Ihre Meinung zu: Nach der Wahl: Island nimmt Abschied vom Europakurs

28. April 2013 - 14:49 Uhr

Island bekommt eine neue Regierung. Der Konservative Benediktsson dürfte neuer Premierminister werden. Das Votum der Isländer ist damit auch eine krachende Absage an den Europakurs der Sozialdemokraten.

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Kommentare

Lasst uns die Nächsten sein, die 2. auf dem Stockerl.

Ein Beispiel auch für uns und dies ganz ohne AfD, nur mit dem gesunden Menschenverstand und unter Einsatz der Würde und der Sozialverpflichtung für die Menschen und dem Land einschließlich einer Zukunft.

Absolut verständlich

Bei dem aktuellen Zustand der EU und der Eurozone ist es mehr als verständlich, dass Island lieber nicht mitmachen will. Ne Unabängigkeitspartei könnten wir in Deutschland auch gebrauchen. Die ständige Ausweitung ist auch nicht gut für die EU, das schafft nur neue Probleme und davon hat Europa nun wirklich schon genug.

Wie jetzt ?

..
gibts in Island etwa nicht den Ausdruck.
" alternativlos " ???

Europa

Die Abkehr von Europa ist für die Isländer noch nachvollziehbar, dass aber das Schwein seinen eigenen Metzger wählt, halte ich für bedenklich.

... glücklicherweise gewinnt

... glücklicherweise gewinnt auch in Deuschland die Vernunft wieder die Oberhand, durch die Gründung der Partei "Alternative für Deutschland". Wir sehen ja gerade auch an diesem Beispiel hier in Island, dass die Mehrheit der Menschen in Europa, dieses Europa, wie es sich gerade anbahnt, nicht haben wollen.

Tja... Die Isländer werden

Tja... Die Isländer werden noch eine viel tiefere Demütigung erhalten. Sie wollen es aber nicht anders.

Alternative

Ich finde es belustigend wie den Islaendern hier gratuliert wird. Die Islaender haben ein riesiges Investitionsproblem und deren Zukunft sieht nicht besonders rosig aus.
Die "Alternative" sieht bei vielen wohl so aus, dass kurzfristig emotional gehandelt wird damit man sich und seiner Unabhhaengigkeit stolz auf die eigene Schulter klopfen zu kann. Disziplin ueber einen langen Zeitraum hinaus zahlt sich mehr aus als kurzfristige Panikaktionen, aber das erreicht man durch rationales Denken als durch Lokalpatriotismus. Ueberhaupt ist das Verlangen nach sofortiger Belohnung urmenschlich und ich wuenschte mir, dass die Populisten im 21. Jahrhundert ein einsehen haetten.

Die Freude oder der Neid auf

Die Freude oder der Neid auf die Isländer wird bald der Vergangenheit angehören. Die Wahlsieger sind diejenigen, die die Staatspleite verursacht haben. Und sie machen weiter Werbung mit den gleichen Rezepten wie vor der Krise, die dort vor allem die kleinen Leute ausgebadet haben. Island braucht keine harte Währung; jawoll! Island muss Steuern senken, jawoll, die Vermögenden haben lange genug gedarbt.

Wie kann man so dämlich sein, diejenigen zu wählen, die dem Volk den ganzen Mist eingebrockt haben. Klar, als Euromitglied kann man nicht weiter Finanzparadies für Reiche spielen. War doch so schön, das Zypern des Nordens zu sein. So ein Glück, nicht zum Euroraum zu gehören wie Zypern, da muss man sich Vorschriften machen lassen und kann im Casino Royal nicht so einfach weitermachen.

Ich denke, die Isländer werden noch mal auf die Schnauze fallen müssen, bis sie begreifen und die Fischer werden kapieren müssen, das Fangquoten eine Investition in die Zukunft sind.

Es ist traurig, ...

... dass die Wählerinnen und Wähler wohl weltweit das Pendel immer zu unwählbaren Parteien zurückschwingen lassen – zu schnell bzw. überhaupt erhebliches erlittenes Unrecht bis hin zu Verbrechen vergessen – nichts, aber auch gar nichts dazulernen! Das ist jedenfalls eine weitere liberal-konservative Regierung zu viel für Europa und die Welt... Und dass unsere einzige Chance, im Spiel der Weltmächte nicht zerrieben zu werden, in Europa liegt: Das haben offenbar weder die Isländer noch die geschätzten Mitkommentatoren hier begriffen.......

