Kommentare

Einer geht noch....

Ein ungeschriebenes aber unumstößliches „Gesetz“ der europäischen Schulden-und Fiskalpolitik lautet, „dass das, was kategorisch ausgeschlossen wird, mit Sicherheit eintreten wird“, insofern dürfte die Halbwertzeit der Erklärung, dass Zypern keinen Nachschlag bekäme, von kurzer Natur sein...!

Als „Allheilmittel“ dient selbstredend, dass die Lücke weitgehend durch mehr Privatisierungen und stärkere Steuererhöhungen in Zypern geschlossen werden soll, wiederum eine Rechnung im freien Fall, die an Naivität nicht mehr zu überbieten ist.

Dieses organisierte Unvermögen hat System und bringt uns immer mehr in die Bredouille- es geriert zum Markenzeichen einer völlig verfehlten Politik, die schon an einfachen Rechenaufgaben scheitert...!

Währenddessen Schäuble räsoniert, „sorgfältig mit Risiken umgehen zu können und verantwortliche Lösungen zu finden“- da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll ....!

Was "an steht", herr Krause...

...bestimmen weder Sie, noch die Herren die in Dublin tagen, sondern die finanzielle Lage eines Staates und die seiner Banken.

Nach dem Löschversuch mit Benzin war ein weiterer Finanzierungsbedarf abzusehen. Die Frage ist nur wie weit es bis zur Deadline ist.

Die Aussage, dass Rezessionen

Die Aussage, dass Rezessionen die Steuereinnahmen verringern und dann die Defizite neu berechnet werden müssen, ist richtig. Wenn bei uns die Konjunktur z.B. in 2009 einbrach stiegen die Defizite auch mehr als angenommen.

Für alle, die meinen, dass wir so großzügig mit unseren Partnern im Süden sind, sei gesagt, dass wie bisher nicht einen Cent verschenkt haben, sondern im Gegenteil Zinsgewinne realisieren. Darüber ob Bürgschaften fällig werden, ist bisher keine Aussage getroffen. Italien z.B. hat keinen Cent von der EU bekommen, sondern steht pro Kopf in gleicher Höhe wie wir für die Bürgschaften gerade. Und von einer Staatspleite brauchen wir im Fall Italien nicht zu reden, die sind nicht wesentlich höher verschuldet wie die USA oder England.

Wen man die Komnmentare so liest, scheinen einige zu meinen, wir bürgen alleine. Frankreich und Italien verbürgen zusammen für 40%, wir für 30%, entsprechend der Bevölkerungszahl. Also mal langsam mit der Panik!

Es geht aufwärts

Guter Beschluss. Mit der Eurokrise kann es jetzt endlich aufwärts gehen.

Schon fängt die Trickserei wieder an

Zypern braucht also noch mehr als die 10 Milliarden. EU typisch will man das wieder umgehen in dem man nicht das Hilfspaket über 10 Milliarden erhöht, sondern aus anderen Töpfen sich bedient. Das war und ist nicht nur bei Zypern so, die Finanzminister der EU Länder machen das andauernd in dem sie Hilfen umbenennen.

Dreimal darf man fragen wer in Europa ein Meister ist durch Formulierungen das zu beschliessen was man lauthals kategorisch abgelehnt hat. Richtig, Deutschland unter der Führung von Frau Merkel und Herrn Schäuble. Die machen das dauernd, auch national, werden dabei auch noch von den Medien gefeiert (HiHi).

Der Drops mit Zypern ist noch nicht gegessen. Es wird weiterhin steil bergab gehen in Europa. Das liegt einfach daran das die Bürger Europas, zumindest Arbeitnehmer und Rentner, bald kein Geld mehr zum konsumieren haben. Tolles Europa, toller Euro, ich bin wirklich begeistert (ACHTUNG!!! Ironie).

Oberfranken KU

Hallo Kulmbacher,

"Es wird weiterhin steil bergab gehen in Europa. Das liegt einfach daran das die Bürger Europas, zumindest Arbeitnehmer und Rentner, bald kein Geld mehr zum konsumieren haben."

Da haben Sie recht, deswegen fordere ich ein europäisches Konjunkturprogramm, dass durch eine Art Reichensteuer, die in ganz Europa zu erheben ist, finanziert wird. Es kann nicht sein, dass die oberen 10 % europaweit gezockt haben und so die Krise verursacht haben,(anders hätte die Deutsche Bank keine 25% erzielen können)riesige Gewinne nun ihr eigen nennen, jetzt ungeschoren davon kommen. Da wird dann eben auch aus Deutschland ein schöner Batzen beizusteuern sein.

