Kommentare - Merkel will im Handelsstreit mit China vermitteln

26. Mai 2013 - 19:22 Uhr

Kanzlerin Merkel will sich für eine schnelle Lösung des Handelskonflikts zwischen China und der EU einsetzen. Das sagte sie nach einem Treffen mit Chinas Ministerpräsident Li. Dieser warnte erneut vor Strafzöllen gegen sein Land.

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Kommentare

unanständig

es ist unanständig wenn deutsche konsumenten und investoren sowie händler von völlig inakzeptablen sozialen und ökologischen standards sowie vom viel zu günstigen preis für transprorte profitieren.
ethisch, sozial und ökologisch vertretbar wären deals nur bei annähernd gleichen standards. alles andere ist moderne ausbeutung von natur und menschen. eine form von rassismus! unsere werte, absicherung, gesundheit zählen nicht für chinesen, inder usw. mit denen wir schmutzige geschäfte machen. die konsequenz, forciert durch das euroexperiment, sind millionen europäische arbeitslose. bis zu 65% jugendarbeitslosigkeit!!! das spiel ist in jeder hinsicht unwürdig. die welt jagt heute 40% mehr co2 in die luft als in den 90ern. wachstum heisst die alternativlose religion der dümmsten dinosaurier, die dieser planet erleben musste.
peak oil wird den spuk beenden. und wir sind nicht darauf vorbereitet, dank einer politik, die kein morgen kennt.

Konkurrenzkampf macht irgendwie gewissenlos

das haben unsere dt. Politiker einen weiteren Grund, um zu sagen, wegen China und der Konkurrenz aus China müssen wir (Volk) die Ärmel weiter hochkrempeln, können wir uns nicht leisten, einen Rückschritt bei der neomodernen Wachtumspolitik mit Niedriglöhnen.
>
Da denkt man nur noch ans Geld. Ich wundere mich eigentlich, wieso das so sittenhaft ist, nur ans Geld zu denken, und Steuerhinterziehung so arg geahndet wird. Während das eigentliche Verbrechen darin besteht, dank der unbedingten Wachstumskurse gesellschaftlich, kuklturell und moralisch zu zerfallen und eine globale Coca_Cola Kultur zu werden.
> Motto: nächste Haltestelle Coca-Cola McDonalds Platz.

Na, da hamer´s doch!

" ... der nicht durch das Schlagwort "Menschenrechte" vom Kernthema ablenkt."
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Na, Herr Li, was wünscht man sich mehr, als dass eine Frau Merkel, die schon eine amerikanische Verdienstmedaille um den Hals trägt, noch eine chinesische dazubekommt!
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Spätestens seit George W´s Nackenmassage in Heiligendamm weiß doch ein jeder, dass Frau Merkel Everybody´s Darling ist. Denn nichts betört mehr, als der Geruch von Macht und Geld.

AHA - Merkel will vermitteln

Hört sich gut an ... als ob sie kein Teil des Problems wäre. Ich dachte, als Kanzlerin wäre man Entscheidungsträgerin und könnte entscheiden. Aber dazu müsste man ja Farbe bekennen und das war noch nie Merkels Stärke. Vermitteln oder gemeinsame Lösungen suchen. Nur nie zu etwas stehen, was man selbst verbockt hat oder die eigenen Parteigenossen verbockt haben. So tun als ginge das alles sie nichts an und als wäre sie nur die hilfreiche Gutmensch-Hebamme, die eben immer nur an andere denkt und helfen will. Auf diese Art kann sie immer was präsentieren, was als Erfolg aussieht, denn irgendwas kommt beim Vermitteln immer heraus und wenn es nur schöngefärbter Ettikettenschwindel ist. Die wird garantiert wieder gewählt.

Erbärmlich,

wenn sofort die Anti-Merkel-Karte gezückt wird. Wie immer, macht Angela Merkel alles falsch.
Natürlich vermittelt die Kanzlerin zwischen China und der EU - China betrachtet schließlich Deutschland als wichtigsten Partner in Europa. Dass es um wirtschaftliche Gespräche geht, ist auch zum Vorteil unserer eigenen Wirtschaft. Was daran unmoralisch ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wer miteinander Handel treibt, fördert das Miteinander.
Und selbstredend wird die Bundesregierung auch die Menschenrechtssituation ansprechen. Es gehört zu dem diplomatischen Gepflogenheiten, dass dies nicht öffentlich geschieht.

Merkel schiebt den Mindestlohn auf Eis

Die Merkel ist für "Verhandlungen" gut gewappnet, kann sie sich im Notfall auf einen großen "Niedriglohnsektor" in Deutschland ausruhen.
Der zugleich eine verdeckte Subventionierung der Großindustrie ist.

Dass wir in den Bereich China kaum schlagen können, sollte doch irgendwie angekommen sein, oder?

Europa-Besuch

Zu recht hat die Tagesschau betont, dass Herr Li Keqiang Deutschland als erstes in der EU besucht hat. Interessanterweise muss man jedoch auch sagen, dass Herr Li Keqiang in EUROPA als ERSTES Land die Schweiz besucht hat, und dies bereits am Donnerstag den 24.05.13! Da kann man sich doch zurecht fragen weshalb dies der Fall war, zumal obendrein auch noch ein Freihandelsabkommen mit Schweiz ausgearbeitet wurde, übrigens das zweite in Europa nach Irland. Weshalb China seine Prioritäten so gesetzt hat? Zumindest Nachdenkenswert für Deutschlan :-)

Kein Gemauschel mit einer Diktatur!

