritätspolitik aus der Geschichte gelernt haben. Austeritätspolitk ist Schuldenpolitik. Das ist historischer Fakt. Und die endet erst wenn die Austeritätspolitik auch endet.
Absolut richtig, das lese ich in so jedem ökonomischen Buch, das ich in letzter Zeit in der Hand hatte aber auch in historischen und politischen Analysen, denn an Austeritätspolitik scheitern Regierungen, werden Extreme gewählt und in der Vergangenheit führte das auch zu Kriegen, auch oder gerade in Deutschland.
Sind unsere Politiker heute so unwissend? Haben sie keine Geschichte studiert oder haben sie zu viel Angst vor den Alternativen?
Fakt ist, man kann nicht lange gegen ökonomische Gesetze verstoßen und das merken wir jetzt und irgendwann wird sich die Wahrheit durchsetzen, wie immer in der Geschichte.

@Dark Chaos

Das Lob von Schäuble ist doch nur dem Wahlkampf geschuldet. Alles plumpe Durchhalteparolen. Der Schuldenschnitt für Griechenland wird kommen, weil er unausweichlich ist. Natürlich erst nach der Wahl. Oder glauben Sie im Ernst, dass unsere "beste" Regierung uns vor der Wahl die Wahrheit sagt? Der Schuldenschnitt Nr. 2 geht voll zu Lasten der europäischen Steuerzahler. Nach der Wahl werden so einige Unionsgetreue aufwachen. Aber auch die "beste" Opposition hat kläglich versagt. Merkels Politik wurde brav abgenickt. Lediglich die Linken betrieben Oppositionspolitik.
Dank unserer "besten" Regierung und der unfähigen Opposition aus SPD und Grünen konnte die Hochfinanz das Risiko des "Griechenlandgeschäftes" bei den Steuerzahlern abladen.

@Mondfee

Ich stimme zu! Jedes Land muss seine Finanzen selbst in den Griff bekommen.

Das Problem wird aber wohl erst gelöst, wenn sich allgemein Durchsetzt das man nur das Ausgeben kann was man verdient! Im kleinen wie im großem!

Rechnen ist halt nicht jedem gegeben

Wenn es um Prozentrechnung geht, scheinen ja die meisten hier im Blog so ihre Probleme zu haben. Zusammen mit der pessimistischen Grundhaltung und einer unverständlichen Gläubigkeit gegenüber Medien, die der Opposition nahe stehen, kommen dann solche Kommentare zustande, wie oben viele zu lesen sind.
Bei der o. a. Quote sind immer zwei beteiligt: der aktuelle Schuldenstand und das BIP. Die Quote steigt, wenn entweder die Schulden steigen oder - und das wird leicht übersehen, obwohl es hier der Fall ist - wenn das BIP sinkt.
Und da die griechische Regierung immerhin ein bisschen spart, wenn auch für meinen Geschmack an der falschen Stelle (Rente), sinkt natürlich das BIP, was ja nicht immer einen bedrohlichen Hintergrund haben muss. Wenn in Deutschland die Kosten für Beseitigung von Umweltschäden oder von Krankheiten wegen nachhaltigerer gesünderer Produktion und Lebensführung abnähmen, würde bei uns auch das BIP deutlich sinken und die Schuldenquote von jetzt 80% deutlich steigen.

@ 14:10 von Schalk01

Auch an Sie der Hinweis, wie Japan und die USA ihren "soliden Staatshaushalt" in den Griff bekommen:
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Wussten Sie, dass die japanische Notenbank monatlich umgerechnet 60 Milliarden inflationsgenerierende US-Dollar in den Aufkauf japanischer Staatsanleihen steckt? Und wussten Sie, dass die US-Notenbank monatlich 85 MIlliarden Dollar in US-Anleihen- und Hypothekenpapier-Aufkäufte steckt?
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Japan:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-04/
japan-notenbank-geldpolitik
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USA:
http://www.welt.de/finanzen/
article117294951/US-Notenbank-
erschuettert-die-Finanzmaerkte.html
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Wenn Griechenland abwerten könnte und, wie die Türkei, eine angemessen weiche Währung hätte, könnte es sich erholen. Sein Preis-Leistungs-Verhältnis korrigieren. Der Euro hindert Griechenland daran. Dort verdient ein normaler Angestellter heute schon weniger als hier ein Hartz 4-Empfänger

