Kommentare

"reformen"

"reformen" sind der verkauf staatlicher einrichtungen zum bruchteil ihres werts. zudem die entlassung zigtausender beamter sowie die verlängerung der wochen- und lebensarbeitszeit. erklären sie mir doch bitteschön, wie diese "reformen" das hauptproblem der arbeitslosigkeit bekämpfen sollen? es ist doch hirnrissig, davon auszugehen, dass entlassungen, retionalisierung, die radikale beschneidung des binnenmarkts, arbeit generieren.
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und wenn die neuen arbeitslosen weder durch eine hartz 4-hängematte aufgefangen werden noch eine perspektive auf arbeit haben, um ihren lebensunterhalt zu bestreiten, ist es doch vollkommen legitim, auf die straße zu gehen. eine konsequenz falscher politik.
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was würden wir sagen, wenn es in der brd keinen länderfinanzausgleich gäbe, sondern statt dessen kleine zinsgenerierende KREDITE, die nur dann ausgezahlt werden, wenn dort beamte entlassen werden oder alle schwimmbäder, bibliotheken geschlossen werden?

ei oder huhn

das "schuldenproblem" der süd-eu-staaten ist ein problem auf der einnahmenseite. würde es nicht eurobedingte massenarbeitslosigkeit geben, gäbe es erheblich mehr steuereinnahmen und die verbindlichkeiten könnten zuverlssig bedient werden.
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die schulden wurden erst zum problem als die steuereinnahmen sanken – bedingt durch die arbeitslosigkeit, die rezession.
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wenn die schulden das problem wären und nicht die sinkenden steuereinnahmen, wären die usa längst pleite. die finanzmärkte trauen südeuropa mitnichten aufgrund der "zu hohen schulden" sondern aufgrund der ZU GERINGEN STEUEREINNAHMEN! und dieser ausfall an steuereinnahmen ist allein der rezession geschuldet. der eurobedingten hohen arbeitslosigkeit.
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wenn wir 25% arbeitslosigkeit hätten, tendenz steigend, hätten wir das gleiche problem. dies könnte beispielsweise passieren, wenn unsere autoindustrie den bach runter ginge - beispielsweise infolge einer vervielfachung des ölpreises.
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unsere überheblichkeit ist unerträglich!

staatenfinanzausgleich und süd-soli

wenn wir den euro wollen, befürworten wir zwangsläufig eine transferunion. wie wir sie in deutschland haben. per länderfinanzausgleich und soli.
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also den transfer hunderter milliarden euro NICHT ALS KREDIT sondern, konsequenterweise wie bei uns als wachstumsspritze. und ohne das unwürdige troika-spiel. und ohne millionen beamtenentlassungen.
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wenn ein staatenfinanzausgleich/süd-soli so funktionieren KÖNNTE (und nicht eigentlich einer art planwirtschaft gleich käme), wäre ich dafür, solange man es den gebern und empfängern vermitteln KÖNNTE. aber wir schreien ja schon bei zig milliarden KREDITEN auf. hier ginge es um hunderte milliarden transfers (vgl. soli und länderfinanzausgleich). es ist naiv, davon auszugehen, dass die länder von allein auf die beine kommen. per zauberstab konkurrenzfähige autokonzerne etc. entstünden.
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der einzige profiteur des euro ist heute die finanzwirtschaft, die verbindlichkeiten in harter eurowährung bedient bekommen möchten. so einfach ist das.

eurofreund finanzwirtschaft

niemand profitiert vom euro! ausschließlich die finanzwirtschaft hat ein interesse daran, dass die verbindlichkeiten der süßeuropäer in hartem euro beglichen werden!
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eurofreunde sind keine europafreunde! sie riskieren die vernichtung der europäischen vielfalt, des europäischen friedens und sie verantworten die vernichtung millionen südeuropäischer arbeitsplätze. europa war nie schwächer als heute!

