Kommentare

Aigner

Hieß es nicht. damals von der Aigner, sowas wäre nicht mehr möglich und das damals neu eingeführte System wäre so gut wie sicher um sowas auszuschließen?
Naja liebe CDU war wohl wieder nichts.

Welche "Produkte" sind betroffen ..

Dass die Betroffenheit durch die Verletzung ethischer und religiöser Normen wesentlich gravierender ist als die Betroffenheit von Unternehmen, wird in der Berichterstattung und in politischen Diskussion durchgehend ausgeblendet. Die Verletzung der Selbstbestimmung, was wir essen wollen, scheint keine Rolle zu spielen. Ekelhaft!

Globalisierung der Lebensmittel

Wozu? Wie Ihr Kommentator sagt: Es lädt geradezu zu Betrug ein, die niedrigen Strafen tun ihr übriges. Wenn Flugbenzin ordentlich besteuert würde, wäre es vielleicht nicht mehr so lohnend, Lebensmittel quer durch Europa zu fliegen, statt sie nahe dort zu verkaufen, wo sie gebraucht werden.

Abwarten...

das duerfte nur die Spitze des Eisbergs sein. Man sollte unbedingt nach Esel und Wild(Kangaroo )suchen. Wer nicht sucht, der auch nicht findet. Es wird massig Kangaroo nach Europa eingefuehrt allerdings als Tierfutterrohstoff. Wer weis. Ich traue der internationalen Fleischmafia alles zu. Mich betrifft das als Seltenstfleischesser nicht. Ich esse nur selten Huehner die ich persoenlich kannte und Seefisch.

Kontrollen nicht wirksam

es muß möglich sein, auch billigere Produkte richtig zu etikettieren. Entweder die Ware ist zu dem Preis herstellbar oder eben nicht.
Nicht ein jeder kann die Preise im Bioladen zahlen, und auch nicht ein jeder verzichtet deswegen auf den Urlaub.
Das Fleisch beim Metzger, ja selbst ein Leberkäse kostet schon das Eineinhalbfache wie in der Fertigpackung. Produkte auch bei Kartoffeln, Brot und Gemüse sind im Bioladen wesentlich teurer. Da ist man locker bei 300 Euro und mehr für Essen und Trinken pro Person, auch wenn man und meist Frau selbst kocht.
Wenn man berufstätige Frauen und Mütter will kann man nicht erwarten, daß Frau alles und jedes selbst zubereitet. Es macht keinen Sinn Fertigprodukte als das Böse schlechthin zu verteufeln. Ein Verbraucher, der solche Produkte kauft kann nicht do it yourself kontrollieren, selbst wenn er oder sie das Doppelte zahlt. Chemisch behandeltes Gammelfleisch war damals z.B. nicht nur Billigfleisch. Es wird auch bei teureren Produkten betrogen.

unbedenklich?

Immer wieder lese ich im Zusammenhang mit diesem "Skandal", dass es ja "soooo schlimm" nicht ist, da Pferdefleisch ungiftig ist bzw. keine Schäden hervorruft.

Ich hingegen sehe dies allerdings als Körperverletzung an, wenn in Lebensmittel Dinge enthalten sind, die ich aus persönlicher Entscheidung unter keinen Umständen verspeisen möchte.

Ratten-, Krokodil-, Schlangen- oder Fledermausfleisch ist bestimmt genauso "unbedenklich" bzw. "unschädlich"; im Prinzip sehe ich keinen Unterschied darin ob Rattenfleisch oder Pferdefleisch in Lebensmitteln enthalten ist, wo bspw. Rind draufsteht.

Zum Glück kaufe ich nie Fleisch oder fleisch-haltige Produkte aus dem Supermarkt, sondern beziehe diese von alteingesessenen und vertrauenswürdigen Metzgern aus meiner Umgebung, welche die klar als Rind/Huhn erkennbaren Körperteile vor meinen Augen zu dem verarbeiten, was ich wünsche (Hack etc.).

Danke für die Übersicht

Nachdem es die letzten Tage immer hieß, der Skandal weite sich aus und es seien immer mehr Händler und Produkte betroffen wollte ich schon "meckern" und schreiben: Ja dann nennt sie doch beim Namen!

Und wie per Gedanken-Wunsch-Übertragung ist die Aufstellung da. Cool. Danke
Vorschlag: Nicht nur auf Pferdefleisch prüfen...

