Interview: Langfristig keine Alternative zur Paywall

28. Mai 2013 - 18:11 Uhr

"Bild.de" bittet User künftig zur Kasse. Langfristig gebe es für die Branche dazu keine Alternative, sagt Medienökonom Armin Rott tagesschau.de. Doch jeder Verlag müsse seine eigene Lösung finden: "Bezahlmodelle müssen sich den Bedürfnissen der Zielgruppe anpassen."

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Für BILD zahlen?

Würde ich nie tun. Mache ich schon für die Printausgabe nicht, es gibt für die Verrichtung deutlich weichere Papiere...

Ich bezahle nichts. Ich habe

Ich bezahle nichts.

Ich habe aber auch seit über zehn Jahren keine Tageszeitung mehr. Musste als erstes bei der damaligen Krise nach dem 11.9. dran glauben.

Können gerne nochmal drüber reden, wenn meine Frau und ich auch angemessen bezahlt werden.

Damit sich eine Nachricht gut

Damit sich eine Nachricht gut verkauft muss sie auch viele Leute interessieren. Für die millionste Mitteilung zum Komplott um NSU wird keiner mehr einen Cent hergeben wollen. Insofern wird der zukünftige Inhalt vom Interesse der Leserschaft abhängig sein. Und da besteht ein großer Nachholbedarf, da vieles tabuisiert oder totgeschwiegen wird. Wenn dem Springerverlag dieser Wechsel gelingt bekommen andere Einheitsbrei verkündende Medien zu Recht Schwierigkeiten. Die mediale Information wird somit wieder ausgewogener.
Es gibt bereits einige Blogger, die es trotz großer Anfeindungen schaffen eine ständig wachsende Leserschaft zu mobilisieren.

Haben Sie nicht etwas vergessen?

Ich mußte unweigerlich grinsen, als ich das las. Denn dieser Artikel liegt auf der Seite des größten Feindes der Paywall, nämlich einer Seite der freien, öffentlich-rechtlichen Medien.
Wozu soll ich eine Paywall vom Springerverlag bezahlen, wenn ich doch die aktuellsten Nachrichten von der Onlinepräsenz von öffentlich-rechtlichen Medien oder Nachrichtensendern bekomme?
Nur weil Buchstaben benutzt werden, heißt das ja zum Glück nicht, daß die Presse hier exclusiv-Rechte auf das moderne Medium hat.

Keinen Cent

gibt es von mir, da alle Zeitungen nur noch als Einheitsbrei zu verstehen sind. Keine ist mehr investigativ, der eine schreibt Nachrichten vom anderen ab.

Mittlerweile muss man zwischen den Zeilen lesen, um den wahren Inhalt zu erkennen. Die Medien-Charta hat nichts mit Journalismus zu tun.

Und dann noch dafür bezahlen!? Nie und nimmer.
Da muss sich die Medienlandschaft um 180° verändern! Daran glaube ich nicht.

Es hat schon seine Gründe,

weshalb die Leser solcher Publikationen sich massenhaft abwenden, da hilft auch ein Bezahlsystem nichts.
*
Wer Meinungen statt Information verkaufen will, geht zurecht in Insolvenz! Das werden auch noch einige andere Verlage zu spüren bekommen.
*
Viel zu lange haben die Leser solcher Machwerke sich das gefallen lassen und jetzt hat eben ein Umdenken stattgefunden. Welcher denkende Mensch will schon ständig belogen und zur Mainstream-Meinung durch die Medien "erzogen" werden?

Einer "Paywall"

setze ich grundsätzlich eine "Ignorewall" entgegen. Solche Seiten landen bei mir auf dem Index, ich habe diese elenden Abzockversuche endgültig satt.

Von Bezahlinhalten reden die

Von Bezahlinhalten reden die Verlage schon seit 10 Jahren als sie das Internet zuerst entdeckt haben.
Damals haben die eine "Gratismentalität als Geburtsfehler des Internets" erfunden, welchen die mit "Qualitätsjournalismus" und "Premium Content" kontern wollten.

Ab und zu hat ein Verlag einen Bereich mit Bezahlinhalten eingerichtet. Nach der Eröffnung hat man aber nicht mehr viel davon gehört.

Bezahlmauern?

Habe ich nichts gegen, wenn die Inhalte stimmen.
Ironischer Weise, ist die BILD eine der meist gezogenen Applikationen im App-Store...

Grossartig! Gute Entscheidung!

Dies heißt nichts anderes, als daß zukünftig noch weniger Menschen die BLÖD lesen!
Dies kann doch im Sinne der Aufklärung und Demokratie nur gut sein.

Bitte liebe Meinungsmacher und Lobby-Angestellten, macht weiter so!
Zieht überall "Walls" hoch, dann werden alternative und freie Medien noch mehr Einfluß bekommen.

Ihr habt das Internet immer noch nicht verstanden, oder? :D

Gruß
Hugo

für Bild.de zahlen ?? sorry

für Bild.de zahlen ??
sorry so blöd kann man nun wirklich nicht sein für das Regierungs-Propagandablatt auch noch Online bezahlen zu wollen ...
Freie Nachrichtendienste gibt es wie Sand am Meer im I-net und das wird sich so schnell nicht ändern ! den viele der Freien wissen das sie nur deshalb Leben (ua durch Werbung) weil sie Frei zugänglich sind

mal im ernst...Die großen

mal im ernst...Die großen "Meinungsmacher" sind so was von uninteressant.
Wer im Netz recherchiert der hat bessere Quellen als die Onlineversionen der Käseblätter.

Die Haaretz hat ein interessantes Bezahlmodell

Man kann die ersten Zeilen eines Artikels lesen und muss, wenn man den ganzen Artikel lesen will, zahlen.
So etwas kann funktionieren. Eine Bezahlung pro Artikel ist aber sicher unsinnig. Da geht nur eine Abo-Lösung (Woche? Monat?)

Ob der Kunde das mitmacht, wird der Verlag dann sehen.

Das Problem der klassischen

Das Problem der klassischen Zeitungen und deren Verleger ist ja nicht konkret das Internet oder die Mentalität dessen Nutzer.
.
Es ist einfach ein ganz natürlicher Zeitenwandel, der sich eingestellt hat. Dies ist ganz ähnlich dazu, wie es auch anderen Branchen wie Beispielsweise Katalogversand, Kaufhäusern oder Tante Emma Läden ergangen ist.
.
Das wahre Problem ist einfach ein inhaltliches. Die Zeiten, in denen die Tageszeitung noch als Nachrichtenquelle global und lokal gelesen wurde sind einfach vorbei. Nachrichten verbreiten sich heutzutage ganz anders und viel schneller.
.
Verleger stehen auf dem Schlauch, denn im Gegensatz zu Wochen und Monatsmagazinen ob nun in Print oder digital kann man mit Inhalten weder quantitativ noch qualitativ mithalten. Auch die themenbezogene Fachkompetenz fehlt einfach.
.
Somit gilt es neue Geschaeftsmodelle zu finden oder gewisse Publikationen einfach einzustellen. Bei Reuters abzuschreiben mit Einleitung in eigenen Worten reicht einfach nicht aus.

Im Internet wird mit "likes"

Im Internet wird mit "likes" Anerkennung und Aufmerksamkeit bezahlt nicht mit Geld. Zeitungen und Bücher sind ein anderes Medium, vor allem Bücher haben noch einen gefühlten materiellen wert, das Netz gleicht eher einem öffentlichen Platz und da bezahl ich auch nicht, wenn mir jemand was erzählen will.

Darstellung: