Kommentare

Lob nur wegen der Kohle

Lob hat Schäuble aber nur bekommen, weil der Geldkoffer wieder prahl gefüllt war. Er soll sich doch mal auf der Straße beim Volk sehen lassen - aber da trauen sich Politiker ja schon Jahrzehnte lang nicht mehr hin. Und hier spielt es keine Rolle in welchem Land diese Politiker regieren und den Karren in den Dreck fahren.

Europa braucht Vielfalt!

Wir brauchen ein Europa der Vielfalt. Der Solidarität. Der Menschen. Der Begegnungen. Des Friedens.
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Mit welcher verdrehten Logik werden hunderte Milliarden Euro in der BRD per Länderfinanzausgleich und Solidaritätsbeitrag transferiert und einem Kontinent, für den die gleichen ökonomischen Regeln gelten wie für die BRD, wird Austerität aufoktruhiert?!
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Und selbst wenn es einen EU-Staatenfinanzausgleich gäbe, wäre er nur ein mangelhaftes Behelfsinstrument, da er Anfeindungen generieren würde, wie sie bereits in der BRD zwischen "reich" und "bedürftig" generiert werden. Zudem würde Geld nur via Merkelscher Planwirtschaft verteilt werden.
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Meiner Überzeugung nach hilft nur die Rückkehr der Südstaaten zu eigener Länderwährung.
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Wenn Experten zugeben, dass eine Nord-Währung nach Süd-Austritt drastisch aufwerten würde, belegt dies, dass der Euro für den Süden viel zu hart ist. Könnte der Süden abwerten, könnten wir "doppelt so häufig Urlaub machen" und die Steuereunnahmen würden wachsen.

Karren im Dreck

Es waren die griech. Politiker , die den Karren in den Dreck gefahren haben ! Die Bürger haben die Wohltaten der Politik gerne angenommen , obwohl sie wussten, dass diese in das Schuldendrama führten !
USA und England , Schweiz zahlen garnichts an Griechenland -sind aber viel beliebter als Deutschland ! Man sollte den undankbaren Griechen nichts mehr geben !

Die Regierung in Athen habe

Die Regierung in Athen habe "große Schritte bei der Konsolidierung seiner Wirtschaft" gemacht, sagte er zum Auftakt seines Athen-Besuchs vor der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer. Ja Herr Schäuble dass hat sie:
-1245 Selbstmorde in 3 Jahren
-Arbeitslosenquote 2012 24,2% Mai 2013 26,8%
-Jugendarbeitslosigkeit 64 %
-angesammelte faule Kredite von ~170 Mrd.€
und und.
Herr Schäuble wie soll da eine Konsolidierung der Wirtschaft vonstatten gehen??? Und wer hat ihnen gestattet den deutschen Steuerzahler nun über den KfW wieder einmal zu belasten??????

Am Sparen führt kein Weg vorbei

... das muss man leider sagen. Auf Pump kann es einfach nicht weiter gehen, das ist nun mal keine Alternative.
Meine Sympathie geht auch zum Streiken und zum Aufstand usw. aber nutzen tut das Ganze nichts. Die Zeit der sozialistischen Märchen ist vorbei.
 
Griechenland muss eisern sparen und notfalls Stellen abbauen. Und Wolfgang Schäuble hat den undankbaren Job, den Griechen das mal wieder ins Stammbuch zu schreiben. Da möchte man nicht tauschen.

@gierde

ach gott, welch hehre worte. aber längst überholt.

Es gibt keinen anderen Weg?!

Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter.
- Bertolt Brecht, Exil, III
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Meine Damen und Herren, nichts aber auch gar nichts ist alternativlos. Vielleicht die Zeit, die wir bis zu unserem Ableben haben aber auch darüber ließe sich unter den Gesichtspunkten Quantität und Qualität streiten. In Europa sehen wir momentan die Folgen jahrzehntelanger Fehlentwicklungen und verhalten uns weiterhin pfadabhängig.
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Foucault beschrieb sehr schön wie Macht Diskurse beeinflusst. Es wird Zeit die Macht in Frage zu stellen, die Menschen unter den Maximen der Wirtschaftlichkeit einordnet statt andersherum. Hinter jedem so genannten Sachzwang steht eine normative Entscheidung, die es zu hinterfragen gilt. Manche halten sozialistische Märchen für gescheitert, ich mag nicht mehr an die Mär der Märkte glauben.

@ 14:13 von frustrierter Hartzer

Beim Stichwort "Pump" fällt mir ein, dass wir milliarden und abermilliarden Euro in die Töpfe der Finanzwirtschaft pumpen, die Unsummen Geld in Staatsanleihen verzockt haben. Bei den Griechen kommt davon nichts an. Sie und ich bedienen die Banken und Versicherungen Nordeuropas.
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Und im Übrigen können die Südeuropäer – die normalen Bürger, Familienväter, die ihren Job verlieren, junge Menschen, die erst gar keinen Job oder Ausbildungsplatz mehr finden, nichts für die hirnrissige Idee ein paar Politiker, eine Gemeinschaftswährung für völlig unterschiedliche Volkswirtschaften einzuführen. Die einen sind industriell geprägt, andere leben vornehmlich vom Tourismus oder von der Agrarwirtschaft. Dass das nicht klappen konnte, hätten Experten vorhersehen müssen – nun haben wir es "schwarz auf weiß".
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Solidarisieren Sie sich mit den Europäern, die am allermeisten unter den Fehlentscheidungen der Finanzwirtschaft und der Politik zu leiden haben: den Menschen im Süden unseres Kontinents!