Ist es nicht etwas positives,

Ist es nicht etwas positives, wenn keine weiteren Länder mit Gummiwährungen dem Euro beitreten.

Zitat: Ich glaube nicht daran, dass wir die harte Währung brauchen...

Das sagt doch alles. Der Euro ist jetzt schon viel zu aufgeweicht. Ersparnisse und Altersvorsorgen haben schon viel zu viel Schaden genommen.

Das Dilemma

Die Isländer haben sich entschieden, ich kenne die Parteien nicht und ich weiß auch nicht wie die Krise in Island gehandhabt wurde.

Es zeigt sich aber, dass viele eine europakritische Partei gewählt haben. Die aber gleichzeitig wohl eine Wirtschaftskonservative Partei ist und Steuersenkungen verspricht.

Da ist das Dilemma der Partein Republiken, Wählt man Partei A die mehr natinale Souveränität gegeüber Brüssel will, aber gleichzeitig den Euro ablehnt oder Partei B welche die Banken an die Kandarre legen will aber an Europa festhält aber dafür den Euro weiter behalten will.

Ein Dilemma was viele Wähler wohl auch hier umtreibt. Es gibt wohl wenige Wähler die mit Allem einverstanden sind, was ihre favorisierte Partei möchte.

Ich persönlich kann mich teilweise mit Einzelpunkten aus fast allen Parteien anfreunden, bei den einen sind das sehr wenige Punkte, bei anderen eben mehr. Das ist kein Entscheiden, sondern allenfalls ein Abwägen des kleineren Übels. Tolle Wahlmöglichkeiten...

@H-W-A

"... glücklicherweise gewinnt auch in Deuschland die Vernunft wieder die Oberhand, durch die Gründung der Partei "Alternative für Deutschland"."

Die kommen lt. Umfragen gerade mal auf 3% und gehen nach
der Wahl wieder nach Hause.

Island nimmt Abschied vom

Island nimmt Abschied vom Europakurs, und was soll? Die Karawane zieht weiter...

Voelker verdienen eben ihre

Voelker verdienen eben ihre gewaehlten Politiker, in Island genaueso wie in Italien oder Griechenland. Wenn die Waehlerschaft nicht langfristig denkt, wie kann das dann von gewaehlten Vertretern erwartet werden, die heute schnell gewaehlt werden wollen und nicht erst morgen mit Ergebnissen beeindrucken wollen? Da zieht dann Populismus. "Schuld haben die anderen", "wir lassen uns nicht reinreden", usw. Ist gerade mal Wut auf "die Banken" angesagt, dann gibt's halt dort ein paar schnelle Massnahmen, und wenn was anderes als Thema vorrueckt, dann darf mit Banken "gekungelt" werden.

Paddi schreibt: "und die Fischer werden kapieren müssen, das Fangquoten eine Investition in die Zukunft sind"

Richtig! Hoffen wir, dass Europa da auf die Finger klopft und nicht zu sehr mit anderem beschaeftigt ist. Wenn's anderswo kracht, macht ein Fischereirat den sowieso nur Fachleute verstehen nicht viel her fuer die Schlagzeilen.

@jautaealis

„Und dass unsere einzige Chance, im Spiel der Weltmächte nicht zerrieben zu werden, in Europa liegt […]“

Das sind doch hohle Politikerfloskeln und unbegründete Angstmacherei. Was soll denn das heißen, „im Spiel der Weltmächte zerrieben zu werden“?

Man kann die Isländer nur beglückwünschen, dass sie Unabhängigkeit, Mündigkeit und Selbstbestimmung gewählt haben statt EU-Gleichmacherei und Entmündigung – wenngleich es einen gewissen Beigeschmack hat, dass die gleichen alten Leute wieder gewählt wurden. Aber in einem Land, was so viele Einwohner hat wie Bonn oder Bielefeld, hat man auch keine allzu große Auswahl.

Zypern und Griechenland

sollten dem Beispiel von Island folgen damit die Bürger der Rest EU von weiteren Rettungspaketen verschont bleiben.

28. April 2013 - 16:42 — Herbert Dürdoth

Danke für ihren Kommentar.

Endlich ein Kleinstaat, der einsieht,

- dass es ohne Bevormundung aus Brüssel besser dran ist!

- dass es lieber seine Kultur behält und nicht von Brüssel zu einem europäischen Einheitsstaatsbrei gemacht wird.

- dass es lieber seine Souveränität behält, als von Brüssel Gesetzesdiktate auferlegt bekommt!

Kann fortgesetzt werden....

@Bill Hicks:

Ich muss Ihnen bei dieser Grundsatzkritik an der Parteiendemokratie zustimmen. Das ist ein ernstes Problem für unsere Demokratie. Man sollte versuchen es anzupacken. Mehr Bürgerentscheide a la Schweiz zu Einzelthemen könnten ein Weg sein oder mehr Autonomie für den einzelnen Listenabgeordneten (den man dann per Kumulieren und Panaschieren unterstützen kann). Es würde vieleicht schon reichen, wenn es grundsätzlich keinen Fraktionszwang und mehr Gruppenanträge gemischter Gruppen gäbe. Die Verfassung hat den Parteien keine so große Rolle gegeben, wie sie nun tatsächlich haben.

Die Demokratie Island hat souverän entschieden

ja, Island hat sich entschieden- so ist das in einer Demokratie. Dass dies linkslastigen Journalisten der ARd nicht paßt, müssen sie nun einmal hinnehmen. Daß wie hier der Eindruck erweckt werden soll, daß "alten Eliten" den Bankencrash verursacht hätten" ist eine sehr einseitige, vereinfachende Weltsicht, die der differenzierten Probelmatik keinesfalls gerecht wird. Der Bankencrash hatte vielschichtige, differnzierte Ursachen, Island war nicht der Verursacher und schon gar nicht die dortige Regierung, sondern befand sich mit im Strudel, und wenn man mehrere ursachen auf ein problem zurückführen möchte, dann doch auf die Bankenspekulationen, die weder mit eigener noch mit stattlicher Kontrolle erfolgten. Ob dieses Problem, das ja mitnichten grundlegend gelöst ist, nun von linken Regierungen wie Hollande in frankreich oder von Konservativen wie in island besser gelöst wird, wird sich zeigen..

Wählbarkeit von Regierungen

Wenn man hier den Artikel oder so manche Kommentare liest, könnte man glatt denken, das gesamte Isländische Wahlvolk bestünde aus Narren, die auf Eurohasser hereingefallen sind. Und das meines Erachtens nur, weil es eine konservative und euroskeptische Regierung gewählt hat. Die Isländer werden schon ihre guten Gründe gehabt haben, die alte Regierung so "abzuwatschen".
Ironischerweise hat aber gerade dieses hier so geächtete Land den Weg aus seiner Kriese halbwegs gemeistert - und zwar ohne größeres Zutun von außen.

Denen wäre doch nicht mehr zu helfen, wenn sie jetzt, nachdem bei ihnen halbwegs Ruhe eingekehrt ist, in die turbulente Euro-Zone schlittern würden.

Ich möchte an dieser Stelle schlicht für mehr Toleranz für abweichende Meinungen werben und die Arroganz aufzeigen, mit der so mancher hiesige Schreiber da ein ganzes Volk zum dummen Populistenschafen abstempelt und seine Regierung von vornherein diskreditiert.

MfG BiU

Je kälter das Klima

um so klarer ist der Kopf

Weshalb Euro?

Einige Anti-Europäer (incl. AFD-Anhänger) machen "Europa" bzw. den EURO für die Krisen der vergangenen Jahre verantwortlich. Ein Ablenkungsmanöver, denn Dreh-und Angelpunkt der Krisen, siehe besonders in Island, war die Bankenkrise und die neoliberale Politik fast aller Staaten. Der Euro hat diese Krise nur verschärft aber nicht ausgelöst. Wenn die Isländer mit "Steuersenkungen etc. bla bla" also neoliberalen Konzepten weitermachen wollen ist das ihre Entscheidung, bezahlen müssen sie selber.

Wollen wir Wetten darauf abschließen ...

.
... wie das steuerliche "Geschäftsmodell" Island aussehen wird?

"...wir sind aber durchaus für eine enge Zusammenarbeit mit der EU."

Das heißt doch im Klartext, das Island sich wie diverse unrühmliche Beispiele von Groß Britannien über Griechenland bis Zypern, von Produktion und Eigenverantwortung verabschieden und auf (kriminelle) Dienstleistungen im Bankensektor spezialisieren wird.

Die Kavallerie wird immer und wieder zu tun haben ...

Einzelne IsländerInnen sollten sich auf das Brennen von CDs spezialisieren.

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

Neue konservative Linie

Gute Entscheidung.
Die alte sozialdemokratische Regierung hat die Banken für die Krise zur Kasse gebeten, damit ist jetzt Schluss. Auch Irlands Zukunft liegt nur in einer bankenfreundliche Linie mit Steuererleichterungen und einem konsequent neoliberalen Ansatz gegen die europäische Gleichmacherei. Bravo.

