Kommentare - Merkel lobt Zypern-Hilfen, Medwedjew ist empört

25. März 2013 - 12:37 Uhr

Der Rettungsplan für Zypern steht. Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble zeigen sich mit dem Ergebnis zufrieden. In Zypern selbst fallen die Reaktionen zwiespältig aus. Doch der lauteste Protest ist aus Russland zu hören: Ministerpräsident Medwedjew spricht von Diebstahl.

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Kommentare

Tja, Medwedjew hat leider

Tja, Medwedjew hat leider Recht. Es ist DIEBSTAHL. Vor allem zeigt es uns, wohin wir mit unserem tollen Euro gekommen sind: Zwangsenteignung! Und sage keiner das könne in Deutschland nicht passieren!!!!! Aber zum Glück gibt es eine Alternative für Deutschland!!!!

@Scaramanga

"Im Uebrigen hat es mir schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, wenn Russland von Diebstahl spricht. Di wirtschaftliche und politische Führungsriege ist eine Gruppierung von Leuten, die Reichtum durch Diebstahl am eigenen Volk vollzogen haben, anstatt sich um das Leid der leidenden Landbevölkerung zu kümmern. Hier Hü und da Hott, Doppelmoral, wir heissen dich willkommen."

Guten morgen, aufgewacht!

Das war mal unter der Zeit des vom Westen gestützen Jelzins so, mittlerweile hat sich Russland soweit erholt, dass es dort %ual weniger! Arbeitslose und weniger Leute in Armut gibt als z.B. in der EU oder den USA! Auch hat Russland fast keine Staatsverschuldung mehr, im Gegensatz zu uns und unseren Nachbarn.

Ihre angesprochene "Gruppierung von Leuten, die Reichtum durch Diebstahl am eigenen Volk vollzogen haben und" unter welcher Russland vor noch gut 10 Jahren stark gelitten hat, ist passé...

Die Ironie nicht verstanden

Das aus dem Kontext genommene und falsch übersetzte Medwedew's Zitat sorgt hier für viel Aufregung. Die ironische Antwort auf die Frage eines Journalisten "auf Zypern wird nun das Geraubte geraubt" ist eine Anspielung auf die 1918 von Lenin beschlossene Enteignung durch die Bolschewiken (der Originalspruch "die Expropriation der Expropriateure" stammt von K. Marx). Es wäre auch interessant zu erfahren, ob auch das deutsche Geld auf Zypern von der Enteignung betroffen ist. Schließlich sind es ca. 22 Mrd. €.

Merkel hat Recht

Da hat Frau Merkel im Wesentlichen Recht mit ihrer Einschätzung zu Zypern. Auch wenn die Sicht hier nicht so populär ist. Aber man sollte die Euro-Problematik bitte ein wenig objektiver betrachten. Frust ist nie ein guter Ratgeber.

>Zypern brauche eine echte Teilinsolvenz des Bankensektors und den Aufbau von öffentlichen "Good Banks", sagte Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht. Um die Banken zu sanieren und die Schulden zu verringern, müssten die Aktionäre der Banken sowie die Inhaber von Bankanleihen vollständig haften.<

Treffend auf den Punkt gebracht- wohltuend anders, als die unisono Statements der „etablierten“, die letztendlich nur froh sind, dass der Kelch mal wieder an ihnen vorbeigegangen ist..!

Das „Rettungsmodell“ basiert vor allem aus Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen, die sich so im günstigsten Fall entwickeln, respektive eintreten können, es aber nicht zwangsläufig müssen-letztendlich eine Finanzierung in eine ungewisse Zukunft, die den fälligen Kollaps des Systems wieder ein Stück verschiebt.

Aus russischer Sicht ist der „Aufschrei“ verständlich- geht’s doch deutlich an das so liebgewordene kapitalistische Geschäftsmodell und Portemonnaie, was nun ganz unkapitalistisch „korrigiert“ wird.☺

"Mir fehlt das Mitleid 25.

"Mir fehlt das Mitleid
25. März 2013 - 13:13 — Skywalker

Zumindest bei ausländischen "Sparern""

Klar, wären es Deutsche oder (West-)EUler wären Sie und wohl auch unsere Regierung anderer Meinung?! Leider war abzusehen, dass es genau darauf hinauslaufen sollte den Großanlegern das Geld abzunehmen.

Mit dem Vorschlag die Kleinanleger anfangs auch zu beteiligen, hat man alternativlos darauf hingearbeitet die Großanleger zu enteignen. Wäre man nämlich damit in die Verhandlungen gegangen, wäre das Ergebnis wohl ein Anderes gewesen.