Arbeitende Eltern@Lindenbaum

Sie sprechen hier zu recht ein heißes Eisen an! Ich glaube auch, die Tatsache, dass heute durch den jobbedingten Zeitmangel viel mehr zu Fertigprodukten gegriffen wird, die natürlich bezahlbar sein müssen, lädt zu Mauscheleien geradezu ein. Ich persönlich habe Fertiglasagne immer schon eklig gefunden, weil ich die Zutatenliste der tatsächlich deklarierten Dinge schon zu lang fand. Wenn ich das selbst zubereite, brauche ich viel weniger verschiedene Zutaten. Wenn man aber den ganzen Tag unterwegs sein muss, ist es schwierig, sich abends noch auf das Kochen zu freuen, es sei denn, es ist ohnehin das erklärte Hobby. Dann allerdings kann man sich oft bessere Qualität leisten, denn selbst zu kochen ist in der Regel immer billiger.

Pferd im Hack

Ich hab da kein Mitleid. Wer den Schei... kauft, der soll sich nicht wundern....

Gut und günstig... Wenigstens

Gut und günstig... Wenigstens ist in Pferdefleisch kein BSE...

Aber sehr viel Aktionismus lese ich. Was kann denn ein Ministerium überhaupt leisten??
Die Gesetze gibt es. Die Untersuchungsämter sind Ländersache.

Das Ganze ist sehr einfach. Auf die Packung draufschreiben: kann Pferdefleisch enthalten. Und fertig.

Pferdefleisch ist in Deutschland nicht verboten.

wäre es nicht einfacher.......

...anzugeben welche discounter / convenience produkte nicht betroffen sind?

oder traut sich das momentan keiner mehr?

logische schlussfolgerung aus den skandalen:

trau keinem lebensmittelhersteller(panscher)
kauf einfach kein convenience food mehr
trau keinem -wie auch immer- gearteten gütesiegel
bereite so weit als möglich essen selbst aus grundnahrungsmitteln zu.

das minimiert zumindest die risiken.

das zeitargument lass ich nicht gelten! einfach ne stunde weniger vor den sprechenden lampen sitzen, und schon kann man ganze menüs kochen.

das problem ist auch weniger die fehlende zeit, sondern das unvermögen und die durch convenience food versauten geschmacksknospen!

wer kann heute noch kochen?

wem schmeckt essen, das nicht tonnen von salz, zucker, fetten, geschmacksverst. enthält?

hier hat die industrie ganze arbeit geleistet und die wartezimmer der ärzte sind auch voll mit diabetes-, hochdruck-, übergewichtpatienten.

das macht umsatz, und ist som. der politik heilig

@MikeS Jetzt wüsste ich schon gern, welche

religiösen Normen hier verletzt worden wären.

Schweinefleisch hat sich ja bekanntlich noch nicht in der Lasagne gefunden, oder?

Dass es unethisch ist, den Leuten Dinge zu verkaufen, die sie nicht wollen oder die Sachen enthalten, die sie nicht wollen, ist hingegen offenkundig. Nur leider dürfte dies bei jedem zweiten Produkt so sein. Und das gilt eben nicht nur bei Lebensmitteln.

Was tun?

billiger billiger am billigsten

Wenn der Verbraucher eben das billigste will bekommt er es auch.
Das ist eine Marktentwicklung die der Verbraucher mit seinem Kaufverhalten auch zu verantworten hat.

Nach jeden Skandal gibt es vollmundige Versprechungen der Politiker bessere Kontrollen höhere Strafen usw.
Funktioniert genau bis zum nächsten Skandal.
Der Preisdruck bei Nahrungsmittel Herstellern ist enorm.(mörderisch d.h. nur der billigste überlebt)
Ich kann nur hoffen das ein umdenken bei den Einkäufern in den Grossen Supermarkt bzw Diskountern Ketten erfolgt,diese Leute wissen genau ob ein Produkt zu diesem Preis erzeugt werden kann oder nicht.

Pferd im Hack 2

Wie schauts bezüglich der zwei größten Fastfootketten MC.Donalds und Bürger King aus?

re Eestik

"Das Ganze ist sehr einfach. Auf die Packung draufschreiben: kann Pferdefleisch enthalten. Und fertig."

Wenn schon eine salvatorische Klausel, dann doch gleich:

Verzehr auf eigene Gefahr.

@freshdax, Körperverletzung wohl nicht.

Denn die Körperverletzung wird strafrechtlich eben bewusst von anderen Taten gegen die Selbstbestimmung getrennt. Der Körper muss schon Schaden nehmen. Das trifft vielleicht noch Pferdefleischallergiker.

Was mich erschreckt, ist die Mentalität der Täter, denen es wurst ist (schönes Wortspiel), was anderen Leuten ins Essen kommt. Heute kommt Fleisch von Rennpferden ohne Equidenpass rein, morgen eben Kanalratz. Und übermorgen wird mit Sägemehl gestreckt und vergammelte Schweineohren reingemahlen.