@rowik , BiU

@rowik - Ja, ja klar die die linkslastigen Schreiberlinge von ARD, also manchmal ....

@BiU -
"Ironischerweise hat aber gerade dieses hier so geächtete Land den Weg aus seiner Kriese halbwegs gemeistert - und zwar ohne größeres Zutun von außen. "

Ironischerweise hat eben die letzte "nicht-konservative" oder was auch immer Regierung den Weg aus der Krise geleitet und gemeistert. Das so etwas nicht ohne Abstriche geht, sei es bei höheren Steuern, Kürzungen im öffentl. Haushalt etc. steht außer Frage.
Ein Umstand den sich die alten "Eliten" zunutze gemacht haben um mit falschen Versprechungen wieder an die Macht zu kommen.
Das bringt zwar noch lange kein Recht einen großen Teil des isl. Wahlvokes als dumm zu verunglimpfen, aber auf ihre Naivität sollte und könnte man ruhig hinweisen.
Letztendlich ist es nur ein gutgemeinter Tip.
Ist ja bei uns ähnlich - die AfD schwadroniert -> die Lämmer applauddieren, dabei wissen die meisten nicht mal im Ansatz wofür diese Partei eigtl. gut ist.

Herr Krohn ich könnt ko...

Die künftigen Machthaber...

Einen solchen Duktus können sie meinetwegen für Länder wie Myanmar, Nordkorea oder Saudi-Arabien verwenden aber nicht für ein Land, dass im Demokratieindex 12 Plätze vor D auf Rang 2 in der Welt liegt.

Ganz nach dem Geschmack der Eurogegner

Für alle Eurogegner ist das ein großartiges Ergebnis.

Die Sozialdemokraten, die nach der Bankenkrise für ein weitgehend faires Krisenmanagement gesorgt haben, sind abgestraft. Gewonnen haben die Konservativen und die deutschen Eurogegner und Skeptiker frohlocken.

Ob das in den kommenden Monaten und Jahren für Island wirklich besser ist, dafür interessiert sich hierzulande dann kaum noch jemand.

Schade

Ich finde es gerade falsch, dass deutsche Euroskeptiker das isländische Wahlergebnis als Guthaben auf die Konten der AfD lenken wollen. Es ist sogar sehr kurzsichtig. Auch Islands Zukunft liegt in einem geeinten Europa.

Herzlichen Glückwunsch

an die Isländer, die noch vernünftige Politiker an die Macht bringen können.

Die Chaoten von gestern regieren wieder

Jetzt sind ausgerechnet wieder die an der Reihe, die das Chaos verursacht haben.

Diejenigen, die Island gerettet haben, haben nen Fußtritt kassiert.

Kennt man ja hierzulande auch, dass ausgerechnet die Schadensverursacher wieder gewählt werden (damit meine ich Schwarze genau so wie Rote, Grüne und Gelbe).

Die künftigen Machthaber ...

.
... werden Island erneut und dieses Mal tiefer und erbärmlicher in die Krise treiben, als sie es bereits vor der letzten Staatspleite getan hatten.

Von Machthabern zu reden, Herr RAHM, ist durchaus gerechtfertigt, denn diesen "Leuten" geht es nicht um Island und das isländische Volk, sondern um hoch alimentierte Freßplätze mit Aussicht an der Beteiligung bei der Ausbeutung von Land und Volk und Nachbarn mit allen verfügbaren legalen und illegalen Mitteln.

Immerhin haben die Isländer sich diese Leute demokratisch an die Macht gewählt. Sie werden brutal dafür zahlen müssen :-(

Grüß Gott
und Glücklauf
Friederich Prinz

Machthaber?? Liebe ARD,

es handelt sich nicht um "Machthaber", sonder um eine demokratisch gewählte Regierung. Dieser Ausdruck ist anmaßend und parteiisch.
Ich würde mich als (leider gezwungener) Gebührenzahler freuen, in Zukunft mehr politische Unabhängigkeit von der ARD zu bekommen. Es nimmt langsam Überhand mit der Parteilichkeit.

28. April 2013 - 19:39 — 5vor12

"Herzlichen Glückwunsch an die Isländer, die noch vernünftige Politiker an die Macht bringen können."

Ja, genau die Politiker, die das Land in die Krise geritten hatten. Dann durften erst mal andere dran, um das Land wieder auf die Beine zu bringen, und nun wurden die verjagt und die alten Kräfte triumphieren wieder.