China ist nach wie vor eine Ein-Parteien-Diktatur. Dort ist nur die KPChina zugelassen! Menschenrechte werden mit Füssen getreten!
Auch China ist Mitglied in der WTO (Welthandelsorganisation). Die Regeln der WTO verbieten ganz klar Dumping.
Die Regierung von China kann nicht einfach tun und lassen, was sie will. Wer sich nicht an Regeln hält, muss die rote Karte gezeigt bekommen. Die derzeitige Bundesregierung hat zu viel Angst vor einem Handelskrieg mit China.
Übt man Kritik oder erhebt man Strafzölle ggü. China, so spielt dieses sogleich die beleidigte Leberwurst, ohne überhaupt zu kapieren, dass man gegen Regeln verstößt!
Deshalb: Keine Verwässerung der Anti-Dumping-Zölle auf chinesische PV-Module!!!
Ganz nebenbei: Globalisierung heißt nicht nur Globalisierung der Gewinne, sondern bitteschön auch Globalisierung der Menschenrechte, der Arbeitsrechte, Sozialstandards und Umweltschutzstandards!!!

China hat ganz ungeniert Großmachtsgelüste

zuerst wirtschaftlich und dann militärisch.
Dafür bedient es sich der Möglichkeiten einer zentralen Steuerung.
China geht in die Länder der dritten Welt und kooperiert völlig ungeniert mit jeder Diktatur. Kritik aus dem eigenen Land ist wohl nicht zu befürchten.
Der ehemalige Underdog wird zum Vorbild für eben diese mit Rohstoffen reiche Dritte Welt. China hebt diese Rohstoffe und mit unschlagbar billigen Arbeitskräften optimiert es den Kapitalismus und der Westen steht mit offenem Mund da und bekommt kaum noch Oberwasser.
Also wie wird die Kritik unter vier Augen am chinesischen Staat aussehen?
China ist der Wirtschaftsspion par excellence. Und nicht nur im Kopieren sondern auch in der Weiterentwicklung geht China schon jetzt voran. Und wo bleiben wir?
Frau Merkel hat keine Antworten, weil sie kein Land führen kann, sondern nur die deutschen wirtschaftlichen Interessen kurzfristig moderieren.
Dies ist eindeutig zu wenig.

Keine ernsthafte Politik

Viel ernsthafte Politik sehe ich da derzeit nicht. Mal so der Reihe nach:

1. Welch überspannte Hoffnungen sich da immer wieder einige machen, dass die Bundesregierung weltweit für Menschenrechte eintreten würde. Die tagesschau brachte doch einen Artikel, dass das BKA noch bis 2010 in Ländern wie Tunesien und Ägypten den dortigen Regimen bei der Internetüberwachung half. China käme sicher auch in den Genuss, wenn die das nicht bestens selber könnten.

2. Von Wirtschaft hat diese Bundesregierung einfach maßlos wenig Ahnung. Gerade brachte die tagesschau noch ein Interview mit der Arbeitsministerin, die einen Pakt zwischen Wirtschaft und Politik für mehr Wachstum will. Das ist wirtschaftwissenscahftlich barer Unfug. Aber die Kommentare dort sind ja deaktiviert.

3. Strafzölle gegen China? Das gibt es also doch noch mit den Zöllen? Dann wären die bei Bangladesh angebracht, weil die regelmäßig Einstürze von Fabriken haben, die für den deutschen Textilmarkt produzieren.

Was heißt den hier vermitteln

Die Chinesen haben soviel Kohle in Deutschland investiert, und nicht nur in D sondern in der ganzen EU, da bleibt Angie nicht mehr als einen Fallrückzieher zu machen (stelle ich mir gerade bildlich vor).
Die Solarfirmen aus dem Osten sind doch sowieso Pleite, es lohnt sich doch gar nicht mit China wegen denen Krach anzufangen.

Wir brauchen Absatzmärkte ...

die EU bricht zusammen unter dem Spardiktat und wir brauchen den Export.
Deutschland muss handeln, entweder müssen wir außerhalb der Eurozone Märkte erschließen, oder eine andere Euro-Politik betreiben, wir könnten auch innenpolitisch aktiv werden.
Die beiden letzten Ideen würden aber unangenehme Folgen für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung haben und die Aktionäre werden sehr unzufrieden, denn sie brauchen Wachstum!
Also müssen neue Märkte her.

@Paco

Ja das stimmt wohl, die meisten hiesigen Solarfirmen hat mittlerweile das zeitliche gesegnet.
Aber für welche Kompromisse ist China denn überhaupt bereit? Will es die überhaupt? Nirgendwo im gesamten Bericht, auch nirgends in der Berichterstattung vergangener Tage, steht, inwiefern China seine Position zu verändern gedenken könnte. Doch jetzige Entscheidungen sind zukunftweisend, da China sicher nicht das letzte Mal unlauteren Wettbewerb betrieben haben wird.
China soll aufhören, seine Produkte zu Dumpingpreisen auf den Markt zu schmeißen und fertig. Das Problem wäre gelöst.

Toll Shantuma

Und wo bitte sind die? Wir sind mittlerweile um den Globus rum, da sind keine weißen Flecken mehr die es sich zu erschlißen lohnen würde.

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