Monsanto zieht Anträge für Gen-Anbau in der EU zurück

18. Juli 2013 - 08:43 Uhr

Der Agrarkonzern Monsanto will sieben Anträge für die Zulassung von Gen-Pflanzen in der EU zurückziehen. Grund sei "die fehlende kommerzielle Perspektive", so ein Monsanto-Manager. Lediglich auf die Maissorte MON810 setzt der US-Konzern auch weiterhin.

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Kommentare

Sehr schön.
Bleibt nur zu hoffen, daß die kommerziellen Perspektiven nicht unter einem anderen Namen/Branding oder neuen Rahmenbedingungen (Freihandelsabkommen?) neu ausgelotet werden.
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Für viele Menschen, sicher nicht nur in der EU, ist Monsanto sowas wie ein Monster, ein Re-Branding, zumindest für die EU, erscheint fast logisch, auch um andere Produktsegmente nicht zu sehr zu beschädigen.

was der Bauer nicht kennt, das frisst er auch nicht. Ich, als angehender Chemiker, finde es immer wieder interessant, wie jeder zum "Gen-Fachmann" wird, sobald das Thema irgendwo auftaucht. Aber mal den Unterschied zwischen einem Benzen Ring und Cyclohexan zu nennen, da reichen die basics wieder nicht aus. Ich find es schade, das dieser Technik keine Chance gegeben wird.

Ich würde vermuten Monsanto hat verstanden was die wohl kommende Freihandelszone zw EU und USA ihnen brigen wird.
Speziell die Investorensicherung dürfte für sie interessant sein. Es könnte also kommen das wenn die EU keine Importe zulässt die EU an Monsanto auch noch horrende Strafen zu zahlen hat.

Als Monsanto würde ich auch keine Gerichtsverfahren anstreben wenn gerade die Regierungen meine Themen vorantreiben....

Pflanzen gefährlich sind, halte ich für weniger wichtig, denn allein die patentrechtliche Abhängigkeiten, in die Bauern durch die Zulassung gezwungen würden, sollten ausreichen, die Zulassung zu verhindern. Es kann nicht sein, dass die Erträge der Landwirtschaft zunehmend wenigen Großkonzernen zufließen, während unsere Bauern weiterhin am Tropf der Allgemeinheit hängen.
Und bitte erspart mir den Hinweis auf die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung. Es gibt jetzt schon zuviele Menschen für den einen Planeten.

Mich ärgert, wie immer wieder so getan wird, als ob der einzige Einwand gegen "grüne" Gentechnik die Angst vor Gesundheitsrisiken wäre (auch das eine beliebte PR-Strategie, wie die Finte vom Rückzug aus Europa. Sobald das Freihandelsabkommen steht, ist Montsanto durch die Hintertür wieder da und reibt sich die Hände).
Es geht hier auch eine vollständige Durchkommerzialisierung der Nahrungsmittelproduktion und den Versuch der Abschaffung der herkömmlichen Landwirtschaft. Sicher kennen sich die Chemiker in den Laboren de Konzerne mit Benzolringen aus, dafür haben Sie von vielen anderen Dingen deutlich weniger Ahnung. In der Summe wissen sie genau so viel oder so wenig, wie die meisten anderen auch, nur scheint es manchem nicht bewusst zu sein.

... und das tor ist noch weiter geoffnet. braucht man keine lastigen verfahren mehr!
es ist skandalos das die eu nicht in der lage ist gen food zu deklarieren!!!!!

wird zu oft ausgeklammert. Das sich diese Pflanzen nicht mehr vermehren können. Ergo muss der Bauer stets neues Saatgut kaufen und damit auch Patentgebühren entrichten. Das ist der einzig wahre Grund der Hersteller, Saatgut gentechnisch zu "veredeln".
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Bei unseren Anbauflächen lohnt sich der Aufwand für Monsanto gar nicht. Längst essen die meisten reichlich Gentechnik aus dem Supermarkt, wo es nur um den Preis geht; Herkunft egal. Oder kaufen alle Europäer im Bio-Laden ?
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Die Begründung von Monsanto ist"wirtschaftlich" verständlich und spiegelt die einzig echte und wahre Sichtweise des Konzerns.

Sie als angehender (!) Chemiker verstehen uns also nicht.
Ich empfehle Ihnen mal eine Recherche über die Machenschaften Monsanto. Amerikanische Firmen im Allgemeinen sind schon mal für rücksichtsloses Verhalten bekannt, Firmen wie Monsanto toppen das aber bei weitem.
Wer für sich in Anspruch nimmt, Naturprodukten ein Patent aufzusetzen, hat imho keine Daseinsberechtigung.
Sehen Sie sich die Wüsten an, die Monsanto hinterlassen hat...
Ich habe nichts gegen neue Verfahren/Techniken, wenn sie bis ins letzte gestestet wurden; wenn sie jedoch von Firmen ausgeübt wird, die über alle Maßen korrumpieren (müsssen), habe ich Angst davor und darüber bin ich stinksauer!

