Kommentare

Weiß Anastasiades nicht was er will?

Der Vorschlag von Schäuble in Brüssel sah eine Befreiung der Kleinanleger vor. Diese wurde von der zyprischen Regierung und der EZB die in Brüssel abgelehnt, die wollten auch die Kleinanleger mit einbinden.
Herr Anastasiades sollte sich irgendwann mal entscheiden was er eigentlich will!

Es wäre schon sinnvoll die kleinen Einlagen bis 25.000 € von dieem Abschlag auszunehmen wie der SPD EU-Abgeordnete Schulz es gerbne möchte.
Aber entscheidend ist dass die zyprische Regierung endlich klar entscheidet was sie will, sonst kann es keine Hilfen geben!

Kosmetik an einem no-go

Die Eurogruppe beschließt die teilweise Enteignung von Bankkunden (Sparer und Besitzer von Girokonten ALLER BANKEN )und Zyperns Banken haben die Beträge schon abgebucht, bevor das Parlament in Zypern eine Entscheidung getroffen hat.

Es werden nicht herangezogen: alle anderen Anlageformen

Frage : welcher Millionär hat sein Geld auf dem Sparbuch ?

Die Politiker hatten etliche Monate Zeit, sich über die Problematik klar zu werden, da der Antrag von Zypern schon Mitte letzten Jahres gestellt wurde.

Ich bin sicher, dass alle Bankenbilanzen abgefragt wurden, um den tatsächlichen Bedarf festzustellen – oder doch nicht ?

Dann weiß man doch ganz genau, welche 2 oder 3 Banken betroffen sind -
hat irgendein Politiker mal in Erwägung gezogen, durchzurechnen, was es bedeuten würde, diese Banken in die geordnete Insolvenz gehen zu lassen ?

Für solch einen Fall gilt die Gewährleistung, dass Einlagen bis 100 000 € besichert sind – das würde die “normalen” Bankkunden ungeheuer erleichtern.

sehr gut. letztens kam erst

sehr gut.
letztens kam erst auf einem dritten, dass vor allem Russen in Zypern Geld bunkern, das zum Teil durch kriminelle Machenschaften verdient wurde. und wir retten deren Einlagen!?
die Banken sind wohl als nicht System relevant zu sehen. und was deutsche Banken und Anleger dort an der Steuer vorbei dort verdienen retten wir gleich mit. toll!

Warum sollen die kleinen

Warum sollen die kleinen Ausgenommen werden?

Wenn 6,75-10% allerdings nur die Zinsen von 2 Jahren seien sollen, frage ich mich, wieso Ersparnisse in Deutschland mit <1% verzinst werden. Somit ist die Abgabe vielleicht gar nicht so falsch. Allerdings nur, wenn die Zinsen wirklich so hoch waren.

Ansonsten frage ich mich, wieso immer nur die Menschen mit Ersparnissen zur Kasse gebeten werden sollen? Warum erhöht man nicht mal die Schuldzinsen. Immerhin sind es säumige Schuldner, die unser Finanzsystem ruinieren.

Von daher die klare Forderung: Schuldzinsen müssen deutlich steigen.

Wann geben es die Regierungen in Europa zu?

Die EU ist Kaputt, die Politiker haben mal wieder kläglich Versagt.

Lösen wir jetzt die EU auf, räumen die Trümmer beschämt weg, lernen aus den Fehlern, backen kleinere Brötchen, machen eine neue EU mit bedacht.

Noch ist es nicht zu Spät.

Man will, wie man zugegeben

Man will, wie man zugegeben hat, die grossen Investoren nicht verprellen.

Das ist die klassische und berühmte Spaltung zwischen oben und unten, wobei die da unten stets - in Relation zu ihrem Vermögen - mehr belastet werden.

Es sollte umgekehrt sein.

