Kommentare

Werdet Rücksichtsvoller

Ich bin etwas skeptisch, was die Informationen der ARD anbelangt: So Anti-EU-sozial kann die Stimmung doch nicht sein: Ich arbeite als Putzkraft und kann bei diesen Neuigkeiten nur lächeln: Hey Zyprioten, macht mal etwas. Das Leben ist in Deutschland auch hart!
Wenn ich aber Menschen im Anzug oder mit Make-up heulen höre, dann sage ich mir: setzt Euch auf Euren Arsch und unternehmt etwas dagegen. Denkt Ihr wirklich, dass Leben ist einfach für mich? Kino oder Kaffee im Bisto sind sicherlich schön, aber Luxus!
Wer von Euch hat den schon mal von Ehre gelebt? Bringt die mir mein Brot auf den Tisch? Und wenn Ihr Euch jetzt fragen solltet, warum ich so gemein bin: dann deswegen, weil ich mir mein Essen auch mit Arbeit verdiene und es nicht in den Arsch gesteckt bekomme!! Soll ich für Euch wirklich zahlen! Dann schenkt mir Eure Insel!! Die verwalte ich besser als bisher!!

Ja schön, es gibt Milliarden...

... und wie wollen die ihre Wirtschaft Ankurbeln?

Mit Arbeitslagern und Steinekloppen?

Mit Geld kann man ein Volk kurzfristig Ruhig stellen, aber auf dauer hilft das nicht.

Und Sparen ist wie ein Mensch der in der Wüste steht, der kurz vor dem Verdursten ist.

Politiker die nur Reagieren, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, sind nicht dazu geeignet als Volksvertreter zu fungieren.

Kein Betrieb stellt Unfähige Menschen ein, in der Politik scheint das kein Problem zu sein.

Zypriotisches Renten-System

Die 5,8 Mrd. Euro für den "Solidaritätsfonds" sollen lt. Tagesschau-Beitrag zum Teil "von den Rentenkassen kommen".

Um abschätzen zu können, was das bedeutet, wären Kenntnisse über das Renten-System auf Zypern nötig, wie z.B.:

- Welches Renten-System hat Zypern? (Privat? Gesetzlich?)
- Ist es mit der Rentenversicherung in Deutschland vergleichbar?
- Gibt es Pensionsansprüche und werden die einbezogen?
- Welches Vermögen hat das Renten-System in Zypern, das in den "Solidaritätsfonds" eingezahlt werden könnte?

Da alles, was derzeit auf Zypern geplant wird, irgendwann auch für Deutschland relevant werden könnte, sollte die Tagesschau künftig detaillierter informieren; wenn möglich mit einer Einschätzung, was übertragbar wäre und was nicht.

PS
Stand der Angestellte, der gesagt haben soll: "Lass es eben das Geld aus der Rentenkasse sein. Es ist eine Lösung - ihr könnt es nehmen" eigentlich allein mit dieser Aussage oder repräsentierte er eine Mehrheit der zypriotischen Arbeitnehmer?

"...um doch noch die neuen Kredite zu erhalten"

Das Problem Zyperns ist also eine zu hohe Verschuldung.
Das versucht man damit zu lösen, daß sich weiter verschuldet wird.
An der Stelle möchte ich doch gerne einmal Albert Einstein zitieren, der einst sagte:

"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

Scheinlösung

War vielleicht der Plan B von vorne herein der Plan, den man eigentlich favorisiert hat?

Denn anstatt jetzt 9% von Guthaben über 100.000 Euro als Abgabe zu verlangen, werden die Risiken komplett auf die Beitragszahler der staatlichen Rentenversicherung abgewälzt.

Wie oben schon erwähnt, weiß auch ich wenig von dem zyprischen System, aber ich nehme doch stark an, daß ausländische Kontenbesitzer nicht auf die staatliche zyprische Rente angewiesen sind und dort auch nichts einzahlen.

Man sollte nebenbei auch erwähnen, daß ein Staatsbankrott, von dem so viel schwadroniert wird, kein Automatismus ist.
Er droht nur, wenn man davon ausgeht, daß die Risiken von Privatbanken immer vom Staat getragen werden MÜSSEN, was ja nun kein Naturgesetz ist.
Man könnte auch alle Girokonten und Sparbücher bis 100.000 Euro absichern und den Rest in Bad Banks auslagern.

Und warum findet sich niemand, der für die Öl- und Gasvorkommen einen Kredit vergeben möchte, schließlich ist Zypern nicht Griechenland?

Es geht nur noch darum.....

einen Flaechenbrand mit Bankenrun irgendwie aufzuhalten. Darauf deuten Auszahlungsbeschraenkungen schon hin. Schulden mit neuen Schulden mit neuen Schulden zu begegnen fuehrt schnell und sicher in den Abgrund. Daher aufgeschoben, wie es gerade passiert, ist nicht aufgehoben. Selbst mit 17 Mia. Ist Zypern nicht gerettet. Der totkranke Patient bekommt etwas Morphin und nen Adrenalinschuss. Sterben muss er trotzdem. Halt nur nicht so schnell. Das gilt auch fuer Italien, Spanien und Portugal. Bald ist Schluss. Meine Meinung. Momentan aus der 'Schusslinie' ist USA, die monatlich! Sagenhafte 85Mia. $ neu gedrucktes Geld in die Wirtschaft pumpt. Fast 1 000 000 000 000$ dieses Jahr und uns 85Mia. als 'Sparmassnahmen' verkaufen will. Das Pyramidenspiel toppt aus. Unausweichlich.

Nicht Deutschland, sondern das Zentralbankensystem ist schuld!

und ein Land nach dem anderen wird wie Zypern abkippen - zuletzt wir - wenn der Euro nicht fällt.
Jetzt Deutschland den bösen Peter zuzuschieben, erinnert mich irgendwie geschichtlich an die 30ger Jahre!
Gefährlich, was sich hier entwickelt, aber offenbar haben die Menschen durch Impfungen ect. ihren gesunden Menschenverstand bereits derart verloren, dass sie nur auf die Marionetten in diesem Theater, aber nicht auf die Leute hinter dem Vorhang achten!

Endlich!!!

Endlich ein Land in dem Staat, Politik, Kirchen, Institutionen und Volk zusammen halten und ein Problem selbstbewusst mit Bereitschaft zu notwendigen Einschnitten angehen! Fantastisch!!! Was zeigt uns das? Ja-Sägen ist gefährlich, ein Nein oftmals gut zur Neujustierung! Herzlichen Glückwunsch!

Sowohl das Geld der Kirche

Sowohl das Geld der Kirche als auch das aus der Rentenkasse, wie wohl auch Geld aus Russland sind keine Geschenke sondern weitere Leihgaben und genau das soll ja angeblich nicht sein, wenn man den momentanen Worten der Politik glauben will.
Aber ich bin sicher, es werden wieder Wege gefunden, das doch als akzeptabel hinzustellen.

Und solange Deutschland weiter ungebeten "Hilfe" aufdrängt die niemand will, wird es auch weiter der Sündenbock bleiben.

Der Solidaritätsfond

ist eine richtig miese Idee, die Zwangsabgabe wäre viel besser gewesen. Ich versteh wirklich nicht, warum sich dagegen so viel Widerstand regt. Sind ein paar Prozent des Ersparten es nicht wert, den Staat zu retten? Jetzt wird von den Renten genommen, das ist natürlich super. Klar hätte es ne Untergrenze von ein paar Tausend geben können, um die, die im Prinzip nichts gespart haben, zu entlasten, aber das ist wirklich nicht entscheidend. Die Politik Zyperns hat völlig versagt, trotzdem werden wir ihnen unsere Milliarden "anvertrauen" und dann wahrscheinlich noch mehr und vielleicht nochmal und dann fangen wir an, ihnen die Zinsen zu erlassen und am Ende die Kredite. Resultat: Deutschland hat noch mehr Schulden, in Zypern verändert sich garnichts und wir wenden unsere Aufmerksamkeit dem nächsten Krisenland zu. Vielleicht Spanien? Portugal? Ein von Berlusconi regiertes Italien? Nochmal Griechenland?

Zypern als Blitzableiter

Bei uns werden trotz Rekordsteuereinnahmen noch weitere Schulden angehäuft. Es ist bis auf weiteres nicht daran zu denken, die 2 Billionen Schulden abzubauen.

