Kommentare

Medwedjew ist zu Recht empört

Die EU sollte dem "russischen Bären" nicht auf der Nase herumtanzen, sonst könnte es gut sein, dass Rußland
" unser Gas" im nächsten Winter nach China umleitet!

Irgendwie hab' ich das

Irgendwie hab' ich das Gefühl, Zypern ist noch lange nicht vom Tisch.

Wenn sich jetzt Russland beschwert, kann das für unsere Gaslieferungen nichts Gutes bedeuten.

Wenn Medwedjew empört ist,

Wenn Medwedjew empört ist, haben sie alles richtig gemacht.

Chodorkowski von Jukos sperren sie ein wegen angeblicher Steuerhinterziehung.... und da betreibt der Staat Geldwäsche im grossen Stil.

Quellensteuer und Einmalzahlung - alles OK und alles legal.

Sparguthaben über 100.000Euro

Sparguthaben über 100.000Euro werden also mit 30%, laut Schäuble vielleicht sogar mit 50% in Haftung genommen.
Das heißt, ein Sparguthaben von 200.000Euro ist demnach nur noch 170.000Euro bzw. 150.000Euro wert. Der Wert von bis zu 50.000Euro ist somit verloren - an wen eigentlich?
Wer sind die Gläubiger?
An wen gehen diese 50.000 Euro eigentlich, wer hat sich dieses Geld verdient?
Aber, zum Glück kann dies in Deuschland ja nicht passieren.

Es trifft die Richtigen

Das ist eine Premiere. Für die Krise bezahlen erstmals alle, die aus Profitgier den Bankensektor absurd aufgebläht haben und nicht die, die damit nichts zu tun hatten. Hoffentlich macht das bei zukünftigen Krisen Schule.

Es ist auch gut, dass Zypern letztendlich von sich aus auf die EU zugekommen ist - so dürfen sich die Zyprer jetzt bei ihrer eigenen Regierung beklagen und nicht bei Berlin als gefühlte Stellvertretung der EU.

Die Einigung ist in weiten Teilen ja noch recht nebulös

Jedenfalls sollen sog. Kleinanleger geschont werden. Das finde ich schon mal ein gutes Zeichen. Aber die Beteiligung der Sparer und Anlager von über 100.000,00 € ist und bleibt - so wie es abgelaufen war - Enteignung. Das lehne ich auf der einen Seite ab, aber es ist auch nicht hinnehmbar, dass in Zypern teilweise bis zu 8% Zinsen gezahlt wurden, während sonst die Zinsen z.B. in Deutschland Nahe Null sind. Die Sparer in D. werden jedes Jahr ein Stück weit mehr enteignet, weil die Inflationsrate höher als die Zinsen ist.
Die Geldanlagen zu 8% Zinsen sind hochriskant und wer mit dem Risiko spielt, muss auch seinen Einsatz verlieren können.
Wichtig ist, dass die Steueroase trocken gelegt wird.
Wie auch immer, diese Lösung hat einen Beigeschmack.Das Signal, dass künftig bei Bankenrettungen die Sparer rangezogen werden, ist auf jeden Fall angekommen. Dieser Damm ist gebrochen.

Och...

...da echauffiert sich die russische Führung...welch Wunder.Haben doch die ganzen reichen Ausbeuter ihre Kohle auf zyprischen Banken liegen,weil man dort nicht genau hinsah woher die Kohle kommt und Steuern waren auch lapidar.
Ich finde diese Art der Enteignung zwar problematisch für den Rest der Welt aber in diesem Falle trifft es ja mal die richtigen.

reiche Russen

Wie die ihre Millionen verdient haben, ob durch zwielichtige Geschäfte oder tatsächlich auf ehrlichem Wege, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Zypern die Russen mit quasi Null Steuern gelockt hat, da hätte ich meine Million auch versteckt. Sicherliche schmerzt eine Abgabe von 30-50% den wenigsten, da sie meist ziemlich reich sind, doch erscheint mir dieser Betrag etwas zu hoch. 20% für Guthaben über 100.000€ fand ich da angemessener, wir müssen hier keine kommunistischen Züge auffahren lassen. Man sollte sich nämlich als Deutscher der Tatsache bewusst sein, dass, sofern das auch uns mal beträfe, andere Länder dem Sparmeister gern seine eigenen Regeln höhnisch grinsend hinter vorgehaltener Hand vor die Nase halten würden.

Je nach Sichtweise

Hmmm...
Anteil von 30 bis 50%... ist wirklich Diebstahl.
Hab da so ne Frage, wenn nicht diese 20 Mrd€ von den Russen da wären, wäre dieses Spielchen genauso gespielt worden??
Wenn "Nein" - dann ist es wirklich gezielter Diebstahl des Russischen Geldes.
Wenn "Ja" - dann ist es sogar noch schlimmer. Man hat keine Hemmungen als Regierung das Geld der eigenen Bürger zu klauen.
Das ist doch Mafia-Vorgehensweise.
Man darf eins nicht aus der Sicht lassen: Die Regierung, Banken, Manager uns sonstige gierige Kapitalisten haben (gezielt oder vlt. auch nicht...) es dazu kommen lassen. Wie so oft, bluten müssen andere.

Mir fehlt das Mitleid

Zumindest bei ausländischen "Sparern": Wie heisst es so schön- hohe Zinsen hohes Risiko. natürlich wird man als Einheimischer sein Geld auch dort anlegen, wenn die Rendite höher ist, allerdings hätte sich jeder VORHER fragen sollen womit diese Renditen nachhaltig erwirtschaftet wurden.

Die Russen sollten sich nicht beschweren, sondern bedanken, dass dank EU-Hilfe wenigstens mind. die Hälfte des Geldes erhalten bleibt...

Andererseits wird die Bank ohnehin pleite gehen, denn mit welcher Begründung sollte es NICHT zu einem schleichenden Bank run kommen? Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass viele Menschen bereit sein werden größere Summen bei diesen Banken zu belassen.

Putin verpokert

Tja. Auch wenn die Bevölkerung Zyperns davon gar überhaupt nichts haben dürfte: sieht im Moment so aus, als hätte sich Putin diesmal gewaltig verzockt...

Ziel des russichen Angebots war ja gerade, Zypern so zu retten, dass ein Teil des russischen Kapitals entsprechend an den russichen Staat zurückfließt.

Jetzt wird damit zentraleuropäisches Kapital gerettet. Reichlich simplifiziert könnte man sagen: Reiche Russen zahlen jetzt die Schulden, die unsere Zocker angehäuft haben.

Und wir alle zahlen noch ein bisschen drauf, damit das Zocken auch immer schön ohne Konsequenzen bleibt.

Verzockt

Da haben sich die reichen Russen halt verzockt - selbst schuld! Zuerst alle Vorteile (niedrige Steuern, hohe Zinsen)in Anspruch nehmen und dabei vergessen, dass auch dabei ein Risiko ist. Wenn das Risiko einer solchen Geldanlage dann tatsächlich eintritt, dann kommt das große Jammern. Ich habe mich vor einer Weile auch mit Telekom-Aktien verzockt und viel Geld verloren - was solls? Da hat keiner unserer Politiker ein lautes Geschrei gemacht!

Eine gute Woche veschenkt!

DAS ist im wesentlichen das Paket welches von der deutschen Regierung vortgeschlagen wurde.
Leider haben der Eurogruppen-Chef aus Holland und die zypriotische Regierung selbst das ganze so schwierig gemacht weil sie vor einer Wochen unbedingt (gegen den deutschen Vorschlag) die Kleinsparer einbeziehen wollten.

Wie die Regierung Zyperns die Belastung der Einlagen auf die jeweiligen Konten über 100.000 Euro verteilt ist Sache Zyperns. Ansonsten ist es gut dass jetzt endlich eine Lösung vorhanden ist!
Wie gesagt:
Genau das hätte man vor einer Woche schon haben können, hätte man auf Schäuble gehört!

Enteignung im Nahme der Demokratie...

Sorry... was dort in zypern passiert, im Namen der EU und der Weltbank kann man als gesunder Mensch nicht mehr gut heißen.

Der Banksektor wird beschnitten, somit entfällt schlagartig das zweite Wirtschaftliche Standbein der Insel... Und dannn werden noch Staatsbetriebe privatiesiert, so das die einzige Einnahmequelle des Staats die Umsätze mit dem Tourismus sind. Und das im Zuge explodierender Spritpreise

Zypern wird nicht vom Tropf genommen, sondern langfristig an diesen Tropf angeschlossen...

Man kann auch sagen, der Zypern wird seiner Wirtschaftlichen grundlage enteignet!"

Das wird noch spannend.....

Morgen duerfte es los gehen und auch etliche Gerichte beschaeftigen. Man stelle sich einen Zyprioten vor, der nach langen Verhandlungen einen Hauskredit genehmigt bekam und das Geld vor 10 Tagen aufs Konto ueberwiesen bekam . Von 150 000 bleiben ihm dann 75 000. Der Hauskauf platzt und die Bank verlangt 20 Jahre Raten ohne Haus. Oder die eine Oma hat 110 000 und muss 55 000 zahlen, der Opa 99 600 und zahlt nix. Da laufen noch viele, viele Ketten an. Das gibt boeses, sehr boeses Blut. Ich glaube nicht, das dieses 'Paket' wirklich praktikabel ist und rechtlich Bestand hat. Unmoeglich. Waere ich die erwaehnte Oma, wuerde ich mich in der Bank anketten und hungerstreiken.

Gefahr für den Euro?

Damit bekommt Zypern also Einmalig und unter harten Auflagen die Geldmenge als Kredit bewilligt die alle 3 Jahre ohne Gegenleistung nach Berlin verschenkt werden.
Warum sollte das verteilt auf ALLE Euroländer in irgendeiner Weise dem Euro gefährlich werden?

Ich glaube kaum das die Russen noch viel Geld auf Zypern ...

Ich glaube kaum das die Russen noch viel Geld auf Zypern haben, denn es ist doch schon länger bekannt das Zypern pleite ist! Das Geld befindet sich schon längst woanders oder wie doof müsste man sein? Gruss

Empört!?

Er ist also "empört".
Bemerkenswerte lächerlich.

Dem lässt sich wohl in aller Kürze aber mit der gebotenen Brutalität ein Name entegenhalten:
Michail Borissowitsch Chodorkowski.

Sehr geehrter Herr Medwedjew, gerne und nötig ist eine Diskussion zu führen, wer wieviel in diesem Falle weggenommen bekommt. Und auch mit welcher Legitimation.
Aber sicher eignet sich der Fuchs im Hühnerstall wohl kaum als Anwalt für das Federvieh.

Sobald ihr Regime auf den Boden der Rechtstaatlichkeit zurückfindet, dürfen Sie gerne noch einmal anklopfen.
Schönen Tag noch.