...wie die Bauern in 10 Jahren wieder zu Monsanto gekrochen kommen. Gentechnik ist die Zukunft. Nur informieren sich die meisten nicht, bzw. nehmen ihre Fakten von grünen Protestseiten, wo steht, dass gen. ver. Pflanzen die menschl. Gene verändern könnten. (selbst auf so einer gelesen)
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Durch Gentechnik wird der weltweite Hunger bekämpft und Erträge gesteigert. Sich von der Zukunft abzuschotten heißt irgendwann auch den Anschluss zu verpassen. Ich finde diese rückständige Haltung höchst unverantwortlich.
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Es ist auch eine Frechheit, wie die Politik vor dem Öko-Bürger kniet. Keine einzige Stimme für Gentechnik, Prüfungsverfahren sind absurd lang und unbedenkliches Saatgut wird erst nach Jahren zugelassen. Ich will auch von der Politik repräsentiert werden.
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Man muss ja nicht unbedingt Monsantos klagewelle gegen Bauern unterstützen, aber die Patentierung von künstlicher DNA-Abfolgen halte ich für legitim. Die Konzerne müssen ja auch etwas verdienen.

Dieses Giftzeugs wollen wir nicht.
Wir wollen auch solche Giftkonzerne nicht. Wir wollen die Lügen nicht.
Wir wollen keine Politiker, die dieses Giften und den Betrug unterstützen. Sie sagen immer, toller Ertrag und alles Super. Das sagen Klinkenputzer nur einmal, dann "schmeiss" ich sie von meinem Grundstück.
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Ich will auch in meiner Nachbarschaft kein Giftzeugs. Monsanto, go home, aber zackig.

Ja, angehend, Problem damit? Wo genau lesen Sie eigentlich, ich würde irgendeine amerikanische Firma verteidigen? Ganz im gegenteil: durch die Totalblockade der EU gegenüber Gentechnik und die maßlose Unwissenheit in der Bevölkerung hat kein europäisches Unternehmen die Chance, selbst Verfahren zu entwickeln. Und zum Thema Patent: werden Sie nicht gern für ihre Arbeit bezahlt? Ich fordere nichts geringeres als der Technik eine Chance einzuräumen und endlich einzusehen, dass es auch viel Gutes haben KANN. Aber die Gesellschaft liebt halt "Bio" (lach) und gibt gerne mehr Geld aus, wenn auf der Käsepackung das Etikett "ohne Gentechnik" vorhanden ist. Unwissenheit führt zu Angst.

Also dieses Argument, dass Gentechnik fast in unser Leben einziehen MUSS weil wir damit den weltweiten Hunger bekämpfen können, halte ich doch für ein absolut nichtdurchdachtes Gerücht.

Essen ist doch jetzt schon im Überfluss da, es ist halt nur mehr als schlecht verteilt, wie es halt mit den meißten Sachen ist. Wenn irgendwann Getreide oder ähnliches entwickelt wird, was auch in der Wüste angebaut werden kann, dann werden diese Flächen in Afrika entweder von Europäern oder Chinesen bewirtschaftet um billige Lebensmittel in Ihre Länder zu verschiffen und nicht um irgendwelchen Notleidenden Essen zu spendieren. Und die, die es gebrauchen können, werden sich das Saatgut auf dauer nicht leisten können. Falls es noch nicht aufgefallen sein sollte, Monsanto und Konsorten sind keine gemeinnützigen Vereine!! Da soll Profit erwirtschaftet und Abhängigkeiten geschaffen werden, wie sinnfrei wäre das bei einer hungernden Bevölkerung ohne finanzielle Mittel ?

Warum müssen wir die Erträge noch weiter steigern und dadurch die Möglichkeit eines noch weiteren Nahrungsangebots in unseren Supermärkten zu erhöhen. Man könnte natürlich auch Bioplastik aus den "zusätzlichen" Nahrungsprodukten herstellen - ethisch aber auch fragwürdig. Monsantos genetische Verbesserungen haben doch nur zur Folge, dass Sie dafür Patentgelder einstreichen können - aus marktwirtschaftlicher Sicht ja legitim - aber ethisch eher sehr fragwürdig Bauern an sein Produkt zu ketten. In Ländern wie z.B. Indien sind die Bauern dadurch schon in einer erheblichen Abhängigkeit geraten, welches weder die Menge an Nahrung noch die Lebensqualität der Bauern erhöht hat (Infos im Internet zu finden).
Ganz davon abgesehen, dass keiner von M. sicher sein kann, dass die genetische Veränderung der Pflanze nicht doch die Biodiversität im Ökosystem verändern kann. Ob die Veränderung positiv oder negativ ist, kann leider erst nachher festgestellt werden. Das überblickt vorher keiner.

