Griechenland bleibt auf Sparkurs - Reaktionen geteilt

18. Juli 2013 - 09:35 Uhr

Die Entscheidung fiel knapp aus: Mit 153 von 300 Stimmen hat das griechische Parlament ein neues Sparpaket angenommen. Es sieht - wie von EU und IWF gefordert - die Entlassung Tausender Staatsdiener vor. Viele Griechen nennen das "Spar-Diktatur".

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Kommentare

Europa braucht Vielfalt!

Wir brauchen ein Europa der Vielfalt. Der Solidarität. Der Menschen. Der Begegnungen. Des Friedens.
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Mit welcher verdrehten Logik werden hunderte Milliarden Euro in der BRD per Länderfinanzausgleich und Solidaritätsbeitrag transferiert und einem Kontinent, für den die gleichen ökonomischen Regeln gelten wie für die BRD, wird Austerität aufoktruhiert?!
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Und selbst wenn es einen EU-Staatenfinanzausgleich gäbe, wäre er nur ein mangelhaftes Behelfsinstrument, da er Anfeindungen generieren würde, wie sie bereits in der BRD zwischen "reich" und "bedürftig" generiert werden. Zudem würde Geld nur via Merkelscher Planwirtschaft verteilt werden.
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Meiner Überzeugung nach hilft nur die Rückkehr der Südstaaten zu eigener Länderwährung.
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Wenn Experten zugeben, dass eine Nord-Währung nach Süd-Austritt drastisch aufwerten würde, belegt dies, dass der Euro für den Süden viel zu hart ist. Könnte der Süden abwerten, könnten wir "doppelt so häufig Urlaub machen" und die Steuereunnahmen würden wachsen.

Versteh ich jetzt nicht

Die Griechen muessen doch einfach nur die Steuern erhoehen und die Schulden begleichen, dann ist doch genug Geld da, um die Staatsdiener zu bezahlen.

Und solange die deutschen Panzer noch neu sind, koennen sie sie auch gleich an Saudi-Arabien verscherbeln. Wenn das Deutschland nicht passt, kann Merkel die Panzer zurueck kaufen.

Knappe Entscheidung - ich habe mich geirrt, denn

ich war mir ziemlich sicher, dass die Abstimmung für das neue Sparpaket scheitern wird. Ja und ich muss ehrlich sein, ich hätte es mir für die armen Griechen gewünscht, wenn ein Nein gekommen wäre.
Die Griechen haben viel zu viele Beamte und sie haben Fehler gemacht und ja, sie müssen reformieren. Aber doch nicht so! Wer glaubt denn ernsthaft, dass auch nur 1 entlassener Beamter in der Wirtschaft unterkommt? Das Volk verarmt und verelendet und Schäuble sagt GR sei auf einem guten Weg und der griechische Minister verkündet seinem Volk, dass dies das letzte Sparpaket sei. Das hat er auch vor der Wahl gesagt und nachweislich gelogen.
In GR wird es jetzt zurecht Unruhen geben, das Volk hat nichts mehr zu verlieren. Gestern verlor der Vorlüufer vom ESM seine Bestnote.
Europa sollte GR seine Schulden erlassen und den Weg zurück zur Drachme freigeben. So könnte GR neu anfangen. GR ist schon lange nicht mehr schuldentragfähig. Dies trifft im Grunde auch für Irland und Portugal zu.

Strukturwandel

Der Strukturwandel ist nunmal nicht langfristig aufzuhalten. Die Welt entwickelt sich stetig weiter und wenn ein Land eine Weile stehen bleibt, muss es danach rennen um wieder aufzuholen, wenn es weiter im Wohlstand leben will.
Das es nach einem Reformstau für die Bevölkerung unschön wird ist bedauerlich, aber normal.

@gierde zerstört

Ja nun, doppelt Urlaub zu machen mag für uns zwar schön und gut sein, für gewisse Südstaaten allerdings nicht.
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Diese leben nicht ausschliesslich vom Tourismus und müssen eine funktionierende und wettbewerbsfähige Wirtschaft aufbauen. Schliessen wir diese nun vom Euro aus, werden Importe gewisser Güter so exorbitant teuer, dass man sich diese nicht mehr leisten kann.
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Dann heisst es für einige Staaten also wieder zurück zur "Bananenrepublik", also zum Urlaubsland mit einer Hand voll lokalen Spezialitäten. Zukunftsfähig ist dies nicht und Perspektive bietet es den jungen Menschen in diesen Ländern auch nicht.
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Ich halte diese Sichtweise insbesondere aus Deutschland kommend für höhst egoistisch und ignorant des eigenen Nutzens der EU gegenüber.
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Darüber hinaus finde ich auch die pauschale Kategorisierung der Südländer als Problemfälle unangebracht, denn nicht alle Südländer sind unter dem Rettungsschirm.