Ministerpräsident Medwedjew spricht von Diebstahl

der liebe Herr Ministerpräsident Medwedjew sollte doch mal lieber sich über den vorherigen Diebstahl der 20 Mrd. am russischen Volk empören die in Zypern dann gebunkert wurden. Aus welchen nebulösen Kanälen die Neureichen Russen Ihren Reichtum haben fragt keiner. Was das Guthaben der Recihen Russen betrifft sieht es nach dem Diebstahl beim Dieb aus.

selbst betroffen

Allem Anschein nach scheint Ministerpräsident Medwedjew selbst oder jemand aus seinem Umfeld von der Zwangsabgabe betroffen zu sein. Wie groß aber wäre erst das Geschrei, würden alle Gelder z.B. aus Rußland eingezogen, wenn deren Kontoinhaber keinen Nachweis über Herkunft und Versteuerung der Einlagen erbringen können/wollen.

Als ehemaliger Analytiker......

kann ich ueber dieses "Paket'' nur laut lachen.Huahaha! Da muss schon die Armee her das durchzusetzen. 99 999 € zahlt NIX und 100 001 € zahlt -50%. Ich wuerde da zur Waffe greifen. Gnadenlos. Voellig abwegig das "Paket''. NIEMALS wird sich das durchsetzen lassen. NIEMALS!

Na bitte....

die durch den ESM verursachte Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf und ähnlich wie Zyern wird es bald auch anderen Ländern ergehen. Das System EU hat versagt und wird noch künstlich am Leben gehalten, warum? Um den Banken Geld in den Rachen zu schmeißen? Wir haben keine Vorstellung davon, was die Bürger Zyperns bald durchmachen müssen und was alles auf uns zu kommt. Ich sage, zurück zur D-Mark !

SELBSTBETRUG UND FLICKSCHUSTEREI

Wie schon bei Griechenland lobt sich auch hier wieder die EU-Politprominenz selbst für etwas das zwar die Symptome bekämpft nicht aber die Probleme löst.

Allein schon das sinnlose Taktieren der zyprischen Regierung als auch die Reaktionen auf den Strassen Zyperns zeigen, dass nichts verstanden worden ist sondern nur nach dem geringsten Übel gesucht wird.

Ich habe es als Bundesbürger satt, mir von Bürgern der Staaten in denen Steuerbetrug, schamlose Plünderung der Staatskasse und Abzocke Dritter bis heute als Volkssport und Kavaliersdelikt gelten und weiter geduldet werden, vorwerfen zu lassen, Deutschland wolle diese Staaten ruinieren. Meine Empfehlung - raus aus der EU! Das muss man sich auf Dauer nicht gefallen lassen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Und heute werden zwar "nur" die Einlagen zyprischen Bankkunden vergemeinschaftet (Teilenteignet). Es ist doch aber sicher nur eine Frage der Zeit, bis auch unser Eigentum verstaatlicht wird.

ENTEIGNUNG DER AKTIONÄRE

Wenn eine Firma pleite ist, dann werden doch normalerweise die Eigentümer zuerst zur Kasse gebeten und nicht die Kunden oder? Nur leider hört man nichts davon, dass diejenigen denen die Banken gehören oder diejenigen die sich verzockt haben mit nur einem einzigen Cent haften!

In die Zukunft verschoben

Zypern vergroßert seine Schulden um 10 Mrd. um seine Banken teilweise zu retten. Es verlieren zwar Bankkunden Geld. Aber der Größte Teil der Verbindlichkeiten wird auf den Zyprischen Steuerzahler abgewälzt. Nebenbei müssen noch konsumzerstörende Programme umgesetzt werden.Mann muß kein Prophet sein um zu erkennen dass diese 10 Mrd. irgenwann abgeschrieben werden dürfen. Das zyprische Geschäftsmodell ist eh Geschichte. Was hat eigentlich Luxemburg für ein Geschäftsmodell. Aufschlussreich der Vortag von HW Sinn zum Generationenvertrag auf Youtube. (Ab ca. min. 21). Den sollte jeder Europäer gesehen haben.

www.youtube.com/watch?v=ZKv3E5AO3M8

Die Börsen werden jubeln.

NIEMALS GEHT DAS GUT!

99 999,99 € abzugslos . 100 001€ 30-50% . Laecherlich. NIEMALS!

@13:02 — Checker777

Ich finde diese Art der Enteignung zwar problematisch für den Rest der Welt aber in diesem Falle trifft es ja mal die richtigen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ein Unrecht rechtfertigt kein weiteres Unrecht.

"Russland spricht von Diebstahl"

" Ein erheblicher Teil der Einlagen bei Zyperns Banken gehört russischen Staatsbürgern, die in dem Land bis zu 20 Milliarden Euro angelegt haben sollen. Sie sind nun von den hohen Zwangsabgaben auf Einlagen von mehr als 100.000 Euro besonders betroffen."

Warum haben russische Staatsbürger auch ihr vieles Geld in Zypern geparkt. Meiner Meinung nach, sind diese Millionen sowie so kein ehrlich verdientes Geld. Und dann noch ins Ausland schaffen, hohe Zinsen bekommen.
Wie kann Russland da von Diebstahl sprechen?

Was bedeutet " Sparguthaben über 100000 € " ?

Wer über 100000 € auf dem Konto hat zahlt 30 %, 40 % oder gar mehr vom Gesamtbetrag oder nur von dem die 100000 € überschreitenden Betrag. Das ist nicht unerheblich. Um beim Beispiel von @Nikita zu bleiben verringert sich das Guthaben möglicherweise jeweils um das Doppelte. Was wäre dann mit der Einlagesicherung ?

€Land == zukftsloses Unrechtsland

Business Spectator-Melbourne
Die Teilenteignung ist nur das letzte Bsp in einer langen Reihe €päischer Rechtsbrüche. €pa selbst ist zu einem Länderrisiko geworden.
Man kann nicht mehr darauf vertrauen,dass
-die EU ihre eigenen Regeln einhält
-die EZB die Kaufkraft des € stabil hält
-die Regierungen in der €zone ihre Schulden zurückzahlen
-auf Bankkonten der €zone eingelegte Gelder noch da sind, wenn Sie sie abheben wollen.

Sie können darauf hoffen, dass die pol. Elite €pas alles tun wird, um ihr Hätschelprojekt Währungsunion am Leben zu halten.
Die Maßnahmen hierfür mögen nicht rechtmäßig sein, sie können ungerecht sein, sie werden vielleicht nicht einmal funktionieren und möglicherweise ändern sich die
Spielregeln jede Woche nach Belieben.
Wenn Sie damit leben können, weil Sie aus irgendeinem Grunde annehmen, dass der € es wert ist dann sollten Sie in €pa bleiben. Wenn aber nicht dann suchen Sie besser das Weite, bevor es zu spät ist.

€kraten zerstören Recht&Zukunft!

Medwedjew ist empört

ja und ... die russen waren ja auch nicht bereit was zu machen.

merkel hat das nicht alleine entschieden, sondern die EU mehrheit wollte eine veränderung.

es kann ja auch nicht sein, dass die EZB die zinsen senkt, damit das geld für investitionen genutzt wird und die kleine insel zypern gibt trotzdem 5 prozent.

um zu erkennen, das das nicht aufgehen kann - dafür muss man nun nicht vwl studiert haben.

wenn due russen ihr geld sicher anlegen wollen - dann sollen sie das zu schlechten konditionen im eigenen land machen. es geht hier um barvermögen von über 100.000 euro.

jahrelang haben die russen profitiert - jetzt ist schluss. um die vermögen der russen zu schützen, dürfen keine eu steuergelder von arbeitnehmer verwendet werden.

alles andere wäre absurd.

ich verstehe nicht, wie ein immer größerer teil der menschen noch immer glaubt, es wäre schlecht den reichen ein teil ihres geldes zu nehmen.

nein - das ist richtig so, denn alle anderen mechnismen funktionieren offenbar nicht

Wer beklaut hier wen?

Wenn Forenbesucher wie Putin von Diebstahl sprechen, sollten sie auch sagen, wer hier der Dieb ist. Das Geld geht jedenfalls nicht an die EU (bzw. ESM) oder IWF, die geben ja vielmehr noch weitere Milliarden dazu (als Kredit).

Erleichterung - man konnt´ was sparen!

Froh sein kann zunächst Zyperns Regierung: Ein Hilfspaket von bis zu 10 Milliarden Euro kommt herein, im Gegenzug muss nicht nur gespart und der Steuersatz erhöht werden. Man hat eine Staatspleite abgewendet und kann ESM- und IWF-Mittel bekommen. Selber hat man auch etwas beizutragen, - aber aus Russland ist zu hören, wer in Wahrheit maßgeblich zur Ader gelassen wurde. Gute Politik besteht nun mal darin, Löcher mit dem Geld Auswärtiger zu stopfen.

Die Eurogruppe ist ebenfalls froh: Hatte sie doch Erfolg damit, dass sie zumindest die akuten Löcher nicht alleine stopfen musste. Wohlgefällig kann sie loben, dass Zypern einen Zugriff beschloss, den die Eurogruppe nicht hätte durchführen können.

Freilich, solch ein Manöver kann Folgen nach sich ziehen.

Auswirkung wie Vermögenssteuer von 30 %

Da werden also schon Vermögen über 100.000 € mit einer Sonderabgabe von 30 % versehen. Da mögen ja einige schon erleichtert aufatmen, denen psychologisch geschickt von dem konservativen Präsidenten vorher schon ein Totalverlust in Aussicht gestellt worden war.

Aber wenn fällige Steuern so lange verschleppt werden, können wir uns auf eine Art Vermögenssteuer mit viel geringerem Freibetrag und mit viel höherem Steuersatz gefasst machen, als das jemals eine linke Partei in Deutschland gefordert hat.

Und Tatsache: Auch historisch waren drastisch hohe Steuern auf hohe Einkommen oder Vermögen (Beispiel USA) schon die einzige Möglichkeit gewesen, die Finanzkrise zu beseitigen. Finanzkrisen, zu denen es im übrigen ja auch immer nur durch Unverstand und Gier der Reichen und Mächtigen kam.

Russland hätte ja auch helfen können.....,

denn Zypern ist ja zu einem großen Teil in russischer Hand.
Auf dieser wirtschaftsdiplomatischen Ebene hätte es sicher für Russland einige "Blumentöpfe" zu gewinnen gegeben und die EU wäre in eine gewisse Abhängigkeit geraten.
Wie soll man da Medwedjew verstehen, sich dies entgehen zu lassen?

Russland spricht also von Diebstahl...

@ Ben_Freddo: schon davon gehört, dass die Gaspreise aufgrund von Fracking in den Keller gerutscht sind? Gas ist in Zukunft im Ueberschuss vorhanden. Gasprom geht die Puste langsam aus.