An die Austeritätskritiker

Es geht nicht beides: Das Sparen einstellen und eine starke Währung (die der Euro derzeit noch ist) haben wollen. Normalerweise haben Länder mit dem Hang zum Geldausgeben (bzw. Geldverschleudern) eine schwache Währung. Wenn sie eine starke Währung haben wollen, müssen sie sparen. Starke Währung und über die Maßen Geld ausgeben geht nicht, denn irgendwoher muß ja das ausgegebene Geld kommen. Es kommt entweder daher, daß man höchstens soviel Geld ausgibt, wie man einnimmt (Austerität -> starke Währung), oder indem man das Geld einfach druckt (Inflation -> schwache Währung). Deutschland und andere nordeuropäischen Länder bemühen sich zumindest, den ersten Weg zugehen, die südeuropäischen mögen offenbar eher den zweiten. Das kann natürlich nicht gutgehen. Ergebnis: Für die südeuropäischen Länder ist der Euro zu stark, für die nordeuropäischen zu schwach.

Betrügerische Konkursverschleppung

müsste es hier eigentlich heißen. Dass Schäuble die Griechen lobt, ist, politisch gesehen, trotzdem verständlich. Das Land hat immerhin einen leidvollen Weg eingeschlagen. Negativaussagen eines deutschen Politikers würden in Griechenland nur Ängste auslösen.
Klar sind bei der Quote BIP und Schuldenstand berücksichtigt. Allerdings bedeutet ein sinkendes BIP weniger Steuereinnahmen und damit einen rein auf Sparprogrammen ausgelegten Schuldenabbau, der wiederum zu Konkursen, Arbeitslosigkeit und zu einem weiter sinkenden BIP führt - ein echter Teufelskreis.
So langsam glaube ich, dass ein Staatsbankrott vor Jahren die beste Lösung gewesen wäre. Es muss einen Exit aus dem Euro geben können, wenn ein Land nicht auf Euro-Niveau mithalten kann.
Woher sollen denn auch die neuen florierenden Wirtschaftszweige in Griechenland kommen - etwa durch ein neues Silicon Valley oder ein Finanzzentrum? Ich hoffe für die Griechen, dass sie Resourcen wie Ölvirkommen entdecken.

@ 14:35 von M_ichael

"Geld einfach druckt (Inflation -> schwache Währung). "
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Eurogegner wollen, dass die Südländer zu den, ihrer wirtschaftsleistung angemessenen, weichen Währungen zurückkehren können. Die weiche Lira tut der Türkei gut. Eine harte DM hat Deutschland nicht sonderlich geschadet. Eine Währung für unterschiedliche Volkswirtschaften ist offensichtlich ein Problem.
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Ein Ende des Euroexperiments hat übrigens nichts mit jedweder Lagerzugehörigkeit zu tun. Es ist schlichtweg ein Gebot der Vernunft. Abgesehen von der Finanzwirtschaft, die ihre Schulden in Euro eintreiben möchte – auf Kosten von Steuerzahlern – und hierfür Politik steuert, hat niemand ein Interesse am Euro. Der EUro vernichtet Existenzen.