@mondfee

"Europa sollte GR seine Schulden erlassen und den Weg zurück zur Drachme freigeben. So könnte GR neu anfangen. GR ist schon lange nicht mehr schuldentragfähig. Dies trifft im Grunde auch für Irland und Portugal zu."
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Ich hoffe, es ist Ihnen klar, dass dieses gesamte Rettungspaket ausschliesslich dazu dient vornehmlich Deutsche Banken zu retten und nicht Griechenland.
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Wir sitzen hier also auf hohem Ross und richten über die Griechen und deren Situation, ja möchten diese sogar Pauschal mit anderen aus dem Euro ausschliessen.
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Dabei sollte uns eines klar sein: Wenn den Griechen, den Iren und den Portugiesen die Schulden erlassen werden, dann kippen hier in Deutschland reihenweise die Banken um und dann sieht es bei uns bald so aus wie in diesen Ländern, inklusive Verluste von Rente, Lebensersparnissen, etc.
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Man schaue sich doch nur einmal an was beispielsweise die Deutsche Bank in den USA so angerichtet hat.

85.000.000.000 US Dollar

In Buchstaben: 85 Milliarden inflationsgenerierende US Dollar "frisches Geld" pumpt die US-Notenbank monatlich in die Wirtschaft – um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.
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JEDEN MONAT!
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Sie investiert dieses "Geld" in US-Staatsanleihen und Hypothekenpapiere. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Um günstiger zu werden.
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Das macht die US-Notenbank "FED" nicht, weil sie Inflation prima findet, sondern weil sie die Konjunktur beleben möchte – mitunter indem die Geldmenge erhöht wird, die Lohn-Stückkosten gesenkt werden. Zugleich die Mieten und Lebenshaltungskosten.
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Schäuble gingegen gedenkt mittels lächerlicher 100 Millionen Euro, einem Bruchteil dessen was ein Berliner Flughafen kostet, eine Belebung in die eurobedingt zerstörte griechische Wirtschaft zu bringen. Wie vollkommen inkompetent muss man sein?
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Wir haben hunderte Milliarden in die Neuen Länder transferiert und meinen, dass für den Süden Austerität die Konjunktur belebt?

@ 10:00 von cynic

"Schliessen wir diese nun vom Euro aus, werden Importe gewisser Güter so exorbitant teuer, dass man sich diese nicht mehr leisten kann."
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Ja da haben Sie Recht! Hierzu gehören Öl (Energie), Gold, Stahl etc. Weil wir jedoch im Süden, im Gegensatz zur BRD bedeutend weniger Industrie haben, ist man dort nicht ansatzweise in dem Maße auf billige Energie angewiesen, wie wir es sind.
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Am Beispiel Türkei sehen Sie, dass man auch/gerade mit mit weicher Währung boomen kann – dass dort gibt es zum einen niedrige Lebenshaltungskosten, die mit Euro nicht möglich sind, entsprechend günstigen Tourismus, zum anderen können aber parallel komplexe Dienstleistungen hohe Löhne generieren. Der Schwerpunkt in Deutschland (Exportwirtschaft) liegt auf der Industrie, hierfür brauchen wir eine harte Währung (Energie, Rohstoffe). Im Süden liegt der Schwerpunkt jedoch nicht auf der Industrie. Dort brauchen wir niedrige Lebenshaltunsgkosten, die günstige Exporte/Tourismus Güter ermöglichen. Investoren locken.

Euro: Ursache und Fehlkostruktion!

Diskussionsgegenstand ist nicht, dass der Euro, bei Verabschiedung des Südens aus dem Währungsverbund, drastisch aufwerten würde. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Euro für den Süden zu hart ist.
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Niemand bezweifelt diesen Zusammenhang!
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Wenn also die Nordwährung aufwerten würde, könnten wir günstiger Energie und Rohstoffe importieren und weniger Geld für bedeutend günstigeren Urlaub im Süden ausgeben. Die Mischung würde dazu führen, dass der Süden wieder aufblühen könnte und wir, trotz Aufwertung der Nordwährung günstig verkaufen könnten (Energie und Rohstoffe werden billiger). Die Nachfrage aus Europa würde wieder steigen. Allen ginge es besser, die Steuereinnahmen würden steigen. Der Süden könnte seine Verbindlichkeiten bedienen!