Aber das sind eigentlich nur Argumente für regionale Herstellung und Vertrieb.

Fertigprodukte

Wer glaubt, das solche Auswüchse durch Kennzeichnung bzw. andere Maßnahmen gestoppt werden können der befindet sich auf dem Holzweg.
Es gibt nur einen Weg, keine Fertigprodukte kaufen.

Wir praktizieren das schon jahrelang und kaufen das Fleisch nur bei einer Metzgerei, die selbst schlachtet und die Schlachttiere nur aus der Region stammen.

Anders sind solche Auswüchse nicht zu stoppen.

@thombar

Ich koche noch selbst! Trotz Fulltimejob und vier Kindern, die inzwischen weitgehend selbst kochen, weil sie das von mir gelernt haben.:-D Ich habe allerdings auch keine Glotze... Vom Anschauen der zig Kochsendungen ist noch keiner satt geworden!:-)Was die Geschmacksnerven angeht, da haben Sie vermutlich leider recht!

Regionale Herstellung und Vertrieb

Sag ich doch!!!

Leppo_tr: Prinzipiell richtig

Einkauf beim Metzger nebenan mit Hausschlachtung (was schon mal rechtlich nicht geht)? Aber erstens können sich das nicht alle Bürger leisten und zweitens sollte auch bei Fertigprodukten solch ein Schwindel nicht vorkommen. Solange die Überwachung hinterherläuft und die Strafen so niedrig sind bleibt alles beim Alten. Das ist der Preis des Turbo Kapitalismus der uns als soziale Marktwirtschaft verkauft wird. Das ist der Preis einer globalisierten Welt und einem Europa bei dem Subventionen in der Schein Landwirtschaft nur so sprudeln, der Gewinn verdoppelt sich immer garantiert. So zählen meines Wissens auch die Milchpäckchen im Flugzeug zum landwirtschaftlichen Gut und werden geringer besteuert, lustig oder. Fleisch wird von einem Land ins andere transportiert und irgendwann irgendwo verarbeitet um Subventionen zu bekommen. Ich habe nicht vergessen das man das in Bayern auch schon mal so machte, unter FJ Strauss wohlgemerkt, bei den Brüdern und Schwestern kaufte man ein verkaufte teuer

Was passiert mit den Waren?

Ich frage mich auch, was mit diesen Waren passiert?
Natürlich ist es schlimm, wenn einem was untergejubelt wird, aber Pferdefleisch ist nicht schädlich oder ungesünder als Rind. Schlimm ist die falsche Etikettierung und natürlich muss das geahndet werden, aber wir sind ja nicht vergiftet worden - nicht mal eine allergische Reaktion hat man zu befürchten. Meiner Meinung wird das ein wenig dramatisiert. Würde man sich auch so aufregen, wenn beispielsweise Milch und Milchpulver vertauscht wird?
Massenweise genießbare Lebensmittel zu vernichten, weil anderes Fleisch drin ist als draufsteht, fände ich aber wirklich das letzte! Neu etikettieren und an die verkaufen, denen egal ist, welches Tier nun geschlachtet worden ist (das eine leidet ja nicht mehr oder weniger als das andere) oder dahin schicken, wo Menschen hungern und seelig über jedes Essen sind. Über solche Fragen, ob die Lasagne mit Pferde-, Rind-, Schweinefleisch würden die bestimmt den Kopf schütteln.

Wer ist wirklich so naive und war oder ist der Meinugng, dass

die Lebensmittelindustrie mal Skandalfrei sein wird. Es heißt nicht ohne Grund "...Industrie" - Hier geht es um Gewinn und Gewinnmaximierung - egal auf welchem Weg. Ich hab kein Problem mit Pferdefleisch - ein richtiger Sauerbraten muss aus Pferdefleisch sein. Ich habe etwas dagegen, dass Tiere extrem leiden müssen, damit wir uns die Bäuche voll stopfen können für „Billig“. Hier ist schlicht Betrug am Werke. Ich bin der Meinung, der, der ein Produkt verkauft, hat dafür zu garantieren, das es einwandfrei ist, das das, was drauf steht auch drin ist. Und wenn er der letzte in der Kette ist, muss er dafür sorgen, garantieren und haften. Der Verbraucher muss ist aber auch mit in der Pflicht. Unter seriösen Umständen kann eine Lasagne nicht unter 2.00 EURO kosten. Also kauft man es nicht – wie wäre es noch mal mit selbst kochen, dann kommt man wirklich unter 2 EURO! Und eine Fr. Aigner war und wird dem nicht Herr werde!

