Kommentare

Die Hoffnung ist groß

Man wünschte sich einen jüngeren Papst, niemanden, der übergeht zum nächsten. Dies ist freilich misslungen.
Aber in seiner Art ist dieser Papst vielleicht ein Volltreffer, ein zurückhaltender, devoter Geistlicher, der für die Armen und Verlohrenen steht, ein echter Asket.
Aber wie steht es mit der Idee der Veränderung, des Umbruchs, gegenüber Frauen im Priesteramt, gegenüber Homosexuellen, gegenüber Pille und Kondom?
Darüber muss der Papst erst noch Zeugnis ablegen,
er könnte es schaffen, die Kirche zu reformieren und sie wieder näher an uns Menschen zu bringen.
Kardinal Ratzinger hatte diese Chance verpasst und sich den menschenfremden Lehren verschrieben, möge es Franziskus besser verstehen, den Vatikan näher an die Menschen zu bringen.

Der Glaube alleine

Möge Martin Luthers "Der Glaube alleine" die kath. Kirche leiten. Der innere Reichtum des Evangeliums von der unverdienten Liebe Gottes als Angebot eines neuen Lebensstils hat gerade heute Strahlkraft, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wertethematisch Anker zu sein.

Extreme sind unbiblisch; Askese als Opfergabe, da das höchste jemals erreichbare Opfer durch Jesus Christus bereits umfänglich erfüllt wurde; Prunk als Darstellung eines Herrschens gegen das höchste Gebot der Nächstenliebe, es sei denn, die Herrlichkeit Gottes spiegelt sich darin zugunsten aller wider.

So bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, aber die Liebe ist die größte Kraft. Möge die Kirche diese ganzheitlich kommunizieren und authentisch in der unwiderstehlichen Tiefe leben. Dann werden die Menschen kommen, die bisher von Machtmißbrauch(Zwangszölibat), Alleinanspruch contra Ökumene und Wiederverheiratungsverbot abgestossen wurden. Die Grenzen des Evangeliums sind so weit, dass diese Punkte keine Kraft mehr haben.

Sehnsucht nach dem Umbruch.??

..welche Umbruch soll denn geschehen..?? Wieder ein Konservativer Papst, bringt die kath. Kirche nicht voran.

..auch der neue Papst hat nicht verstanden, dass sich die Welt weiter gedreht hat und wir nicht mehr im Mittelalter leben..

... die sogenannte " Homoehe " verteufelt der neue Papst als Werk des Teufels...

..und hier sind wieder die Vorurteile gegen " Minderheiten "..

..so wird die Welt nicht besser....

..und weiterhin... die kath. Kirche konnte immer schon mit den " Rechten " auf der Welt gut zusammen arbeiten...

.. schon wieder hat die kath. Kirche eine Chance vertan, sich zu modernisieren...

Leider schildert der Artikel

Leider schildert der Artikel keine Sachverhalte. Es ist mehr ein Kommentar, der tendenziell gegen Rom gerichtet ist. Dabei wird, wie immer, ausgeblendet, dass Deutschland nicht der Nabel der Welt ist.

Reform? ... Umbruch?

Manche bezeichnen ihn schon als möglichen reformer. Umbruch?

Meiner Meinung nach wird hier viel zu viel in diese Person hinein projeziert. Das ist irgendwie schon ein beängstigender Personenkult, der hier betrieben wird. Aber das ist halt auch menschlich. So sind die Menschen, dass sie anderen gerne hinterher laufen. Das nennt sich dann Verantwortung abgeben.

Gestern haben ganz viele Leute Gedanklich ihre Verantwortung ein Stückweit an diese Person weiter gereicht. "Sag und was wir tun sollen, was ist richtig?" ...

Kein Wunder auch, dass diese Menschen happy sind, da sie einer sehr menschlichen Verhaltensweise nachgehen konnten.

Die Probleme bleiben aber dieselben und man sollte hier nicht zu viel erwarten. Dieser Papst ist zum Beispiel für seine doch recht konservativen Positionen bekannt. Veränderung wird man da kaum erwarten dürfen. Da wird auch Busfahren nicht weiterhelfen.

Randbemerkungen

Ja, liebe Leser, wie schon geschrieben, ich bin nicht katholisch, freue mich aber, das für all unsere Mitbürger und alle Bürger dieser Welt diesen Glaubens nun ein neuer Papst gefunden wurde.

Viele verbinden bereits jetzt mit dieser Wahl von Franziskus die Hoffnung auf eine Erneuerung der katholischen Kirche.

Papst Franziskus hat eine schier unlösbares Spagat zu machen zwischen Werteerhalt und gebotener "modernisierung" der Kirche.

Ich, H.v.B. wünsche ihm ein gutes Gelingen bei seinen Aufgaben, denn die Kirche, die ja Gott auf Erden repräsentieren soll und muss ist für viele Menschen, egal welchen Standes eine unverzichtbare Institution.

Auch akzeptiere ich jeden Ateisten mit seiner, nun auf diesen Kommentar folgenden Meinung, verbunden mit der Hoffnung für ihn, dass er in seiner höchsten Not nicht diesen Gott anrufen muss, den er jetzt noch verteufelt!!!

Euer H.v.B.

Alter Wein in neuen Schläuchen!

Das wird kein Umbruch. Das ist reinste Kontinuität! Ein Papst, der Homosexuelle außerhalb des "Plans Gottes" sieht, als "anthropologischen Rückfall"? Der liegt exakt auf dem eingeschlagenen Kurs: "Volle Kraft zurück!".

Da wurde vom Konklave an den falschen Schrauben gedreht: Wir ändern mal das Herkunftsland, das wird schon was bringen. Wenn aber die Denke die alte ist, dann ändert sich gar nichts! Eben alter Wein in neuen Schläuchen!

Ich wünsche unserer katholischen Kirche viel Glück mit diesem Papst! Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß Harald Friedrich

Niemand ist froher als ich,

dass endlich ein neuer Papst gewählt wurde. Vielleicht sind dann die öffentlich-rechtlichen Sender mal wieder in der Lage, uns mit wirklichen Nachrichten zu beglücken.
Am Schlimmsten war es bei der ARD, denn ein Ausweichen war unmöglich.
Ein Rätsel ist es für mich, dass auch das Regionalfernsehen von diesem "Ereignis" berichtete. Jedes Umschalten brachte nichts: Aktuelle Stunde von NRW: Papst, DAS NDR: Auch Papst, ja selbst die Lokalzeiten des WDR wurden um 19.50 Uhr beendet, um auf den Petersplatz umzuschalten. Nur das arme ZDF musste ab 20.45 die Berichterstattung beenden, weil die Champions-Liga mit Bayern München angepfiffen wurde (bei Schalke hätte man vermutlich auf die Übertragung verzichtet.
Meine Frage: Langt nicht ein Sender, der pausenlos berichtet, was viele Leute nicht interessiert?