Nein, keine Probleme mit dem "angehenden" Chemiker; vielmehr frage ich mich, wie weit Sie mehr über Gentechnik verstehen als wir Dummen. Haben Sie schon eine Einsicht in die Forschung, die Sie als Fachmann qualifiziert? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich will Sie nicht angreifen, auch habe ich nicht unterstellt, dass Sie amerikansche Firmen verteidigen.
Ich habe zum Ausdruck bringen wollen, wie diese amerikanischen Firmen uns Menschen behandeln; wie dumme Konsumenten, die kaufen aber nichts wissen sollen, und zwar zu deren Konditionen ohne den Hauch von Verantwortung.
Bei Patenten gebe ich Ihnen Recht, wenn man etwas erschaffen hat; ich sprach jedoch von Naturprodukten, z.B. von Pflanzen in Indien, die von den Enheimischen seit tausend oder noch mehr Jahren genutzt werden und jetzt bei Erwischen dieser traditionellen Tätigkeit unter Anklage stehen. Das machen amerikanische Firmen unter gehörigem Einsatz von Schmiergeld!

Danke für den Kommentar! Mir geht es ebenso. Man darf auch nicht die mafiosen Strukturen und Machenschaften jener Firmen vergessen.

Ich stimme Adelheid absolut zu. Dinge wie gentransfer oder andere gesundeheitsgefahren für den verbraucher sehe ich zweitrangig. Entscheidend ist vielmehr, dass hier ökologisch gesehen eine hochrisikotechnologie betrieben wird, dass es sehr wenige unabhängige studien gibt, dass die interessen von Monsanto & Co. absolut kommerzieller art sind und dass Monsantos geschäftspraktiken zu dem übelsten auf diesem planeten gehören. Das argument "welthunger" gehört zu dem verlogensten, was hier vorgebracht wird. Es geht bei Monsanto-produkten nur um kommerzielle hochindustrialisierte landwirtschaft mit besonders viel gift. Das dient keinem kleinbauern und verarmt die vielfalt von arten, die seit jahrtausenden für die bedingungen verschiedenster gegenden der erde gezüchtet worden sind.

Diesem konzern sollen wir unsere zukunft anvertrauen?

Ich bin dafür, dass weltweit große Forschungszentren zu genetisch veränderten Nahrungsmitteln eröffnet werden. Bezahlt durch die Regierungen (das Volk). Ziel vor allem: Sorten, die keine(!) Pestizide und keinen Dünger (der nciht auch bei Bioland, demeter & Co zugelassen wäre) brauchen und sich für nachhaltigen Anbau eignen (also die Böden z.B. nicht zwangsläufig nach ein paar Jahren tot sind). Hybdridsaat wird verboten. Alle Daten und Ergebnisse werden "Open Source"/"Open Access", alle neuen Sorten komplett frei verfügbar.
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Gentechnik ist nicht das Problem. Auch Züchtung ist gen-verändernd. Chemie, von der wir nicht wirklich wissen, was sie tut oder genau wissen, dass sie uns und der sonstigen Umwelt schadet, ist das Problem (alle Chemiker & Co. sollten ein Pflichtmodul "die größten Chemiekatastrophen" machen). Ganz viel Macht bei ganz wenigen Menschen ist das größte Problem von allen, war es schon immer und wird es immer bleiben.

schreibt vor, dass nur genehmigte Sorten kommerziell vertrieben werden duerfen.

Nur wer sich das Genehmigungsverfahren finanziell leisten kann, kann entsprechende Sorten verkaufen. Alle anderen sterben aus, oder duerfen nur noch im Privaten Jahr fuer Jahr vermehrt werden.

Damit wird klar, dass das Gesetz demjenigen hilft, der viel Geld hat, und ueber den Umweg der Kostenreduzierung die verbleibenden Monokulturen anfaelliger macht fuer Epidemien, die dann ganze Ernten vernichten koennen.

Jeder, den das Thema interessiert, sollte einmal intensiv ueber die Folgen nachdenken.

Kartoffelsorte Linda bietet eine interessante Fallgeschichte im Internet.

so ein Unsinn....wir sind seid langem überversorgt. Erträge steigern, wo sowieso schon zuviel produziert wird, dass ist halt das kleine 1mal1 unseres Wirtschaftssystems.
Wir haben kein Problem mit (zuwenig) Nahrungsmitteln. Ob man Bio-Fan ist oder nicht. Es geht nicht ums Essen, es geht darum einen Markt zu schaffen, wo noch keiner ist.