Finanzierung des öffentlichen Dienstes

Vorgestern stand ich vorm Büro der Wasserwerke hier in Rethymnon auf Kreta und wollte meine Wasserrechnung bezahlen. Ging aber nicht: Geschlossen. Grund: Streik. Nichts Ungewöhnliches also.

Die Entlassung von 15.000 Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes wird nicht dazu führen, dass die Qualität der erbrachten Dienstleistungen sich verschlechtert. Denn noch schlechter geht gar nicht mehr.

Ich werde heute einen erneuten Anlauf unternehmen, um mein Wassergeld zu bezahlen. Ist halt immer mit einer Menge Lauferei und Zeitverlust verbunden.

Beim E-Werk kann man übrigens schon per Internet bezahlen. Die befinden sich dort bereits im 20. Jahrhundert und sind deutlich auf dem Weg ins 21.

Zu am 18. Juli 2013 um 10:00 von cynic

Könnte es sein, dass Sie da gleich mehrere Entwicklungen falsch beurteilen?
Soweit ich es beurteilen kann, haben wir weltweit gesehen schon jetzt eine deutliche Überproduktion und zwar nicht nur von Autos.
Könnte es nicht doch sein, dass gerade für Länder, die so viele landschaftliche Reize haben, ein drastischer Ausbau des Tourismus erfolgversprechender ist als der Aufbau einer produzierenden Industrie, die möglichst auch noch exportieren soll um Devisen zu erwirtschaften. „Industrie“ zur Erzeugung von ökologischer Energie und Dingen des täglichen Bedarfs wäre natürlich gut.
Warum sollte die Festlegung auf den Schwerpunkt Tourismus nur für Deutschland von Nutzen sein? Warum sollte dies den dortigen jungen Menschen keine Perspektive bieten? Ärzte, Richter, Verwaltungsbeamte, Ingenieure usw. werden auch bei solch einem Schwerpunkt benötigt.
PS. Nennen Sie mal bitte ein Land, dass zu den südeuropäischen Ländern gerechnet wird, dass keine Wirtschaftsprobleme hat.

Warum

Warum meinen immer alle das Deutschland für die Weltwirtschaft zuständig ist?
Wenn die Griechen ihre Drachmen zurück haben wollen, ist das eine Griechische Entscheidung, und wenn sie Geld von Europa haben wollen, haben Sie auch die Entscheidung die Bedingungen zu akzeptieren oder auch nicht. Merkel oder Schäuble sind doch nicht für die Entlassungen oder die Wirtschaftspolitik in Griechenland zuständig. Wenn die Griechen sagen: Seht her - wenn wir diese Summe noch mal bekommen könnten, sind wir danach Wirtschaftlich authark (das ganze müsste natürlich Glaubhaft sein und eine vernünftige Größenordnung haben), würden sie doch auch das Geld bekommen. Daselbe gilt für alle anderen Länder.
Die 100 Mio für den Mittelstand sind ein Geschenk für die Griechen - es wird dafür keine Gegenleistung verlangt. Der Vergleich mit der Wiedervereinigung hinkt hier natürlich ganz gewaltig, da Europa eben keine große Familie oder Staat ist.

100 Millionen €

... ist gerade mal eine gute hälfte der Kosten des neuen Abhörzentrums in Wiesbaden. Damit bringt er Griechenland nicht weit!!

Hoffnung

Wollen wir hoffen, dass es nicht (nur?) Lehrer, Hausmeister, Polizisten und dergleichen treffen wird.

Könnte man vielleicht zu gegebener Zeit eine Statistik veröffentlichen?

ES REICHT!

Wie immer sind es die " kleinen Leute " , welche den Schlamassel auszubaden haben.
Rational gesehen, mag ja durchaus richtig sein, sich dem EU-Diktat zu beugen und die geforderten Massnahmen umzusetzen.
Aber wie würde sich ein Herr Schäuble fühlen, gehörte er zu den Betroffenen, die am allerwenigsten für das ganze Elend verantwortlich sind und deren Existenz womöglich vernichtet wird !?
So wird die EU und der Euro keine Zukunft haben....

es freut mich...

daß uns Wolfgang den Griechen mit diversen Millionen mal wieder unter die Arme greifen will, nur sollten die sich einmal darauf besinnen ihre Rohstoffkapazitäten auszuschöpfen. Bewiesenermaßen sitzen die Griechen doch auf einem eleganten Erdgasfeld welches bisher scheinbar nur probenhalber angebohrt wurde. Sie sollen gefälligst die Bohrrechte vergeben, sich selber davon 30, besser 50% einverleiben und damit ist deren Schuldenproblem ad acta gelegt.
Welche Ziele die Politik der Troika hier zu verfolgen scheint wäre einmal interessant zu erfahren!

lg jick

überlasst sie ihrem

überlasst sie ihrem Schicksal.
nach der Bundestagswahl werden wir für die Griechen bluten.
maut, mehrwertsteuer etc.

