Ihre Meinung zu: Schäuble vor Griechenland-Besuch: "Ich bin nicht die Obertroika"

17. Juli 2013 - 20:14 Uhr

Vor seinem Griechenland-Besuch hat Finanzminister Schäuble dem Euro-Krisenland Erfolge beim Sparen bescheinigt. Streiks und Proteste dürften dies nicht gefährden, sagte er in den tagesthemen. Ein weiterer Schuldenschnitt sei nicht geplant.

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Kommentare

Aber minus 5 Sterne für die geradezu erbärmliche, zudem höchstgradig unhöfliche Zwischenfragerei des Interviewers, der die Sätze unseres Bundesfinanzminister stets genau dort mit weitgehend irrelevanten Fragen unterbrochen hat, wo sie am interessantesten zu werden versprachen... Mit anderen Worten: Journalism at its worst.......

Die Mär vom Aufschwung....

Seit mehr als zwei Jahren hören wir von Merkel und ihrem Finanzminister immer wieder die gleiche Botschaft: „Griechenland ist auf einem guten Weg- die wirtschaftliche Entwicklung komme voran, die Anstrengungen zahlten sich aus....“.
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Das einzige was sich in Griechenland entwickelt ist das Chaos und die Verarmung breiter Schichten der Gesellschaft- ein Bild, dass diametral zu dem steht, was uns ständig von der eigenen Regierung verkauft wird.
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Die Menschen in Griechenland stehen mit dem Rücken zur Wand- es gibt für sie in diesem System keine lebenswerte Zukunft und alle „Sparbeschlüsse“ treiben das Land tiefer ins Elend.
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Der nächste Schuldenschnitt geht an die Substanz- da müssen die Bürgen, die Halter (EZB) der Staatsanleihen, als wir Steuerzahler ran. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, man wartet nur, bis der Michel sein Kreuz gemacht hat, bevor man diesem das Fell über die Ohren zieht- nur nicht der Eurokanzlerin in die Parade fahren, nicht wahr Herr Schäuble?!

Herr Schäuble

viel Spass in Griechenland und Grüßen sie sie die oberen 500 recht schön. Mit dem unteren "Pöbel" das ja auch noch protestiert werden sie die Banker und Regierungsmitglieder die sie Treffen nicht belästigen, den normalen Leuten haben sie ja schon ihre Tipps gegeben.
Mund halten und alles ertragen was die Troika befiehlt.
Eins noch Herr Schäuble, "über kurz oder lang geht das alles nach hinten los."

Staatliche Zwangsverarmung

Weil die lohnabhängige Bevölkerung ihr Opfer ist, ist die so genannte "Sparpolitik" in Griechenland "unpopulär".
Auch Wolfgang ist dort sehr unbeliebt, weil er eine zentrale Herrschaftsfigur EU-Deutschlands ist. In seiner Funktion als deutscher Finanzminister ist er maßgeblich verantwortlich für die ökonomischen Brutalitäten, die der griechische Staatsapparat den lohnabhängigen Griechen auf Geheiß der Troika aufherrscht, um das griechische Marktwirtschaftssystem zu stabilisieren. Dabei, so Schäuble, sei Griechenland auf einem guten Weg.
Schlecht jedoch ist Griechenlands Weg für die dortigen Lohnabhängigen, die mittels Massenentlassungen, Lohnkürzungen, Sozialabbau und anderer Grausamkeiten malträtiert werden, damit Griechenland als Absatzmarkt für deutsche und andere EU-Waren erhalten bleibt. Infolgedessen wird deutlich, dass es kein Glück, sondern ein Pech ist, im Marktwirtschaftssystem Lohnabhängiger zu sein, weshalb immer mehr lohnabhängige Griechen streiken und protestieren.

Quo vadis Herr BFM?

Der Schuldenstand Griechenlands marschiert stramm Richtung 200%!!
Die Wirtschaftsleistung sinkt seit 6 Jahren stetig!!
Wo Bitteschön ist da ein guter Weg zu sehen?

Ist das Realitätsverlust oder bewußte Falschdarlegung !?

Danke !

Es geht nur Ein Weg :

Der heißt: S P A R E N !

Bis d. Schwarte kracht .

Alternative: Rauswurf a.d. euro ,,
Ultimatum : Keine Unterstützung , bis d.
G. "freiwillig" das Feld räumen !

Ergo: so macht man Politik ...........

Schäuble wirft Perlen vor d. säue ,
wohlgemerkt, Deutsche Kohle !

wie lange erträgt das das Deutsche Malocher-volk ?
Nach d. Wahl werden d. Steuern erhöht, um d. Löcher zu stopfen , die uns die rest-
eu eingebrockt hat.
Danke an Merkel !

der weihnachtsmann

Bringt 100mio mit und die oberen 1000 der griechen kassieren und sind froh! Der weihnachtsmann dann auch hat sein geschenk abgegeben

Deutschland ist ja nicht ganz unschuldig

Wir Deutschen haben lange über die Verhältnisse der anderen EU-Staaten gelebt, indem wir eine Niedriglohn-Politik ohne Mindestlohn gefahren haben. Um unseren Export auf Teufel komm raus zu maximieren, haben wir viele andere in eine Zwangslage gebracht, denn die hatten Mindestlöhne und Urlaubs- und Weihnachtsgeld und konnten gut leben. Um wettbewerbsfähig zu bleiben oder überhaupt erst (wieder) zu werden, müssen in diesen Ländern jetzt viele Menschen ihren Lebensstandard herunterfahren. "Na und? Hab ich auch alles nicht!" sagt sich der Michel, aber im Grunde ist diese Haltung daran schuld, dass hier momentan so viel schief läuft. Wir bezahlen Griechenland, Italien und Spanien, weil wir es selbst mit heraufbeschworen haben.

So so...

"Das dürfe jetzt nicht durch Generalstreiks und Massenproteste aufs Spiel gesetzt werden" - hm, dann haben die Analysten von JP Morgan wohl recht, wenn sie autokratische Regierungen für Südeuropa einfordern, um den "Sparkurs" gegen das Volk durchzuhalten zu können. Armes Europa.

Was kann

man auch von so einen System weiter erwarten.Nichts,denn es bedient nur die großen wenn die wieder mal sch--- gebaut haben.Und das haben sie in den letzten Jahren bewiesen das sie das sehr gut können.Ausbaden muß es der kleine Mann,egal in welchen Land.

Griechenland

Betrachten wir das Ganze mal faktisch:

Griechenland kann niemals gesunden - Makroökonomisch ausgeschlossen.
Warum ist es ausgeschlossen? Weil die ganzen Rettungsaktionen sich nicht auf die Funktionsweise einer Makroökonomie auswirken.

Greichenland ist und war immer ein Importland. Importe sind eine Nachfrageausfall im eigenen Land und haben somit direkte Auswirkungen auf die Außenhandelsbilanz eines Landes. Das bedeutet, daß ein Importland immer eine negative Außenhandelsbilanz hat. Somit hat ein solches Land auch einen negativen Haushalt, sofern es nicht an anderen Stellen spart. Spart es aber z. B. durch Rationalisierung in Bezug auf Arbeitsstellen Ausgaben ein, schwächt es damit die noch verbliebene Inlandsnachfrage, was zu einem weiteren Stellenabbau führt. Ende vom Lied: Das Land nimmt keine Steuern mehr ein und muß in seine Sozialsysteme investieren - so werden aus einer geringen Einsparung zwei große Kostenfaktoren. Die Aussagen von Herrn Schäuble sind also faktischer Unsinn!

@ 21:14 von menetekel Quo vadis Herr BFM?

>"Der Schuldenstand Griechenlands marschiert stramm Richtung 200%!!.."<
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Also da ist jener der USA mit, ich glaube 17 Billionen, eher ein "Menetekel" ;-)
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>"Die Wirtschaftsleistung sinkt seit 6 Jahren stetig!!"<
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Kommt immer drauf an , was da als Basis genommen wird: z.B. erst mal Auskurieren(v.d.Schulden-der Michel+EU i.Ei. zahlt se ja)um dann wieder leistungsfähig zu sein (im Schuldenmachen=>das Ergebnis war doch die Ausgangs-Basis oder?)
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>"Wo Bitteschön ist da ein guter Weg zu sehen?"<
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Kommt immer auf die Sichtweise an, je nachdem wo das harte Geld landet und wer gezwungen wir, das harte Geld herauszugeben: man gucke auf Arbeitsdichte, Familienplanung-Rentenalter-Rentenhöhe usw ./. Alten- und Kinderbetreuungskosten... in der EU und vergleiche diese mit den ESM-EZB-Verbindlichkeiten der noch und dann im worse -case Fall letztlich einzahlenden GEBER-Staaten...

Alle meckern aber haben keine besseren Vorschläge

Es ist ein Dilemma mit nur 3 Möglichkeiten, was sollte die Regierung machen?

1. Man hilft den Griechen nicht...
==> Staatsbankrott in Griechenland ==> Den Griechen geht es schlimmer als jedes Sparpaket das die Troika fordert es jemals verursachen könnte.

2. Man tut das was gerade getan wird (Kredite, Schenkungen und Sparzwang um den griechischen Staatshaushalt auf lange Sicht zu sanieren) ==> die Griechen werden ärmer und die Deutschen (bzw. andere Geber) auch

3. Man hilft den Griechen noch mehr als jetzt und zahlt neben ihren Schulden auch noch für ihre Konjunktur
==> Griechenland wird niemals sparen, der Haushalt und die Wirtschaft erholen sich schneller aber nur Kurzfristig, notwendige Reformen finden nicht statt, die Deutschen (und andere Geber) reißen so große Löcher in ihre Haushalte, dass man um weitreichende Steuererhöhungen nicht mehr Drumherum kommt.

Ich für meinen Teil bin für Methode 1, die Bundesregierung für Methode 2 und die griechische Bevölkerung für Methode 3.

"Die Verwaltung ist überdimensioniert"

Was für GR im kleinen (geldlich gemessen) gilt, gilt für D im grossen (auch geldlich gemessen). Gutbezahlte Beamte mit fürstlichen Altersbezügen auch auf popeligen Planstellen. GR nimmt nur 10-15 Jahre vorweg, was uns auch dereinst ereilen wird. Unser Staat wird uns so noch teuer zu stehen kommen. Die "Rettung" von GR is dagegen pillepalle.

Wie bitte?

Die KfW pumpt jetzt also auch noch Geld nach Griechenland, während ich plötzlich nicht mehr in einer Wohnung in öffentlicher Trägerschaft wohne ... wir Mieter haben schon eine tolle Sozialcharta vom neuen, gewinnorientierten Vermieter erhalten - und warten jetzt gespannt auf die erste Runde Mieterhöhungen. Schade, dass da nicht die KfW eingesprungen ist, um die Wohnungen in der öffentlichen Hand zu halten. Obendrein haben unsere Politiker die Frechheit uns zu erzählen, die Eurokrise koste uns nichts. Der Euro ist ein durch und durch unsoziales Projekt, und es handelt sich meiner Einschätzung auch nicht um eine eine Politik zugunsten deutscher Interessen und zu Lasten der Südeuropäer - nein, es gibt Gewinner in Deutschland und in Südeuropa, nur gehören Sie und ich nicht dazu. Diese Enteignungspolitik, die uns unter dem Deckmantel der europäischen Solidarität verkauft wird, ist eine Politik für das Großkapital, das ist das ganze Geheimnis.

Europa braucht Vielfalt!

Wir brauchen ein Europa der Vielfalt. Der Solidarität. Der Menschen. Der Begegnungen. Des Friedens.
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Mit welcher verdrehten Logik werden hunderte Milliarden Euro in der BRD per Länderfinanzausgleich und Solidaritätsbeitrag transferiert und einem Kontinent, für den die gleichen ökonomischen Regeln gelten wie für die BRD, wird Austerität aufoktruhiert?!
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Und selbst wenn es einen EU-Staatenfinanzausgleich gäbe, wäre er nur ein mangelhaftes Behelfsinstrument, da er Anfeindungen generieren würde, wie sie bereits in der BRD zwischen "reich" und "bedürftig" generiert werden. Zudem würde Geld nur via Merkelscher Planwirtschaft verteilt werden.
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Meiner Überzeugung nach hilft nur die Rückkehr der Südstaaten zu eigener Länderwährung.
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Wenn Experten zugeben, dass eine Nord-Währung nach Süd-Austritt drastisch aufwerten würde, belegt dies, dass der Euro für den Süden viel zu hart ist. Könnte der Süden abwerten, könnten wir "doppelt so häufig Urlaub machen" und die Steuereunnahmen würden wachsen.

Finanzwirtschaft

Nicht die Griechen erhalten Finanzhilfen sondern unsere verspekulierten Versicherungen und Banken erhalten Rückzahlungen/Tilgungen aus der Tasche der Steuerzahler. Und auf dem Rücken der Millionen vernichteten Existenzen im Süden Europas.
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EInzig die Finanzwirtschaft hat ein Interesse an Rückzahlungen in vergleichbar hartem Euro. Ansonsten könnten die Süd-EU-Länder zurück zu ihren weichen Währungen. Abwerten und attraktiv werden für deutsche Konsumenten und Touristen. Das würde den Boom bringen, den die Türkei aufgrund der weichen Lira und der künstlichen Aufwertung der Süd-Währungen erlebt.
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Der Euro geht zu unser aller Lasten. Das hat nichts mit "links-rechts"-Lagerzugehörigkeiten zu tun! Und der Euro ist selbstverständlich nicht alternativlos.
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Europa muss wieder zu dem werden was es vor Euroeinführung war. Europa war nie schwächer, das Leid war nie größer, die Anfeindungen untereinander waren nie heftiger als heute!

So wahr

Das war doch mal glasklar formuliert, hoffentlich haben es jetzt endlich mal alle verstanden, die Deutschland immer als den Bösen hinstellen. Griechenland muss sparen, nicht wegen der Troika oder Deutschland, sondern um die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen. Und die griechische Politik trifft die oftmals harten Entscheidungen niemand sonst, erzwungen wird da garnichts. Niemand zwingt denen unsere Milliarden auf...

Schäuble

Ich schäme mich als Deutscher für unsere Regierung, die, als Marionette der Verspekulierten Finanzwirtschaft, unseren Kontinent opfert. Was auch immer diese Herrschaften bezwecken, es ist menschenverachtend. Genug Leid! Genügend Suizide im Süden! Genug falsche Politik. Genug Diffamierung echter Europafreunde als Europagegner!
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Ihr seid das Letzte! Und ihr könnt nicht ansatzweise die Konsequenzen euer ignorantes, selbstgefälliges Treibens verantworten.
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Schämt euch, ihr Experten, die ihr den Euro durchgewunken habt! Schämt euch ihr Parlamentarier, die ihr eueren Job nicht macht! Schämt euch ihr finanzzocker, die ihr nicht für euere Fehler geradesteht!
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Ihr opfert einen Kontinent. Europa war nie so schwach wie heute!

@ 22:26 nuckelavee Deutschland ist ja nicht ganz unschuldig ??

>"Wir Deutschen haben lange über die Verhältnisse der anderen EU-Staaten gelebt, indem wir eine Niedriglohn-Politik ohne Mindestlohn gefahren haben..."<
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Im EU-kleinen Kreis gesehen ist's lediglich in der Folgeerscheinung der Anpassungsleistung De's so- andre mussten sich nicht so anpassen, sie waren ja die WK-Gewinnler und haben ziemlich "hingelangt"=> versteckte EU Einzahlungen ./. Mitsprache+Pöstchen+Auszahlungen(z.B. Briten) ..
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Jedoch wird in der Diskussion stets unterschlagen, dass De und der oft dafür gescholtene-belächelte Michel sich beizeiten an die WELTWEITE Konkurrenz anpassen hat MÜSSEN, um alle die Milliarden an "Verbindlichkeiten" aus den Ruinen,++ der Nachkriegsforderungen bezahlen zu können.
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Das, der berechenbar-fleißige-sehr kreative-duldsame Michel hat die De Wirtschaft im verein der vorausschauenden Politik De's stark und De überlebensfähig gemacht(ein Lob aus Chinas Min Präsidenten Munde).
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Woran ist also De Schuld, wenn aus dem De Wesen die Welt ja nicht..

@ c4--

Es sind ja schon einige Länder pleite gegangen, so schlimm ist das nicht. Es hat sogar den Vorteil, daß es nach einem glatten Schnitt nur aufwärts gehen kann.
Griechenland wird nie auf die Beine kommen, solange es unter der Knute des Euro und seiner Schuldner bleibt.

Schuldenschnitt und Pleite, dann Drachme II und ein paar richtige Reformen, dann geht es wieder.

Ganz am Rande

denn diese Nachricht taucht kaum irgendwo auf, und wenn, dann klein und versteckt:
Fitch hat dem ESFS die Bestnote AAA aberkannt. Bald wird eine neue Super-Duper-Bazooka fällig werden.

Neinj...Herr Schäuble ist

Neinj...Herr Schäuble ist NICHT die Obertroika...
Aber in meinen Augen die Graue Eminenz, die Troika, ESM und alle anderen Veränderungen die sich zum Nachteil des Bürgers auswirken, steuert...Im Namen diverser Lobbygruppen.

@TeufelsKüche

Das ist ja die von mir auch befürwortete Möglichkeit 1...

Das Problem ist nur, alle Beamten bekommen für eine geraume Zeit kein Gehalt, es werden keine öffentlichen Aufträge vergeben, durch die Nichtzahlung der Schulden, bekommt man keine Kredite mehr etc.
Das schadet kurzfristig am meisten, hilft aber langfristig wohl am besten.

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