Kommentare

Trennbankensystem mit Ausnahmen

"Als problematisch bewertet die Finanzmarktexpertin auch, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung - abweichend vom Liikanen-Vorschlag - den einlagentragenden Geschäftsbanken das Market Making, also das permanente Stellen von An- und Verkaufspreisen, grundsätzlich weiterhin erlaubt. „Damit könnte die Aktion ausgehen wie das Hornberger Schießen: Man hätte zwar ein Trennbankengesetz, aber keine Bank mehr, die unter dieses Gesetz fällt“, sagt Dorothea Schäfer. Denn die Banken könnten Eigenhandel in Market-Making umdeklarieren und damit der Abtrennung entgehen. Auch die Gefahr, dass eigentlich abzutrennende Geschäfte in den nach wie vor wenig regulierten Schattenbanksektor verlagert werden, ist realistisch."

Quelle:

http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.420749.de&template=pinut...

Alles andere hätte mich auch gewundert.

Ich bin begeistert!

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Ausgerechnet die CDU (naja, die schwarz/gelbe Koalition) legt den von der SPD entfesselten Turbokapitalismus (Hedgefonds hat Eichel unter Schröder in der BRD zugelassen) wieder an die Kette.
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Danke!
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Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

Nicht zum Artikel

Ist das die erste Verlinkung auf einen anderen tagesschau-Artikel, den ich hier erspähe? Oder ist mir das vorher nie aufgefallen?

Finde ich auf jeden Fall gut!

Der erste Schritt in die richtige Richtung

Nicht das was ich mir wünschen würde, aber immerhin. Mehr war von schwarz-gelb kaum zu erwarten.

Warum erst ab 2016?

Warum erst ab 2016? Warum brauchen die Banken 3 Jahre für die Ausgliederung?

Endlich!!!

Haben wir das den Wahlen zu verdanken?
Das Trennbankensystem sowie empfindliche Strafen für Manager mit Misswirtschaft sind längst überfällig. Diese Regelung muss so schnell wie möglich gelten und nicht erst ab 2016.
Eine Bankenunion halte ich nur für die Zockerbanken und Global Player angebracht. Es darf nämlich nicht sein, dass Institute, welche jahrzehntelang seriös gewirtschaftet haben, mit diesen Renditegierhälsen in einen Topf geschmissen werden.

Spekulation mit Kundengeldern

Dass Banken nicht mehr mit Kundengeldern spekulieren dürfen, finde ich eine klare Gängelung und Überreglementierung von Seiten des Staates. Banken müssen die Freiheit haben, ihre Chancen am Markt ungehindert zu suchen. Es ist nicht Aufgabe des sich immer mächtiger gebenden Staates, Banken zu bevormunden.

Das ist noch nicht ausreichend!

"Das reicht uns noch nicht, wir brauchen mehr!"
Wen wundert es, dass die Opposition das verlautbaren lässt?
Wäre Rot/Grün an der Regierung und hätte dieses Gesetz verabschiedet, dann hätte Schwarz/Gelb das gleiche von sich gegeben.
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"Sie sieht vor, dass die EZB direkt über solche Banken wachen soll, deren Bilanzsumme größer als 30 Milliarden Euro ist oder mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ihres Heimatlandes ausmacht."
Was mich ein wenig stutzig machte... Banken mit 20% des Bruttoinlandsprodukts als Bilanzsumme? In Industrienationen? Absoluter Wahnsinn.
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@fprinz
Nun glauben Sie bitte nicht, dass die Union hier ein wahrer Überzeugungstäter ist. Es ist ein massiver öffentlicher Druck entstanden und es hat sich herausgestellt, dass das alte System einfach Wahnsinn ist.
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@Nana
Klingt interessant und würde mich nicht wundern. Ein Gesetz mit passenden Schlupflöchern rausbringen, damit sich auch ja nichts ändern muss.