@freshdax mit allem Respekt,

@freshdax
mit allem Respekt, aber Pferdefleisch in einem Atemzug mit Ratten, Schlangen … zu benennen zeigt nur eines, Sie haben keine Ahnung! Die Tatsache, dass Pferdefleisch nicht mehr so häufig auf unseren Teller landet liegt einzig darin, dass die Gesellschaft das Tier Pferd verniedlicht und das wir Pferde entweder in der Prärie im Wilden Westen oder als schwarzes Pferd in Kinder-Mädchenfilmen sehen. Pferde waren genau wie Rinder Arbeitstiere und Fleischlieferanten.
@ Lindenbaum
Unsere Politik hat es durch Senkung der Löhne und Verarmung der Gesellschaft, dass viele Menschen sich die „ursprünglich“ hergestellten Lebensmittel nicht mehr leisten können. Würde Leistungsentsprechende Löhne gezahlt, könnte sich auch jeder das Fleisch von Metzger, die Kartoffeln vom Bio-Bauern und den Fisch von Überfischungsvermeidenden Fischern leisten.
Jedes Handeln hat eine Konsequenz, dies ist die Konsequenz einer Bürger- und Gesellschaftsfernen Klientel-Politik.

verfruehtes sommerloch...

ich verstehe die gesamte aufregung nicht. pferdefleisch ist in der liste der fleischsorten meines erachtens in der gruppe, in der auch das rind angesiedelt ist, und im wert dem schweinefleisch ueberlegen.

wenn es nun um fertigprodukte wie etwa lasagne geht, dann hat man vermehrt fleisch vom typ "hackfleisch" im auge, und um dies herzustellen, werden ohnehin vermehrt schlachtabfaelle verwendet, ob die nun vom schwein, vom rind, oder vom pferd stammen.

wir sollten uns vielleicht ebenfalls vor augen fuehren, dass der sogenannte skandal schon seit monaten oder jahren im gange ist. und dabei zuschaden gekommen ist wahrscheinlich niemand.

worin liegt also der wahre skandal? fuer meine begriffe lediglich in zwei punkten: die ware ist falsch ausgezeichnet (betrug), und es scheinen qualitaetskontrollen umgangen worden zu sein (pharmaka im pferdefleischanteil).

ist dies denn nun von neuer qualitaet? das glaube ich ebenfalls nicht.

folglich handelt es sich um ein verfruehtes sommerloch...

@ Perlweiss

Soweit mir bekannt ist, begann der sogenannte Skandal bei MC Donalds UK.

Da hieß es wohl, das Fleisch käme aus Rumänien. Dann Frankreich und jetzt Deutschland.

Ich freue mich schon auf das Fleisch aus den USA, wenn erst die Freihandelszone eröffnet ist...

Dann haben wir bals alle Stiernacken, wegen Hormonbomben im Fleisch.
Dagegen ist Pferd in Billigessen eine andere Lachnummer.

Im Übrigen: Russland hat die Einfuhr von Hormon-Fleisch aus Deutschland, USA und EU verboten.

Das Verbot gilt seit 01.02.2013!

Das Gleiche gilt für Kartoffeln, welche genetisch verändert wurden.

Das ist doch nur...

eine weitere Spitze des Eisbergs. Die Lebensmittelindustrie versorgt uns mit preiswerter Nahrung (Essen möchte ich vieles nicht nennen) und das nicht zuletzt auch, weil bei uns Geiz geil ist.

Alle paar Monate ein Skandal! Ein Aufschrei! Empörung im Netz und in den Ministerien... und dann ist an der Kasse im Supermarkt schon bald wieder alles vergessen.

Eigentlich müsste der Verbraucher wirklich mal einen Aufstand proben. Aber dazu reicht es noch nicht. Der Eisberg muss erst voll sichtbar werden. Und da wird mir jetzt schon schlecht.

Mit diesem Fraß sollte man eigentlich mal Vorstände und Lobbyisten und prüf-faule Kontrolleure mästen... Bon appetit!

Frage von 17. Februar 2013 - 15:40 — Bastelbub

Frage von Bastelbub:
@MikeS Jetzt wüsste ich schon gern, welche religiösen (und ethischen) Normen hier verletzt worden wären?

Ich empfehle die Wikidedia-Seite "Nahrungstabus, Abschnitt Pferd"
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu

Wenn das Verhalten der Produzenten von einer konkreten Person (oder einem Gastwirt) zu bewerten wäre, entspräche es m.E. nicht nur Vertrauensbruch, sondern Körperverletzung.

@Hudson23-26

Das sehe ich genau so.
Der Verschwendungswahn ist einer der größten Flüche der "zivilisierten" Welt.