austerität

"austerität" für süd-eu-staaten wird bei uns "solidaritätszuschlag" genannt bzw. "länderfinanzausgleich". so einfach ist das.
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das perverse ist, dass eurogegner als europagegner diffamiert werden.
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wären "eurofreunde" tatsächlich "europafreunde", dürften sie keinen unterschied machen zwischen schwachen brd-regionen und schwachen eu-regionen. dann dürfte es auch keine kredite geben, sondern schlichtweg finanztrensfers à la "soli"!
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so einfach ist das!
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ich halte eienn staatentransfer für unwürdig, wenn eigentlich die europäische vielfalt verteidigt werden sollte. ich möchte von griechen, von franzosen, von spaniern lernen. begegnungen, kultureller austausch. statt dessen bewirkt merkel-politik eine gleichschaltung richtung effizienz. europa soll gefälligst von deutschland lernen.
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phantasielos.
respektlos.
antieuropäisch.
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vielfalt kann nur durch regionale währungen gewähleistet werden. alles andere bewirkt anfeindung. verzweiflung. hass. das ist meine tiefe überzeugung!

Nicht der Euro ist gescheitert

aber seine Gegner sind es. Hier läuft eine Euro-Phantomdiskussion, denn für die Beführworter ist das Thema fertig. Aber für Einige stirbt die Hoffnung (dass sie doch recht hatten) eben immer zuletzt.

@ 16:21 von gierde zerstört

Sie schreiben:
"wären "eurofreunde" tatsächlich "europafreunde", dürften sie keinen unterschied machen zwischen schwachen brd-regionen und schwachen eu-regionen. dann dürfte es auch keine kredite geben, sondern schlichtweg finanztrensfers à la "soli"!
so einfach ist das!"
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Der kleine Unterschied ist nur dass der Länderfinanzausgleich in Deutschland im Grundgesetz festgeschieben ist und der Soli per Gesetz im Bundestag beschlossen wurde.
In der EU bzw. in der Eurozone ist das offiziell aber verboten.
Daher ist aus meiner Sicht dieser Vergleich Eurofreunde und Europafreunde eher unpassend. Es hat noch nie etwas gebracht Äpfel mit Birnen zu vergleichen!
Und wenig hilfreich einfach nur auf Grund solcher falschen Grundgedanken mit solchen Begriffen herum zu werfen wie:
phantasielos.
respektlos.
antieuropäisch
*
Es ist schade dass vielfach in solchen Diskussionen so weit an der machbaren Realität vorbei argumentiert wird. Sachlichkeit anstelle von Vorwürfen wäre oft hilfreicher denke ich.

belanglose worthülsen @ 16:35 von Phonomatic

wie so häufig beziehen sich ihre zeilen weder inhaltlich noch argumentativ auf die beiträge von eurokritikern.
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sie können meinetwegen auch gern frau merkels alternativlose floskel zitieren: "Wenn der Euro scheitert, dann scheitert Europa!".
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und wenn wir schon dabei sind, können sie auch gern herrn kohls blühende landschaften thematisieren.
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loyalität gegenüber einer falschen, finanzwirtschaftlich gelenkten politik bringt europa nicht weiter.

@ 16:41 von Bernd1

wenn sie meinen, dass schwache brd-regionen auch ohne länderfinanzausgleich und ohne soli funktionieren könnten, bleibt dies ihnen überlassen.
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die entwicklungen in den schwachen eu-regionen sollten jedoch auch ihnen vermitteln, dass schwache brd- und eu-regionen bei einheitlicher währung nicht ohne geldtransfers funktionieren können.
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wenn ein länderfinanzausgleich und ein soli für deutschland sinn machen, machen diese instrumente konsequenterweise auch für europa sinn, wenn wir beim euro bleiben wollen.
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wenn sie das nicht anerkennen oder verstehen, erübrigt sich unsere diesbezügliche diskussion. es ist nicht schwer zu begreifen.