Im Uebrigen hat es mir schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, wenn Russland von Diebstahl spricht. Di wirtschaftliche und politische Führungsriege ist eine Gruppierung von Leuten, die Reichtum durch Diebstahl am eigenen Volk vollzogen haben, anstatt sich um das Leid der leidenden Landbevölkerung zu kümmern. Hier Hü und da Hott, Doppelmoral, wir heissen dich willkommen.

Ganz korrekt wäre es eher

wirklich die Aktionäre der Banken sowie die Inhaber von Bankanleihen vollständig in Haftung zu nehmen.

Dann würden die Russen aber alles verlieren, wäre das für Medwedjew besser?
Wie stellt er sich dass denn vor? Die Europäischen Arbeitnehmer zahlen für die reichen Russen.

Hö - da kann ich nur lachen.

Es wird wirklich Zeit, dass der Kapitalismus funktioniert - denn das würde bedeuteten, das insolvente Banken pleite gehen... komplett.

Um das Finanzsystem zu stützen braucht man diese Banken auch nicht, das könnten zeitweilig auch öffentliche Institute leisten.

Die Linken haben in diesem Fall Recht. Erst sollten die Unternehmenseigner haften, bevor es die Allgemeinheit tut. Die Allgemeinheit sollte nicht dafür sorgen, dass wenige ihr Vermögen behalten können.

russland spricht zurecht von diebstahl

das ist diebstahl an russischem eigentum und gehoert bestraft.

auch wenn zypern mit steuerverguenstigungen gelockt hatte kann man nicht diejenigen die gekommen sind dafuer bestrafen.

man stelle sich nur vor die schweiz wuerde allen eigentuemern die gelder auf schweizer konten haben pauschal mal soeben 50% davon wegnehmen.

was hier vorgeht ist diebstahl und wird folgen haben.

Verantworliche "mit in die Haftung"

> sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Es nimmt
> diejenigen, die die Fehlentwicklung zu verantworten
> haben, mit in die Haftung."

Genau dieser Satz zeigt doch was falsch läuft.
Diejeningen, die die Fehlentwicklung zu verantworten haben gehören als erste und in vollem Umfang in die Haftung genommen. Danach die Aktionäre (wenn die Banken denn AGs sind) und erst danach die privat Anleger.

Es als positiv zu bewerten das die Veruchsacher nur *mit*haftbar gemacht werden ist ein Schlag in das Gesicht eines jeden der sein Geld dort auf einem Konto hat ohne es wegen der hohen Zinzen gemacht zu haben. Wenn ich auf Zypern lebe und arbeite ist es doch klar das ich auch bei einer dortigen Bank mein Konto habe.

Diebstahl des Diebesguts

Das Geld wurde dem russischen Volk bzw. Staat gestohlen und wird jetzt von der EU weitergeklaut? Dieses Geld gehört nicht den reichen Russen sondern RUSSLAND!

Das wird ein harter Winter dieses Jahr!

Wenn

Zypern von der Troika kein Geld mehr bekommen hätte, wäre der Staat dann nicht komplett bankrott?
So bleibt da immerhin noch 70% übrig.
Trifft auch das Land Brandenburg...

Und damit soll sich die

Und damit soll sich die Bundesregierung erpressen lassen? Überlegen Sie doch bitte, was Sie da schreiben. Hätten Sie Verständnis für Frau Merkel, wenn die in der Schweiz ganz offen die Interessen deutscher Schwarzgeldanleger verträte?

@13:37 — SERVER777

"Wenn eine Firma pleite ist, dann werden doch normalerweise die Eigentümer zuerst zur Kasse gebeten und nicht die Kunden oder?"

Das hängt von der Unternehmensform ab. Bei einer Insolvenz gucken sehr wohl auch die Kunden, bzw. Gäubiger in die Röhre.

"Nur leider hört man nichts davon, dass diejenigen denen die Banken gehören (...) mit nur einem einzigen Cent haften!"

Selbst verständlich haften die Aktionäre und zwar jeder mit seinem jeweiligen Aktienanteil (der dann wohl wertlos wird).

Vorsicht mit dem Russenbashing

Es ist etwas einseitig, leider auch in der Berichterstattung, immer von reichen Russen zu reden, die Steuern vermeiden und Geld waschen wollten.

Wenn man mal internationale Berichte dazu liest, erfährt man, dass tatsächlich auch viele russische Unternehmen und Behörden in Zypern Geld haben. Die Unternehmen glaubten, dass es in Europa eine höhere Rechtssicherheit gäbe und Geld dort stabiler ist (der Rubel hat ja eine dramatische Inflation hinter sich). Außerdem kann man in Zypern einige Handelsbarrieren umgehen, die zwischen Russland und der EU existieren.

Diese Unternehmen und Behörden werden jetzt teilweise bis zu 40 Prozent beteiligt. Natürlich muss die russische Regierung da empört sein.

An alle, die hier 'Diebstahl' rufen

Ich verstehs noch nicht ganz, vll. kanns mir ja jemand erklären. Wo bitte ist das denn Diebstahl?! Bitte denkt erstmal über die Alternativen nach. Wenn ich jemandem Geld leihe und der geht pleite hab ich einfach Pech! Dann ist mein _ganzes_ Geld futsch. Wenn nun jemand anderes kommt und sagt: 'Ich helfe mit, dass dein Gläubiger _nicht_ pleite geht und du zumindest 70% deines Geldes wieder siehst', dann ist das doch kein Diebstahl. Ich will nicht sagen dass hier jemand uneigennützig handelt, aber Diebstahl? Und das mit dem russichen Gas ist nicht euer Ernst, oder?

Steuer-CD nach Russland

Natürlich ist Medwedjew empört. Immerhin ist das von Russen - auf welchem Wege auch immer - erwirtschaftete Geld an Zypern gegangen, zum anderen der russischen Steuer entzogen. Bei den genannten Summen schon eine schöne Finanzspritze für Russland.

Vielleicht könnte Zypern noch etwas Geld verdienen, wenn es ein paar Steuer-CDs an die russ. Regierung verkauft und diese die Nachversteuerung verlangt.

Darf ich vermuten, dass Sie

Darf ich vermuten, dass Sie Zyprer sind?

Ich habe unsere Kanzlerin nicht gewählt. Aber wenn die mit Hitlerbart dargestellt wird, bloß weil Deutschland sich - ausnahmsweise - mal weigert, der Zahlmeister zu sein, ist das eine bodenlose Unverschämtheit. Deutsches Geld ist ok, aber ansonsten darf man sie ruhig beschimpfen?

Das zyprische "Modell" der Schwarzgeldwäsche wurde nicht in Deutschland erfunden. Trotzdem trägt Europa den Großteil der Konsequenzen der Zockerei. In Zahlen: 10 Mrd. Euro. Um die werden Steuerzahler in anderen Ländern enteignet, um es jetzt nach Zypern zu schieben. Es wurde von Zypern lediglich gefordert, AUCH einen Beitrag zu leisten. Oder sollen "wir" jetzt auch noch den letzten russischen Steuerbetrüger rausbeißen, damit in Zypern noch paar mehr Yachten rumschippern können?

Diebstahl?

Verstehe viele Kommentare hier nicht. Hätte es keine Einigung gegeben wären die Banken Zyperns pleite gegangen und die meisten die jetzt 30-50% zahlen müssen hätten so gut wie alles Geld verloren. Außerdem wird in hier meistens geklagt, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer, aber wenn die Reichen dann mal für ihre Gier zur Kasse gebeten werden beklagen sich genauso viele. Seltsame Leute.

russland spricht zurecht von diebstahl

das ist diebstahl an russischem eigentum und gehoert bestraft.

auch wenn zypern mit steuerverguenstigungen gelockt hatte kann man nicht diejenigen die gekommen sind dafuer bestrafen.

man stelle sich nur vor die schweiz wuerde allen eigentuemern die gelder auf schweizer konten haben pauschal mal soeben 50% davon wegnehmen.

was hier vorgeht ist diebstahl und wird folgen haben.

Man kann sich nur noch wundern

Wieso kommt eine Menge von Leuten immer nur darauf das russisches Geld immer Schwarzgeld sein muss. Nur weil es uns einige mediale Finanzexperten jeden Tag vorbeten?
Genau diese Experten die sonst immer nur nicht ganz genau wissen was läuft, die raten wie der "Markt" sich entwickelt und ansonsten Null Plan haben.
5% Zinsen - Die ganzen "Gutmenschen" hier die da dankend abgewunken hätten.
Fakt ist das Zypern Pleite ist, Fakt ist auch das Maßnahmen getroffen werden mussten.
Fakt ist aber auch das es nun möglich ist das der Staat sich an den Konten zwangsweise bedienen kann. Dabei spielt es keine Rolle ab welcher Höhe oder auf welcher Bank. Schadenfreude ist eine feine Sache aber man sollte mal darüber nachdenken was es in Zukunft bedeuten kann. Wir BÜRGEN mit viel Geld und sollten sehr hoffen das Spanien, Italien, Frankreich oder Griechenland wieder auf die Beine kommen. Der staatlich sanktionierte Griff in die Kasse - die Kuh ist nun geschlachtet.

Russland kann doch...

... im Gegenzug europäische Gelder und Firmen im eigenen Land enteignen, wenn ihnen nicht passt was wir in Zypern machen. Bestimmt sind die ersten Pläne schon in der Schublade.

Kein Mensch hätte ein Problem damit gehabt, Aktionäre und Eigentümer an der Rettung zu beteiligen, stattdessen werden Spareinlagen geklaut. Das ist ein schlechtes Zeichen für alle Menschen in Europa.

@mondfee 13.00

Niemand zwingt Sie, Ihr Geld bei den Banken und Sparkassen zu hinterlegen um nur marginale Zinssätze zu bekommen.
Sie einteignen sich also freiwillig selber!

Es gibt auch Risiken für Gläubiger ...

....in Finanzgeschäften. Wenn es nicht diese Lösung mit einer Teilabgabe der Guthaben gegeben hätte, dann wäre vermutlich alles Geld der Gläubiger den Bach runter-gegangen.

Es sollen ja trotz geschlossener Banken über Eine Milliarde an Gelder Richtung Russland geflossen sein, das waren sicher die prominentesten Kontoinhaber, die haben ihr Geld komplett zurück - ein Deal!
Dass Russland sich beschwert erwarten die Oligarchen, mehr wird aber daraus nicht werden.
Die Russen hätten ja selbst helfen können, taten dies nicht und gaben damit der jetzigen Lösung indirekt ihren Segen.

Gas werden sie sie sicher nicht sperren wegen dieser Peanuts

nicht die Russen sind schuld

Es ist leicht in das Horn zu blasen, wo man den Russen die Schuld gibt. Sie gehören nicht zur EU und ein reicher Russe muss zwangsläufig ein Ausbeuter sein. Hurra, es lebe die Pauschalverurteilung! :-)

Tatsächlich sind die zyprischen Banken und ihre bisherigen Regierungen schuld. Mir wäre es neu, dass die zyprischen Banken den Russen gehören. Wäre man reich, würde man gucken, wo man die höchsten Zinsen und die niedrigsten Steuern bekommt. Das würde jeder so machen.

