Kommentare

Business as usual

Wie immer wird alles alternativlos durchgewunken werden. Teuer und garantiert sinnlos. Wir kennen das inzwischen. Ich hoffe nur, dass wir uns bei der Wahl noch daran erinnern werden.

Habe ich nicht anders erwartet...

Im Nachhinein werden dann immer wieder die Summen, natürlich alternativlos, aufgestockt. Und natürlich kann man aus der Sache auch nicht mehr aussteigen. Das würde angeblich noch teurer.

Die übliche Rhetorik, die wir bereits bei nahezu allen anderen Ländern auch schon gehört haben.

Leider ist nicht damit zu rechnen, dass man im Herbst diese Bundesregierung zum Teufel jagt. Leider ist die Zahl der Alternativen, die diesem Euro-Wahnsinn ein Ende machen wollen, immer noch kaum vorhanden.

Armes Deutschland

The same procedure as last...

Das ist gelebte Realität und Praxis im Euro-Rettungsland- da hat man mal wieder die Rechnung ins Blaue hinein gemacht, um sich die Hilfsaktion schön und passend zu rechnen.

Die zusätzlichen 5,5 Milliarden „seien schon eingepreist“- schöner Politikersprech, der das katastrophale Schuldenmanagement deutlicher nicht ausdrücken kann.

Und als „Allheilmittel“ dient selbstredend, „dass die Lücke weitgehend durch mehr Privatisierungen und stärkere Steuererhöhungen in Zypern geschlossen werde“, wiederum eine Rechnung im freien Fall, die an Naivität nicht mehr zu überbieten ist.

Dieses organisierte Unvermögen hat System und bringt uns immer mehr in die Bredouille- es geriert zum Markenzeichen einer völlig verfehlten Politik, die schon an einfachen Rechenaufgaben scheitert....!

...und das alles wieder ganz Nonchalance durch den Bundestag gewunken werden soll, setzt dem Ganzen noch die Krone auf!

Dilletantismus

Bei allen Geschäften, bei denen ich Geld bezahlen muß oder bei denen ich geld bekomme, wird die vorher verbindlich
festgelegt - und ich bin dafür verantwortlich und ich : ich hafte selbstverständlich dafür.

und unsere KANZLERIN verhandelt Milliarden leichtsinnig,
nachts um 3 Uhr, wenn bekanntermaßen die Kontrolle geringer und die Risikobereitschaft groß ist.

und die SPD und die Grünen sind dabei.
Es lebe die blinde Solidarität.

Ich bin für Hilfe für die Völker, aber nicht so.

Ehrlich

Im Beitrag heisst es: "Inzwischen sei der Geldbedarf zur Rettung des maroden Bankensektors gestiegen."
Um zusätzliche 5,5 Milliarden Euro.

Das ist wenigsten ehrlich:

Es geht um die Rettung von Banken - mal wieder.
Und nicht etwa um ein gutes Leben der Menschen auf Zypern.

"Alternativlos" eben ...

Wie lange die Bürger der "Krisen"staaten das wohl noch (einigermaßen) friedlich hinnehmen werden?

Für Banken zu haften, die Kredite griechischer Banken noch gekauft haben, als diese sichtbar notleidend waren?

Für Banken zu haften, die Auslandsüberweisungen - ggf. auch über ihre Dependancen im Ausland - noch getätigt haben, als die Kapitalverkehrsbeschränkungen bereits bekannt waren?

@odoaker

Das Argument ist doch mittlerweile wirklich ausgelutscht.

Insbesondere in Zypern gilt dass das Einspringen der EU auch gut für die Menschen war, egal wie Sie es jetzt nennen wollen, weil nämlich dieser Weg der einzige war, der die Guthaben unter 100.000 EUR sicherte. Weder die anderen Banken (d.h. der Einlagensicherungsfonds) noch der Staat wären dazu in der Lage gewesen.

Außerdem, was genau meinen Sie mit "Rettung der Banken"? Das die Laiki-Bank abgewickelt wird (das wird sie nämlich)? Wenn Sie das als Bankenrettung bezeichnen, hat die Phrase auch den letzten Sinn verloren.

Abgesehen davon kommt das zusätzliche Geld natürlich von Zypern selber, weil nach wie vor das 10 Mrd. Limit an Krediten der EU gilt. Die können sich da gerne hoch- oder runterrechnen wie sie möchten, das betrifft ja niemanden sonst.