Rückkehr zur Drachme @ 10:28 von Schalk01

"Wenn die Griechen ihre Drachmen zurück haben wollen, ist das eine Griechische Entscheidung, und wenn sie Geld von Europa haben wollen, haben Sie auch die Entscheidung die Bedingungen zu akzeptieren oder auch nicht. "
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Es ist eine Frage des Willens. Wenn finanzwirtschafts-gesteuerte Nord-Politiker den Volksvertretern im Süden die Pistole auf die Brust setzen "entweder entlassen oder es gibt keinen Cent mehr", bleibt ihnen keine Wahl.
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Gäbe es ein EU-Programm "Rückkehr zur eigenen Währung", welches Euro-Austrittszenarien aufzeigt, welches den Übergang zur eigenen Währung ermöglicht, könnten Politiker, gemeinam mit dem Volk, zurück zur eigenen Währung.
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Sie könnten weiterhin EU-Mitglied bleiben. Und trotz Euroaustritt die Übergangsphase überleben. Verbindlichkeiten könnten sie, nach einer Erholungsphase, zurückzahlen.
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Politiker hätten längst damit beginnen müssen, gangbare Ausstigsszenarien zu entwickeln! Anstatt ihre Hörigkeit gegenüber der Finanzindustrie zu beweisen!

Dieses Sparpaket war das letzte; jetzt sind wir über dem Berg

Wie oft haben wir diesen Satz in der Vergangenheit schon gehört?
Auch eine Wiederholung mancht ihn nicht richtiger.
Und eine Parlamentsabstimmung in einer so wichtigen Frage mit nur 3 Stimmen Mehrheit entspricht zwar den demokratischen Regeln, spiegelt jedoch m.E. in keinster Weise den Willen des griechischen Volkes wieder.

@cynic

Ja, mir ist klar, dass das Rettungspaket ausschließlich dazu diente die Banken und Versicherungen zu retten. Vor allem deutsche und französische Banken. Diese Tatsache dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, auch wenn es die Politik gerne anders deklariert. Es würde also Zeit werden, dass die Banken, vornehmlich die Deutsche Bank, ebenfalls zur Rettung beitragen.
Keiner würde die Länder aus dem Euro ausschliessen, sondern sie müssten frei entscheiden können Euro Ja oder Nein.
Ich bin davon überzeugt, dass für uns Deutsche es mittlerweile "egal" ist ob der Schuldenschnitt für GR, Irland und Portugal kommt. Oder glauben Sie ernsthaft, dass nicht weitere milliardenschwere "Rettungsmaßnahme" erfolgen werden, die nur dazu dienen die Länder immer weiter in die Verschuldung und die Bevölkerung immer weiter in die Verelendung zu treiben. Wenn ein Land nicht mehr schuldentragfähig ist, dann nützen auch immer mehr Schulden nichts.
Die "Rettungsgelder" fließen direkt in die Finanzmärkte.

Wirklich traurig...

"Die Polizei sperrt das gesamte Regierungsviertel ab; Demonstrationen in der Athener Innenstadt sind tagsüber verboten, damit der Schäuble-Besuch reibungslos über die Bühne geht."
So sieht das aus, wenn ein demokratischer Finanzminister ein anderes demokratisches Land besucht...

Beleidigung deutscher Politiker

So begrüßenswert es auch ist, dass die überfälligen Sparmaßnahmen nun endlich beschlossen wurden, so verabscheuenswert ist es aber auch, dass die Diskussionen darüber im griechischen Parlament immer mit üblen Beleidigungen deutscher Politiker durch einige Abgeordnete einhergehen, wie die homophobe Äußerung über Westerwelle, über die der Tagesschau-Reporter berichtete. So etwas darf nicht ohne Konsequenzen für den Parlamentarier bleiben.

Alberner Aktionismus ohne echte Wirkung

15.000 Entlassungen bei den Beschäftigten des griechischen Staates, der etwa 750.000 Menschen beschäftigt.
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Das sind gerade mal 2% (in Worten: Zwei Prozent)!
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Seit langem ist bekannt, auch schon vor der Krise, dass in Griechenland etwas ein Viertel bis ein Drittel der Beamten und Angestellten des Staates ihren Job nur Aufgrund von Beziehungen und ohne irgendeine sinnvolle Qualifikation bekommen haben. Viele von denen wissen weder genau was ihre Aufgaben sind, noch können sie erklären warum sie diesen Job haben.