@ 16:56 von gierde zerstört

Sie schreiben:
"wenn sie meinen, dass schwache brd-regionen auch ohne länderfinanzausgleich und ohne soli funktionieren könnten, bleibt dies ihnen überlassen."
*
Wie kommen Sie denn darauf?
Kann es sein dass Sie den Kommentar gar nicht gelesen haben auf den Sie hier antworten?
Ich habe den Länderfinanzausgleich und den Soli als Bestandteil Deutschlands bestätigt.
In Europa bzw.der EU schließen die bestehenden Verträge vetgleichbares aus. Bitte informieren Sie sich doch erst einmal über das machbare bevor Sie andere angreifen und verurteilen. Denn leider beinhalten Ihre Eurokritiken keine sachlichen Argumente sondern lediglich Verurteilungen. Das ist für Europa leider zu wenig!

äpfel und birnen @ 16:41 von Bernd1

ergänzend meine anmerkung, dass ich äpfel mit äpfeln vergleiche! ich nenne die notwendigkeit von geldtransfers von stark richtung schwach, so wie wir sie in der brd haben. dieses ökonomische prinzip gilt dann selbstverständlich auch für europa! wo sehen sie da birnen bitteschön?
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ihr hinweis:
"Und wenig hilfreich einfach nur auf Grund solcher falschen Grundgedanken mit solchen Begriffen herum zu werfen wie:
phantasielos.
respektlos.
antieuropäisch"
ist aus dem zusammenhang gerissen.
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hier noch einmal für sie der kontext:
"statt dessen bewirkt merkel-politik eine gleichschaltung richtung effizienz. europa soll gefälligst von deutschland lernen.
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phantasielos.
respektlos.
antieuropäisch.
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vielfalt kann nur durch regionale währungen gewähleistet werden. alles andere bewirkt anfeindung. verzweiflung. hass. das ist meine tiefe überzeugung!"
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ich stelle heraus, dass die "merkel-schule der effizienz" europa gleichschaltet. nach deutschem vorbild. bei zu wenig jobs.

@Bernd1: "machbare Realität"

"Es ist schade dass vielfach in solchen Diskussionen so weit an der machbaren Realität vorbei argumentiert wird. Sachlichkeit anstelle von Vorwürfen wäre oft hilfreicher denke ich."
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Warum sollte ein Kommentar nicht auch ein wenig Phantasie beinhalten, oder nennen wir es Vision oder Hoffnung oder einfach: anderer Standpunkt.
Die Geschichte ist voll von Wendepunkten, an denen Dinge, an die bisher fest und unumstößlich "geglaubt" wurde, komplett revidiert worden sind.
Das könnte dem Euro, der privaten Geldschöpfung oder dem zinsbasierten Finanzsystem bald genauso ergehen.
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Man könnte auch argumentieren, daß wenn Massenarbeitslosigkeit, Sozialkürzungen und der Ausverkauf des Staates das Maximum an "machbarer Realität" sind, es vielleicht höchste Zeit wird, die Maßnahmen zu überdenken.
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Denn im Grunde sind sich IWF und EU-Kommission in der Wahl der Mittel größtenteils einig, es will nur keiner Schuld sein an dem jetzigen Desaster in Südeuropa, das man selbst heraufbeschworen hat.

17:18 von Bernd1

"Ich habe den Länderfinanzausgleich und den Soli als Bestandteil Deutschlands bestätigt.
In Europa bzw.der EU schließen die bestehenden Verträge vetgleichbares aus."
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dann haben sie doch schon einen schwerwiegenden konstruktionsmangel entdeckt! begreifen sie doch bitteschön, dass die brd bei einheitlicher währung ohne länderfinanzausgleich nicht funktionieren könnte.
wieso also sollte denn europa funktionieren bei einheitlicher währung ohne finanzausgleich?
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ist ihrer meinung nach europa so eine art "zauberökonomie", für die die gesetzmäßigkeiten nicht gelten, die für die brd gelten? und wenn kohl und freunde einen soli richtung strukturschwacher osten eingeführt haben, wieso soll es dann bitteschön keinen soli richtung süden geben? sie messen mit zweierlei maß. schwer nachzuvollziehen worin ihre intention liegt.

Europas Peripherie

Die Euro Länder des Südens wollen doch zum Teil gar nicht den Weg gehen, den Ihnen die Geberländer aufzeigen, siehe die Kommentare von Herren Hollande, Berlusconi etc.

"Der Fiskalpakt ist out, denn man ist ja souverän. Die Deutschen können gerne Hilfsgelder schicken, aber ansonsten sollen sie sich raushalten."

Hätte man sich an die europäischen Verträge gehalten gemäß "no bail out" usw., wäre heute die Eurozone bereinigt. Aber das wollte man nicht.

Jetzt müssen sie zahlen, die Deutschen. Schleichend lassen sie ihr Volk, das Geld hält, enteignen, . Die Umverteilung über EZB und ESM reicht nicht aus für eine Dauertransferunion.

Geld fliesst heute in Europa dahin, wo es aus ökonomischer Sicht nicht hin möchte. Es wird aufrechterhalten, was allen schadet. Die Wettbewerbsfähigkeit Südeuropas ist damit nachhaltig dahin.

Ich frage mich mittlerweile, wie viel Blindheit oder Selbstzerstörungswut in der Politik Deutschlands vorherrscht? Oder ist es tatsächlich nur Dummheit?

@ 17:23 von gierde zerstört

Sie schreiben:
"ist ihrer meinung nach europa so eine art "zauberökonomie", für die die gesetzmäßigkeiten nicht gelten, die für die brd gelten? und wenn kohl und freunde einen soli richtung strukturschwacher osten eingeführt haben, wieso soll es dann bitteschön keinen soli richtung süden geben? sie messen mit zweierlei maß. schwer nachzuvollziehen worin ihre intention liegt."
*
Anstelle von Meckereien über die aktuelle Politik befasse ich mich lieber mit real machbaren Dingen. Wenn Sie nicht verstehen dass die europäischen Verträge nur einstimmig geändert werden können und dass bisher die Versuche gescheitert sind weil keine Einstimmigkeit herstellbar ist dann ist das schade aber nicht mein Problem!
Leider haben Politiker in den Jahrer 2002 bis 2005 den Stabilitätspakt des Euro zerstört weil deutsche Politiker (Schröder/Eichel) mehr Schulden machen wollten als sie durften und leider hat Schröder gegen den Willen von Kohl und Waigel 2001 Griechenland in den Euro geholt.
Das war Mist!

Das ist die Zukunft:

deshalb fordern immer mehr Bürger und Bürgerinnen:

Wir müssen zurück zur bärenstarken DEM. Euro ist zwecklos.
Oder einen starken Nord Euro und einen weichen schwächeren Süd Euro einführen.
Der Euro ist zu stark für die schwachen Südstaaten. Wir Nordstaaten sind viel stärker und brauchen hartes Geld. Die Südstaaten sind mit weichem Geld besser bedient.

@ 17:32 von Bernd1

ein weiterer versuch:
a: sehen sie im brd-länderfinanzausgleich und im soli ein notwendiges instrument des geldtransfers von stark richtung schwach?
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b: falls sie den länderfinanzausgleich und den soli als unerlässliche mittel zur konjunkturbelebung in den strukturschwachen regionen (bundesländer) anerkennen, weshalb soll dieses prinzip dann nicht für europäische staaten alias "bundesländer" gelten?
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ich begreife nicht, dass sie diesen einfachen zusammenhang nicht verstehen (wollen?).

währungen @ 17:43 von SydB

dankeschön, sie sagen es! eine weiche währung hat keineswegs nur nachteile. ein land wie die türkei boomt seit euroeinführung. weil es mit seiner weichen, leistungsgerechten lira, alle märkte abgrase, wo die euroländer nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
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sogar ein land wie kuba kann dank eigener währung besser zurecht kommen als unsere, weitaus stärkeren süd-eu-länder.
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dass importgüter sich bei weicher währung verteuern war und ist immer so. auch die usa werten ab - die drucken aktuell 70 milliarden doller im monat, um die arbeitslosigkeit zu drücken.
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süd-eu-länder brauchen dringend mehr wettbewerbsfähigkeit gegenüber den eu-nachbarn (haupt exportmarkt). günstigere lohn-stück-kosten. günstigeren tourismus. singende löhne bei gleichzeitig sinkenden mieten! das geht nur per abwertung! wer dieses einfache währungsinstrument ignoriert, wird seine gründe haben.
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einzig die finanzwirtschaft hat ein interesse an der begleichung der süd-verbindlichkeiten im harten euro.