Bei mir verfestigt sich immer mehr der Eindruck, daß Eurogegner ausschließlich gefühlsgesteuert sind und offensichtliche Tatsachen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, wenn sie nicht ins Bild passen. Ideologischer geht es nun wirklich nicht mehr, und da ist es auch sinnlos, mit Argumenten aufzuwarten.

Sie werden nicht gehört, denn Tatsachen mögen zwar interessant sein, sind aber für die Meinungsbildung irrelevant....

28. April 2013 - 20:01 — newfk6

"Dass es ohne Europäische Union auch geht, beweisen doch eindrucksvoll die Norweger und die Schweizer,"

Ja, genau. Die Schweiz ist gewissermaßen die Bank der Welt und, damit verbunden, Standort vieler Briefkästen, die als Firmensitze dienen.

Wirklich ein Modell für jedes andere Land der Welt. Lasst uns alle Schweiz werden und einen Wettbewerb um die geringsten Firmensteuersätze beginnen, so schafft man Wohlstand! Fragt sich nur für wen.

Norwegen hat Erdöl. Deutschland muß raus aus dem Euro und rein in die OPEC, dann fängt das Öl auch bei uns an zu sprudeln!

Alles schlechte liegt am Euro, auch das Wetter.

Die Retter abgewählt, die Krisenverursacher sind zurück

Was ich nicht verstehe, ist, dass sich die europakritischen Foristen darüber freuen, dass die Verantwortlichen für die Krise gewählt wurden.

Im Laufe des Jahres 2008 wurde die isländische Krone aufgrund der Finanzkrise ab 2007 massiv abgewertet. So "stieg der Kurs des Euro" gegenüber der Is. Krone im Zeitraum Oktober 2007 bis Oktober 2008 um mehr als "208 %" an. Durch die "Währungsabwertung stieg die Inflation von September 2006 bis September 2008 von knapp "unter 3 % auf 16 %". Der isländische Leitzins wurde im Oktober 2008 auf 18 % erhöht.

Soweit zur Welt ohne Euro.

Nachdem das Haushaltsdefizit, 2009 und 2010 bis auf 10% des BIP anwuchs, wurde es 2012 auf ein akzeptables Niveau von 3,4% des BIP gebracht; dies schuf die Grundlage, um das Verhältnis Schulden-zu-BIP Ratio von 101% 2011 auf 97% 2012 zurück zu führen. Doch bei 97% Verschuldung und aufgrund der seit der Krise instabilen Banken ist auch die Währung nicht stabil.

Das Programm der Konservativen wird die Krise befeuern!

@Friederich Prinz

Island ungleich Deutschland

Der letzte Versuch einer Regierung das Gegenteil von dem zu machen was das Volk wollte endete dort nicht wie hier, dass alles still erduldet wurde, sondern mit einer vorgezogenen Wahl.

Die SD hat sich das diesmal selbst zuzuschreiben. Die Isländer haben auch TV und Zeitungen und sehen was los ist. Wie kann man in der derzeitigen Situation in Europa dafür werben, dass sich das Land freiwillig in die Austeritätsschraubzwinge begibt.

28. April 2013 - 20:38 — Bert Rahm

" Wie kann man in der derzeitigen Situation in Europa dafür werben, dass sich das Land freiwillig in die Austeritätsschraubzwinge begibt."

Statt dessen begibt man sich in die Welt der marktradikalen Verheissungen, mit denen fährt man besser, oder?

Das ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera, die Sie hier skizzieren.

Jump in the river to escape the rain.

Verständlich

Dass die Isländer gerade die Partei gewählt haben, die angeblich das Land in die Pleite getrieben hat liegt am Wahlprogramm. Während die Sozialdemokraten für einen Beitritt zum Euro warben haben sich die Konservativen davon distanziert. Die Isländer sind ja auch nicht blöd und sehen, dass es mit der Gemeinschaftswährung nicht gut läuft. Vermutlich wollen sie auch nicht für die Schulden anderer Nationen geradestehen, nachdem sie sich auch selbst helfen mussten. In der Krise haben sie nicht wie die Club Med Staaten oder Frankreich eine Sozialisierung ihrer Schulden gefordert sondern haben die Karre selbst aus dem Dreck gezogen. Selbstverantwortung und Zusammenhalt ware die Devise! Dass die Isländer keinen Bock auf Sozialismus haben ist mit dem Wahlergebnis wohl klar besiegelt. Hut ab vor den Nordeuropäern

@fathaland slim

Schauen sie erstmal auf das was sie tun. Verstanden? Nicht was sie sagen, sondern was sie tun. So viel Marktradikalität wie derzeit in Europa herrscht könnten die dort oben nicht mal machen, selbst wenn sie wollten. Sie werden sich wundern was dort unter konservativer Politik verstanden wird.