@ katerramus

Die Eurogruppe beschließt die teilweise Enteignung von Bankkunden (Sparer und Besitzer von Girokonten ALLER BANKEN )

Das hat mit Enteignung nichts zu tun. Sie müssen es als eine einmalige Vermögenssteuer mit einem sehr moderaten Steuersatz von 6,75% sehen. Außerdem hat das die Eurogruppe nicht beschlossen. Beschließen müsste es das Parlament in Zypern.

... und Zyperns Banken haben die Beträge schon abgebucht, bevor das Parlament in Zypern eine Entscheidung getroffen hat.

Abgebucht nicht, nur gesperrt. Aber wie wollen Sie das sonst machen? Jeder darf zahlen, wenn er Lust hat?

@fry

... dass vor allem Russen in Zypern Geld bunkern, das zum Teil durch kriminelle Machenschaften verdient wurde. und wir retten deren Einlagen!?

Wenn jemand hieb- und stichfeste Beweise hätte, welches Geld kriminell erwirtschaftet wurde, dann retten wir es nicht. Falls nicht, dann ist das Ganze nicht mehr als eine Vermutung.

@ Bernd1

"Der Vorschlag von Schäuble in Brüssel sah eine Befreiung der Kleinanleger vor. Diese wurde von der zyprischen Regierung und der EZB die in Brüssel abgelehnt, die wollten auch die Kleinanleger mit einbinden.Herr Anastasiades sollte sich irgendwann mal entscheiden was er eigentlich will!"
Waren Sie eigentlich schon mal in der Situation, sich auf Druck einer ganzen Kommission entscheiden zu müssen, welche Entscheidung die Richtige ist?
Im Übrigen hat Schäuble heute zu Forderungen nach einem Freibetrag für Kleinsparer gesagt: "Wir haben bestimmte Summen für das Rettungspaket gebraucht." Daher müsse die Beteiligung der Anleger und Eigentümer breit angelegt werden. Herr Schäuble ist also ganz klar für eine Beteiligung der Kleinanleger unter 25.000 €.

@Gandhismus - klassisch und berühmt?

Das ist die klassische und berühmte Spaltung zwischen oben und unten, wobei die da unten stets - in Relation zu ihrem Vermögen - mehr belastet werden.

Das ist nicht richtg. Die Abgabe wird prozentual also anteilig vom Vermögenswert berechnet. Ab 100.000 € ist der Prozentsatz sogar etwas höher.

Willkür vom Feinsten

Wie bekommen Sie 6 1/2% Rendite auf Ihr Erspartes?

Ganz einfach, holen Sie's von der Bank, dann kann es nicht mehr konfisziert werden.

Dies gilt für die ganze Eurozone, inklusive Deutschland. Denn die Bürgschaften in 3-stelliger Milliarden-Höhe werden irgendwann als Schulden fällig.

Und, sind Sie immer noch Merkel-Fan?

Unüberprüft, undurchdacht und ungerecht

Wer also sein Geld in Aktien oder Risikokapital angelegt hat, kommt mal wieder ungeschoren davon. Das soll wirklich immer öfter als letzter Schluss der Weisheit geschluckt werden?

Und bemerkenswert auch, wie schnell da europäische Ebenen zuverlässig überprüft haben wollen, dass diese Schulden genau in der Höhe aufgelaufen sein sollen, mit der jetzt die Kleinpsparer dafür aufkommen sollen. Haben die wirklich geprüft und nachgedacht? ICh glabue es nicht.

Alles über 25.000 € wird da den Menschen mit ihren riskoscheuen Anlagen des Geldes genommen? Da stöhnen doch oft schon die Politiker, wenn es mal wieder eienn vereinzelten Vorschlag gibt, dass da Vermögen über 5 Mio. Euro hinaus den Menschen vom Staat genommen werden sollten. Aber da trifft es ja die Großen. Hier trifft es ja nur die kleinen mit wesentlich weniger Geld. Vermögenssteuer nicht machbar. Die Politiker haben eine Alternative geunden, die wir gerade bestaunen dürfen.

Was passiert hier?