Anders gefragt: was stimmt denn nicht mit unserem Essen? Schmeckts nicht? Ist Ihnen Essen zu teuer? Zu Ungesund? Gibts zu wenig in den Supermärkten? Oder halten sie nicht lange genug, möchten sie gern Gengurken über Monate lagern?

Der "Globalplayer" Monsanto geht bis zum
Äussersten, wenn es um das Streben zur Monopolisierung der Agrarwirtschaft geht.
Ich war erschrocken als ich nach Obamas
Wahlsieg lesen mußte, dass der neue Agrar-minister wie zuvor durch einen ehemaliger Monsantomitarbeiter gestellt wurde.

Ich hab' vor etwa 6 Monaten eine Studie im Ausland durchgeführt, bei der Landwirte u.a. zur Gentechnik befragt wurden. Man war regelrecht begeistert. Weniger Aufwand, weniger Pestizide, sogar geringerer Diesel-Verbrauch auf dem Acker (weil weniger Intervention).

Übrigens, der Glaube, dass Monsanto und co. Landwirte in die Abhängigkeit treiben würden, konnte nicht bestätigt werden. Saatgut wird bei größeren Betrieben so oder so jede Saison neu bezogen - völlig egal ob konventionell oder gentechnisch verändert. Die Betriebe machen außerdem mehr Gewinn.

Zur "Fachmann-Diskussion":
Chemiker und Naturwissenschaftler im Allgemeinen haben eine nüchterne Art Dinge zu betrachten, und können Risiken und öko-toxikologische Effekte oft besser einschätzen als Leute, die sich auf Blogs, Youtube-Dokumentationen und andere Klatschblätter bezieh'n.

Meine Einschätzung: die Diskussion über grüne Gentechnik in Deutschland ist lächerlich unwissenschaftlich und emotional.

@BlackTemplar
Indische Bauern werden durch Knebelverträge seitens Monsanto in den Ruin getrieben.
Viele begen Aufgrund der hohen Verschuldung Selbstmord.Vandana Shiva spricht von 200 000.
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Monsanto Saatgut ist vierfach teurer als normales.Und die Lüge von weniger Pestiziden durch Genanbau glauben die Bauern nicht mehr.Sie müssen diese von Monsanto gleich mitkaufen.
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Nur ein Beispiel von vielen,warum man Monsanto und Co Verurteilen sollte.
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Aspertam und Glutamat sind Giftstoffe, die unter mysteriösen Gründen eine Zulassung bekamen.

Zwischen Lehr- Unternehmensmeinung und Realität besteht ein grosser Unterschied.
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Es steht ihnen natürlich frei diese Produkte zu mögen und zu essen.

wenn er sich sein Reissaatgut selbst ziehen darf, und nicht jedes Jahr Saatgut UND Herbizide von Monsanto nachkaufen MUSS.

Im Moment klagt Monsanto noch gegen Bauern, wenn sich auf deren Feldern unerlaubt Gene von Monsanto finden.

Es wird Zeit, dass Bauern Monsanto verklagen, wenn der Konzern nicht verhindert, dass sich Monsanto-Gene auf ihre Felder ausbreiten.

50% der erzeugten Nahrungsmittel landen nicht auf dem Tisch, sondern werden vorher vernichtet oder verfaulen.

Es wuerde schon etwas helfen, Bauern in Entwicklungslaendern das Kompostieren von pflanzlichen Abfaellen zu lehren, damit sie teuren Kunstduenger einsparen koennen, und ausserdem ihren Boden verbessern, so dass er besser Feuchtigkeit speichern kann.
Leider wird da noch viel verbrannt.

Gentechnik ist meiner Meinung nach nicht unbedingt was schlechtes.
Aber noch nicht hinreichend erforscht. Alle Studien die bisher gemacht wurden sind entweder von der einen oder anderen Seite beauftragt worden und belegen jeweils das Gegenteil, somit sind sie NICHTS wert.
Mag ja sein, das die Genveränderte Kartoffel für den Zweck für den sie erzeugt wurde besser ist als die herkömmliche, und auch unschädlich. Aber es ist auch erwiesen das andere Pflanzen die auf dem selben Feld wachsen (z.B. als Unkraut) nach einem Jahr in trauter Zweisammkeit mit den genveränderten Kartoffeln plötzlich ebenfalls genverändertes Saatgut hat. Und wir haben noch 0 Erfahrung über die Folgen dieser Sache. Das alles muss erst geklärt werden - wenn auch nur ein Restrisiko besteht, muss der der das Saatgut anbaut, auch für die Folgen geradestehen. Wenn nicht haben wir vielleicht noch so ein Riesen Problem, wie den Atommüll den wir an unsere Kinder weiter geben.