Auch kritische, griechische Journalisten berichten immer wieder darüber und melden zum Teil noch höhere Zahlen.

Zur Lösung des Problems müssten, eigentlich auch ohne Krise und Sparzwang, zwischen 180.000 und 250.000 Beschäftigte des Staates entlassen werden. Damit hätte man dann auch in Griechenland wieder ein vertretbares Verhältnis zwischen Einwohnern, Beschäftigten in der Wirtschaft und Beschäftigten des Staates.

Und Fair gegenüber den normalen Angestellten wäre es auch

Was wäre in Deutschland los...

Was wäre in Deutschland los wenn man 15.000 Beamte nach Hause schicken würde? Gruss

Leider wird die Bankenrettung weitergehen...

...auf Teufel komm raus.
Allein - es wird nicht funktionieren.
Das Strukturproblem des Euro bleibt und wird die Lage in den Südländern weiter destabilisieren.
Trotz Tourismus bleiben Außenhandelsdefizite die nichts anderes sind als Schulden die irgendwann bedient werden müssen.
Ohne eigene Währung werden immer wieder "Schuldenschnitte" nötig sein um die Lage irgendwie halbwegs im Griff zu behalten.
"Schuldenschnitte" im Süden sind aber aber gleichbedeutend mit Schuldenmacherei der nordeuropäischen Staaten - Schulden die unsere Politiker machen, die aber von uns STEUERZAHLERN beglichen werden müssen.
Geraten Frankreich, Spanien oder Italien in die Situation das "Schuldenschnitte" gemacht werden müssen, dann ist das Spiel aus.
Wieviel Zeit wird kann man durch diese Manipulationen schinden?
Auf jeden Fall denke ich: bis zur nächsten Bundestagswahl.
Das ist alles was einen Politiker interessiert.

Und wieder

Nazi-Plakate mit Schäuble und Merkel. Das ist so dumm und deratig respektlos, völlig unbegreiflich. Was kann ein klar denkender Mensch der deutschen Regierung den vorwerfen? Absolut nichts, außer natürlich der Verschwendung deutscher Steuergelder, aber statt den Deutschen demonstrieren die Griechen, also die Empfänger, gegen die Milliarden. Wie schwierig ist es zu sehen, was abläuft? Sparen = eigene Regierung, Deutschland = Geldgeschenk, so sieht es für die Griechen aus. Und trotzdem sind wir die Bösen. Aber natürlich hält Rassismus Merkel&Co nicht davon ab, weiter unser Geld in ein bankrottes Land zu stecken, echt schön blöd.

Achtel und Sechstel

Griechenland hat ein achtel der deutschen Bevölkerung und ein sechstel der dt. öffentlichen Bediensteten. Außerdem sind davon mehr Beamte. Die Staatseinnahmen erreichen nicht ein zwanzigstel. Daraus errechnet sich, dass griechische Staatsdiener weniger als 30% deutscher Kosten verursachen dürfen. Jetzt sollen 2% der Staatsdiener entlassen werden. Nötig wäre mehr als Verdoppelung der Staatseinnahmen. Ausländische Experten die dabei helfen wollen sollten willkommen sein.

okay..

...die Griechen gehen auf die Strasse, aber mal ehrlich! Kann man es ihnen verübeln?
Denke das wäre bei uns nicht anders!
Die griechischen Entlassungszahlen mal hochgerechnet auf unser Beamtenniveau, hier würden schlappe 120000 Staatsdiener gehen müssen.
Kann die Griechen gut verstehen, so übel wie ihnen mitgespielt wird.

@gierde zerstört @yugyag

@gierde zerstört
Da stimme ich zu.
Es ist Sache der betroffenen Länder eine Entscheidung zu treffen und damit zu leben.
@yugyag
Das regt mich auch immer auf. Dabei entscheiden die doch gar nichts.
Das die Vorschläge für die Betroffenen nicht immer die besten sind liegt wohl daran das jeder seine eigenen Vorteile im Kopf hat. Verständlich, Oder?

@ 11:03 von Dark Chaos

Sie haben Recht – man sollte Merkel und Schäuble ggf. ein Deutsche Bank-Logo auf die Stirn tatowieren – das würde wesentlich besser passen.
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Die Griechen befinden sich in der Schraubklemme namens Euro. Es gibt schlichtweg keinen Ausweg für sie.

Gut so

Denn zum Sparen gibt es keine Alternative.