@ 17:32 von Bernd1

sie schreiben:
"Anstelle von Meckereien über die aktuelle Politik befasse ich mich lieber mit real machbaren Dingen."
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was ist denn nicht real machbar an einem staatenfinanzausgleich oder einem soli, wie er ökonomisch bereits für deutschland sinn macht bzw. wie er leider notwendig ist bei einheitlicher währung und in ermangelung kohls blühender landschaften?
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dass etwas nicht funktioniert in europa ist offensichtlich. sehen sie das anders?
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wenn wir dabei zusehen, dass millionenfach existenzen zerstört werden und, über generationen erarbeitete soziale und kulturelle standards einfach vernichtet werden - ohne sinn und verstand - darf man doch bitteschön davon ausgehen, dass etwas falsch läuft.
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wenn sie nicht erkennen, dass unser "länderfinanzausgleich" und unser "soli" für nicht brd-regionen der eu "austerität" heissen, fällt es mir schwer das zu glauben. wir transferieren hunderte milliarden euro in schwache brd-regionen aber das ist nicht nötig für schwache eu-regionen??? wieso?

@ 18:22 von gierde zerstört

Sie schreiben:
"ich begreife nicht, dass sie diesen einfachen zusammenhang nicht verstehen (wollen?)"
*
JA, das zeigen Ihre Kommentare ja auch.
Im Gegensatz zu Ihnen träume ich nicht von Dingen die nicht realisierbar sind.
Wir leben in einer Welt in der Mehrheiten entscheiden. Und bei den europäischen Verträgen ist es sogar Einstimmgkeit die zu Änderungen notwendig sind. Wozu also von Unmöglichkeiten träumen und sinnlos meckern anstatt sich um die Dinge zu kümmern die real machbar sind?
Einige fordern die Rückkehr zur DM mit dem Risiko des Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft mit Millionen zusätzlicher Arbeistlosen und andere von finanziellen Transaktionen die rechtlich nicht möglich sind!
Da kümmere ich mich lieber darum ob die Politik unter den herrschenden Vertagssituationen das möglichst optimale tut. Wie fast immer ist das was aktuell passiert zwar nicht optimal aber es ist das machbare unter den leider so gewordenen Umständen, die wir heute haben.

@ 19:06 von Bernd1

"Wir leben in einer Welt in der Mehrheiten entscheiden. Und bei den europäischen Verträgen ist es sogar Einstimmgkeit die zu Änderungen notwendig sind. Wozu also von Unmöglichkeiten träumen und sinnlos meckern anstatt sich um die Dinge zu kümmern die real machbar sind?"
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unmöglich sind die albträume die sich für ihre und meine mitbürger im süden europas abspielen! dank einer völlig verfehlten politik! .
wenn es einen brd-vertrag (gg) gibt, der den sinnvollen länderfinanzausgleich garantiert und einen eu-vertrag, der das gegenteil bewirkt, darf es ihnen doch bitteschön in den sinn kommen, dass einer der verträge schlichtweg falsch ist! wenn sie den euro wollen, müssen sie anerkennen, dass es einen staatenfinanzausgleich geben muss und der eu-vertrag fehlerhaft ist.
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es geht nicht um das prinzip sondern um zigmillionen existenzen im süden europas.

@bernd1

"Im Gegensatz zu Ihnen träume ich nicht von Dingen die nicht realisierbar sind."