Ich fühle mich nicht angegriffen. Ich versuche nun einmal ein paar Bedenken zu beseitigen: auf einem Produkt steht die Herkunft und die Inhaltsstoffe drauf, ist das nicht so, versagt die Politik, nicht aber die Gentechnik, oder irgendeine andere Herstellungsart. Indische Bauern begehen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht häufer Suizid, als vor der Einfuhr von Gentechnik. Den europäischen Markt für Gentechnik zu schließen bringt nicht viel. Er ist der Zukunftmarkt. Von daher hilft jetzt voralledem Aufklärung und unabhänigige Studien. Dies muss aber neutral geschehen. Das heißt, ist die Technik gut, sollte man dies auch akzeptieren. Hier noch einmal ein Link, der diese Thematik aufgreift. http://www.welt.de/wissenschaft/article117370869/Wozu-gentechnisch-vera…

Wurde denn Ihre Studie schon in einem peer-reviewed journal veröffentlicht? Bitte geben Sie doch hier den Link an, damit man Ihre Behauptungen einmal nachlesen kann.

Ansonsten kann man ja viel behaupten, nicht wahr?
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Und ganz allgemein möchte ich noch hinzufügen, dass Gentechnik vielleicht gar nicht so schlimm ist/sein muss. Aber Monsantos Strategie der Immunisierung gegen das eigene Gilft (Roundup) führt eben zu einer verstärkten Benutzung ebendieses Giftes. Das kann doch einfach nicht gut sein.

10:41 von Anon Ym

"Ich hab' vor etwa 6 Monaten eine Studie im Ausland durchgeführt, bei der Landwirte u.a. zur Gentechnik befragt wurden. Man war regelrecht begeistert."
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Belege bitte.
Am Anfang waren die Indischen Bauern auch begeistert.Da war das Saatgut noch billig,die Schädlinge kamen erst nach 3-4 Jahren.
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P.S. Es ist kein Problem eine Studie mit dem gewünschten Ergebnis herbeizuführen.

Das "versagen der politik" ist absicht der gentech-konzerne - das wurde kürzlich in Kalifornien deutlich, als diese konzerne eine 45 mio $ kampagne machten, damit die bürger gegen eine kennzeichnungspflicht abstimmen.

Ihre "Erkenntnisse" können Sie doch sicherlich belegen und einer Nachprüfung durch unabhängige Dritte unterziehen.

"Die Konzerne müssen ja auch etwas verdienen."
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Nein, die Konzerne müssen verschwinden. Sie sind allesamt seelenlos und dienen nur einem Zweck, nämlich der Gewinnmaximierung. Soetwas wie Menschlichkeit finden sie dort nicht, aber wir sind Menschen. Und wenn die Konzerne verschwinden, gibt es auch wieder genug Arbeit für alle.

Ich bin letztens über einen Bericht von Ökotest von 1/2012 gestoßen. 20 Blütenhonige wurden auf genmanipulierte Pollen getestet, in 14 davon wurde Pollen von Roundup Ready Soja nachgewiesen. Und das in Honig der in Deutschland zu kaufen ist. Aber... Zitat: "Da Roundup Ready Soja in der EU über eine uneingeschränkte Zulassung als Lebensmittel verfügt, dürfen auch alle getesteten Honige verkauft werden."
Auch interessant, Fleisch von genmanipulieren Tieren ist ja angeblich verboten. Aber der Zuchtbulle der die Nachkommen liefert darf genmanipuliert sein...

Als NatWi sollten sie doch wissen, wie wenig man eigentlich sicher weiß. Man weiß zwar die LD50 von x Stoffen, aber im Prinzip weiß man damit nur das so und so viel Gramm eines Stoffs 50 % der Testratten killt. Man weiß dabei nicht wie Menschen reagieren würden, oder wie Kombinationen wirken, oder warum Ratte A stirbt aber Ratte B nicht. Wir reden hier von einem ziemlich groben Trial and Error Verfahren, was gang und gebe ist, in der Wissenschaft.
Jetzt fängt man an, an Genen rumzuspielen, also wieder Trial and Error, denn wie sich diese Veränderungen auf das Ökosystem auswirken weiß man einfach nicht und bei der Komplexität ist das auch kaum möglich. Ich jedenfalls will keine Versuchsratte für den wissenschaftlichen "Fortschritt" sein.
In Dtl. ist es ja eher BASF als Monsanto.

Benzen gehört zu den PAK, C6H12 gehört zu den aliphatischen KWS.
Gegenfrage: Was ist Glyphosphat, der Markenname, dessen LD50 und seine Wasserlöslichkeit, das hat vielleicht mehr mit dem Thema hier zu tun.