@ 14:33 von Oderwie_was

Ich vermag in Ihrem "Statement" keinerlei inhaltlichen Bezug zu entdecken ...

Griechenland wird kaputtgespart!

Herr Schäuble's Lob interessiert in Griechenland die Bürger nicht die Bohne, erst recht nicht den kleinen Bürger, der zusehen muss, wie er nun über die Runden kommt, seine Krankenversicherung bezahlt oder seine Kinder hungernd zur Schule schicken muss, weil das Geld vorn und hinten nicht reicht. Kein Wunder, dass er dort nicht Willkommen geheißen wird! Man darf nicht vergessen: ohne Gehälter kein Geldfluss. Immer weniger Griechen können sich etwas leisten, man schaue sich nur mal die Lebensmittelpreise an, geschweige denn die Spritpreise!
Die Armutsspirale dreht sich immer weiter... die Proteste nehmen weitere Ausmaße an... es wurde der staatliche Rundfunk (!) geschlossen und was kommt als nächstes?

@ Der Diener

" große Schritte bei der Konsolidierung seiner Wirtschaft".
Sie haben einen sehr wichtigen Punkt vergessen:
Bislang null Steuereinnahmen mehr. Stand erst kürzlich bei Tagesschau.de
Die Superreichen lachen sich einen Ast über die doofen Deutschen.
Userin Mondfee hat vollkommen Recht, wenn sie schreibt, dass der deutsche Michel glaubt, er sei von der Krise nicht betroffen und Griechenland ist ja so weit weg. Also macht er es sich weiterhin gemütlich bei Promi-Dinner, Dallas & Co.
Dabei werden wir alle von der Finanzmafia ausgeplündert, ob in Griechenland, Spanien oder Deutschland. Nur bei uns dauert`s halt etwas länger, bis die Folgen gravierender werden. Mal schauen, was sich nach der Wahl alles tut.

@ladycat

"Bislang null Steuereinnahmen mehr. Stand erst kürzlich bei Tagesschau.de"

Wie denn auch, wenn man durch solche radikalen Kürzungsprogramme die Wirtschaft abwürgt, die letztlich die Steuereinnahmen generiert? Der IWF hat doch anfang Januar kleinlaut zugegeben, dass er sich mit dem Fiskalmultiplikator verrechnet hat (nein, das war nicht meine Aussage). Das hätte eigentlich das Ende dieser Politik bedeuten müssen, denn es sagt ja aus, dass Sparmaßnahmen, nur durch noch größere Haushaltsdefizite erkauft werden. Die Realität belegt dies. Trotzdem wurde dies kaum in den Medien diskutiert.

Die Deutschen tragen lediglich Kapital bei, die Griechen die Sparmaßnahmen. In Irland heißt es, dass man die Deutschen gerettet hat. Denn wessen Banken waren denn da direkt und indirekt (auch über irische Banken) v verwickelt? Richtig.

Eines der Kernprobleme unserer Wahrnehmung ist es, immer noch eine Nationalität zu suchen. Der Bruch geht zwischen Arm und Reich - egal in welchem Land.

Marktwirtschaftsgläubiger Finanzminister

Indem der deutsche Finanzminister verkündet, die Regierung Griechenlands sei bei der "Krisenbewältigung" auf dem richtigen Weg, erweist er sich als Mensch, der nur in den Kategorien des Marktwirtschaftssystems denken mag.
Infolgedessen spricht er marktwirtschaftskonform davon, dass es "Griechenland" um die "Konsolidierung seiner Wirtschaft" gehe. So unterläuft dem Staatsmann ein Denkfehler, indem er unzulässig verallgemeinert und die unterschiedlichen Griechen zu einer gleichgesinnten Person erklärt. Dieselbe Unlogik zeigt sich, wenn er sagt, "die Griechen gehen durch schwierige Zeiten". Denn nicht den griechischen Fabrikbesitzer, Bankiers und anderen Oberschichtsfiguren, sondern den griechischen Lohnabhängigen ergeht es übel. Die Lohnabhängigen nämlich werden vom griechischen Staat mittels Massenentlassungen usw. zwangsverarmt.
Der Umstand, dass es massenhaften Widerstand gegen die Spar-Diktatur gibt, widerlegt den Marktwirtschaftsfrommen, der von Alternativlosigkeit schwadroniert.