Frage von 17. Februar 2013 - 15:40 — Bastelbub

Frage von Bastelbub:
@MikeS Jetzt wüsste ich schon gern, welche religiösen (und ethischen) Normen hier verletzt worden wären?

Ich empfehle die Wikidedia-Seite "Nahrungstabus, Abschnitt Pferd"
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu

Wenn das Verhalten der Produzenten von einer konkreten Person (oder einem Gastwirt) zu bewerten wäre, entspräche es m.E. nicht nur Vertrauensbruch, sondern Körperverletzung.

1) Wert von Pferdefleisch: An

1) Wert von Pferdefleisch:
An sich ist Pferdefleisch wohl höherwertig als Rindfleisch - wenn damit also gepanscht wird, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um solches, dass mit normaler Deklaration nicht mehr in den Handel dürfte, weil die Tiere mit Medikamenten behandelt wurden, die übergehen... also von dem her: Ja, das ganze ist ein Skandal!!!
2) "günstige Lasagne":
Wenn ich das Hack vom Hof ums Eck hole, kann ich zusehen, wie sie mir das Fleisch klein machen - ohne Sägemehl und co (das man nun mal nicht mehr erkennen kann nach der Verarbeitung). Außerdem ist es nicht teurer als im Supermarkt (weniger Wasser im Fleisch da gescheit abgehangen!! --> sogar mehr Fleisch / Euro!!!). Drittes Argument, die Zeit: Zubereitung Lasagne mit Bechamelsoße in weniger als 1/2 Stunde - plus die Ofenzeit, die auch die fertige Lasagne braucht. Und einfach ist die Zubereitung auch. Dafür schmeckts dann besser und ich weiß was drin ist. Ist es mir definitiv wert.

Chili Con Carne

Wer isst das denn aus der Dose? Das geht doch schneller, wenn man es selbst macht. Bei Lasagne versteh ich das ja noch, das ist üble Fieselei mit dem Teigplatten und der Sosse. Und Chili con Caballo klingt doch auch gut, oder? Könnte man ganz cool mit CCC abkürzen (wie der Chaos Computer Club). Oder Triple C, das Essen für den Triple X Fan. Da tun sich ganz neue Möglichkeiten auf ;)

Fast food

Ja, genau: Was ist eigentlich mit den Fastfoodriesen McDonalds und Burger King? Gibt es Infos dazu? Oder wird da der Mantel der Liebe über die Szene des Schreckens gehalten?

ein gutes hat die Sache, die

ein gutes hat die Sache, die Branche ruiniert sich selbst und heilt sich selbst

und ich danke den Kontrolleuren (mehr Personal bitte, bin auch bereit Steuern zu zahlen statt Banken zu retten)

auf diesen Gedanken der Kontrolle sollten nun auch die nicht schwarzen schafe der Branche kommen

und schon repariert die Branche selbst ihren Ruf
und dann ist alles wieder in Ordnung, wie es auch sein soll

@eerlian

Es muss nicht immer nur kontaminiertes Fleisch sein.

Schauen sie sich die Polizeien Europas an. Alle verfügen über berittene Staffeln.

Diese Pferde müssen auch mal ausgemustert werden und kommen zum Abdecker oder wie das heisst, wenn die Tiere noch am Leben sind.

Das Tier wird fast komplett verwertet.

Ganz abgesehen davon natürlich, dass selbstredend im Lauf eines Dienstpferdes diverse Medikamente verspritzt wurden.

Jedenfalls stelle ich mir diese "Nische" sehr durchtrieben vor.

Würde mich dann auch echt nicht wundern, wenn da Kontakte zur Lebensmittelbranche existieren.

Gibt es da Zahlen @tagesschau.de?

Das muss sich doch recherchieren lassen, wieviel Tonnen Pferd pro Jahr in der Eurozone abgedeckt werden.

Hühnchen übrigens, werden kein Jahr alt. Selbst auf einen "Bio"-Bauernhof nicht, da das Fleisch sonst zäh wird.

Es bekommt jeder das was er

Es bekommt jeder das was er bezahlt. Wenn man nicht bereit ist Geld auszugeben, bekommt man auch nur Müll. Da braucht sich keiner beschweren. Was soll auch in einer 1.50€ Lasagne drin sein. Man sieht es doch jedes Wochende beim Einkaufen; mit dem SUV vorfahren, IPhone am Ohr und die ganze Familie in schicken Jack Wolfskin Jacken... und im Einkaufswagen der billigste Dreck und sich über steigende Lebensmittelpreise aufregen. Na danke.

selber Konsument

Ein Firmenboss lässt zu Lebzeiten gedopte oder/und mit Medikamenten voll gestopfte oder/und mit verbotenen Medikamenten behandelte Pferde zu Würstchen verarbeiten und dadurch werden Leute krank oder sterben gar.