Zitat: "Ich, als angehender Chemiker, finde es immer wieder interessant, wie jeder zum "Gen-Fachmann" wird, sobald das Thema irgendwo auftaucht."
°
Ich, als abgeschlossener Biologe, kann Ihnen da zustimmen.
Besonders, wenn es um angehende Wissenschaftler aus fachfremden Bereichen geht.
°
Es wird dann gerne mit einigen Fachbegriffen um sich geworfen, um interessierte Laien zu diskreditieren.
°
Mit fachspezifischen Scheuklappen, werden dann die Erkenntnisse, der in Wirklichkeit, maßgeblichen Wissenschaften (Genetik, Ökologie, Gesellschaftswissenschaften) ignoriert.
°
Selbst die einfache Tatsache, daß der HGT, für prokaryotische DNA auf Eukaryoten, zumindest bei Agrobacterium tumefaciens und Bartonella henselae nachgewiesen ist, scheint nicht geläufig zu sein.
Von komplexen Sachverhalten, wie den Mechanismen innerhalb von Biozönosen oder den Auswirkungen auf die Biodiversität, ganz zu schweigen.
°
Ich bin froh, daß diese Technik nicht unreflektiert zum Einsatz kommt.
°
Gruß, zopf.

gab's doch erst am Dienstag auf arte - und in voller Länge auf Youtube

"Unser Täglich Gift"

"Monsanto mit Gift und Genen"

bin selbst Biochemiker und halte GVOs (=gentechnisch veränderte Organismen) im Freiland für absolut fahrlässig. Die Folgen sind unabsehbar.

@Anon Ym
Da höre und lese ich aber ganz andere Dinge!
Es kommt vielleicht drauf an, ob man die Landwirte befragt, die Gentechnik schon haben, oder wurden alle gefragt?
Können Sie dazu näheres sagen?
>
Viel öfter liest und hört man: Europa hat keinen Markt für Genfummelei, bei Politik, Verbrauchern UND Landwirten nicht!
>
Und die Landwirte, die ich gehört habe, haben gute Gründe angeführt, warum sie kein Gentechnik haben wollen. Der ganze Markt ist nicht auf diesen Unsinn eingestellt und das ist auch gut so!
>
Biotechnologie wird von Gentechnik unterschieden.
Biotech hat vielleicht in manchen Dingen noch Zukunft. Gentechnik nicht.

Monsanto war auch schon mit Agent Orange zur Entlaubung vietnamesischer Wälder sehr erfolgreich. Noch heute
erfreuen sich Vietnamesen der Spätfolgen. In der Tradition kompetent für die Menschheit zu
forschen, basteln sie nun schon
viele Jahre an Regierungen, Dozenten
und Fakultäten stetig um positive
Resultate bemüht. Dummes Europa!
Let's go west......there is the best ;-)

weil wenn man die fragt, die als Landwirte Gentechnik haben, kann man annehmen, dass sie bereits in Abhängigkeit zu dem Produkt sind und dann auch gerne möchten, dass es sich weiterverbreitet, um es selbst einfacher zu haben.
>
Gewisse Märchen der Genfirmen werden dann einfach ungeprüft weiterverbreitet. Weil sie sich nicht eingestehen wollen, dass sie aufs falsche Gaul gesetzt haben.

Zwar gehört Benzen nicht zu den PAK (die Betonung liegt hier auf polycyclisch) des Weiteren bringt aber sinnloses Fakten recherchieren hier wohl auch niemanden weiter und kann wohl sowie kaum als Messwert für die Kompetenz hinsichtlich der Gentechnik verwendet werden.
Ansonsten finde ich persönlich es schade, dass bereits viele Unternehmen ihre Gentechnik-Abteilungen aus Deutschland abziehen. Sollte sich das auch bei anderen Forschungszweigen fortsetzen dann wandert die chemische Industrie wohl dann auch bald ganz aus. Immerhin sind dann die ganzen menschenverachtenden Konzerne weit weg und wir können unser Essen wieder im eigenem Garten anbauen (Zeit dafür ist dann ja auch da weil die Industrie als Arbeitgeber weg ist). Und ich brauch kein Modul "die schlimmsten Chemieunfälle" man lernt schon genug unnützes Zeug im Studium.

"Durch Gentechnik wird der weltweite Hunger bekämpft und Erträge gesteigert. Sich von der Zukunft abzuschotten heißt irgendwann auch den Anschluss zu verpassen. Ich finde diese rückständige Haltung höchst unverantwortlich."

Quatsch: Firmen wie Monsanto ist der Hunger auf der Welt sch... egal. Schon heute gäbe es für JEDEN genug zu essen.
Aber 1. sind die Ressourcen falsch verteilt.
2. wird durch Spekulationen auf Nahrungsmittel deren Preise künstlich in die Höhe getrieben
und 3. landen sie in E10 und Biodiesel.