Ist Zypern vielleicht nur eine Art Laborversuch für eine weitergehende Enteignung zur "Bankenrettung" in der gesamten EU?

Irgendwie müssen diese ominösen Rettungspakete ja finanziert werden. Und die zahlen sicherlich NICHT die Banken!

Es würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen große Summen abgehoben würden. Das Vertrauen in die Krisenbewältigung hat einen neuen Riss bekommen und zwar einen großen.

@katerramus - schwer kalkulierbar

.. hat irgendein Politiker mal in Erwägung gezogen, durchzurechnen, was es bedeuten würde, diese Banken in die geordnete Insolvenz gehen zu lassen ?

Das ist ein schwer zu kalkulierendes Experiment. Es könnte durchaus sein, dass dann alle Banken ins Trudeln kommen. Auch kerngesunde Institute könnten durch rapide sinkendes Vertrauen zusammen brechen. Das Risiko für die Sparer wäre enorm, sicher deutlich höher, als diese 6,75%. Ich finde solche riskanten Spiele unverantwortlich.

@beat126 - zu spät

Wie bekommen Sie 6 1/2% Rendite auf Ihr Erspartes?
Ganz einfach, holen Sie's von der Bank, dann kann es nicht mehr konfisziert werden.

Ist jetzt zu spät. Außerdem sind es 6,75%

@pkeszler - Freibetrag

Herr Schäuble ist also ganz klar für eine Beteiligung der Kleinanleger unter 25.000 €.

Das ist Ihre Interpretation. Schäuble hat angedeutet, dass ihm ein Freibetrag lieber gewesen wäre und dafür eine empfindliche Belastung großer Vermögen.

In Zypern scheut sich die konservative Regierung aber das zu tun. Die ehemalige linke Regierung vermutlich auch, wenn Zypern bis jetzt einen Steuersatz von 10% in der Unternehmenssteuer hat.

@ LiNe - schweres Geschütz

Ist Zypern vielleicht nur eine Art Laborversuch für eine weitergehende Enteignung zur "Bankenrettung" in der gesamten EU?

Enteignung? Ich bitte Sie. Es geht um 6,75%.

ungwöhnliche Idee

Ich habe da eine äußerst ungewöhnliche eine Idee - bevor wir alle enteignen und so...

Wie wäre es stattdessen mit einer drastisch hochgesetzten Reichensteuer? Wäre das nicht viel effektiver?

Das ist so ungewöhnlich, das Wort "Reichensteuer" existiert nicht einmal im Fundus des Wörterbuchs meines Open-Office-Programms.

Ich lasse es patentieren.

@Opolonius

(Zitat): "Wer also sein Geld in Aktien oder Risikokapital angelegt hat, kommt mal wieder ungeschoren davon."

Ich begreife nicht ganz, was Sie mit "ungeschoren" meinen, schließlich ist es kein Verbrechen, sein Geld in Aktien anzulegen. Aber davon einmal abgesehen: Natürlich werden Aktienbesitzer nicht herangezogen, denn die haben mit den Banken ja nichts zu tun.

Wenn ich Unternehmen A Geld leihe/Aktien abkaufe/Waren liefere, und Unternehmen B geht pleite, berührt mich das ja auch nicht.

Es geht darum, dass ich einer Bank Geld geliehen habe, und die Bank ist pleite. Hätte ich stattdessen mein Geld in Aktien angelegt, gehen mich die Probleme der Bank nichts mehr an -- dafür aber umso mehr die meines Unternehmens, das genauso Pleite gehen kann wie die Bank ...

@beat126 - Willkür vom Feinsten

> Ganz einfach, holen Sie's von der Bank, dann kann es nicht mehr konfisziert werden.