@fprinz - Hedgefonds

Hedgefonds gibt es im Grunde schon seit es einen freien Kapitalmarkt gibt und sie sind auch nichts Schlimmes. Nur die Vorurteile dagegen sind noch nicht so alt. Die Hedgefonds der SPD oder Rot-Grün anzulasten ist doch ein einigermaßen bizarrer Vorwurf. Fast schon eine Art linker Legendenbildung.

In großen Zusammenhängen denken!

Warum macht man es nicht einfach so: alle Zocker kommen auf Offshore Einrichtungen, und der virtuelle Finanzspekulationsbereich wird komplett von der Realwirtschaft abgekoppelt. Dann sind die Jungs mit ihren Computerspielen unter sich und können den ganzen Tag erzählen, wieviele Milliarden sie wieder "gemacht" haben. Es würde sie glücklich machen, und den normalen Menschen eine Menge Geld ersparen.

@Berliner Lesbe

Achso, aber als der Staat 2008 ein sprang, war das keine Bevormundung? Die Alternative wäre der Markt gewesen. Und der kann derartig entfesselt ganze Volkswirtschaften niedermachen.

Die Bankentrennung hatte man übrigens in den USA auch abgeschafft. Eingeführt wurde sie damals nach der Weltwirtschaftskrise, die größte Wirtschaftskrise die wir bis dato erlebt haben.

Es kann nicht sein das Banken, wenn der Markt die Ersparnisse verzockt hat, ganze Volkswirtschaften unter sich begraben. Die Deutsche Bank hat alleine eine Bilanzsumme von 2 Billionen Euro! Eine Bank muss pleite gehen dürfen ohne das darauf die größte Wirtschaftskrise der Geschichte droht.

Völlig abgehobene Welt

Banken waren einmal Geschäfte, die dem Kunden dienten, indem sie seine Sparguthaben der einen Kunden als Kredite an andere Kunden gegeben haben. Und je wirtschaftlicher sie dabei vorgegangen sind, umso größer der Gewinn für die Bank, die Zinsen für die Kunden und umso geringer der Zinssatz bei Krediten.
Das hat der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes gut getan.
Und plötzlich haben die Banken das Geld der Sparer genommen und damit selbst spekuliert, verjuxt und verkümmelt und bestehlen ihre Kunden.
Früher hätte man die Verantwortlichen zumindest geteert und gefedert.
Heute bekommen sie Abfindungen, belügen die Menschen und erzählen ihnen, dass sie für den 'Kunden da sind'.

Zurück zu den Wurzeln und nochmal von vorne anfangen! Das ist 'alternativlos'.

@Berliner Lesbe

>"Dass Banken nicht mehr mit Kundengeldern spekulieren dürfen, finde ich eine klare Gängelung und Überreglementierung von Seiten des Staates. Banken müssen die Freiheit haben, ihre Chancen am Markt ungehindert zu suchen. Es ist nicht Aufgabe des sich immer mächtiger gebenden Staates, Banken zu bevormunden."<

Wenn dann die dusselige Einlagensicherung des sich ach so mächtig gebenden Staates wegfällt, hab ich nix dagegen. Vor dem Beschluss dazu möchte ich aber ein paar Monate Zeit haben, mein Geld von der Bank abzuziehen. Wie wahrscheinlich dann Alle. Und dann kann man mit neuen Banken von vorne anfangen. :-)

Alte linke Forderungen

Das sind wahrhaft alte linke Forderungen, die von Vereinen wie attac udn linken Parteien immer wieder erhoben worden sind. Parteien wie CDU, CSU, FDP und SPD wehrten sich dagegen heftigst.

Einer der Gründe für die heftige Gegenwehr dieser Parteien dürfte sein, dass nicht nur namhafte SPD-Vertreter bei deregulierungsfeindlichen Banken 1-2 Stunden Vorträge für bis zu 25.000 € halten durften. Parallel und ohne Anrechnung lief das Gehalt als Abgeodneter oder Minister ohne jede Anrechnung weiter.