@yugyag

Zitat: "So etwas darf nicht ohne Konsequenzen für den Parlamentarier bleiben."
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Nun, gottseidank haben Sie nicht das Sagen, denn wenn es sich um Volksvertreter handelt, dann muss gewährleistet sein, dass sie alles sagen dürfen, was Ihnen durch den mehr oder weniger gut funktionierenden Kopf geht. Und wenn so ein Volksvertreter dann mit Dreck um sich schleudert, muss er halt wieder abgewählt werden.

Der Ansatz des Griechenlandbeitrittes

war falsch und jetzt fliegen Merkel und Scheuble die Fetzen um die Ohren.
Das haben sie sich selbst eingebrockt. Das so etwas nicht funktioniert konnte man vorher in Rußland unter Jelzin in den neuen Ländern beobachten .
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Eine falsche Wirtschaftspolitik wird eben auch mit Geld nicht besser. Wie man es machen kann zeigte uns allen die Türkei.

Was die Sache angeht, bin ich

Was die Sache angeht, bin ich mit gierde zerstört und anderen der Meinung, dass der derzeitige Kurs in die Verarmung führt.
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Heute ist in Portugal anhand der Verkaufszahlen vom Anfang des Jahres festgestellt worden, dass die Privathaushalte langsam in den "Überlebensmodus" übergehen, konkret: es werden weniger Grundnahrungsmittel wie Brot, Mehl, Reis, Öle usw. gekauft. Das heisst nicht, dass es auf einmal weniger Leute gibt, sondern dass jetzt schon am Essen gespart wird.

Marktwirtschaftskonforme Politik

Dass der griechische Finanzminister den staatlichen "Sparkurs", der immer mehr griechische Lohnabhängige ins Elend stürzt, für "absolut notwendig" hält, erweist ihn als marktwirtschaftsfrommen Regierungspolitiker.
Der Herr aus der Riege des Herrschaftspersonals ist anscheinend ein eindimensionaler Mensch, der nur in den Unternehmerprofit generierenden Kategorien des Marktwirtschaftssystems zu denken vermag. Hingegen steigt die Zahl der griechischen Lohnabhängigen, welche die bedrohliche Produktionsweise überwinden wollen.
Aufgrund dieser gegensätzlichen Denkungsarten handeln die gesellschaftlichen Akteure in gegensätzlicher Weise. Einerseits betreibt der marktkonforme Finanzminister eine Politik, die z.B. zu Massenentlassungen Lohnabhängiger führt, da sich deren Beschäftigung im Rahmen der Marktwirtschaft nicht rechnet. Andererseits lassen sich die entlassenen Lehrer, Hausmeister und andere nicht von Marktwirtschaftsfrömmigkeit lähmen, sondern streiken gegen das Marktwirtschaftssystem.

Bleibt die Frage: Was sollen

Bleibt die Frage: Was sollen völlig verarmte Länder mit einer harten Währung überhaupt noch anfangen?
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Langsam kommt es mir so vor, als ob da eine bestimmte Absicht dahinter steckt: wenn man die Länder, die in Schwierigkeiten stecken, erst einmal vollends in die Verarmung getrieben hat, dann wird deren Ausstieg (oder dann eben Rausschmiss) aus dem Euro für die anderen Länder viel, viel billiger zu haben sein, als das jetzt noch der Fall wäre.

Keine Reform ohne Schmerzen

Wer glaubt die Situation in Griechenland wird sich verbessern ohne dass es irgendwo Einschnitte gibt der irrt.

Selbst in einer absolut verfahrenen Situation wie sie momentan herrscht ist wenig Einsicht vorhanden notwendige Reformen durchzuführen. Wie viel Entgegenkommen gegenüber den Geldgebern der EU würde es wohl geben, wenn es nicht um die drohende Abwendung des Staatsbankrots gehen würde?
Da das Fundamten des griechischen Staats- und Gemeinwesens zu großen Teilen aus Korruption, Vetternwirtschaft, Steuerunehrlichkeit und Ressourcenverschwendung besteht, wird das ganze Gebilde instabil sobald man ernsthafte Reformen angeht.

Kein Staat kann es sich auf Dauer leisten einen aufgeblähten Wasserkopf an Beamten zu unterhalten. Die Entlassungen mögen zwar zunächst keine Entlastung bringen, aber sie sind ein richtiges Zeichen.

Ohne Druck von außen sich in Griechenland nichts bewegen! Notwendige Reformen nicht zu unternehmen hat Griechenland ja erst in diese Situation gebracht.