Auch bei uns geht die Zockerei und Absahnerei am Finanzmarkt locker weiter, werden Kapitalgewinne nur mit 25% versteuert. Es ist doch klar, dass die Leute ihr Geld lieber durch Zocken verdienen, als durch arbeiten: es ist leichter, bringt mehr Gewinn und kostet weniger Steuern.

Also warum stürzt sich die Meute immer auf andere Länder, auf dass unsere Wegbereiter für diese Lage unbehelligt weiter mit dem Finger auf andere zeigen können.

Gern würde ich mal sehen, was viele der Anti-Zypern-Anti-Europa-Leute sagen würden, wenn man ihnen einfach Geld wegnimmt, weil man den Reichen so billig das Geld schenkt und verhindern will, dass es denen ans Leder geht!

Suche nach dem Weg Zyperns

Zypern hat zwei Probleme.
1) Wie gehen sie jetzt mit dem Finanzproblem um?
2) Wie wird das Land mit seiner Wirtschaft perspektivisch solide?

In der EU sind die Länder, anders als das schuldenfreie Russland, alle stark verschuldet. Immer weniger werden fällige Zahlungen leisten können.
Den Russen kann man daher durchaus ein Geschäft über Erdgas machen und davon ausgehen, dass diese auch längerfristig zahlen können. Um selbst perspektivisch wirtschaften zu können und dabei aufs "Zocken" z.B. wie mit den griechischen Staatsanleihen zu verzichten, sollte das Land weiter in Turismus und Bildung setzen und vielleicht zusehen, dass man das Erdgas nicht komplett aus der Hand gibt.
Die verschuldete EU droht zum Desaster zu werden. Exportweltmeister Deutschland muss bereits seine Kunden mit Rettungsschirmen am Leben halten, weil man deren Chance im unteren Lohnsegment etwas aufzubauen über Agenda 2010 kaputtkonkuriete. Deutschland selbst ist ebenfalls hoch verschuldet.

@Schlumel

Zypern wäre zu retten, wenn die eigene Politik ....aber auch die der EU und der NATO nicht versagen würde.

Man sollte Hawaii als Beispiel nehmen. Dort sind der Tourismus und das Militär die Haupteinnahmequellen.
In diesem Sinne könnte/ sollte auch Zypern als strategisch außerordentlich wichtiger Stützpunkt gegen zukünftige Konflikteskalation im Nahen Osten aufgebaut werden.

Einmalig 9,9 % Abgabe für ALLE Sparer war zuviel

Jetzt wollen die Politiker also Rentenansprüche und sonstige Vermögen der Zyprer verpfänden, als Sicherheit für neue Schulden.

Wo ist denn da ein Eigenbeitrag zur Verringerung der Schuldenlast? Können die wirklich nicht rechnen?

Es wird auch immer klarer, worum es in Wahrheit geht: Um den Schutz der großen Russenvermögen, nicht den Schutz der Zyprer.

Gasfelder

Die Diskussion um die "zukünftigen" Gasvorkommen,wenn es diese gibt alles kein Problem. Warum hat man dies nicht viel früher richtig erkundet?

Dann wäre genug Geld da.

So kommt und kam die Welt in

So kommt und kam die Welt in Probleme: "Geldsegen aus den Erdgasfeldern"

Mit gigantischen Geldsegen, der in der Zukunft läge, mit Zahlenpsielen und Rechenschiebereien, die an Verheissungen gebunden waren.

Wieso sollte eigentlich der Staat und die Allgemeinheit etwas von dem Gas abkriegen? Bislang reissen sich Konzerne alles unter den Nagel. Was man abgibt (zB Steuern), ist nicht der Rede wert im Vergleich mit der Beute.

Rentenkasse beklauen?

Die Kirche will verleihen (wohlmöglich mit Zinsen wie eine Bank)? Vorsicht, denen ist nichts heilig!