Warum Argentinien?

Erinnert mich irgendwie an die Wahl des polnischen Papstes damals. Zu einem Zeitpunkt, wo politische Veränderungen in den ehemals sozialistischen Ländern in Gange gebracht werden sollten.
So gesehen ist es nur logisch, wenn jetzt der neue Papst aus Lateinamerika kommt.
Dort geraten derzeit immer mehr Staaten auf einen Kurs, der dem Westen nicht genehm ist.
Seine Verbindungen (Wikipediea) zur früheren Militärjunta stören dabei nicht wirklich.

Guten Tag,Demut und

Guten Tag,
Demut und Zurückhaltung?
Eine kluge Wahl der Kurie,wenn man die Vergangenheit (vertuschen)bewältigen will. Am liebsten wäre es den Gläubigen und Wissenden daß man alles vor dem 13.3.13 vergessen und man bei Null anfangen könnte.
Ein schöner Traum, wären da nicht die neuesten Vorwürfe aus Holland von 1000en sexuell Missbrauchten Kindern.
rs
hier die Quelle, mal sehen wie lange es dauert bis die etablierten Medien die Erlaubnis erhalten darüber zu berichten
* Bizarre Berufskrankheit
http://www.heise.de/tp/blogs/8/153921
Missbrauch und kein Ende: In den Niederlanden waren Tausende Mädchen Opfer katholischer Geistlicher

Busfahren gegen die Reformforderungen

Er wird Busfahren gegen die Reformforderungen. Und ankämpfen gegen gesetzliche Gleichstellung von schwulen Paaren. Er wird auch sonst den alten Kurs fahren.
Er ist Jesuit. Der Begründer des Jesuitenorden predigte wörtlich den Kadavergehorsam. Er ist bestimmt nicht für ein aufgeklärtes Denken seiner Schäfchen.

Sehnsucht nach Umbruch?

Deutschland ist nicht das Zentrum der katholischen Kirche. Die hier oft beschworene Sehnsucht nach einer neuen, reformierten (Achtung, gefährlicher Begriff!) Kirche kann nicht erfüllt werden, wenn diese Kirche außerhalb von Mitteleuropa Zulauf bekommt und ihr Kurs somit bestätigt wird.

Apropos Kurs: Man könnte die Kirche mit einem Dampfer vergleichen, der gar nicht in der Lage ist, mal eben seine Richtung zu ändern. Der Kapitän hätte zwar die Macht dazu, aber was sagen die Besatzung, die Reederei und die Kunden dazu?

Der Artikel geht total an der Realität vorbei

Die Wahl Bergoglios ist eine faustdicke Überraschung. Und sie zeigt die Sehnsucht nach einem Umbruch.

Ich bitte Sie - die Wahl Bergoglios ist mitnichten auch nur annähernd eine faustdicke Überraschung.
Einen konservativeren Mann hätte die Kurie ja wohl kaum finden können.
Mit ihm haben sie ja gerade wieder einmal jemanden gewählt, der in keinster Weise positive Veränderungen oder irgend eine Form von Erneuerung bringen wird.
Andere Poster haben es ja bereits erwähnt - die Homo-Ehe hat er als "Teufelswerk" bezeichnet.
Dieser Papst mit einer Gesinnung aus dem Mittelalter ist ein Griff in die apostholische Mottenkiste.
Seine angebliche Bescheidenheit und Demut hervorzuheben,
ändert daran rein gar nichts.
Der Vatikan hat mit diesem Papst den vollkommenen Stillstand kultiviert.

General Videla schaut ihm über die Schulter

Es gibt Berichte darüber, dass Bergoglio gut mit General Videla kooperiert und selbst Übergriffe auf Jesuitenpatres ignoriert hat. Es gibt da ein wunderbares Foto, wo beide lächelnd Seite an Seite stehen. Vielleicht ist das ja der Grund für seine große Demut? Wollen wir´s hoffen!

Da hat der neue Papst noch

Da hat der neue Papst noch nicht mal die Nase rausgestreckt und ueberziehen Spekulkationen, Kritik und Zweifel die Berichterstattung und Kommentare.

Lasst den Mann doch erstmal seinen Job machen.

Desweiteren glaube ich haben viele Deutsche und Europaeer ein Problem mit Religion( und vermutlich mit vielem mehr).Das vertraegt sich nicht mit dem Weltbild des kritiklosen Konsumenten und der Allmacht der Politik. Besonders den Katholizismus hat man seit mehreren Jahren als dankbare Zielscheibe fuer jede Art von Spott und Polemik aufgefasst und schiesst sich erfolgreich ein um von den wirklichen Problemen abzulenken.

Soviel ist schon jetzt klar: Der Pabst wird die Weltpolitik nicht wirklich beeinflussen. Die Faeden werden inzwischen woanders gezogen.

Ja zum Teufel!

Gibt es keine anderen Themen mehr? Es gibt auch Leute, die nicht diesem Verein angehören. Also nun fangt Euch mal wieder und macht SERIÖSE Nachrichten!

Neues Glaubensfeuer!!

Die kath. Kirche besteht nicht nur aus Deutschland, in dem viele Menschen einseitige Reformen anmahnen, die die evangelischen Landeskirchen längst haben und die dadurch nicht voller als früher geworden sind.

Der Papst soll nicht die Werte der Welt übernehmen, die ihre Schwächen wie z.B. den Zusammenbruch vieler Ehen und Familien in "neue bunte" Lebensformen umdefiniert, während z.B. Kinder genau das, nämlich gesunde Familien mit beiden Elternteilen als Vorbilder, in denen sie Geborgenheit haben, für ihr Leben brauchen.

Ich hoffe, dass durch den neuen Papst ein Teil des Feuers aus Argentinien, wo der Glaube an vielen Orten ganz neu aufgebrochen ist, in die Kirche kommt. Dieses Feuer, das von Gott kommt und das nicht durch trockene Reformen zu bekommen ist, zieht Menschen an, sich für Gott zu interessieren und in die Kirche zu kommen.

Wird es unter dem neuen Pabst in Deuschland

dazu kommen, daß die Kirche ihre Mitgliederzahlen endlich mal mit der Realität überprüft? Daß man die Karteileichen aussortiert? Von selbst wird die RKK das niemals anfangen, da muß Druck von außen entstehen.
Der neue Pabst fährt definitiv den alten Kurs. Jetzt gibt es anscheinend wieder so eine Verklärung und Personenkult wie damals bei Ratzinger.

Reform

Glückwunsch Papst Franziskus ,ich hoffe er bringt seinem Namen alle Ehre.
Aber seine Demut wird ohne Reformen nicht ausreichen.
Zöllibat-Ende,Frauengleichstellung,Homoehe,
Gerechtigkeit >> Arm & Reich.
Ansonsten Reform...Reform...Reform
so isses

Deutsche nur unterhaltungs- & konsumorientiert!

Ich lese mit Schrecken die vielen unsachlichen Kritiken hier und anderswo im Internet.

Fakt ist für mich, dass Glaube und Religion offenbar keinen Platz mehr in Deutschland haben.

Ich beobachte, dass der Deutsche offenbar nur nur unterhalten werden und konsumieren möchte.

Es wird wohl stimmen: Wenn es einer Gesellschaft zu gut geht, dann wendet sie sich von Spiritualität ab.
Geht es einer Gesellschaft schlecht, so sucht sie die Gemeinschaft z. B. in der Religion bzw. bei der Kirche.
Die 2. und 3. Welt sind hierfür ein Beispiel.

Über den neuen Papst freue ich mich aber sehr und hoffe, dass er sich für die armen Menschen in Südamerika und dem Rest der Welt einsetzt. Sie hätten es verdient.

Die Kirche braucht keinen "Umbruch"...

...Aufbruch wäre das richtige Wort gewesen.

Ich finde es übrigens sehr spannend, dass hier schon so viel von "weiter wie bisher" geschrieben wird.

Papst Franziskus hat in seinen ersten Minuten mit mehr Traditionen iwS gebrochen (?) als manche Päpste in Jahrhunderten. Es ist interessant, dass es hier und auch bei den Medien niemandem aufgefallen ist - spricht gegen fundierte Kenntnisse der Berichterstatter.

@ Dave700: Sorry, aber die ganze "sola"-Geschichte der Protestanten steht auf Sand. Das Wörtchen "sola" hat Luther nämlich bei "fide" (sola fide - „allein durch Glauben“) hinzu erfunden und darauf seine Lehre gestützt . Mich wundert es, dass das Ganze noch nicht zusammengefallen ist.
Woher ich das weiß? Auch Luther hatte "nur" die Vulgata (oder ggf. das griechische Original, welches aber auch das Wort nicht enthält) der Kirche und die hat sich nicht geändert seit damals...
Von daher: In meinen Augen handelt es sich um einen Betrug an den Gläubigen seinerzeit wie heute.

Der neue Bapst sollte unbedingt

die evangelische Kirche anerkennen als gleichwertige christliche Einrichtung, finde ich. Außerdem sollte der Bapst sich an der refoimierten Kirche ein Vorbild nehmen, daß man auch als Christ halbwegs im 21. Jh. leben kann.

Gottes Segen an Papst Franz!

Und er wird es tatsächlich wagen, in dieser weltweiten Kirche die Stimmen der Katholiken der zweiten und dritten Welt einzubringen, denen der jeweils aktuelle Meinungs-Mainstream in Deutschland gerade mal am Popo vorbei geht, die vom Papst eine Lösung der echten Probleme erwartet (soziale Frage, Reform des Vatikans usw.) bei gleichzeitig theologisch konservativen Positionen und die unverständlicherweise nicht mehr glauben, dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll.

Vor 40 Jahren hätte der deutsche Zeitgeist noch jeden Papst gekreuzigt, der es gewagt hätte, Homo-Ehen segnen zu lassen; heute kreuzigt der deutsche Zeitgeist jeden Papst, der es wagt, Homo-Ehen nicht segnen zu lassen; und wieder mal erwarten wir von der Welt, dass sie jeden Schwenk bei uns mitmacht.

Auch wenn es für Europäer hart sein mag zu begreifen, dass sie im 21. Jahrhundert mit ihren Zeitgeist-Ideen nicht mehr weltweit das Maß aller Dinge sind.

"Wir sollen abwarten wie P "Franziskus " seine Aufgabe erledigt.

...mit vielen Vorurteile und falsche Andeutungen ist uns bei dem neuen Pabst nicht geholfen. Wir müssen abwarten was er uns an "Erneuerungen" in der Kirche geben wird. Einst werden wir sicherlich in den Jahren seines Wirken erleben dürfen, es wird mehr für die "ARMEN" getan werden und den Prunk in Rom an zuvielen Luxus wird verblassen. Er wird ein Pabst sein der den Hochmut der Kirche absinken wird, er wird sich in der Politik der Welt mehr für "Gerechtigkeit" einsetzen und für Lateinamerika-Länder sorgen, dass auch da wieder mehr "Wohlstand" und "Gerechtigkeit" herschen wird. Egal wie alt er ist, wir können ihn noch 9 Jahre haben und in den neun Jahren kann er sehr viel "Erneuerungen" bringen, die auch hier zum Erstaunen der Menschen sein wird, denn er lebt nach dem "Hl. Franziskus" und da beginnt eine neue Epoche der Gerechtigkeit und eine neue Wirkung zum Armut. Geben wir Ihn doch erstmal die Gelegeheit dazu und warten ab.
Ich wünsche Pabst Franziskus die Kraft und den Mut.

Kirche oder Event?

Wir haben einen neuen Papst, schön, aber brauchen wir den wirklich und den ganzen Medienrummel dazu?
Das hat sicher nichts mit mehr Interesse an der Kirche allgemein zu tun. Ein Papst ist ein Mensch und kein Heiliger. Oder geht die Kartoffel einen anderen Weg der Verdauung? Und niemand hat das fremd bestimmt, kein Heiliger Geist hat die Wähler geleitet,sondern ein Mensch wurde von anderen Menschen gewählt. Das sollte man mal festhalten. In Ordnung, wer die Kirche sucht, sie ihm hilft, verstehe ich. Ich glaube auch, benötige aber keine Institution wie die Kirche. Die sich wie andere von einem Skandal in den nächsten schleppt und das mit Geld stumm macht ohne überhaupt Einblicke wie z.B in andere Banken zu bekommen. Religionen generll sind fraglich, den die Geschcihte zeigt, wei viele Kriefe auf dessen Konto gehen. Und ganz ehrlich, ob die Kirche etwas sagt oder nicht, die Menschen können leben, wie sie es für richtig halten und möchten.
Herzlichen Glückwunsch trotzdem und alles Gute.