Das System in Zypern ist solange gut gegangen, wie immer mehr Kapital nach Zypern floß. Von den "Banken" wurde dann viel verspekuliert mit griechischen Papieren. Als dann das Kartenhaus zusammenbrach war der Sündenbock leicht gefunden. Es waren die, die zuvor mit überzogenen Versprechungen nach Zypern gelockt wurden. Wo ist hier eine Managerhaftung? Es wäre interessant, wo derzeit die Bankenvorstände ihre Gelder gelagert haben.

Es ist immer leicht den bösen Ausländern die Schuld zu geben, als bei sich selbst zu suchen. :-

den einzigsten akzeptablen

den einzigsten akzeptablen Vorschlag hat Frau Wagenknecht unterbreitet bei einer normalen Firmenpleite haften ja auch nicht die Kunden sondern die Eigentümer das heißt es müssten die Aktionäre bezahlen aber da hat sich den ihre Lobby wieder ausgezahlt so das ise dem nächst ohne einen cent zur rettung beigetragen zu haben wieder die Gewinne der Bank einstreichen können.
Ich hoffe das lässt sich die normale Zyprische Gesellschaft nicht bieten

@ Nikita

Die gehen an niemanden. Das Geld ist doch schon weg. Es geht nur darum wieviel zurueckgegeben wird.

Rechenfehler

Einige Kommentzatoren scheinen zu glauben, dass Gutachten über 100000€ komplett der Abgabe unterliege, die unter 100000€ aber nicht.
Zitat: "99 999 € zahlt NIX und 100 001 € zahlt -50%"

Das ist natürlich nicht so. man zahlt die Abgabe auf den 100000€ übersteigenden Betrag. Für 100001€ also 50% von 1€...

dschungelmann, Sie müssen sich um Ihre Oma keine (großen) Sorgen machen...

Interessant wird es aber, wenn jemand 300000€ auf 4 Konten gleichmäßig verteilt hat. Gilt der "Freibetrag" pro Person oder pro Konto ???

wie eine Diashow des Untergangs des Euros (Etappe für Etappe)

Vielleicht ist diese Euphorie und Verzweiflung letzter Tage Sinnbild für die Eurokrise, misst man die Wirkung der Schlagzeilen beim Inhalt des "Standes der Dinge". Achterbahn.

So viel ist eigentlich gar nicht gewiss. Der Hut noch nicht auf dem Kopf. Sozusagen.

Irgendwie kommt die Berichterstattung seltsam vor, die sich seltsamerweise ja auch ständig bei allen Medien ähnelt bis deckt (dank Agenturen und vorgekauten Darstellungen einer Stimmungsgelage).

Bekundungsäusserungen.
Das alles gewichtet in dessen Inhalt, da stellt sich heraus, es ist noch nicht soviel Gewissheit, dass man von vollendeten Dingen reden mag.

Ausserdem, ist denn am Euro nun alles gut? Wir müssen doch darum keine Dokus machen. Man sieht es auch so. Die nächste Krise wartet. Zypern? Noch ein Land im Wirtschaftssektor verloren....

Deutschland zahlt mit einer lächelnden Politikerin.

Die nächste Gaspreiserhöhung ist schon geschrieben und tritt auch in Kraft. Damit die armen in Russland auch wieder den Verlust durch die EU wett machen können.

Wen trifft es denn wirklich ? Irgend einen Reichen Russen ? Sicherlich nicht ! Denn der hatte jetzt mindestens eine Woche Zeit, sein Guthaben auf genügend Konten zu verteilen, so das er unter der 100K Grenze steht.
Treffen tut es nur die "Ausländer aus der EU" da Sie ja keine weiteren Konten eröffnen konnten.
Die Zweitgrößte Bank wird aufgesplittet. Nicht aber die Manager entlassen, weil Sie sich verspekuliert haben. Nein Sie erhalten auch weiterhin Ihre Gehaltsboni, da Sie es ja wieder einmal geschafft haben Geld aus dem Nichts zu zaubern. Auch wenn man dafür ein paar Tage länger Dienst tun musste.

Es wird also alles beim alten bleiben. Nur die EU Bürger müssen wieder einmal tiefer in die Tasche greifen, damit sich die Banken höhere Bonis auszahlen können. Darüber freut sich diese Frau besonders. Alles hat geklappt.

Gelobter Plan

Zumindest wenn man nach der Überschrift geht, scheint das wichtigste am "Zypern-Hilfspaket" zu sein:

"Merkel lobt Zypern-Plan"

Dann ist ja alles gut.
Wenigstens, was Merkels Abschneiden z.B. beim nächsten "deutschlandtrend" betrifft.
Und der Rest? Interessiert nicht?

Kann damit vergessen gemacht werden, dass ansonsten in den Nachrichten über Merkels Mitwirkung an der Lösung eigentlich nur berichtet wurde, dass sie "verärgert" war?

Verärgert etwa darüber, dass die ursprüngliche, von ihr und Schäuble mitgetragene Lösung, mal wieder unbeteiligte Bürger und Bankkunden statt der Bankeigner die Zeche der Zocker zahlen zu lassen, am Widerstand zu vieler Mitdenkender gescheitert ist?

Oder verärgert etwa darüber, dass die primäre Ursache der Zypern-Krise, nämlich die (nicht zuletzt von ihr durchgesetzte) offensichtlich unzureichende "Lösung" der Bankenkrise Griechenlands, so öffentlich wahrgenommen wird? Selbst von "normalen" Menschen?

Oder vielleicht über beides?

@ Mr Enigma

Das wird doch auch so gemacht. Die Aktionaere und Anleihenhalter verlieren alles. Die Linke versteht es bloss nicht.

Und welches Land wird das nächste sein?

In 3 Monaten werden dann in Italien 50% der Bankguthaben einkassiert, oder Spanien, Portugal, .. ?
Wie lange dauert es dann noch bis auch die Regierung in Deutschland meint den Staatshaushalt durch eine "kleine" Bankguthabenabgabe aufbessern zu müssen?

@Uebermorgen

So ist aber das Insolvenzrecht. Erst muessen die Aktionaere zahlen, dann die Anleihehalter und die Kontoinhaber, die der Bank ihr Geld geliehen haben. Das trifft ja nicht nur die Russen, sondern alle.

Da kollabieren noch ettliche Firmen...

hat jemand an die Mittelständler gedacht? Die müssten ihr Geld auch auf irgendwelchen Konten haben, und für einen Betrieb mit 40 Mitarbeitern sind 100.000€ gerade mal die Lohnkosten für einen Monat.
Da werden noch sehr viele unangenehme Überraschungen in den nächsten Wochen folgen!

Wichtig war das zerstören des nichtkonformen...

Geschäftsmodells auf Zypern !

Das ist damit hervorragend gelungen. Eine bessere Lösung ist nicht vorstellbar. Die EU hat sehr geschickt gehandelt und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Das ist schon ein Ansatz von gemeinsamer Finanzpolitik in der EU !

Frau Wagenknecht und die längst eingetretene Aktionärshaftung

Nun sind die als Eigenkapital haftenden Aktien im Keller und unverkäuflich und das ehedem dafür eingezahlte Eigenkapital weg bzw. niedriger als die Verluste/Schulden, woraus folgt: Die Bank ist pleite und die Aktionäre und verliehene und nicht verliehene Einlagen damit auch. Cut und Licht aus. Was nun, Frau Wagenknecht?

Nun greift man als Rettung ihrerselbst den Einlegern in die Depots, um die Schulden der Aktionäre als Besitzer zu bezahlen, die nun aber der Staat gegen IWF/ESM-Kredit auf sich nimmt. Der hat nun Forderungsrechte an die Bank und deren Aktionäre, die erstmal abzuarbeiten sind, wenn es denn noch einen Markt und Kunden gibt, welche die Bank mögen und das zulassen. Eher nicht und alles liegt dann beim zyprischen Niedrig-Steuerzahler, der ja wie überall am Ende die Staatsschulden insgesamt bedienen muss. Dazu fehlt ihm die Wirtschaftsleistung, die nun aber durch den vorösterlichen Besteuerungstrick ersetzt wird, statt wie angeboten Kirche + Renten zu plündern.

nur russisches Geld?

es ist nicht nur die Gier der Reichen und der Banken, daß gezockt wird. Wir sollen doch alle für das Alter privat vorsorgen, der Staat gibt Milliarden für die Versicherungen und anderen Vorsorgeplänen, Jeder will eine gute Rendite erzielen, was bleibt den Banken denn manchmal übrig als das Geld anzulegen. Auch deutsches Geld ist in Zypern. Für mich ist das vom Staat geförderte Abzocke. Zypern macht es sich leicht, das meiste Geld von den Ausländern einzukassieren, aber bei sich nichts ändern.

@ dschungelmann 13:46

Ich verstehe das so (50 Prozent vorausgesetzt):

99999 Euro -> kein Abzug

100001 Euro -> 50 cent Abzug

110000 Euro -> 5000 Euro Abzug

Beträge unter 100000 wären durch den Einlagensicherungsfond der Banken abgesichert, daher halte ich einen Zugriff auf diese Beträge für problematisch.
Wenn der Betrag aber darüber liegt, ist im Insolvenzfall alles über 100000 Euro verloren.
Daher ist die jetzige Lösung politisch sicher eher "verkäuflich".
Denn wer weniger hat, der wird die Bank lieber pleite sehen, damit der Fonds greift!

Immerhin schießt ein dritter einen Betrag hinzu (10 Milliarden Euro), der den Verlust stark schmälert!
Und dieser dritte ist eigentlich unbeteiligt.

Zypern vor dem Staatsbankrott gerettet?

Also so ganz ist mir das gar nicht klar geworden, weswegen Zypern vor dem Bankrott stand. es ging doch vornehmlich um die Banken dort?

Der Staat an sich, wenn er die Banken einfach pleite gehen lassen würde, hätte ja deswegen nicht plötzlich mehr Schulden. Die wirtschaftlichen Folgen wären sicher verheerend, aber deswegen gleich von der Rettung Zyperns vor der Staatspleite zu sprechen...

Gut. Nun "rettet" man man wieder die Banken, aber nicht ohne die notwendige Zäsur. Im Falle einer Pleite wäre vermutlich fast das ganze Geld weg und die europäische Einlagensicherung würde greifen. wer müsste da eigentlich zahlen? ;-))

war doch klar

warum wird hier eigentlich ständig vergessen, dass der kompromis so sicher kommen würde, wie das amen in der kirche? wie gestern schon auf einschlägig-seriösen wirtschaftsportalen zu lesen war, hätte jedes andere ergebnis den fall der EZB zur folge gehabt, da die im falle einer staatspleite mal locker 11 milliarden € in den wind hätte schreiben müssen.

auch wenn ich mir eine gewisse schadenfreude nicht verkneifen kann, weil die russischen millionäre jetzt zur kasse gebeten werden (vor allem, weil bei den meisten ihr reichtum seehr fragwürdig erworben wurde), aber ich kann medwedjew schon verstehen und in gewisser weise hat er auch recht!

was mich allerdings am meisten aufregt ist die von oben angeordnete, tagelange, schliessung aller banken. das sind ja zustände wie in einer diktatur und nicht das, was ich mir unter einem demokratisch geführten staat in der EU vorstelle.

Medwedew tut empörter als er

Medwedew tut empörter als er wirklich ist, im Grunde ist das Ganze Theater sogar von Vorteil für Rußland weil in Zypern die reichen Russen ohnehin nur Schwarzgeld vor der russichen Finanz versteckt haben - wenn die nun aus Angst bei der nächsten "einmaligen" Zwangsabgabe die garantiert innerhalb eines Jahres kommen wird auch noch den Rest zu verlieren ihr Geld doch lieber daheim anlegen verdient auch Rußland noch daran und die Schweizer werden sich auch freuen ;)

Zypern als Banken- und Finanzplatz ist natürlich mit dieser Aktion endgültig gestorben und damit auch die meisten Arbeitsplätze in dem Bereich; da werden weitere "harte Maßnahmen" wie das so schön genannt wird nötig werden, kann sich ja jeder vorstellen was das heißt....

Reiche Russen

Es ist etwas einseitig, immer von reichen Russen zu reden, die Steuern vermeiden und Geld waschen wollten.

Wenn man mal internationale Berichte dazu liest, erfährt man, dass tatsächlich auch viele russische Unternehmen und Behörden in Zypern Geld haben. Die Unternehmen glaubten, dass es in Europa eine höhere Rechtssicherheit gäbe und Geld dort stabiler ist (der Rubel hat ja eine dramatische Inflation hinter sich). Außerdem kann man in Zypern einige Handelsbarrieren umgehen, die zwischen Russland und der EU existieren.

Diese Unternehmen und Behörden werden jetzt teilweise bis zu 40 Prozent beteiligt. Natürlich muss die russische Regierung da empört sein.

@ Nikita: Rechenkünstler?

Sie rechnen so, als blieben 100.000 € frei und der Rest würde versteuert.

Ich habe das anders verstanden. Wer bis 100.000 besitzt, dem nimmt (noch) niemand etwas. Wer mehr hat, wird besteuert und das dann vom 1. Euro an. Ist diese Ansicht richtig, dann wäre, verehrter Nikita, Ihre Rechnung falsch, denn von einem "Freibetrag" war meines Wissens keine Rede.

Egal, ob man das nun "Einmalzahlung" oder "Quellensteuer" nennt, es bleibt auch für mich Diebstahl, denn die, die jetzt um Teile ihres Vermögens gebracht werden, haben mit der Pleite des Staates Zypern nichts zu tun. Sie haben einfach nur da ihr Geld angelegt, wo es am günstigsten ist. Jeder von uns würde das auch tun und wäre dann sicher nicht begeistert, wenn der Staat ihm ohne einen Rechtstitel ein Drittel nehmen würde.

Ein historischer Pyrrhussieg in Zypern

Da haben sich die Zyprioten eines der größten Eigentore der Geschichte geschossen. Was hilft es dem Kleinsparer wenn er zwar von einer relativ geringen Abgabe verschont wird, aber die wirtschaftliche Zukunft für Jahre ruiniert ist.

Wenn der Banksektor 45% des BIP ausmacht und dies in Zukunft weg fällt bedeutet das eine Rezession von historischem Ausmaß.

Gerade für die "Kleinen Leute" wäre die ursprüngliche Lösung sehr viel vorteilhafter gewesen. Bei einer Abgabe von 10% für die Reichen hätte man davon ausgehen können, dass der Bankenstandort Zypern immer noch lukrativ ist und erhalten werden kann, bei 30% und mehr nicht.

Auch viele aussereuropäische Großunternehmen haben hohe Sichteinlagen in Zypern und nicht nur aus Russland. Zwei von drei Arbeitsplätzen im Bankensektor werden mindestens wegfallen, damit ist eine Arbeitslosenquote von 25% und mehr unausweichlich.

Zypern wird wieder ein bitter armes Land werden und die (Schwarz)Gelder ziehen weiter in eine andere Steueroase...

@Berlinerin: wem gehört das in Russland geklaute Geld

"Meiner Meinung nach, sind diese Millionen sowie so kein ehrlich verdientes Geld."

Wenn reiche Russen Russland beklauen und die Beute in Zypern verstecken, gehört das Zeug dann der EU oder darf Russland das zurück fordern?

Falls es kein Diebesgut ist, sollte es nicht nach Wohnort des Anlegers, sondern nach Betrag oberhalb der festgesetzten 100.000 € in Haft genommen werden. Wer also 105.000 € hat, zahlt von 5.000 € seine dann fälligen 30 oder 50%, die errechnet wurden.

Und die Bankanteilseigner haben bitte mit zu bezahlen. Das ist doch auch relevantes angelegtes Kapital. Und vor allem sind doch die Bankinhaber zuerst an der Misere schuld und haben ihre Angestellten doch so wirtschaften lassen!

@14:01 — Interessent

"Das Geld der Russen wäre dann zwar auch futsch, die Verantwortung läge dann aber konkret bei den Verursachern der Malaise und nicht bei den Rettern."

Die Verantwortung liegt sowieso bei den Verursachern. Das kümmert aber Rußland nicht. Oder meinen Sie, an der Empörung Rußlands würde sich etwas ändern, wenn die EU statt 10 Mrd. Null Mrd. beisteuern würde?

Tja, Medwedjew hat leider

Tja, Medwedjew hat leider Recht. Es ist DIEBSTAHL. Vor allem zeigt es uns, wohin wir mit unserem tollen Euro gekommen sind: Zwangsenteignung! Und sage keiner das könne in Deutschland nicht passieren!!!!! Aber zum Glück gibt es eine Alternative für Deutschland!!!!

@Scaramanga

"Im Uebrigen hat es mir schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, wenn Russland von Diebstahl spricht. Di wirtschaftliche und politische Führungsriege ist eine Gruppierung von Leuten, die Reichtum durch Diebstahl am eigenen Volk vollzogen haben, anstatt sich um das Leid der leidenden Landbevölkerung zu kümmern. Hier Hü und da Hott, Doppelmoral, wir heissen dich willkommen."

Guten morgen, aufgewacht!

Das war mal unter der Zeit des vom Westen gestützen Jelzins so, mittlerweile hat sich Russland soweit erholt, dass es dort %ual weniger! Arbeitslose und weniger Leute in Armut gibt als z.B. in der EU oder den USA! Auch hat Russland fast keine Staatsverschuldung mehr, im Gegensatz zu uns und unseren Nachbarn.

Ihre angesprochene "Gruppierung von Leuten, die Reichtum durch Diebstahl am eigenen Volk vollzogen haben und" unter welcher Russland vor noch gut 10 Jahren stark gelitten hat, ist passé...

Die Ironie nicht verstanden

Das aus dem Kontext genommene und falsch übersetzte Medwedew's Zitat sorgt hier für viel Aufregung. Die ironische Antwort auf die Frage eines Journalisten "auf Zypern wird nun das Geraubte geraubt" ist eine Anspielung auf die 1918 von Lenin beschlossene Enteignung durch die Bolschewiken (der Originalspruch "die Expropriation der Expropriateure" stammt von K. Marx). Es wäre auch interessant zu erfahren, ob auch das deutsche Geld auf Zypern von der Enteignung betroffen ist. Schließlich sind es ca. 22 Mrd. €.

Merkel hat Recht

Da hat Frau Merkel im Wesentlichen Recht mit ihrer Einschätzung zu Zypern. Auch wenn die Sicht hier nicht so populär ist. Aber man sollte die Euro-Problematik bitte ein wenig objektiver betrachten. Frust ist nie ein guter Ratgeber.

>Zypern brauche eine echte Teilinsolvenz des Bankensektors und den Aufbau von öffentlichen "Good Banks", sagte Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht. Um die Banken zu sanieren und die Schulden zu verringern, müssten die Aktionäre der Banken sowie die Inhaber von Bankanleihen vollständig haften.<

Treffend auf den Punkt gebracht- wohltuend anders, als die unisono Statements der „etablierten“, die letztendlich nur froh sind, dass der Kelch mal wieder an ihnen vorbeigegangen ist..!

Das „Rettungsmodell“ basiert vor allem aus Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen, die sich so im günstigsten Fall entwickeln, respektive eintreten können, es aber nicht zwangsläufig müssen-letztendlich eine Finanzierung in eine ungewisse Zukunft, die den fälligen Kollaps des Systems wieder ein Stück verschiebt.

Aus russischer Sicht ist der „Aufschrei“ verständlich- geht’s doch deutlich an das so liebgewordene kapitalistische Geschäftsmodell und Portemonnaie, was nun ganz unkapitalistisch „korrigiert“ wird.☺

"Mir fehlt das Mitleid 25.

"Mir fehlt das Mitleid
25. März 2013 - 13:13 — Skywalker

Zumindest bei ausländischen "Sparern""

Klar, wären es Deutsche oder (West-)EUler wären Sie und wohl auch unsere Regierung anderer Meinung?! Leider war abzusehen, dass es genau darauf hinauslaufen sollte den Großanlegern das Geld abzunehmen.

Mit dem Vorschlag die Kleinanleger anfangs auch zu beteiligen, hat man alternativlos darauf hingearbeitet die Großanleger zu enteignen. Wäre man nämlich damit in die Verhandlungen gegangen, wäre das Ergebnis wohl ein Anderes gewesen.

Außerdem muss ich dschungelmann zustimmen, das lässt sich so wohl kaum durchsetzen. Ich glaube aber allerdings, dass die meisten Russen - so wird berichtet - ihr Geld schon frühzeitig woanders geparkt haben, sowie dass Russland gut daran tut sich aus den Euro-Problemen rauszuhalten und nicht mit in den Eurokrisenstrudel ziehen zu lassen...

Diese Maßnahmen - von Putin wohl zurecht "ungerecht, unprofessionell und gefährlich" genannt - werden noch Früchte tragen

"Diebstahl" an Steuerflüchtigen und Geldwäschern . . .

dann soll doch Russland diese Leute gleich selbst sponsern. Dass Steuergeld
für die Rettung solch eines Finanzsystems "geopfert" wird, nur weil die Banken im €-Raum tätig und mal wieder "systemrelevant" sind, ist dem deutschen Steuerzahler noch schwerer zu vermitteln wie den russischen Investoren der Verlust eines Teils ihrer Investitionen.