@Hügel

In Island herrscht mehr "Sozialismus" als in den meisten Ländern der Welt und das war schon unter den "Konservativen" so.

" ..eine komfortable

" ..eine komfortable Mehrheit. Die wollen die beiden nutzen für Steuersenkungen und Wirtschaftsförderung. Das klingt fast schon so wie vor der Krise."

Nach der Krise ist vor der Krise. Und die nächste ist nun fest eingeplant - wenn die Sachzwänge diese Altherren-Riege nur nicht davon abhält ..

28. April 2013 - 20:07 — fathaland slim

"Ja, genau die Politiker, die das Land in die Krise geritten hatten. Dann durften erst mal andere dran, um das Land wieder auf die Beine zu bringen, und nun wurden die verjagt und die alten Kräfte triumphieren wieder."

Sozialisten haben noch nie was Gutes zustande gebracht, wie man ja auch in unserem Land sehen kann. Sagen Sie bloß, sie hätten noch nie von der Öffnung des Marktes für Hedge-Fonds, Leiharbeit, 400€-Jobs etc. gehört?

"Bei mir verfestigt sich immer mehr der Eindruck, daß Eurogegner ausschließlich gefühlsgesteuert sind und offensichtliche Tatsachen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, wenn sie nicht ins Bild passen."

Und bei mir verfestigt sich immer mehr der Eindruck, daß die EU-Befürworter ausschließlich daran interessiert sind, die Völker des ursprünglichen Europa in den Ruin zu treiben. Tatsachen sind nicht ideologisch zu übertünchen!

28. April 2013 - 21:22 — Hügel

Island hatte keine (primäre) Schuldenkrise, das Land wäre beinahe an den Folgen der Lehmanpleite krepiert. Im Verhältnis musste das Land die größte Bankenpleite der Wirtschaftsgeschichte meistern. Das Land wurde mit "sozialistischen" Rezepten vor dem Staatsbankrott bewahrt, die Banken wurden verstaatlicht, die Einleger, hauptsächlich Niederländer und Briten, mussten eine Enteignung über sich ergehen lassen, was das Land aber nicht vor einer schweren Rezession bewahrte.

Ich glaube nicht, daß die Entscheidung der Isländer primär mit dem Euro zu tun hatte, sie sind eher den Versprechen der Konservativen (Steuersenkungen, mehr Wohlstand durch mehr Schulden) auf den Leim gegangen.

Die Vorgängerregierung hat dem Land einiges an Zumutungen beschert, um die Krise in den Griff zu kriegen.

Nun ist wieder mal die Stunde der Rattenfänger.

Die neue Regierung wird sich sehr rasch entzaubern.

28. April 2013 - 21:45 — 5vor12

Meinen Sie wirklich, daß die augenblickliche Austeritätspolitik, die die Völker Europas gerade in den Ruin treibt, eine sozialistische Idee ist?

Oder die Deregulierung der "Märkte" und der Sozialabbau, der in die Regierungszeit Gerhard Schröders fällt, Ausweis sozialistischer Gesinnung ist?

Ich verstehe nicht ganz, was Sie unter Sozialismus verstehen.

Ich verstehe auch nicht, was Sie mit "ursprünglichem Europa" meinen.

28. April 2013 - 21:58 — fathaland slim

"Nun ist wieder mal die Stunde der Rattenfänger."

Genau die ist nun - zumindest für Island - vorbei. Hoffen wir, daß es so bleibt.

Sozialdemokraten verlieren

Seltsame Verhältnisse in Island. Diejenigen, die die Krise gemeistert haben, sind abgewählt worden, die jenigen, die sie verursacht haben, sind wieder im Sattel. Und das ganze nur, weil die Neoliberalen gegen den Euro und die EU sind. Verkehrte Welt.

28. April 2013 - 22:27 — 5vor12

=>"Nun ist wieder mal die Stunde der Rattenfänger."

Genau die ist nun - zumindest für Island - vorbei. Hoffen wir, daß es so bleibt.<=

Na ja, jemand der in Krisenzeiten Steuersenkungen verspricht ist für mich ein Rattenfänger.

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