Abwarten

Vielleicht sollten wir mal einen Tag oder zwei abwarten, ehe wir uns hier so lauthals festlegen, ob der neue Papst nun ein Anwalt der Armen oder ein Steigbügelhalter der Militärjunta ist.

Ich weiß es nicht, weil ich - ehrlich gesagt - bis gestern noch nie von dem Mann gehört habe. Aber ich möchte mal Folgendes zu bedenken geben: Kann es nicht sein, dass der Mann, um in einem Unrechtsstaat überhaupt ein bisschen was Segensreiches zu vollbringen, sich als Priester genauso mit der Junta "arrangieren" musste, wie zum Beispiel Konsistorialpräsident Manfred Stolpe mit der Stasi? Ich bin einer derer, denen Herr Stolpe zu DDR-Zeiten viel Mut gemacht hat, obwohl er sich dafür mit dem Teufel arrangieren musste und dafür heute von vielen, die keine Ahnung von den damaligen Verhältnissen haben, verdammt wird.

Ich hoffe, dem neuen Papst, der, wie ich höre, vielen unterdrückten Argentiniern in schwerer Zeit viel Mut gemacht hat, bleibt eine solche Rufmordkampagne erspart.

@HMBMaD

Außerhalb der RKK gibt es nicht nur die Konsumgesellschaft. Da gibt es die evangelische Kirche und durch die Globalisierung teils sehr rationale und aufgeklärte spirituelle Bewegungen. Z.B gibt es in Amerika die Bewegung "Science within consciousness", die Spiritualität mit Wissenschaft vereinbar macht, angeführt von dem Physikprofessor Amit Goswami.

Bergoglio ist höchst umstritten

Der Menschenrechtsanwalt Marcelo Perrilli warf Bergoglio 2005 vor, in das erzwungene Verschwinden der Jesuiten Franz Jalics und Orlando Yorio im Jahr 1976 verwickelt gewesen zu sein. Perrilli erstattete deshalb Anzeige gegen Bergoglio bei einem Gericht in Buenos Aires. Ein Sprecher des Kardinals bezeichnete die Anzeige als Verleumdung.[17] Nachdem sie wieder freigekommen waren, sagten Jalics und Yorio gegenüber dem Generaloberen des Jesuitenordens Pedro Arrupe in Rom aus, sie seien von Bergoglio denunziert worden. Noch während die beiden Priester verschwunden waren, hatte Bergoglio Arrupe brieflich mitgeteilt, Jalics und Yorio seien aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen worden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus_%28Papst%29

Überraschung?

Ich hätte wetten sollen... ich habe fest damit gerechnet, dass er es wird...
Und ich habe von dem Thema eigentlich keine Ahnung.

Für einen Afrikaner ist es noch nicht reif und in Süd-Amerika gibts eh viel mehr Katholiken...

Von wegen Überraschung, logisches Denken.

@Harald Friedrich

Das wird kein Umbruch. Das ist reinste Kontinuität! Ein Papst, der Homosexuelle außerhalb des "Plans Gottes" sieht, als "anthropologischen Rückfall"? Der liegt exakt auf dem eingeschlagenen Kurs: "Volle Kraft zurück!".

Sicher, das Verhältnis der Kirche zu Homosexualität wird dieser Papst nicht ändern. Aber meinen Sie wirklich, daß das das wichtigste Thema ist?

Papst Franziskus wird ein Anwalt für die Armen sein, das ist viel wichtiger! Mit etwas Glück wird er als Nicht-Kurienkardinal die Kurie reformieren. Das ist dann zwar nichts, was großartig medienwirksam ist, aber für die Kirche ist das sehr wichtig.

@ Jesunix

Vorgestern hat Ihnen noch für alles das Verständnis gefehlt, heute stellen Sie Forderungen?!? Der Lernprozess ging aber sehr rasch...wenn ich das mal anmerken darf.

Das Grundproblem mit der protestantischen "Kirche" ist, dass sie keine Kirche iSd Definition ist. "Auf Augenhöhe" wird ja iÜ durchaus miteinander gesprochen. Es wird nur nicht verheimlicht, dass es genügend gibt, was uns trennt - auch wenn es durch Unwissenheit immer wieder kleingeredet wird.

Und zu dem "Vorbild" allgemein: Gott bewahre! Und das meine ich wörtlich!
Die meisten Christen dort sind meiner Erfahrung nach ziemlich alleingelassen mit ihrem subjektiven Glauben an "irgendwas", was sie sich selbst im Laufe von Jahren zusammenreimen. Es verunsichert nicht nur die Gläubigen, es vernichtet im Laufe von Generationen auch den Glauben, denn das Gemeinsame wird weniger.
Gott und seine wahre Natur müssen im Mittelpunkt des Glaubens stehen, nicht meine subjektiven Wünsche, Vorstellungen, Projektionen etc.

Dieser Papst ist konservativer als der Alte, meine ich.

Seine Zustimmung sieht er sicherlich in Südamerika und Afrika. Dort bekommen die konservativsten Kirchen den stärksten Zulauf, "Kirchen" die offen zum Tod der Prostituierten und Homosexuellen aufrufen. "Pfarrer" die im Militärton "Wahrheiten" einprügeln. Das ist die Konkurrenz!

Problematisch wird das wenn dieser Konservatismus von den Regierungen als Grund genommen wird, harsche Gesetze einzuführen, die menschenverachtend sind. Und hier hätte der alte Papst die Chance gehabt etwas dagegen zu sagen. Aber er tat es nicht, er empfing sogar die Parlamentspräsidentin Ugandas nachdem dasselbe noch härtere Strafen gegen Homosexualität beschlossen hat und sie das als Weihnachtsgeschenk für den Papst bezeichnet hat.

Dies ist nämlich der Einfluss der kath. Kirche in vielen Staaten: Politiker setzen Kirchendogmen in Gesetze um, und der Papst muss sich diesem Missbrauchspotenzial bewusst sein. Der Alte war es scheinbar nicht. Mal sehen was Franziskus macht, man soll ja jedem eine Chance geben

All der Prunk und all die

All der Prunk und all die Pracht sind für sie nicht Abglanz göttlicher Herrlichkeit, sondern Ausdruck menschlicher Selbstüberschätzung.