Außerdem muss ich dschungelmann zustimmen, das lässt sich so wohl kaum durchsetzen. Ich glaube aber allerdings, dass die meisten Russen - so wird berichtet - ihr Geld schon frühzeitig woanders geparkt haben, sowie dass Russland gut daran tut sich aus den Euro-Problemen rauszuhalten und nicht mit in den Eurokrisenstrudel ziehen zu lassen...

Diese Maßnahmen - von Putin wohl zurecht "ungerecht, unprofessionell und gefährlich" genannt - werden noch Früchte tragen

"Diebstahl" an Steuerflüchtigen und Geldwäschern . . .

dann soll doch Russland diese Leute gleich selbst sponsern. Dass Steuergeld
für die Rettung solch eines Finanzsystems "geopfert" wird, nur weil die Banken im €-Raum tätig und mal wieder "systemrelevant" sind, ist dem deutschen Steuerzahler noch schwerer zu vermitteln wie den russischen Investoren der Verlust eines Teils ihrer Investitionen.

Geldwäsche

In Deutschland macht man sich wahrscheinlich keine Vorstellung davon, was in Russland an Geldwäsche und Schwarzgeld läuft. Das russische Geld in Zypern ist da nur ein kleiner Teil des Eisbergs.

Schwierig für die russische Führung ist allerdings, dass ein Teil der zyprischen Konten von Kreml-teuen Russen gehalten wird. Einige Kunden allerdings würde Medwedew nur zu gerne festnageln.

Über folgendes kann man mal

Über folgendes kann man mal nachdenken:

"25 Mrd. Euro – so hört man – sollen russische Oligarchen auf der Mittelmeerinsel Zypern „bunkern“. Ja, Russen „bunkern“, wenn Deutsche, Briten oder Amerikaner Gelder verschieben, dann „investieren“ sie – ein kleiner, aber feiner Unterschied. Es ist richtig, zahlreiche russische Geschäftsmänner, die man als Oligarchen bezeichnen könnte, kontrollieren über zypriotische Holdinggesellschaften ihre russischen Konzerne. Dazu gehören mit Novolipetsk Steel und Severstal zwei der weltgrößten Stahlkonzerne, mit Norilsk Nickel eines der weltgrößten Bergbauunternehmen und mit Gazprom und Lukoil zwei der weltgrößten Energieunternehmen. Alles nur Geldwäsche? Im Vergleich zur Deutschen Bank wirken diese Unternehmen geradezu wie ein Musterbeispiel für Unternehmen, die mit realer Wertschöpfung reale Einnahmen erzielen. Aber egal, russische Unternehmen sind ja per se verdächtig, krumme Geschäfte zu machen."

Mindestens 10.000 neue Arbeitslose

Zypern hat sich des wichtigsten "Geschäftsmodells" entledigt. Über Nacht. Das ist so wie wenn bei uns BMW, Mercedes, VW und Opel gleichzeitig dicht machen sowie sämtliche Zulieferer.

10.000 Bänker, die größtenteils nicht mafiöse Investmentkunden betreuen, sondern einen guten Job gemacht haben, so wie bei uns in Deutschland auch übrigens, verlieren ihren Job. Das entzieht Zyperns Binnenmarkt eine immense Geldmenge. Ersatzlos. Steuererhöhungen und Privatisierungen werden dem Land dann den Rest geben.

Und wofür? Zyperns Banken haben griechische Staatsanleihen gekauft – genauso wie es deutsche Banken und Versicherungen getan haben. Sie alle haben nicht die Rezession vorhergesehen, die eine, für den Süden zu harte Gemeinschaftswährung namens "Euro" erwirkt.

Das Bild russischer Geldwäscher lenkt von den Folgen des Euro als Gemeinschaftswährung für unterschiedlich wettbewerbsfähige Volkswirtschaften ab. Wir retten eine kranke Idee, die für Rezession und Anfeindung sorgt. Irsinnig!

Doppelmoral

Warum stellen sich alle eurokraten im Fall Zypern so an ? Nicht allzu lange her hat Spanien 100 Milliarden sofort, klaglos und ohne troika bezogen. Warum wiegen da 15 Milliarden für zypern so schwer ? doppelmoral ?

Genau genommen hat Medwedjew

nach Angaben von Interfax gesagt: "Auf Zypern geht das "Plunder plündern" weiter. Wir müssen uns ein Bild machen, worauf die ganze Geschichte letztendlich hinausläuft".
Sein Vize bezeichnete die Entscheidung für Zypern als ein "gutes Signal für diejenige, die bereit sind, ihr Kapital, in russische Banken zu transferieren". Diese sind "stabiler als das europäische System".
Genau genommen distanziert sich Medweput von "schmutzigem" Geld und lässt sowohl korrupte russische Beamte, aber auch Unternehmer, die Ihre "Altersvorsorge" in Zypern angelegt hatten, bluten. Interessanterweise trauen die Letzten nicht den angepriesenen russischen Banken obwohl diese auch 7,5% p.a. (2 Jahre) anbieten.