Wer hätte das gedacht!

Nee! Da kamen erst vor ein paar Tagen die finalen Siegesmeldungen vom Endsieg durch die Propagandaschleuse "Hurra Zypern ist gerettet" und dann sowas! Ich sag nur: "Und täglich grüßt das Murmeltier". Na denn pennen wir einfach mal weiter. Der Herr wird's schon richten.

@odoaker

Banken sind aber auch dafür verantwortlich, dass sich Arbeiter eigene Häuser und Wohnungen leisten können. Ohne Banken gäbe es nämlich keine Kredite, keine Unternehmensgründungen, nichts. Man kann den Menschen natürlich kurzfristig Geld für ein gutes Leben geben (was in gewisser Weise ja auch geschehen ist in den letzten Jahren), nur langfristig macht das nicht glücklich sondern arm. Und Hunger macht böse.

Ich frage mich, warum die

Ich frage mich, warum die Anleger kommunistisch enteignet werden, aber der Geldbedarf immer noch steigt. Warum beschließt man nicht einfach dass die Staatsschulden halbiert werden? Warum lässt man den Kapitalistischen Bankensektor nicht den Regeln des Marktes über?

Ich hoffe es ist allen klar, dass die Milliarden

an Hilfsgeldern nicht dazu da sind dem einfachen Bürger auf Zypern, in Griechenland oder Portugal zu helfen.

Die Milliarden der Steuerzahler werden dazu benutzt die Banken und deren Aktionäre zufrieden zu stellen. Der sogenannte "Otto Normalverbraucher" in den betroffenen Ländern hat so gut wie nichts davon, dass der deutsche Steuerzahler als Bürge auftritt. Sich über "die Griechen" oder "die Zyprer" aufzuregen macht also gar keinen Sinn.

Sinn machte es sich über die Banken aufzuregen, die die Staatsanleihen der Pleitestaaten gekauft haben obwohl jede vernünftige Bewertung ergeben hätte, dass diese Staatsanleihen wertlos sind.

Die Rettung der Banken, die sich verzockt haben, ist aber "alternativlos".

Und wo ist das Problem ??

Dann soll Zypern halt nicht nur von den Großkopfeden einen Lächerlichen Betrag einkassieren, sondern halt so viel wie Sie wirklich für Ihre Rettung benötigen. Allerdings ohne das da alle Bankenmanager wieder sich die Millionen als Bonis auszahlen.

Wenn Sie schon nicht in der Lage sind das 14.Monatsgehalt zu streichen.

Apropos streichen, die 23 Milliarden sind bis wann gerechnet ? Bis zum erhalt des Geldes oder bis zum Ende Ihrer Rettung ? Ich frag ja nur einmal nach, nicht das dann in den nächsten Wochen aus den 23 Milliarden dann 2,3 Billionen werden, weil man sich im Zeitplan etwas verschätzt hat.

Residue: Alternativlose Banken

Banken sind aber auch dafür verantwortlich, dass sich Arbeiter eigene Häuser und Wohnungen leisten können. Ohne Banken gäbe es nämlich keine Kredite, keine Unternehmensgründungen, nichts.

Dass die Wirtschaft ohne Banken nicht funktionieren würde, ist wissenschaftlich antiquiert oder eine neoliberale Prämisse des Großkapitals.

Ursprünglich waren Banken nur die Vermittler solcher Investitionen. Kapital kann jeder Einzelne z.B. auch über Aktien direkt an die Wirtschaft geben. Geld kann als Vollgeld direkt vom Souverän geschaffen und vernichtet werden. Bargeldlose Zahlungen könnten Sie theoretisch mit ihrem Mobiltelefon vornehmen und das könnte sogar über die Telefongesellschaften organisiert werden.

Nur weil wir es uns heute so eingerichtet haben, heißt das nicht, dass es alternativlos wäre.

Dreiundzwanzigtausend Millionen

.
Das hört sich für mich ein wenig vorstellbarer und eindrucksvoller an als das ewige Herumwerfen mit Milliardenbeträgen.

Und noch eindrucksvoller finde ich, dass diese Summe bedeutet, jeder zyprische Haushalt erhielte rund 50000 Euro.

Nicht schlecht, oder?