Sobald das Ende der Finanzkrisen verkündet wurde, drehen die gleichen Politiker in den USA und Deutschland die Räder wieder auf Deregulierung. Wählt die Originale einer derartigen Politik und nicht die Wieder-Einsteiger und erneut Deregulierer, sobald niemand mehr hinschaut.

@Parcifal999

Also die Bilanzsumme ich habe es aus dem Zwischenbericht vom September 2012.

Das Derivatenvolumen kann durchaus um ein Vielfaches höher sein! Es sind immerhin Wettgeschäfte wie Leerverkäufe. Wenn man im Casino 1.000 Euro 10 mal fast gleichzeitig setzt setzt hat man ja auch einen Wetteinsatz von 10.000 Euro. Nur im Casino geht das natürlich nicht - es man hat einen (Steuer)zahler neben sich stehen, der für Verluste in beliebiger Höhe aufkommt.

Der Vorteil hier ist, dass es sich immer um Nullsummenspiele handelt. Einer gewinnt, einer verliert. Das Vermögen bleibt gleich. Was besorgniserregend sind, ist das eingesetzte Kapital (nicht das Volumen der Derivate), welche eigentlich sinnvoller angelegt werden wollen.

Gemeinsame Einlagensicherung...

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Schön, daß wir Deutschen für die Spareinlagen der Pleiteländer in Europa geradestehen, wenn dort eine Bank pleitegeht...
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Wie weit soll der Euro-Wahnsinn eigentlich noch getrieben werden?
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Zum Glück ist bald Wahl...

Der Skandal geht weiter

1. Es geht weiter wie bisher
>
2. Es sieht ja danach aus, als könnten die Banken einfach sich selbst als Kunden führen (natürlich dubios, aber Bankstertum zahlt sich aus) und dann mit mehr Kaputal zocken, als es bei den Tochtergesellschaften möglich wäre
>
3. Wieso verbietet man Börse und solchen Unfug nicht einfach? Es ist keine Unverschämtheit , sondern ein Skandal, dass durch deren Praktiken sehr akut und sehr offensichtlich unsere gesamten Kosten (Nahrung, Energie usw.) KÜNSTLICH DER GEWINNE EINIGER WENIGER WEGEN in die Höhe getrieben werden. Ein Skandal!

@Nana

[...] Es sind immerhin Wettgeschäfte wie Leerverkäufe. [...]

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Auch wenn das immer wieder in dieser Form behauptet wird, bleibt es doch falsch. Derivate können zwar zum Wetten/Zocken/Spekulieren verwendet werden, tatsächlich dienen sie in erster Linie zur Absicherung gegen verschiedenste Marktrisiken und haben in dieser Rolle eine absolute Existenzberechtigung.

Die nächste Spielgeldeuroteufelei: Die Bankenunion des EU-Moloch

Seit geraumer Zeit verlangen das Ausland und die hiesigen Parteiengecken, als dessen Mundstücke, daß eine so genannte Bankenunion eingeführt werden solle; diese soll darin bestehen, daß fortan der EU-Moloch über die Banken Europas wacht, was allein schon eine Schreckennachricht ist, wenn man bedenkt wie der EU-Moloch beispielsweise die richtige Verwendung seiner Hilfsgelder in Ländern wie Griechenland überwacht hat; doch geht es hier wohl um mehr als um die bloße Förderung der EU-Molochusurpation, durch die man plant die europäischen Staaten zu vernichten, um die Vereinigten Staaten von Europa nach dem Vorbild der berüchtigten VSA zu erschaffen. Denn man scheint es hierbei vor allem auf die deutschen Einlagensicherungsrücklagen abgesehen zu haben, die man für die bankrotten Banken des Auslandes nur zu gerne verfrühstücken wollte; und nicht zuletzt ist man seit Zypern ja dazu übergegangen die Sparer unmittelbar auszurauben und die Deutschen sind nun einmal sehr fleißige Sparer.

@Guten Abend

Ich weiß nicht wo Sie den Widerspruch sehen. Ich habe mich gar nicht gegen Derivate geäußert.

Aber meinen Sie wirklich die seriösen Derivate rechtfertigen die billionenschweren Wettgeschäfte?