Prunk und Pracht wurden schon von Paul VI abgeschafft.

@Jesunix

die evangelische Kirche anerkennen als gleichwertige christliche Einrichtung, finde ich.

Einverstanden!

Außerdem sollte der Bapst sich an der refoimierten Kirche ein Vorbild nehmen, daß man auch als Christ halbwegs im 21. Jh. leben kann.

Das sehe ich anders. Die Kirchen der Reformation schießen in vielen Punkten über das Ziel hinaus. Sie folgen dem Zeitgeist oft so sehr, daß sie den Geist des Evangeliums vernachlässigen. Der Maßstab für die Kirche ist und bleibt das Evangelium. Die Frage muß bei jeder Reform also lauten: Was würde Jesus Christus dazu sagen?

Heiliger Geist und Zeitgeist

Als Nicht-Katholik möchte ich all die, die vom Papst "moderne" Reformen fordern (insbesondere "Homo-Ehe"), darauf hinweisen, daß ein Kirchenoberhaupt nach meinem Verständnis keine Entscheidungen gegen die Heilige Schrift fällen kann. Gerade was die "Homo-Ehe" betrifft, mag das zwar in Deutschland der veröffentlichten Meinung entsprechen, widerspricht aber grundlegend der Bibel. Einige evangelische Kirchenoberhäupter, die die "Homo-Ehe" oder homosexuelle Lebenspartnerschaften anerkennen, haben damit die biblische Lehre verlassen und somit eine verdeckte oder öffentliche Spaltung ihrer Kirche bewirkt. Ehescheidung ist im übrigen ebenfalls aus biblischer Sicht ein evidentes Fehlverhalten (Sünde). Davon betroffene bedürfen besonderer Seelsorge. Ein Ausschluß vom Abendmahl erscheint mir da nicht der richtige Weg. Frauenordination ist theologisch hochumstritten und gibt es nur in einigen evangelischen Kirchen (auch nicht in allen).

Linksliberales Gedankengut ist nicht unbedingt christlich.

Gegen die Armut

Noch einer, der "die Armut bekämpfen" will.
Hoffentlich weiß er auch, wie man das macht.

die katholische Kirche..

wird sich wohl kaum ändern. Wenn der neue Papst was für die armen Menschen macht wäre das schon ein Erfolg. Für mich bleibt nur der Wunsch - Abschaffung von Art. 140 im GG und alles weitere sollen die unter sich klären. Ich habe nichts gegen die konservativen Wervorstellungen der Kirche so lange Sie mal anfängt die Menschenrechte zu achten.

An alle, die die Berichterstattung kritisieren:

Wenn nach 8 Jahren ausführlich über eine Papstwahl berichtet wird, ist das m.E. nicht "unerträglich" oder "ekelig". Lesen Sie doch einfach was anderes, schauen einen anderen Kanal oder einfach mal ein Buch lesen.
Alle Kritiker sollten doch in der Lage sein, ihre Prioritäten selbst zu setzen. Aber in Deutschland und besonders in Foren findet sich zunehmend eine "Meckerkultur". Irgendwas findet man immer.
Viel Spaß im Leben für die allzeit Unzufriedenen.

@ Camaro

Die Geschichte ist alt - wie Sie/wir sehen! Es war auch nicht unbekannt. Das war den Kardinälen klar und auch den übrigen Interessierten.
Es ist also keine sonderlich Schlagzeile!

IÜ wurde nie etwas bewiesen. Behauptungen werden hingegen mal schnell über den Äther geblasen!

Für die Unschuld des jetzigen Papstes sprechen mE klar zwei Dinge. Zum einen hat die Staatsanwaltschaft keine Belege finden können (weltliche Instanz). Zum anderen zeigt dies mE auch die jetzige Wahl (kirchliche Instanz).
Gäbe es irgendwelche Erkenntnisse gegen Papst Franziscus, wäre er wohl 1. jetzt Bergoglio geblieben und vermutlich vorher schon 2. nicht mehr Erzbischof von Buenos Aires gewesen.

Von daher: Kirche im Dorf lassen!

Einen Umbruch wird es mit

Einen Umbruch wird es mit diesem Papst geben...Hin in Richtung Evangelikalismus...Gute Nacht Welt

@ M_ichael

Sehr gut gesprochen!
(Behaupte ich jetzt mal als Katholik.)

Zum Inhalt: Kein geistlicher Würdenträger der HRKK kann gegen göttliches Recht (die Gebote der Bibel) entscheiden - auch nicht ein Konzil (das noch über dem Papst steht). Insofern können wir nicht - wie die Protestanten - einfach sagen "Wir sehen es jetzt halt anders!".

Geschiedene sind (meiner Kenntnis nach) nicht von der Hl. Kommunion ausgeschlossen. Dies gilt nur für geschiedene Wiederverheiratete, was natürlich mit der Unauflöslichkeit der Ehe im katholischen Sinn zusammen hängt. Bei derartigem Verhalten handelt es sich demnach um permanenten Ehebruch... was bei "nur" Geschiedenen logisch natürlich nicht möglich ist.

Zur Frauenordination hat Papst JP II klar gesagt: "Wir haben dafür keinen Auftrag."

Wenn es

Überraschungen durch Franziskus geben wird, so werden sie wohl für die römische Kurie eintreten. In Glaubensfragen dürfte es weiterhin keine geben. Warum auch? Da liegen die Begriffe doch seit Jahrhunderten fest. Die Modeerscheinungen, die das moderne Leben mit sich bringt, wird die katholische Kirche nicht wesentlich berühren. Aber warten wir es ab, sicherlich werden die Personalentscheidungen der nächsten Wochen einige Hinweise geben. Die Generalaudienz in der nächsten Woche dürfte auch sehr spannend werden. Die Betonung auf das Amt des Bischofs von Rom ist der erste Hinweis, wie Franziskus sein Amt sieht. Gott mit Ihm!!

Sehnsucht nach einem Umbruch?

wie soll dieser Umbruch denn aussehen?
wieso zeugt diese Papstwahl von einem Umbruch?

dieser Papst ist weiß
dieser Papst ist alt
und dieser Papst ist konvervativ

was bitteschön soll sich denn da ändern?

@MAD

Zur Frauenordination hat Papst JP II klar gesagt: "Wir haben dafür keinen Auftrag."