@14:21 — Che 1

"den einzigsten akzeptablen Vorschlag hat Frau Wagenknecht unterbreitet bei einer normalen Firmenpleite haften ja auch nicht die Kunden sondern die Eigentümer das heißt es müssten die Aktionäre bezahlen... "

Frau Wagenknecht kann aber auch nicht einfach das Aktienrecht neu erfinden, schon gar nicht rückwirkend. Mit der Zeichnung einer Aktie (bei Gründung) wurde durch den Aktionär Kapital in die Firma eingebracht. Mit diesem Kapital haftet der Aktionär. Das wars.

Wer bei einer "normalen" Firmenpleite haftet, hängt stark von der Geschäftsform ab. Bei einer eigenständigen juristischen Person (z.B. GmbH oder AG) haftet niemand. Wenn also Frau Wagenknecht behauptet, dass bei einer "normalen" Firmenpleite der Eigentümer haftet, dann ist das Unfug. Die, die von der zahlungsunfähigen Firma noch Leistungen zu kriegen haben (hier: Bankkunden), sind IMMER die, die in die Röhre gucken.

@ladycat

Putin und Russland wollteb helfen, dass hätte jedoch nichts gebracht da Zypern Schulden außerhalb der EU dann zugenommen hätten. So was hätte keinen Sinn gemacht.

Zur Einlagensicherung

Ach, was wird hier die zy. Einlagensicherung (<100k€) gelobt.
Vermutlich alle hier, inklusive mir selbst, fielen darunter, und fühlen sich sicher und heimelig, denn unser "sauer Erspartes" wäre ja sicher.
Das glauben wir und fühlen uns mit der St.-Florians-Mentalität gut.

Nachdem Schäuble einige Kapriolen machte (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) sagte er gestern:
Die Spareinlagen sind in Deutschland und in allen europäischen Ländern sicher, weil die Vorstellung, dass irgendein europäisches Land zahlungsunfähig wird, unrealistisch ist.

Man beachte die Einschränkung und die Tatsache, dass er das UNGEFRAGT sagte.

Bevor sich aber ein jeder die Frage stellt, womit der €krat (und Lügner) Schäuble sein Versprechen gegenüber uns wahr machen will, so möge jeder zuerst darüber sinnieren WER denn, nachdem ZY Pleite ist, deren Einlagensicherung übernimmt, und was es bedeutete wenn es die BANKENAUFSICHT (die in Wahrheit nur Haftung von Nord für Süd bedeutet) denn schon gäbe.

@ gierde zerstört

Jetzt tun sie mal bitte nicht so, als ob die Bankangestellten nicht genau wussten, woher welches Geld kam und wie es zu welchen Bedingungen weiter genutzt wurde!
Das lernt man im 1.Ausbildungsjahr in der Bank, wie die Geschäfte laufen.
Sicherlich schade um die vielen kommenden Arbeitslosen und ihre Familien, dennoch nicht so unverschuldet und unwissentlich,wie sie behaupten.

@Lakenschaper

Nein. 100.000 sind sicher fuer alle, nur der Betrag ueber 100.000 wird besteuert. Aber Steuer ist eigentlich der falsche Ausdruck. Das ist bei Insolvenz so, nach den Aktionären zahlen die Kreditgeber des Unternehmens und das sind hier auch die Kontoinhaber. Das ist bei jedem kleinen Betrieb der Pleite geht auch so. Man muss eben darauf achten wem man seit Geld gibt.

Zypern ist gar nicht pleite, sondern die Banken die sich verzockt haben. Und grosse Anleger konnten wissen das es Risiken gab. Diese Banken werden schon seit Montaten von der ECB künstlich am Leben gehalten.

@ Raumfahrer

25 Mrd. Euro – so hört man – sollen russische Oligarchen auf der Mittelmeerinsel Zypern „bunkern“

Es gibt auch Schätzungen, die erhablich höher liegen. Hier in Moskau kommt man in dieser Hinsicht noch weniger an verlässliche Informationen, als in Deutschland. Die offiziellen Medien schreiben, was der Kreml sagt.

Ein Trost: Die zyprische Regierung weiß es und die EZB-Leute werden hoffentlich auch genau in die Bücher geschaut haben.

Definitiv kein Diebstahl!

Wer Geld auf ein Bankkonto einzahlt, leiht dieser Bank sein Geld. Wenn diese Bank nun Pleite geht, ist es nur natürlich, dass der Gläubiger große Verluste macht oder gar leer ausgeht. Das hat mit Diebstahl nichts zu tun!