Verständnisproblem

Es kann doch nicht angehen, dass die reich.
Griechen ihr Geld ins Ausland verbracht haben
und sich nicht an einem Genesen des griech.
Staates beteiligen wollen. Warum werden
diese Steuerflüchtlinge nicht rigoros zur
Rechenschaft gezogen, evlt. sogar mit Zwangsenteignung. Warum wohl!? Politiker und Reiche
üben einträchtig den Schulterschluss,
"abhängig" Beschäftigte inclusive.
Alle bisherigen überwiesenen Gelder dient.
lediglich dem Banker(un)wesen und in kein-
ster Weise der Bevölkerung. Auch Herr Schäuble weiss
das ganz genau und überbringt zur Freunde
und Beschwichtigung ein Trostplaster.
Mittelstandsrettung !!! Gibt es diesen MS
überhaupt? Es wird in m. Augen nur Zeit
generiert, damit vor den Wahlen nichts
mehr an brennt. Vielt. versteckte Liqui.-
hilfe. Aber was sind schon 100 Mio. in die-
sem Casinobetrieb EU. Rien ne va plus !!
Herr Schäuble, auch der dt. MS hat Prob-
leme - schon vergessen!

Weit her geholt

@Der Diener:
-1245 Selbstmorde in 3 Jahren

 
Was haben die mit den Schulden zu tun? Wer begeht schon Selbstmord, nur weil der Staat verschuldet ist, oder man den Job verloren hat?

@gierde zerstört

Sie machen es sich viel zu einfach, indem Sie die Ursachen nur bei den Politikern und der Finanzwirtschaft sehen.
Die kleinen Leute haben ebenfalls über ihre Verhältnisse gelebt. Das kann man nicht mit Klassenkampf-Parolen weg wischen.

@ 15:06 von frustrierter Hartzer

"Wer begeht schon Selbstmord, nur weil der Staat verschuldet ist, oder man den Job verloren hat?"
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Ist das wirklich Ihr Ernst? Im Süden gibt es übrigens sowas wie "Hartz 4" nicht. Da geht es dann darum, ob Sie bei Freunden oder Ihren Eltern unterkommen. Wie ignorant muss man sein, um die Verzweiflung der Menschen auszublenden?!!

@ 15:12 von frustrierter Hartzer

"as kann man nicht mit Klassenkampf-Parolen weg wischen."
.
Ein Mindestmaß an inhaltlicher Auseinandersetzung mit meinen Beiträgen hätte ausgereicht, um uns beiden Ihre "Klassenkampf-Parolen"-Beschimpfung zu ersparen. Ob Sie ein Banker, ein Kommunist, ein Arzt oder ein Hartz 4-Empfänger sind – die Erkenntnis, dass eine Währung nicht funktioniert hat rein gar nichts mit jedweder Lagerzugehörigkeit zu tun.

"Die kleinen Leute haben ebenfalls über ihre Verhältnisse gelebt. "
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Unsinn! Kleine Leute leben auf wesentlich geringerem Standard als bei uns. Dort haben Sie als Angesteller häufig bedeutend weniger als bei uns ein Hartz 4-Empfänger! Die Ignoranz einiger Sprücheklopfer ist unerträglich!

@ 14:12 von Der Diener

Danke für die Zusammenstellung einiger Fakten. Auch wenn sie von einigen Interessenvertretern nicht gern wahrgenommen werden.

Ja ja die Zinsen

Es ist ja nicht so, dass die "Gefahr" abgewendet oder gar gebannt wurde oder werden kann.
Der virtuelle Geldwert wächst mit jedem Punkt Zinsen und das von Tag zu Tag auf den Vortag gerechnet. Wer die Zinsen zahlt oder wer sie kassiert, hat bereits der Start entschieden.

Per Prozent und Zinseszins (PPuZZ) geht es nur bergauf, Pleiten werden mit Totalverlust abgewickelt.
Brüssel ist den EU-Mitgliedsstaaten doch zu teuer, der zusätzliche Staatsgeflecht der EU ist in der EU einer zuviel. Diese zusätzlichen Kosten in und für Brüssel kommen zu plötzlich. Entweder hatte man die rosa Brille auf oder aber das Gehirn hat im Scheinwerferlicht Total-Schaden erlitten.

Schluss mit diesem Euro und seiner Rettungspolitik

Solange die Eurozone nicht bereinigt wird, werden die Probleme nicht weggehen, siehe Thema Wettbewerbsfähigkeit! Ferner können diese Probleme auch in Zukunft wiederkehren aus gleichem Grunde wie zuletzt! Geldpolitik für viele Fiskalherren zu machen ist Unfug und führt zu diesen ökonomischen Verwerfungen.

Ausserdem "freut sich" in Deutschland wohl niemand darüber, dass wir, das Volk, zuerst von der Gier der korrupten griechischen Politik und jetzt von unsereren Politiker über den Tisch gezogen werden, indem sie durch ihre BAIL OUTs private Risiken aus Fehlinvestments in öffentliche Risiken der Steuerzahler verwandeln. Das ist Betrug am Volk.

No BAIL OUT ist der Vertragstext, keine Haftung!!! Dabei soll es bleiben. Die deutsche Politik hätte noch genug zu tun anschließend mit BAIL INs bei den deutschen Banken, die unser Geld verzockt haben. BAIL IN aber als Debt Equity Swap zu verstehen. Wir retten unsere Banken und werden als Volk Miteigentümer!

Nichts ist alternativlos!