Aber auch kein Verbot. Die Kirche geht davon aus, daß im Abendmahlssaal nur Männer anwesend waren, weil in der Bibel nichts anderes erwähnt ist. Das ist aber kein Beweis dafür, daß es wirklich so war. Frauen wurden damals generell selten erwähnt.

Exegeten (auch katholische) gehen davon aus, daß der in Röm 16,7 erwähnte "Apostel Junias" ein Übersetzungsfehler ist und in Wirklichkeit eine Apostelin Junia war. Wenn es aber zu urchristlichen Zeiten eine Apostelin gegeben hat (und die Bischöfe sehen sich ja als Nachfolger der Apostel) dann kann man die Zulassung von Frauen zum Weiheamt nicht kategorisch ausschließen.

Was den Rest angeht, stimme ich Ihnen zu!

@Mad

Wie kommt die RKK dazu, die evangelische nicht Kirche zu nennen? Außerdem mußte die Kirche im Laufe der 500 Jahre sowieso fast alle Forderungen Luthers erfüllen. So viel trennt wohl dann auch nicht mehr.

Bleiben die übriggebliebenen Reformforderungen Luthers wie Abschaffung des Zöllibates, damit die Priester nicht ihre Sexualität unterdrücken oder verheimlichen müssen. Als Familienväter täten sie sowieso eine bessere Seelsorge, denn sie wüßten um die Probleme von normalen Menschen nicht nur aus der Theorie.

PS. Wie würde der internationale Gerichtshof in Den Haag die Sintflut beurteilen?

"kann nicht gegen die heilige

"kann nicht gegen die heilige Schrift handeln"

Einige hier schreiben dass der Papst nicht gegen die heilige Schrift handeln könne. Der Vatikan beschäftigt eine ganze Armada an Menschen die nichts anderes tun als Glaubenssätze auszuarbeiten aus der Bibel. Die ist nämlich sehr widersprüchlich.

Die Dogmen sind nicht so fix wie man annimmt.

Die Hautfarbe hat KEINE Aussagekraft...

...über den Weg, den ein Papst in seinem Pontifikat gehen wird/würde.

Es amüsiert mich, wenn ich hier immer wieder lese, dass mit einem farbigen Papst Umbruch, Aufbruch, Erneuerung usw. (was auch immer) verbunden werden.
Ich stelle mir vor, wie manche Leute lauthals gejubelt hätten - sich dabei geradezu überschlagen hätten - um dann nach ein paar Wochen bzw. Monaten genau das Gegenteil von sich zu geben... Dabei habe ich natürlich gewisse Politiker und Gruppen vor Augen.

Ich kenne zwar nicht die Kardinäle aus Afrika, aber die Geistlichen aus Afrika sind meiner Erfahrung nach erzkonservativ. Dagegen war Papst Benedikt ein Liberaler und vermutlich gilt gleiches für Papst Franziskus.

Von daher: Eine (vermutlich zumindest) total inhaltsleere und substanzlose Annahme aufgrund der Hautfarbe...

Aber irgendwie amüsant...

@Jesunix

Außerdem mußte die Kirche im Laufe der 500 Jahre sowieso fast alle Forderungen Luthers erfüllen. So viel trennt wohl dann auch nicht mehr.

Doch, leider schon! Sie haben Recht, daß die katholische Kirche inzwischen fast alle Forderungen Luthers "umgesetzt" hat. Insofern trennt die katholische Kirche nicht mehr viel von der Kirche Luthers, das stimmt wohl.

Aber die heutige evangelische Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte diverse Entwicklungen durchgemacht, die der alte Luther wohl sehr kritisch gesehen bzw. abgelehnt hätte. Fragen Sie mal orthodoxe Lutheraner ...

@mad

wir sehen es jetzt halt anders?! Denke schon das die Kirche dies könnte. Vielleicht habe ich aber auch was verpasst. Schließlich kann es natürlich sein, dass die Kirche immer noch denkt das die Erde der Mittelpunkt des Universums ist und der Hase ein Wiederkäuer. Gibt es da innerhalb der Kirche neuere Erkenntnisse?

Sehnsucht nach Umbruch . . .

Die Kardinäle haben einen 76-jährigen zum Papst gewählt,
um ihre Kirche zu reformieren ?

Eine Institution, die in ihrer über 1.500-jährigen Geschichte kleinste
Reformen in Jahrhundert-Schritten misst.

Dazu noch einen Jesuiten, eines Ordens der sich seit Gründung
dem Papst und der Lehre der Kirche, egal wie falsch, besonders
verpflichtet hat ?

Und dessen Amtszeit vermutlich nicht über mehr als ein
gutes Jahrzehnt währen wird ?

So sieht also "Sehnsucht nach Umbruch" aus ?
Das sieht eher nach Aussitzen aus. Schaun wir mal.
Mit grossen Erwartungen sind schon viele seine Vorgänger
gewählt worden. Passiert ist wenig und die meisten von uns
leben nicht lange genug, um Änderungen zu bemerken.

@ BotschafterSarek

Das es ist richtig. Es gibt kein klares Verbot und ich halte es auch für grds. denkbar.
Aufgrund der apostolischen Tradition sieht es aber nun einmal anders aus. Man mag von dieser Tradition halten was man will, aber sie ist da und sie ist auch von Anbeginn sehr eindeutig. Wäre das Weihen von Frauen "üblich" gewesen, hätte sich die Tradition nicht so entwickelt, wie sie es hat. Es handelt sich ja nicht um eine "Erfindung" viel später nachgeborener Generationen.

Zudem ist die Frage zu stellen, ob das Wort Apostel auch gleichzeitig auf Weihe schließen lässt. So legt ja etwa die Korrespondenz von Paulus mit Titus ganz klar eine förmliche Weihe nahe.
Ob man also diesen Schluss bzgl. Junias aufgrund der Texte auch ziehen kann, entzieht sich ad hoc meiner Kenntnis. Das Wort alleine wäre aus meiner Sicht jedenfalls nicht als Beleg ausreichend, denn "Jünger" und "Apostel" wurde (mWn) nicht immer klar getrennt.

Deutschland wichtig?!