Wer glaubt, Geld sei auf Bankkonten "sicher", hat das Teilreserve-bankensystem absolut nicht verstanden. Die Haftung der Bankkunden sollte der Normalfall sein, und nicht die Haftung der Steuerzahler und Rentner.

Weiter sei darauf hingewiesen, das Giralgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, sondern nur eine Verbindlichkeit der Bank an den Kontoinhaber.

Unser Währungs- und Kreditsystem ist ein großes Schneeballsystem - und jeder weiß, dass deren Lebensdauer begrenzt ist. Auch in Deutschland und den USA.

@ 25. März 2013 - 15:51 — dashi

"Jetzt tun sie mal bitte nicht so, als ob die Bankangestellten nicht genau wussten, woher welches Geld kam und wie es zu welchen Bedingungen weiter genutzt wurde!"

Ich beschönige nichts, jedoch können wir genausogut Angestellten bei BMW vorwerfen, dass sie zum Klimakollaps beitragen, Agrarangestellten, dass sie die Massentierhaltung und Tierquälerei unterstützen oder schweizer Bankangestellten, dass sie von Schwarzgeldern leben. Oder Versicherungemitarbeitern, dass ihre Unternehmen in Streumunition investieren und mit Lebensmitteln spekulieren. Aber darum geht es nicht.

Es geht darum, dass der Euro die Rezession im Süden erwirkt hat. Griechische Staatsanleihen sind nichts mehr wert für zypriotische Banken – und darin liegt der Grund für die Probleme. Nicht in mafiösen Russen oder in ethisch problematischen Geschäftsmodellen.

Konsequenz ist, wie woanders auch, Privatisierung und Verelendung. Infolge von eurogeschuldeter Rezession. Die "Russen-"Schlagzeilen sind Nebelkerzen.

Berechnung

Ich vermute, dass es eher nach einer Formel ähnlich der folgenden berechnet wir:

=WENN(B3>100,WENN(B3*0.5>100,B3*0.5,100),B3)

,wobei b3 in diesem Fall der Betrag auf dem Konto in TSD Euro ist und ein %-Satz von 50 angenommen wurde.

Nach dieser Formel müssen alle, die 100.000 oder mehr auf dem Konto haben, 50 % davon abgeben. Wenn allerdings damit die 100.000 Euro als neuer Endstand unterschritten wird, wird er wieder aufgefuellt auf die 100.000.

Beispiele:

alt: 99.000 neu: 99.000
alt: 100.000 neu: 100.000
alt: 110.000 neu: 100.000
alt: 200.000 neu: 100.000
alt: 300.000 neu: 150.000
alt: 900.000 neu: 450.000

Waere dann halt besonders bloed fuer all diejenigen, die zwischen 100.000 und 200.000 Euro auf dem Konto haben.

@Che 1 - Die Eigentümer bezahlen doch

den einzigsten akzeptablen Vorschlag hat Frau Wagenknecht unterbreitet bei einer normalen Firmenpleite haften ja auch nicht die Kunden sondern die Eigentümer das heißt es müssten die Aktionäre bezahlen ...

Stimmt. Und genau das passiert auch. Warum Frau Wagenknecht das anders darstellt, darüber könnte man höchstens spekulieren.

Die Eigentümer der Bank werden sehr wohl voll an den Verlusten beteiligt. Die Banken sind insolvent und der Börsenwert ist praktisch bei Null.

Darüber hinaus zahlen auch die Kunden einen Beitrag. Man muss allerdings auch sehen, dass das Investment in Zypern riskant war.

Sachverstand

In diesem Blog wird einmal wieder deutlich wie wenig die Leute von Geld und Wirtschaft verstehen.

Natuerlich haften auch die Aktionaere und Anleiheeigentuemer in diesem Fall mit ihren Investitionen.

Aber Kontoinhaber sind auch Kreditgeber der Bank und riskieren, falls nicht versichert, den Verlust ihrer Einlagen, wenn die Bank pleite geht.

Jeden und jedes auf Staatskosten zu retten ist unsozial. Risiko und Gewinn duerfen nicht entkoppelt werden, nach dem Motto, wenn es gut geht, wird der Gewinn individualisiert, wenn es schief geht zahlt die Allgemeinheit. Man muss eben aufpassen wem man sein Geld gibt.