Demokrat1950 Karren im Dreck

Ja, die Politiker sind natürlich daran schuld, das Volk hat sich darauf erlassen, hätte das deutsche Volk wohl auch gemacht oder? Ja und das dumme Volk trägt nun ganz allein den Schaden, wird arbeitslos, kaum Unterstützung und Gesundheitsfürsorge. Ach ja, an die Jachten-Millionäre kommt man nicht ran sagte Herr Schäuble gestern im Interview

Abschaffung der Bürgerrechte

Schon interessant, wie schnell freiheitlichen Bürgerrechte/demokratische Grundrechte außer Kraft gesetzt werden. Da wird dann eben kurzerhand die Aufhebung des Demonstrationsrechts ausgesprochen. Alles im Namen der Sicherheit. Und die Medien erwähnen das in einem Nebensatz. Empörend ist es nur für diejenigen, die selbstständig denken können. Für Medien und Politik ist aber allerdings kein Skandal, sondern völlig normal.

Einen Fehler muß man korrigieren...

Politiker sollten so handeln wie ein Unternehmer: Wenn ein Unternehmer ein Projekt auflegt und dafür Geld in die Hand nimmt und er merkt nach einer gewissen Zeit, daß das Projekt nichts wird, dann stoppt er es, und das nur aus einem einzigen Grund: damit es nicht noch mehr Geld kostet, es ist nämlich sein Geld!!! Politiker aber verpulvern anderer Leute Geld oder lassen neues drucken, da kommt es auf die Anzahl der Milliarden nicht an, daß erfreut nur die Bankenlobby. Und einen Irrtum zugeben..., dazu hat kein Politiker heute mehr den Mumm...
Was ist so schlimm an einem Nord- und einem Süd-Euro??? Der Süden könnte abwerten und die Wirtschaft hätte wieder eine Chance. Lange Gesichter würden nur einige Banker machen, endlich und Gott sei Dank.

@gierde zerstört, 14:05 & 14:38 - Kurieren an Symptomen

Obgleich ich Ihre solidarische Umgehensweise mit den Opfern des marktwirtschaftsgenerierten Profitgierde in Griechenland und anderswo sehr schätze, lieber Herr gierde zerstört, erlaube ich mir eine Kritik an Ihrer Euro-Kritik.
Meine These lautet: Indem Sie die europäische Gemeinschaftswährung namens Euro durch eigenständige Landeswährungen ersetzen wollen, kurieren Sie bloß an den Symptomen des Übels, das Marktwirtschaftssystems heißt.
Mittels einiger Argumente soll die These im Folgenden gestützt werden. Gesetzt den Fall, Länder wie Griechenland könnten ihre Landeswährung unabhängig vom Euro abwerten, gebe es dort möglicherweise weniger Erwerbslose, ein weniger schlechtes Gesundheitssystem und andere Dinge, die nicht zu verachten sind. Nicht gelöst würde durch den Währungswechsel, der von Ihnen als Heilmittel gefordert wird, das Grundproblem, dass nämlich die lohnabhängigen Menschen im Marktwirtschaftssystem zwingend, wie Heiner Geißler sagt, zum Kostenfaktor herabgewürdigt werden.

@ 15:35 von rotaeroskipper

"Was ist so schlimm an einem Nord- und einem Süd-Euro??? Der Süden könnte abwerten und die Wirtschaft hätte wieder eine Chance. Lange Gesichter würden nur einige Banker machen, endlich und Gott sei Dank."
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Danke für dieses, vollkommen richtige Statement. Konsequenter wäre noch die Rückkehr zu den eigenen Landeswährungen – dann gibts keine Anfeindungen, falls es im Südwesten mal besser läuft als im Südosten.

@ 15:39 von wiesengrund

"Nicht gelöst würde durch den Währungswechsel, der von Ihnen als Heilmittel gefordert wird, das Grundproblem, dass nämlich die lohnabhängigen Menschen im Marktwirtschaftssystem zwingend, wie Heiner Geißler sagt, zum Kostenfaktor herabgewürdigt werden."
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Da haben Sie zum Teil Recht!
Jedoch ist der "überlebensnotwendige" Effizienzgrad bei einer weichen Währung nicht so hoch wie bei einer harten Währung. In der Türkei oder auf Kuba kommen beispielsweise händisch tätige Betreiber extensiver Landwirtschaft wunderbar zurecht – von den erwirtschafteten Gewinnen könnten Sie bei uns nicht einmal eine Monatsmiete zahlen. Die Lebenshaltungskosten – Mieten, im Land produzierte Produkte (Nahrungsmittel) – sind dank weicher Währung vergleichweise sehr gering. Aufgrund der geringeren Lebenshaltungskosten können dann mitunter Tourismusdienstleitungen günstiger angeboten werden. Manpower ist verhältnismäßig bezahlbarer als bei uns. Der Binnenmarkt ist zudem stabiler, weil Importgüter teurer sind.