@ gierde zerstört

Sie haben Recht, der Euro hat nichts mit links-rechts-Lagerdenken zu tun. Genauso wenig hat der Euro was mit Strukturproblemen eines Landes zu tun und das war die Wurzel des Übels in Griechenland. Zur Problemlösung führen Euroskeptiker gern das Argument einer Währungsabwertung ins Feld. Das führt aber nur zur importierten Inflation, Vermögensvernichtung der Bevölkerung, einer geringen Sparquote und somit Kreditengpässen, fehlenden Auslandsinvestitionen und steigenden Auslandsschulden. I. d. R. führt das Ebenfalls zum Bankrott eines Staates.
Die Türkei war erfolgreich, weil sie ihre Strukturprobleme gelöst hat. Staaten, die das können sind erfolgreich innerhalb und außerhalb von Währungsunionen.

@ Bert Rahm

Die griechischen Politiker haben kein Interesse an ihrem Land und ihrer Wirtschaft. Sie wollen nur eins, und das ist unser Geld, weil es zu ihrem Vorteil ist.
Politiker und Beamte blockieren die dringend nötige Neuordnung des Finanz- u. Verwaltungssystems. Auf diese Weise verscheuchen sie ausländische Investoren, welche bei ihnen in Wind- u. Sonnenenergie investieren wollen. Welcher Unternehmer möchte schon wochenlang auf Belege oder sonstige Papiere warten.
Es sind also diese egoistischen Politiker, welche ihrem Land einen Neuanfang versperren. Solange also die Behörden nicht einwandfrei funktionieren, bringt es überhaupt nichts, unnötige Gelder in das Wirtschaftssystem zu stecken. Man darf nicht das Hinterste vor dem Vordersten machen.

@ Nana

Sie haben erklärt, warum ein Staat nicht an der Wertschöpfung teilhat. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Staat weise mit den Ressourcen haushält, die er der Wirtschaft und den Bürgern entzieht. Griechenland tat das nicht mehr. Die Lösung ist eine Austeritätspolitik. Ich verstehe nicht, warum Sie bei einer richtigen Analyse die sich daraus ergebende Handlungsnotwendigkeit ablehnen.

@ suomalainen

Vielleicht haben Sie Recht. Ich habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Griechenland hat den Vorteil, auch wenn viele Griechen das ganz anders sehen, dass der Druck von außen kommt. Das macht Reformen möglich, die die Politiker im Land sich nicht trauen würden. Wenn das Tal des Leids durchschritten ist wird eine Erholungsphase kommen, an dessen Ende Griechenland vielleicht sogar ein europäischer Musterschüler wird.

Heißt es

nicht auch,man kann sich auch kaputt sparen?Denn es ist fast nicht mehr zu glauben das Griechenland es auch bis 2020 schafft.Und wieviel möchte man noch rein pumpen?

Griechenland und die Schulden

Griechenland hat bereits seit 200 Jahren Schulden, weshalb sollte das jetzt besser werden. Sparen muss gelernt sein und das hat Griechenland nie gelernt.

Ganz abgesehen davon, auch Deutschland hat 2 Bill. Schulden und die kann selbst Deutschland, bekannt als sparsamer Haushälter, in den nächsten Jahren nicht so schnell abbauen, ganz zu schweigen von einem ausgeglichenen Bundeshaushalt.

@Serpens

"Sie haben erklärt, warum ein Staat nicht an der Wertschöpfung teilhat. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Staat weise mit den Ressourcen haushält, die er der Wirtschaft und den Bürgern entzieht."
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Das kann man nur so stehen lassen, wenn man eine Gesellschaft nur über Wertschöpfung definiert. Wir sind nunmal keine Homo Oeconomini sondern viel mehr. Betriebswirtschaft, gehört in den Betrieb und nicht in jeden Bereich des Lebens. Wenn zB Justizapparat Ressourcen in Anspruch nimmt, entzieht er damit niemanden etwas, sondern er hält die Regeln aufrecht. Ohne dem geht es nicht.
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Was das in diesem Fall bedeutet, ist leicht. Man hat Fehler vor der Krise gemacht, und die Troika, die quasi regiert, macht weiterhin Fehler. Natürlich gibt es Sparpotenziale und auch Möglichkeiten für die Einnahmen. Leider werden diese umgangen. Man hofft zB immer noch, dass Vermögende in einem Land investieren das sich im freien Fall befindet. Das ist ein frommer Wunschtraum der Troika.