Bei der Rentenkasse würde ich differenzieren. Welche Berufsgruppe hat nichts mit der"Zockerei" zu tun?
Altenpfleger,Krankenschwester und Bauarbeiter haben so üppig nicht verdient und sind am"Zocken" nicht beteiligt.
Leute aus dem Finanzsektor dagegen mehr oder weniger.Hier wurde mit den Risiken bewusst gearbeitet.Dort gehören Renteneinschnitte auch hin. Dieser Berufszweig sollte mit Renten zahlen und Profiteure ggf.auch. Nicht außer Acht lassen würde ich auch Politikerpensionen.
Und zwar bei den Regierungen,welche diesen Weg Zypern mittels eines überdimensionalen Finanzsektors zocken zu können,gehen wollten und die Sache einrührten.

Eine Kommission aus gebildeten aber nicht in Politik oder im Finanzsektor beteiligten Leuten in Zypern sollte ermitteln,wer wie sehr profitierte und das der Rentenkasse mitteilen.
Kommen keine 6Milliarden zusammen, gibt die Kirche zinslos den Rest.

Jetzt wollen sie also doch an die EU-Kredite ran.

Dies ist nämlich die optimalste Lösung der korrupten Superreichen-Beschützer, wenn der deutsche Steuerzahler sich der Missstände annimmt.
Dieser sog. Solidaritätsfond ist keine Lösung, sondern großer Unfug. Ein Loch stopft man und das nächste reißt man auf. In naheliegender Zeit fehlt dann das Geld in der Rentenkasse oder an anderer Stelle. Aber Hauptsache man kommt an die EU-Kredite, die sowieso nie zurückgezahlt werden. Die Troika darf sich auf keinen Fall auf diesen Kuhhandel einlassen. Es gibt nur einen bewährten Weg aus der Krise und zwar indem die superreichen Nutznießer zur Kasse gebeten werden.

@HamburgerHumanist

Wir alle sind zu hoch verschuldet und versuchen die Verschuldungsprobleme mit noch mehr Verschuldung hinzubekommen oder jemanden zu finden, der sich verschuldet, damit man persönlich nicht so hoch verschuldet ist.

Das ist das System - Investition durch Kredit kommt vor der Bildung von Ersparnissen und aus einer gelungenen Investition, d.h. wenn man andere mit der Investition in die Verschuldung treibt, bildet man Geldvermögen.

Ihr Zitat trifft es genau, deshalb ist alles, was jetzt passiert für die Fisch und verzögert nur den Sterbevorgang des Systems.

Jonny

Wenn man sich die Hass-Ausbrüche gegenüber Deutschland etc. anschaut, wundert man sich dass noch nicht die Waffen sprechen. Aber so weit treiben uns die EU-Dillettanten noch....

Hilfloses Gestolpere statt notwendige Geldumlaufsicherung

Man sollte lieber eine Bodenwertzuwachsteuer und eine Geldumlaufsicherung einführen. Dazu müßte man sich das Geldmonopol des Staates zurückholen. Ergänzen könnte man dies durch regionale Tauschringe und Bankensysteme, die entschuldend wirken wie Prof. Suhr es beschrieben hat. Auf dem Weg, den Zypern nun geht bleibt man in der Zins- bzw. Schuldenfalle. Die Hoffnung darauf, dass das Wachstum die Zinskosten übertrifft ist illusorisch und ökologisch nicht wünschenswert.

Das Steuersparmodell macht weiter und wir zahlen weiter?

Da haben die Südländer wie Italien und Spanien und wohl auch Zypern als Hochzins-Steueroase für die Spareinlagen der Bürger viel höhere Median- und mittlere Vermögen als die Deutschen, keine so miese Lohnentwicklung wie die und keine so teuren Kredite, und da soll DE mal wieder die reicheren retten.

Die Zyprioten lassen ebenfalls ihre supperreichen Eliten außen vor (Reeder 0% Einkommenssteuer), finanzieren ihren Schuldenstaat alle gemeinam nur mit 10%, während die Deutschen sich für die Rettungsorgien abbuckeln und viel mehr Geld bei sinkenden Renten und Sozialransfers dafür hinterlegen und wohl bald noch mehr hinlegen müssen.

Nun plündern die Zyprer noch ihre Rentenkassen und Kirchenvermögen als Pfand für neue Schulden und niemand will wirklich zahlen weil ja irgendwann der Gasmann kommt. Bis dahin sollen wir für deren Schulden mit unseren einstehen?