Nord und Süd Euro

haben wir in gewisser Weise schon längst. Die Preise sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich und damit auch die Inflation ebenso wie die Marktzinsen. Wunsch war es einmal, dass in der Euro-Zone Wohlstand für alle generiert werden sollte. Stattdessen bewegen wir uns auf ein Nord/Süd-Gefälle und Armut für viele zu. Die Blase ist zerplatzt.
Griechenland genießt unsere Solidarität obwohl die griechischen Regierungen jahrelang betrogen und geschlampt haben. Wahlgeschenke für alle - das war in Griechenland Realität. Dank auch an die Unternehmensberatung, die damals das Land schuldenfrei gerechnet haben. Und Dank an jede Bank, deren Kredite wir Steuerzahler bezahlen dürfen.
Jedenfalls habe ich, bei allem Verständnis, alle satt, die uns Deutschen zum Sündenbock degradieren.
Schwarz/Weiss-Denken hat noch nie jemand geholfen.

Die Griechen werden gefeuert und als Gegenleistung

von Schäuble gelobt.

Das nennt man Zynismus pur.

Wieso Lob?

Wird nicht alle paar Monate vermeldet, dass die Griechen mit ihren Sparbemühungen dem Plan hinterherhinken? Wieso lobt man Samaras dafür, dass er seinen Job eher mäßig macht? Schäuble sucht doch nur händeringend nach einer Rechtfertigung für die Auszahlungen weiterer deutscher Milliarden, obwohl das so oder so völlig inakzeptabel ist. Griechenland ist kein europäischer Partner, ich weiß wirklich nicht, warum Deutschland sich einsetzten sollte, das Land immer weiter zu unterstützen.

Sparpacket zeugt von Einfallslosigkeit der Politik

Das Sparpacket mit bis zu 15000 entlassenen Staatsdienern zeugt von der üblichen Einfallslosigkeit der Politik. Besser wäre es, die Entlohnung und die Arbeitszeit aller Staatsdiener so zu kürzen, dass dies einer Einsparung von 15000 entspricht. Wem das dann zu wenig wäre, der kann von selber gehen.
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Alle Staatsdiener würden dann aus dem geringeren Einkommen noch Steuern und Sozialbeiträge zahlen (funktioniert hoffentlich inzw. in GR).
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Durch die Entlassung stehen sie entweder vor dem Nichts (werden also auch viel weniger konsumieren) und/oder belasten die Sozialkassen.
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Dass alle Entlassenen eine neue Arbeit in GR finden, ist wohl kaum zu erwarten.
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Insofern zeugt der eingeschlagene Weg der Massenentlassung von Staatsdienern von der üblichen Einfallslosigkeit der Politik (und der Ökonomen). Er geht auch am Hauptziel - nämlich der breiten Absenkung des Lohnniveaus in GR - vorbei, indem er (wohl recht willkürlich) die Leute in Nichtbetroffene und in zukünftige Habenichtse teilt.

@ 16:20 von ms1963

Nord- und Südeuro hätten wir dann, wenn der Süden mittels Notenbank ihre Währung abwerten könnte. Somit automatisch Mieten, Löhne, Preise für, im Süden produzierte Güter und Tourismus sinken. Die Wettbewerbsfähigkeit stiege.
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Das Problem ist, dass der Süden nciht gegenüber den Hauptabnehmern im Norden abwerten kann.
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Wenn wir den gesamten Euro abwerten/Geld "drucken" wiederum ergibt sich hierdurch genau dort kein Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Norden, wo es nötig wäre. Davon profitiert dann nur die Nord-Exportwirtschaft, die ihre Industrieprodukte gen China, USA und andere Nicht-Euro-Regionen exportiert.

@ 16:24 von ceterum

"Die Griechen werden gefeuert und als Gegenleistung

von Schäuble gelobt.

Das nennt man Zynismus pur."
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So ist es – es ist wirklich bitter.

Der Retter, der grosse BUH-Mann

Verkehrte Welt bei den Griechen!
Aber nur so kann man sich auch die Situation erklären in die sich die Griechen reinmanövriert haben.
Mit dem EURO hat dieser Schlamassel nichts zu tun. Keine Währung lässt ein derart desaströses wirtschaften zu.
Mit der Drachme wäre der Konkurs längst da, nur aufgrund des EUROS ist Griechenland noch zahlungsfähig und kann seine Pensionen etc. noch auszahlen.

16:24 von ceterum

Sie können ja als Alternative Ihr privates Geld an das griechsiche Finanzamt überweisen.
Vielleicht die Alternative ohne Zynismus!

@ wiesengrund

Sie haben mit Ihrer Kritik in Bezug auf marktkonforme Demokratie vollkommen Recht! Dieser Gewinnmaximierungswahn ist mehr als verächtlich, deshalb wäre eine Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft mehr als dringend. Die Bankster lassen sich aber nicht mehr aus ihrem Paradies vertreiben und Merkel kommt gegen diese nicht an. Nur des Volkes Masse könnte hier Abhilfe schaffen.
Eine Rückkehr der Krisenländer zu ihren eigenen Währungen löst zwar nicht alle Probleme, aber sie werden gemildert. Pleitebanken abzuwickeln ist zwar sehr schwierig, aber machbar. Nichts ist alternativlos, außer der Tod.

@ 16:40 von Südbaden

"Mit dem EURO hat dieser Schlamassel nichts zu tun. Keine Währung lässt ein derart desaströses wirtschaften zu."
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Informieren Sie sich über die Mechanismen einer Währung. In Argentinien kam man auf die Idee den Peso an den US Dollar zu koppeln. Dort passierte exakt das gleiche wie heite in Griechenland passiert. Können Sie mal bei Wikipedia nachschlagen. Die Türkei hat ein Wirtschaftssystem, dessen Output mit dem griechischen vergleichbar ist. Korruption und Vetternwirtschaft gibts da auch – und Beamte – aber die Türkei BOOMT, weil sie all den Süd-EU-Ländern mit zu harter Eurowährung ihre Anteile raubt. In der Türkei können Sie vgl. mit Süd-EU-Ländern zum halben Preis Urlaub machen – weil die Lebenshaltungskosten dort wesentlich günstiger sind – dank weicher Drachme!

früher sehr hohe Verteidigungsausgaben

Die Griechen sollten in Gebieten wo die Kaufkraft erhalten bleibt mit dem Sparen ansetzen. Das wären die übermäßigen Ausgaben in die Verteidigung. Vermutlich wird Herr Schäuble sie dazu nicht ermutigen, weil Deutschland hiermit sehr viel Geld eingenommen hat.

mit der Drachme wäre der Untergang auch da !

GR hat eine massive Misswirtschaft betrieben, den Staatsapparat aufgebläht und deutlich über die Verhältnisse gelebt. Die euroländer wären nicht zu Hilfe geeilt, wenn es noch die Drachme gäbe. Ich empfinde hiersein gewisses Maß an Undankbarkeit.

Undankbare Griechen

Es sollte richtig gestellt werden,sie müssen sich nicht bedanken.Wir Deutschen haben noch keinen Cent echtes Geld den Griechen gegeben.Ja sie erhalten Milliarden aus Fonds,sprich Kredite,die nur an die Banken fließen und nicht dem Wachstum und dem Abbau von Arbeitslosigkeit nutzen.Was soll auch wachsen.In Griechenland wird keine Schwer-,Auto-oder Textilindustrie entstehen.Es ist ein Tourismus- und Agrarland.Hier gilt es zu investieren.Z.B.das Griechenland für die Abfüllung des Olivenöls eigene Glaswerke besitzt,die die Flaschen herstellen.Lob durch Herrn Schäuble für die Sparanstrengungen.Warum dann die gesamte Umgebung sperren.Herr Schäuble bringt nur Kredite mit,die die normalen Griechen mit Zins und Zinseszins zurückzahlen müssen. Die Kredite helfen unseren Banken,wir selbst haben nichts davon.Doch,unsere Zinsen auf Tagesgeld sind minimal.Das billige Geld wird verordnet,in 12 Monaten gibts dann vielleicht eine Gebühr,das wir das Geld der Bank anvertrauen.

@gierde zerstört, 15:58 - Griechenland & Kuba

Dass die Menschen in Griechenland "wunderbar zurecht" kämen, wenn sie in kubanischen Wirtschaftsverhältnissen lebten, stimmt, geschätzter Herr gierde zerstört. Allerdings herrscht auf Kuba keine Marktwirtschaft, die von der unternehmerischen Gierde nach Vermehrung des investierten Geldes angetrieben wird. Vielmehr können dort alle Gesellschaftsmitglieder auskömmlich - ohne Hunger und mit guter Gesundheitsversorgung - leben, weil dort nach der Revolution ein sozialistisches Planwirtschaftssystem eingerichtet worden ist. Der Zweck dieser Planwirtschaft eines - hinsichtlich der industriellen Produktionsmittel - Entwicklungslandes ist nicht die unternehmerische Profiterzielung, sondern die Versorgung aller mit den notwendigen Gebrauchsgegenständen.
Aus diesem Grunde gibt es in Griechenland zunehmend lohnabhängige Aktivisten, die sich für ein Planwirtschaftssystem à la Kuba engagieren, weil ihnen das Marktwirtschaftsystem ihr Leben zur Hölle nacht.

Es wird immer schlimmer

Die Lage in Griechenland und anderen Mittelmeerländern in der EU wird immer schlimmer. Da braucht uns keiner etwas vorzumachen. Die Arbeitslosigkeit, die Massenschulden, die Tendenz nach unten...
Es wird definitiv schlimmer und ein Schuldenstrich ist ganz sicher.
Keiner hat mich gefragt, ob ich damit einverstanden bin, dass meine Steuern an Griechenland verschenkt werden. Ich wurde auch nicht gefragt, ob ich mit dem Euro einverstanden bin...
FRUST
Gruß,
Besorgter Bürger

@chris2008 > 36% Lohnverlust im Durchschnitt

Laut Aussage des Deutschlandfunks beträgt die Lohnkürzungen im Durchschnitt bereits jetzt schon 36%.

Quelle "Europa heute", 18.7.2013: hxxp://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/07/18/dlf_20130718_0910_56caa299.mp3

Als Beispiel wurde ein Angestellter eines privaten Fernsehsenders genannt. Sein Einkommen wurde um 50% auf 900 Euro gestrichen. Er muss davon eine Familie ernähren. Alle Kosten laufen weiter und die Preise steigen.