Das Argument ist nicht zulässig da keine Notwendigkeit besteht die Verträge zu ändern. Das genannte Beispiel war nur eine Möglichkeit. Das diese im GG steht: geschenkt. Es steht auch in den Verträgen das es keinen bail out gibt. Und den gibt es de facto. Auch haben wir mal eben Verfassungsänderungen in den Euroländern durchgedrückt. Vor einigen Jahren undenkbar.

Was die Mehrheiten entscheiden hat da auch nicht interessiert. Sie sehen also es ist eine Menge möglich, sofern man denn will. Alles andere ist politische tendenzielle Deutungshoheit. Diese Form der Meckerei, wer denn nun besser über irgendwelche Realitäten bescheid weiß lähmt die Diskussionskultur in diesem Land ungemein.

Und das die "Verträge" dringend überarbeitet werden müssen ist trotz aller Träume und Realitäten leider wahr. Die Verträge wurden eben so angelegt, dass sie selbst in solchen Situationen keinen Ausweg bieten sollen

@ gierde zerstört

<< der einzige profiteur des euro ist heute die finanzwirtschaft, die verbindlichkeiten in harter eurowährung bedient bekommen möchten. so einfach ist das. <<
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Nein. Schauen Sie sich die Arbeitslosenrate in den Südländern Ende der 1990er Jahre an. Teilweise 20% + x !
Der € war ein gewaltiges Konjunkturprogramm für den globalen Krisenkapitalismus, der diesen kurzzeitig (bis 2009) aus der Wachstumsschwäche holte und verhinderte, dass die Arbeitslosenrate in Europa nicht schon Anfang 2000 hochschnellte bzw. die Staaten in die Depression führte.

Daher ist es auch mit dem Abwickeln des € nicht getan; die ungleichen Einkommensverhältnisse bleiben ebenso, wie die destruktive und dysfunktionale Profitlogik.
Zu glauben, die bestehenden Probleme wären mittels neuer Währung und neuer Regierung zu lösen ist ebenso abwegig, wie einem toten Pferd einen neuen Sattel oder Jockey zu verpassen und zu erwarten, dass dieses wieder laufen würde.

@ 20:06 von Palais des Tuileries

"die ungleichen Einkommensverhältnisse bleiben ebenso"
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wenn ich, dank realistisch weicher währung, meine miete und lebensmittel bezahlen kann und überhaupt einen job habe, ist das ein fortschritt! öffnen sie ihre augen!

Griechenland helfen

heißt doch nicht, die Käufer griechischer geplatzter Staatsanleihen von ihrem Risiko zu befreien. Hätte die Kapitalanlage Zinsen abgeworfen, wären diese Investoren ja auch nicht auf die Idee gekommen, uns Bürgern Geld zu schenken.
Griechenland hilft - wie auch uns später - nur eine Restschuldbefreiung mit gleichzeitiger Ordnung der Steuergerechtigkeit. Gezahlt haben die Bürger Griechenlands längst mehr als genug. Jetzt sind mal die dran, die bisher nur abgesahnt haben. Dann fällt eben bei einigen Banken jetzt etwas Dividende aus oder geht auch Kapital verloren. Das ist mir als Unternehmer auch schon passiert, wenn ich das falsche Material kaufte oder eine Maschine oder gar das Auto vorzeitig Schrott wurde. Gegen "to big to fail" hilft übrigens Zerschlagung von Monopolen. Früher gab es da mal ein eigenes Kartellamt für. Und heute? Heute sollen einfach alle Europäer zusammen den Reichen ihre Anlagen retten. Damit der Abstand nicht kleiner wird. Motiviert Sie das? Wahlempfehlung?