Wenn die Bank pleite geht ist alles weg. Das wäre die Alternative. Es ist nicht selbstverständlich, dass Banken gerettet werden ohne das Anleger dabei Geld verlieren. Und als Sparer sind Sie Anleger, ob Sie es wollen oder nicht.
Konkret sind es ja auch Banken, die sich verzockt haben und nicht die Politiker, die jetzt den schwarzen Peter haben. Ich frage mich, warum bisher nicht ein einzger Bankmanager wegen der Eurokrise angeklagt wurde. Stattdessen kassieren die eine dicke Abfindung und setzen sich in Mallorca zur Ruhe, sofern sie deswegen überhaupt ihren Job verlieren.

Europa - Mafia

Wer sich so am Geld der kleinen Leute bedient, sie also bestiehlt, von dem kann die Mafia noch lernen. Hier haben wir es aber nicht mit den Beherrschern von Neapel, sondern mit europäischen Regierungen zu tun, von denen eine, die unsere, diesen Raub mit initiiert hat und sogar verteidigt.

Zinsen gibt es eh nicht viel - vielleicht kommt der heimische Sparstrumpf wieder zu Ehren, denn wenn das in Zypern klappt, dann könnten beim Bewahrer der deutschen Finanzen möglicherweise auch Begehrlichkeiten entstehen.

Mal eine Nachricht vom Nov.

Mal eine Nachricht vom Nov. 2012:

Der Bundesnachrichtendienst (BND) legt laut „Spiegel“ in einem geheimen Bericht nahe, dass eine europäische Rettungsaktion für Zyperns Banken vor allem Inhabern russischer Schwarzgeldkonten nützen würde. Nach Erkenntnissen des BND hätten russische Staatsbürger 26 Milliarden Dollar (20,3 Milliarden Euro) bei zyprischen Banken deponiert, berichtete das Magazin am Samstag vorab. Dies sei mehr als die Jahreswirtschaftsleistung des Inselstaats. Wenn Zyperns kriselnde Bankenbranche demnächst mit europäischen Rettungsmitteln gestützt werde, würden diese Guthaben abgesichert.

@ Ex-Linker - bei einer Bilanzsumme von 150 Mrd €,

die die zypriotischen Banken im letzten Jahr erwirtschaftet haben, sollten die 4,irgendwas Mrd Verlust durch den Griechencut keine große Rolle spielen -

vor allem, da die EZB im letzten Jahr in 2 Tranchen 1 Billion € als längerfristige Kredite für notleidende Banken zur Verfügung gestellt hat.

Trotzdem wurde Zypern vom Geld abgeschnitten, weil die Fiananzmärkte den Staat nicht mehr über Staatsanleihen finanzieren wollten -

so wird ein Staat, den auch die EZB verhungern ließ (warum wohl?)trotz besserer Kennzahlen als Deutschland dazu gezwungen, sich unter einen "Rettungsschirm" zu begeben - mit allen Widerwertigkeiten, die der IWF zu bieten hat (nachsehen: Argentinien).

Es ist ein Ammenmärchen, dass die Banken marode seien -

es geht um Bohrrechte im Mittelmeer - wetten, daß ?

Das geht nach hinten los

Warum haben die Banken diese Gelder wohl jetzt schon eingefroren? Ganz klar, hätten sie es nicht getan wäre jeder Mensch der in Zypern lebt losgerannt und hätte abgehoben was geht. Damit wären ALLE Banken Zyperns innerhalb weniger Tage zahlungsunfähig. Sie tun es also aus Selbstschutz. Was natürlich nicht heißt, dass so ein Run nicht noch kommen kann, wenn schon von der Regierung abgebucht wurde.

Trotzdem ist die Idee, einfach alle Bürger zu beteiligen richtig.

@Ex-Linker, 22:15 - Wahrnehmungszwang?

Gehe ich recht in der Annahme, dass man einen profunden Beitrag zur Diskussion über den staatlichen Zugriff auf private Bankenkonten in Zypern leistet, indem man dem Mitdiskutanten vorschreibt, dass er die drohende Staatsaktion nicht als Enteignung, sondern als "eine einmalige Vermögenssteuer" sehen müsse?