Firmen wie Monsanto geht es lediglich um Gewinnmaximierung und Abhängigkeit der Bauern durch Patente

Bon Appetit bei der Monsanto Einheitspolenta (oder Soylent gelb).

"Durch Gentechnik wird der weltweite Hunger bekämpft und Erträge gesteigert." Wenn ich mich recht entsinne sind vor einem Jahr mal 2/3 der Maisernte in den USA ausgefallen, davon waren ca. 90% Gen-Mais. Monokultur ist halt nicht Nachhaltig, weder für den Boden noch für den Wasserhaushalt oder die Artenvielfalt. Ohne Gentechnik wären solche schädlingsanfälligen Riesenfelder gar nicht möglich. Diese industrielle Landwirtschaft ist auf dauer unverantwortlich, die Natur hat es 40 Jahre mitgemacht, fragt sich wie lange noch.
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"Die Konzerne müssen ja auch etwas verdienen."
1. Müssen die wirklich?
2. können sie doch, indem sie Saatgut verkaufen was dauerhaft besser ist. Etliche Bauern bereuen inzwischen Gen-Mais genutzt zu haben.

Für mich reicht allein schon die technische Möglichkeit den Ertrag zu steigern um diese auch anzuwenden. Das wir in Deutschland genug Lebensmittel haben und bei gerechter Verteilung niemand hungern müsste ist mir bekannt. Leider gibt es diese gerechte Verteilung nicht, sodass der Ertrag bei der hungernden Bev. gesteigert werden muss.
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-zu den Bauern: genau das will ich ja. Ich will Gentechnik in einem freien, kapitalistischen Markt. Angebot und Nachfrage. Leider wird das durch die Politik verhindert.
-Hunger: Das z.B.: in Somalia Warlords die Bevölkerung ausbeuten kann auch Gentechnik nicht verhindern. Genauso die ungerechte Verteilung. Aber in freien, aufstrebenden Staaten.
-Neem-Baum-patent: lehne ich ab, hat nichts mit Gentechnik zu tun.
-Monopole: ich unterstütze nur richtige Patente. Ich unterstütze nicht rechtswidrige Handlungen Monsantos. Monopole an sich sind aber nicht schlecht.
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Kennen sie die Geschichte von unseren Großeltern? Bayer? Krupp? Ad hominem geht immer oder?

Natürlich sind alles nur Theorien. Aber was genau hat das mit der Thematik zu tun, eine neue Technik komplett zu verbieten? Wie Sie schon richtig erkannt haben, erlangt die Wissenschaft Erkenntnisse über Versuche. Was bitte soll daran falsch sein? Bis ein Lebensmittel ein Lebensmittel wird, muss es eine langjährige Prozedur überstehen. Und ich sage auch nicht, dass Gentechnik zwinged gut ist. Vielmehr fordere ich, dass wir dem Thema neutraler entgegentreten müssen. Im Endeffekt können wir uns diesem globalem Wandler sowieso nicht entziehen. Zum Schluss beantworte ich gerne ihre Frage: Sie meinen bestimmt das Herbizid Glyphosat, welches unter dem Handelsnamen Roundup vermarktet wird. Es ist aufgrund seiner Polarität wasserlöslich und hat einen LD50-Wert von 4275 mg/kg (EU pesticides database).

@Lederstiefel 9:48
@Black Templar 9:58
@Anon Ym 10:41
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Schon 2008 strahlte der Sender ARTE einen Bericht über die Machenschaften des Unternehmens Monsanto aus, dass selbst erfahrenen Journalisten die Haare zu Berge standen.
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Mittlerweile gibt es mehr als ausreichend zusätzliches, seriöses Informationsmaterial zu Monsanto und möglichen Folgen von genverändertem Saatgut inkl. z.B. dem dazugehörigen "Roundup".
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Informieren Sie sich bitte mal! Sofern Sie sich von keinen Pro-Monsanto-Motiven für Ihre Kommentare leiten lassen, werden auch Sie sich über soviel Rücksichtslosigkeit und mangelndes Risikobewusstsein wundern müssen.
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Generell sollte es verboten sein, Grundnahrungsmittel wie Wasser zu privatisieren und auf Lebensmittel Patente anmelden zu dürfen! Das bringt langfristig Abhängigkeiten, die wir heute nicht in der Lage sind zu überschauen.

-PCB
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- Agent Orange
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- der Süßstoff Aspartam, der dem Körper vorgaukelt, er habe Zucker zu sich genommen und müsse deswegen Insulin schütten. Ergo: Lust auf mehr Zucker, Fettleibigeit made by Light-Produkten
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@Michael taucht
"Monsanto mit Gift und Genen" <- sehr empfehlenswert!