@ 11:31 von Gruselhut

Ja interessant ist auch, dass, weit unter Wert privatisiert wurde und weiter werden sollte. Zudem kommen, mitunter in diesem "Forum", Forderungen, dass in Griechenland gefälligst weiträumig Fracking betrieben werden soll. An Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten.
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Ich denke Hauptgrund für das Festhalten am Euro ist die Phantasielosigkeit und Inkompetenz der FInanzwirtschaft und der Politik. Wozu Verbindlichkeiten via Aufschwung und Rückzahlung in weicher Währung eintreiben, wenn es über den Nord-Steuerzahler auch funktioniert. Dass Europa mittels Euro vernichtet wird, ist den Betonköpfen offensichtlich egal! Da zählt kein morgen. "Nach uns die Sintflut!"
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Es ist erschütternd, was sich "da oben" abspielt! Und es ist erschütternd, wie schnell mittels falscher Politik aus einem friedlichen, wohlbalancierten Europa ein Kontinent der Angst, der Perspektivlosigkeit, der Anfeindungen wurde.
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"Experten" haben versagt. Finanzzocker haben wieder einmal versagt. Politiker haben versagt.

Das Problem ist nicht der €

auch wenn manche hier ihn noch so sehr hassen.
Das Problem sind
- die Konkurrenz des € zum $
- die Austeritätspolitik, die die Menschen verarmt und die Banken bereichert
- die entfesselten (weil deregulierten) Finanzmärkte und deren Wetten gegen Staaten
- das Starren auf Ratingagenturen, die in keiner Weise unabhängig sind
- der Glaube der Politiker, die Menschen hätten Geld und hätten von der Entwicklung der letzten Jahrzehnte profitiert
- die 'neoliberale' (<--ich mag das Wort nicht) Profitgier.

Das Problem ist nicht die unterschiedliche Wirtschaftskraft von z.B. Griechenland und Deutschland.
Hat man schon einmal davon gehört, dass die unterschiedliche Wirtschaftskraft von z.B. Montana und Illinois ein Problem für den $ wäre? Ich nicht!

Eines stimmt schon: Gier zerstört!

Ich verstehe die Krise in Griechenland nicht

Griechenland hat in den letzten 20 Jahren enorme, von der EU unterstützte, Investitionen in die Rente, in den Sozialstaat und in die Bildung getätigt. Der private Konsum wurde außerdem durch Generierung von Nachfrage angekurbelt. Diese Investition sollte doch so langsam mal Früchte tragen und die Wirtsschaft auf Vordermann gebracht haben.

seit ueber 2 jahren wird gerettet und gerettet

es ist nicht mehr mit anzuhoeren. schon vor zwei jahren war von beamten abbau und einsparungen die rede.

was ist seitdem geschehen?

man kann das thema griechenland und alles damit verbundene nicht mehr sehen oder hoeren.

europa wird durch bankenrettung und geld export in die armut und arbeitslosigkeit getrieben.

schaeuble, merkel und die anderen nachfolger von kohl beten die geldverschwendung runter wie die psalmen in der biebel und berauben das volk wo es nur geht.

Die 100 Millionen Euro...

... die FM Schäuble gerade nach Griechenland bringt, ist das erste Geld an der Troika vorbei. Was soll man sich mit Absprachen und Verträgen belasten, man spendet das Geld direkt und keine Kontrollinstanz kann etwas dagegen haben.

Und was die Plakate mit den

Und was die Plakate mit den Nazivergleichen für Merkel/Schäuble angeht: während in Deutschland mit dem Nazibegriff (zu recht) sehr sehr vorsichtig umgegangen wird, sieht man das im Ausland nicht so eng: da wird der Begriff gerne mal verwendet, um jemanden einfach mal so zu beleidigen, auch wenn seine Handlungen formal nichts mit den Nazis zu tun haben.
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Sowas müssen wir Deutsche im Ausland leider hinnehmen, das haben uns unsere (bzw. ein Teil unserer) Groß- bis Urgroßeltern eingebrockt und wird wohl erst für unsere Enkel- bis Urenkelkinder langsam verschwunden sein.
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Denn wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen.

@Gruselhut

Bleibt die Frage: Was sollen völlig verarmte Länder mit einer harten Währung überhaupt noch anfangen?
Ich würde mal sagen nichts. Die normale Bevölkerung in GR dürfte so langsam keine Reserven haben und finanziell restlos ausgeblutet sein.
Aber Sie haben mich auf die nächste Frage gebracht: Warum wollten seinerzeit die griechischen Politiker unbedingt den Euro haben. Was haben diese sich davon versprochen?
Ich glaube nicht, dass ein Austritt eines EU-Landes dann für die anderen Länder automatisch billiger wäre. Für Deutschland würde das bedeuten, dass die milliardenschweren Kredite, die einzig der Bankenrettung diente weg wären. Auch würden die gegebenen Bürgschaften fällig und die target-2 Salden müssten abgeschrieben werden. Da wir selbst über 2 Billionen € Schulden haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir ebenfalls nicht mehr Schuldentragfähig sind sehr groß.
Aber über 3 Jahre Krise und milliardenschwere Bankenrettungspakete haben in GR lediglich das Volk verarmt.

