Ihre Meinung zu: Pontifikat als Drahtseilakt zwischen Dialog und Dogma

28. Februar 2013 - 4:43 Uhr

Er traf den Dalai Lama, betete in der Blauen Moschee und sprach in Jad Vaschem: Benedikt XVI. setzte auf den Dialog mit anderen Religionen. Doch seine Aussagen sorgten auch für Empörung.

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Kommentare

Glauben oder Wissen

Wie ist eigentlich die Idee eines Gottes (mit dem entspr. Instrument der Kirche) entstanden?

Die HOFFNUNG u. der GLAUBE der Menschen auf ein besseres Leben nach dem Tod, aus Angst u. Unsicherheit...Es ist sehr einfach, alles auf Gott zu schieben und schlimme Dinge z.B. Kriege " im Namen Gottes" zu rechtfertigen.
Es ist traurig, dass mit NICHTWISSEN so viel Geld gemacht wird, Menschen von Priestern in der kath. Kirche manipuliert u. nur für ihre eigenen religiösen Zwecke missbraucht werden. Deshalb bin ich auch gegen Religionsunterricht in Schulen.
Stattdessen sollte mehr WISSEN unterrichtet werden. Skeptisches hinterfragen und zweifeln, eigene Erfahrungen sammeln, die Wahrheit erfahren wollen sind Dinge, die von der kath. Kirche leider nicht gewollt sind. Dann bröckelt ihre Macht und noch viel mehr ...

Schwierigkeiten im Dialog sind vorprogrammiert

Im Artikel findet sich:
"Das Pontifikat Benedikts XVI. war ein Drahtseilakt zwischen Dialog und Dogma."
Meines Erachtens nach ist dies bei einem Dialog zwischen anders denkenden Partnern doch völlig klar, dass es nicht immer leicht zugeht. Es ist sicher richtig, dass der Papst zu einem gewissen Teil für Irritationen gesorgt hat, ich denke aber, dass dies daran lag, dass er kein Politiker war, der seine Gedanken öffentlichkeitswirksam (in einer positiven Richtung) rüberbringen konnte. Aber seine Intention beim Dialog war sicherlich ehrlich.
Dass es aber im Wesen des Dialogs – etwa zwischen Protestanten und Katholiken - liegt, dass es bei den unterschiedlichen Auffassungen auch zu Problemen kommen kann, ist offensichtlich. Man kann keinen Dialog um den Preis der eigenen Identität führen. Dann ist er auch nicht mehr authentisch. Ein "Kuschelkurs", der Unterschiede unter den Teppich kehrt, ist sicher nicht angebracht. Das wäre doch etwas billig. Gemeinsamkeiten hat er aber schon gesucht.

@ Berlinerin

Sie scheinen ja sehr genau zu wissen, wie "die Idee eines Gottes" entsanden sein soll. (Ist das eigentlich als genitivus subjectivus oder objectivus zu deuten?)
Es ist doch das typische Denken der Atheisten, dass der Glaube auf "menschlicher Schwäche" basiere. Das ist aber doch ein bisschen einfach gedacht, mal abgesehen davon, dass man auch einwenden kann, dass hier wichtige menschliche Fragen und Bedürfnisse klein geredet werden und der Mensch gar nicht ernst genommen wird.
Glaube ist etwas anderes als NICHTWISSEN. Sie behandeln Menschen, die glauben, ja schon ein bisschen von oben herab, wenn Sie sagen, dass sie sich den Glauben zusammenschrauben, weil sie ängstlich und unsicher sind. Vielleicht sind Sie ja auch ängstlich und unsicher, weil Sie Angst VOR GOTT haben, und glauben deswegen nicht an ihn?
Auch Philosophen wie Platon und Aristoteles sprechen vom Göttlichen, Sie werden als Grund wohl kaum Angst anführen. Man macht es sich schon sehr einfach, wenn man das tut.

Vom Wesen des Glaubens

Der Mensch ist mehr, als nur ein ratinales und materialistisches Wesen. Er ist verbunden mit einer höheren Wahrheit. Und der Widerstreit im Leben besteht im Kampf zwischen den weltlichen und spirituellen Seiten seines Wesens.

Nach einem Krieg, einer Pestepedemie etc., rutschen die Menschen auf den Knien und geloben Besserung, ja, sie handeln rücksichtsvoll und sozial, solidarisch. Im Laufe der Zeit aber siegt doch wieder die Gier der Oberen, und sie fangen an zu erzählen, dass zu viele Krnakenschwestern, Polizisten, Staatsbedienstete etc. zu teuer seien, die Renten unbezahlbar würden, Studiengebühren her müssten, und die Milliarden rauschen wie ein Wasserfall auf ihre Konten.