UND DANN!!

Die Tochter ist krank.
Schwer krank.
Medikamente helfen nicht - Antibiotika hilft nicht.
Grund: Zuviel und/oder verbotene Anwendung von Antibiotika in der Tiermast.

Die Tochter stirbt.

Warum begreifen diese Leute es nicht?
Selbst wenn Sie ihre eigenen Produkte - Lebensmittel, Verbrauchs- und Gebrauchsgüter - mit Schädlichen belastet, nicht selber konsumieren.

Sie, und alle die ihnen wichtig sind, können den Giftcocktail nicht entkommen.

Sie sind schließlich selber Verbraucher.
Leben in der gleichen Welt.

Begreift dies endlich!

@14:35 — corigallo

"Tut mir leid aber diese Ministerin ist ungeAignet. Aber genauso schlecht war Fr. Künast..." - haben Sie schon einmal daran gedacht, daß Ostereier in jedem Jahr anderswo versteckt werden ? Schon bei Frau Künast damals dachte ich oft "So ein Sch...job, bei dem man immer nur den neu ausgedachten Gaunereien irgendwelcher Unternehmer nachrennen darf ? Auch Sie wüßten nicht vorher, was da kommt, wetten ?

@16:39 — Hudson23-26
"Warum kann es nicht möglich sein diese Produkte günstig an Menschen abzugeben...." - leider läßt unsere Strafgerichtsbarkeit das wohl nicht zu, aber wie wäre es denn damit: Die Schuldigen finden, einsperren und ausschließlich mit diesen Produkten jahrelang ernähren ?

Ketzerbriefe

Na klar, einfach vernichten. Nur weil es falsch deklariert ist. Es gibt genug Hungernde auf dieser Welt. Sagt ihnen was drinnen ist und schenkt es ihnen.

So funktioniert das Ganze

Am Anfang steht der Verbraucher. Er hat ein mehr oder weniger großes Budget, um sich Lebensmittel zu kaufen. Was tut er? Er informiert sich in den Medien, wo aktuell am preiswertesten eingekauft werden kann. Es gibt ja Preissuchmaschinen, Marktchecks, usw. überall.
Den günstigsten sucht sich der Verbraucher aus. So weit, so gut.
Doch damit setzt er eine Maschinerie in Gang, die letztendlich IMMER in Betrugsfällen endet.

1. Die großen Handelsketten lassen Eigenmarken produzieren. Hierbei geben Sie den Herstellern vor, was bspw. eine Lasagne maximal kosten darf. Der Produzent schließt einen Vertrag und produziert.
2. Der Discount oder eine andere Handelskette will natürlich diesen Preis unterbieten, um den Verbraucher in sein Geschäft zu locken. Also schließt er mit einem anderen oder teilweise auch mit dem gleichen Hersteller ebendiesen Vertrag ab. Nur dass er die Konditionen für sich besser gestaltet.
3. Die Spirale dreht sich immer weiter, denn sobald der Hersteller nicht mehr zu ...

@ roman²

Ich habe nicht gesagt, dass es kontaminiertes sein MUSS.
Aber wenn man anscheinend höher wertiges Pferdefleisch als billigeres Rindfleisch deklariert, erscheint das Ihnen nicht komisch?
Und selbstredend haben auch "verwertbare" Pferde in ihrem Leben Medikamente gesehen - es ist halt immer die Frage, welche. Rinder leben auch nicht "ohne alles" :)

Generell habe ich nichts gegen Pferdefleisch, ist ganz lecker. Die angesprochenen Zahlen (Masse Pferdefleisch in EU) würden mich auch interessieren!

der einwand, der

der einwand, der koerperverletzung trifft es zwar nicht wirklich, wenn jemand Pferd gegen seinen willen isst. allerdings sind die ethischen und damit fuer die betroffenen psychologischen folgen durchaus interessant.
mich persoenlich trifft es in diesem moment nicht. (ich esse nur Huhn und fisch) auf keinen Fall saeugetiere, da ich diese fuer zu inteligent halte.
falls es aber einmal dazu kommen sollte, dass pferdefleisch (oder andere Saeuger) in einem huehnergericht gefunden werden das ich gegessen habe, haette ich riesen probleme damit.
vielleicht waere fuer all diejenigen die sich selbst getroffen fuehlen hier mal eine sammelklage interessant. viel. sogar mit unterstutzung von verbraucherschuetzern.
das wuerde die risiken fuer derlei betrug erhoehen und damit viel effektiver zur vermeidung zukuenftiger skandale beitragen als kontrollen es koennen.