Falsch! @ 11:45 von thengel

Falsch! Das Problem ist, dass die Länder nicht abwerten können gegenüber den umgebenen EU-Ländern, den Haupt-Absatzmärkten für Güter und Tourismusprodukte.
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Wenn der Euro gegenüber dem Dollar abwertet, verbessert dies die Exportlage für Industriegüter/Luxusprodukte, die auch in China und den USA gefragt sind. Hiervon profitieren aber nicht die Länder im Süden. Sie müssen gegenüber dem Norden abwerten, damit wir dort tendenziell häufiger Urlaub machen. Zudem werden Investoren gelockt, wenn die lebenshaltungskosten – und entsprechend die Löhne niedriger werden. Die Türkei profitiert mit ihrer weichen Lira dort, wo Griechenland/Portugal/Spanien/Süditalien zu teuer werden.
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Süd-Europa muss gegenüber Nordeuropa abwerten – dem Haupt-Absatumarkt für Süd-Waren und -Tourismusprodukte!

"Spar-Maßnhamen" und "Obertroika"

Die Metapher der "Spar-Diktatur" ist völlig korrekt, denn tatsächlich wird den Griechen seit Jahren vorgegaukelt sie hätten keine Wahl: Entweder sie stimmen den von außen "vorgeschlagenen" Maßnahmen zu oder es gibt keine weiteren Gelder. Im Fernsehen zeigen sie Bilder von geschlossenen Krankenhäusern, Schulen und Tankstellen - so kam das letzte Wahlergebnis zustande.

Und natürlich sind Schäuble und Merkel die "Obertroika", denn sie haben das wesentlichste Wörtchen mitzureden bei der Gestaltung der "Sparmaßnahmen". Das Proteste dagegen verboten werden oder das Staatsfernsehen einfach abgeschaltet wird passt auch ins Bild der Diktatur. Aktuell gibt es in Radio & Fernsehen in Griechenland keine Troika-Kritische Berichterstattung mehr, weil die privaten Sender auf Seite Samaras stehen und die Öffentlich Rechtlichen nicht mehr laufen. So funktioniert Politik in Europa heute...

@Gruselhut - Fortsetzung

Und auch der erste Schuldenschnitt hat nichts zur Rettung beigetragen.
Es ist also so, dass drei Jahre ins Land gegangen sind, zig Milliarden verbrannt wurden und ein Schuldenschnitt wirkungslos verpufft sind. Stopp, ich muss mich korrigieren, die Situation in Griechenland hat sich verschlimmert. Verpufft ist der gewünschte Rettungserfolg.
Die Politik hätte sich vor drei Jahren an die Bailoutklausel halten sollen, Schuldenschnitt in GR und dem Land ermöglichen sollen zur Drachme zurückzukehren. Dann hätten ein paar Banken und Versicherungen das Risiko für ihre Politik selbst tragen müssen.
Die Folgen wären auch nicht so ohne gewesen, aber mit der heutigen Situation nicht vergleichbar.

@Dark Chaos

Zitat: "aber statt den Deutschen demonstrieren die Griechen, also die Empfänger, gegen die Milliarden"
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Sie haben da was ziemlich falsch verstanden, denn diejenigen, die da demonstrieren, sind eben nicht die Empfänger der Milliarden. Diejenigen, die da demonstrieren, sind die Leute, denen es immer schlechter geht, weil an ihnen gespart wird, was das Zeug hält, während die Milliarden per Schuldendienst direkt in das Bankenwesen gepumpt werden.

Lehrer

Wenn ein Staat seine Lehrer vor die Tür setzt, dann ist sein Untergang besiegelt.

Das ist sehr schade.

Privater Wachschutz soll also kommen...

Erst wenn in Griechenland die ersten Polizisten entlassen werden, versteht auch hier der Konsument, was in Europa eigentlich vor sich geht.
Und dafür soll ich mich engagieren? Für dieses Europa der kältesten Herzen?

Diese Polizisten, die kann man nämlich auch durch private Schutzmänner ersetzen. Die sind zwar teurer aber haben absolut gar keinen Kontakt mehr zu ihren Mitbürgern.

Es tut mir Leid um Griechenland.

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