Dass die Massen an Geld offensichtlich nicht einfach verschwunden sind, sondern europaweit in Taschen weniger (eben auch in denen der reichen Deutschen) gelandet sind, lässt sich in jeder Statistik lesen. Insbesondere Deutschland besetzt bei der Ungleichverteilung einen unrühmliche Spitzenplatz.

Kein Steuergeld für die reichen Zyprioten !

Es ist zwar politisch nicht korrekt, aber eine Tatsache : Das Durchschnittsvermögen je zypriotischen Haushaltes beträgt 671 T€ ( Median 267 T€ d.h. die Hälfte der Haushalte verfügt jeweils über ein Vermögen von bis zu 267 T€). In Deutschland 195 T€ ( Median 51 T€ ) ( Ergebnis EZB Umfrage in Haushalten ). Auch wenn man versucht die Verhältnisse durch Berücksichtigung unterschiedlicher Haushaltsgrößen und dergl. schönzurechnen, bleibt es am Ende bei einem riesigen Unterschied!. Der Beitrag der Zyprioten zu ihrer eigenen Rettung muß eingefordert werden! Die deutschen Haushalte bilden bei der Vermögensverteilung im Euroraum das Schlußlicht!

paddi

Ich würde mal nicht von Garantien sprechen, ich würde von riesigen Summen sprechen die Deutschland da bezahlen wird. Ich bin seit 25 Jahren in Spanien, von hier kommt sicher nichts zurück. Und genauso sicher ist, das im Herbst das ganze Land gerettet werden muß, nicht nur wie bisher die Banken. Kein Land der Welt kann sich 27% Arbeitslose leisten, welche auch noch wie in Deutschland moantlich 4xx,-- beziehen.

@paddi

"Die Mehrheit sieht auch nicht, dass wir bisher die Gewinner der Krise sind, wir haben bisher nichts versschenkt, sondern nur verliehen und kassieren dafür Zinsen."

Genau die Deutschen sind die Gewinner. Der Staat ist schuldenfrei, die Sozialsysteme auf dem Stand von vor 1989, Strassen und Schulen luxussaniert und die Reallöhne jährlich um 3% gewachsen. Die Mär von den Gewinnern können sie hier leider keinem mehr aufbinden. Mein einziger Trost: es werden Fantastillarden verschoben die eh niemand zurückzahlt!

@12. April 2013 - 16:02 — paddi

"... deswegen fordere ich ein europäisches Konjunkturprogramm, dass durch eine Art Reichensteuer, die in ganz Europa zu erheben ist, finanziert wird."

Und wozu?
Damit der Tanz ums goldene Kalb noch ein paar Jährchen so weitergehen kann?
Wie der Name schon sagt, geht es bei Konjunkturprogrammen eben um die Konjunktur, also darum die Kapitalverwertung aufrecht zu erhalten, und nicht darum, irgendetwas sinnvolles zu produzieren oder menschliche Bedürfnisse zu befriediegen.
Sinn ist der kapitalistischen Wirtschaftsform komplett fremd.
Also, wozu dieses Elend noch retten wollen?
Damit "die Märkte" (bzw. das dahinterstehende Kapital) auch morgen noch der eigentliche Souverän im Staate ist?

@natal-45,@bernd-das-brot

Ich sehe das ähnlich kritisch wie paddi. Wenn ich Kopfweh habe, lasse ich ja auch nicht meine Familie abstimme, welche Schmerztablette ich am besten einwerfen soll.
Und was die "Experten", vor allem die wahren angeht?
Schauen Sie doch mal in die Wirtschaftsblogs, da erzählt mir der erste - vollkommen überzeugend - dass der sofortige Austritt aus dem Euro die einzige Chance ist zu retten, was noch zu retten ist - und der nächste genauso überzeugend, dass das unsere Wirtschaft nicht überleben würde.

Apropos "überleben". Wir leben in einer sehr atypischen Zeit. Zum ersten Mal seit 1500 Jahren haben Deutsche die Chance, nach einem erfüllten Leben zu sterben ohne einen einzigen Tag Krieg erlebt zu haben - diese "Anomalie" zur Normalität zu machen hat die Politiker am Ende des letzten Jahrhunderts getrieben, den Euro einzuführen - um diesen Frieden zu zementieren. - Und hätten wir den Griechen 2010 wirklich geholfen, statt versucht Geschäfte zu machen, hätt's auch funktioniert...