Versetzen Sie sich in mal die Lage und rechnen Ihren derzeitigen Lebensstandard minus 36% und minus 50% durch.

@Dark Chaos, 16:30 - Chaotische Marktwirtschaft?

Gehe ich recht in der Annahme, dass die bildhafte Rede von den unverantwortlichen Geldgeschenken Deutschlands an "die" Griechen widerlegt wird von der ökonomischen Situation jener Lohnabhängiger in Griechenlands Marktwirtschaftsdemokratie, die laut Tagesschau-Reportage "an den Rand der Verelendung gedrängt" werden, sodass "30 bis 40 Prozent der Griechen" nicht krankenversichert sind, weil sie eine Krankenversicherung nicht bezahlen können?

Ausweichverhalten

Lob... Ja, was anderes bleibt ihm ja auch kaum übrig. Zu Schritten, die Griechenland WIRKLICH weiterhelfen, ist in Europa ja kaum einer bereit!

Also dann doch lieber ein paar warme Worte und ein feuchter Händedruck. Preisverdächtig...

@ wiesengrund

Mir sind Alternativmodelle durchaus sympathisch. Ich halte viele Auswüchse in unserem System für nicht mit unseren Werten vereinbar. Und weil unsere Neoliberalen sich als "Konservative" bezeichnen und einen guten Versicherungsvertreter oder eine drollige "Mutti" aus dem Volk abgäben, kaufen die Wähler ihnen viel zu viel ab. Kubas System funktioniert übrigens mitunter aus dem Grund, dass es zwei Währungen gibt. Der butterweiche Kubapeso ist einer der Bestandteile des Systems. Und trotz kaum vorhandener Industrie funktioniert dort vieles wesentlich besser als in den Südregionen Europas.
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Das Schlimmste ist, dass unsere Politiker ihren ignoranten, völlig verfehlten, ökonomisch vollkommen unsinnigen Kurs fahren, derweil die Menschen verzweifeln. Es ist beschämend, dass die Versager aus den Banken und Versicherungen ihren Willen bekommen. Auf kosten aller Europäer!
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Wenn wir Solidarität leben, überstehen wir auch die Politik- und Finanzwirtschaft-generierte Krise. Viel Zeit bleibt nicht!

@wiesengrund

"Die Griechen" bedeutet meistens der griechische Staat, das sollte doch wohl klar sein. Und dann liegt es in der Verantwortung der griechischen Politik, was mit den deutschen und europäischen Milliarden gemacht wird. Deutschland ist jedenfalls nicht schuld an der Krise Griechenlands und hat auch keinerlei Verantwortung oder Veranlassung, sich darum zu kümmern.

@Der Historiker, 17:29 - Uneigennützige Kredite

Darf ich Sie, werter Herr Fachkollege, an die historische Wahrheit erinnern, dass ihre Steuern nicht an "Griechenland verschenkt werden". Vielmehr führt das Studium der Quellen bezüglich der Haupt- und Staatsaktionen zu dem Ergebnis, dass EU-Deutschland Kredite an den griechischen Staatsapparat vergibt, um die Konsolidierung des Marktwirtschaftssystems zu befördern. Denn die deutschen Wirtschaftsunternehmen mögen auf den griechischen Absatzmarkt nicht verzichten, weil sie dort ihre Waren gewinnbringend verkaufen wollen.
Eine sozialgeschichtliche Untersuchung der ökonomischen Vorgänge in den Marktwirtschaftsdemokratien Deutschland und Griechenland ermöglicht den Blick auf die Opfer der marktkonforme Staatsaktionen. Dort werden die Lohnabhängigen zwecks Konsolidierung des Marktwirtschaftssystems zwangsverarmt, sodass 30 bis 40 Prozent der Griechen wegen Geldmangels nicht krankenversichert sind. Hierz dient "der Steuerzahler" ungefragt als Bürge für die uneigennützigen Staatskredite

Kaputt gespart

Kaum hat man Griechenland kaputt gespart, schon gibt es Lob vom Finanzminister. Die Leute haben zwar keine Jobs mehr, die Jugendlichen keinerlei Perspektive, auf den Straßen tummeln sich die Junkies und Dealer und unzählige Läden sind geschlossen. Aber Hauptsache die Banken werden bedient! Das ist eine Politik die ich so nicht für gut heißen kann!

@ Am 18. Juli 2013 um 18:12 von Dark Chaos

"Deutschland ist jedenfalls nicht schuld an der Krise Griechenlands und hat auch keinerlei Verantwortung oder Veranlassung, sich darum zu kümmern."
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Politiker, finanzeliten und "Wirtschaftsexperten" tragen die Schuld für ein Euroexperiment, das den Kontinent belastet. Weder Sie noch französische noch griechische oder spanische Bürger noch ich verantworten die Misere in der sich Bürger im Süden unseres Kontinents befinden. Weder sie noch ich können etwas dafür, dass die Finanzwirtschaft sich mit dem neuen spielgeld ins casino, ohne die neuen regeln zu kennen!!!
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Sie und ich unterstützen nicht die Bürger im Süden sondern ausschließlich die Zocker, die mittels Fehlkonstruktion Euro Staatsanleihen gekauft haben. Infolge der Eroberinnen Rezession verlieren unsere Mitbürger im Süden massenhaft ihre Jobs. Zahlen demzufolge keine Steuern mehr und die Kreditwürdigkeit des Staats sinkt.
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Wir müssen uns solidarisieren und Europa wieder zu dem machen was es war.