Biobauerndienste nutzen

Also bei uns gibt es einen Biobauerndienst, der genau sagen kann, von welchem Bauern und welchem Tier das Fleisch stammt. Alles Bioland oder Naturland Qualität, was viel mehr ist als nur Bio nach EU-Norm.
Der liefert frei Haus ab 15,- Euro auch in die vor der Tür stehende Kühltasche.
Nur auf dem Land? Weit gefehlt, wir wohnen mitten in München!
Preise sind zwischen 2x und 4x Discounter-Nicht-Bio. Dafür ist das Fleisch nach dem Braten nicht um 50% geschrumpft.

...2.Teil

...Preisen produzieren kann, ist er weg vom Fenster.
4. Was macht der Produzent? Um am Markt bestehen zu können, kauft er minderwertige Ware ein und mischt sie unter.

So geht das immer weiter. Hier stellt sich dann die Frage, wo in dieser (stark vereinfachten) Kette sitzt die Wurzel des Übels?

1. Beim Verbraucher, der alles zum möglichst günstigen Preis haben will?
2. Bei den großen Handelsunternehmen, die durch ihr Preisdiktat die Hersteller unter Druck setzen?
3. Bei dem Hersteller, der mit unlauteren Mitteln versucht, am Markt zu bestehen?
4. Bei den undurchsichtigen Verkäufern, die dem Hersteller minderwertige Zutaten oder Ware zu günstigen Preisen anbieten?
5. Bei den Medien, die dem Verbraucher suggerieren, alles sei immer noch ein wenig günstiger zu haben?

Vielleicht tragen alle Beteiligten ein wenig Schuld.

Gruß rambospike

Unbedenklich trotz fehlender Herkunftsangabe?

Ob die Verunreinigung mit Pferdefleisch unbedenklich ist, kann hier doch gar niemand beurteilen. Weder sind die Herkunft des Pferdefleiches geklärt, noch ob dieses entsprechend veterinärmedizinisch untersucht worden ist. Woher nehmen Sie denn die Sicherheit, dass das Pferdefleich nicht parasitenverseucht ist?

Pferdefleischskandal

Da ja immer wieder der Vorschlag kommt, man soll sein Fleisch beim Metzger kaufen, stelle ich mir mal vor, wie es Morgen aussieht, wenn alle Deutschen bei den Metzgern anstehen. Riesige Schlangen vor den Läden, Mittags geschlossen, weil alles ausverkauft ist. Und wo kauft der Metzger dann ein? Leute wacht auf, wir müssen im Supermarkt einkaufen. Und da erwarte ich einfach, auch wenn alles günstig ist, das es i.O. ist.

Zum so wohl schmeckenden Pferdefleisch. Haben sie schon mal gesehen, wie Pferde zur Fleischerzeugung gehalten werden? Da ko.... sie ihr sauberes Pferdefleisch sofort wieder aus. Guten Appetit.

@Horst74

Es bekommt jeder das was er bezahlt.
Bisschen sehr kurzsichtige/naive Sichtweise. Die Gesamtheit aller bisherigen Lebensmittelskandale zeigt doch, dass ein hoher Lebensmittelpreis keineswegs eine Garantie für eine hohe Lebensmittelqualität liefert. Oder glauben Sie ernsthaft, dass es sich bei den EAHEC verseuchten Radiesschensprossen um Billignahrungsmittel gehandelt hat?

@ Bernd Noll

Na klar, einfach vernichten. Nur weil es falsch deklariert ist. Es gibt genug Hungernde auf dieser Welt. Sagt ihnen was drinnen ist und schenkt es ihnen.

Nix für ungut, aber gut gemeint ist nicht gut gemacht.
Der Punkt ist doch, dass man gar nicht weiss, was genau drinnen ist, ausser das ein Teil davon von irgendwelchen Pferden stammt, zu denen keine veterinärmedizinischen Untersuchungsdaten und Abstammungsdaten vorliegen.
Folgt man Ihrer Argumentation, dann hätte man auch Gammelfleisch nicht vernichten dürfen, sondern an die Hungernden liefern sollen.
Merken Sie eigentlich, dass Sie damit folgender Mentalität Vorschub leisten: Für die Dritte Welt nur das, was für uns nicht gut genug ist. Die Probleme der Dritten Welt lassen sich nicht dadurch lösen, dass wir unseren Abfall dorthin verschicken und als mildtätige Gaben umdeklarieren!