Geldwäsche

In Deutschland macht man sich wahrscheinlich keine Vorstellung davon, was in Russland an Geldwäsche und Schwarzgeld läuft. Das russische Geld in Zypern ist da nur ein kleiner Teil des Eisbergs.

Schwierig für die russische Führung ist allerdings, dass ein Teil der zyprischen Konten von Kreml-teuen Russen gehalten wird. Einige Kunden allerdings würde Medwedew nur zu gerne festnageln.

Russland braucht sich nicht zu beschweren.

Putin hätte ja jederzeit helfen können, dann wäre es nicht zu dieser Art von Zwangsabgabe gekommen.

Über folgendes kann man mal

Über folgendes kann man mal nachdenken:

"25 Mrd. Euro – so hört man – sollen russische Oligarchen auf der Mittelmeerinsel Zypern „bunkern“. Ja, Russen „bunkern“, wenn Deutsche, Briten oder Amerikaner Gelder verschieben, dann „investieren“ sie – ein kleiner, aber feiner Unterschied. Es ist richtig, zahlreiche russische Geschäftsmänner, die man als Oligarchen bezeichnen könnte, kontrollieren über zypriotische Holdinggesellschaften ihre russischen Konzerne. Dazu gehören mit Novolipetsk Steel und Severstal zwei der weltgrößten Stahlkonzerne, mit Norilsk Nickel eines der weltgrößten Bergbauunternehmen und mit Gazprom und Lukoil zwei der weltgrößten Energieunternehmen. Alles nur Geldwäsche? Im Vergleich zur Deutschen Bank wirken diese Unternehmen geradezu wie ein Musterbeispiel für Unternehmen, die mit realer Wertschöpfung reale Einnahmen erzielen. Aber egal, russische Unternehmen sind ja per se verdächtig, krumme Geschäfte zu machen."

Mindestens 10.000 neue Arbeitslose

Zypern hat sich des wichtigsten "Geschäftsmodells" entledigt. Über Nacht. Das ist so wie wenn bei uns BMW, Mercedes, VW und Opel gleichzeitig dicht machen sowie sämtliche Zulieferer.

10.000 Bänker, die größtenteils nicht mafiöse Investmentkunden betreuen, sondern einen guten Job gemacht haben, so wie bei uns in Deutschland auch übrigens, verlieren ihren Job. Das entzieht Zyperns Binnenmarkt eine immense Geldmenge. Ersatzlos. Steuererhöhungen und Privatisierungen werden dem Land dann den Rest geben.

Und wofür? Zyperns Banken haben griechische Staatsanleihen gekauft – genauso wie es deutsche Banken und Versicherungen getan haben. Sie alle haben nicht die Rezession vorhergesehen, die eine, für den Süden zu harte Gemeinschaftswährung namens "Euro" erwirkt.

Das Bild russischer Geldwäscher lenkt von den Folgen des Euro als Gemeinschaftswährung für unterschiedlich wettbewerbsfähige Volkswirtschaften ab. Wir retten eine kranke Idee, die für Rezession und Anfeindung sorgt. Irsinnig!

Doppelmoral

Warum stellen sich alle eurokraten im Fall Zypern so an ? Nicht allzu lange her hat Spanien 100 Milliarden sofort, klaglos und ohne troika bezogen. Warum wiegen da 15 Milliarden für zypern so schwer ? doppelmoral ?

Genau genommen hat Medwedjew

nach Angaben von Interfax gesagt: "Auf Zypern geht das "Plunder plündern" weiter. Wir müssen uns ein Bild machen, worauf die ganze Geschichte letztendlich hinausläuft".
Sein Vize bezeichnete die Entscheidung für Zypern als ein "gutes Signal für diejenige, die bereit sind, ihr Kapital, in russische Banken zu transferieren". Diese sind "stabiler als das europäische System".
Genau genommen distanziert sich Medweput von "schmutzigem" Geld und lässt sowohl korrupte russische Beamte, aber auch Unternehmer, die Ihre "Altersvorsorge" in Zypern angelegt hatten, bluten. Interessanterweise trauen die Letzten nicht den angepriesenen russischen Banken obwohl diese auch 7,5% p.a. (2 Jahre) anbieten.

@14:21 — Che 1

"den einzigsten akzeptablen Vorschlag hat Frau Wagenknecht unterbreitet bei einer normalen Firmenpleite haften ja auch nicht die Kunden sondern die Eigentümer das heißt es müssten die Aktionäre bezahlen... "

Frau Wagenknecht kann aber auch nicht einfach das Aktienrecht neu erfinden, schon gar nicht rückwirkend. Mit der Zeichnung einer Aktie (bei Gründung) wurde durch den Aktionär Kapital in die Firma eingebracht. Mit diesem Kapital haftet der Aktionär. Das wars.

Wer bei einer "normalen" Firmenpleite haftet, hängt stark von der Geschäftsform ab. Bei einer eigenständigen juristischen Person (z.B. GmbH oder AG) haftet niemand. Wenn also Frau Wagenknecht behauptet, dass bei einer "normalen" Firmenpleite der Eigentümer haftet, dann ist das Unfug. Die, die von der zahlungsunfähigen Firma noch Leistungen zu kriegen haben (hier: Bankkunden), sind IMMER die, die in die Röhre gucken.

@ladycat

Putin und Russland wollteb helfen, dass hätte jedoch nichts gebracht da Zypern Schulden außerhalb der EU dann zugenommen hätten. So was hätte keinen Sinn gemacht.

Zur Einlagensicherung

Ach, was wird hier die zy. Einlagensicherung (<100k€) gelobt.
Vermutlich alle hier, inklusive mir selbst, fielen darunter, und fühlen sich sicher und heimelig, denn unser "sauer Erspartes" wäre ja sicher.
Das glauben wir und fühlen uns mit der St.-Florians-Mentalität gut.

Nachdem Schäuble einige Kapriolen machte (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) sagte er gestern:
Die Spareinlagen sind in Deutschland und in allen europäischen Ländern sicher, weil die Vorstellung, dass irgendein europäisches Land zahlungsunfähig wird, unrealistisch ist.

Man beachte die Einschränkung und die Tatsache, dass er das UNGEFRAGT sagte.

Bevor sich aber ein jeder die Frage stellt, womit der €krat (und Lügner) Schäuble sein Versprechen gegenüber uns wahr machen will, so möge jeder zuerst darüber sinnieren WER denn, nachdem ZY Pleite ist, deren Einlagensicherung übernimmt, und was es bedeutete wenn es die BANKENAUFSICHT (die in Wahrheit nur Haftung von Nord für Süd bedeutet) denn schon gäbe.

@ gierde zerstört

Jetzt tun sie mal bitte nicht so, als ob die Bankangestellten nicht genau wussten, woher welches Geld kam und wie es zu welchen Bedingungen weiter genutzt wurde!
Das lernt man im 1.Ausbildungsjahr in der Bank, wie die Geschäfte laufen.
Sicherlich schade um die vielen kommenden Arbeitslosen und ihre Familien, dennoch nicht so unverschuldet und unwissentlich,wie sie behaupten.

@Lakenschaper

Nein. 100.000 sind sicher fuer alle, nur der Betrag ueber 100.000 wird besteuert. Aber Steuer ist eigentlich der falsche Ausdruck. Das ist bei Insolvenz so, nach den Aktionären zahlen die Kreditgeber des Unternehmens und das sind hier auch die Kontoinhaber. Das ist bei jedem kleinen Betrieb der Pleite geht auch so. Man muss eben darauf achten wem man seit Geld gibt.

Zypern ist gar nicht pleite, sondern die Banken die sich verzockt haben. Und grosse Anleger konnten wissen das es Risiken gab. Diese Banken werden schon seit Montaten von der ECB künstlich am Leben gehalten.

@ Raumfahrer

25 Mrd. Euro – so hört man – sollen russische Oligarchen auf der Mittelmeerinsel Zypern „bunkern“

Es gibt auch Schätzungen, die erhablich höher liegen. Hier in Moskau kommt man in dieser Hinsicht noch weniger an verlässliche Informationen, als in Deutschland. Die offiziellen Medien schreiben, was der Kreml sagt.

Ein Trost: Die zyprische Regierung weiß es und die EZB-Leute werden hoffentlich auch genau in die Bücher geschaut haben.

Definitiv kein Diebstahl!

Wer Geld auf ein Bankkonto einzahlt, leiht dieser Bank sein Geld. Wenn diese Bank nun Pleite geht, ist es nur natürlich, dass der Gläubiger große Verluste macht oder gar leer ausgeht. Das hat mit Diebstahl nichts zu tun!

Wer glaubt, Geld sei auf Bankkonten "sicher", hat das Teilreserve-bankensystem absolut nicht verstanden. Die Haftung der Bankkunden sollte der Normalfall sein, und nicht die Haftung der Steuerzahler und Rentner.

Weiter sei darauf hingewiesen, das Giralgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, sondern nur eine Verbindlichkeit der Bank an den Kontoinhaber.

Unser Währungs- und Kreditsystem ist ein großes Schneeballsystem - und jeder weiß, dass deren Lebensdauer begrenzt ist. Auch in Deutschland und den USA.

@ 25. März 2013 - 15:51 — dashi

"Jetzt tun sie mal bitte nicht so, als ob die Bankangestellten nicht genau wussten, woher welches Geld kam und wie es zu welchen Bedingungen weiter genutzt wurde!"

Ich beschönige nichts, jedoch können wir genausogut Angestellten bei BMW vorwerfen, dass sie zum Klimakollaps beitragen, Agrarangestellten, dass sie die Massentierhaltung und Tierquälerei unterstützen oder schweizer Bankangestellten, dass sie von Schwarzgeldern leben. Oder Versicherungemitarbeitern, dass ihre Unternehmen in Streumunition investieren und mit Lebensmitteln spekulieren. Aber darum geht es nicht.

Es geht darum, dass der Euro die Rezession im Süden erwirkt hat. Griechische Staatsanleihen sind nichts mehr wert für zypriotische Banken – und darin liegt der Grund für die Probleme. Nicht in mafiösen Russen oder in ethisch problematischen Geschäftsmodellen.

Konsequenz ist, wie woanders auch, Privatisierung und Verelendung. Infolge von eurogeschuldeter Rezession. Die "Russen-"Schlagzeilen sind Nebelkerzen.

Berechnung

Ich vermute, dass es eher nach einer Formel ähnlich der folgenden berechnet wir:

=WENN(B3>100,WENN(B3*0.5>100,B3*0.5,100),B3)

,wobei b3 in diesem Fall der Betrag auf dem Konto in TSD Euro ist und ein %-Satz von 50 angenommen wurde.

Nach dieser Formel müssen alle, die 100.000 oder mehr auf dem Konto haben, 50 % davon abgeben. Wenn allerdings damit die 100.000 Euro als neuer Endstand unterschritten wird, wird er wieder aufgefuellt auf die 100.000.