Leute rauswerfen - das Land in die Rezession steuern

dafür gibts Lob!
Dieses Lob muss für die Griechen wie blanker Hohn wirken, denn zunehmend mehr sind von Arbeitslosigkeit bedroht - zudem gibt es keine Perspektiven ... weder für die Berufsanfänger noch für die jüngeren Griechen.
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Die Folge ... Abwanderung der Qualifizierten. Wer soll das Land wieder aufbauen ...
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Lob - für die Tatsache, dass Griechenland am Rockzipfel der EU hängt und mittlerweile die Demokratischen Werte und Institutionen letztlich dem Diktat der Finanzwelt unterjocht worden sind.
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Lob?
Ich frage mich noch immer warum die Griechen nicht einfach den desaströsen EU Weg verlassen und entweder einfach mehr Schulden machen ... um ihrem Volk wieder eine Perspektive zu geben oder eben halt einen eigenen Weg gehen.
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"Wenn du unterlegen bist - sei schlau" ... ich wüprde vermuten, dass die Griechen nicht hoch genug gepokert haben. Die EU will kein Land verlieren... das kann man noch immer ausnutzen.
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Der Schuldenschnitt wird eh kommen ... kosten für Deutschland zig Mrd!

@ Wiesengrund: gehe ich

@ Wiesengrund: gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie keine Lösung für das Problem der lohnabhängigen Griechen haben, außer diese weiter mit europäischen Steuermilliarden weiter zu allimentieren? Falls dem so ist, dann nehmen Sie bitte ihr Erspartes und werfen es in das Fass ohne Boden. Danke!

@Dark Chaos, 18:12 - Marktkonforme Staatsaktivitäten

Obgleich Sie, werter Herr Dark Chaos, etwas verärgert klingen, erlauben Sie mir bitte den Hinweis, dass der deutsche Staatsapparat sich längst um die "Krise Griechenlands kümmert", indem er dafür sorgt, dass EU-Kredite an den griechischen Staatsapparat vergeben werden, damit jener das Marktwirtschaftssystem entsprechend den Kreditauflagen der Troika konsolidiert, indem jener die griechischen Lohnabhängigen mittels Spar-Diktat zwangsverarmt, sodass immer größere Teile der lohnabhängigen Bevölkerung - wie die Tagesschau berichtet - ohne Krankenversicherung "an den Rand der Verelendung gedrängt" werden, woran sich zeigt, wie sehr nicht Deutschland, sondern die deutsche Staatsmacht in die Krise der Marktwirtschaftsdemokratie namens Griechenland involviert ist.

@wiesengrund

Ich weiß sehrwohl, dass Deutschland sind um Griechenland "kümmert" und genau das kritisiere ich. Deutsches Steuergeld wird hier teils geschenkt, teils mit großem Risiko verliehen für einen Zweck, der schlicht und einfach nicht in der Aufgabe des deutschen Staates entspricht. Das wird auch nicht besser durch die Wiederholung des Wortes "Verelendung" ihrerseits. Ein Spar-Diktat gibts übrigens auch nicht, Sparen muss Griechenland um seiner selbst willen und es ist mehr als legitim, wenn für die Milliardenkredite gewissen Bedigungen oder auch Sicherheiten gestellt/verlangt werden. Nochmal: Die griechische Politik ist für die Sparmaßnahmen verantwortlich, genauso wie sich Griechenland die Krise größtenteils selbst eingebrockt hat, durch Korruption, denkbar miese Steuermoral und einen riesigen Staatsapparat.

@HagenRiether, 18:42 - Falscher Adressat?

Gehe ich recht in der Annahme, werter Herr, dass es die deutsche Staatsgewalt ist, die uneigennützige Kredite an den griechischen Staatsapparat mitvergibt, weil das EU-Land anscheinend kein "Fass ohne Boden" ist, sodass die deutsche Staatsgewalt sich kreditmäßig engagiert, um das Marktwirtschaftssystem zu konsolidieren, weil Griechenland als Absatzmarkt für den gewinnbringenden Verkauf deutscher und anderer Waren erhalten bleiben soll.
Gehe ich zudem recht in der Annahme, dass Sie als Steuerzahler für die Kredite der deutschen Staatsgewalt an die griechische Staatsgewalt ungefragt bürgen müssen, sodass Sie Ihren Unmut bei der zuständigen Staatsstelle vortragen sollten, wobei Sie eventuell Solidarität mit den griechischen Lohnabhängigen bekunden könnten, die auf Geheiß von EU-Deutschland zwangsverarmt werden, um das Marktwirtschaftssystem zu konsolidieren - wie Finanzminister Schäuble zu sagen pflegt?

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