Sie sagen beim Thema Gentechnik ist ein Chemiker Fachfremd? Interessant. Es sind Ihnen also zwei Bakterien (Prokaryoten) bekannt, in denen eine DNA-Übertragung in eine tierische Zelle (waren sie menschlich?) nachgewiesen wurde. Und aufgrund dessen, wollen Sie die gesamte Technik, die dahinter steht, verbieten? Ich muss Ihnen wohl kaum sagen, dass jedes Lebewesen (Pflanze, Tier, Mensch) Gene besitzt, ob nun verändert, oder nicht. Auch diese Gene könnten unter Ihrem Aspekt dann wohl leicht in unseren Zellkern eindringen. Überhaupt: Viren pflanzen doch ihre DNA (oder RNA) in unsere Zellen ein, und trotzdem stirbt der Mensch nicht aus. Was ich sagen will ist folgendes: wir sollten insgesamt mit mehr Neutralität an diese Thematik rangehen. Diese Technik ist nicht von grundauf schlecht.

Monsanto hat sehr großen Einfluss auf die USA-Politik/er, hierzu gibt es im Internet zur Zeit noch sehr viele Berichte. Ich gehe nicht davon aus, dass Monsanto zufällig, kurz nach Beginn der geheimen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit der EU, verkündet, man würde sieben! Anträge zurückziehen, (lt. wikipedia hatte Monsanto 2003 allein 647 Patente auf Gen-Pflanzen). Ein kleines Ablenkungsmanöver für schlichte europäische Gemüter seitens der nicht monsantobefreiten USA-Politiker, evtl. im Tausch gegen Grundrechte, um später extremer zuzuschlagen? Wachstumshormone(momentan eu-weit verboten) für Kühe sind auch eine Spezialität dieses Unternehmens.
Monsanto wünscht auch keine Deklarierung von gen-manipulierten Pflanzen auf Lebensmitteln. Gegen Werbung für gen-freie Milch ist Monsanto auch schon mit einem Teilerfolg vorgegangen.
Aber es gibt nicht nur Monsanto, es tummeln sich noch andere Konzerne auf diesem Gebiet.

Und wieder einmal beweisen Sie, dass das Abschneiden selbst alter Zöpfe ;-) keine gute Idee ist!
Dank von einem Geisteswissenschaftler an einen Naturwissenschaftler, der nicht glaubt, in Allem besser Bescheid zu wissen und das ganze Leben regeln zu können!

Ich finde es ganz hervorragend das jemand Chemie studiert, da es eine wunderbare Querschnittswissenschaft ist. Deshalb ist der Rest aber noch nicht unwissend per se. Jeder hat sein Fachgebiet, deshalb muss man aber nicht auf andere herabschauen, man kann sich auch ohne es zu studieren damit beschäftigen.
"die Gesellschaft liebt halt "Bio" (lach) und gibt gerne mehr Geld aus"
Ich weiß zwar nicht was daran lächerlich sein soll, gerade als Chemiker sollten sie wissen, das die meisten Pestizide und Herbizide im Prinzip chemische Kampfstoffe sind, welche Chemiefirmen wie eben Bayer, BASF oder Monsanto nach Kriegen irgendwie an den Mann kriegen mussten, mit der Konsequenz, dass wir unser Essen damit einsprühen. Als Paracelsus, 16. Jhd., meinte die Dosis macht das Gift; gab es den Begriff chronische schadstoffbelastung noch nicht. Und wenn Geld entscheidend ist, warum isst man dann nicht Abfälle, Preiswerter kann man sich nicht ernähren.

Ich schaue auf niemanden herab. Ganz im Gegenteil: Ziel der Wissenschaft ist es immer, kompliziertes verständlich zu machen. Was mich nur nervt ist, dass ein großteil der Gesellschaft Dinge vorverurteilt, von denen sie nicht viel bis keine Ahnung haben. Ich würde nicht soweit gehen und Antioxidantien und Pestizide auf die Liste chemischer Kampfstoffe zu setzen. Aber auch gilt mein Grundsatz, den ich die gesamte Diskussion über versuche zu vermitteln: Jedes Produkt muss für sich aus einer neutralen Sichtweise betrachtet werden. Es bringt uns nichts Gentechnik als solches zu verbieten, wenn wir in Zeiten der Globalisierung sowieso damit in Kontakt kommen. Viel wichtiger wäre es, Klarheit und Transparenz zu schaffen. Leider sind die Worte "Chemie" "Gentechnik" und "Stammzellforschung" aus welchen Gründen auch immer, per se vorbelastet. Das muss sich ändern und nur dann können wir ach einen gesellschaftlichen Konsenz darüber treffen, ob und wieviel Gentechnik wir wollen.

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