@ von gierde zerstört mit dem eurofinanzausgleich..

stimme ich Ihnen 100% zu.
Der eurofinanzausgleich muss den Wirtschaftlichen unterschieden rechnung zollen.
Damit auch keine Konkurrenz zwischen den ländern beim anwerben von industrie entsteht.
Das beispiel irland hat es doch gezeigt man hat die Finanzindustrie ins land mit niedrigen steuern gelockt und als die krise kam fehlte das geld.
Man darf nicht aus europa nur die vorteile ziehen und die anderen mit deren nachteile alleine lassen bzw. ihnen schulden aufdrücken die sie eh nicht zurückzahlen können.
Nur mit einem eurofinanzausgleich hat der euro eine chance und wir verhindern völkerwanderung wegen wirtschaftlicher aspekte,denn wenn die fachleute hier sind wer ist dann noch dort? Und wer glaubt das diese wieder zurückgehen glaubt auch an den weihnachtsmann.
Wer gegen den eurofinanzausgleich ist ist meiner meinung ein scheineuropäer der nur die vorteile möchte die nachteile sollen die anderen über schulden begleichen,hauptsache die wirtschaft brumt hier durch lohndumping.

@ 20:27 von schaunwamal

"Wer gegen den eurofinanzausgleich ist ist meiner meinung ein scheineuropäer der nur die vorteile möchte die nachteile sollen die anderen über schulden begleichen,hauptsache die wirtschaft brumt hier durch lohndumping."
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danke, wurde zeit, dass ich hier mal ein paar vernünftige worte lese ;-)
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nachdem die üblichen verdächtigen die einfachsten zusammenhänge nicht anerkennen, ist deren intention wohl eindeutig. es ist traurig, dass einige menschen sich nicht für europa interessieren.

@ Palais des Tuileries

Die bestehenden Probleme werden mit der Abwicklung des Euro sicher nicht komplett gelöst aber trotzdem gemildert. Mit dem Euro haben die schwachen Länder überhaupt keine Chance und Deutschland kann nicht alle dauerhaft alimentieren. Der Aufschwung erfolgte auf Pump und das kann nicht ewig so weitergehen. Die Probleme der 1990er Jahre wurden nur auf die jetzige Zeit verschoben. Irgendwann müssen wir uns den Gegebenheiten stellen. Es wäre natürlich schön, wenn es keine Arbeitslosen mehr gäbe, doch das ist nie machbar. Mit einer gerechteren Verteilung könnten die meisten Erfolge erzielt werden. Wir werden alle nicht darum herum kommen, uns wieder mehr in Bescheidenheit zu üben.
Und, so lange das Hauptproblem Korruption nicht bekämpft ist, werden die Hilfsgelder nie reichen.

Nana

Sehr guter Beitrag !

- gierde zerstört -
Ich bin zwar kein Freund Ihrer Beitrage sonst aber diesmal gebe ich Ihnen vollkommen recht.
Ihre Grundgedanken sind richtig und eigentlich auch wichtig fuer Europa. Auch wenn hier Einer sie nicht verstehen will.
Es wird in der Zukunft sich noch einiges veraendern in der EU weil es nicht anders weiter geht.
Ein starker Euro ist wichtige gegen den US $.Der Euro hat ja auch schon einiges zugelegt seit seiner Einfuehrung.(damals fast 1:1 - heute 1:1,3$ )
Na wir werden sehen, wenn es in D eine neue Regierung gibt.

Nur ein Staatsbankrott und eine Staatsreform können Griechenland

So wie alle Staaten sollte auch Griechenland bewußt sein, daß es sich allein aus eigener Kraft wiederaufrichten kann oder aber zugrunde gehen muß; der erste Schritt hierzu ist der gute alte Staatsbankrott, der bekanntlich kein Beinbruch ist (auch nicht in der Gegenwart, denn Argentinien gibt es noch immer), und die damit verbundene Neuordnung der Staatsfinanzen; wobei Griechenland hier schlicht eine spätere Rückzahlung seiner Schulden vereinbaren kann und daher seinen Gläubigern nicht unbedingt vor den Kopf stoßen muß. Zu Ordnung der Staatsfinanzen gehört, daß fortan die Ausgaben die Einnahmen nicht überschreiten; weshalb vor allem die Wirksamkeit der Steuererhebung verbessert werden muß. Ein Verkauf der Staatsgüter und Betriebe sollte dagegen dringend unterlassen werden, weil sich der Staat hierbei meist um bedeutende Einnahmen bringt. Erhält Griechenland Hilfe von Außen, so muß diese zur Stärkung der Wirtschaftskraft verwendet werden, statt wie bisher zur Bestreitung der Ausgaben.