Unverantwortlich!!!

Ich halte die Politik der EU für katastrophal und unverantwortlich!!!

Jeder ökonomische und politische Laie erkennt mittlerweile, daß diese EU mit diesem Euro als Einheitswährung KEINE Zukunft hat.

Inzwischen benötigt ein EU-PLEITE-Staat nach dem anderen immer neue Milliardenhilfen, u.a. von uns, den deutschen Steuerzahlern.

Wie lange soll das noch so weitergehen???

Damit muß nun endlich SCHLUSS sein!!!

Wie lange noch wollen Frau Merkel und Herr Schäuble, wie lange noch wollen Regierung und Opposition unsere Steuermilliarden an die vielen EU-PLEITE-Länder verteilen???

Der Euro ist mit den vielen EU-PLEITE-Ländern NICHT mehr zu retten!!!
Viele EU-PLEITE-Staaten können auch mit immer neuen Milliarden NICHT gerettet werden!

Wann kommt das endlich auch bei Frau Merkel, Herrn Schäuble u. Co. an???

Ich vermute:
Die ganze und schmerzhafte Wahrheit über das ganze Ausmaß der skandalösen und schlimmen EU- und Euro-Krise werden wir wohl erst nach der nächsten Bundestagswahl erfahren...!

was anderes haben wir doch nicht erwartet,weil...

alternativlos.
und wieder sind wir einen schritt weiter in richtung eurodiktatur.
Wer schulden hat muss sich fügen und eingriffe akzeptieren und bestimmt auch eingriffe die mit den schulden nichts zu tun haben.
Es geht doch nicht um zypern sondern um das festhalten an dem euro um jeden preis,da darf keiner raus,weil es sonst einen dominoeffekt geben könnte in dem die grossen exporteure am ende die grossen verlierer sein werden.
Die schulden in zypern werden sich wie in griechenland stark erhöhen,am ende hat man viel mehr schulden als vorher und auflagen obendrauf.
Was soll dass bringen?
Wenn die industrie lieber nach china geht statt nach griechenland und zypern wie sollen diese länder auf die beine kommen?
Der bedingungslose eurofinanzausgleich muss her oder der euro muss weg,ist billiger als zukünftige wirtschaftsbedingte völkerwanderung,wo landstriche verwahrlost sind und in den ballungszentren ghettos entstehen.

Eu62 - und was, bitte, meinen

Eu62 - und was, bitte, meinen Sie mit "wirklich geholfen, statt versucht Geschäfte zu machen"? Geschenke statt Darlehen und Buergschaften?
Wer hier die "Nordstaaten" oder "die Reichen" kritisiert, sollte sich vielleicht zuerst mal darueber klar werden, ob er das Geldverleihen gegen Zins grundsaetzlich als verwerflich ansieht, ob nun aufgrund biblischer Bezugnahmen oder anderer Grundphilosophien. Denn darauf scheint die Diskussion doch stets hinauszulaufen. Wenn verzinslicher Geldverleih Grundsaetzlich verwerflich ist, dann bitteschoen konsequent sein. Dann viel Glueck beim totalen Umstrukturieren aller heutigen Gesellschaften.
Wenn es hingegen nicht verwerflich ist, warum haben dann "die Reichen" oder "die Investoren" oder die Nordlaender oder wer auch immer sein Geld gegen Zins verleiht Schuld an jetzigen Situation solange der Zins kein Wucherzins war?

der Euro und seine sogenannte Rettung

für mich erschließt sich nur eine Tatsache . Entweder sind die Politiker und Medien blind und taub und verbreiten ständig euforische Ergebisse. Ob Wahlparometer oder Eurorettung alles ist schön!!!!!! und der Wähler leider nicht dumm -- schade !!!

12. April 2013 - 15:49 — paddi

"Ich bin der Ansicht, dass die direkte Demokratie gerade in dieser Situation ihr Schwächen offenbart, weil die Mehrheit keine Ahnung hat, was passieren würde, wenn wir keinen Rettungsmechanismus ESM hätten."

Ihre Ansicht in aller Ehren, aber so dämlich ist die Bevölkerung wahrlich nicht!
Eine kurze flapsige Aufklärung:

Der ESM ist nichts weiter als eine (il)legale) Berechtigung, dem Hauptzahler, dem Bürger der BRD, das Geld aus der Tasche zu ziehen!

DIE ZYPRISCHE REGIERUNG....

....hat viele Fonds der ganz Großen VOR den einschneidenen Massnahmen gewarnt und Ihre Konten auf Zypern leerräumen lassen.
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2013/0411/zypern.php5

Diese Regierung soll sich doch von diesen nun zurückholen, was sie an höheren Mitteln aufzuwenden haben. Ihr Jammern ist verlogen. Und die wenigen verbliebenen Kleineren werden unverhältnismässig stark geschröpft.

Gratwanderung

Die Hilfen für Portugal, Griechenland und Zypern, sind eine sehr zweischneidige Sache, und es ist schwer zu beurteilen, ob wir denen die Hilfen geben sollten, oder nicht.
Hilfen können auch dazu führen, daß die Hilfeempfänger sich an die Hilfen gewöhnen, und insbesondere nach wiederholten Hilfen meinen, dann eine Art wiederkehrenden Anspruch auf immer wieder neue Hilfen zu haben, also quasi eine Art Rentenanspruch zu erwerben.
Sowas könnte Hilfeempfänger unselbständiger und noch hilfebedürftiger machen, und uns teuer zu stehen kommen.
Während einerseits Irland und Portugal eingesehen haben, daß sie sich selbst verschuldet haben (und ihnen ihre Schuldenmacherei nicht etwa durch Deutschland aufgezwungen wurde), so scheinen andererseits Griechenland und Zypern ihre Eigenverantwortung noch nicht ganz begriffen zu haben, wie man wohl auch an den dort stattfindenden antideutschen Kampagnen ablesen kann.
Eine einmalige Hilfe zur Selbsthilfe wäre zwar o.k., aber keine andauernde Alimentierung.

@C1944

Das ist Typische Marktschreier Taktik. Preise das Teil lautstark und als unübertroffen an, dann gibt es genügend dumme die hinterherlaufen und das auch wollen.
Auch wenn es dann Zuhause gleich wieder auseinanderfällt weil es der letzte Schrott war.
Genau so preist man die Rettungsschirme und den Euro in der Politik und vielen Medien an.
Das alles wird über kurz oder lang zusammenbrechen.

Zwar beginnt sich die

Zwar beginnt sich die Alternative reichlich spät zu manifestieren, doch hier gilt wohl: Besser spät als nie; und nach mehreren Jahren vergeblicher Spielgeldeurorettungsversuche, durch welche sich bloß ein Spielgeldeuroland nach dem anderen in ein Faß ohne Boden verwandelt und sich Deutschland für seine milden Gaben auch noch wüst vom üppig beschenkten Ausland beschimpfen lassen muß, sollte es der Alternative nicht schwer fallen den Parteiengecken die Wahlsuppe endlich einmal ganz gehörig zu versalzen.
Dazu freilich muß die Alternative eine sachliche Auseinandersetzung über das Spielgeldeuro erzwingen und gelingt ihr dieses, so sollten die Wirtschaftsfachleute dem Volk durchaus mühelos aufzeigen können wie sehr Deutschland durch das Spielgeldeuro ausgesaugt und geschädigt wird; und es sollte den Rechtsgelehrten ebenso leicht fallen auf die zahllosen Vertragsbrüche und Rechtsverletzungen hinzuweisen, die man sich bisher geleistet hat, um das Spielgeldeuro künstlich am Leben zu erhalten.

Der unabwendbare

Der unabwendbare Zusammenbruch des vermaledeiten Spielgeldes Euro und die damit verbundenen Umtriebe beschenken die Alternative für Deutschland ähnlich reichlich wie das Märchen Sterntaler; so hat neulich ein Eulenspiegel bei des Bundesbank herausgefunden, daß in Deutschland die Durchschnittsvermögen sehr viel geringer sind als diejenigen in den bankrotten Staaten, für deren Schulden die Parteiengecken Deutschland aufkommen lassen wollen; hinzu kommen die wüsten Schmähungen Deutschlands im Ausland, wodurch in Deutschland auch dem Letzten die Lust gänzlich vergehen dürfte für diesen Zirkus auch noch die Zeche zu bezahlen. Auch der jüngste Spielgeldeurostreich in Zypern, wo man nun die Sparguthaben verfrühstückt, dürfte sehr hilfreich sein, da dadurch einem jeden vor Augen geführt wird, daß es nun ans Eingemachte geht, wenn man dem Spuk nicht schleunigst ein Ende macht; dieses und noch viel mehr muß die Alternative also bloß dem Volk vor Augen führen und ihm andere Lösungen anbieten.

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