@gierde zerstört

Wenn es stimmt, dass in Zypern fast jeder zwanzigste Arbeitnehmer bei einer Bank beschäftigt war, dann ist natürlich klar, dass viele dieser Arbeitsplätze nicht zu halten sind. Das ist aber nicht die Schuld der EU.

re cowboy8

Wenn das Aktienrecht es nicht zulässt Aktionäre so zu belangen so könnte man zumindest ihre Anteile an der Bank verstatlichen und sie später wieder zu angemessenen Preisen verkaufen oder sie behalten außerdem sollten ja auch
Bankkonten unter 100 tausend euro belangt werden bei denen die Einlagensicherung gilt deshalb denke ich das im falle eines Staatsbankrottes es auch rechtens ist Aktionäre auch über ihre Anteile hinaus zu belangen. (natürlich in fairem maße)

Außerdem das mit der Firmenpleite stammt von mir und nicht von Frau Wagenknecht aber wenn eine Bank fehl Investitionen
tätigt wofür der normale Sparer nichts kann wäre es auch nur rechtens wenn die Eigentümer der Bank und ihr Management für die fehl investitionen haften und nicht der Sparer der am wenigsten dafür kann.

@16:01 — Nuklid

Wer Geld auf ein Bankkonto einzahlt, leiht dieser Bank sein Geld. Wenn diese Bank nun Pleite geht, ist es nur natürlich, dass der Gläubiger große Verluste macht oder gar leer ausgeht. Das hat mit Diebstahl nichts zu tun!

Wer glaubt, Geld sei auf Bankkonten "sicher", hat das Teilreserve-bankensystem absolut nicht verstanden. Die Haftung der Bankkunden sollte der Normalfall sein, und nicht die Haftung der Steuerzahler und Rentner.

Das kann nicht oft und laut genug gesagt werden!

Da aber €kratistan, um der Verwirlichung eines autokratischen Alptraums, eher der "dunklen Seite des Rechts" zugeneigt ist, bleibt derjenige der begriffen hat, was geschieht nicht bei der Erkenntnis....

Wenn man sich dann noch zu den bereits ergriffenen "Kapitalverkehskontrollen" in P, GR, ZY und IRL kundig macht, und mit Ideen der €kraten und z.B. F zur quasi Abschaffung des Bargelds in Verbindung bringt, dann ist Zeit zu handeln!

Wer hier von Diebstahl spricht hat...

das Staatswesen nicht verstanden.

Das sind Steuern/Abgaben. Das soetwas anfällt ist ganz normal. Das haben wir hier in Deutschland ebenfalls.

Anleger sollten zudem froh sein, denn wenn weiterhin alle Banktransaktionen eingefroren bleiben würden und die Banken pleite gingen... dann hätten sie eine Abgabe von 100%. Schlimmer gehts also (fast) immer.

Das wäre also so etwas wie eine einmalig anfallende Vermögenssteuer. 30% geht doch sogar fast noch - wenn man sich überlegt, dass vielen am Ende aller Steuern und Abgaben nur noch knapp 50% ihres eigentlichen Einkommens übrig behalten.

Die Aktion mit Medwedjew ist erneut ein köstliches Stück russischer Schmierenkomödie aka Politik. Jetzt sind es allerdings mal vertauschte Rollen - nun ist Putin der Gute und Medwedjew ist der böse. (zumindest für die Europäer).
Das ist das alte "guter Bulle, böser Bulle" Spiel, das die beiden so wahnsinnig gut beherrschen.
Die beiden hätten es in Hollywood versuchen sollen - nicht im Kreml.

Werden bei uns Melkkühen auch

Werden bei uns Melkkühen auch nur die herangezogen, die mehr als 100.000 € Barvermögen auf dem Konto haben? Warum ermittelt man nicht das durchschnittliche europäische Barvermögen und beteiligt Alle, die darüber liegen. Ich habe keine 100.000 € und muss dennoch fast ganz Südeuropa unterstützen. Wo bleibt die Gerechtigkeit für deutsche Steuerzahler, Frau Merkel?

@ 25. März 2013 - 16:18 — Berliner in Moskau

"Wenn es stimmt, dass in Zypern fast jeder zwanzigste Arbeitnehmer bei einer Bank beschäftigt war, dann ist natürlich klar, dass viele dieser Arbeitsplätze nicht zu halten sind. Das ist aber nicht die Schuld der EU."

Schuld haben die Politiker und die "Finanzexperten" aus Wirtschaft unf Politik, die den Euro durchgewunken haben. Auslöser sind die griechischen Schrottpapiere – ein Resultat der Rezession. Der Euro ist schlichtweg zu hart für weite Teile der Süd-Volkswirtschaften. Das ist das Kernproblem in Europa. Die Türkei boomt wie verrückt, weil ihre weiche Währung der Wirtschaftsleistung entspricht. Sie grast alles ab wo Griechenland und andere Volkswirtschaften eurobedingt zu teuer sind – beispielsweise im Bereich Tourismus.

Reihenfolge:
1. harter Euro
2. sinkende Exporte/Tourismus
3. Arbeitslosigkeit
4. sinkende Staatseinnahen (Steuern)
5. hieraus resultierend sinkende Bonität (Staatsanleihen)
6. steigende Zinsen (Staatsanleihen)

etc.