Man sollte doch mal sehen, dass etwa 25 Mio. Katholiken in unserem Land leben. Es wird immer gefordert, dass es Reformen geben muss... Man sollte mal bedenken, dass es weltweit eben 1,2 Milliarden Katholiken gibt, die größtenteils zufrieden mit Ihrer Kirche sind! Wegen einer kleinen Minderheit, wird die Kirche einen Teufel tun und Sachen in Frage stellen, die über Jahrtausende Bestand hatten - und ich finde das richtig so. Denn wo wäre dann die Authenzität der Kirche wenn man plötzlich ein ja zur Homoehe, Abtreibung etc. äußern würde.
Die Gefahr das man in der Mehrheit der Christen seine Glaubwürdigkeit verlieren würde ist wohl klar!
Außerdem wäre es Mal angebracht darüber nachzudenken, in welch einer Welt wir zur Zeit leben... Kriege, Armut etc. die meisten Konflikte entstehen durch die Raffgier einiger weniger (Reiche immer reicher, Arme...)!
Ich bin gläubiger Christ und das nicht wegen "der Kirche" sondern weil ich an Gott glaube, auch wenn es "innere Konflikte" in mir gibt!

Konservatismus

Besonders ärgerlich sind mit Verlaub zu sagen Vorwürfe, die mit Begriffen aus dem Bereich der Parteipolitik jonglieren - wenn es denn ein Vorwurf ist, konservativ zu sein. Immerhin stellen die Konservativen in allen westlichen Demokratien große Volksparteien. Mit solchen Einordnungen verstellt man sich aber nur selbst den Blick auf eine Organisation wie die Katholische Kirche. Es gibt da keine Konservativen, auch keine Liberalen, keine Sozialdemokraten, keine Grünen, keine Linke. Die Katholische Kirche ist eine institutionell verfasste Religionsgemeinschaft. Eine christliche Konfession. Sie vertritt ein spezifisches Konzept von Christentum. Jedes geistliche Oberhaupt muss und wird daher auch dieses Konzept vertreten - in Fragen der Sexualmoral, der sozialen Gerechtigkeit, aber eben auch in Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Tod und Erlösung. Jedes Oberhaupt hat seine eigenen Schwerpunkte. Wenn Papst Franz die soziale Gerechtigkeit zu seinem machen will, dann sollte das erfreuen!

@BotschafterSarek

Andere Exegeten sagen, daß Junia sehr wohl ein männlicher Name ist. In der Antike waren nicht alle Namen auf -a automatisch weiblich. (Heutzutage ja z.B. in Italien auch nicht).

Wenn die Kirche für etwas keinen Auftrag hat, so hat sie den eben nicht. Da kann sie sich schlecht den Aufrtag selber geben, damit würde sie sich selbst ermächtigen. Das können weltliche Instanzen tun, aber nicht die Kirche. Insofern kann ich das Argument von JP II nachvollziehen. Es gibt auch evangelische Bischöfe, wenn auch heutzutage nicht mehr in den deutschen Landeskirchen, die das so sehen.

Relevanz?

zich Stunden Live-Twittern und -Berichterstattung zu einer Papstwahl, aber nicht mal eine kleine Nachricht über ein seit drei Tagen abgeriegeltes Brooklyn... *kopfschüttel*

xxx://rt.com/usa/police-flood-brooklyn-neighborhood-238/

LG aus hgw, adk.

Schall und (weißer) Rauch

Na ja, faustdicke Überraschung dürfte wohl stark übertrieben sein: vom neuen Papst ist aufgrund seines Alters sicherlich kein Aufbruch zu erwarten - mit 76 Jahren übertrifft er ja sogar das deutsche Rentenalter. Eine Überraschung war aber auch nicht wirklich realistisch oder hat wirklich jemand die Wahl einer der Welt zugewandten jungen Päpstin erwartet?
All jene die einen Wandel in dieser Kirche herbeisehen, sollten sich fragen (lassen), ob es nach etlichen Jahrhunderten des Stillstands nicht doch an der Zeit ist, aus dem Club der alten Männer auszutreten.

Von diesem Papst erwarte ich dass er seine Arbeit macht..

nach seiner Arbeitsanweisung der BIBEL.
Wenn die Bibel das Wort Gottes ist dann sollte man auch nach den Geboten der Bibel handeln.

Wenn aber die Verpackung wichtiger wird als der Inhalt,dann werden es früher oder später immer mehr gläubige das erkennen und ihre konsequenzen daraus ziehen.

Wir brauchen keine katechismen und Bücher wo Anleitungen stehen wie zeremonien abzuhalten sind.
Ein Kardinal muss auch nicht über 10000€ verdienen und angestellte haben ,wenn er in Kirchengebäuden lebt und vollpension hat.
Dieses Gebahren ist das Gegenteil von dem was die Bibel lehrt.
Die Pharisäer waren und sind es die in saus und braus gelebt haben und respekt einforderten.

Bibel kann sich nicht dem Menschen Anpassen,damit dieser bequemer glauben kann.
Keiner wird gezwungen nach der Bibel zu leben,aber wenn er an das wort glaubt,muss er sich über die konsequenzen klar sein,die ein verstoss mit sich bringen kann.

Wer sich im Beruf gegen Anweisungen stellt muss auch mit konsequenzen rechnen.

Ich kann´s nicht mehr hören...

meinen hier viele Kommentatoren denn nicht, dass die katholische andere Probleme zu überwinden hat, als Homosexuelle anzuerkennen?!

Die katholische Kirche hat eben diese Position und keine andere (zudem durch die Bibel gerechtfertigt)- basta. Wenn das so viele hier stört, können sie ja aus der Kirche austreten (sofern sie es noch nicht getan haben)...

Warum nicht nach Franz Xaver?

Von wem stammt die Botschaft, daß er sich nach Franz von Assisi benannt hat und nicht vielleicht nach Franz Xaver, einem Mitbegründer der Jesuiten und Missionar?

Hat er sich selbst auf Franz von Assisi berufen?
Oder hat er das offen gelassen? Vielleicht bezieht er sich ja auf beide.

@M_ichael

Andere Exegeten sagen, daß Junia sehr wohl ein männlicher Name ist.

Das herauszufinden überlasse ich den Exegeten. Ich habe ja nicht gesagt, daß es so ist, sondern daß viele Exegeten diese Auffassung vertreten. Mir ist bewußt, daß die Diskussion dazu noch nicht abgeschlossen ist.

Wenn die Kirche für etwas keinen Auftrag hat, so hat sie den eben nicht.

Sie hat durchaus einen Auftrag, nämlich den, immer wieder neu zu gucken, ob es in der Tradition Fehlentwicklungen (weg von der Schrift, weg von der Zeit der Kirche zur Zeit der Apostel) gegeben hat und diese ggf. zu korrigieren. Ich weiß nicht, ob Junia eine Frau war, aber wenn es eine war, sollte die Kirche noch mal neu über ihre patriarchalische Tradition nachdenken.