'erhielte' allerdings eben im Konjunktiv, da der unvorstellbar große Betrag ja eben nicht den einzelnen Menschen dort zugute kommt ...

Arme Eurozone !

Jahre lang auf Pump gelebt und wenig Reformen und plötzlich ist man Pleite ! Und nun braucht man Hilfe und so schnell wie möglich und am Besten viel . Das Einige Länder Sicherheiten verlangen ist doch richtig . Wie eben Deutschland . Wir Steuerzahler geben das Geld den fast in die Pleite gegangen Ländern . Und nun werden wir von diesen Ländern beschimpft . Warum kehren Diese nicht vor ihrer eigenen Tür . Sie sind vor dem Bankrott gegangen und nicht durch die Hilfe von uns , sondern selber . Sie haben den Zustand selber erreicht und zu wenig getan , um sich davor zu schützen . Das Deutschland nicht dabei ist , liegt an den Reformen der letzten Jahre . Aber eigentlich sind wir auch zu hoch verschuldet und durch diese Hilfspakete wird unser Schuldenstand auch nicht kleiner . Im Grunde genommen reißt es uns auch in die Tiefe . Hoffentlich nicht zu tief , denn dann ist der Euro auch arm dran !

@TripleA - 11. April 2013 - 22:46

Dass Argumente - wie Sie sagen - "ausgelutscht" seien, beweist noch lange nicht, dass sie falsch wären. Wenn Sie beweisen wollten, dass Argumente falsch sind, sollten Sie die Argumente in der Sache widerlegen ...

Im übrigen stammt der Hinweis, dass das zypriotische Defizit durch "Rettung der Banken" entstanden ist, aus dem Tagesschau-Beitrag, in dem es zutreffend heisst: Inzwischen sei der Geldbedarf ZUR RETTUNG des maroden BANKENsektors gestiegen.

Und dass das "zusätzliche Geld natürlich von Zypern selber" käme und "niemanden sonst" beträfe, stimmt leider nicht. Denn das "zusätzliche" Geld hätte ja - wenn es nicht nötig geworden wäre - anstelle der EU-Hilfen verwendet werden können und diese insoweit gemindert.

@Residue - 11. April 2013 - 22:51

Dass ich mir mein Haus nur wegen der Banken "leisten" kann, macht mich jetzt aber so dankbar, dass ich die Kreditzinsen darüber fast vergessen könnte ...

Und dass es ohne "Banken" keine Kredite gäbe, ist eine Feststellung, die sich zwar einleuchtend anhört, aber in Wirklichkeit nur vom eigentlichen Thema ablenkt: nicht die Kreditgewährung der Banken ist ja das Problem, sondern es sind deren von der Realwirtschaft völlig abgehobenen Spekulationen. Doch wenn das Problem erst identifiziert ist, liegt auch die Lösung auf der Hand: ein Trennbankensystem.

Wir wissen das

Bei Griechenland war es ja genau dasselbe. Jetzt benötigt Zypern malwieder mehr Geld als gedacht. Das letztemal als auffiel, dass Zypern mehr Geld benötigt, ist schließlich bereits fast 2 Wochen her (oder handelt es sich um dieselbe Feststellung?)

So läuft die Politik, ist bei uns ja auch nicht anders (S21, B21).

Die jeweils nationale

Die jeweils nationale Fehlwirtschaft, mit der beinahe alle Südländer in die Knie gingen, kann es doch nicht allein gewesen sein. Als ob die Südländer alle verschroben wären. Da stehen wir aber in nichts nach, als wir den Euro allen übergestülpt haben.

Nein ich glaube, der Wachstumskurs , den der Euro und Währungspolitik mit sich bringt, kann in Ländern nicht funktionieren, die keine grosse Industrie und Exportwirtschaft haben.

Eine respektable Leistung!

Diejenigen, die für die zypriotische Bankenkrise verantwortlich sind, haben wirklich eine Meisterleistung vollbracht:

23.000.000.000,00 € : 1.200.000 (aufgerundet) Einwohner = 19.000,00 € pro Kopf (abgerundet).

Natürlich haben die meisten der von mir zur Berechnung herangezogenen Einwohner Zyperns keinerlei Schuld an der Misere. Das sind eine paar handvoll Leute, möglicherweise ein paar Hunderte.

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