Leider gibts hier nur 1.000 Zeichen ...

Die Unfähigkeit der Politik und der Ökonomen

Insgesamt zeigt sich, dass die Unfähigkeit der Politik und der Ökonomen, komplexe Zusammenhänge zu durchschauen, solche Systeme wie den Euro scheitern lässt. Zypern markiert den Kulminationspunkt der systematischen Fehlentscheidungen. Danach wird es nur noch bergab gehen und womöglich rasend schnell.

oder hier
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16652

@Che 1

Wenn das Aktienrecht es nicht zulässt Aktionäre so zu belangen so könnte man zumindest ihre Anteile an der Bank verstatlichen ...

Da brauchen Sie nicht mehr viel zu verstaatlichen. Die Aktien sind wertlos und Aktionäre haften mit ihren Aktien. Mit was denn sonst?

Leute, Ihr macht Euch zu viele Gedanken!

Bislang ist doch alles nur graue Theorie.
Niemand weiss heute genau, wie hoch die Guthaben über 100.000 Euro noch sind.
In den vergangenen Wochen haben Großinvestoren und Regierungsmitglieder schon Milliarden abgezogen.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft

Es bleibt also zunächst abzuwarten, was der "Kassensturz" erbringt.
Darüber hinaus: Die 10 Milliarde EU-Zuschüsse (an die Banken, nicht an die Menschen!) müssen ja auch erst noch endgültig bewilligt werden.

Die Kuh ist noch nicht vom Eis.

@ Klaus Schaber

Darüber hinaus: Die 10 Milliarde EU-Zuschüsse (an die Banken, nicht an die Menschen!) müssen ja auch erst noch endgültig bewilligt werden.

Ohje, das ist ja gleich doppelt falsch. Es sind keine Zuschüsse, sondern Kredite. Und sie gehen natürlich nicht an die Banken, sondern an den Staatshaushalt.

Merkel und Schäuble zeigen sich mit d. Ergebnis zufrieden

Herrlich, wie diese beiden wieder einmal zufrieden sind.

In Deutschland vertreten die beiden immer die gleiche Leier, dass bei einer noch so kleinen Mehrbelastung des Kapitals, dieses das Land verlassen würde.

Bei russischem Kapital, gelten andere Gesetze.

Was eigentlich, wenn anschliessend nach diesem Diebstahl, das russische Kapital, Zypern verlassen würde?

Dann nehmen diese Beiden und ihre Helfer von SPD, Grünen und FDP sicher wieder die Schwächsten Deutschlands in ihre grosse Zange, um diesen Kapitalabfluss hauptsächlich aus deren deutschen Haushalten auszugleichen.

Wer hat eigentlich schuld?

Ich bin immer sehr dafür, Ross und Reiter zu benennen. Wenn ich aber die Kommentare, auch hier im Forum lese, frage ich mich, wer an dieser Fastpleite von Zypern eigentlich schuld ist. Ist es wieder einmal eine anonyme Masse, die nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann (oder soll!?)? Oder war alles vollkommen legal, ist nur etwas zuviel aus dem Ruder gelaufen? Oder gibt es da noch den großen Unbekannten, Mr. Goldfinger sozusagen?
Kann mich da jemand schlauer machen?

re Berliner in Moskau

Noch sind die Aktien wertlos wenn die Banken jedoch wieder gerettet sind haben auch die Aktien wieder einen Wert.
So habe ich auch geschrieben später verkaufen wenn sie einen wert haben oder gänzlich behalten und dan spätere eventuelle Gewinne in den Staatshaushalt fließen lassen.
Am liebsten würde ich jedoch auch an die Privatvermögen der Aktionäre gehen da sie sich Jahrelang eine Goldene Nase an den Geschäften der Bank verdient haben.

Wie viel Zins ist bezahlt worden? Steuervorteile?

Eröffnen solche Fragen der Überschrift nicht Themenfelder, die von der Troika verrechnet hätten werden müssen? Es wäre fair nur offensichtlich Bevorteilte zur Kasse zu bitten, denen auf Basis von Geldern der Europäischen Union zu einem maßlosen Kapitalanteil verholfen wurde. Wie Geld verdient wurde, und zu welchen Bedingungen über welchen Zeitraum welche Summen angelegt werden konnten ist interessant. Natürlich wäre diese Auswertung eine langwierige und unter dem Druck der Märkte nicht oder nur schwer zu realisieren.

...

