Kommentare

guter Fortschritt

Vereinheitlichung des Sylrechts für politisch Verfolgte sehr zu begrüssen. m Gegensatz zu Armutsflüchtlingen benötigen solche Leute wirklichen Schutz und Hilfe.

somit bleibts fast, wie es bisher war

Griechenland, Italien und Spanien werden weiter die Hauptlast an asylsuchenden haben. Denn nur dort, wo man die Außengrenze der EU überschreitet, darf man seinen Asylantrag stellen. Jemand aus Syrien muss schon mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen, um hier Asyl zu bekommen (mit wenigen Ausnahmen).

Griechenland trägt momentan die Hauptlast an Asylsuchenden. Wie soll ein solches Land die Standards einhalten, wenn es dafür nicht genug Hilfe bekommt?

Es ist leicht mit dem Finger auf Andere zu zeigen, wenn man selbst nur eine geringe Last tragen muss. Natürlich kommt das Hrn. Friedrich entgegen. Ich wär an seiner Stelle auch mit dieser EU-Regelung zufrieden. :-P

Nix Genaues weiß man nicht

Wie wäre es mal mit Klartext, liebe Tagesschau? Orientiert sich das Asylrecht nach oben oder nach unten? Sprich, muss ein Mensch aus, sagen wir mal Trulistanien körperliche Züchtigungen als eine Art 'Lokalkolorit' hinnehmen oder gelten unsere europäischen Vorstellungen von Menschenrechten? Aus dem Artikel geht das leider nicht wirklich hervor.

@pepe79
Was sind bitte Armutsflüchtlinge? Solche, die dem Hunger entfliehen wollen wie ca. 90% der Einwanderer in die USA im 19. Jahrhundert? Sollen die lieber in Trulistanien verhungern? Wir haben ja keinen Platz für solche Leute. Die kosten ja so viel Geld, das wir doch dringend für alternativlose Bankenrettungen brauchen.

*seufz*

Tatsächlich mal

Da beschäftigt sich die EU doch tatsächlich mal mit einem sinnvollen Thema, sonst werden hauptsächlich Dinge geregelt, die auf nationaler oder regionaler Ebene viel besser aufgehoben wären. Als angebliche Wertegemeinschaft braucht die EU bei der Asyl-Thematik eindeutig gleiche Richtlinien. Ob die Änderungen aber so toll sind, bezweifle ich. 6-18 Monate für ein Asylverfahren ist immer noch verdammt viel, genauso wie 9 Monate für eine Arbeitserlaubnis. Und gegen Praktiken, wie sich vor Kurzem aus Italien bekannt wurde, macht man damit wohl auch nichts.

Worte sind schön, Umsetzung kostet Geld

Ist ja schön, dass die Politik beschließt, dass das Verfahren nun nur noch ein Drittel der Zeit in Anspruch nehmen soll. Dann braucht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aber auch die Kapazitäten. Seit Monaten gibt es konstant hohe Flüchtlingszahlen, von einem Abschwellen selbiger geht man in naher Zukunft nicht aus. Beschließen kann man viel, dann muss die Behörde aber auch die entsprechenden Gelder erhalten, um die Vorgaben umsetzen zu können.

Bitte Fakten auf den Tisch

Ich möchte zuallererst wissen, was in dem Papier drin steht, vor allem zu dem Punkt:
"Vieles wird nun präziser ... etwa die Asylgründe."

Auch Armut ist ein Fluchtgrund

Ich finde schon, dass Menschen die ihre eigene Familie oder sich selbst nicht mehr ernähren können jeden Grund zur Flucht haben. Ich glaube, wir können uns die Verzweiflung nicht vorstellen die Hunger, Armut und Krankheit auslösen können. Kannst du dir vorstellen deine Kinder verhungern sehen zu müssen?

Zweischneidig

Zum einen kommen auch deshalb viele Armutsflüchtlinge, weil der Westen deren Nationen jahrhundertelang ausgebeutet hat. Für den Erwerb ihrer Rohstoffe oder als Absatzmarkt waren und sind diese Länder gut genug, aber wehe sie bedürfen unserer Hilfe.
Zum anderen stößt der ungebremste Zustrom von Asylsuchenden auf Ablehnung der einheimischen Bevölkerung wie bei uns oder in Griechenland ersichtlich. Es gibt scheinbar auch für Nächstenliebe und Solidarität ein oberes Limit.
Daher sollten wir in den Ländern direkt systematisch helfen, politischen Flüchtlingen jederzeit Asyl gewähren, anderen Flüchtlingen zumindest befristet eine Heimat bieten.
Die Kolonialmächte und Industriestaaten haben sich lange am Rest der Welt bereichert, aber nun wird uns dafür die Rechnung präsentiert.

@ms1963

"Die Kolonialmächte und Industriestaaten haben sich lange am Rest der Welt bereichert, aber nun wird uns dafür die Rechnung präsentiert."

Es wäre schön, wenn es gar so einfach wäre. Genauere Rechnungen zeigen aber, dass Kolonialmächte viel für die Kolonien zahlen mussten. Selbst heute sind in Afrika die Länder, die ehemals gut geführte Kolonien waren, staerker und fortschrittlicher als die anderen. Selbst damals war in den Kolonien der Lebensstandard höher als in den Nachbarstaaten. Das Problem war eher, dass die Kolonialmächte oft herablassend gehandelt haben und dabei die Ehre der Menschen verletzen. Viele Afrikaner wollten vor allem schnell in die Unabhängigkeit, wobei es langsamer besser gegangen wäre(in vielen Fällen sogar von den Kolonialherren so geplant war) und deshalb hat Afrika so viel mehr Probleme heutzutage.

re Residue

Das sehe ich anders. Gut, die Kolonialmächte mögen Infrastruktur bereitgestellt haben. Das aber nicht aus Nächstenliebe, sondern aus Eigeninteresse. Aber wer hat die indigenen Völker in Amerika ermordet, wer hat Schwarzafrikaner versklavt, wer hat die Rohstoffe dieser Länder ausgebeutet und tut das noch heute, wer hat z.B. in Afrika oder dem Nahen Osten willkürlich Staaten und Grenzen fixiert, die noch heute Kriege und Instabilität verursachen? Kolonialmächte handeln schließlich imperialistisch, um auf neue Ländereien und Rohstoffe zuzugreifen. Oder warum wurden Amerika oder Australien sonst in Besitz genommen?

@ ms1963

Dem widerspreche ich gar nicht. Aber jemand der behauptet das irgendeine Politik auf Nächstenliebe beruht (oder beruhen sollte) liegt falsch.
Aber mit der Versklavung von Schwarzafrikanern ist das zum Beispiel auch wieder so eine Ungenauigkeit, weil das Ganze schon viel länger passierte, vor allem zwischen Schwarzafrikanern. Und wie man in Afrika leicht sieht, auch indigene Völker rotten sich gerne gegenseitig aus. Sie machen es sich m.E. nach ein bisschen zu einfach.
Mein Punkt war aber eher, dass wir nicht durch unsere koloniale Vergangenheit schuldig sind sondern als Staat souverän handeln müssen. Im Allgemeinen bin ich der Meinung, dass bilaterale Europäisch-Afrikanische Partnerschaften beiden Parteien gut tun können, wenn es auf einer respektvollen Basis passiert. Dieses Schwarz-Weiß gut-böse Denken ist menschlich aber nicht unbedingt hilfreich.

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