@ 22:23 — pkeszler

Sie schreiben:
"Im Übrigen hat Schäuble heute zu Forderungen nach einem Freibetrag für Kleinsparer gesagt: "Wir haben bestimmte Summen für das Rettungspaket gebraucht." Daher müsse die Beteiligung der Anleger und Eigentümer breit angelegt werden. Herr Schäuble ist also ganz klar für eine Beteiligung der Kleinanleger unter 25.000 €."

In der 20 Uhr Tagesschau wurde klar berichtet dass der deutsche Vorschlag (von Schäuble vorgetragen) war, dass die Kleinsparer nicht betroffen sein sollten.
Da haben die syrische Regierung und die EZB dagegen gestimmt und wollten ALLE Anleger mit einbeziehen!
Ab und zu Tagesschau sehen kann helfen helfen die Wirklichkeit zu sehen.

@wiesengrund - Geschmacksache

... dass er die drohende Staatsaktion nicht als Enteignung, sondern als "eine einmalige Vermögenssteuer" sehen müsse?

Nein.
Wenn Sie so wollen, ist jede Steuer eine Art Enteignung, vorallem eine Steuer auf Vermögen. Es ist nur Geschmacksache, wie demagogisch man es ausdrückt.

Haircut einfach in Steuererklärung berücksichtigen

Man könnte es doch wie beim griechischen Haircut machen: Davon habe ich immer noch steuerliche Verlustvorträge. So könnte Zypern allen seinen "Inländer" eine steuerliche Anerkennung der Verluste auf die Einlagen gewähren.

Das geht natürlich nur, sofern Zyprioten überhaupt Steuern zahlen bzw. man dort eine Steuererklärung macht...

@Bernd1, 23:40 - Apologieprobleme?

Gehe ich recht in der Annahme, dass die CDU-Apologie im Hinblick auf die Kreditvergabe an Zypern dermaßen kräfteraubend ist, dass man die Kommasetzung vernachlässigt oder gar von der "syrischen Regierung" schreibt, obgleich man die zyprische meint?

@Ex-Linker

Es geht hierbei um diese 6,75 Prozent waren Eigentum der Sparer, ergo findet hier eine Enteignung eines gewissen Anteils statt!

Was ist daran auszusetzen?

Mir würde es auch nicht gefallen, wenn ich mühsam unter Verzicht eine kleine Summe zusammengespart hätte, an der sich dann der Staat mit einem gewissen Prozentsatz zur sogenannten Bankenrettung bedient.

Mittlerweile sind offensichtlich sämtliche finanzpolitischen Schamgrenzen gefallen.
Die vergreifen sich genauso am Sparbuch von Kindern und Rentnern wie am Millionen-Schwarzgeld von russischen Mafiabossen.

Das ist ein Skandal!

Und wir haben keine Sicherheit, dass dieses Vorgehen auf Zypern beschränkt bleiben wird. Wehret den Anfängen, kann ich da nur sagen.

Ich stelle mir gerade vor,

Ich stelle mir gerade vor, auf meinem Konto wäre gerade das Darlehen für den Hauskauf gelandet und ehe es an den Verkäufer überwiesen ist, sind gleich mal 9,9% von dem Geld weg, was mir gar nicht gehört. Es muss wohl immer jemanden geben, der besonderes Pech gehabt hat...

Also, wenn ich Geld auf einer zypriotischen Bank hätte, würde ich es abheben. Und ich denke, das werden die meisten tun, sobald sie die Möglichkeit dazu haben. Dann war die ganze Aktion ein Schuss in den Ofen.

@M. Ott

Es geht hier ja nicht um einen Verlust, den Sie steuerlich geltend machen können (bei der Einkommensteuer auf Kapitalerträge), sondern es geht hier um eine Steuer. Es ist ja wohl nicht sinnvoll, eine Steuer von der Steuer abzusetzen.

@ Bruder Lustig

"Das erste Mal greift die EU auf Konten zu, stiehlt Geld für Bankenrettung von Bürgern, die gar nichts mit der Krise zu tun haben."

Das sehe ich nicht so. Auch früher schon hätte sich jeder, der bei einer Bank in Zypern Geld angelegt hat, darüber im klaren sein können, dass das Geschäftsmodell dort auf mehr als zweifelhaften Füssen steht (dass Geldwäsche verbreitet ist usw.). Tja, und grundsätzlich besteht eben immer, wenn man einer Bank Geld gibt, auch das Risiko, dass die Bank Pleite geht und man sein Geld nicht, oder nicht vollständig, zurückbekommt.

Jetzt kommt halt die Rechnung.

wieso nachverhandeln ?

wenn man in zypern die anderen steuerzahler der eu beansprucht, dann gibt es nur eine nachverhandlung in dem sinne, dass eben die spekulanten über 100000 euro alleine und voll zur kasse gebeten werden. das sind ohnehin steuerfluchtgelder.....
wieso kommt die eu dazu hier von anderen eu-ländern die steuerzahler anzupumpen?

Hüh & Hott

Ich stimme übrigens @Bernd1 zu. Nach dem Interview von Schäuble in den Tagesthemen war es u.a. auch Anastasiades, der sich gegen einen Freibetrag aussprach. Jetzt also "nachverhandeln" zu wollen, ist albern. Es ging darum, das eine bestimmte Summe gebraucht wurde, und Anastasiades bei den großen Investoren den Schnitt nicht zu groß machen wollte, also musste er die Basis vergrößern.

Die Logik von Schäuble ist ja auch klar: Es kann ihm doch ziemlich egal sein, wie genau Zypern jetzt seinen Anteil aufbringt. Das durfte Zypern schon selber entscheiden. Hauptsache, die Summe stimmt der Höhe nach.

Und was ansonsten gesagt wurde, stimmt auch: Die Banken, ihre Zinsen und Geschäfte, das war das Geschäftsmodell der Insel, und alle haben davon profitiert. Also können auch alle ihren Anteil zu dessen Rettung beitragen, wenn sie denn meinen, es retten zu wollen.

Ich bin gespannt auf die Abstimmung morgen.

Was ist sinnvoll?

Ich bin geneigt zu sagen, dass Profiteure von Bankgeschäften (auch Kleinsparer) natürlich beteiligt werden müssen, weil sie die Vorteile hatten bzw. der Bank das Geld zum "Spielen" gegeben haben.

Nur wird die Aktion wohl nichts bringen. Zypern krankt an einem übergroßen Bankensystem, das tendenziell im Abwärtstrend liegt. Anstatt durch solche Maßnahmen die Mehrheit der Bürger zu treffen, nur um in 1-2 Jahren neue Maßnahmen zu ergreifen, würde ich das System vor die Wand fahren lassen und mich neu aufstellen.

Ich habe hier kaum den Eindruck, dass es wirklich um die Interessen der Zyprioten geht.

Es geht leider nicht nur um

Es geht leider nicht nur um die grossen Investoren. Es ist ein illegales Handeln, das ein Teil des Geldes aller Buerger entzieht. Das Geld der Rentner, das Geld der Menschen, die ihre alltaegliche Beduerfnisse, das Studium ihrer Kinder, ihre Schulden damit bezahlen muessen. Das Geld der ehrlichen Unternehmer, die damit den Lohn ihrer Arbeiter, den Gehalt ihrer Angestellten bezahlen muessen. Warum wollen die Laender des Nordens, und besonders Deutschland, Finnland und die Niederlande diese Politik der wirtschaftlichen Zerstoerung und Erniedrigung der Laender des Suedens. Und wieso beleidigen sie alle Russen die auf Zypern sind, indem sie sprechen ueber schwarzes Geld. Nicht alle Russen, die reich sind, sind in Geldwaeschen eingemischt. Sind alle reiche Deutsche ehrlich? Gibt es in Deutscland kein schwarzes Geld, entweder von deutschen, Russen oder anderen Nationalitaeten?

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