Beispiele:

alt: 99.000 neu: 99.000
alt: 100.000 neu: 100.000
alt: 110.000 neu: 100.000
alt: 200.000 neu: 100.000
alt: 300.000 neu: 150.000
alt: 900.000 neu: 450.000

Waere dann halt besonders bloed fuer all diejenigen, die zwischen 100.000 und 200.000 Euro auf dem Konto haben.

@Che 1 - Die Eigentümer bezahlen doch

den einzigsten akzeptablen Vorschlag hat Frau Wagenknecht unterbreitet bei einer normalen Firmenpleite haften ja auch nicht die Kunden sondern die Eigentümer das heißt es müssten die Aktionäre bezahlen ...

Stimmt. Und genau das passiert auch. Warum Frau Wagenknecht das anders darstellt, darüber könnte man höchstens spekulieren.

Die Eigentümer der Bank werden sehr wohl voll an den Verlusten beteiligt. Die Banken sind insolvent und der Börsenwert ist praktisch bei Null.

Darüber hinaus zahlen auch die Kunden einen Beitrag. Man muss allerdings auch sehen, dass das Investment in Zypern riskant war.

Sachverstand

In diesem Blog wird einmal wieder deutlich wie wenig die Leute von Geld und Wirtschaft verstehen.

Natuerlich haften auch die Aktionaere und Anleiheeigentuemer in diesem Fall mit ihren Investitionen.

Aber Kontoinhaber sind auch Kreditgeber der Bank und riskieren, falls nicht versichert, den Verlust ihrer Einlagen, wenn die Bank pleite geht.

Jeden und jedes auf Staatskosten zu retten ist unsozial. Risiko und Gewinn duerfen nicht entkoppelt werden, nach dem Motto, wenn es gut geht, wird der Gewinn individualisiert, wenn es schief geht zahlt die Allgemeinheit. Man muss eben aufpassen wem man sein Geld gibt.

@gierde zerstört

Wenn es stimmt, dass in Zypern fast jeder zwanzigste Arbeitnehmer bei einer Bank beschäftigt war, dann ist natürlich klar, dass viele dieser Arbeitsplätze nicht zu halten sind. Das ist aber nicht die Schuld der EU.

re cowboy8

Wenn das Aktienrecht es nicht zulässt Aktionäre so zu belangen so könnte man zumindest ihre Anteile an der Bank verstatlichen und sie später wieder zu angemessenen Preisen verkaufen oder sie behalten außerdem sollten ja auch
Bankkonten unter 100 tausend euro belangt werden bei denen die Einlagensicherung gilt deshalb denke ich das im falle eines Staatsbankrottes es auch rechtens ist Aktionäre auch über ihre Anteile hinaus zu belangen. (natürlich in fairem maße)

Außerdem das mit der Firmenpleite stammt von mir und nicht von Frau Wagenknecht aber wenn eine Bank fehl Investitionen
tätigt wofür der normale Sparer nichts kann wäre es auch nur rechtens wenn die Eigentümer der Bank und ihr Management für die fehl investitionen haften und nicht der Sparer der am wenigsten dafür kann.

@16:01 — Nuklid

Wer Geld auf ein Bankkonto einzahlt, leiht dieser Bank sein Geld. Wenn diese Bank nun Pleite geht, ist es nur natürlich, dass der Gläubiger große Verluste macht oder gar leer ausgeht. Das hat mit Diebstahl nichts zu tun!

Wer glaubt, Geld sei auf Bankkonten "sicher", hat das Teilreserve-bankensystem absolut nicht verstanden. Die Haftung der Bankkunden sollte der Normalfall sein, und nicht die Haftung der Steuerzahler und Rentner.

Das kann nicht oft und laut genug gesagt werden!

Da aber €kratistan, um der Verwirlichung eines autokratischen Alptraums, eher der "dunklen Seite des Rechts" zugeneigt ist, bleibt derjenige der begriffen hat, was geschieht nicht bei der Erkenntnis....

Wenn man sich dann noch zu den bereits ergriffenen "Kapitalverkehskontrollen" in P, GR, ZY und IRL kundig macht, und mit Ideen der €kraten und z.B. F zur quasi Abschaffung des Bargelds in Verbindung bringt, dann ist Zeit zu handeln!

Wer hier von Diebstahl spricht hat...

das Staatswesen nicht verstanden.

Das sind Steuern/Abgaben. Das soetwas anfällt ist ganz normal. Das haben wir hier in Deutschland ebenfalls.

Anleger sollten zudem froh sein, denn wenn weiterhin alle Banktransaktionen eingefroren bleiben würden und die Banken pleite gingen... dann hätten sie eine Abgabe von 100%. Schlimmer gehts also (fast) immer.

Das wäre also so etwas wie eine einmalig anfallende Vermögenssteuer. 30% geht doch sogar fast noch - wenn man sich überlegt, dass vielen am Ende aller Steuern und Abgaben nur noch knapp 50% ihres eigentlichen Einkommens übrig behalten.

Die Aktion mit Medwedjew ist erneut ein köstliches Stück russischer Schmierenkomödie aka Politik. Jetzt sind es allerdings mal vertauschte Rollen - nun ist Putin der Gute und Medwedjew ist der böse. (zumindest für die Europäer).
Das ist das alte "guter Bulle, böser Bulle" Spiel, das die beiden so wahnsinnig gut beherrschen.
Die beiden hätten es in Hollywood versuchen sollen - nicht im Kreml.

Werden bei uns Melkkühen auch

Werden bei uns Melkkühen auch nur die herangezogen, die mehr als 100.000 € Barvermögen auf dem Konto haben? Warum ermittelt man nicht das durchschnittliche europäische Barvermögen und beteiligt Alle, die darüber liegen. Ich habe keine 100.000 € und muss dennoch fast ganz Südeuropa unterstützen. Wo bleibt die Gerechtigkeit für deutsche Steuerzahler, Frau Merkel?

@ 25. März 2013 - 16:18 — Berliner in Moskau

"Wenn es stimmt, dass in Zypern fast jeder zwanzigste Arbeitnehmer bei einer Bank beschäftigt war, dann ist natürlich klar, dass viele dieser Arbeitsplätze nicht zu halten sind. Das ist aber nicht die Schuld der EU."

Schuld haben die Politiker und die "Finanzexperten" aus Wirtschaft unf Politik, die den Euro durchgewunken haben. Auslöser sind die griechischen Schrottpapiere – ein Resultat der Rezession. Der Euro ist schlichtweg zu hart für weite Teile der Süd-Volkswirtschaften. Das ist das Kernproblem in Europa. Die Türkei boomt wie verrückt, weil ihre weiche Währung der Wirtschaftsleistung entspricht. Sie grast alles ab wo Griechenland und andere Volkswirtschaften eurobedingt zu teuer sind – beispielsweise im Bereich Tourismus.

Reihenfolge:
1. harter Euro
2. sinkende Exporte/Tourismus
3. Arbeitslosigkeit
4. sinkende Staatseinnahen (Steuern)
5. hieraus resultierend sinkende Bonität (Staatsanleihen)
6. steigende Zinsen (Staatsanleihen)

etc.

Leider gibts hier nur 1.000 Zeichen ...

Die Unfähigkeit der Politik und der Ökonomen

Insgesamt zeigt sich, dass die Unfähigkeit der Politik und der Ökonomen, komplexe Zusammenhänge zu durchschauen, solche Systeme wie den Euro scheitern lässt. Zypern markiert den Kulminationspunkt der systematischen Fehlentscheidungen. Danach wird es nur noch bergab gehen und womöglich rasend schnell.

oder hier
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16652

@Che 1

Wenn das Aktienrecht es nicht zulässt Aktionäre so zu belangen so könnte man zumindest ihre Anteile an der Bank verstatlichen ...

Da brauchen Sie nicht mehr viel zu verstaatlichen. Die Aktien sind wertlos und Aktionäre haften mit ihren Aktien. Mit was denn sonst?

Leute, Ihr macht Euch zu viele Gedanken!

Bislang ist doch alles nur graue Theorie.
Niemand weiss heute genau, wie hoch die Guthaben über 100.000 Euro noch sind.
In den vergangenen Wochen haben Großinvestoren und Regierungsmitglieder schon Milliarden abgezogen.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft

Es bleibt also zunächst abzuwarten, was der "Kassensturz" erbringt.
Darüber hinaus: Die 10 Milliarde EU-Zuschüsse (an die Banken, nicht an die Menschen!) müssen ja auch erst noch endgültig bewilligt werden.

Die Kuh ist noch nicht vom Eis.

@ Klaus Schaber

Darüber hinaus: Die 10 Milliarde EU-Zuschüsse (an die Banken, nicht an die Menschen!) müssen ja auch erst noch endgültig bewilligt werden.

Ohje, das ist ja gleich doppelt falsch. Es sind keine Zuschüsse, sondern Kredite. Und sie gehen natürlich nicht an die Banken, sondern an den Staatshaushalt.

Merkel und Schäuble zeigen sich mit d. Ergebnis zufrieden

Herrlich, wie diese beiden wieder einmal zufrieden sind.

In Deutschland vertreten die beiden immer die gleiche Leier, dass bei einer noch so kleinen Mehrbelastung des Kapitals, dieses das Land verlassen würde.

Bei russischem Kapital, gelten andere Gesetze.

Was eigentlich, wenn anschliessend nach diesem Diebstahl, das russische Kapital, Zypern verlassen würde?

Dann nehmen diese Beiden und ihre Helfer von SPD, Grünen und FDP sicher wieder die Schwächsten Deutschlands in ihre grosse Zange, um diesen Kapitalabfluss hauptsächlich aus deren deutschen Haushalten auszugleichen.

Wer hat eigentlich schuld?

Ich bin immer sehr dafür, Ross und Reiter zu benennen. Wenn ich aber die Kommentare, auch hier im Forum lese, frage ich mich, wer an dieser Fastpleite von Zypern eigentlich schuld ist. Ist es wieder einmal eine anonyme Masse, die nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann (oder soll!?)? Oder war alles vollkommen legal, ist nur etwas zuviel aus dem Ruder gelaufen? Oder gibt es da noch den großen Unbekannten, Mr. Goldfinger sozusagen?
Kann mich da jemand schlauer machen?

re Berliner in Moskau

Noch sind die Aktien wertlos wenn die Banken jedoch wieder gerettet sind haben auch die Aktien wieder einen Wert.
So habe ich auch geschrieben später verkaufen wenn sie einen wert haben oder gänzlich behalten und dan spätere eventuelle Gewinne in den Staatshaushalt fließen lassen.
Am liebsten würde ich jedoch auch an die Privatvermögen der Aktionäre gehen da sie sich Jahrelang eine Goldene Nase an den Geschäften der Bank verdient haben.

Wie viel Zins ist bezahlt worden? Steuervorteile?

Eröffnen solche Fragen der Überschrift nicht Themenfelder, die von der Troika verrechnet hätten werden müssen? Es wäre fair nur offensichtlich Bevorteilte zur Kasse zu bitten, denen auf Basis von Geldern der Europäischen Union zu einem maßlosen Kapitalanteil verholfen wurde. Wie Geld verdient wurde, und zu welchen Bedingungen über welchen Zeitraum welche Summen angelegt werden konnten ist interessant. Natürlich wäre diese Auswertung eine langwierige und unter dem Druck der Märkte nicht oder nur schwer zu realisieren.

@Nikita

„An wen gehen diese 50.000 Euro eigentlich, wer hat sich dieses Geld verdient?
Aber, zum Glück kann dies in Deuschland ja nicht passieren.“ 25. März 2013 - 12:54 — Nikita

Möchte ich auch gerne wissen.

Aber in Deutschland kann so was wirklich nicht passieren.
Die Guthaben sind sicher!
Denn wir haben diverse Steuern (Ökosteuer, nicht zweckgebunden) und Gebühren (bald vielleicht neu im Angebot: Pkw-Maut, selbstverständlich zusätzlich zu Kfz-Steuer) um Geld einzutreiben.
Die treffen jeden.

...

Ich bin schockiert wenn ich einige beiträge so lese. Das ist pures Russland Bashing! Haben sie es nicht begriffen? Hier wurden Bank Kunden enteignet und unsere Kanzlerin lobt dieses vorgehen, ergo wurde ein prezidenzfall geschaffen, der in naherzukunft auch Deutschland treffen könnte. Zypern ist soeben unattraktiv für alle ausländischen inverstoren geworden und hat, wie einige schon schrieben, ihren eigenen Mittelstand stark angegriffen. Jetzt wird erstmal ein Banken-rush auf zypern folgen wo alle ihr geld haben wollen und schon kann diese Bank zu machen, oder Europa fängt diese Banken auf... So oder so ist Zypern jetzt ein Hartz 4 land wie Griechenland...

Betrifft das jetzt nur

Betrifft das jetzt nur Privatkunden oder alle? Dann also Städte und Unternehmen, die entsprechendes Guthaben haben? Darüber liest sich nichts. Es wäre der absolute Wirtschaftskiller.

Die nächste Frage ist, ob die Bürgern Zyperns die Abgeben später in der Steuererklärung geltend machen können. Und was ist mit Bürgern, die parallel einen Haufen Schulden haben? Es ist ja denkbar, dass jemand gerade 200.000 Euro für einen Hauskauf aufgenommen hat. Würde davon dann ein Großteil abgegeben werden müssen wäre das ruinierend und dazu noch recht ungerecht. Nicht jeder, der entsprechendes Guthaben hat ist zwingend reich. Man beachtet hier schließlich nur eine Momentaufnahme. Jemand mit viel Geld kann im Gegenzug auch bei vielen Banken jeweils nur 100.000 angelegt haben (ich hätte es als Ausländer so gemacht). Wird der dann gar nicht belangt? Sieht so aus.

Und wer kriegt das Geld? Deutsche Banken? Wahrscheinlich, war bei den anderen Ländern auch so.

Nach dieser Art der "Rettung"

Nach dieser Art der "Rettung" werden die Aktien dieser Banken in den nächsten Jahrzehnten sicher keinen Wert mehr haben weil diese Banken sobald sie denn (wenn überhaupt) wieder aufsperren keine Kunden mehr haben werden ;)

@ Berliner in Moskau

Sie schreiben:
"Ohje, das ist ja gleich doppelt falsch. Es sind keine Zuschüsse, sondern Kredite. Und sie gehen natürlich nicht an die Banken, sondern an den Staatshaushalt."

Ich denke nicht, dass ich hier so falsch liege.
1.: Meinen (oder glauben) Sie tatsächlich, dass diese "Kredite" jemals getilgt werden? In meinen Augen blanke Theorie.

2.: Richtig, das Geld geht an den Staatshaushalt. Und von dort wohin?
In Griechenland jedenfalls verschwand es flugs in den Banken. Oder haben Sie von einem Griechen, einer griechischen Firma gehört, die davon partizipierte?

Daher denke ich, dass die zur Schau gestellte Zufriedenheit unserer Regierungsvertreter und der EU-Oberen lediglich vom Kern der Sache (unnötige Haftungsbelastung der Steuerzahler) lediglich ablenkt.

So wie diese "Zypernrettung" ablief, ging es doch schon dieverse Male in den letzten Jahren.
Hat es wirklich etwas genützt?

@Bayuware

Direkt die Bankmanager, aber indirekt auch die Bankaufseher und Regulierungsbehöerden (also auch die Politik), die es zugelassen haben, dass die Banken so hohe Verluste in Höhe des Bruttosozialproduktes überhaupt machen können.

@My two Cents

Nein. Das ist wie bei einem Freibetrag. die ~30% Steuern werden auf alles über 100tsd angewandt.

@16:20 — Che 1

"deshalb denke ich das im falle eines Staatsbankrottes es auch rechtens ist Aktionäre auch über ihre Anteile hinaus zu belangen. (natürlich in fairem maße)"

Man kann sich drüber streiten, ob das fair wäre. Rechtens ist es auf keinen Fall, weil Zypern rückwirkend die Haftungsbedingungen im Aktienrecht ändern müsste. Dann müsste Zypern auf dieser rechtlich fragwürdigen Basis seine Forderungen von jedem einzelnen Aktionär vor Gerichten auf der ganzen Welt einklagen.

Was ist denn ein faires Maß und wer legt das fest? Ich z.B. habe auch Aktien, auch welche von Banken. Jetzt haben speziell Banken im Vergleich zu den von ihnen bewegten Summen einen äußerst geringen "inneren Wert". Das Risiko, hierfür zu haften, könnte kein Privatinvestor tragen, auch große Fonds nicht. Geht nicht. Im Falle einer Haftung der Eigentümer wären nur noch staatseigene Banken möglich. Wobei wir wieder da wären, wo wir jetzt schon sind, nämlich beim Steuerzahler.

@ 16:26 - HartAberWahr

Hmm,

"Wenn man sich dann noch zu den bereits ergriffenen "Kapitalverkehskontrollen" in P, GR, ZY und IRL kundig macht, und mit Ideen der €kraten und z.B. F zur quasi Abschaffung des Bargelds in Verbindung bringt, dann ist Zeit zu handeln!"

Dann machen sie mal einen Vorschlag!
So bis 10 T€, bis 50T€, bis 100T€ usw.
Oder soll ich von meinem 10T€ viell. einen Achtel Barren kaufen und den in Z deponieren?

Der Lebensmittelpunkt der meisten dürfte hier sein, zumal man auch noch Immobesitz hat.
Da wird das Ganze schon schwierig. Oder glauben sie, da wird in Zukunft nichts besteuert? -> Zwangshypo 20% oä.

Wenn ich heute nochmals anfangen würde, könnte ich mir eine Beschäftigung jenseits des €-Raums durchaus vorstellen - aber jetzt?

@16:57 — Che 1

"Noch sind die Aktien wertlos wenn die Banken jedoch wieder gerettet sind haben auch die Aktien wieder einen Wert."

Was nützt Ihnen das denn? Die Kunden müssen jetzt ausbezahlt werden. Dazu wird jetzt Geld gebraucht. Da nützen Ihnen enteignete, wertlose Aktien gar nichts.

Che 1

Am liebsten würde ich jedoch auch an die Privatvermögen der Aktionäre gehen da sie sich Jahrelang eine Goldene Nase an den Geschäften der Bank verdient haben.

Sie können nicht einfach jemanden belangen, der mal bestimmte Aktien besessen hat. Gesetzlich ist das nicht erlaubt. Und wenn es erlaubt wäre, würde niemand mehr Aktien kaufen.

Außerdem wissen Sie doch überhaupt nicht, ob sich jemand mit den Aktien eine goldene Nase verdient hat. Mit Aktien kann man auch Verluste machen. Es scheint hier bei manchen ein Bild von Aktionären zu existieren, das mehr durch Vorurteile als von Kenntnis geprägt ist.

@Klaus Schaper

1.: Meinen (oder glauben) Sie tatsächlich, dass diese "Kredite" jemals getilgt werden? In meinen Augen blanke Theorie.

Ich besitze nicht die Gabe die Zukunft zu lesen. Es sind aber Kredite.

2.: Richtig, das Geld geht an den Staatshaushalt. Und von dort wohin?

Über die Staatsausgaben beschließt in einer Demokratie das Parlament.

re cowboy

Ich hätte mich etwas preziser ausdrücken müssen natürlich meinte ich das es fair wäre und in meinen Rechtsvorstellungen auch rechtens.

Jedoch verstehe ich nicht ihren abschließenden Satz würde man die Anteile der Aktionären verstatlichen würde das dem normalen Steuerzahler nur zu gute kommen den so würden die Aktionäre die Jahrelang hohe Gewinne eingestrichen hatten und die Konzernstrategien bestimmt haben und damit das anlocken von schwarz und illigal erworbenen Geldern durch extrem hohe Zinsen zur Rettung beitragen.
So könnte man kürzungen im sozialbereich abwenden (die ganz sicher in den nächsten Jahren kommen werden da die Anleger und Investoren jegliches vertrauen verloren haben)
sowie Arbeitsplatz abbau.
Wenn die Banken dann saniert sind und die Aktien wieder einen Werst besitzen könnte der Staat sie entweder wieder verkaufen oder die Gewinne die die Banken einfahren mit in den Haushalt fließen lassen.(wo von ich mehr halte)

Vermute mal......

Es kann eigentlich nur so sein, dass pro Kontoinhaber 100000 Euro frei sind und alles was darüber ist, wird dann mit der Sondersteuer/Abgabe belegt. Alles andere hält keiner gerichtlichen Prüfung bestand.

@ HartaberWahr:

"...Ideen der €kraten und z.B. F zur quasi Abschaffung des Bargelds..."

Wenn die Verantwortlichen das durchziehen, haben die Zentralbanken endgültig absolute Herrschaft errungen und zementiert.

Wichtige Zufalls-Info

Die "Märkische Allgemeine" titelt am 23.3. "Brandenburger Geld in Zypern gefährdet".

Gelder aus dem Pensionsfonds für Beamte sind in Staatsanleihen von Zypern angelegt. Der Fonds hat insgesamt 260 Mio Euro, 98% davon sind im Ausland angelegt, u.a. Portugal, Spanien, Zypern.

Noch Fragen?

Re: 25. März 2013 - 13:15 — Bernd1

Stimmt nicht, dass dies der deutsche Vorschlag von vor einer Woche war.

@ denk-mal

Wenn ich richtig informiert bin, ist dieses Investment eines Pensionsfonds im Ausland zumindest fragwürdig.

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