@BotschafterSarek

"Doch, leider schon! Sie haben Recht, daß die katholische Kirche inzwischen fast alle Forderungen Luthers "umgesetzt" hat. Insofern trennt die katholische Kirche nicht mehr viel von der Kirche Luthers, das stimmt wohl.

Aber die heutige evangelische Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte diverse Entwicklungen durchgemacht, die der alte Luther wohl sehr kritisch gesehen bzw. abgelehnt hätte. Fragen Sie mal orthodoxe Lutheraner ..."

Das sehe ich auch so. Die großen ev. Landeskirchen haben in den letzten Jahren in vielen Bereichen den weltweiten christlichen Konsens verlassen (es gibt neben Evangelischen und Katholiken ja auch noch Orthodoxe) und damit die Trennung in der Ökumene vergrößert. D.h., selbst wenn die kath. Kirche den Zölibat aufheben würde und das Papstamt auf den Bischof von Rom (vielleicht noch als Erster unter Gleichen) zurückstufen würde, würde es keine große "Wiedervereinigung" mit vielen evangelischen Kirchen, nicht mal mit vielen ev.-luth. unter ihnen, geben können.

@sasquatch

mit der militärjunta arrangieren ist etwas anderes, als kritische glaubensbrüder zu denunzieren, die dann verschleppt und getötet wurden...

Gratulation!

Papst Franziskus macht auf den ersten Blick keinen schlechten Eindruck.
Da der Begriff 'konservativ' beliebige Bedeutungen haben kann, macht dieser als Attribut für mich wenig Sinn.
Natürlich - wenn mir der Vergleich erlaubt ist - je größer das Schiff, desto umsichtiger muss es gesteuert werden. Abrupte Kehrtwenden werden wir sicher nicht erleben. Schon gar nicht 'Modernisierungen', im Sinne eines Hinterherrennens hinter kurzlebigen Moden und Trends.
Sollte der Name 'Franziskus' Programm sein, so besteht die historische Chance, dass ein Papst die Frage nach dem Grund für das (meiner Erkenntnis nach unnötige/vermeidbare) Elend auf dieser Welt stellt. Weit darüber hinaus gedacht könnte die Kirche die Vorhut bei der endgültigen Überwindung dieses Elends bilden und damit die Schuld der Vergangenheit tilgen.
Das wäre mein Wunschweg der Kirche in die Zukunft. Träumerei? Höchst wahrhscheinlich. Aber wo wären wir ohne Träume?

Der neue Papst wirkt wie eine

Der neue Papst wirkt wie eine Marionette der Kardinäle in der Kurie, versehen mit dem Etikett eines Anwalts der Armen.
"Der Weg der Brüderlichkeit, der Liebe, des Vertrauens" ist nur das übliche Gesülze der katholischen Kirche. So was kennen wir schon von seinem deutschen Vorgänger, der damals auch die Hoffnungen auf irgendwelche Änderungen geweckt hat, die nie erfüllt worden sind.

Aber glauben darf man ja bekanntlich alles, deswegen gibt es bekanntlich die Kirche.

@Doktor_Fettleb

Sollte der Name 'Franziskus' Programm sein, so besteht die historische Chance, dass ein Papst die Frage nach dem Grund für das (meiner Erkenntnis nach unnötige/vermeidbare) Elend auf dieser Welt stellt. Weit darüber hinaus gedacht könnte die Kirche die Vorhut bei der endgültigen Überwindung dieses Elends bilden

Und damit hätte er mehr für die Welt und die Gläubigen getan als wenn er die Homo-"Ehe" zulassen würde.

@ M_ichael & BotschafterSarek

Da das Thema HRKK "vs." protestantische Kirche Sie beide stark zu interessieren scheint, ein Buchtipp (sehr lesenswert gerade für Protestanten):
Andreas Theurer, "Warum werden wir nicht katholisch?"

Das Buch hat er damals noch als evangelischer Pfarrer geschrieben... Sehr interessante Gedankengänge, wo sehr schön dargelegt wird, was uns zum einen trennt und warum die Protestanten sich zum anderen an diesen Stellen "problemlos" bewegen könnten (ja sogar müssen) - wenn sie denn wollen würden.

Fazit von Theurer: Hätte es die HRKK von heute in den Zeiten Luthers gegeben, wäre es nie zum Schisma gekommen!

Der Beurteilung Theurers schließe ich mich voll und ganz an.

Da aber Wahrheit nicht relativ ist, ist es nicht an der HRKK sich inhaltlich auf die Protestanten zu zu bewegen. Wäre die protestantische Lehre nämlich "die Wahrheit", dann könnten sie sie nicht ständig modifizieren. Ein "Mehr" an Wahrheit wird aber sicherlich nicht durch gegenseitiges Nachgeben erreicht!

@ Jesunix , 10:10

Die Kirche hat keine Forderungen von Luther erfüllt, sondern Missstände - die es ja unzweifelhaft gab - abgestellt. Das ist ein Unterschied, den ich hier betonen möchte!

Die HRKK hat ferner der Häresie Luthers nicht nachgegeben. Und nach katholischem Verständnis ist Luther (mWn) immer noch Häretiker, Ketzer, Schismatiker und Sektierer ("schöne" Fachbegriffe)!

Unterschiede: Kirchenverständnis, Heiligen- und Marienverehrung, Sakramentsverständnis usw. Es wird immer so getan, als gäbe es nur "Kleinigkeiten". Großer Irrtum!

Zur Ihrer ersten Frage:
http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/
rc_con_cfaith_doc_20070629_responsa-quaestiones_ge.html

Frauen und Menschen guten Willens

Es mag ein Übersetzungsfehler der Dolmetscherin gestern Abend bei der Übertragung der ARD anlässlich der Papstwahl gewesen sein. Diese sagte - und ich konnte es kaum glauben: 'Und nun werde ich euch und der ganzen Welt den Segen erteilen, das gilt auch allen Frauen und Menschen guten Willens.'
Auch wenn es ein Übersetzungsfehler sein könnte, wurde hier klar die Haltung der katholischen, von alten Männern dominierten, Kirche gegenüber uns Frauen ausgedrückt.
Ebenso die Bilder, die zu sehen waren.
Überhöhte Machtdemonstration weitweg von den Menschen.
Diese Vertreter Gottes hier auf der Erde sind weiterweg von uns Menschen als Gott selbst.
Wer kann das ernst nehmen?
Da auf Veränderung hoffen?

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