Die Profiteure bleiben ungeschoren und die Oase macht weiter. Pervers. Merkels Ansatz war richtig. Zeit nein zu sagen.

Den echten 'Plan B' gibts bei...

...der Wissensmanufaktur (Google). Schade, dass die sich die Bezeichnung nicht urheberrechtlich schützen ließen.

Das zu verbrennende Geld aus Topf B statt Topf A zu holen ist doch keine wirkliche Alternative. So gesehen haben die Zyprioten Recht, wenn sie weiter auf die Straße gehen und ihre Konten leerräumen.

Gerade das Letztere sollten wir uns auch zum Vorbild nehmen. Die oft ausgesprochene Forderung "Weist die Banken in die Schranken" ist denkbar leicht zu realisieren: Wenn wir uns das von uns 'eingezahlte', d.h. der Bank gegen sehr geringen oder gar keinen Zins geliehene, Geld zurück holen. Einige wenige Prozent reichen aus, und Banken werden ihre Schranken deutlich wahrnehmen.

Wem das zu heftig ist, der sollte wenigstens zu Genossenschaftsbanken wechseln, die ihre Gewinne bekanntlich an ihre Kunden ausschütten.

"warten" auf "Plan B"

warten auf die Ablehnung von "Plan B"

Rentenkasse ist doch ein No-Go. Wer würde das wollen. Aber offensichtlich weiß da niemand von, oder aber, es versteht scheinbar keiner was das eigentlich bedeutet.

Ich kann nur hoffen dass die EU diese Scheinlösug nicht akzeptiert. Die Politker sollen Ihren Bürgern endlich reinen Wein einschenken. Die Abgabe tut Keinem(!) weh.

Wer nicht ein 10tel seines Eigen gibt, um sein Land und und viel wichtiger seine Leute zu retten, dem muss man auch nicht helfen.

Es geht nur um Russland

Zypern möchte das russische geld schützen, daher nimmt man nicht denen, die Geld haben, etwas weg, sondern den Rentnern.

Herr Scäuble ist von Plan B nicht überzeugt?

Soweit ich die "Zypern-Krise" verstanden habe, ist der Staat Zypern überhaupt nicht pleite.

Es geht "nur" um das Geschäftsmodell der Banken. Wie auch in Spanien.

Nun von der Regierung in Zypern Demutsverhalten gegenüber der EZB und Schäuble zu fordern, ist schon ziemlich dreist.

Die Zypern-Banken sind wegen Schuldenschnitt der Griechenland-Pleite in Schieflage geraten. Das Problem war allen Beiteiligten seit zwei Jahren bekannt - es wurde nur in den Medien "verdrängt".

Ich halte das Verhalten der EZB, nebst EURO-Regierungen für unfair, eigenes Versagen während der Griechenland-Krise den Kleinsparen in Zypern aufzubürden.
Um so mehr zolle ich den Menschen in Zypern Respekt, ihre Würde bewahren und die Krise aus eigener Kraft stemmen zu wollen. Sogar die Kirche hilft mit.

Es sollte außerdem den Menschen in Zypern frei stehen, mit Moskau, London oder Washington über Bergbau zu reden.

Von was ist Herr Schäuble nicht überzeugt??

Emotion contra Rationalität

Nicht dass ich hier Klischees aufwärmen möchte...

Aber offenbar ging es den Zyprioten in den letzten Jahren zu gut. Sie hatten ein gutes "Geschäftsmodell", ähnlich dem der Schweiz, Lichtenstein oder Irland früher. Man bietet sich als Steueroase mit laxen Geldwäschegesetzen an und erhält, oh Wunder, jedes Jahr zig Milliarden. Die Grundstückspreise steigen und die Wirtschaft boomt.

Man könnte das einerseits als klever bezeichnen, andererseits natürlich auch als Schmarotzer. So was ist oft eine Sache des Blickwinkels. Dass die EU versucht hat eine Zwangsabgabe auf alle Bankguthaben zypriotischer Banken zu erheben, ist genauso etwas. Einerseits mal den russischen und sonstigen Oligarchen und Geldwäschern mal ein bisschen den Rahm abschöpfen, klingt nach politisch organisiertem Robin Hood. Möglich, dass mancher so gedacht hat bei dieser Aktion.