Ich bin schockiert wenn ich einige beiträge so lese. Das ist pures Russland Bashing! Haben sie es nicht begriffen? Hier wurden Bank Kunden enteignet und unsere Kanzlerin lobt dieses vorgehen, ergo wurde ein prezidenzfall geschaffen, der in naherzukunft auch Deutschland treffen könnte. Zypern ist soeben unattraktiv für alle ausländischen inverstoren geworden und hat, wie einige schon schrieben, ihren eigenen Mittelstand stark angegriffen. Jetzt wird erstmal ein Banken-rush auf zypern folgen wo alle ihr geld haben wollen und schon kann diese Bank zu machen, oder Europa fängt diese Banken auf... So oder so ist Zypern jetzt ein Hartz 4 land wie Griechenland...

Betrifft das jetzt nur

Betrifft das jetzt nur Privatkunden oder alle? Dann also Städte und Unternehmen, die entsprechendes Guthaben haben? Darüber liest sich nichts. Es wäre der absolute Wirtschaftskiller.

Die nächste Frage ist, ob die Bürgern Zyperns die Abgeben später in der Steuererklärung geltend machen können. Und was ist mit Bürgern, die parallel einen Haufen Schulden haben? Es ist ja denkbar, dass jemand gerade 200.000 Euro für einen Hauskauf aufgenommen hat. Würde davon dann ein Großteil abgegeben werden müssen wäre das ruinierend und dazu noch recht ungerecht. Nicht jeder, der entsprechendes Guthaben hat ist zwingend reich. Man beachtet hier schließlich nur eine Momentaufnahme. Jemand mit viel Geld kann im Gegenzug auch bei vielen Banken jeweils nur 100.000 angelegt haben (ich hätte es als Ausländer so gemacht). Wird der dann gar nicht belangt? Sieht so aus.

Und wer kriegt das Geld? Deutsche Banken? Wahrscheinlich, war bei den anderen Ländern auch so.

Nach dieser Art der "Rettung"

Nach dieser Art der "Rettung" werden die Aktien dieser Banken in den nächsten Jahrzehnten sicher keinen Wert mehr haben weil diese Banken sobald sie denn (wenn überhaupt) wieder aufsperren keine Kunden mehr haben werden ;)

@ Berliner in Moskau

Sie schreiben:
"Ohje, das ist ja gleich doppelt falsch. Es sind keine Zuschüsse, sondern Kredite. Und sie gehen natürlich nicht an die Banken, sondern an den Staatshaushalt."

Ich denke nicht, dass ich hier so falsch liege.
1.: Meinen (oder glauben) Sie tatsächlich, dass diese "Kredite" jemals getilgt werden? In meinen Augen blanke Theorie.

2.: Richtig, das Geld geht an den Staatshaushalt. Und von dort wohin?
In Griechenland jedenfalls verschwand es flugs in den Banken. Oder haben Sie von einem Griechen, einer griechischen Firma gehört, die davon partizipierte?

Daher denke ich, dass die zur Schau gestellte Zufriedenheit unserer Regierungsvertreter und der EU-Oberen lediglich vom Kern der Sache (unnötige Haftungsbelastung der Steuerzahler) lediglich ablenkt.

So wie diese "Zypernrettung" ablief, ging es doch schon dieverse Male in den letzten Jahren.
Hat es wirklich etwas genützt?

@Bayuware

Direkt die Bankmanager, aber indirekt auch die Bankaufseher und Regulierungsbehöerden (also auch die Politik), die es zugelassen haben, dass die Banken so hohe Verluste in Höhe des Bruttosozialproduktes überhaupt machen können.

@My two Cents

Nein. Das ist wie bei einem Freibetrag. die ~30% Steuern werden auf alles über 100tsd angewandt.

@16:20 — Che 1

"deshalb denke ich das im falle eines Staatsbankrottes es auch rechtens ist Aktionäre auch über ihre Anteile hinaus zu belangen. (natürlich in fairem maße)"

Man kann sich drüber streiten, ob das fair wäre. Rechtens ist es auf keinen Fall, weil Zypern rückwirkend die Haftungsbedingungen im Aktienrecht ändern müsste. Dann müsste Zypern auf dieser rechtlich fragwürdigen Basis seine Forderungen von jedem einzelnen Aktionär vor Gerichten auf der ganzen Welt einklagen.

Was ist denn ein faires Maß und wer legt das fest? Ich z.B. habe auch Aktien, auch welche von Banken. Jetzt haben speziell Banken im Vergleich zu den von ihnen bewegten Summen einen äußerst geringen "inneren Wert". Das Risiko, hierfür zu haften, könnte kein Privatinvestor tragen, auch große Fonds nicht. Geht nicht. Im Falle einer Haftung der Eigentümer wären nur noch staatseigene Banken möglich. Wobei wir wieder da wären, wo wir jetzt schon sind, nämlich beim Steuerzahler.

@ 16:26 - HartAberWahr

Hmm,

"Wenn man sich dann noch zu den bereits ergriffenen "Kapitalverkehskontrollen" in P, GR, ZY und IRL kundig macht, und mit Ideen der €kraten und z.B. F zur quasi Abschaffung des Bargelds in Verbindung bringt, dann ist Zeit zu handeln!"

Dann machen sie mal einen Vorschlag!
So bis 10 T€, bis 50T€, bis 100T€ usw.
Oder soll ich von meinem 10T€ viell. einen Achtel Barren kaufen und den in Z deponieren?

Der Lebensmittelpunkt der meisten dürfte hier sein, zumal man auch noch Immobesitz hat.
Da wird das Ganze schon schwierig. Oder glauben sie, da wird in Zukunft nichts besteuert? -> Zwangshypo 20% oä.

Wenn ich heute nochmals anfangen würde, könnte ich mir eine Beschäftigung jenseits des €-Raums durchaus vorstellen - aber jetzt?

@16:57 — Che 1

"Noch sind die Aktien wertlos wenn die Banken jedoch wieder gerettet sind haben auch die Aktien wieder einen Wert."

Was nützt Ihnen das denn? Die Kunden müssen jetzt ausbezahlt werden. Dazu wird jetzt Geld gebraucht. Da nützen Ihnen enteignete, wertlose Aktien gar nichts.

Che 1

Am liebsten würde ich jedoch auch an die Privatvermögen der Aktionäre gehen da sie sich Jahrelang eine Goldene Nase an den Geschäften der Bank verdient haben.

Sie können nicht einfach jemanden belangen, der mal bestimmte Aktien besessen hat. Gesetzlich ist das nicht erlaubt. Und wenn es erlaubt wäre, würde niemand mehr Aktien kaufen.

Außerdem wissen Sie doch überhaupt nicht, ob sich jemand mit den Aktien eine goldene Nase verdient hat. Mit Aktien kann man auch Verluste machen. Es scheint hier bei manchen ein Bild von Aktionären zu existieren, das mehr durch Vorurteile als von Kenntnis geprägt ist.

@Klaus Schaper

1.: Meinen (oder glauben) Sie tatsächlich, dass diese "Kredite" jemals getilgt werden? In meinen Augen blanke Theorie.

Ich besitze nicht die Gabe die Zukunft zu lesen. Es sind aber Kredite.

2.: Richtig, das Geld geht an den Staatshaushalt. Und von dort wohin?

Über die Staatsausgaben beschließt in einer Demokratie das Parlament.

re cowboy

Ich hätte mich etwas preziser ausdrücken müssen natürlich meinte ich das es fair wäre und in meinen Rechtsvorstellungen auch rechtens.

Jedoch verstehe ich nicht ihren abschließenden Satz würde man die Anteile der Aktionären verstatlichen würde das dem normalen Steuerzahler nur zu gute kommen den so würden die Aktionäre die Jahrelang hohe Gewinne eingestrichen hatten und die Konzernstrategien bestimmt haben und damit das anlocken von schwarz und illigal erworbenen Geldern durch extrem hohe Zinsen zur Rettung beitragen.
So könnte man kürzungen im sozialbereich abwenden (die ganz sicher in den nächsten Jahren kommen werden da die Anleger und Investoren jegliches vertrauen verloren haben)
sowie Arbeitsplatz abbau.
Wenn die Banken dann saniert sind und die Aktien wieder einen Werst besitzen könnte der Staat sie entweder wieder verkaufen oder die Gewinne die die Banken einfahren mit in den Haushalt fließen lassen.(wo von ich mehr halte)

Vermute mal......

Es kann eigentlich nur so sein, dass pro Kontoinhaber 100000 Euro frei sind und alles was darüber ist, wird dann mit der Sondersteuer/Abgabe belegt. Alles andere hält keiner gerichtlichen Prüfung bestand.

@ HartaberWahr:

"...Ideen der €kraten und z.B. F zur quasi Abschaffung des Bargelds..."

Wenn die Verantwortlichen das durchziehen, haben die Zentralbanken endgültig absolute Herrschaft errungen und zementiert.

Wichtige Zufalls-Info

Die "Märkische Allgemeine" titelt am 23.3. "Brandenburger Geld in Zypern gefährdet".

Gelder aus dem Pensionsfonds für Beamte sind in Staatsanleihen von Zypern angelegt. Der Fonds hat insgesamt 260 Mio Euro, 98% davon sind im Ausland angelegt, u.a. Portugal, Spanien, Zypern.

Noch Fragen?

@ denk-mal

Wenn ich richtig informiert bin, ist dieses Investment eines Pensionsfonds im Ausland zumindest fragwürdig.

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