@ 20:27 von schaunwamal

Sie schreiben:
"Wer gegen den eurofinanzausgleich ist ist meiner meinung ein scheineuropäer der nur die vorteile möchte die nachteile sollen die anderen über schulden begleichen,hauptsache die wirtschaft brumt hier durch lohndumping."
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Jemand einen Scheineuropäer zu nennen nur weil der eine andere Meinung hat als man selbst halte ich für nicht sehr demokratisch!
Ich bin dafür dass die Politiker das tun was realistisch möglich ist. Für die Erfüllung von Träumen oder Wünschen ist vielleicht eher der Nikolaus oder Weihnachtsmann zuständig, DAS ist nicht die Aufgabe der Politiker!
*
Im Übrigen ist das Märchen vom Lohndumping nun wirklich überholt.
Durchschnittlicher Bruttojahresverdienst in der Industrie und im Dienstleistungssektor im Jahr 2010 laut Eurostat:
Deutschland = 42.100 Euro
Frankreich = 34.854 Euro
Spanien = 27.438 Euro
*
Durchschnitt = incl. Niedriglohnsektor!
Und seit 2010 sind die Löhne in Deutschland noch mal deutlicher angestiegen als in den anderen Ländern!

Weisen die Vorwürfe zurück, mal wieder!

Warum werden überhaupt noch Vorwürfe gemacht? Die werden mittlerweile wirklich überall einfach zurückgewiesen, entschieden! Alle sind nämlich unfehlbar oder haben sich streng an die Vorschriften gehalten. Das man dabei vielleicht mal einen großen Zusammenhang entdeckt, kann man nicht verlangen, da selbstständiges Denken total out ist.

@Bernd1

"Im Übrigen ist das Märchen vom Lohndumping nun wirklich überholt."

Richtig, weil dies nicht mehr in Frage gestellt wird. Kaufen Sie morgen im Laden 1/2000 Jahresverdienst oder bezahlen sie einen festen Preis? Ich nehme mal an Letzteres.

Des Weiteren gab es zum Zeitpunkt der Euroeinführung Umtauschkurse. Während andere seit dem teils richtige (Frankreich) teils überzogene (Griechenland) Lohnsteigerungen hatten, passierte in Deutschland so gut wie nichts. Wie sich das auswirkte können sie bei Eurostat den exorbitanten Handelsüberschüssen entnehmen, die Deutschland seit dem aufgebaut hat. Ich weiß, an der Stelle heißt es immer weil wir so toll sind, was aber nichts daran ändert das Geld aus Defizitländern abfließt. Dies muss berücksichtigt werden.

Auch die "deutliche Lohnsteigerung" auf dem Papier kann viele Jahre des Stagnation nicht ausgleichen. Die Lohnsteigerung wird in der kommenden Rezession wieder auf aufgefressen werden, so wie es auch 08/09 der Fall war.

Zahlenspielerei

Mit Zahlen kann man spielen
In 2009 lag das Durchschnittseinkommen nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung auf einer Höhe von 30.879 Euro brutto jährlich. Nach der deutschen Rentenversicherung soll es sich 2010 wieder geringfügig erhöhen
Das niedrigste Gehalt als Friseur in Affinghausen beträgt 771.00 € brutto pro Monat.
Frankreich hat schon lange einen staatlichen Mindestlohn.Momentan 9.43.Euro.Egal ob Erntehelfer,Putzfrau oder Friseur.
Auch ich hab ihn als Student dort schon bekommen.
In Deutschland gibt es Löhne von unter 5 Euro.Ich weiss wovon ich rede.

@ bernd1

"ich bin dafür dass die Politiker das tun was realistisch möglich ist"
.
realistisch möglich muss sein was humanitär, ökonomisch, sozial notwendig ist! ansonsten versagt die politik!

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