Die Kirche nimmt eine Zwischenstellung ein. Sie redet über das Spirituelle, aber sie versäumt auch nicht das Materielle und die Macht. Das ist ihr Problem. Jesus aber stand eindeutig auf Seiten der Schwachen und wurde deshalb ans Kreuz genagelt. Die Kirche steht mittig zwischen Christus und den Mächtigen.

ÖKUMENE IST KEINE EINBAHNSTRASSE !

Wenn andauernd geklagt wird, der Papst, bzw. die katholische Kirche komme den Protestanten zu wenig entgegen, dann darf nicht übersehen werden: Ökumene ist keine Einbahnstraße, sie muß ein gegenseitiges Geben und Nehmen sein. Es kann nicht angehen, daß eine Seite immer nur Erwartungen äußert, bzw. Forderungen stellt, die die andere gefälligst zu erfüllen hat. Betrachtet man die zurückliegenden 40 Jahre, so ist die katholische Kirche den Protestanten in vielem entgegengekommen ( ökumenische Gottesdienste, konfessionsversch. Ehen, ...). Ich kann allerdings nicht erkennen, wo sich die Kirche der Reformation in einem wesentlichen Punkt auf die katholische zubewegt hätte ( z.B. Frage nach dem geistlichen Amt ) - im Gegenteil: In vielen ethischen Fragen ( Abtreibung,PID, Sterbehilfe,...) entfernt sie sich ständig weiter vom einst gemeinsamen Konsens - und die katholische Kirche soll ihr natürlich folgen. Das kann doch nicht das Grundverständnis für Ökumene sein.

Vom Wesen des Glaubens - 8:55 — DeHahn

Eine sehr liebenswürdige Position des Wesens des Glaubens.
Allerdings gäbs über den Begriff

"Wahrheit"

er ist der "Causale Nexus" aller Glaubens- und Ideologiekriege

mehr als in 1000 Buchstaben zu fassen ist, zu diskutieren.

Gebetsrichtung des Papstes in Istanbul gen Mekka?

Zitat aus dem Artikel: "Er (Anmerkung: Papst Benedikt XVI.) betete in der Blauen Moschee in Istanbul und richtete sich dabei nach Mekka aus."

Wenn man sich einen Atlas zur Hand nimmt und eine Verbindungslinie zwischen Istanbul und der arabischen Halbinsel (Mekka) zieht, wird man ganz schnell feststellen, dass sich der Papst bei seinem Gebet nach Jerusalem gerichtet hat!

Sehr geehrte Damen und Herren

Sehr geehrte Damen und Herren diskutierende,

meiner Meinung und Weltanschauung nach gibt es keinen Gott!
Was das das Beten angeht: Wie viele Billionen Gebete werden
im Laufe der Menschheitsgeschichte denn wohl gebetet
worden sein?

Hat das irgendjemandem etwas genützt?
Ist die Welt dadurch besser geworden?

Ich begreife es nicht wie man in unserer (angeblich)
so aufgeklärten Zeit soetwas wie einen Gott braucht,
der sich weder zeigt noch formuliert was er will.

Glaubt denn hier allenernstes jemand, dass die Bibel von sogenannten höheren Mächten verfasst wurde?
Was wären das für höhere Mächte die so rachsüchtig,eifersüchtig und brutal wären?

Sicher keine denen man folgen sollte!

Vergesst nicht dass wir die Meinungsfreiheit und
Menschenrechte den Aufklärern zu verdanken haben und nicht der Kirche.

Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken.

@ Talla38 / Sinn, Nutzen des Gebetes

Ja, mir hat es geholfen und genützt - so Manches ist in meinem Leben und im Leben vieler anderer gläubiger Menschen, die ich kenne ist durch das Gebet besser geworden.
Außerdem können Sie nicht sagen, wie unsere Welt aussähe, wenn diese Billionen Gebete, die Sie als fruchtlos betrachten, im Lauf der Geschichte nicht gesprochen worden wären.

Ich habe gebetet. Mir hat es

Ich habe gebetet. Mir hat es genützt, mehrmals. Habe schnelle Arbeit gefunden und vieles vieles mehr und dann betet man ja auch noch für das Leben nach dem Tod.

Gebete

Gebete sind die beste Ausrede, selbst nichts zu unternehmen oder anderen nicht zu helfen. Sie beruhigen das Gewissen.
Und so lange ein Betender keinen Nachweis erbringen kann, zum "richtigen" Gott zu beten (komischerweise glaubt aber jeder genau das, nämlich den "richtigen" Gott zu haben, sehr zweifelhaft bei tausenden verehrten Göttern), wird sich daran auch nichts ändern.

Ich gebe der Userin Berlinerin Recht, Glaube ist Nichtwissen. Er ist sogar Nichtwissenwollen.

Wie formulierte Kant doch so schön? Sapere aude!

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