Nochmal zu Erinnerung:

Ein Bauer in Indien verkauft seine Ernte zum Festpreis, obwohl er grad gesäht hat - eindeutiges Derivat.

Schattenbank xy einigt sich mit Schattenbank yx ein Aktienpaket zum Zeitpunkt z zum vereinbarten Preis zu verkaufen. Ebenfalls ein Derivat.

Nur letztere haben nicht nur mit der Realwirtschaft wenig zu tun, sondern haben ein epochales Volumen erreicht - ca das zehnfache der Weltwirtschaftsleistung! Zu glauben die seriösen Derivate rechtfertigen die reinen Zockergeschäfte ist mehr als grotesk.

Trennbanken na und bei EU-Einlegerhaftung

Die EZB soll im Grunde durch ihr undemokratisches neues Kontrollsystem über alle Banken die Kontozugriffe im Falle der Fiskal-/Bankenunion =gemeinsamer Einlagenhaftung der Einlegern/Sparer sicherstellen. Die enstprechende politischen Beschlüsse über Grad und Höhe der Mithaftung werden gerade in der EU wie immer weitgehend intransparent für den Souverän vorbereitet.
Dass die EZB vor der BT-Wahl den vertieften Bankenstresstest unter Einbeziehung aller Risikopositionen dazu wieder absetzte und ins nächste jahr verschob, erspart dem EU- und v.a. deutschen Wähler vorab die bittere Wahrheit, wofür er geradezustehen hat, wenn die paar restmittel des ESM für die Billionen Bankschulden nicht mehr reichen.
Entweder Draghi druckt weiter frische Schulden für die Haushalte oder die Privathaushalte müssen (s. Zypern als Probe)herhalten.
Die AGB der Banken sind zudem auch schnell geändert und damit die Zustimmung der ahnungslosen Kontoinhaber, die so auch von Trennbanken
nichts haben.

Frage der Zeit bis sich

Frage der Zeit bis sich Lücken finden?

das Gesetz betrifft Banken, bei denen diese Art der Geschäfte mehr als 20% oder 100 Mrd. betragen? wird dann nich einfach gesplittet oder neue Rechtsformen gegründet um unterhalb dieser wertgrenzen zu gelangen? bin kein Jurist....

Super

Dasselbe bitte auch für Politikerentscheidungen! Auslagerung der in der Legislaturperiode wichtigen Entscheidungen zum Volksentscheid. Keine Querfinanzierung von Bau-, Subventions- & sonst. Projekten nach einmaliger Kalkulation & Prüfung durch zusätzliche nicht kalkulierte Steuergelder. Und schon hat die Republik ein viel bürgernäheres Gesicht als es derzeit der Fall ist. Die "Bankentrennung" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Verbraucherschutz sollte ein Ministerium erhalten um dem Bürger präventiv zur Seite zu stehen.

@Nana

Ich weiß nicht wo Sie den Widerspruch sehen. Ich habe mich gar nicht gegen Derivate geäußert.

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Sie haben Derivate pauschal als Wettgeschäfte bezeichnet, was so aber eben nicht stimmt. Daher auch mein Einwand.

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Was Ihre beiden Beispiele angeht, so scheinen Sie hier klassische Termingeschäfte beschreiben zu wollen. Beide haben mit Realwirtschaft sogar sehr viel zu tun. Im Falle des Bauern sichern sich z. B. sowohl der Bauer als auch der Abnehmer durch die zwischen beiden geschlossene Vereinbarung gegen mögliche zukünftige Preisschwankungen für die Ernte ab. Durch diesen Wegfall der für einen nachteiligen Preisschwankungsrichtung (bei gleichzeitigem Wegfall der für einen vorteiligen Preisschwankungsrichtung) wird beiden Vertragsparteien eine sicherere Kalkulationsbasis ermöglicht. Analog lässt sich das auch bei dem zweiten Beispiel verstehen.

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Unklar ist mir allerdings, wen Sie im Zusammenhang mit dem vorliegenden Artikel über Banken mit Schattenbanken meinen.

@Guten Abend

Sie haben den Kommentar nicht wirklich gelesen.

"Sie haben Derivate pauschal als Wettgeschäfte bezeichnet, was so aber eben nicht stimmt."

Aber natürlich ist es das, was denn sonst? Wie umschreiben sie denn Spekulation?

Nur welches davon ist seriös? Ich sagte, dass es seriöse Derivate gibt. Das Beispiel mit den Aktien ist weder seriös noch bringt es einen Mehrwert. Ganz besonders nicht, wenn dies automatisiert stattfindet.

Nochmal die Frage: Wieso verstecken sich billionenschwere Derivate hinter seriösen Termingeschäften der Realwirtschaft? Nochmal zur Erinnerung: Die Derivate haben das BIP der Welt schon um ein mehrfaches überschritten. Der realwirtschaftlich Nutzen kann hier nicht gegeben sein, insbesondere wenn es um Manipulationen von Rohstoff oder Devisenmärkten geht.

@Nana auch das 2. von Ihnen

@Nana

auch das 2. von Ihnen genannte Geschäft hat einen Mehrwert. Viele Versicherungen, Pensionsfonds u.ä. investieren in (Hedge-) Fonds. Die Derivate dienen also u.a. dazu hier Pensionen zu erwirtschaften und Risiken zu minimieren.
PS: Hedgefonds kommt von "to hedge"= "absichern", die Idee ist auch bei fallenden Märkten den Wert des Fonds zu erhöhen

@Linuxpinguin auch nach der

@Linuxpinguin
auch nach der Bankentrennung können die Spareinlagen an andere Banken verliehen werden. Kreditvergabe ist eine originäre Aufgabe der Banken!

@MacCall

Schlechtes Beispiel, da Pensionsfonds verpflichtet sind überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere zu investieren. Sie haben also mit Derivaten eher weniger zu tun.

Abgesehen davon ist der Schaden weitaus größer als der Nutzen (im Falle von Rohstoffen zB). Denn auch der Rentner kauft Güter die an diesen Preisen hängen.

[...]Aber natürlich ist es

[...]Aber natürlich ist es das, was denn sonst? Wie umschreiben sie denn Spekulation?

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Ich habe nichts dagegen, wenn Sie Spekulationen mit Wetten gleichsetzen. Absicherungsgeschäfte können dann aber keine Wetten sein, weil hier quasi per definitionem nicht spekuliert wird, bzw. es ja gerade Sinn und Zweck eines zur Absicherung abgeschlossenen Geschäftes ist, sich vor den negativen Auswirkungen von Spekulationen zu schützen. Da sich Derivate aber nunmal nicht nur zum Spekulieren einsetzen lassen, sondern in erster Linie zur Absicherung verwendet werden, können Derivate auch nicht pauschal mit Wetten gleichgesetzt werden.

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Ebensowenig sind z. B. Aktien(ver)käufe pauschal als Spekulation zu bezeichen (auch wenn man durchaus mit Aktien spekulieren kann), denn manche (ver)kaufen Aktien nicht um auf einen Kursverlauf zu spekulieren, sondern um in ein Unternehmen zu investieren und im Gegenzug an dessen Erträgen(Dividenden) zu partizipieren.

@Nana Es gibt auch Derivate

@Nana
Es gibt auch Derivate zur Absicherung von Straight Bonds, z.B. Zins-Swaps u.ä.. Damit wird gegen Zinsänderungsrisiken (Bei steigendem Marktzins fällt der Wert alter, niedriger vetzinster Anleihen gleichen Rangs desselben Schuldners) und das Risiko des Wertverlustes des Anleiheinhabers abgesichert. Bei Rohstoffen müssen Sie zwischen Grundnahrungsmitteln (nicht in Ordnung) und allen anderen Rohstoffen (sinvoll) differenzieren.

@Nana Schaden > Nutzen zu

@Nana
Schaden > Nutzen zu schreiben ohne das mit Zahlen zu hingelegen ist eher schwach argumentiert. Auch der Rentner profitiert wenn seine Lebensversicherung, Rentrnvetsicherung oder sonstige Kapitalversicherung höhere Überschüsse erwirtschaftet.

Symptome oder Ursachen?

Die Spekulations-Exzesse der Banken sind Symptome, keine Ursachen. Warum gab es diese Exzesse nicht schon in den 60er Jahren? Weil die Geldvermögensbestände noch nicht die gigantischen Ausmaße von heute angenommen hatten! Es gab damals noch genug realwirtschaftlichen Kreditbedarf um diese Vermögen Zinsbringend weiter zu reichen! Heute ist das anders: es gibt in der Realwirtschaft keine ausreichenden Anlagemöglichkeiten mehr.

Wer dahrer glaubt, unser Geldsystem wäre stabil, und nur die Banken schuld an den Krisen, der irrt. Ein System in dem Vermögen/Schulden exponentiell wachsen, kann nicht stabil bleiben. Daher kommt es auch etwa alle 80 Jahren zu den entsprechenden Krisen, bis hin zum vollständigen Zusammenbruch.

Wie schon bei der so genannten "Schuldenbremse" (die ohne Vermögensbremse nicht funktionieren kann), wird auch mit der Bankentrennung versucht zu bremsen, während die Vermögensakkumulation weiterhin auf Vollgas läuft.

Tipp: "Das Geldsyndrom" von H. Creutz

Schönen Abend!

@MacCall

Der Bauer der sich gegen Ernteausfall absichert betreibt Nahrungsmittelspekulation. Was soll daran aber nicht in Ordnung sein?

Und was ist daran in Ordnung die Marktmechanismen bei realen Gütern auszukoppeln, zum Schaden von Käufer und Verkäufer? Wer zahlt denn am Ende? Der Pensionär?

Hier geht es nicht um Nahrungsmittel für hungernde Kinder und Rohstoffe (Unternehmen, die können es ja vertragen?) sondern Was wo sinnvoll ist und was nicht. Ihre Differenzierung ist plakativ und nicht sinnvoll. Der Unterschied verläuft innerhalb des zu spekulierenden Gutes.

"Schaden > Nutzen zu schreiben ohne das mit Zahlen zu hingelegen ist eher schwach argumentiert."

Bei mehreren hundert Billionen Euro Volumen, gehe ich mal davon aus, dass es hier nicht mehr um wirklich reale Geschäfte geht.

Das mit den Zins Swaps habe ich überlesen, weil dieses Kapitel seit den Spekulationen auf Staatsbankrott (CDS) wohl kaum haltbar ist. Man bezeichnet sie nicht umsonst um finanzielle Massenvernichtungswaffen.

@Guten Abend

Sie sagen:
"Ebensowenig sind z. B. Aktien(ver)käufe pauschal als Spekulation zu bezeichen (auch wenn man durchaus mit Aktien spekulieren kann), denn manche (ver)kaufen Aktien nicht um auf einen Kursverlauf zu spekulieren, sondern um in ein Unternehmen zu investieren und im Gegenzug an dessen Erträgen(Dividenden) zu partizipieren."

Das ist grundlegend falsch, da die Aktienspekulation nichts mit der seriösen Unternehmensfinanzierung zu tun hat! Die Finanzierung findet bei der Ausgabe der Aktien statt. Das besagte Beispiel hat absolut nichts mit seriösen Unternehmertum zu tun!

Es tut mir Leid, aber wenn ihr Problem ausschließlich semantisch ist, dann sei es drum. Ich weiß nur das mehrere hundert Billionen Euro Volumen an Derivaten nichts mit seriösen Geschäften zu tun hat. Wo ist denn die reale Wirtschaft dazu?!

Die Frag lautete übrigens: Wieso erlauben wir solche Berge, damit ein Bauer sich gegen Ernteausfall absichern kann? Ich habe dazu noch kein stichhaltiges Argument gehört.

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