@ serpens

vielleicht sond wir uns darin einig, dass der euro uu hart ist für den süden. wir reden zudem nicht von einer avisierten hyperinflation. lediglich von einer längst überfälligen angleichung des härtegrades an die wirtschaftsleistung!
ja vermögen werden geschrumpft. jedoch sind das die vermögen der leute, die vermögen haben in griechenland. das sind dann keinesfalls die kleinen leute. bei den kleinen leuten geht es heute ums überleben. die sind mir wichtiger als die vermögenden, die ihr geld ohnehin häufig in immobilien etc investiert haben.
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die usa und japan generieren monat für monat buchgeld aus dem nichts. zig mlliarden. und kaufen hiervon staatsanleihen. um die knjunktur zu beleben. dort sind wir auch noch weit von einer hyperinflation entfernt. der schritt zur weichen währung ist ein kompromiss. aber der einzig gangbare. der einzige kompromiss richtung friedliches europa. für die menschen. vor allem für die kleinen leute.

@ Rotkäppchen - 14:14, weiter schön rechnen

" Zusammen mit der pessimistischen Grundhaltung und einer unverständlichen Gläubigkeit gegenüber Medien, die der Opposition nahe stehen, kommen dann solche Kommentare zustande, wie oben viele zu lesen sind."
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Der Blick aus dem Nabel der Ökonomie im konservativ-neoliberalen Kosmos bei automatisch (weil häufig unbegründet) positiver Grundhaltung verleitet erleuchtete Jünger dieses Zirkels zu eben solchen Kommentaren wie den ihrigen. Aus dieser Erhabenheit lässt man sich gerne über linksgeprägten Pessimismus und deren vermeintliche Irreführung durch oppositionelle Medien aus.
Nur mal hinter die Fassade geblickt stelle ich fest, ihre Liga will Grubenlicht als Leuchttürme verkaufen. "GR ist auf einem guten Weg" - wie naiv ist das denn?
Dass die nackte Realität in GR sich anders darstellt als vorgerechnet, lässt sich auch locker ohne Prozentrechnung wahrnehmen. Von wegen linker Pessimismus. Korrupte Politik und neoliberale Quacksalberei haben dem Land viel mehr geschadet.

@ M_ichael 14:35

Und genau deshalb ist es fatal, solch unterschiedliche Wirtschaften ohne Ausgleich durch Wechselkurse an eine Währung zu koppeln.
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Das war klar, das konnte ein Kleinkind erkennen und nicht zuletzt auf Grund dieser Unfähigkeit ist die EU, was sie ist. Eine idealistische Kopfgeburt ohne Überlebenschance.
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Dumm ist nur, das die einfachen Bürger auf beiden Seiten die Zeche dafür zahlen. Die einen mit Armut und Arbeitslosigkeit sofort; die anderen im Augenblick mit Steuern und langfristig mit einem Staat, der trotz hoher Einnahmen nichts mehr finanzieren kann. Am Ende haben beide nix mehr in der Tasche. Denn profitiert haben allein Banken, Konzerne und Versicherungen, die zum Teil ihre Steuern auch noch im Ausland zahlen.
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Das sind auch die einzigen, die Frau Merkel schützen will. Fatalerweise wird unsere Regierung mit solch einer grausigen Schadensbilanz aus den letzen 8 Jahren u.U. auch wieder davonkommen, denn der deutsche Wähler ist nicht der klügste.

An suomalainen betr. Griechenland, gefangen in Spirale

Herr Schäuble ist ein Gefangener der Finanzministerkonferenz und hat dort überhaupt nichts mehr zu melden. Er wird laufend überstimmt von seinen Kollegen und diese Niederlagen verschleiert er sehr geschickt, damit man meint, er würde seine Arbeit gut machen. Dabei kostet uns seine Arbeit Milliarden - heute und in der Zukunft.
Das er jetzt in Griechenland so reagierte, ist das Ergebnis seiner Erfolglosigkeit, die keinen Wert für uns hat und die Griechen in ihrem Finanzhaushalt gefangen hält, ohne Chance auf Änderung.