Vertrauen und Kaufen von Produkten großer Handelsketten

Wenn den Käufern von Markenprodukten & Eigenmarken hier im Formum zum Teil unterstellt wird, sie müssten wissen, dass sie für den angebotenen Preis nur "Müll" kaufen können, ist dies falsch. Konsum ist überwiegend eine Frage der Möglichkeiten und des sozialen Vertrauens, letzteres insbesondere dann, wenn ich als Person keine Kontrollmöglichkeit habe.

Ich möchte den für Kontrollen und Qualitätssicherung zuständigen Stellen trauen können - denn sie bilden die einzige Schutzschicht zu den Interessen der Marktgeier. Diese Ebene wird aber zunehmend schlecht bezahlt und mit dem Argument der Eigenverantwortlichkeit der Industrie abgebaut.

Vertrauen kann man sehr schnell abbauen, aber nur sehr langsam wieder entwickeln. Mein Vertrauen in die "Eigenverantwortlichkeit und Selbstorganisation der Lebensmittelindustrie" ist nachhaltig gestört, ich will mehr Kontrolle.

Zum Thema Körperverletzung

Hier kann durchaus ein bedingter Vorsatz zur versuchten Körperverletzung (und nicht nur bewußte Fahrlässigkeit) konstatiert werden:
Nachdem die Herkunft des Pferdefleisches und dessen veterinärmedizinischer Befund unbekannt sind, musste der Hersteller zwingend die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Teile dieses umdeklarierten Pferdefleisches gesundheitlich bedenklich sind. Er nimmt diese Möglichkeit in Kauf und findet sich damit ab. Damit liegt m.E. eigentlich auch eine versuchte Körperverletzung vor. Aber das sollen Juristen beurteilen..

Preis/Leistung stimmt!

Wer es skandalös findet, dass in einer 1,99€ Lasagne (1kg) nicht das enthalten ist, was draufsteht, der hat schon längst das Gefühl für den Wert von Nahrung verloren.

In unserer vom Konsum getriebenen Gesellschaft wird an jeder Ecke gespart. Um in der Nahrungsmittel-INDUSTRIE marktfähig zu bleiben, kann man versuchen möglichst transparent und mit Zertifikaten versehen darzustellen, welchen Gang die Zutaten gemacht haben oder man muss unter anderem Teile des (teuren) Rindsfleisch durch billigeres Fleisch ersetzen. Gekauft wird leider zum großen Teil Letzteres. Es muss ja noch genug Geld für so wichtige Dinge wie mindestens ein neues Handy pro Jahr bleiben.

Ich will damit nicht den Betrug legitimieren, aber Suppenhühner fuer 99 cent im Sonderangebot bei Aldi werden kein lebenswertes Leben gehabt haben. Ebenso wenig wie das Rind, dessen Hackfleisch in 500g Packungen fuer 1,00€ über den Ladentisch wandert.

Alternative: Man könnte die Pferde an Rinder verfüttern und so indirekt nutzen.

wie muss man das bewerten?

Immerhin wurde sich hier des Körpers eines/vieler Menschen bemächtigt, um unverkäufliches Fleisch hochpreisig zu entsorgen.

Da knapp die Hälfte von denen selbst niemals Pferdefleisch hat essen wollen, fand diese Ermächtigung über den Körper des Opfers gegen seinen Willen statt.

Das geht doch über Körperverletzung hinaus oder nicht?

"17. Februar 2013 - 21:20 —

"17. Februar 2013 - 21:20 — Phonomatic
Immerhin wurde sich hier des Körpers eines/vieler Menschen bemächtigt, um unverkäufliches Fleisch hochpreisig zu entsorgen.

Da knapp die Hälfte von denen selbst niemals Pferdefleisch hat essen wollen, fand diese Ermächtigung über den Körper des Opfers gegen seinen Willen statt.

Das geht doch über Körperverletzung hinaus oder nicht?"

nein dsa reicht nicht aus, vor allem muss ein koerper verletzt werden ;)

Kehrseite der Medallie

Dass es nicht akzeptabel ist, dass Pferdefleich (oder gar Schweinefleisch) umdeklariert wird und den Konsumenten als Rindfleisch verkauft wird, steht ausser Frage.

Auf der anderen Seite werden deswegen tonnenweise Lebensmittel vernichtet. Vor ca. einem Jahr gab es bei der ARD darüber eine Themenwoche. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, die betroffenen Produkte - sofern keine Medikamentenrückstände zu befürchten sind - entsprechend zu deklarieren und - richtig deklariert - im Handel zu belassen? Es ist ja nicht so, dass Pferdefleisch hierzulande nicht gegessen würde! Die Vernichtung der Lebensmittel ist reiner Aktionismus.

Darstellung: