Kommentare - EU: Zahl der gesundheitsgefährdenden Produkte gestiegen

16. Mai 2013 - 15:43 Uhr

In der EU sind im vergangenen Jahr gut 2200 gesundheitsgefährdende Produkte gemeldet worden. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten schlugen die Prüfer bei Textilien Alarm. Die Mehrzahl dieser Produkte kam erneut aus China.

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Kommentare

Ross und Reiter?

Wunderschön diffuse Meldung! Warum kann nicht ein PDF File mit betroffen Produkten und Herstellern angehängt werden?
Kürzlich wurde in chinesischen Medien groß darüber berichtet, dass in deutschen Premiumautos für den chinesischen Markt Dämmmaterialien verbaut wurden, welche bei Hitze giftige Gase freisetzen (sollen).
Dort war man sich nicht zu Schade, Firmen wie BMW öffentlich an den Pranger zu stellen.

Händler in die Pflicht nehmen

Ein Großteil der hier relevanten Waren in D. wird von großen Firmen importiert.

Anstatt mich von allen Seiten mit Werbung zu bedrängen sollten H&M, KIK, Kaufhof, Sinn und wie sie alle heißen mich lieber mit der Botschaft beruhigen, wie viel % der Warenlieferungen von einem zertifizierten unabhängigen deutschen Labor auf Unbedenklichkeit hin getestet wurde, vor allem die Eigenmarken.

Man sollte auch die Möglichkeit einer dahingehenden gesetzlichen Regelung prüfen.

Dass solche Produkte eher zufällig auffallen ist ebenso wenig zufriedenstellend als die Tatsache, dass hier wieder Gewinne (der Händler durch günstigen Einkauf) privatisiert, Kosten und Risiken sozialisiert werden.

Überraschung?!

Welche Neuigkeit enthält dieser EU-Bericht? Schon seit langem wird über gesundheitsschädliche oder gefährliche Produkte berichtet, die täglich in die EU eingeführt werden. In einer Reportage hieß es, dass die Zöllner aus Angst vor Vergiftung Seecontainer nicht öffnen, sondern nur mit Sonden den Inhalt (und hier dann den Chemikalienmix) prüfen.

Was aber ist die Konsequenz?

Werden weiterhin zu Lasten der Gesundheit von mehreren hundert Millionen Menschen und zum Wohle guter Handelsbeziehungen die Hände in den Schoß gelegt, nur um den großen Wirtschafts“partner“ China nicht zu verprellen? Oder werden endlich Taten folgen: Mehr Kontrolleure, Sanktionen gegen Lieferanten, Veröffentlichung von Namen und Produkten im Internet etc.

Und können wir endlich damit aufhören, immer nur nach billig billig zu rufen? Denn das ist doch der wahre Grund für den Müll, den wir geliefert bekommen. Wer ein T-Shirt für 2,99 EUR oder eine Jeans für 5,99 EUR kauft fördert diese Praxis.

Billigste Materialien, giftig

Billigste Materialien, giftig wie eh und je, maximaler Gewinn.
Nicht nur die Chinesen, die dieses Giftzeugs herstellen gehören zur Verantwortung gezogen, auch die Auftragsgeber, die aus reiner Profitgier billigst einkaufen wollen und wissen müssen was da für gefährlicher und giftiger Ramsch in die Läden kommt, die haben meiner Meinung nach die größte Schuld. Die gehören unbedingt zur Verantwortung gezogen. Aus reiner Gier rücksichtlos den Menschen diesen Dreck anzubieten, wer das macht, dem gehört die Lizenz entzogen.

dafuer ist Gammelfleisch

Ein deutsches Produkt.

Die Schuldigen sitzen in jedem Fall in deutschen Chefetagen, denn dort wird der Preis bestimmt, den man Zahlen will und demzufolge die zutatenliste und der Entwicklungsaufwand festgelegt.

@sven2: suchen Sie RAPEX

Dort gibt es Listen Ueber Listen. Jede Woche eine neue, seit Jahren.

@spetzki

Die TUEVs haben Labors in China. Dort sitzen allerdings nur Chinesen, weil deutsche Prüfer zu teuer sind.

Und diese Labore sind nicht unabhängig. Sie hängen am Geldhahn der Hersteller und Importeure. Und der Konkurrenzkampf zwischen all den Prüfhäusern ist hoch.

Was für eine Überraschung!

Wie in der Schule, so auch im wirklichen Leben: wird Mist gebaut, dann gibt´s nen moralinsauren Vortrag. Und wenn dann - wie nicht anders zu erwarten - die Malaise weitergeht, müssen halt alle die Zeche zahlen.
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Ein entsprechendes Realbeispiel aus dem Schulbetrieb: eine Schule war immer verdreckt. Wie wurde das Problem gelöst? Man machte einen Fotowettbewerb, wo die Fotos von der Verdreckung in einer Fotoecke ausgestellt wurden, zur Bewusstseinsbildung. Der Dreck blieb.
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So lange Schummeleien mit Ermahnungen oder kleinen Ordnungsgeldern "geahndet" werden, wird sich nichts ändern. Würde man aber Betriebe genau kontrollieren und bei Verstößen konsequent schließen sowie die Verantwortlichen einlochen, würde man sehr schnell begreifen, dass es sich nicht lohnt, ein Risiko einzugehen.

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