@serpens

"...Staaten, die das können sind erfolgreich innerhalb und außerhalb von Währungsunionen."

Nennen Sie doch bitte ein paar solcher Staaten innerhalb von Währungsunionen.

@Wanderfalke

"Dass die nackte Realität in GR sich anders darstellt als vorgerechnet, lässt sich auch locker ohne Prozentrechnung wahrnehmen. Von wegen linker Pessimismus."
Schön, dass Sie sich als "links" outen. Dann erklären Sie doch bitte mal dem neugierigen Publikum Ihre "linke" Politik in GR.
Die "sozialistische" PASOK von der Familiendynastie Papandreou hat über Jahrzehnte das griechische Volk in die Katastrophe geführt und betrogen, wie sie auch ihre europäischen Nachbarn - schon beim EU-Eintritt - betrogen hat. Zu Recht sieht das Wahlvolk diese Schuld heute auch. Diese "linke" Politik führt bis heute dazu, dass Reiche und Superreiche in GR keine Steuern zahlen.
Alles ähnlich der "linken" Politik eines Herrn Schröder (11% weniger Einkommensteuer für Höchstverdiener) oder eines Herrn Blair, der mit seiner "linken" "Pferdeäpfel-Theorie" glaubte, vor allem Spekulanten und Hedge-Fonds anfüttern zu müssen.
Das alles gilt heute zwar als links. ist es aber nicht. Auch nicht ohne Prozentrechnung.

Das ist doch der Sinn der Sache!

Denn zunächst ein Mal werden all die Guthaben der Reichen so umgeschichtet, dass sie von einer Pleite nicht mehr betroffen werden. Das dauert halt seine Zeit, und bis dahin steigen die Schulden kräftig an. Und um die kümmert sich selbstverständlich der Steuerzahler.
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So wird aus einer Win-Win-Situation, die es so wie so nicht wirklich gibt, eine Win-Lose-Situation, wie sie überall in der Natur vorkommt, nämlich: die Großen fressen die Kleinen auf.

Nächster Schuldenschnitt nach Bundestagswahl

Griechenland kann die vielen Schulden nicht zurückzahlen und deshalb kommt der nächste Schuldenschnitt, wahrscheinlich Ende diesen Jahres. Diesmal werden die Geberstaaten auf ihre an Griechenland gegebenen Kredite und Bürgschaften verzichten. Ganz vorneweg Deutschland, aber erst nach der Bundestagswahl, sonst bekommen CDU und FDP nicht genug Wählerstimmen. Der deutsche Steuerzahler trägt die Kosten. Griechenland muss raus aus dem Euro, eine eigene Währung einführen und damit wieder wettbewerbsfähig werden.

Nichts hat sich geändert

Ich komme gerade vom Sommerurlaub in Griechenland. Es gibt nach wie vor nirgendwo Belege oder Quittungen, weder im Hotel, noch an der Tankstelle, noch im Supermarkt...Immer noch werden sinnlose Straßen durch Naturschutzgebiete ins Nichts gebaut, daneben stehen die blauen Schilder von der EU mit den Millionenbeträgen und jedes Kind, weiß das ein Großteil dieses Geldes direkt in der Tasche des ortsansässigen Bauunternehmers oder anderen Familienclans landet. Und niemand im Dorf traut sich den Mund aufzumachen und was dagegen zu unternehmen. Es ist zum verrückt werden, Alexis Sorbas würde sich im Grabe umdrehen!

Danke, @ Rotkäppchen!

So wie Sie "linke Politik " erläutern, ist schon spassig genug.
Deshalb verstehe ich auch ihren Unmut darüber, wie die leidgeprüften konservativen Kräfte diesen Schlamassel wieder richten müssen.

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