Ich denke nicht der Protest der Bürger, sondern Russlands (wer auch immer von dort), hat das Parlamanet davon abgehalten, dem zuzustimmen.

Wie es scheint erfüllt sich

Wie es scheint erfüllt sich nun das Dichterwort Lucans über dem Spielgeld Euro: „So sehr kennt nur allein die Gier nach Golde die Furcht nicht Vor dem Eisen und Tod. Verloren sind die Gesetze, Eines dem anderen gleich, nur Schätze, vor allem verächtlich, Haben Kampf noch erregt.“ Zumindest gibt sich das einschlägige Ausland seit geraumer Zeit sehr erbost über den Goldesel Deutschland und zeiht diesen allerlei schlimmer Autobahndinge; und da es nun in Deutschland ruchbar geworden ist, daß die Durchschnittsvermögen in den bankrotten Südstaaten ganz erheblich höher sind, so fragt sich natürlich das Volk wieso es für deren Schulden aufkommen solle; ganz zu schweigen von der Tatsache, daß die Deutschen das höchste Rentenalter und solche Späße von allen haben. Daher dürfte es nun dahin kommen, daß die Schmähungen des Auslandes eine gründliche Wandlung beim deutschen Volk herbeiführen und die hiesigen Parteiengecken nicht mehr lange ungestraft deutsches Geld ans Ausland verschenken können.

"wir sind hier, um uns gegen die Erniedrigung zu wehren"

als ob's was Erniedrigenderes geben würde, als sich von der Kirche unter Verpfändung von deren Eigentum aus dem selbstverschuldeten Finanzschlamassel ziehen zu lassen.

Als gäb's was Erniedrigenderes, als sich statt mit dem eigenen Geld, mit dem der Alten zu finanzieren.

Als gäbs was Erniedrigenderes, als wegen der eigenen Uneinsichtigkeit die für den Kriegsfall vorgehaltenen Goldreserven anzugehen. In Zypern ist wohl Krieg gegen die Borniertheit.

Nirgendwo sehe ich da die Selbstachtung, für die die Herren angeblich auf der Strasse waren.

@ 8:47 — Roger

" Die Zypern-Banken sind wegen Schuldenschnitt der Griechenland-Pleite in Schieflage geraten. Das Problem war allen Beiteiligten seit zwei Jahren bekannt - es wurde nur in den Medien "verdrängt".

Ich halte das Verhalten der EZB, nebst EURO-Regierungen für unfair, eigenes Versagen während der Griechenland-Krise den Kleinsparen in Zypern aufzubürden.
Um so mehr zolle ich den Menschen in Zypern Respekt, ihre Würde bewahren und die Krise aus eigener Kraft stemmen zu wollen. Sogar die Kirche hilft mit. "

interessante Wahrnehmung, also wenn ist ja wohl den Griechen ein Vorwurf zu machen statt der EU.

Wie sehr die sich jetzt in Zypern engagieren, sieht man an diversen 4th Reich und Hitlerbärtchen ... kein wunder dass die Zyprioten übelst polarisiert werden.

Diese "Kleinsparer" haben 15% Steuern auf ihr Einkomen gezahlt, und hatten in nur einem Jahr Renditen auf Ihr Geld von bis zu mehr als 10%.

Hier wird den Kleinsparern überhaupt kein EU-Fehler aufgedrängt, es sind ihre eigenen Fehle

Wer hilft in der Zukunft den "mittellosen" Rentnern

die dann auf die EU zu kommen würden, wenn sich Europa auf diesen Deal einlässt?
Mich verwundert die Sprache, mit der agiert wird.
Ist ein Sparer der über 20.000 Euro - bis 100.000 Euro auf seinem Konto hat wirklich ein Kleinsparer?
Und derjenige, der über 100.000 Euro auf seinem Konto hat wälzt die Schuld auf Europa und die zukünftigen Rentner des eigenen Landes ab?
Und wir in Deutschland zahlen für Europa und werden dafür auf die übelste Weise beschimpft.
Das stört mich.

Darstellung: